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   F 82 H - Twin Mustang  -  Matthias beim Etsrflg seiner Twin Mustang   
   

 
 Vorwort

 Mit fortschreitendem Alter und nach den Folgen schwerer Krankheiten,
 geht viel Energie und viel an Körperfunktionen verloren, die man für den
 gehobenen Modellflug benötigt. Das Abwarten, dass die Krankheit ver-
 geht und alles wieder wie davor wird, das stellte leider sich als nicht
 zutreffend heraus.
 Das bedeutete bei mir, dass meine diversen zweimotrigen Modelle und
 einmotorigen Maschinen, eifach liegen blieben. Die beschädigten Band-
 scheiben gaben dann den Rest, denn das Bücken beim Starten der
 Motore endet womöglich wieder in Infusionsorgien etc.. - Nein, danke!
 Das war der Grund, weswegen ich mich schweren Herzens von meinen
 letzten zwei Verbrennermodellen Mustang und Twin Mustang trennte.
 Unser Obmann Erich war Ansprechpartner in der Frage, ob es im Klub
 noch Piloten gibt, die mit etwas komplizierteren Verbrennermodellen
 umgehen könnten.
 Ich überließ ihm die zwei Modelle zur Weitergabe in meinem Sinn, damit
 ich nochmal die Gelegnheit bekomme, das Modell von besseren Piloten
 geflogen erleben zu können. Ich war froh, denn jetzt liegt die Twin Mu nicht
 wieder 15 Jahre ungenützt herum.
 Und so es bekam ein hervorragender junger Pilot das sehr selten zu 
 sehende Modell.

 Eine Twin Mustang zu besitzen ist schon eine feine Sache, noch dazu
 wenn man sie geschenkt bekommt. So empfand ich es als Erbauer des
 Semi Scale Flugmodells, als mir der neue Besitzer Matthias stolz und er-
 freut seine bereits fertig zusammentgebaute (P) F 82- Twin Mustang
 zeigte.
 Er war begeistert und berichtete, dass er das Modell genau nach meiner
 Beschreibung zusammenbauen und eingestelllen konnte. Er war über-
 rascht, dass die Twin Mustang und die Motore sofort funktionierten, nach-
 dem er sie an seine Sendereinstellungen angepasst hatte.  Nur bei den
 Zündkabeln der Raketen gab es eine kleine Unklarheit, die durch Um-
 stecken einfach behoben werden konnte. Auch die Dichtheit der Pressluft-
 leitungen macht noch Probleme, und das Druckeinstellventil ist undicht.

 Er hatte das vollkommen betriebsbereit zusammengebaute Modell in sei-
 nem geräumigen Kleinbus befördern können und gleich am Pistenrand
 abgestellt. Er musste für den Betrieb der OS 91FX  Zweitakt Methanolmo-
 tore wieder eine Startkiste anfertigen und einen Starter und Startkabel be-
 sorgen.
 Wie ich vom Obmann hörte, ist er lange schon im Umgang mit Methanol-
 motoren vertraut, was schon beim Astarten der Motore klar erkennbar war.
 Einen passenden Treibstoff kaufte er. Die Kanne, so sagte er auf meine
 Frage hin, kostet 2025 den astronomischen Betrag von 50.-€. Dieser
 Preis motiviert nicht sehr zum Fliegen mit Verbrennern.
 Für mich Alten ist der Sound hochdrehender Zweitakter herzerwärmend.
 Wenn er mit der Twin MU über den Platz fegt, erinnert mich das an alte
 F1-Zeiten, wo sich das Vorbeisausen der Rennboliden ähnlich anhörte.


Vorbild Twin Mustantg F 82 H
Flugvideo Vorbildflugzeug aus Oskosh




Matt Chal., der neue Besitzer und Spitzenüilot
Erstflugvideo
P82 Video gekürzt








 

 Technische Daten des fertigen Modells, ~ M 1:7:

 Spannweite: 2300mm, Länge: 1500mm, Gewicht: 8,3kg
 Motore: 2 x OS 91 FX, Prop: 14" x 7" APC (Zweiblatt), bei 9100U/Min max. Standschub: 6,4kg
 Empfänger Jeti R 10 2,4gHz

 Akkus: 2x NiCd 4,8V 1800 mit Doppelstromversorgung Microsens Solid 2, Servosteckersystem JR
 Pressluftfahrwerk: Einrohrsystem, Nenndruck 6 bar, Federbeinbelastung je 9kg (alles EUROKIT)


 Sonderfunktionen:
 Landeklappe,
 Einziehfahrwerk, Pressluft (Einkreissystem) mit gefederten Federbeinen,
 Landescheinwerfer,
 Zündelektronik für Raketenabschuss,

 Zusätzlich montierbare Lafetten für Bombenabwurf oder Raketenabschuss
 (dazu Raketenzubehör mit Zündern und Treibsätzen 0,3sek Brenndauer-Flugweite ca. 200m)


 Flugbericht vom Erstflug von Matthias mit der Twin Mustang, am 7.6. 2025 

 Das äußerlich recht einfach aussehende Modell mit den diverse Rundungen etc. unterscheidet
 sich ein wenig vom maßstäblich gebauten Modell. Doch ist es drinnen kompliziert, denn die zwei
 Rümpfe sind nämlich unterschiedlich mit diversen Einbauten versehen, die gewichtsmäßig gleich
 schwer sein müssen. Das erleichtert die Handhabung des Modells nicht gerade und der "Nachfolger"
 musste das erstmals überschauen und erkennen, wie ich, der Erbauer, das gehandhabt hatte.
 Auch die inzwischen gealterten Pressluftleitungen und Dichtungen bedürfen noch Nachsorge,
 damit alles richtig funktioniert. Doch das Problem kennt Matt. auch aus seiner Jet-Erfahrung.
 Er kommt, wie man sieht, mit dem Handling der Twin problemlos zurecht und es ist für mich eine
 große Freude zu sehen, dass die Motore auch bei ihm sofort starten und daran nichts herumge-
 dreht wird und sie klaglos laufen. -. Möge es immer so bleiben!

 Der Erstflug erfolgte bei regerischem Wetter mit aufkommendem Wind. Ich wäre nicht geflogen,
 noch dazu auf der leicht abfallenden Piste 2 des Klubs. Dort geht es bergab und die Mustabng ist
 beim Landen nicht langsam, das Stehenbleiben daher kritisch zu sehen. - Nein, kein Problem,
 bei Matthias hat alles gepasst.
 Beim Start rollte er mit leicht erhöhtem Gas an, rollte 5 bis 10 Meter und hob die Mustang ab. Uhhh,
 viel zu langsam, dachte ich, doch da hatte Matthias schon etwas mehr Gas gegeben und ab ging
 es nach oben. Offenbar trrimmte er das Modell nach und erst dann gab er Vollgas. Er flog einige
 schnelle Überflüge in Pistenachse und dann weiter hinaus und hinauf, um die ersten Rollen zu flie-
 gen. Den schnellen  Rollen folgten weite Loopings und allerlei andere Flugfiguren, in denen die
 Wendigkeit des Modells usw. erprobt wurden.
 Bereits der zweite Landeanflug passte und das Modell saß und rollte aus. Mit laufenden Motoren
 ging es zurücl zum Startplatz.

 Der zweite Flug erfolgte auf der Standardpiste. Wie schon beim ersten Flug funktionierte das Modell
 und der Pilot flog sich weiter ein. Schließlich wurden die Raketen gezündet. Nur eine wollte zünden,
 die andere blieb am Modell. Leider wurden die Raketen zu spät, am Beginn der Piste gezündet, was
 dazu führte, dass die abgeschossenen Rakete gut 300m weit ins Feld flog. EIne kleine Rauchwolke
 (wieso?, ist mir unklar) zeigte, wo sie zu finden sein wird. Schlussendlich fanden wir die kleine Rakete,
 die keinen Schaden erlitten und verursacht hat. Wegen des reifenden Getreides können derzeit keine
 weiteren Raketenversuche mehr erfolgen. Die abschließende Landung beendete den Flug.

 Beim dritten Flug begann Matthias über sich hinauszuwachsen, was neben niedrig geflogenen Rollen
 über dem Platz im Versuch ausuferte, Messerflug mit dem Ungetüm Twin Mu zu fliegen. Er konnte
 das und es hat ihm sichtlich Spaß gemacht. Die versucht langsame Landung klappte grundsätzlich,
 doch kam es am Schluss zu einem harnlosen Kopfstand der Maschine.

 Meine Arbeit beim Bau des Modells hat sich also gelohnt, denn nach 17 Jahren ist das Modell noch
 immer leistungsfähig und in den Händen eines geübten Kunstflugpiloten eine Augenweide, wenn es
 im tiefen Vorbeiflug zu horen und vorbildmäßig vorbeifliegen zu sehen ist. Ich bin Matt dankbar, dass
 er zum Ende der Testfüge die Twin zu einer gekonnten "Verneigung" für mich steuern konnte.((:-))


 Matthias weiterhin   "Glück auf und Gut Land"

 Anmerkung:  Mit Bedauern sind meine Videoaufnahmen und die daraus entnommenen Bilder nur
 bedingt gut,. Meine leider beglasten Augen konnten speziell das weiter weg geflogene Modell am
 Bildschirm nicht mehr erkennen und es ist ein Zufall, dass man den Punkt doch noch sehen kann.
 Vielleicht findet sich eine bessere Dokumentation seiner spektakulären Flüge mit der Twin Mustang.

 Die Flüge beim Warbirdtreffen am 21.6.2025

 Die beim Warbirdtreffen der MFG Königsbrunn erfolgten Flüge von Matthias waren wieder perfekt.
 Ich durfte die Twin Mustang bei einem Flug mit einem "Schüler Sender" kurz fliegen und konnte mich
 erinnern, wie sich das ehemals bei meinen zwei Flügen anfühlte. Zugegeben, länger zu fliegen habe
 ich mich nicht getraut, mich erinnernd, dass ich das letzte Mal vor vier Jahren ein Motormodell geflogen
 habe. Dennoch hat es geklappt und ich hatte damit eine große Freude und werde mich lang daran
 erinnern.

 Die Twin MU wurde nochmals geflogen und Matthias stellte die Höhenruderbeimischung zur senkrecht
 nach unten gestellten Bremsklappe ein. Für mich sieht das gefährlich aus, doch wenn ich mir die Starts
 ansehe, wie schon bei langsam gesteigerter Rollgeschwindigkeit das Modell abhebt und fliegt, dann
 passt seine Klappenanwendung. Spezeill beim letzten Flug mit den zwei anderen Warbirds, legte er
 eine hervorragend langsame Landung hin. Ja, das muss perfekt funktionieren, den die Piste ist kurz.
 Ich hätte mich das so langsame Landen nie getraut.
 Außerdem ist anzumerken, dass kurze und langsame Rollbewegungen am Rasen, bei Start und Lan-
 dung die Fahrwerke schonen.

 Am Nachmittag wurde mit der Tigercat von Roland, der P 47 von Josef M. und mit Matt.s Twin Mustang
 eine gemeinsame Flugvorführung mit hoher Qualität geboten. Schade nur, dass so wenige Zuseher da
 waren, denn das war wirklich sehenswert.. -  Vielleicht ein andermal.

 Wie sich bei der Durchsicht der Pressluftanlage der Twin Mu erkennen ließ, ist der Druckregler undicht.
 Er regelt die Geschwindigkeit des Fahrwerks beim Ein- und Ausfahrenm und er muss erneuert werden.
 Die gut 6 bar Druck im Pressluftbehälter ließen Abdichversuche mit Klebstoffen scheitern. Aus Sicher-
 heitsgrünen blieben schließlich die Fahrwerke ausgefahren und mit Federkraft verriegelt. Das ausgefah-
 rene Fahrwerk hat natürlich eine bremsende Wirkung, doch langsam fliegt das Modell trotzdem nicht.
 Ich frage mich, ist Matt. die Twin Mu ist zu langsam...?,weil die ausgefahrenen Fahrwerke bremsen, wioe
 er sagt. Wir werden es sehen, wenn sie eingezogen sind.

 Imposant waren die heutigen Landungen der Twin Mu, die Matthas mit voll nach unten ausgefahrener
 Bremsklappe hervorragend hinbekommen hat. - Da sieht man, der Mann kann es! Sensationell, Bravo!!

 Ich wünsche ihm weiterhin  viele schlöne. problemlose und erfolgreiche Flüge mit der Twin Mustang!

 

       
Starten der Motore Warmlaufen vor dem Start und los gehts Erstflugvideo (lang)
      P82 Video gekürzt
der zweite Start      
Bilderserie von Manfred Kramer ....     bestückt mit Raketen 
       
 Einige Bilder vom Aufbau der Twin Mustang 
Das Ausgangsmodell  ein Basisbausatz für die Twin Mustang zu Beginn Gedanken zur Servoverteilung  Konturen- und Größenvergleich: die violette Maschine ist die P51  
 die Flügelkonstr  Beginn: der Fahrwerkseinbau   Einpassen des Fahrwerksträgers 
 Konstruktion für Rumpfverlängerung  Verstärkungsleisten verkleben das Höhenruder entsteht (2 Servos)  
   Befestigung des Höhenleitwerks Ansicht Servobefestigungen Höhe und Seite Höhenruder mit Servo und Steckverbinddung zum Rumpf
jetzt wirkt es schon kompletter  Rumpfarbeiten: alles nachkleben ! ! ! Vorrichtung zur Findung der Einbaulage Vorbereitung der Motorenmontage 
Verkastung des Auspuffschachtes Motoren sind eingepasst Hauben angepasst Seitenruderservo eingebaut
erster Eindruck mit Folie Beginn des Einbaus der "Bordelektronik"  Einblick beim Zusammenbau / Akkuweiche  Einblick beim Zusammenbau / Fahrwerksteuerung 
    auch die Untersicht gefällt