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Vorweg noch ein Hinweis auf
die weiteren Berichte zu meinen Hercules-Aktivitäten:
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Hercules Nr 2 - Neubau wegen schweren
Beschädigungen dieser Hercules Nr 1 |
C 130 Nr 2 |
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Hercules Nr 3 - Aufarbeitung Reste Nr 1 mit
Tragflächen und E-Motoren von Nr 2 |
C 130 Nr 3 |
| Für
Interessenten gibt es hier noch mehr Baufotos |
Baufotos Nr 1 |
Technische
Daten meiner ASM C 130 - Hercules Nr 1 und Nr 2:
Spannweite: 2,55m,
Länge: 1,88m, Fluggewicht: 9,5kg, Motore: 4 x
Magnum 32 XL Zweitakter, das originale ASM-Pressluftfahrwerk,
Fernsteuerung über 10
Kanäle |
Bau der C130 -
Hercules Nr 1
Motoreinbau
Nachdem der Motoreneinbau für
mich immer eine der "spannendsten"
Arbeiten beim Modellbau von Mehr- motorigen darstellt, begann ich gleich mit
einer "Serienfertigung" der 4 Motorgondeln.-
Bei den hängend eingebauten Motoren mussten zuvor die
Kücken abgedreht und die Gashebel
umgekehrt montiert werden und mit einer Lehre auf jedem Motor
in gleicher Stellung montiert werden. Servos mit angepriesener Stellgenauig- keit wurden
beschafft und die vier mit den weitestgehend gleichen
Ruderwegen ausgesucht. Das alleine er- leichtert später die Motoreinstellung enorm. Erst
danach ging's an den Motoreinbau.
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endlich
montiert |
die
Viererbande |
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Allerdings stellt sich der Einbau der
Motorträger und erst recht der Motoren als Geduldspiel
dar, da die Motore durch die Serviceöffnung auf der
Unterseite der Motorgondel, - zwar ebenfalls für den Betrieb
praktisch, aber für den Einbau samt Justierung ein
kleiner Horror -, eingefädelt werden müssen. Die
notwendigen Justierarbeiten am Motor und Tank und Servos sind auf
diese Weise natürlich im späteren Betrieb dann leicht
möglich. Leider muss man den Sturz und die Einbautiefe des Motors
bei jeder Motorgondel separat messen da die Gondeln sehr ungenau gefertigt sind. Meine
Serienfertigung bei der Bearbeitung der Motorträger
bezüglich Sturz und Befestigungslöcher war nutzlos, da
die anderen 3 Gondeln alle anders als die erste waren!
Bei Motor 1 musste ich 2 mm am Motorflansch beilegen,
damit die Mitte des Spinners mit der Kontur der
Motor- gondel korrespondiert. Bei Motor Nr 3
brauchte sogar 3mm; ein
Verschieben der Motorträger war nicht möglich. Selbst
beim Servoeinbau in die zwei mittleren Gondeln musste
die Servobefestigung abgefräst werden, damit der
Servoarm im Gondelbereich nicht an Flügelunterseite streift. - Und so ging das bei jeder
Motorgondel weiter, immer wieder Überraschungen weil
etwas nicht passte.
Da die Auspufftöpfe außerhalb der Gondeln liegen
benötige ich 10mm Zwischenflanschen, die ich natürlich
selber fräsen musste. Zum Glück gab's 10 x 10 mm Alustangen zu
kaufen und ersparte mir weitere Fräs- stunden mit meiner
uralten EMCO UNIMAT 3. Damit die Auspufftöpfe das Modell später optisch nicht so stören,
habe ich sie in
Modellfarbe weiß gespritzt.
Flügelbau
und deren Aerodynamische Auslegung
Ein Schönheitsfehler sind die
auf der Flügelaußenseite aufliegenden Servos für viele Ruder am Modell; es
wäre Platz in der Flügeldicke vorhanden, darüber hinaus
gibt es auch flache Servos zu kaufen. Aber auch hier scheint der
Konstrukteur der besseren Zugänglichkeit wegen, diesen optischen Minuspunkt an den Flügel- unterseiten
der Reparaturfeundlichkeit zu opfern. Leider hat der Konstrukteur,
auch nach Ansicht von aerodynamisch wissenden
Modellfliegern, ein unglück- liches Händchen
bewiesen, indem er a) für das Modell ein
halbsymmetrisches, fast vollsymmetrisches Profil bei der Tragfläche verwendet, wobei er b)
ca. 5,5 Grad Einstellwinkeldifferenz vorgegeben
hat und..., die Motorzug- achsen für mich unverständlich, um ca.
8-10 Grad
(!)
nach unten gerichtet hat. Mir scheint, dass bei
der Ersterprobung die große EWD zu viel Steigen gebracht
hat und der Konstrukteur das, wegen der
Problematik der nachträglichen Bearbeitungsmöglichkeiten
des Rumpfes(-materials), durch den Zug der
Motore nach unten ausgleichen möchte. Mag sein, dass die
große EWD zur Ermöglichung von Lang- samflugeigenschaften
gedacht war. - Wenn ich ein Modell plane, dann mache und
baue ich es anders. Na gut, damit muss man
leben und das Modell der Planung, Materialwahl und
Ausführiung, nach nicht ganz so eng als
"Spitzenmodell" , schon garnicht als Scale-Modell
betrachten. - Zusammenzimmern und fliegen, so lautet das
Motto.
Es konnte, meiner
Einschätzung nach, wegen dem nahezu vollsymmetrischen
Tragflächenprofil auch nicht anders kommen,
dass es zu den in C130-ASM-Foren beschriebenen kritischen Strömungsabrissen,
kommt und
die Flieger schon beim Erstflug geerdet worden sind.
Vielleicht doch zu langsam geflogen? Da hätte die Verwendung
der Spreizklappen des Modells natürlich helfen können. Mag
sein, bzw. ich sehe das so, dass diese Piloten auch
nicht die Bauanleitung und ihre Flugempfehlungen gelesen
haben, denn dort wurde eindringlich darauf verwiesen,
dass zum Querruderausschlag das Seitenruder zu
40% dazugemischt werden muss! Daher kann es bei
unsauberem Kurvenflug zum Abkippen des Modells kommen,
wie man es in den Videos sehen kann. Das
alles kann man zB. aus dem RCU-Forum C 130 heraus- lesen.
Zugegeben, es gibt aus England aber Meldungen,
dass diese Einstelldaten wunderbar passen und das
Modell wie es "aus dem Bausatz kommt" super sei.
Klar, das Modell ist ja auch ein britischen Produkt. - Was stimmt
also wirklich.....???
Der spätere Erstflug
ließ es klar erkennen, das Flügelprofil lässt das Modell
sehr schnell fliegen, auf jeden Fall zu
schnell. um einen halbwegs naturähnlichen Eindruck zu
erwecken. Man kann mit der Hercules herumbolzen,
Loopings und Rollen fliegen, doch ein wiklich langsamer
Vorbeiflug geht nicht ohne Troubles; auch mit Klappen
nicht ohne Sorge. - Damit kann ich dieses Modell "nicht
ernst nehmen" und es fliegerisch (und
baulich) nicht den Naturähnlichen
zuordnen. Es ist natürlich ein geiles Geräusch, wenn die vier
Props singen, aber an die 100km/h Fluggeschwindigkeit, das passt nicht
ernsthaft zu einer Hercules. Zusammen- gefasst,
ist für mich die C 130 leider ein Modell für
Bolzer und forsche Schauflugpiloten.
Der Baufortschritt bringt mich
immer wieder auf trieste Gedanken und ich möchte endlich klären, wie das mit
den im Forum beschriebenem seltsamen Flugverhalten wirklich ist. Denn, sieht man sich
die Flüge bzw. die Abstürze in den Videos an, dann
erkennt man eine Tendenz zum plötzlichen Abreißen der
Strömung, obwohl es nicht so aussieht als wäre
das Modell zu langsam oder überzogen. Nur muss man
einrechnen, dass die Optik am Video die Dinge
nicht so erscheinen lassen, wie sie tatsächlich
geschehen sind. Oft können Videos zur Aufklärung
aber sehr hilfreich sein. - Nur
hier konnte ich bisher keine definitive Absturzursache
herauslesen. Ein Ratschlag eines
Aerodynamikers wurde eingeholt
Nun, auf einen Startcrash kann ich verzichten und daher überlegte ich .... und entschied mich dann dazu, einen
Bekannten, einen Aerodynamik-Experten, um seinen Rat und seine Ansicht zu
den Modelldaten der EWD etc. zu bitten.
Sein Kurzbericht lautet: EWD
sollte 1 bis 1,5 Grad sein. Allerdings wozu ein derart
extremer
Motorzug vorgesehen worden ist, konnte auch er mir
nicht schlüssig erklären. - Nimmt man an, dass bei der
Bausatzkonstellation, der Motorzug als Gegendrehmoment
zu den 5 Grad EWD dient, dann ist das nicht sehr
sinnvoll. Natürlich kann man auch so fliegen,
wenn man den Schwerpunkt dann auch noch richtig dazu
passend hinbekommt. Meiner Meinung nach ist
diese Konstellation guten Flugeigenschaften nicht
förderlich. Als Standardprofil für solche Modelle wäre
doch zB. ein NACA 2415 und eine EWD von 1,5 Grad
ratsamer gewesen. - Nachdem ich dem Aerodynamiker aus Erfahrung glauben
darf, habe ich nach seinen Darstellungen die EWD nun auf
ca.1,5 Grad und den Motorsturz auf 2 Grad.reduziert.
Durch
die Änderung des HLW-Anstellwinkels schließt das
Leitwerk
nicht mehr bündig zum Rumpf ab, was natürlich optisch als Störfaktor
ins Auge sticht. Gut, nach einem eventuell
erfolgreichen Erstflug kann ich ja mal nachdenken, wie
ich die Plastikhaut des Modells an die geänderte Kontur
anpasse, damit die entstandene Stufe verschwindet. Auch bei den Motorgondeln musste
ich nacharbeiten. Das
an sich geniale Befestigungsprinzip lässt das relativ
einfach zu: Eine 20x30 Kiefernleiste wird zwischen die
Flügeloberfläche und dem Tragbrettchen in der
Motor- gondel eingebaut und die Gondel somit auf den
Motorzug von nurmehr 1 - 2 Grad nach unten eingestellt. Dann
passen nämlich auch optisch viele Dinge
am Modell, im Vergleich mit dem Original, wieder besser
zusammen. Wie sich die Änderungen wohl
beim Flug darstellen werden ? - Auch bei der Transall,
der B25 usw, sind die Einstellwerte für EWD
und Sturz normal und die Dinger fliegen problemlos. Aber
keine hat ein fast vollsymme- trisches Flügelprofil.
- Der Weiterbau wird also durch die Nachjustierungen etwas verlangsamt, das Bauchgefühl wird dadurch etwas besser. - Vorweg: Diese Einstellungen ergaben ein
ordentliches Flugverhalten, sehr flott, dabei aber
unkritisch..... ist ja logisch.
Zusammenfassung
zum Thema Flugzeugeinstellungen
Um nichts zur Verhinderung eines Absturzes
zu unterlassen, habe ich mich, wie schon
erwähnt, an einen
Aerodynamik-Spezialisten gewandt. Seine Schlüsse
betreffend der vorgegebenen Einstellungen sind
nieder- schmetternd! - Alleine die Darstellung, dass im
Horizontalflug bei der hohen EWD der der Tragflügel
außen bereits mit abgerissenen Strömung
fliegt. Jede Kurve mit gezogenem Höhenruder kann daher das Abkippen
auslösen. Seine Tipps: EWD auf 1-1,5 Grad reduzieren und
den unverständlich starken Motorzug von 10 Grad abwärts, deutlich verringern.
Der Vorschlag wurde von mir umgesetzt.
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Flügel mit
Motorgondeln |
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der Motorzug - mir unverständlich ? |
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Fahrwerk
Während der Abklärungen zum
Thema EWD usw. wurde inzwischen das original für das Modell
erhältliche (sündteure 360.- Euro!) pneumatische
Einziehfahrwerk in den Rumpf eingebaut. Sehen sie dazu
auch die Bilder. - Das Hauptfahrwerk wird über
eine Blattfeder abgefedert und mit 2 Druckzylindern
betätigt. Im Internet- forum war zu
lesen, dass die hier zahlreich erforderlichen T-Stücke
der Druckluftleitungen durch ordentliche zu ersetzen
sind, denn die Originalteile sind meist undicht. Bei
einigen Modellen waren die Schweißstellen der
Blattfedern schlecht und bei der Landung brachen sie
dramatisch. Bei Meinem Bausatz sieht alles gut aus,
hoffentlich trügt der Schein nicht.
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das komplette
Einziehfahrwerk, links Hauptfwk ausgefahren daneben
eingef. |
Haupfahrwerk
ausgefahren |
das
Bugfahrwerk, alle Teile sind optisch sehr massiv
ausgeführt |
Hauptfahrwerk
Rumpfinnenansicht |
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Bugfahrwerk |
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Hauptfahrwerk |
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Einiges zum Flugbetrieb
und zur Motorenjustierung bei Verbrennerbetrieb
So, nach allem von Oben nun noch
etwas zur "reliability" (Betriebssicherheit) und zum
Flugbetrieb. Die
Betriebssicherheit trägt einen
entscheidenden Beitrag zur Lebensdauer eines Modelles
bei. Bei einem Abfluggewicht von bis zu 9,5 kg ist das
schon wichtig.
In amerikanischen
"Etzzes-Seiten" konnte ich erfahren, dass für
mehrmotorige Modelle der Einbau eine Kreisels
der auf das Seitenruder wirkt, sehr zweckmäßig ist. Er
reagiert sofort auf das Ausschwenken durch den
Motorausfall, schon lange bevor der Pilot das hört und
merkt. Also wurde ein Fuzzi.Kreisel eingebaut.
Es ist aber nicht so einfach (wie man es gerne hätte), vier Motoren exakt zu regeln, sodass in jeder
Gasknüp- pelstellung nahezu die gleiche
Drehzahl vorliegt. Nun ich habe das nach den Anweisungen
des Herstellers gemacht und das mit einem gewissen Erfolg.
Grundsätzlich musste ich zwei Motorgruppen zu je 2 Motoren einrichten,
die Motorengruppen außen bzw. innen. Nachdem ich nicht jeden
Motor mangels Einstell- reglern (Kanälen -
heute ginge das bestimmt schon mit einem teuren Sender) gesondert regeln kann,
mussten also immer zwei einer Gruppe an ein V-Kabel
angeschlossen werden. Am Sender der MC 24 mussten zwei Schalter montiert werden, mit denen die Mischer
geschaltet werden konnten. Dies ist im Falle eines in
der Luft abgestorbenen Motors günstig, da man die Motorgruppe vom
Gasknüppel wegschalten und
den noch laufenden Motor der Gruppe auf Leerlauf
stellen kann. Wie man jedoch schon von den zweimotorigen
Modellen her weiß, stört der Leerlauf eines Motors den Flug nicht
ernsthaft, hin- gegen ein stehender Propeller sehr. Sollte also einer der 4 Motore
stehen bleiben kann man den zweiten drosseln, ohne dadurch fliegerisch in Schwierigkeiten zu
geraten.
Ein Problem gibt es aber, man muss wissen welcher Motor steht,
damit man die richtige Gruppe abschalten kann. Na ja, in
der Praxis ist das auch nicht so einfach. Dazu
ist in der Betriebsanleitung ein "Co-Pilot" empfohlen,
der ausfindig machen soll, hören soll, welcher Motor stehen
geblieben ist. Keine leichte Aufgabe, aber mit den
heutigen Drehzalsensoren könnte man zu Rückmel- dungen
aus dem Modell kommen. Doch auch dann bräuchte man einen
Copiloten, denn als Pilot habe ich keine Zeit
nach unten auf den Sender zu sehen, um zu wissen was
los ist. - Und wo sind solche Co-Piloten zu finden?
Motoreinstellung
Um hier möglichst viele Fehler von vornherein auszuschließen,
besorgte ich, angepriesener Weise, vier als stell- genau bezeichnete
JR-Servos und stellte bei jedem Motor das
Gaskücken mit einer Lehre ein, sodass bei den Wegen und
dem Öffnungswinkel der Vergasrekücken aller Motore alles gleich ist. -
Dennoch liefen die Motore vor allem im Leerlauf nicht
alle gleich schnell, sodass ich bei den mit
V-Kabeln gekoppelten Motorpaaren, die zusätzliche Feineinstellung mit
der Längenänderung des Gasgestänges ausgleichen musste.
Hierbei lernte ich die Konstruktion mit den abnehmbaren Motorgondeln
des Ami-Bausatzes zu schätzen.
Endlich nach mehreren Stunden Einstelllauf ergab sich
eine brauchbare Einstellung. Ungünstig festzustellen war
aber, dass die Motoren doch noch sehr empfindlich auf
Temperaturunterschiede reagieren, nämlich dass man
die Hauptdüse nachstellen muss. Dummer Weise wirkt sich das
auf den Übergang aus, was bedeutet, dass ein Motor
spontan, der andere aber zB. fetter reagiert und
langsamer hochdreht. Alles kein wirkliches Problem, solange er sich nicht dabei verschluckt und stehen bleibt. Damit nur ja
kein Motor ausgeht, baute ich auch eine Glühkerzenheizung (Microsens) Glow 2 LP + mit zusätz- licher
einprogrammierter Stromstärke) ein. Allerdings die kann einen
abgestorbenen Motor nicht wieder an- starten. Dennoch
erhöht sie die Motorlaufsicherheit ganz entscheidend. -
Eine feine Sache: Glühung ein und Starter an den Motor
und der läuft an, dann der nächste und so
fort.... Die Fummelei mit dem Glühkerzenstecker und
dem Kabel ist auch
weg.
Für die
Inbetriebnahme des Modells nach längeren Lagerperioden, bedarf es einer
Checkliste, bei der die
einzelnen Schritte beschrieben und genau abzuarbeiten
sind. Damit ist weitgehend Sicherheit gegeben, dass
kaum mehr Dinge vergessen werden können. Allerdings wäre
hier ein Helfer, ein "Copilot" notwendig, der die Einhaltung der Liste
überwacht und mithilft. - So auch die Startprozedur mit
der Nachjustierung der Motor- Hauptdüsen. Erst nach der
Prozedur geht's ab auf die Piste.
Erstflug
der Hercules Nr 1
Nach den Empfehlungen des
Aerodynamikexperten wurde der Schwerpunkt errechnet.
Fazit, das Bugrad hatte kaum Kontakt mit dem
Boden. Danach wurde auf die "Daumen mal Pi-Methode"
zurückgegriffen, jedoch noch ein wenig dem
Resultat der Berechnung folge geleistet. Um die
Lenbkbarkeit der Hercules zu ermöglichen, bedarf
es einer bestimmten Belastung des Bugrades. Es wurde
also soviel Blei im Bug eingebaut, bis das Modell
der Kurveneinstellung des Bugrades folgte. Trotzdem lag
der Schwerpunkt aber noch nicht an der rich- tigen
Stelle. Sprich, das
Modell war am Boden noch Hecklastig; ich wusste das
vor dem Start und stellte mich darauf ein.
Der Start verlief sehr naturgetreu und trotz Seitenwind
fast von alleine. Vielleicht glich ja der Kreisel für
das
Seitenruder den Windeffekt aus? Auch die Querlage war
gut und kaum etwas nachzutrimmen. Aber ich muss, falls es wieder
zu einem Flug kommen sollte, die Expo-Funktion ändern
und den Prozentsatz verringern. Beim Höhenruder konnte
ich bereits durch das selbsttätige Abheben sehen, dass ich etwas
Tiefenruder benötige. Rückschluss: der Schwerpunkt muss
tatsächlich und wie angenommen, noch ein wenig nach vorne
wandern.
Der Flug wurde von mir anfangs sehr weiträumig
geführt und erst später drosselte ich die Motoren
hörbar herunter (geschätzt ca. 9000U/Min) was eine
geringe Verlangsamung der Fluggeschwindigkeit ergab. Aber
auch hier keine Tendenz abzukippen. Allerdings für
einen Scale-Flugstil müsste die C 130 noch deutlich langsa- mer fliegen, doch war
mir das zu diesem Zeitpunkt zu früh, das zu erproben.
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Der Transport zum Erstflug |
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sie fliegt |
sie beginnt abzuheben |
sie rollt |
Startcheck Ablaufrichtung
Bilder von re nach li
Flugvideo |
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das Flugbild ist O.K. |
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das vorläufige Ende bahnt
sich an |
Die Problematik des doch
etwas größeren Modells (Spannweite 2,54m)
und des weiträumigen Flugstils zeigte sich dann beim Landeanflug.
Voll auf das Modell und seine unmittelbare Umgebung und
Akustik konzentriert sah ich die Gefahr nicht,
dass ich den Bäumen der angrenzenden Fa.
KWIZDA zu nahe kam. Als es mir bewußt wurde,
kam die Reaktion zu spät. Und schon hing das
Modell im obersten Wipfel einer 14m hohen Pappel. Soweit bei der Nachschau ersichtlich, war der
Rumpf ziemlich ganz geblieben, die Tragflächen ließen jedoch
deutliche Auflösungserscheinungen
erkennen. Eine Bergung des Modells wurde jedoch nur mit
Einsatz der
Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg möglich.
Letzter und einziger Flug von C 130/Nr1:
25.08.2007
Zukunftspläne
nach der Baumlandung - der Beginn von Hercules Nr 2
Nun, das damals mit der
Feuerwehrdrehleiter vom Baum geborgene
Modell ist jetzt genau das, was mir eigent- lich sehr viel Spaß macht: Ein
zerstörtes Modell das in vielen Bereichen intensive, tiefgreifende und herausfor- dernde Reparaturen benötigt. Einzig die Technik ist praktisch unbeschädigt geblieben,
sieht man von einer gebrochenen
Düsenstockhalterung bei einem Motor ab. - Das doch jähe
Ende der Coast Guard Maschine soll später, in der Pension, zum Neubeginn
einer Hercules des österreichischen Bundesheeres werden.
Nun bin
ich schon einige Zeit in der Pension, doch hielten mich
andere Projekte und Krankheit vom Bau zurück. Doch
jetzt, wo es los gehen konnte, sollte ein Satz
Ersatzflächen ausreichen, das Modell Nr1 zu
reparieren, jedoch kosten die Flächen mehr als zwei Drittel des Neupreises eines Komplettbausatzes,
den ich dann aber vergünstigt kaufen konnte. Daher schraube ich nun die voll intakten Motorgondeln von
C 130/Nr 1 auf die
Trag- flächen des neuen zweiten Bausatzes der C130/Nr
2 und
erspare mir damit viel Arbeit. Der Rest des Modells Nr2 musste natürlich wie bei C130/Nr1 gebaut werden und das fertige Modell warte
seit langem auf den Erstflug. Nach fast 10
Jahren Lagerung am Dachboden wurde
es ungeflogen verkauft.
Hier der Bericht und
die
Baubeschreibung des
Neubaues von C130-Nr 2
Was geschieht mit den Überbleibseln
von Hercules Nr 1 und Nr 2 > Eine Hercules Nr 3
soll entstehen.
Da der Rumpf nach der
Baumlandung zu 95% in Ordnung war, wurde er aufbewahrt,
um später damit eine ein- fachere Version der Hercules
entstehen lassen zu können. - Die Motorgondeln der Nr 2 kann ich
dann für die noch zu bauenden neuen
Tragflächen verwenden. Geplant ist dort meine OS 40 FS
Surpass
einzubauen. Das würde dann ein weniger flottes
Fliegen, aber ein eher realistisch empfundenes Motorengeräusch als
das hochtourige Singen der vier Verbrenner
ergeben. Um jedoch den gewünschten Langsamflug zu erreichen
wurde eine Änderung des Flügelprofiles angedacht. Wegen
des notwendigen Flügelneubaues wäre das kein Problem,
falls es dafür aerodynamisch eine gute Lösung
geben würde. Doch alsbald stellte sich heraus, dass die
Beibehaltung der Wurzelrippe am Rumpf und der
gerade Verlauf der Nasen- und Endleiste das nicht
zulassen. Die Flächen müssen daher in der ursprünglichen
Form gebaut werden. Ein anderer Aspekt betraf
das Fahrwerk und dessen Schachtabdeckungen. Bedingt durch den rumpeligen
Rasenflugplatz
meines Clubs wird daher auch
nur das originale starre Fahrwerk vorgesehen und Fahrwerks- schachtabdeckungen
in nur andeutungsweiser Form montiert. Die Realisierung ist noch im
Projektstadium und hätte bereits vor 4 Jahren
(heute 2016) erfolgen sollen. 2018 hat sich
ergeben, dass ich einen Satz gebrauchter Tragflächen
samt vier Elektromotoren bekommen habe. Die
Flügel passen genau an den Rumpf und somit besteht
wieder das Problem, wie EWD, Motorsturz und
Schwerpunkt eingestellt werden sollen, damit das neue
Modell ordentlich und langfristig fliegen kann.
Der
Baubericht des Modell Nr 3 ist hier einzusehen:
C130-Nr 3
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