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Das
ungeplante Entstehen einer kleinen Hornby-Sammlung:
Bedingt durch den
in einem Monat bevorstehenden unglücklichen BREXIT, wollte ich
noch unter normalen Bedingungen eine
preiswerte, echte alte eng- lische Modellbahn
Dampfloks von Hornby in der Spurgröße 00 kaufen, ohne
vermutete Zoll- und Versandprobleme, wie in Vor-EU-Zeiten, erleben
zu müs- sen. In der Folge wurden dann doch noch
weitere Loks erstanden...... Mich begeistern alte
Loks in Metallbauweise. Dazu zählen auch die alten Loks von Hornby, die unter
der Markenbezeichnung Triang oder Dublo in Spur 00
verkauft wurden. So weit ich es verstanden habe, gibt
es technisch
Ähnlichkei- ten mit Trix Express.
Mit Spannung warte ich darauf, die Bauweise der Hornby
Loks und wie sie laufen, kennen zu lernen.
Definitiver Hornby-Abschlusskauf um 15.- €, solte eine auch ab etwa 1953
pro- duzierte Dampflok, die "Silver King", Nr.
60016, sein, bei der es aber nicht blieb. Die altersbedingt aus der Serie der
Loks in 3-Leiter-Ausführung entstammt. Hier zeigt sich
auch die Nähe zu Trix Express, wo auch eine
Mittelschiene im Gleis zur Stromentnahme diente. Bei
Trix Express waren die Laufschienen von einan- der
isoliert, sodass auf dem Gleis zwei Loks
getrennt gesteuert werden konnten, da der Mittelleiter
für beide Loks diente, je eine Aussenschiene
für je eine Lok. Die Lok und Waggonachsen waren
dabei isoliert, sodass zwischen den Schie- nen kein
Kurzschluss entstehen konnte.- Bei
Hornby Dublo Dreileiter-Lokomoti- ven und dazu passenden
Waggons, sind jedoch die Räder durch ihre
Achse lei- tend verbunden, so wie das auch beim Märklin-System
der Fall ist. Diese Wagen und Loks verursachen
daher am
Zweileitergleis einen Kurzschluss. Mein
Interesse an der "Mallard" Loktype entstand aus der
Vergleichsmöglich- keit mit den Deutschen
Schnellfahrlok Typen, wie sie von Märklin und Hamo in
der Sammlung vorhanden sind. Die gekauften Loks
sind Nachbauten der Weltre- kord Lok
"Mallard", die gut zu unseren deutschen Stromlinienloks
von Märklin passt.
Die
erste Lok "Silver King" kam aus Spanien. Sie hat viele kleine Lackschä- den
und auch ansatzweise Rost. Wie angegeben war sie nicht
fahrtauglich, der Grund dafür war der felhende
Motormagnet und die Schleifkohlen- und ihre Führungen. Für
mich ist die Restaurierung der Lok eine große
Herausforderung und viel Arbeit. Besonders die Ausbesserung
der Lackschäden wird schwierig werden, denn eine komplette Lackierung kann wegen der
nicht erhältlichen Be- schriftungen nicht erfolgen.
Nachdem ich danach trachte, ältest mögliche
Loks zu kaufen, konnte ich eine blaue Hornby-Dublo
"Sir Nigel Gresley" Lok ersteigern. Diese Lok ist ein
Modell aus der erst 1948 begonnenen
Nachkriegsproduktion von Hornby, also ein Jahr älter als ich. An dieser Lokomotive waren
kaum
Servicearbeiten notwendig. Die voll
funktionsfähige Dreileiter-Lok soll zur Erinnerung in
bestmöglichem Zustand der Nachkommenschaft
hinterlassen werden. Da die
Loktype Nr "7" und auch die "Lok Silver King" als Dreileiterversionen angekauft wurden, wäre
schön, eine solche Lok in Zweileiterversion zu haben.
Also wurde noch eine günstige
schöne "Sir Nigel Gresley" Nr. 60007gekauft, die vielleicht einmal
auf der Modellbahnanlage meines Freundes oder
auf der Konstibahn gefahren werden kann. Diese Lok
weist kleine Beschädigungen auf, wie zB. eine
lose Anlenkung einer Kuppelstange und ein Schaden an der
Nach- laufachse, die aber einfach zu reparieren
sein werden. Der Gesamtzustand scheint den
Verkaufsbildern nach sehr gut zu sein.
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"Silver King" 60016, (Hornby Dublo)

Video

"Sir Nigel Gresley" 7, (Hornby Dublo)

Video

"Sir Nigel Gresley", 60007 (Hornby)

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Silver King, 60016 (Hornby Dublo) |
Restaurierung
der Lok "Silver King", 600016 (BR) und
AC-Umbau
Die mit Sannung erwartete Ankunft der Lok aus
Spanien bereitete Freude, - über angekaufte Arbeit -,
aber auch Enttäuschung über die fragwürdige,
weil mangelhafte Verkaufsbeschreibung. Allerdings war
der Kaufpreis akzeptabel, denn auch
mit den notwendigere Weise zugekauften Teilen, kann eine
schöne funktionierende Lok geschaffen
werden. Zu dem Kaufpreis 23.- € kamen für die Fehlteile
Motormagnet 16.- € und für die Schleifkohlenstöpsel etc.
20.- € dazu. Um 59.-€ bekommt man diese Lok
voll funktionsfähig nicht zu kaufen. |

Fahrvideo |
Angepasst an die
schlechte Zustandsbeschreibung der Lok weist diese im
Fahrwerk zwar wenige Ver- schmutzungen auf doch
am Motor gibt es heikle Arbeit und das Lokgehäuse
muss an vielen Stellen farblich ausgebessert werden. Die
Lackausbesserungen am Kesselgehäuse stellen
eine Herausforderung dar, denn den gleichen Farbton und Glanzeffekt zu erzielen ist
sehr schwierig. Klar ist, dass die Lok nie NEU werden
wird und kann, auch wenn
noch soviel Aufwand betrieben würde. Aber das
ist ja auch nicht angestrebt, denn man soll und kann
ja sehen, das diese Lok mehr als 65 Jahre alt ist.
Bevor die bestellten Ersatzteile kommen,.kann
schon einiges am Fahrberstell und Motor gemacht werden.
Da zeigte sich ein schwerer Fehler, denn die
Schleifkohlenhalterungen waren deformiert, sodass die
Federn und die Kohlen nur mit Hilfsmitteln
entfernt werden konnten. Erschwerend war festzustellen,
dass die Pluspol- Schleifkohlenhalterung
deformiert und nicht mehr isoliert gegenüber Motormasse
ist. Daher musste die zum Teil deformierte
Halterung herausgezogen werdern und auf einem 3mm
Stahldraht wieder neu geformt wer- den. Um die
Halterung wieder im Motorblock mit einer Isolierung
einbauen zu können, wurde sie mit einem Schrumpfschlauch
ummantelt. In dieser Form konnte die Halterung in die
vorgesehene Bohrung eingescho- ben und mit
Sekundenkleber gesichert werden. Um die Leichtgängigkeit
der Pluspol-Schleifkohle zu errei- chen, musste
mit 3,2mm vorsichtig nachgebohrt werden. Nun hat die 3mm
Kohle und die Anpressfeder wieder genügend
Platz umsich bewegen zu können. Weiters musste der
Verschlußstopfen neu angepasst werden, damit
die Stromzufuhr gewährleistet ist. Nach dem
Eintreffen der gekauften Kohlen, Kohlenhalterun- gen und den Federn und
Stöpseln, kann der Motor wieder in Betrieb genommen
werden.
Nach dem Eintreffen der
Ersatzteile konnte der Motor instandgesetzt werden.
Allerdings wurde der Anker bei einem Testlauf
beschädigt, da sich die Gegenmutter der oberen
Ankerlagerschraube gelöst hat und die Ankerwicklung
gegen die Schleifkohlenhalter gestossen ist. Dadurch
wurde eine Windung beschädigt und der Motor
defekt. Nach dem Ausbau des Ankers wurde der gerissenen
Wicklungsdraht wieder zusammenge- lötet, sodass
der Motor wieder intakt war. Der nachfolgende lange
Fahrtest ermöglichte, dass sich die Schleif- kohlen
einlaufen konnten. Die Lokomotive funktioniert wieder
und läuft sehr gut und leise. - Bedingt dadurch, dass
die Kupplung an der Lok ist von alter Bauart, machte den
Ankauf von zwei uralten und gebrauchten Blech-Schnellzugwagen
erforderlich, die ehemals in den Zug-Sets mit diesen
Loks verkauft worden sind.
Wechselstrom-Umbau
Der inzwischen erfolgte Zukauf
einer typgleichen "Sir
Nigel Gresley" 60007 aus dem Baujahr um 1980 ermög- licht
nach erfolgreicher Reparatur diese "Silver King",
für das System Märklin-Wechselstrom umgerüstet.
Dazu ist der Einbau eines elektronischen
Fahrtrichtungsumschalters FRU 55500 und der
Umbau des Schleifers er- forderlich.
Zuerst wurde der Schleifer montiert, nachdem
die originalen Schleifkontakte abgebaut wurden. Von der
ori- ginalen Schleiferhalterung wurde die
Isolierplatte weiterverwendet. Sie wurde mit einer
M3-Senkkopfschraube wie die originale
Befestigung wieder angeschraubt. Um den mittelgroßen
Märklin-Schleifer zu befestigen wurde eine
Bohrung mit M2 Gewinde eingebracht, sodass eine
Befestigungslasche auf der Halteschraube zu
liegen kommt und der Strom vom Schleifer zur Lötöse
gelangen kann. Mit einer M2-Schraube wird der Schleifer
montiert. Damit sich der Schleifer nicht verdrehen kann,
wurde seitlich ein Pertinaxstreifchen auf der
Isolierplatte aufgeklebt.
Danach wurde der
Versuch unternommen, den FRU 55 500 anzuschließen. Die
beiden schwarzen Kabel kommen vom Gleis, die
zwei roten gehen zum Motor. Nachdem der Hornby-Motor nur
an einer Seite eine isolierte
Schleifkohlenhalterung besitzt wurde ein Motoranschluss
auch zum Masse-Gleisanschluss gelötet. Das
funktionierte nicht! Also musste die
Masse-Schleifkohlenhalterung entfernt werden, um
sie zu isolieren. Die Isolierung wurde wie bei
der anderen Halterung mit einem Schrumpfschlauch
isoliert. Damit die dickere Kohlenhalterung
eingebaut werden kann, musste die Bohrung im Motorblock
aufgebohrt werden. Anschlies- send konnte die
Halterung eingepresst werden. Um sie gegen Verrutschen
zu sichern wurde sie mit Sekundenkleber
gesichert. Schließlich konnte der
Fahrtrichtungsumschalter neuerlich angeschlossen werden,
aber diesmal mit den Motorkabeln am Motor. Und
siehe da, die Lok läuft perfekt und lässt sich
einwandfrei umschalten. Das Umschalten ist
anetr nur möglich, wenn die Lok steht. Jetzt konnte die
Lok auf dem Trix Express Papp- gleisoval lange
gefahren und getestet werden. Auch mit schwerem
Wagenbehang funktioniert alles ein- wandfrei.
Allerdings fällt auf, dass die Lok erst in
Bewegung kommt, wenn man am Märklin-Trafo die
Mittelstellung überschreitet. Darunter bewegt
sich die Lok nicht. Gleich wie beim Gleichstrombetrieb
verhält sich die Lok auch jetzt so, dass sie
bei Strom sich langsam beschleunigend in Bewegung setzt,
was naturähnlich aus- sieht. Wie aus dem
Hornby Internetforum herausgelesen werden konnte, lässt
die Kraft der Dauermagnete bei den alten Loks
(50-60 Jahre alt) nach. Das führt zu erhöhtem
Strombedarf, zu niedriger Zugkraft und zu stärkerer
Erwärmung der Lok bei längerem Betrieb. Es wird jetzt
hier ein Neodym Magnet nachgerüstet.
Um die Lok später einmal
mit Märklin oder anderen Wagen behängen zu
können, muss ein Übergangs- wagen bereitstehen, der von
der Dublo-Kupplung am Tender auf die
Märklinkupplung übersetzt. Vielleicht wird
später ein Märklin Kupplungshaken nachgerüstet und ein
Übergangswagen kann die Verwendung der alten
Hornby Waggons ermöglichen.
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die Bilder vom Ankaufszustand |
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nach dem Umbau mit Märklin-Schleifer |
Ansicht mit originalen Schleifern |
Pluspol Kohlenhalterung eingebaqut |
Ansicht des Lokantriebes |
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die Isolierplatte bleibt |
dei Schleifer und der FRU 55500 |
der Schleifer ist montiert |
oberhalb ist Verdrehschutz angeklebt |
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Entfernung der Schleifkohlenhalterung |
neuer isolierter Motoranschluss |
Ansicht des Kollektors |
Ansicht Fahrgestell mit FRU 55500 |
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Sir Nigel Gresley,
Nr.
7 (Hornby Dublo) |
Servicearbeiten
an
der Lok "Sir Nigel Gresley", No 7 (L.N.E.R.)
MIt viel Glück konnte ich die wohl
mit Sicherheit älteste Lok unserer Sammlung ersteigern.
Darüber hinaus zu einem sehr günstigen
Preis von unter 50.-€. Damit ist die Lok aus einer
Serie, die nach dem Weltkrieg 1948, als erste Serienlok
von Hornby in Serienproduktion (ELD 1) gegangen ist. DIe Lok ist
daher ein Jahr älter als ich ! und fährt noch immer
und wird auch nach mir noch fahren können. |

Fahrvideo |
Die Lok kam in
einem ausgezeichneten Zustand an und war voll
funktionsfähig. Der Kabeltest war erfolgreich, der
Motor lief in beiden Richtungen anstandslos. Der Lack
der Lok und am Tender ist in sehr gutem Zustand und
sind kaum Kratzer vorhanden. So eine gute Lok konnte ich
bisher noch nie ersteigern. Wie es aussieht wurde
die Lok in den vergangenen 70 Jahren nicht sehr viel
gefahren. Um die Lok für längere Lagerung auf- zuarbeiten
wurde sie zerlegt und mit Waschbenzin gereinigt.
Allfälliger minimaler Rostansatz wurde abge- schliffen
und die Teile mit Rostschutzöl gestrichen. Die
Laufflächen der Räder wurden am Rollenprüfstand abgeschliffen
und gereinigt. Die Motor- und Achslager wurden
vorsichtig geölt und die Lok einer längeren Testfahrt auf dem Trix Express Testoval
unterzogen. Der Verlauf der Fahrt war erfolgreich und
verlief ohne Schwierigkeiten.
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Sir Nigel Gresley, Lok No. 7 (1948) |
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Sir Nigel Gresley,
60007 (Hornby) |
Restaurierung
der Lok "Sir Nigel Gresley", 60007 (BR)
Einem Zufall beim Stöbern im
Internet ergab, dass ich eine preiswerte und gute Mallard-Lok
fand, die aus relativ junger Produktion stammen dürfte
und noch ein Metallgehäuse mit Motor aufweist.
Mit dieser Lok haben wir dann eine englische Schnellfahrlokomotive,
die man mit der Schnellfahrlok vo Hamo vergleichen kann.
Der niedrige Preis ist wegen des Fehlens der
Kupplungshaken am Tender und einer leichten
Deformierung am Schlitz für die Kupplung und diverser
weiterer Fehler berechtigt.
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Fahrvideo |
Diese Lok ist in dunkelgrün
lackiert und hat noch ein Zusatzschild über dem
Rauchkammerdeckel hat, auf dem steht: "THE
FAIR MAID". Darüber hinaus sind Lampen.am Bug und
Tenderheck vorhanden, die ver- mutlich vom
Vorbesitzer angebracht worden sind. Die Tenderkupplung
ist abmontiert und an ihrer Stelle sind ein
maßstabgetreuer Luftschlauch und Kupplungshaken vorhanden.
Die Puffer am Lokbug sind durch gefederte
Puffer ersetzt worden. Seltsam erscheinen die
am Fahrerstand angebrachten Windschutztüren, die optisch einen geschlossenen Übergang vom Fahrerhaus
zum Tender simulieren.
Reinigung, Wartung
und Reaktivierung der Tenderkupplungen usw., usw.
Die Lokomotive sieht sehr sauber aus und wird
zuerst am Testoval zu einem Fahrtest geholt. Sie läuft
nicht. Bei der Zerlegung wurden zuerst die
angeklebten Windschutztüren abgebrochen. Es ist an der
Lok keine sonderliche
Verschmutziung zu sehen, dennoch tat der Lok und dem
Motor eine Reinigung mit Waschbenzin gut.
Danach begann die Lok zaghaft zu laufen. Also wurden
auch die Kohlenhalter und die Schleifkohlen gereinigt. Und der Motor will noch immer nicht so
richtig laufen. Dann das Fahrgestell auf den
Rollenprüfstand. Endlich, nach ein Paar Tröpfchen Öl,
begann der Motor die Räder zu bewegen und das
in beiden Richtungen. Nach geraumer Zeit
dann der Schienentest, bei dem die Lok endlich zu laufen begann. Zuvor musste noch eine Lösung für die
Befestigung der Schubstange an einem Rad gefunden
werden. Dafür konnte eine zarte M2.Schraube
gefunden werden und für diese ein Gewinde geschnitten werden. Mit Loctide wurde die kleine Schraube
gesichert.
Beim Fahrtest zeigte sich, dass der enge
Radius der Trix-Pappschienen dieser Lok nicht
passte, denn die Vorlaufachse verursachte kleine
Kurzschlüsse am Antriebsrad. Durch minimales Wegschleifen
konnte die Situation geklärt werden. Dennoch ruckelt die
Lok in einer Fahrtrichtung im Bogen, da die
Radschleifer dabei entlastet werden und sich der Kontakt
verschlechtert. Hundertmaliges Verbiegen und hin und her lösten
das Problem nicht, sodass ein neuer Radschleifer
angefertigt, oder ein Hamo-Schleifer montier werden
sollte. Durch auflöten eines kleinen Berylium
Schleifstücks am hinteren Schleiferende konnte eine Verbesserung
erreicht werden. - Es scheint, dass die
Radoberflächen keine gute Kontaktflächen sind und dass
nur durch längeren Betrieb eine Besserung
zustandegekommen ist. Auch die Maßnahmen zur Ver- hinderung
von kleinen Kurzschlüssen der Vorlaufräder an den
Antriebsrädern trugen zu Verbesserung der Fahreigenschaften
bei.
Während
der Testfahrten zur Schleifereinstellung fiel ein
Hauptbefestigungsbolzen am mittleren Antriebs- rad aus
und das Gestänge löste sich. Mit Loctide wurde der
Bolzen wieder eingedrückt und gesichert. Dabei
wurden auch die Kuppelstangen leicht gebogen, sodass sie
der Verschiebung der Mittelachse mehr Spiel
geben. - Letztendlich kam ich zur Erkenntnis, dass diese
Lok nicht für enge Gleisradien konzipiert ist, da
die seitliche Verschiebbarkeit der Mittelachse zu gering
ist. Bei den alten Dublo Loks ist auf der Mittel- achse
kein Spurkranz vorhanden und die Loks laufen deswegen
hervorragend durch engste Gleisbögen.
Die
Lösung für die Anfertigung der Lok-/Tenderkupplung wurde
mit einer M3-Schraube und einem der origi- nalen
Kupplung nachempfundenen, an der Schraube angelöteten
Blech, gefunden. Nun musste auch für die Tender-/Wagenkupplung
eine Lösung gefunden werden, die darin bestand, dass
eine Märklin-Waggon- kupplung modifiziert
und angeschraubt wurde. Schwierig war deren Befestigung am
Tenderdrehgestell, welches der Vorbesitzer mit einer
Schraube befestigt hat. Dumm nur, dass sie sich im
Tenderinneren befin- det und schwer erreichbar ist.
- Das
Aufbiegen der Blechlaschen des Tendergehäuses wollte ich
vermeiden, doch blieb es nicht aus, da zur
Beschwerung des Tenders eine 50g Bleiplatte eingebracht
und verklebt worden ist. Gleichzeitig konnten
die Schrauben der Drehgestelle eingestellt und mit
Kelber gesichert
werden. Schon
jetzt lässt sich feststellen, dass die moderne
Metallgehäuselok sich nicht mit der schweren alten Vor-
gänger-Gußlokomotive messen kann. Die Lok aus 1948 läuft problemlos im
3-Leitersystem und deutlich lei- ser und wohlklingender,
was man von der schöneren und leichteren Lok nicht
behaupten kann. Es kommt die Vermutung
auf, dass der Vorbesitzer die Lok kaum hat laufen
lassen, weil sie
nicht optimal läuft. Daher hat er sie als Vitrinenstück
hergeríchtet. Bei uns soll die Lok aber doch im
Fahrbetrieb verwendbar sein und muss daher so lange "getunt"
werden, bis sie brauchbar ist.
Eine
Verbesserung der Fahreigenschaften auf der unebenen
Konsti-Bahn mit den Kleinbahn-Gleisen ge- lang durch
geringes Abrunden der unteren hinteren Gehäuseecke, an
der in engen Kurven das Vorlaufdreh- gestell
aneckte und danach entgleiste. Weiters wurde der
Anlenkhebel des Vorlaufgestells durch Verbie- gungen
so abgeändert, dass der Abstand vom Anlenungspunkt um
1mm vergrößert wurde. Ein Berylliumfe- derblatt
wurde angefertigt und hilft, das Vorlaufgestell besser
ans Gleis zu drücken. Dennoch wurde ein kleines
Stück Blei mit etwa 5g an Vorlaufdrehgestell angeklebt.
- Auch am Hecklaufwerk wurde zusätzlich zu den
angeklebten Bleigewichten eine kleine Berylliumfeder
angeklebt, die das Laufgestell leicht ans Gleis
anpresst ohne das Antriebsrad zu entlasten.
Bei
neuerlichen Fahrerprobungen kommt es plötzlich wieder
zum Abwurf der Schub- und Steuerungsstange wobei
sich das Schiebergleitstück aufgebogen hat und es auf
unbekannte Weise dazu kam, dass sich vom Rad
der Radreifen gelöst hat. Es ist ja selten der Fall,
dass bei den Loks Radreifen auf gegossenen Rädern aufgezogen
sind. Aber das abgegangenen Steuergestänge ließ sich wieder zurechtbiegen und
der Halte- bolzen wurde mit Loctide eingeklebt.
Der
lose Radreifen konnte wieder aufgedrückt werden.
Bei neuerlichen langen Testfahrten löste sich
der Radreifen wieder und das Steuergestänge fiel wieder
ab und blockierte die Lok. Der Radreifen wurde
nun mit Loctide grün wieder befestigt. Bei weiteren
langen Testfahrten fiel das Steuergestänge der
anderen Seite ab, musste gerade gerichtet werden und der
Haltebolzen mit Loctide ein- geklebt werden.
Bei den Testfahrten stellte sich heraus, dass
der Vorläufer ständig entgleist, wobei das auch damit
zusam- menhängt, dass die vordere Antriebsachse
in engen Bögen aufsteigt, was den Vorläufer aus dem
Gleis hebt. Weiters kommt es wegen des
NULL-Abstandes zwischen den Rädern des Vorläufers mit
dem ersten An- triebsrad bzw. den
Steuergestänge in der Bogenfahrt zu Kurzschlüssen. Als
Abhilfe wurde der Lokrahmen vorn mit 25g
Bleigewichten versehen und die Vorläuferanlenkung um 3mm
nach vorn versetzt. Dabei wurden am Vorläufer
etwa 10g Blei aufgeklebt, die die vordere Achse besser
im Gleis halten. Unbedingt notwendig war, den
Anlenkhebel eben und spielfreier zu halten, damit dei
außermittg schwere Vorläufer mit der hinteren Achse
tief gehalten wird, wodurch eine starke Verbesserung
erreicht werden konnte. Manchmal entgelist der Vorläufer
trotzdem, was durch die nicht immer gleitende seitliche
Verschiebung verursacht wird.
Neuerlich kam
es bei den Radschleifern zu schweren Kontaktproblemen,
wobei das angelötete Stück uner- sichtlichen
Grundes abgebrochen ist. Letztlich half nur, den
Schleifkontakt schräg zu verbiegen, damit der um
3mm abgebrochene, kürzere Schleifer am Radreifen gut
anliegt. Nun läuft die Loks recht gut, auch in den engen
und buckeligen Bögen der Konsti-Bahn.
Nach vielen kleinen und sehr mühsamen Verbesserungen gelang es,
der Lok bessere Laufeigenschaften zu geben. Dennoch ist klar,
dass die Lok enge Gleisbögen und unebene Gleise nicht
liebt. Ursächlich dafür sind die Antriebsräder und
die Mittelachse, die über zu geringes Seitenspiel
verfügt. Auf einer Modellbahn- anlage mit guter Gleislage
werden wohl keine Kontakt- und Laufprobleme bestehen.
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Sir Nigel Gresley, Nr. 60007 |
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Radbolzen fehlt |
Bolzen eingesetzt |
Ansicht Radschleifkontakte |
Abfräsung und Zusatzgewicht |
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Anlenkung Drehgestekll ist verlängert |
Haltebolzen herausgefallen |
Zusatzgewicht am Nachläufer |
verkürzter Schleifkontakt neu gebogen |
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