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Vorwort Mit
fortschreitendem Alter und nach den Folgen schwerer
Krankheiten, geht viel Energie und viel an Körperfunktionen verloren, die man
für den gehobenen Modellflug benötigt. Das
Abwarten, dass die Krankheit ver- geht und alles
wieder wie davor wird, das stellte leider sich als
nicht zutreffend heraus. Das bedeutete bei mir,
dass meine diversen zweimotrigen Modelle und einmotorigen
Maschinen,
eifach liegen blieben. Die beschädigten Band- scheiben
gaben dann den Rest, denn das Bücken beim Starten der
Motore endet womöglich wieder in
Infusionsorgien etc.. - Nein, danke! Das war der
Grund, weswegen ich mich schweren Herzens von meinen letzten
zwei Verbrennermodellen Mustang und Twin Mustang
trennte. Unser Obmann Erich war
Ansprechpartner in der Frage, ob es im Klub noch Piloten gibt,
die mit etwas komplizierteren Verbrennermodellen umgehen
könnten. Ich überließ ihm die zwei Modelle zur
Weitergabe in meinem Sinn, damit ich nochmal
die Gelegnheit bekomme, das Modell von besseren Piloten
geflogen erleben zu können. Ich war froh, denn
jetzt liegt die Twin Mu nicht wieder 15 Jahre
ungenützt
herum. Und so es bekam ein
hervorragender junger Pilot das sehr selten
zu sehende Modell.
Eine Twin Mustang zu besitzen ist
schon eine feine Sache, noch dazu wenn man sie
geschenkt bekommt. So empfand ich es als Erbauer des Semi
Scale Flugmodells, als mir der neue Besitzer Matthias stolz
und er- freut seine bereits fertig
zusammentgebaute (P) F 82- Twin Mustang zeigte. Er
war begeistert und berichtete, dass er das Modell genau
nach meiner Beschreibung zusammenbauen und
eingestelllen konnte. Er war über- rascht, dass
die Twin
Mustang und die Motore sofort funktionierten, nach- dem
er sie an seine Sendereinstellungen angepasst hatte.
Nur bei den Zündkabeln der Raketen gab es eine
kleine Unklarheit, die durch Um- stecken
einfach behoben werden konnte. Auch die Dichtheit der Pressluft- leitungen
macht noch Probleme, und das Druckeinstellventil ist
undicht.
Er hatte das
vollkommen betriebsbereit zusammengebaute Modell in sei-
nem geräumigen Kleinbus befördern können und gleich am
Pistenrand abgestellt. Er musste für den Betrieb der OS
91FX Zweitakt Methanolmo- tore wieder eine
Startkiste anfertigen und einen Starter und Startkabel
be- sorgen. Wie ich vom Obmann hörte, ist er lange
schon im Umgang mit Methanol- motoren vertraut,
was schon beim Astarten der Motore klar erkennbar war. Einen passenden Treibstoff kaufte
er. Die Kanne, so sagte er auf meine Frage hin,
kostet 2025 den astronomischen Betrag von 50.-€. Dieser
Preis motiviert nicht sehr zum Fliegen mit
Verbrennern. Für mich Alten ist der Sound
hochdrehender Zweitakter herzerwärmend. Wenn er mit der Twin
MU über den Platz fegt, erinnert mich
das an alte F1-Zeiten, wo sich das Vorbeisausen
der Rennboliden ähnlich anhörte. |

Vorbild Twin Mustantg F 82 H
Flugvideo Vorbildflugzeug aus Oskosh

Matt Chal., der neue Besitzer und
Spitzenüilot
Erstflugvideo
P82 Video gekürzt


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Technische
Daten des fertigen Modells, ~ M 1:7:
Spannweite: 2300mm, Länge:
1500mm, Gewicht: 8,3kg
Motore: 2 x OS 91 FX, Prop:
14" x 7" APC (Zweiblatt), bei 9100U/Min max. Standschub: 6,4kg
Empfänger
Jeti R 10 2,4gHz
Akkus: 2x NiCd 4,8V 1800 mit Doppelstromversorgung
Microsens Solid 2, Servosteckersystem JR
Pressluftfahrwerk:
Einrohrsystem, Nenndruck 6 bar, Federbeinbelastung je
9kg (alles EUROKIT)
Sonderfunktionen:
Landeklappe, Einziehfahrwerk, Pressluft (Einkreissystem) mit
gefederten Federbeinen,
Landescheinwerfer,
Zündelektronik
für Raketenabschuss,
Zusätzlich
montierbare Lafetten für Bombenabwurf oder
Raketenabschuss
(dazu Raketenzubehör mit
Zündern und Treibsätzen 0,3sek Brenndauer-Flugweite ca.
200m)
Flugbericht
vom Erstflug von Matthias mit der Twin Mustang, am 7.6. 2025
Das äußerlich recht einfach aussehende
Modell mit den diverse Rundungen etc. unterscheidet sich ein wenig
vom maßstäblich gebauten Modell. Doch ist es drinnen kompliziert, denn die zwei Rümpfe sind nämlich unterschiedlich mit
diversen Einbauten versehen, die gewichtsmäßig
gleich schwer sein müssen. Das erleichtert die
Handhabung des Modells nicht gerade und der "Nachfolger"
musste das erstmals überschauen und erkennen,
wie ich, der Erbauer, das gehandhabt hatte.
Auch die inzwischen gealterten Pressluftleitungen und
Dichtungen bedürfen noch Nachsorge, damit alles richtig funktioniert. Doch das Problem kennt Matt.
auch aus seiner Jet-Erfahrung. Er kommt, wie
man sieht, mit dem Handling der Twin problemlos zurecht
und es ist für mich eine große Freude zu sehen,
dass die Motore auch bei ihm sofort starten und daran
nichts herumge- dreht wird und sie klaglos
laufen. -. Möge es immer so bleiben!
Der Erstflug erfolgte bei
regerischem Wetter mit aufkommendem Wind. Ich wäre nicht
geflogen, noch dazu auf der leicht abfallenden
Piste 2 des Klubs. Dort geht es bergab und die Mustabng
ist beim Landen nicht langsam, das
Stehenbleiben daher kritisch zu sehen. - Nein, kein
Problem, bei Matthias
hat alles gepasst. Beim Start rollte er mit leicht
erhöhtem Gas an, rollte 5 bis 10 Meter und hob die Mustang ab.
Uhhh, viel zu langsam, dachte ich, doch da
hatte Matthias schon etwas mehr Gas gegeben und ab ging
es nach oben. Offenbar trrimmte er das Modell
nach und erst dann gab er Vollgas. Er flog einige schnelle
Überflüge in Pistenachse und dann weiter
hinaus und hinauf, um die ersten Rollen zu flie- gen. Den
schnellen Rollen folgten weite Loopings und
allerlei andere Flugfiguren, in denen die Wendigkeit des
Modells usw. erprobt wurden. Bereits der zweite
Landeanflug passte und das Modell saß und rollte aus.
Mit laufenden Motoren ging es zurücl zum Startplatz.
Der zweite Flug erfolgte auf der
Standardpiste. Wie schon beim ersten Flug funktionierte
das Modell und der Pilot flog sich weiter ein.
Schließlich wurden die Raketen gezündet. Nur eine wollte
zünden, die andere blieb am Modell. Leider
wurden die Raketen zu spät, am Beginn der Piste gezündet,
was dazu führte, dass die abgeschossenen
Rakete gut 300m weit ins Feld flog. EIne kleine
Rauchwolke (wieso?, ist mir unklar) zeigte, wo
sie zu finden sein wird. Schlussendlich fanden wir die
kleine Rakete, die keinen Schaden erlitten
und verursacht hat.
Wegen des reifenden Getreides können derzeit keine
weiteren Raketenversuche mehr erfolgen. Die
abschließende Landung beendete den Flug.
Beim dritten Flug begann Matthias über sich
hinauszuwachsen, was neben niedrig geflogenen Rollen über
dem Platz im Versuch ausuferte, Messerflug mit dem
Ungetüm Twin Mu zu fliegen. Er konnte das und
es hat ihm sichtlich Spaß gemacht. Die versucht langsame
Landung klappte grundsätzlich, doch kam es am
Schluss zu einem harnlosen Kopfstand der Maschine.
Meine Arbeit
beim Bau des Modells hat sich
also gelohnt, denn nach 17 Jahren ist das Modell noch
immer
leistungsfähig und in den Händen eines
geübten Kunstflugpiloten eine Augenweide, wenn es im tiefen Vorbeiflug zu horen und vorbildmäßig
vorbeifliegen zu sehen ist. Ich bin Matt dankbar, dass er zum Ende der
Testfüge die Twin zu einer gekonnten "Verneigung"
für mich steuern
konnte.((:-))
Matthias
weiterhin "Glück auf und Gut Land"
Anmerkung: Mit Bedauern sind meine Videoaufnahmen und
die daraus entnommenen Bilder nur bedingt gut,. Meine leider
beglasten Augen konnten speziell das weiter weg
geflogene Modell am Bildschirm nicht mehr erkennen und es ist ein Zufall,
dass man den Punkt doch noch sehen kann. Vielleicht findet sich eine
bessere Dokumentation seiner spektakulären Flüge mit der Twin Mustang.
Die
Flüge beim Warbirdtreffen am 21.6.2025
Die
beim Warbirdtreffen der MFG Königsbrunn erfolgten Flüge
von Matthias waren wieder perfekt. Ich durfte
die Twin Mustang bei einem Flug mit einem "Schüler
Sender" kurz fliegen und konnte mich erinnern,
wie sich das ehemals bei meinen zwei Flügen anfühlte.
Zugegeben, länger zu fliegen habe ich mich
nicht getraut, mich erinnernd, dass ich das letzte Mal
vor vier Jahren ein Motormodell geflogen habe.
Dennoch hat es geklappt und ich hatte damit eine große
Freude und werde mich lang daran erinnern.
Die Twin MU wurde nochmals geflogen und
Matthias stellte die Höhenruderbeimischung zur senkrecht
nach unten gestellten Bremsklappe ein. Für
mich sieht das gefährlich aus, doch wenn ich mir die
Starts ansehe, wie schon bei langsam
gesteigerter Rollgeschwindigkeit das Modell abhebt und
fliegt, dann passt seine Klappenanwendung. Spezeill beim
letzten Flug mit den zwei anderen Warbirds, legte er eine hervorragend langsame Landung hin. Ja,
das muss perfekt funktionieren, den die Piste ist kurz.
Ich hätte mich das so langsame Landen nie
getraut. Außerdem ist anzumerken, dass kurze
und langsame Rollbewegungen am Rasen, bei Start und Lan- dung
die Fahrwerke schonen.
Am Nachmittag wurde mit der
Tigercat von Roland, der P 47 von Josef M. und mit
Matt.s Twin
Mustang eine gemeinsame Flugvorführung mit hoher Qualität
geboten. Schade nur, dass so wenige Zuseher da waren,
denn das war wirklich sehenswert.. - Vielleicht ein andermal.
Wie sich bei der
Durchsicht der Pressluftanlage der Twin Mu erkennen
ließ, ist der Druckregler undicht. Er regelt
die Geschwindigkeit des Fahrwerks beim Ein- und
Ausfahrenm und er muss
erneuert werden. Die gut 6 bar Druck im
Pressluftbehälter ließen Abdichversuche mit Klebstoffen
scheitern. Aus Sicher- heitsgrünen blieben schließlich
die Fahrwerke ausgefahren und mit Federkraft verriegelt.
Das ausgefah- rene Fahrwerk hat
natürlich eine bremsende Wirkung, doch langsam fliegt
das Modell trotzdem nicht. Ich frage
mich, ist Matt. die Twin Mu ist zu
langsam...?,weil die ausgefahrenen Fahrwerke
bremsen, wioe er sagt. Wir werden es sehen,
wenn sie eingezogen sind.
Imposant waren die heutigen
Landungen der Twin Mu, die Matthas mit voll nach unten
ausgefahrener Bremsklappe hervorragend
hinbekommen hat. - Da sieht man, der Mann kann es!
Sensationell, Bravo!!
Ich wünsche ihm weiterhin
viele schlöne. problemlose und erfolgreiche Flüge mit
der Twin Mustang!
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