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Das
ungeplante Entstehen einer kleinen Hornby-Sammlung:
Bedingt durch den
in einem Monat bevorstehenden unglücklichen BREXIT, wollte ich
noch unter normalen Bedingungen eine
preiswerte, echte alte eng- lische Modellbahn
Dampflok von Hornby in der Spurweite 00 kaufen, ohne
vermutete Zoll- und Versandprobleme, wie in Vor-EU-Zeiten, erleben
zu müs- sen. In der Folge wurden dann doch noch
weitere Loks erstanden.... , zwei Dieselloks
im Jänner wurden schon mit zusätzlichen Zollkosten
belegt. Mich begeistern
eben alte
Loks in Metallbauweise. Dazu zählen auch die alten Loks von Hornby, die auch unter
der Markenbezeichnung Triang oder
Dublo in Spur 00
verkauft wurden. Mit Spannung warte ich darauf, die Bauweise der
Hornby,
Dublo und Triang Loks kennen zu lernen und zu sehen wie
gut sie lau- fen. Um den Dingen auf den
Grund zu gehen, erstand ich zuerst eine Schnell- zuglok
mit der Achsfolge 2 C' 1, die "City of London".
Um die Lok für Wag- gons mit Normkupplungen verwenden zu können,
wurde die Kupplung umge- baut.
Wie es mit der Aufarbeitung der Lok lief, folgt weiter unten. Da ich an der "London" Gefallen
gefunden hatte, wollte ich noch eine legendäre Lok
zukaufen. Der
"Flying Scotsman" war mit der Aussage angeboten
wor- den, dass er nicht erprobt werden konnte, da die Anlage des
Testers bei der Erprobung "den Geist aufgegeben"
hat. Preislich war sie daher günstig. Bei der Lok ergab sich eine größere Reparatur, die aber
gut abgeschlossen werden konnte. Optisch war
die Lok in Ordnung und sie sieht nach der
Reinigung des Lok- und Tendergehäuses
fast wie
neu aus. Doch zeigten sich später schwere Mängel
am Fahrwerk, die zu dessen Ersatzt veranlassten.
Ergänzend
dazu kaufte ich, in Erwartung Loks mit Metallgehäuse zu
erhaschen, noch rasch eine Class 4P "42308" und
eine Lok Class 3M "82004" dazu. Letztere Lok ist von
Triang-Hornby, eine schon alte, leider unglücklich
nach- lackierte und auf 42001 umnummerierte Lok, die aber sehr preisgünstig war.
Diese Lok
sieht gealtert aus.
Allerdings besitzt sie ein Kunststoffgehäuse.
Der Unterschied bei den jeweiligen Lokversionen
ist an den Modellnummern zu erkennen.
Die Lok der Class 4P ist
bereits eine moderne Version
von Hornby. Jetzt lernte ich langsam den
Unterschied zwischen den Herstellern kennen, wobei diese
Loks noch alle
Made in England sind. Neuerdings kommen sie auch aus
China. Es wird interessant sein, wie diese Loks
laufen und welche Geräuschkulisse sie dabei verursachen.
Beim Test zeigte sich, dass die modernen Loks alle zu
leicht sind und weniger Zugkraft haben, weil
sie kein Metallgehäuse haben.
Danach folgte der Kauf der britischen Lok, einer
"Duchesse of Montrose". Damit
ist wieder eine schwere Lok mit Metallgehäuse
dazugekommen, die wohl in den Jahren ab 1953
produziert worden sein dürfte. Sie ist auch als
schadhaft verkauft worden, denn am vorderen
Laufgestell fehlt ein Laufrad. Ein Ersatz fand sich
in meinen Lagerbeständen. Später fiel mir auf, dass die
Lok vom Dreileiter- system auf
Zweileitertechnick umgebaut worden ist. Sie fährt sehr
gut, aber sie ist umgekehrt gepolt.
Der Kauf
einer Class 4P Lok wie zuvor, einer "80033", einer Altversion
mit Metallgehäuse, sollte den Abschluss meiner
Hornby-Aktivitäten machen. Die Zweileiterlok war sehr
günstig zu haben, da sie einen Fehler am Motor haben soll,
wioe der Verkäufer angab. Auch sonst macht sie einen gebrauchten
Ein- druck und wird
es einige Arbeit benötigen, sie wieder in einen ansehnlichen
Zustand bringen. Schon rasch bewahrheitete
sich, dass der Anker einen Kurz- schluss in
einer Wicklung hat und erneuert werden muss. Offenbar
ist einese Wicklung durch Überbelastung infolge
einer steckender Antriebsachse durch- gebrannt,
was die Lok unbrauchbar gemacht hat.
In der
Folge kaufte ich noch drei Loks von der Type A4, der Rekordlok
"Mallard", wie der "Silver
King" und zweier "Sir Nigel Gresley".
Diese Lokomotiven werden gesondert beschrieben und
gezeigt unter:
Mallard-Loks
Zur Abrundung der kleinen Sammlung alter
Hornby Dublo Lokomotiven besorgte ich Diesellok
D 8017 und eine Deltic Diesel.
Noch kurz nach dem Brexit im Jänner 2021
hoffte ich, mit Glück noch ohne Zollzahlung bei Käufen
ind England durchzurutschen. Bei einer der
Loks gelang es irgendwie. Vermutlich ist noch nicht
allen klar, wann Zoll zu vberrechnen ist oder nicht. Die
zweite Lok kam schon mit Zollvoirschreibung
beim Angebot bei ebay in die Anpreisung. Dafür war
auch kein Zoll nachzubezahlen. Mehr darüber:
Dieselloks
Als
Tupfen am "i" kaufte ich noch eine originelle
"Postübergabestation", die denen im täglichen
Bahnbetrieb nachempfunden ist. Ich kenne keinen anderen
Hersteller der eine derartige Sache anbietet.
Die gekaufte Version ist eine der alten, die
noch aus der Hornby Dublo Nachkriegs-Dreileiterzeit stammt.
Bei der
Vorbeifahrt des Zuges können nach Wunsch und
Tastendruck, elektro- mechanisch im
Postwagen die Türen geöffnet, bei denen Poststücke
abgewor- fen und aufgenommen werden können.
Siehe dazu:
Postübergabestation
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"City of London" 46245, (Hornby-Dublo)
Video

"Flying Scotsman", 4472, (Hornby)
Video

"Duchesse of Montrose", 46232 (Hornby Dublo)
Video

Class
4P, 42308 (Hornby)
Video

Class
3M "82004" (Hornby Triang)
Video

Class 4P "80033" (Hornby Dublo)
Video

Class 4A "7" (Hornby Dublo)
Video

Class 55 "Deltic Diesel" (Hornby Dublo)
Video

Postübergabestation (Hornby Dublo)
Video
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City of London,
46245 (Hornby Dublo) |
Service der
Lok Coronation Class "City of London", 46245
(BR.)
Nach dem Eintreffen fand ich eine Lok die
gebraucht ist und kleine Lackschäden aufweist. Der Test
mit Stromkabeln verliegf erfreulich, den die
Lok lief in beiden Richtungen zufriedenstellend. Mit
geringsten Mengen Sprühöl wurde die staubige Lok
außen abgepinselt und trocken gewischt. Nun sieht sie
viel besser aus und macht optisch
einen sehr guten Eindruck. |

Fahrvideo |
Technisch wurde sie
auch überprüft. Vermutlich (nach Internetberichten) ist
der Motor Magnet schon schwach, sodass der Motor
erst mit 6 - 7V zu laufen beginnt. Nach Abnahme
des Gehäuses fand ich ein sehr sau- beres
Fahrgestell vor. Beim Testlauf am Rollenprüfstand
entstand ein wenig Geruch nach Öl und man sah am
Kollektor, dass fallweise und kurz die Funken rund um
den Kollektoroberteil standen. Daher erfolgte eine
Kollektorreinigung mit Waschbenzin, die sofort eine Verbesserung gebracht
hat. Offenbar war das obere Lager des
stehenden Ankers zu stark geölt worden und das Öl
gelangte auf den Kollektor und verunreinigte ihn
sehr. Nach der Reinigung begann der Motor schon bei 6V
zu laufen und er lief danach anstandslos. Schraubt
man das Lokgehäuse auf das Fahrgestell, ist eine
kleine Laufgeräuschentwicklung zu hören, die durch das
Metallgehäuse verstärkt wird. Die Geräuschentwicklung
hält sich jedoch in Grenzen und ist mit der
anderer alter Metallgehäuseloks vergleichbar. -
Abhilfe bei der Geräuschentwickung erreicht man, indem
man das untere Motorlager vorsichtig ölt (das obere
weniger) und indem man das Antriebszahnrad und
Ankerwellenmitte verstellt. Danach läuft die Lok
deutlich leiser und schöner.
Weil die
Lokomotive so schön läuft und der Tender eine
Normkupplung für oftmaligen Gebrauch bekommen hat,
habe ich noch einen Raucherzeuger (Seuthe 10, mit
Kabeln, 10-16V) eingebaut. Jetzt haben die Enkel
noch mehr Spaß!
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Hornby Dublo "City of London" |
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und so sieht das Fahrgestell aus |
Motor mit stehender Ankerwelle |
Ansicht Kollektor |
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Flying Scotsman,
4472 (Hornby) |
Viele Reparaturarbeiten
beim "Flying Scotsman", 4472 (L.N.E.R.)
Um eine zweite alte Hornbyl Lok zu haben, noch dazu in der Farbe Grün, be- schaffte
ich wie immer, eine preiswerte Lok. Wie vom Verkäufer angegeben,
hat sie ein Problem, denn vermutlich liegt ein
Kurzschluss vor. Nachdem die Lok ein- getroffen
war versuchte ich sie laufen zu lassen, was aber nicht
gelang.
Nachdem das Lokgehäuse angenommen war, zeigte sich der
Motor beim Kollektor und am Chassis darunter
total verschmutzt, wodurch der Motor stockte. Nach einer
Reini- gung mit Waschbenzin lief die Lok, doch
stellte ich beim Antriebsrad einen deut- lichen Seitenschlag
fest. Darüber hinaus war in der Lok ein Decoder (?) einge- baut, den
ich entfernte und die Lok normal beschaltete. Erst jetzt wurde mir klar,
dass diese Lok jüngerer Bauserie entstammt,
auch wenn der Decoder nachge- rüstet worden
sein dürfte. Die Lok ist keine Dublo-Version mit
Metallgehäuse. |

Fahrvideo |
Jetzt er kenne ich
langsam die Unterschiede zwischen Hornby, Hornby Dublo oder
Triang Hornby. Aber schön ist die Lok schon.
Von allem kaputt war bis
zur Reparatur Wegen der starken
Verschmutzung muss nun das Fahrgestell zerlegt und
total gereinigt werden. Auch die
Radschleifkontakte zur Stromabnahme
müssen überarbeitet und verlängert werden, damit sie künftig bes- ser anliegen.
Am Motor wurde eine Schleifkohle überarbeitet und für ihre
komplette Auflage am Kollektor gesorgt. Mit gereinigtem Fahrgestell und Achslagern konnte der
erste Motorlauf vorgenommen werden. Dabei zeigte
sich, dass die Radschleifer mehrfach zurechtgebogen
werden mussten, damit die Kontakte bestmöglich funktionieren.
Am Lokprüfstand wurde die Lok laufen gelassen, damit
sich der Kollektor und die Radschleifer einlaufen.
Nachdem der Einlaufvorgang fertig war, zeigte sich das,
da die Lok nun in bei- den Richtungen gleich
schnell dreht.
Der Prüfstand lauf ließ das enorme Achsspiel der
Antriebsachse erkennen. Alles Mögliche wurde versucht, den
Rädern mit viel Seitenschlag entgegen zu wirken. Doch
nichts nützte, denn das Achsspiel machte alle Bestrebungen
zunichte. Das schlechte Fahrwerk äüßerte sich auch beim
Fahren, denn die Lok drohte durch das Wackeln
der Lok in Kurven umzufallen. Schrecklich. Auch das
Zusammenspiel der Vorlaufachsen und des
Nachläufers war katastrophal und speziell auf den
KLEINBAHN-Weichen chaotisch. Am Nachläufer
selbst war
ebenfalls Arbeit
angesagt, denn eine Radscheibe war auf der
Kunststoffachse gebrochen und
dümplete irgendwie dahin. Die gesamte Achse
wurde ausgebaut und die halbseitigen Kunst- soffteile der
dort abgebrochenen Räder abgezogen. Die
Bruchstücke wurden als neue Führungselemente verwendet,
wobei in den Radscheiben Bohrungen für diese
Stücke gebohrt wurden. Die Bruchstücke wer- den für den
schlagfreien Lauf in den Radscheiben mit
Superkleber eingeklebt
und die beiden Räder auf der Stahlachse mit
einem Distanzstück zur Spurhaltung aufgeschoben und
festgeklebt. Die Achse konnte danach wieder
eingebaut werden und sie passt und läuft perfekt.
Wegen der heiklen und schadhaften Achsgeometrie der
Lok ist klar, dass die Lok auf der Konstibahn vor- aussichtlich nicht zum Favoriten unserer Hornby Sammlung werden wird.
Reparaturversuch Einbau
neuer Achslager an der Antriebsachse
Die
Lok fährt jetzt zwar gerade noch brauchbar, doch "stolpert" sie
bei der Retourfahrt bei der hinteren Antriebsachse.
Auf Dauer kann das so nicht bleiben. Mich stört das, ich hatte Zeit und begann die Lok zu zerlegen und die Antriebsachse auszubauen. Schon
nach dem Abziehen der Räder konnte man die
ausge- arbeiteten Achslager sehen. Die Achse sass im
Antriebszahnrad sehr fest und musste herausgeschlagen werden.
- Die Lager sind keine Kunststoffbuchsen
sondern Alu-Lagerbuchsen, die massiv im Lokrahmen
eingepresst sind. Da sie nicht ausgebaut werden
konnten, mussten sie ausgebohrt werden. Aus
Messing stellte ich neue Lagerbuchsen her, die
eingedrückt und mit Loctide eingeklebt wurden. Um das
Zahrad wieder fest zu bekommen, wurde die
Welle mit einer Beißzange leicht eingekerbt. Nun konnte
die Achse durch das erste Lager eingeschoben
und im Bereich des Sitzes des Zahnrades mit Loctide bestrichen
werden. Durch geringes Zurückziehen des Achse konnte das
Zahnrad eingefädelt und die Achse weiter in das
zweite Lager eingedrückt werden. Durch Vermessung wurde
drauf geachtet, dass die Achs- stummel für die
Räder beidseits gleich lang sind. Nun wurde das erste Rad
aufgepresst und danach das zweite Rad.
Bei
der Überprüfung des genauen Laufes der Räder wurde
festgestellt, dass ein Radreifen schräg sitzt und das
Rad dadurch einen Seitenschlag hat. Mit einer Zange
konnte der Radreifen wieder in die richtige Posi- tion
gebracht werden. Das zweite Rad mit der Kunstsdtoffbuchse
wurde ebenfalls mit Loctide grün aufge- schoben.
EIn nachflogender Probelauf war erfolgreich, denn die
Räder liefen weitgehend schlagfrei und mit normalem
Lagerspiel. Doch bei
der Montage der Schubstangen zeigte sich, dass das
augfeschobene Rad um 180
Grad verdreht aufgepresst hätte werden sollen.
Durch das neuerliche Abziehen wurde die Qualität der
Kunststoffbuchse schlechter. Um doch einen guten
Halt zu erreichen wurde der Achsstummel eingekerbt und
das Rad mit UHU-PLUS Endfest 300 angeklebt. Es hält
bisher.
Wie sich bei den Testläufen der Achse mit
angebauten Schubstangen zeigte, rutscht das Antriebszahnrad noch
immer durch, weil die
Schubstangen scheinbar einen großen Widerstand erzeugen.
Das Zahnrad musste neuerlich mit Loctide
geklebt werden, es wurde nach mehreren Versuchen aber
nicht mehr fest.
Schließlich war meine Geduld am
Ende und ich sah mich im Internet um, ob ich ein
gebrauchtes Fahrwerk finde. Es fand sich ein
gutes Fahrwerk das auch eine Brennkammerfeuer Imotation
eingebaut hatte. Nach dem EIntreffen wurde das
Fahrgestell mit Waschbenzin gereinigt und geschmiert.
Danach wurden die Schub- stangen montiert und
ein Test der Laufeigenschaft des Fahrwerks ohne Motor
durchgeführt. Es eckte fallwei- se und bei der
genauen Kontrolle ergab sich, dass ein Rad auf seiner
Achse um wenige Grade verdreht wer- den
mussten, damit die vordere Achse nicht verkantet wird.
Die vordere Achse hat wohl im Lauf der Jahre auch
viel Spiel bekommen, doch ist das nicht kritisch. Nach
der Spannungsfreimachung des Kurbeltriebes läuft
nun alles perfekt. Dnach konnte der Motor wieder
eingebaut und die ganze Lok komplettiert. Die Test- fahrt
war ein voller Erfolg und die Lok läuft problemlos auf
den Trix Express Pappgleisen.
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Hornby "Flying Scotsman" |
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so kam die Lok an - schmutzig |
Reparaturbeginn am Radschleifer |
Schleifer verlängert |
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Antrieb jetzt sauber |
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reparierte Nachläufer |
Steuerung vor dem Achslagertausch |
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man sieht das ausgearbeitete Alu-Lager |
das Altlager ist ausgebohrt |
Montageproblem Kunststoffbuchse |
ein Hamo-Schleifer ist befestigt |
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unten das "néue" Fahrwerk |
das neue Brennkammerfeuer |
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Duchesse of Montrose,
46232 (Hornby Dublo) |
Reparatur der
Lok Coronation Class "Duchesse of Montrose",
46232 (BR)
Endlich kam das Paket aus GB an
und ich öffenete es sofort, um zu sehen, wie der Zustand
der Lok ist und wie groß der angegebene Schaden ist.
Die Lok ist in einem brauchbaren Zustand und sie ist
bestimmt aus der Produktionszeit vor 1955, da sie
auch noch einen Tender mit Blechgehäuse hat. Auffällig
ist, dass sie umgekehrt gepolt
ist, also wie eine Kleinbahn Lok in die andere Richtung
fährt. Offenbar wurde die Lok vom Vorbesitzer
von der ursprünglichen Dreileiter- version für
das Zweileitersystem umgebaut.
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Fahrvideo
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Nach dem "Kabeltest"
auf den Rädern bewegte sich der Motor nicht. Doch noch vor einer Zerlegung der Lok wurde das fehlende
Rad am Vorläufer ersetzt. Zufällig gab es ein ähnliches
Speichenrad aus Metall, welches auf die Achse
passte. Nach der Montage des Rades konnte es mit matt
schwarzer Farbe gestrichen werden. Im Fahrbetrieb muss
dann noch die Spurweite eingestellt werden.
Anschließend wurde das Lokgehäuse abgenommen
und das Fahrgestell genau untersucht, ob mechanische Fehler bestehen.
Es konnten keine gefunden werden, also konnte mit der
Großreinigung mit Waschbenzin begonnen werden.
Dabei wurde keine starke Verschmutzung zu bemerken, doch
beim Motor und der An- triebsschnecke gab es doch
noch Schmutz. Als die Reinigung fertig war, wurde wieder
ein Test mit Kabeln vorgenommen und der Motor
begann langsam anzulaufen. Ein Blick auf die Räder
zeigte, dass leider auch Seitenschläge vorhanden
sind, die aber rasch mit Vorsicht etwas verbessert werden
konnten. Nach mehr- maligem Lauftests kam es immer wieder
dazu, dass der Motor nicht von allein anlief. - Dieses
Problem kennt man auch von alten Kleinbahn Loks bei
denen oft die Schleifkohlen klemmen und nicht gut am
Kollektor anliegen.
Motor-, Radschleifer
- und Servicearbeiten
Um
den Motor in Schuss zu bringen wurde zuerst die obere
schraubbare Lagerung
gelockert, danach mit Schraubensicherungsmittel
grün dezent benetzt und neu justiert. Die sonst
vorhandene Kontermutter fehlt hier und sie konnte wegen des
Witworth Gewindes der Schraube nicht durch eine
M4-Mutter ersetzt werden. Nach
Aushärtung des Schraubensicherungsmittels wurde in
die hohle Lagerschraube und in das untere An- kerlager dezent Öl gegeben.
Das half ein wenig, doch dann wurde klar, dass es nur noch
an den Schleifkoh- len liegen konnte, weil
diese wegen Verschmutzung nicht genügend beweglich waren und
deswegen zu schwach am Kollektor anlagen. Die
später erfolgende Erneuerung des Motor Magneten löst das
Problem!
Anschließend wurden die Radschleifer neu ausgerichtet,
damit sie besseren Kontakt geben. Beim Test
lief die Lok nun mit erhöhter Spannung in beiden Richtungen an und die
leichte Ölung der Radachsen machte sich
positiv bemerkbar. Im Zusammenhang mit der
Verbesserung der Radschleifer wurde klar, dass diese Lok
von der ursprünglichen Dreileiterversion in
eine Zweileiterversion umgebaut worden sein dürfte.
Da die alte Lok in Bogenfahrten "schlingert",
wurden die Radstellungen überprüft. Es stellte sich
heraus, dass die vordere Antriebsachse eine
ausgeleierte Lagerung hat, die durch die ungenaue
Radstellung (90-Grad-Versatzt zur
gegenüberliegenden Seite) im Zusammenhang mit den
Schubstangen entstanden sind. Die Korrektur
aller Radstellungen brachte Besserung. Allerdings
bestand auf der vorderen Achse noch das
Problem, dass die Radscheiben nicht rund liefen. Durch
sanfte Verstellung konnte das Schlingern der Räder
verbessert werden, doch ergibt sich Schlingern weiterhin
infolge der ausgeleierten Achslagerung. Eine
sehr alte Lok eben. - Eine neue Lagerung der Achse ist
nicht sinnvoll, da die Lok als "Spiellok" dienen soll,
wo es auf exakten Lauf nicht ankommt. Fährt die Lok
langsamer, merkt man das Schlingern kaum.
Zuletzt konnten einige Stellen
am Lokgehäuse mit Farbe ausgebessert werden,
damit die gut laufende Lok auch wieder etwas besser aussieht.
Der Tender neigt
zum Entgleisen
Bei ausgedehnten
Solo-Testfahrten der Lok kristallisierte sich heraus,
dass bei Langsamfahrt der Tender bei
geschobener Fahrt auf Weichenzungen entgleist. Speziell
bei Retourfahrt, beim Anfahren von Weichen- zungen,
stieg die vordere Achse auf der Weichenzunge auf und
entgleiste. Als erste Maßnahme wurde der leichte
Tender mit etwar 60g Blei beschwert, wodurch sich keine
Verbesserung ergab. Schließlich zeigte sich,
dass die Höhe der Spurkränze der Räder geringer als bei
anderen Loks und Wagen ist, wodurch diese
Tendenz verstärkt wird. Die Spurweiten der drei Achsen
ist gleich und mit Kleinbahn vergleichbar. Das
als Verbesserung angedachte oftmalige Zurechtbiegen der
Weichenzungen brachte auch keine Ver- besserung,
daher war der Fehler am Tenderfahrgestell zu suchen.
Merke: Nie die Weichen bearbeiten, wenn
sie andere Loks und Wagen anstandslos befahren können
!!!
Zur Verbesserung der
Fahreigenschaften wurde anfangs den Achsen durch
Verbiegen der Achshalterung etwas mehr
seitliches Spiel gegeben, wodurch sich keine wesentliche
Verbesserung ergab. Schließlich wurde
festgestellt, dass durch Verringerung der Spurweite der
mittleren Achse um ca. 1mm das Problem verringert werden konnte.
- Grund: Das kurveninnere
Rad der Mittelachse zwingt den Tender jetzt an der
gegenüberliegenden inneren Weichenzunge in die
Kurve. Dadurch wird die vordere Achse nach innen
ge- zogen und das Aufsteigen der Führungsachse
auf der äußere Weichenzunge verhindert und sie bleibt im
Gleis.- Auch bei gezogener Fahrt kommt es kaum
mehr zur Entgleisung des Tenders, gleichgültig bei
welcher Fahrgeschwindigkeit. Dazu
muss man aber sagen, dass die Gleise der Testbahn auf
einem Spielteppich "aufgenagelt" sind und dadurch
eine unebene Gleisfahrbahn entsteht. Der Teppich
ist nicht mit der Holzplatte verleimt und begann im Lauf
der Zeit Wellen zu bilden. Noch dazu hängt die
Bahnplatte um 20cm über die Unterlage drüber und hat
sich ein wenig gesenkt. Also eine schwierige Gleislage
für heikle Loks und Waggons.
Bei
nachfolgenden langwierigen Fahrtests ergab sich wegen
der buckeligen Strecke bei höherer Fahrge- schwindigkeit,
dass die Nachlaufachse abhebt und seitlich wegschwenkt.
Trotz Aufklebens eines kleinen Bleigewichtes
konnte der Fehler nicht ausreichend behoben werden. Erst
nach Herstellung eines Beryllium- federblechleins
konnte endlich eine deutliche Verbesserung erzielt
werden.
Umpolung
der Lok - es geht aber auch anders -
man lernt nie aus!
Die Lok ist vom Beginn
an entgegen der genormten Fahrtrichtung gefahren.
Möglicher Weise ist das bei den Dreischienen
Loks so gewesen und wurde bei der Umrüstung auf das
Zweileitersystem belassen. Für den Fall, dass
ich einmal die Lok auf einer Modellbahnanlege fahren
lassen kann, ist eine Umpolung vonnöten.
Zu
diesem Zweck muss der Motor zerlegt und der Anker
ausgebaut werden. Danach muss der hintere, direkt an
Masse liegende Messing Kohlenhalter ausgebaut werden. Da
dieser leicht eingepresst ist, bedarf das des
Auspressens von der Ankerseite her und dem vorsichtigen
Herausziehen mit einer Spitzzange. Danach muss
die Messinghülse ausgebessert und wieder rund gemacht
werden, denn sonst klemmt die Schleifkohle. Die
Messinghülse wurde in einen etwas festeren
Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Um die Hülse in den Motorblock
zu bekommen, miss die vorhandene Bohrung auf 4,5mm
Durchmesser aufgebohrt werden. Mit Gefühl muss
die Hülse in die Bohrung geschoben und dann mit
Nachdruck bis zum Ende eingedrückt werden. Am
ankerseitigen Überstand der Hülse wird der
Schrumpfschlauch und die Hülse mit einen kleinen Tropfen dünnem
Sekundenkleber gesichert. Nun muss
die Verdrahtung geändert werden und ein Kabel vom
Schleiferanschluss zur hinteren Kohlehalte- rung
gezogen werden. Der vordere Stromanschluss muss jetzt
mit dem Massepol verkabelt werden. Fertig. Die
Isolierung der hinteren Kohlenhalterung ist auch bei der
Umrüstung solcher Loks für den allfälligen Be- trieb mit einem
Fahrtrichtungsumschalter (Uhlenbrock)
notwendig, was hier aber nicht verwirklicht wurde.
Nach Montage der Schleifkohlen konnte die
Testfahrt zur EInlauffase der Schleifkohlen beginnen.
Die Lok läuft nun in der Norm-Fahrtrichtung. Um sie zum Ziehen von Waggons mit
Normkupplungen verwenden zu können, wurde am
Tender eine Märklin Bügelkupplung angebracht.
Später
stellte sich allerdings heraus, dass die obige Umpolung
viel
einfacher möglich gewesen wäre, nämlich allein
durch die 180-Grad-Drehung des Magneten! - Eigentlich
logisch, aber .....
Merke: Bedarf es
zum Anfahren der Lok hoher Spannungseinstellung am Trafo
und /oder läuft die Lok bei Fahrtrichtungsumschaltung
nicht mehr an, ist daran die schwache Kraft des
Motormagneten schuld. Der Magnet sollte
getauscht werden, oder der vorhandene Magnet neu
magnetisiert werden..
Austausch des alten Magneten gegen einen
Neodym-Magneten Wegen
der hohen Stromaufnahme und den schlechten
Fahrtrichtungsänderungen wird klar, dass bei der Lok
ein neuer Magent eingebaut werden muss. Die Beschaffung
aus GB ist durch den Brexit horribel gewor- den,
doch nach Wochen kommen die Magnete dann doch noch an:
Der österreichische Zoll wollte die Magnete
nicht annehmen; daher Verzögerung bis....
Die Lok
läuft nach kleinen Reparaturen am Fahrwerk und
dem Austausch der sich auflösenden Kunststoff
Vorläuferräder gegen andere Vollscheiben-Räder, sehr gut, sodass der
Magnettausch sehr sinnvoll ist. Nach dem Tausch
des Magneten fuhr die aufwendig umgepolte Lokomotive
wieder in die falsche Fahrtrichtung. Ärgerlich,
das kann nicht sein, - oder es liegt an der EInbaulage
des neuen Magneten. - Der umgekehrte EIn- bau
des Magneten bestätigte es, sofort läuft die Lok wieder
in die richtige Fahrtrichtung.
Diese stabile Lok kann
den Enkeln (und mir) beim Spielen wieder viel Spaß bereiten.
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Hornby Dublo "Duchesse of Mintrose" |
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Untersicht mit Schleiferhalterung |
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Ankaufszustand - verschmutzt |
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gereinigt und wieder lauffähig |
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Berylliumfeder drückt Nachläufer nieder |
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der Motor im Originalzustand |
die Hülse muss ausgezogen werden |
Hülse mit Schrumpfschlauch |
die Hülse wird eingepresst |
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rechts die nun isolierte Hülse |
Ansicht der anliegenden Schleifkohlen |
die neue Verkabelung |
der neue Masseanschluss |
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Class 4P "42308"
(Hornby) , |
Reparatur
der
Lok Class 4P, 42308 (BR)
Die Lokomotive ist optisch in sehr gutem
Zustand angekommen. Sie entspricht meinen
Vorstellungen von alten Loks mit
Metallgehäusen nicht, denn sie ist mo- derner Bauart und
daher mit Kunststoffgehäuse. Lediglich
das Fahrgestell ist aus Metall.- Der übliche
Qualitätstest, ob der Motor anständig läuft,
wurde durch- geführt und der Motor lief minimal
an und in der Gegenrichtung aber nicht. Also musste die
Lok zerlegt werden, um den Fehler zu finden. |

Fahrvideo |
Der übliche
Qualitätstest, ob der Motor anständig läuft,
wurde durchgeführt und der Motor lief minimal
an und in der Gegenrichtung aber nicht. Also musste die Lok
zerlegt werden, um den Fehler zu finden.
Nach- dem das Lokgehäuse abgenommen war, konnte der erste
Fehler rasch gefunden werden, denn ein
Rad- schleifkontakt hatte sich in den Speichen
des Antriebsrades eingefädelt. Um ihn zu beheben
musste der Motor ausgebaut werden. Nun konnte der
Schleifer abgezogen, gerade gebogen und wieder
eingefädelt werden. Danach wurde
der Motor wieder eingebaut und die Lok lief
wieder.
Allerdings zeigte sich ein
weiterer Fehler, nämlich ein zu großes Axialspiel der
Motorachse. Das führt zu einem unschönen
Laufgeräusch in einer Fahrtrichtung. Als
Gegenmaßnahme wurde die Kunststoff-Motor- schnecke
in Richtung Motor verschoben. Das half die
Antriebsgeräusche bei Rückwärtsfahrt angenehmer zu machen.
Der Fahrtest auf der unebenen
Konsti-Teststrecke verlief problemlos und mit niedrigem
Geräuschpegel. Mit vier alten Hornby
Schnellzugwagen bespannt, ergab sich auch nach mehreren
Minuten Fahrt kein Fehler. Hängt man sieben
Wagen an die Lok, dann ergeben sich Schwächen bei der
Zugkraft. - Mit dieser Lok ist die
Sammlung um eine interessante Loktype reicher geworden,
doch wird nach einer Lok mit Metallgehäuse umgeschaut.
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Hornby Class 4P |
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das Innenleben |
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der Schleifkontakt in den Speichen |
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Class 4P "80033"
(Hornby Dublo) , |
Reparatur
der Lok Class 4P, 80033 (BR)
Die Lokomotive ist beim Verkauf
als fehlerhaft beschrieben worden. Was genau der
Fehler ist, wurde mir nicht klar, es könnte sich aber um
einen Schaden an der Ankerwicklung handeln.
Allgemein ist zu sehen, dass die Lok schon sehr stark
ge- braucht worden sein dürfte. Da ich Winter-Arbeit suche, passt der niedrige Kauf- preis in
mein Konzept, auf diese Weise zu einer alten Lok mit
Metallgehäuse zu kommen, die dann auch
zugkräftig ist. |

Fahrvideo |
Die übliche
Vorgangsweise zeigte, dass sich die Lok nicht bewegt.
Bei der Lok befand sich ein Zettel, auf dem der
Fehler mit der Wicklung (Coil) angegeben war. Bei der
optischen Be- schau stellte ich fest, dass sich die vordere
Antriebsachse nicht seitlich bewegen lässt und nicht
drehbar ist. Vielleicht ist das der eigentliche Fehler?
Nachdem die Lok zerlegt war und die
Innenbeschau möglich war, zeigte sich nach Demontage der
Schleifer- abdeckung, dass die Achse durch
eine zu lange Schraube blockiert wurde. Die Kürzung der
Schraube löste dieses Problem rasch.
Anschließend wurde der Motor demontiert und der Anker
ausgebaut.
Bei der Überprüfung
der Ankerwicklungen konnte eine abgerissene Wicklung
gefunden und instandgesetzt werden. Der
Durchgang war in allen 3 Wicklungen gegeben, doch lief
der Motor nur schwach und nur in eine Richtung.
Selbst mit mehr Spannung als 12V ergab sich keine
Normalisierung der Motorlaufes. Die Überprü- fung
des Widerstandes jeder Ankerwicklung ergab, dass eine
Wicklung nur einen sehr geringen Durchgangs- widerstand
hat, also "durchgebrannt" (?) war. Das könnte
zustandegekommen sein, als der Vorbesitzer durch die
Blockade der Antriebsachse den Motor hat durchbrennen
lassen. Somit muss der Anker gegen einen funktionierenden ersetzt werden.
Der Anker
wurde ersetzt und die Lok wieder zusammengebaut. Der
erste Testlauf war entmutigend, doch die Nacharbeit
an den schrägen Schleifkohlen brachte ein wenig Verbesserung.
Offenbar müssen sich die harten Schleifkohlen
erst ein wenig einlaufen. Tatsächlich verbesserte sich
die Sache nach langem Testlauf. Hier zeigte sich,
dass die Lok rückwärts schneller fährt und kräftiger
ist. Vier Hornby Triang Schnellzugwagen brem- sem die
Lok in Vorwärtsfahrt deutlich ein. Offenbar wird
irgendetwas warm und beginnt zu bremsen? Die Fahr-
spannung war dabei auf max 14V eingestellt. - Mit den
leichten Horny Kesselwagen stellt sich das Kraftpro- blem
nicht, die Lok fährt gut. Im Vergleich zieht eine BR 80
von Kleinbahn locker die vier Hornby Schnellzug- wagen.
Interessant war, was die Berylliumklammer
mit der Blechplatte hinter dem Magneten berwirkt, wozu
sie dient. Bei den Hornby Ersatzteilen fand
ich so ein Ding, welches als Motorbeeinflussung oder
Motorbeschleuniger bezeichnet wurde. Das
erinnerte mich, dass ich bei den ersten Testfahrten mit
dem ersetzten Anker das Blechplättchen am Magneten
anliegen ließ, was zur Folge hatte, dass die Lok nicht anzulaufen begann. Ohne
Plättchen lief sie. Da die Lok ohne Plättchen besser
lief, wurde es weggelassen.
Dennoch ließ
mir der Geschwindifkeitsunterschied je Fahrtrichtung
keine Ruhe. Im Internet fand ich ein Horn- by
Video, welches die Wartung und Reparatur solcher Motore
zeigte. Im Video wurde gezeigt, dass der Luft- spalt
zwischen dem Anker und der Magnetwinkel oft zu groß ist
und die Loks dann mit höherer Stromaufnah- me
und langsamer fahren. Wie im Video gezeigt, wurde jeder
Winkel im Bereich des Ankers näher zum Anker gebogen.
Im Zuge der Verbiegung der Magnetwinkel wurde mit den
gekauften Ersatzteilen auch ein
anderer Magnet mitgeschickt. und eingebaut. Es
war mir nicht
möglich einen Zugkraftunterschied zwischen den
Mag- neten festzustellen, er blieb aber in der
Lok, die tatsächlich ohne übermäßige
Erwärmung nach langer Fahr- zeit und konstant
etwas schneller fuhr. Vielleicht spielte
auch die Verstellung des Zahnradeingriffs in der
Ankerschnecke eine Rolle, denn das Antriebszahnrad
wurde geringfügig
verschoben, sodass es bei der seitlichen
Achsverschiebung gleichweit von der Ankrmittelachse
abweicht. Nach dem der Brexit voll
zugeschlagen hat, gab es mit der Beschaffung von neuen
Neodym Magnete als Ersatz für die 60 Jahre
alten, eine ziemliche Zeitverzögerung. Als der Magnet
dann endlich da war wurde er eingebaut. Schon
beim Aufdrehen der Spannung auf unter 5V begann die Lok
wunderbar langsam zu laufen. Bei schneller
Fahrt mit 12V bekommt man den Eindruck, sie ist zu
schnell und man könnte den Geschwindig- keitsregler
wieder einbauen und das Tempo reduzieren. Im
Langzeittest mit 7 alten Hornby Schnellzugwagen trat´kein
Einbruch der Leistung auf. Auch das Wechseln der
Fahrtrichtung funktioniert jetzt immer ohne Anstoßen.
Ich bin froh, dass ich´etwas dazugelernt habe und werde
noch andere Altloks mit neuen Magneten bestücken.
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Hornby Class 4P |
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das Innenleben der defekten Lok |
siehe seltsame Kupferklammer ? |
sichtbar die nun gekürzte Schraube |
Ansicht Radschleifer |
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der defekte Anker - Kabelbrunch |
der reparierte Anker |
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Class 3M "82004"
(Triang) |
Servicearbeiten
an der Triang
Lok Class 3M, 82004
(BR)
Das Erproben der Lok nach dem Eintreffen fand
mit großen Interesse statt, denn der Verkäufer beschrieb den Test bei ihm so, dass die Lok seine Anlage
aus- schaltete, sprich, dass die einen elektrischen Defekt hat. Die anfänglich nicht so schön aussehende
Lok macht doch einen brauchbaren Eindruck. Doch der Test
mit der einfachen Anspeisung der Lok mit einem
Kabel lief die Lok an und kurz danach rauchte es stark aus
dem Gehäuse heraus. Ein typisches Zeichen für einen am
Kollektor verölten Motor. |

Fahrvideo |
Die Reparatur begann
mit der Abnahme des Gehäuses, welches nicht wie von mir
angenommen, aus Guss
bestand. Danach wurde
sofort eine Totalreinigung mit Waschbenzin durchgeführt.
Besonders der Motor
wurde gut gereinigt und
der anschließende Lauftest verlief erfolgreich. Danach
mussten nur noch die Rad- schleifer nachgebogen
und die Räder besonders gut gereinigt werden. Das
verhalf sofort zu einer guten Funktion der
Lok. Anschliessend ließ ich die Lok einige Zeit am
Rollenprüfstand laufen und es kam zu keinen Störungen.
Schließlich wurde die Lok wieder komplettiert. Der Lauf
der Lok auf den Rollen war nicht sehr ruhig, doch
muss man das bei dem fortgeschrittenen Alter von etwa 50
Jahren in Rechnung stellen. Die
Kupplungen bleiben im Originalzustand, da die Lok nur
mit den Triang-Schnellzugwagen behängt werden
soll.
Endlich
konnte der Fahrtest durchgeführt werden und siehe da,
die Lok läuft gut, wenn auch nicht überhörbar. Das
Kunststoffgehäuse wirkt wie bei vielen Modellbahnloks
wie eine Lautsprechermembrane. Doch ist das störende
Geräusch erträglich. Die Lok läuft problemlos auch durch
die engen Bögen und über die Weichen. Würde das
Gehäuse in Originallackierung sein, wäre die alte Triang
Lok ein "Hingucker". Ich bin zufrieden, denn
wir haben jetzt eine weitere verwendbare englische Lok
in der Sammlung.
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Hornby Triang Class 3M |
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das Fahrgestell |
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Ansicht des überholten Motors |
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