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   F 82 H - Twin Mustang                                                              (verschenkt)
  
Die F 82 H - Twin Mustang von Matthias bei seinem Erstflug
   

 
 Vorwort zum Bau der Twin Mustang

 Eine Mustang zu besitzen ist schon eine feine Sache und auch ich wollte einmal
 ein so tolles Modell, welches man auf den Modellflugplätzen nicht oft sehen kann.
 Da heute viele dieser Modelle aus ARF-Bausätzen entstehen ist der modellbaue-
 rische Stellenwert dieser Modelle natürlich etwas gedämpft. Um hier all jenen
 Kollegen, ich meine insbesondere die "Holzwürmer" unter ihnen, die überwiegend
 nur mit Holz und Papier arbeiten, etwas entgegen halten zu können, habe ich mir
 den Bau einer North American Twin Mustang (P-82, ab Kriegsende F-82) aus
 zwei P51-Bausätzen (aus der fernöstlichen Produktion von Fa. Flight 8, ehemals
 im Vertrieb bei Schweighofer) vorgenommen.
 
 Mit 2,3m Spannweite /einteilig) und dem angegebenen niedrigen Fluggewicht
 der Einzel-modelle (beide 7600g) würde nach meinen Erfahrungen nach die
 Motorisierung mit zwei 60er Zweitaktern ausreichen. Um jedoch sicher zu
 gehen, dass genügend Power für forcierten Vortrieb vorhanden ist, werde ich
 aber zwei OS 91 FX Zweitakter einbauen. Der Einbau einer Motorsynchro-
 nisierungseinheit, einerTwin-Elektronik von MKZ, wurde vorgesehen, erwies
 sich ab bei Bodentests als nicht notwendig, da die beiden OS-Motore ohne
 diese Hilfe besser auskommen.

 Das Modell würde nach amerikanischer Bezeichnung wohl als "scratch buildt"
 bezeichnet  werden, denn für die Bezeichnung Scale hätten die Rümpfe usw.
 noch tiefgreifender geändert werden müssen. Das stand mir nicht dafür und
 das muss ja nicht unbedingt sein, so wie ich das eben sehe. Mir genügt es,
 dass ich das ausgefallene Modell weitgehend authentisch nachbilde und seine
 Technik und den Flug damit beherrsche und meine Freude damit habe.

 Die beiden P51 Bausätze sind also für die Motorvariante 2T/60 ausgelegt. Sie 
 weisen eine Spannweite von je 1, 67m auf, woraus bei maßstäblicher Umrech-
 nung vom Original, die Spannweite des Twin Mustang Modells von 2,3m (~95")
 resultiert. Das entspricht einem Maßstab von annähernd 1:7.
 Ich fliege seit langem so eine P 51 Mustang, allerdings von vornherein mit '
 einem Hype 91 mit einem Webra Dynamix-Vergaser. Das erste Modell über-
 lebte einen etwas zu tief angesetzten Rückenlooping nicht. Im zweiten Modell
 dieser Reihe wurde jedoch ein OS 91 FX eingebaut. Zwischen den beiden
 Motoren konnte ich keinen wesentlichen Leistungsunterschied wahrnehmen.
 Sicher ist, dass diese P51locker den 91er Motor verträgt, ja braucht, wenn
 man halbwegs realistische Steigflüge fliegen möchte.

 Naiv gedacht, wurde anfangs der Bau der Twin ganz einfach gesehen. Doch
 nach einem Überblick im Internet zeigte sich rasch, dass das weit gefehlt war:
 Der halbwegs den tatsächlichen gegebenheiten der P 82 entsprechende Bau
 des Twin-Modells bedingt, dass ein Flügelmittelteil gebaut werden muss und
 die Fahrwerke in einer gänzlich anderen Position eingebaut werden müssen.
 Weiters sind die in den  Bausätzen beinhalteten Seitenleitwerke und Höhen-
 ruder nicht verwendbar und daher gänzlich neu zu bauen. Das bei der P82
 das die Rümpfe verbindende Höhenruder liegt höher als es bei der P51 ange-
 ordnet ist. Noch dazu sind die Rümpfe um 8% länger als bei der P51.
 Es wird also weit mehr Arbeit als gedacht werden.
 
 Interessant wird auch noch die bauliche Lösung für die Zerlegbarkeit des
 Modells in zwei Rümpfe, einem Höhenleitwerk und einer durchgehende Trag-
 fläche werden.
 Dass es ganz gut realisierbar ist, kann hier vorweg schon gesagt werden,
 obwohl der bauliche Aufwand alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen
 hat;  - auf gut wienerisch gesagt, da habe ich mich ordentlich verhaut!

 Modellhistorie:
 Mein nachempfundenes Modell hat die letze im Dienst gestandene F 82 H
 (46-415) des 449th Fighter Interceptor Squadrons in der Ladd Air Force Base
 in Canada zum Vorbild. Diese Maschine wurde zur Überwachung der Grenzen
 und militärischen Aktionen Russlands in Sibirien (Beringsee) und weiter bis
 über den Nordpol hinaus eingesetzt.  Ebenso zählte der Begleitschutz der
 strategischen Bomber B36-Peacemaker auf deren Patruollienflügen in die-
 sem Sektor (ging oft auch über russisches Gebiet) zu deren Aufgabe. Alle
 Einsätze fanden bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit statt. Zusätzlich
 wurden zahlreiche wissenschaftliche Messungen durchgeführt und dieser Teil
 der Arktis und des Kanadischen Terretoriums kartografiert.
 Wegen der Fallweise militärischen Schutzfunktion waren die F 82 mit sechs
 Maschinengewehren und Raketen ausgerüstet, sie hätte auch auch 2 Bomben
 transportieren können.

Heute soll es noch zwei betriubstaugliche Maschinen geben. Siehe Video oben.


Vorbild Twin Mustantg F 82 H
Flugvideo Vorbildflugzeug aus Oskosh



mein Modell
Video von meinem Erstflug



Matt Chal, der neue Besitzer und Pilot
Erstflugvideo
F82 Video gekürzt


das Modell, gehöogen von Matthias Ch.






 
 Baubericht der Twin Mustang  (Bilder siehe unten)

 Technische Daten des fertigen Modells, ~ M 1:7:

 Spannweite: 2300mm, Länge: 1500mm, Gewicht: 8,3kg
 Motore: 2 x OS 91 FX, Prop: 14" x 7" APC (Zweiblatt), bei 9100U/Min max. Standschub: 6,4kg
 Empfänger Jeti R 10 2,4gHz

 Akkus: 2x NiCd 4,8V 1800 mit Doppelstromversorgung Microsens Solid 2, Servosteckersystem JR
 Pressluftfahrwerk: Einrohrsystem, Nenndruck 6 bar, Federbeinbelastung je 9kg (alles von EUROKIT)


 Sonderfunktionen:
 Landeklappe,
 Einziehfahrwerk, Pressluft (Einkreissystem) mit gefederten Federbeinen,
 Landescheinwerfer,
 Zündelektronik für Raketenabschuss,

 Zusätzlich montierbare Lafetten für Bombenabwurf oder Raketenabschuss
 (dazu Raketenzubehör wie Zündern und Treibsätzen 0,3sek Brenndauer, usw.)


 Bau des Flächenmittelstückes:
 Begonnen wurde mit der zeichnerischen Konstruktion des Flügelmittelstücks. Zu klären war zuerst noch die
 Anordnung des Empängers im Modell, wobei für diese elektronischen Einheiten die Flügelmitte von mir aus-
 gewählt worden ist. In dem Zusammenhang war auch die Aufteilung der diversen Steuerorgane und Akkus
 (für Empfänger, ev. Glühung - unnütz) abzuklären. Weiters war die Landeklappenanordnung und die Bau-
 und Montageart  des Einziehfahrwerks, sowie erste Überlegungen zu dessen Befestigung im Flügel zu
 entscheiden.

 Zu Beginn wurde die untere Beplankung für die Fahrwerksaufnahmen in den Aussenflügeln geöffnet und die
 Rippen für die neue Fahrwerksaufnahme abgeändert. - Für das Mittelstück wurden Musterrippen angefertigt
 und die Rippenstücke auf den soliden neuenTrägerleisten aus Kiefer eingeklebt. Die Zungenkästen wurden
 gebaut und zwischen den Holmen Stege eingeklebt, da die Fläche sehr drehstabil sein muss, denn sie trägt
 den Großteil der Stabilität des Gesamtrahmens "Fläche - Rumpf - Höhenleitwerk - Rumpf - Fläche". 
 Schritt für Schritt ging es am Mittelstück weiter und mit der Aufbringung der unteren Beplankung. Um die
 Fahrwerke passend einbauen zu können mussten nun die Flächenaussenstücke "provisorisch" mit dem
 Mittelstück verklebt werden (mit PVH Express-Leim). Später wurde noch mit Epoxy und Glasgewebeband
 die Endverklebung vorgenommen. 

 Vor der Zusammenfügung der drei Flächenstücke wurden noch die Servokabel für die Querruder eingebaut,
 denn nach der Beplankung ist das schwieriger möglich. Die Kabel zu den Rümpfen, für das Höhenruder und
 Seitenruder, das Preßluftsteuerungsventil, die Schlauchführung der Preßluft in den Rumpf, für Glühung und
 den Hauptschalter können nachträglich eingebaut werden.

 Das Einrichten der V-Form beim Klebevorgang bedurfte etwas Geduld. Die 6 Grad V-Form des Originalflug-
 zeuges sehen am Modell, wegen der größeren Flügeldicke des Modells und mit der Verjüngung nach außen,
 etwas gewöhnungsbedürftig (zu viel) aus. Flugtechnisch ist das allerdings vorteilhaft.

 Danach wurden die Fahrwerke neuerlich eingepasst und die endgültige Einbaulage bzw. die richtige Stellung
 im ein- und ausgefahrenen Zustand hergestellt. Schließlich konnte auch die obere Beplankung aufgeklebt
 werden und in der Folge auch die Beplankung im Fahrwerksbereich der Außenflügel geschlossen werden.
 
 Die nächste Arbeit am nun langsam unhandlich gewordenen (2300mm) Flügel bestand aus dem Verschleifen
 der Fläche und dem Ausschneiden und Entfernen der Landeklappe. Zuletzt wurden die Außenflügel (vom Bau-
 satz) von der alten Bügelfolie befreit und nachgeputzt.

 Nachdem auf die äusseren relativ kleinen Landeklappen des Vorbilds asm Modell verzichtet wurde, konnte
 am Mittelstück eine große Klappe eingeplant werden. Nun wurde die Bauarbeit und die Montage der mittle-
 ren Landeklappe durchgeführt. Mittels vier spezieller Klappenscharniere wird die Landeklappe angelenkt.
 Diese Scharniere erzeugen einen je nach Ausfahrtswinkel veränderlichen Spalt zwischen Fläche und Klappe,
 wodurch die Naturähnlichkeit unterstützt wird. Aufgrund des Flügelprofiles darf angenommen werden, dass
 der Einsatz der Landeklappe zwar Verbesserungen bei der Reduzierung den Langsamflugeigenschaften
 ergeben würde, die, wie sich beim Flugtest zeigte, nach meinen Fluggewohnheiten jedoch nicht notwendig
 sind, da das Modell gerade im richtigen, eher flotten Tempo, zur Landung einschwebt.
 Nachtrag: Ein Könner dem ich das Modell geschenkt habe, nützt die fast 90 Grad ausgefahrene Klappe
 als hervooragende Bremse im Landeanflug. Die tolle Konstruktion des Profils der Einztelrumpf Bausätze
 ermög lich unglaublich langsames Fliegen des Modells.


 Rumpfarbeiten:
 Bei der P82 (=F82) ist der Rumpf gegenüber der P51 etwas verlängert und das Seitenruder vergrößert.
 Daher müssen beide Rümpfe um je 80 mm verlängert werden. Dazu wurde im Heckbereich mittels Kiefern-
 leisten und 3 mm dicker Balsabeplankung eine tragfähige Basis für das neue, gegenüber der P51 ebenfalls
 vergrößerte Seitenleitwerk geschaffen. Dabei mussten gegenüber dem Originalflugzeug kleine Kompromis.
 se beim Verlauf der Rumpfkontur im Leitwerksbereich eingegangen werden. - Merken nur Punkterichter.

 Ungeachtet dessen mussten beide Rümpfe im vorderen Bereich mit Glasmatten verstärkt werden.
 Bedauerlich  ist zu bemerken, dass die Qualität der Klebungen in diesem Breich "unter dem Hund" war un
 dort unbedingt nachgeklebt werden musste. Die Einbringung der Glasmattenstücke wurde daher erleichtert,
 da ein Schacht für den auf der Rumpfunterseite liegenden Silencer-Auspuff gebaut werden, und deshalb
 der Rumpf im unteren Vorderteil ohnedies geöffnet werden musste.

 Die Arbeiten zur Lagebestimmung des Motors fallen immer sehr zeitraubend aus. Die Einbaulage musste
 darüber hinaus, zur Herstellung größerer Übereinstimmung mit dem Original, noch etwas höher als im Nor-
 malmodell vorgenommen werden.
 Diesmal baute ich mir eine Schablone mit einem drehbaren Kreuz mit den Mittellinien der Befestigungsboh-
 rungen, die ich mit den am Rumpf befindlichen, versetzten Linien (wegen Seitenzug), in Deckung bringen
 muss. Dann kann ich den Motorumriss solange drehen, bis der Auspuff oder der Zylinder in der Stellung ist,
 wo ich ihn haben möchte. Und dann wird diese Stellung angezeichnet und es können später die Löcher für
 den Motorträger gebohrt werden usw. -. Die darua hängende Zylinderkopfstellung ist für Verbrenner Piloten
 kein Probloem, spezeill bei OS Motoren.

 Betreffend die spätere Konstellation des Modells ist festzuhalten, dass ich die Rumpfachsen mit einem
 Seitenzug nach außen, von je ca. 1 Grad verlaufen lassen möchte. Das soll bei Motorausfall die Flugeigen-
 schaften mit einem Motor verbessern, - hoffe ich.

 Ein weiteres "Highlight" der Rumpfarbeiten ist das Anpassen der Motorhaube(n). Diesmal beschaffte ich
 mir eine zusätzliche Haube für Experimente, denn der Rumpfkonturenverlauf des Bausatzes ist nicht mit dem
 des Originals vergleichbar: Es gibt eine Stufe durch eine gegenüber der Rumpfhöhe längeren Haube (ge-
 dacht für Abluft). Da jedoch der Auspuffschacht bei mir als Abluftöffnung vorhanden ist, konnte durch Auf-
 doppeln von Balsaholz die Rumpfkontur an die Motorhaube angeglichen und naturähnlicher gestaltet werden.
 Auch die Kürzung der Hauben ist ein Unheil, aber notwendig. Die Herstellung eines schönen Stoßes zwischen
 Rumpf und Motorhaube ist sehr arbeitsintensiv und bis die Haube in Relation zum Spinner richtig sitzt, das ist
 nochmal ein Horror. Wenn das dann mal so stimmt, sieht man wie und wo man auf der Motorhaube aufdop-
 peln muss, damit die Kontur mit der Spinnerrückseite parallel verläuft. Das ist viel Arbeit, lässt sich aber
 nicht völlig genau realisieren, da die Motorhauben mit viel zu großem Sturz und Seitenzug vorgegeben sind.
 Da muss man später noch mühsam aufdoppeln. Schließlich konnte ich die Passung halbwegs "hinschum-
 meln", sodass sich mein bisheriger Aufwand letztlich gelohnt hat.


 Leitwerke:
 Betreffend Höhenleitwerk war die Frage des Servoeinbaues vordergründig zu klären. Ich entschied mich nach
 Anraten für 2 Stk Hitec HS 125 BBMG mit je 3 kg Stellkraft. Die Servos werden an jeder Ensdeite des
 Höhenleitwerks montiert und an die Ruderklappe angelenkt. Beide Servos sind über ein V-Kabel angesteuert,
 welches aus dem Höhenleitwerk herausgeführt wird und außen am Rumpf in einer Steckbuchse mit dem Kabel
 zum Empfänger verbunden wird. 
 Die Befestigung des  Höhenleitwerks erfolgt mit je 2 x M4 Schrauben pro Rumpfseite. Das HLW wurde mit
 +0,5 Grad EWD justiert (hoffe das wird passen, denn eine Änderung ist später nicht einfach möglich).
 In der Praxis zeigte sich später, dass das Modell bei voller Leistung etwas tief getrimmt werden musste, um
 horizontal zu fliegen. Da sich trotzdem für mich angenehme Flugeigenschaften ergaben, wird auch keine
 Schwerpunktänderung vorgenommen.

 Die zwei Seitenruder werden ebenfalls mit je einem Hitec HS 125 BBMG-Servos angetrieben, welche mit dem
 jeweiligen Seitenruder und dem Heckfahrwerk elektrisch verbunden sind. Die übliche Anordnung des Heck-
 fahrwerkes wurde umgekehrt (s. Bild), so dass es eher dem originalen Montagepunkt nahe kommt. Die Bau-
 weise des Fahrwerkes erlaubt eine fixe Montage. Das bedeutet, es ist möglich ohne Federn und nur mit
 dünnen Drahtseilen die Heckfahrwerke anzulenken. Die Zartheit der Heckfahrwerke wird im Flug der Original-
 treue keinen großen Abbruch leisten, auch wenn beim Original die Heckfahrwerke einziehbar sind.


 Langsam geht es der Fertigstellung entgegen:
 Die nächsten Arbeiten betreffen schon die Montage der Querruder plus deren Servos und Servodeckel etc.
 Damit sind die wesentlichen Bauteile fertig und es ist eine erste Schwerpunktsermittlung möglich. Dabei soll
 auch festgestellt werden, wo Gewicht, also Servos, Akkus usw., angeordent werden sollen/können, damit der
 Schwerpunkt so weit als möglich ohne Bleizugabe eingestellt werden kann. Bisher hat sich ein Rohgewicht
 von 6 kg eingestellt. Mit einer Schätzung denke ich, dass noch gut 1,5 Kilo dazukommen können, sodass
 schließlich ein Gesamtgewicht von 7,5 bis 8 kg zustandekommen könnte. Das wäre für 2 x 15 ccm und
 2300 mm Spannweite nicht schlecht. Genauere Angaben folgen später. - Das Mehrgewicht entsteht aus
 allerlei Details, wie zB die Verkastung der Radkästen in den Flächen, die Einbauten für die Pressluftanlage
 des Fahrwerks und die Lackierung der Radkästen und Motorspanten mit Silberlack und  2K-Lack, mit der
 Bügelfolie, usw. usw.

 Nun sind die Rümpfe schon bebügelt und alle Servos eingebaut, sodass es mit dem Einbau der Motoren
 ernst wird. Zuvor musste aber noch der eine neue hinzugekommene OS 91 FX eingelaufen (1 Liter) werden
 und  beim schon gebrauchten Motor die Einstellung mit dem neuen Auspuff geprüft werden. Die Motore
 brachten zufriedenstellende Ergebnisse mit der 14x7-3-Blatt-Luftschraube mit je ca 7500 U/Min. Das ist
 für mich ein sehr guter Vergleichswert zu anderen, hubraumgrößeren Motoren. Ich bin schon gespannt,
 wie die dann mit der Synchroneinheit laufen werden. Viel dürfte die nicht zu tun bekommen, da die Motore
 sehr gut laufen. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir diesmal die geplante Glühung ersparen möchte:
 das ergäbe eine Gewichtseinsparung von mindestens 350 Gramm.

 Ein Paar Worte zum Thema MZK-Motorensynchronisierung:
 Die Synchroneinheit ist von MZK und besteht aus einem Elektronikkasterl mit einem Schalter und einigen
 Kabeln dran, etlichen Jumpern und aus 2 Sonden und 2 Scheiben, in denen die Magnete einzukleben sind. So
 weit so gut, doch die "Magnetscheiben" passen (natürlich) nicht auf eine OS 91-Nabe, also musste die Nabe
 an den Stellen an denen sich die Magnete befinden, angefräst werden. Dies dient dazu, dass die Magente bei
 Montage des Spinners oder Props, nicht aus der Scheibe herausgepresst werden können. Bei kleinen Moto-
 ren passt die "Magnetscheibe", aber nicht bei größeren Motoren. Die Elektronik wird mit einem Servokabel
 am K 1 angesteckt und damit ist fast alles fertrig. Die Sorge mit der Motoreinstellung hat sich inzwischen auch
 geklärt, denn dazu dient der kleine Schalter an der Elektronik. Er überbrückt die Elektronik (und wird auch zur
 Programmierung benötigt), damit der andere Motor eingestellt werden kann. Also es besteht quasi ein V-
 Kabel, welches mit der Umschaltung durch die Synchroelektronik geht und beide Motoren dann synchronisiert
 laufen. Eine wirklich gute Beschreibung liegt bei, jedoch ist sie mir wegen der vielen Zusatzmöglichkeiten, die
 die Elektronik  bietet, zu kompliziert. Für junge Piloten wird das kein Problem sein.

 Eingeschobener Testbericht mit meinen Erfahrungen mit der Motorensynchronisiereinrichtung:

 Die Programmierung ist an sich keine Hexerei, doch schon die erste Funktionsprobe des Ganzen war nicht
 von Erfolg gekrönt. Vielleicht sollte man die Motore besser vorher auf einem Prüfstand einstellen, denn im
 Modell ist es für mich nicht befriedigend realisierbar.

 Letztlich zeigte sich das Ergebnis so, dass bei V-Kabel-Schaltung die Motoren nahezu optimal liefen, nicht
 so bei eingeschalteter Synchronisierung. In der Synchrostellung ergab sich zB bei Mittelgas, dass ein
 magerer eingestellter Motor langsamer geworden ist, wonach die Elektronik den anderen beschleunigte. Das
 Hochdrehen regelt dann den langsameren Motor wieder hoch und der andere wird langsamer. Man könnte
 diesen nicht optimalen Effekt  bestimmt mit diversen umjumperungen an der Elektronik noch wegprogram-
 mieren, aber nicht ich und schon gar nicht in diesem Modell.

 
Folglich wurde die Elektronik entfernt und der Kanal 6 für den zweiten Motor eingerichtet. Mit der Mischung
 der Kanäle im Sender ist das Synchronisieren dann ein "Vergnügen", die ohnehin schon präzis laufenden
 OS-Motoren noch feiner einstellen zu können. (Grobbeschreibung des Vorganges: Zuerst grob Vollgas, dann
 die Mittelstellung, danach Leerlauf und Vollgas justieren).
 Siehe Bericht: MZK-Twin Synchronisierung und Einstellung der Motorore bei zweimotorigen Modellen.

 Abschließende Rumpfarbeiten
 Jetzt ist wieder der Zeitpunkt für die weitere Arbeiten wie die Installation der Servos usw. gekommen. Insbe-
 son-dere muss ich darauf achten, dass beide Rümpfe gleich schwer werden. In Verbindung mit einer Akku-
 weiche bringt das neue Probleme, denn es muss daher ein Akku in jedem Rumpf unterkommen. Zum Glück
 habe ich für die anfangs beabsichtigte Glühung (bei OS nicht nötig) bereits dicke Kabel eingezogen, die
 jetzt bei der Akkuaufteilung natürlich willkommen sind. Die neuerliche Kontrolle des Schwerpunktes wurde
 jetzt durchgeführt und ein brauchbares Ergebnis, leichte Kopflastigkeit, erreicht. Den Schwerpunkt habe ich
 (sinngemäß zur Anleitung der P51) mit 120 mm eingestellt.

 Betreffend Gewicht sieht die Sache jetzt so aus: Rumpf 1 und 2 (mit Akkus usw.) haben jetzt je 2,14kg und die
 fertige Fläche samt allen Ein- und Anbauten wiegt 3,92 kg. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 8,2kg - das
 ist akzeptabel .... Mal sehen, wie sich das beim Flug darstellen wird.
 Nun mussten die Fahrwerke endmontiert werden, d.h. die Räder definitiv montiert werden, sowie auch die
 am Federbein befestigten Fahrwerksschachtabdeckungen. 

 Flugberichte der P82 Twin Mustang:

 Zusammenbau der Twin Mustang 
 Der Transport des Modells geht ja noch, aber die Montage der Tragfläche auf den Rümpfen wird dann schon
 zur echten  Aufgabe.
 
 Zum Zusammenbau des Modells benötigt man einen großen Modelltisch oder ein Stück ebenen Boden. Die
 Montage am Boden ist unpräzise und macht das Herumkraxeln am Boden keinen Spaß.
 Weiters sind zwei an die Rümpfe angepasste, selbstgefertigte Modellständer erforderlich, auf denen die
 Rümpfe am Rücken liegend aufgelegt werden müssen. Dabei ist auf den Abstand beider Rümpfe zu achten.
 Um den exakten Abstand zu bekommen, müssen beide Rümpfe schon in die ziemlich richtige position ge-
 bracht werden. Nun kann das Höhenleitwerk als Abstandhalter lose angebaut und können die Rümpfe damit
 besser eingerichtet werden.
 Dann kann die Tragfläche am Rumpf aufgelegt werden, sodass alle Anschlussschrauben vorerst lose einge-
 steckt werden können. Durch Unterlegen eines Styroporzwickels zwischen Rumpf und Flächge bleibt die
 Fläche schräg stehen (oder es gibt einen Helfer der sie solange hält).
 Das ermöglicht jetzt das Anstecken der vielen Kabel, denn bis endlich, -mit oder ohne Helfer. Bis alle Stecker
 an den richtigen Gegenstücken angesteckt sind und auch noch die vier Befestigungsschrauben im Gewinde
 angebissen haben, kann das schon mal dauern und Nerven kosten. Hierbei darf man sich nicht hetzen lassen!
 Mit Geduld oder helfenden Händen ist das aber gut zu bewerkstelligen.
 Zweckmäßig ist vor der Endverschraubung eine Funktionskontrolle aller Ruder und der Fahrwerke usw. not-
 wendig. Andernfalls fällt wieder heikle Zerlegarbeit an, wobei diesmal nur die Tragfläche betroffen ist.
 Passt und funktioniert alles, können die Rümpfe "zusammengebeutelt" werden, damit die Flügel eindeutig auf-
 und anliegen und die Flügelschrauben leicht angezogen werden können. Dann kann auch noch das bisher
 locker angeschraubte Höhenruder festgezogen werden. Die Tragflächenschrauben können nun auch endgültig
 festgezogen werden. 
 Jetzt ist das Modell bereit zur Betankung und zur Inbetriebnahme und Feineinstellung (hochheben) der Motore.
 Danach kann der Start und Flug erfolgen.

 Der nachfolgende unproblematische Flug mit dem Modell und sein faszinierendes Flugbild, gleichen diese
 leider notwendigen Unhandlichkeiten beim Zusammenbau der Twin Mustang aber voll aus.

 Der erste Flug
 Mit vielen Gedanken im Kopf ging es schließlich auf unserem mäßig gemähten Modellflugplatz an der ersten
 Start. Fragen, wie: Wird sie so schwierig zu rollen sein wie meine P51?, - wird das Fahrwerk bei und nach
 der Landung funktionieren, denn immerhin sind da 8,2kg in der Luft und dann am  Boden unterwegs? Wird
 mein Konstruktion den Luftkräften und G-Beanspruchungen im Flug standhalten?
 
 Also der Start gelang mustergültig und die Maschine war beim Gasgeben mit dem Höhenruder hundertpro-
 zentig zu beherrschen, ganz ohne auffällige Tendenz auf die Nase(n) zu gehen. Die Motoren liefen auch schön.
 Na was soll bei zwei OS 91 FX (1700-9000 U/Min mit jetzt 14x7(2Bl) und gut 6,4kg Standzug) denn schon
 schiefgehen? Und der eigentliche Trimmflug konnte ebenso gut absolviert werden und endete mit nur geringen
 Korrekturen an Höhe und Querrudern. Dann versuchte ich einen Looping  mit mittlerem Durchmesser und eine
 mittellange Rolle, alles gelang gut. Ein Aufschwung mit langem Steigflug und langsamer naturgetreuer
 Rollgeschwindigkeit und im abfallenden Schnkel mit Vollgas heraus, das sah schon gut aus und hörte sich sehr
 gut an. Dann Gas weggenommen und Landeanflug angesetzt. Das passte sofort und war für mein "gerade aus-
 reichendes" Können unproblematisch und bestens steuerbar zu Ende zu bringen. Die Kollegen applaudierten
 sogar, was sonst nie vorkommt! Und ich war über meine Flugkunst und mein gutmütiges Modell mehr als erfreut.
 Das Aufsetzen erfolgte gleichzeitig auf beiden Fahrwerken und trotz butterweicher Landung schlug das 9kg-
 Eurokit-Pressluftfahrwerk hörbar, aber nicht furchterregend, durch. Eine Nachkontrolle am Fahrwerk ergab
 keinerlei Veränderungen an den Federbeinen oder andere Schäden.

 Die Rollrate des Modells scheint mir mit den nur kleinen Querrudern sehr naturgetreu, wärefür meine üblichen
 Steuergewohnheiten aber vielleicht etwas nachbesserbar. Andererseits, in Videos von Chuck Yeager in der
 P 51, dann rollt er die Maschine sehr langsam und schrecklich exakt. - Vielleicht muss ich mehr Seitenruder
 beisteueren? Vielleicht werde ich doch noch einige Prozent Ruderweg dazugeben?
 Jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Flug und auch auf etwas Wind zum Training.

 Flug 2
 Und der nächste Flug fand bei mittlerem aber böigem Wind in Pistenachse statt. Der Start wurde diesmal von
 mir langsamer begonnen und mit längerer Rollfase durchgeführt. Dabei hörte man, wie das Fahrwerk bei den
 vielen Bodenunebenheiten durchschlug, also die Federn in den Federbeinen voll auf Anschlag zusammenge-
 drückt worden sind. Um das Fahrwerk nicht länger zu strapazieren hob ich ab und brachte das Modell in einen
 rasanten Steigflug, um rasch auf Sicherheitshöhe für den Trimmflug zu kommen, nach oben. Im Mitwindflug
 stieg das Modell weiter, sodass ich ein wenig tief trimmen musste. Dann versuchte ich einige weiche und lang-
 sam gerollte halbe Kuban-Achten zu fliegen, einen diesmal weit gezogenen Looping, eine langgezogene Rolle
 über die ganze Paltzlänge und sogar einen Turn, der mir gar nicht schlecht gelungen war. Dann langsame Flug-
 geschwindigkeit und ein Anflug vom Hügel harab und über die Straße hereinkommend aber in ausreichender
 Höhe, einen Landeanflug simulierend, zeigte dass das klappen würde. Da zu erkennen war, dass diese
 Anflugrichtung keine wesentlich höhere Landegeschwindigkeit ergibt, führte ich nach Einschieben von Vollgas
 einen  niederen Vorbeiflug in ca. 1,5m Höhe durch. Wow, das war für mich ungewöhnlich, sah aber toll aus.
 Nach der Figur 360 Grad Sinkflug, schaffte ich nicht ganz die 6m Höhe, schloss einen liegende Acht an und war
 mit dem Ergebnis fürs Erste zufrieden. Dann der Anflug zur Landung wobei ich beim ersten Anflug zu hoch he-
 rein gekommen bin. Im zweiten Anflug drosselte ich früher und mit einem Gasstoß stieg das Modell ein weing
 und ich konnte erst im ersten Viertel der Platzlänge den idealen Gleitflug einstellen und erst in Platzmitte aufset-
 zen. Mit gehobenem Heck lief das Modell am Hauptfahrwerk noch munter weiter, sodass ich schließlich zog, um
 das Heck auf den Boden zu bekommen. Die Sorge, das Modell könnte wegen der hohen Fahrt nochmals ab-
 heben, blieb unbegründet. Als die Maschine dann schon langsam war leitete ich eine  weite Umkehrkurve ein.
 Das Modell kehrte in nurmehr geringer Entfernung vom Flugplatzende um und ich konnte unbeschädigt zum
 Startplatz zurück rollen.

 Am Standplatz führte ich noch eine weitere Verbesserung der Leerlaufeinstellung durch, wobei mir auffiel, dass
 der zweite Motor nicht auf die Übernahme der Trimmwerte des Gaskanals eingestellt war. Danach war die
 Anpassung der beiden Motoren auch im langsamen Leerlauf natürlich ein Kinderspiel und noch besser.
 Zuletzt gelang es die Motore auf sicheren Leerlauf sogar unter 1500 U/Min zu bekommen. Für den Flugbe-
 trieb stelle ich jedoch etwa 2000 U/Min ein. Der obere Regelbereich der Motore verlangte nach keiner Nach-
 besserung und die Düsennadeln blieben vorerst unberührt. Zur Nachjustierung der Hauptdüsen musste ich
 alleine das Modell hochheben (kein helfender Kollege am Platz).In dem Moment fiel mir der bekannte Aus-
 spruch des Filmstars Hans Moser ein: "Na wia nemma ma's denn?"  Auch beim Anheben des Modells musste
 keine Nachjustierung erfolgen, denn die beiden OS laufen wie ein "Glöckerl" ! - Möge das immer so bleiben.
 Und der Gleichklang der Motore, in allen Drehzahlbereichen ist bestechend und hört sich toll an.

 Zu Hause erprobte ich anstelle der enddrehzahlgefährdeten Graupner Nylon Propeller dimensionsgleiche von
 APC und konnte im Stand sogar 9500 U/Min erreichen. Das ergibt noch etwas mehr Speed und Zugkraft. (Hier
 muss man auch auf die Drehzahlgrenzen des Herstellers achten, wo zB bei Graupner Nylon das Limit mit 9500 
 U/Min schon erreicht wäre! Der APC-Wert liegt höher und hält auch Stechflüge mit voll hochdrehenden Motoren
 bei etwas über 10.000U/Min aus.)

 Zusammengefasst glaube ich, mir zu meinem Eigenbau gratulieren zu dürfen, denn das Modell fliegt bei weitem
 besser als ich es je erträumt hätte und besser als mache meiner anderen "Bomber".Es lässt sich angenehm
 starten und fast noch angenehmer landen, ganz ohne Landeklappe. Fliegerherz, was willst Du mehr?

 Zubauten von Raketen ampen und Bombenabwurfstellen sowie einem Landescheinwerfer wie beim Original,
 folgten. Mehr dazu  unten.....

 

Das Ausgangsmodell  ein Basisbausatz für die Twin Mustang zu Beginn Gedanken zur Servoverteilung  Konturen- und Größenvergleich: die violette Maschine ist die P51  
 die Flügelkonstruktion  Beginn: der Fahrwerkseinbau   Einpassen des Fahrwerksträgers 
  der Flügelbau beginnt     
Fahrwerk ausrichten       
 
 Konstruktion für Rumpfverlängerung  Verstärkungsleisten verkleben das Höhenruder entsteht (2 Servos)  
   Befestigung des Höhenleitwerks Ansicht Servobefestigungen Höhe und Seite Höhenruder mit Servo und Steckverbinddung zum Rumpf
  erste Gesamtansicht der Twin Mustang    
jetzt wirkt es schon kompletter  Rumpfarbeiten: alles nachkleben ! ! ! Vorrichtung zur Findung der Einbaulage Vorbereitung der Motorenmontage 
Verkastung des Auspuffschachtes Motoren sind eingepasst Hauben angepasst Seitenruderservo eingebaut
Anlenkuung Seitenruder und Heckfahrwerk neuerlicher Zusammenbau mit Fahrwerk    
die Landeklappe der Spalt bei der Landeklappe erstegrobe Schwerpunktsbestimmung  
die bebügelte Tragfläche Radkästen verkastet alle Teile der MZK - Twin Synchronisation Motoren mit Synchrosystem  (Fehlinvestition wurde wieder abgebaut)
bearbeitete Nabe (Ausnehmung für Magnete) Ansicht der Hallelektronik Rumpf mit Motor Auswiegen des Modells
erster Eindruck mit Folie Beginn des Einbaus der "Bordelektronik"  Einblick beim Zusammenbau / Akkuweiche  Einblick beim Zusammenbau / Fahrwerksteuerung 
zusammengebaut       
Video Testlauf 2 x OS 91 FX  Fahrt in den Hangar 
vor dem Erstflug    die Motoren im Standlauf
    auch die Untersicht gefällt mir  
Einstellung der Motore vor dem Érstflug Landeanflug  im Landeanflug


 Und weiter geht's mit Anbauten ...

 Während meines Ausfalls beim Warbirdtreffen 2010 wegen Krankheit (später wurde Krebs daraus),
 konnte ich die Zeit nützen und meinen PC traktieren und suchte nach mehr Infos zu meinem Modell.
 Schließlich stolperte ich über die Erwähnung, dass diese Maschinen mit Raketen bestückt werden
 konnten. Das brachte mich auf  die Idee, solche "Abschussrampen" für mein Modell zu erdenken und
 dazu passende Raketen (T - Minus K1) und Rauchpatronen zu suchen. Ich wurde fündig und bestellte
 mir eine Rakete, deren Treibsatz 0,32 Sekunden lang mit 7,81 N anschiebt. Damit fliegt das Ding bei
 Senkrechtstart angeblich max.100m hoch.
 
 Weiter der Gedanke, wie und ob das wohl funktionieren würde, wenn ich mit zB 100 km/h so ein Ding
 horizontal abzuschießen versuchen würde. Kommt das Raketerl mit der kurzen Brenndauer überhaupt
 gegen den Fahrtwind an? Um das herauszufinden werde ich, Wohl oder Übel, an einem Reserveflügel
 am Flugplatz annähernd horizontale Teststarts aus dem Stand vornehmen  müssen. Spannend, oder ?!

 Nach schlaflosen Nächten fiel mir die Lösung für die Zündleitungen ein: Ein ehemals für die  Hallgeber 
 der Motorsynchronisierung vorhandenen Kabel wurden als Zündleitung adaptiert. Anstelle eines Servos
 zum Ein- und Ausschalten einer Kamera wurde die Zündelektronik samt 4,8V Akku eingebaut und mit
 den Zündungskabeln verbunden. Allerdings mussten noch zusätzliche Kabel bis zu den Startlafettenträ-
 gern neu eingezogen werden. Hmmmm, ging eigentlich gerade noch gut. Dann begann das Öffnen der
 Flügelbespannung an den Stellen an der die Befestigung der Startträger vorgesehen wurde. Schließlich
 war die Lösung so, dass die Startträger auf der Montageplatte an-/abgeschraubt werden können, sodass
 das kriegerische Aussehen der Maschine nicht immer sein muss. Auf den Startträgern werden die
 Lafetten aus 2mm Stahldraht und einer Länge von ca. 25cm montiert. Sie dienen als Aufnahme der Ra-
 keten bzw. als "Zielvorrichtung" beim Abschuss. Die Raketen sind lose aufgeschoben und werden mit
 dem Zündverlängerungskabel und dem Zünder vor dem Abrutschen von den Lafetten gesichert.

 Die Zündelektronik und ihre Handhabung wird in Seite Raketenabschuss genau beschrieben.

 Um die P 82 nicht zu beschädigen werde ich von meiner P 51 "Marie" einen Abschussversuch am
 Boden (siehe Bild unten) vornehmen. Wie ich inzwischen im Internet erheben konnte, ist mit meiner
 Raketenmotorisierung eine Flughöhe von maximal 80m zu erwarten. Das würde also ganz gut passen.
 Der Praxistest mit der P 51 im Stand brachte ein gutes Ergebnis, d.h. es ist nichts angebrannt, lediglich
 die nur 25 cm langen 2mm dünnen Führungsstäbe können gerade noch die Führung beim Start bringen.
 Als zusätzliche Führung und als Flammenschutz nach oben zum Flügel habe ich Alubleche montiert.
 Vom Stand aus abgeschossen schlingert die Rakete nach dem Verlassen des Führungsdrahtes, legt
 aber dann deutlich an Geschwindigkeit zu und es scheint als stabilisiere sie sich dann. Allerdings ist
 zu diesem Zeitpunkt die Brenndauer von 0,3 sek schon lange vorbei und es geht bergab. Nach ca.
 100m schlug die Rakete sanft und flach am Grasboden auf und es scheint als wäre erst dort die
 Spitze (nach 3 sek) abgesprengt worden, die den Fallschirm freigegeben hätte.

 Der Flugtest wurde mit meiner Spitfire durchgeführt. Im Video ist der Abschguss nach dem dritten
 Vollkreis zu sehen. Der Test mit der Twin Mustang mit 2 Raketen wird irgendwann einmal erfolgen.

 Ergänzung von Details
 Zur Verbesserung der Detailtreue und von Zusatzfunktionen wurde der Einbau eines Landeschein-
 werfers und einer Bombenabwurfeinrichtung vorgenommen.

 Es ist nicht zu glauben, auch das Original hat nur einen kleinen Scheinwerfer am Federbein. Mit der
 Einziehung des Kabels gab es doch kleine Probleme, sprich das war ein Geduldspiel. Die Funktion
 des Scheinwerfers wird über einen Kanal mit einem kleinen Schalt-Servo ausgelöst und mit der Lande-
 klappe kombiniert. Wird die Landeklappe ausgefahren, dann leuchtet der Scheinwerfer.
 
 Auch der Bombenabwurfmechanismus kam nun an die Reihe. Nachdem die gekauften Bomben mit
 deren Ausklinkvorrichtung nicht ins Konzept passten, musste eine neue Methode gefunden werden.
 Zu diesem Zweck wird auf der am Flügel angeschraubten Bombenhalterung (wie Raketenab-
 schussrampe) ein kleines Servo montiert; es ist seitlich an der Halterung angeschraubt, schaut nicht
 sooo schön aus, funktioniert aber gut. Die Ausklinkrasten der Bomben wurden beibehalten und dienen
 zur Richtungsführung der Bomben. Weiters wird durch sie ein dünner Stahldraht durchgesteckt der die
 Bombe daran hindert,am Servohebel vorbei und damit frei zu kommen. Man könnte natürlich das
 Servo in den Halter einbauen, doch bedürfte das eines komplizierten Servohebels; das ist mir zu
 unsicher.
 Nach Fertigstellung der Rohbaumechanismen wurde mit silberner Folie bebügelt. Die mit einem
 Farbband zusammengehalteten Bombenhälften werden danach mit oliver Farbe lackiert.  Fertig und
 es funktioniert auch so, .... zumindest am Bautisch.

 Letzter Flug: September 2010


Rampe für Raketen und Rauchpatronen das Kabel zum Zünder wird hier angesteckt, oder das Bombenservo die Startvorrichtung die Raketen mit Startlafetten
Versuchsanordnung auf P 51   gut sichtbar das Führungs- und Abschirmblech Rakete mit montiertem Zünder
Zündelektronik mit Verdrahtung Ansicht der Test-Abschussrampe Rocketstart...... Video vom Start (48 Mb) ...hier schon Abweichung sichtbar
der Start von vorn      
Anbau des Landescheinwerfers Position wie beim Original   leuchtet ganz gut
die drei Bauteile für die abwerfbaren Bomben Darstellung der Funktion der Ausklinkung, "Bombe fixiert" jetzt fix montiertes Auslöseservo in Stellung "Bombe abwerfen" Video Bombenausklinkung
  Erfolgreicher Neubeginn der P82 in den Händen von Matthias

 Flugbericht Erstflug am 7.6. 2025  -  meine Sichtweise davon

 Das Modell wurde 2025 an einen Freund aus der Modellfluggemeinschaft Königsbrunn übergeben,
 in der Hoffnung, das Modell nach 15 Jahren Flugpause vielleicht noch einmal fliegen sehen zu können.
 Mein Wunsch, ein Kenner im Umgang mit Verbrenner Motoren und ein ausgezeichneter Pilot möge
 das Modell bekommen, ging voll in Erfüllung. Besser htte es nicht sein können, es ist ein Profi am
 Werk! Matthias Ch. hat meine Erfahrungsberichte als wenig geübter Pilot und meine Bau- und Be-
 triebsanleitung genau durchgelesen und berücksichtigt, was ich mir beim Bau und zweimaligen Betrieb
 des Modells als wichtig (zum Erhalt) aufgeschrieben hatte.

 In perfekter Weise hat er das Modell zusammengebaut und betriebsbereit in sein großes Auto pepackt
 und am Flugplatz ausgepackt. Alleine die Programmierung der Mischbarkeit der Motore für das An-
 starten und deren Synchronität beim Leerauf, im Übergang und bei Vollast ist eine Mammut-Aufgabe
 für einen Piloiten! Stellt ein Motor im Flug ab ist das Modell rasch ein Wrack.
 Alleine das richtige Gespür dafür zu bekommen, wie groß die Ruderausschläge sein sollen, erfordert
 große Erfahrung im Umgang mit Modellflugzeugen. Die hat er wahrlich, wie sich zeigte. - Wie ich mich
 zurück erinnere, so hat auch bei ihm jeder Handgriff gesessen und ich war erfreut, seine Perfektion
 sehen  zu können. Es muss alles passen, wenns zum Flug mit solchen aufwändigen Modellen geht.
 Iim Nu war getankt und die Motoren gestartet. Die Motore liefen sofort einwandfrei synchron und ohne
 daran noch an den diversen Nadeln der Motore usw. herumzudrehen, ging es zum Start.

 Sein Erstflug bei dem aufgekommenen deutlichen Wind auf Piste 2 wurde ein toller Erfrolg. Er musste
 sich letztlich auf meine Vorarbeit verlassen können, dass das Modell fest genug gebaut ist und die
 Aerodynamik passt. Schon beim Start konnte ich sehen, dass er ein Gefühl für Modelle hat. Durch den
 erheblichen Gegenwind hob das Modell nach geringer Rollstrecke ab (ich ängstlich), doch  und Matt
 konnte sich scheinbar sofort auf das Modell einstellen. Bereits in geringer Höhe begann er die Steig-
 leistung zu testen únd nach einigen flotten Überflügen fogten Rollen Loopings usw. Das Landen auf der
 leicht feuchten und abfallenden Piste war nach dem zweiten Anflug eine gelungene Aktion.

 Beim Flug konnte ich sehen, wenn ein erfahrener Pilot an den Knüppeln arbeitet, was man aus der
 Twin Mustang fliegerisch herausholen kann. Meine Flüge ließen mir nur erkennen, dass das Modell
 gut fliegt, ich mir als Pilot nicht viel zutraute. Jetzt konnte ich sehen und erleben wie die Mustantg fliegt.
 Ich bin very happy!

 Der zweite Flug konnte nach dem leichten Regen bei günstigeren Wetterbedingungen auf der Stan-
 dardpiste erfolgen. Diesmal folgten schon deutlich präszisere und (meinem Können nach beurteilt
 vielleicht auch riskantere) Flugfiguren, die mir teilweise seine Fliegerei mit Jets erkennen ließen.
 Natürlich ist die Twin Mustang erheblich angsamer als ein Jet, doch kann auch sie dynamisch und mit
 Schwung geflogen werden. Es gibt ein Video vom Vorbildflugzeug, bei dem die Figuren in sehr ähn-
 licher Weise angelegt und gefolgen werden. Matt hat auch dieses Video studiert und es erfolgreich
 auf das Modell umsetzen können. (zB.: Eine Mustang fliegt keine gerissenen Rollen)

 Beim dritten Flug schien mir, dass Matt versuchte, mit der P 38 Lightning von Josef W. zu einen Forma-
 tionsflug zu kommen. Das ist nicht so einfach, wie es Zuseher mitbekommen, noch dazu wenn es der 
 andere Pilot es nicht weiß. Und weil er es danach noch genauer wissen wollte, steuerte die Twin mehr-
 mals im niedrigen Messerflug über die Piste. (So niedrig bin ich nichteinmal in Normalfluglage über
 die Piste gedonnert.)

 Ich bin begeistert und überglücklich, dass ein so erfahrener Pilot das Modell in die Hände bekommen
 und  sich voll darauf eingearbeitet hat. Wie ich mitbekommen habe, sind meine Beschreibungen nicht
 als Belehrungen aufgefasst worden. Ich hatte nur die Absicht, einem Nachfolger so viel als möglich
 über die vielen Feinheiten das Modells mitzuteilen. Man sah das auch bei der Zündung der Raketen,
 die, weshalb auch immer, nur einseitig funktioniert hatte. Vielleicht war der Treibsatz feücht geworden?
 Wir fanden die etwas zu spät abgefeuerte Rakete in ca. 200m Entfernung im Feld wieder. Jett weiß
 Matt, wann er zünden muss, damit die Raketen am Flugplatz zu liegen kommen.

 Das Modell sieht äußerlich recht einfach aus, doch  ist es drinnen kompliziert, denn die beiden
 Rümpfe sind nämlich unterschiedlich mit diversen Einbauten versehen, die gewichtsmäßig auszuglei-
 chen waren. Das erleichtert die Handhabung des Modells nicht gerade und der "Nachfolger" muss das
 erstmals überschauen und erkennen. Auch die inzwischen gealterten Pressluftleitungen und Dichtun-
 gen bedürfen noch Nachsorge, damit alles richtig funktioniert. Doch das Problem kennt Matt auch aus
 seiner Jet-Erfahrung. - Er kommt, wie man sieht damt problemlos zurecht. Möge es immer so bleiben!

 Meine Arbeit am Modell hat sich daher gelohnt, denn nach 17 Jahren ist es noch immer leistuingsfähig
 und in den Händen eines geübten Kunstflugpiloten eine Augenweide, es im tiefen Vorbeiflug zu horen
 und fliegen sehen zu können. Ich bin Matt dankbar, dass er zum Ende der Testfüge die Twin zu einer
 Verbeugung steuern konnte.

 "Glück auf und Gut Land"


 Mit Bedauern sind meine Videoaufnahmen und die daraus entnommenen Bilder nur bedingt gut,. Meine
 leider beglasten Augen konnten speziell das weiter weg geflogene Modell am Bildschirm nicht mehr
 erkennen und es ist ein Zufall, dass man den Punkt doch noch sehen kann..  Vielleicht findet sich später
 eine bessere Dokumentation seiner spektakulären Flüge.
 
 
Starten der Motore Warmlaufen vor dem Start und los gehts Erstflugvideo (lang)
      F82 Video gekürzt
der zweite Start      
   
Flugende:- Verneigung vor dem Erbauer?