Die beim Erstflug
meiner ersten Hercules eine Landung in einem Baum
erfolgte und da im Wesentlichen nur die Tragflächen
schwer beschädigt waren, sollte eine Reparatur
erfolgen. Schließlich stieg das Verlangen festzustellen,
weshalb so viele dieser Modelle auf seltsame
Weise ihr Leben aushauchten. Nachdem der Flächenreparatursatz weit mehr als die
Hälfte eines Komplettbau- satzes kostetet,
schlug ich zu und kaufte einen neuen Baukasten.
Die unbeschä- digten Motorgondeln von Nr 1 wurden wieder
verwendet und dabei festgestellt, dass das Flügelprofil geringfügig anders
ist. Allgemein wurde die vorher erfolgte Aufdoppelung bei den
wieder verwendeten Gondeln vom Absturzmodell belassen, der Motorsturz änderte sich dadurch ein wenig in Richtung mehr Tiefenzug.
In weiterer Folge wurden die
neuen Höhenleitwerke
zusammengebaut und das Originalpaar mit der im Bausatz serienmäßig
vorgesehenen EWD (+5 Grad) neuerlich abgeändert, sodass 1,5 Grad EWD bleiben.
(Es wäre jedoch möglich das HLW auch in Originalstellung zu montieren
und notfalls durch eine Höhen- rudereinstellung zu kompensieren.)
Der Einbau der "Elektronik" wurde gegenüber Version 1 geändert. Anstelle die
Fahrwerkssteuerung auf der Empfängerplatte unterzubringen, wurde
sie unten im
Rumpf am Servobrett montiert. Das Akkubrett
schließt daran an und damit sollte
auch der Schwerpunkt wieder passen.
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die neue Hercules
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Der Neubau kann beginnen
Durch die von meiner ersten Hercules
verbliebenen und intakten Motorgondeln fiel ein nicht
unerheblicher Teil an Bauarbeit weg. Der Anbau
der Motorgondeln hat wieder einer Anpassung an die
Unterseite der Tragfläche bedurft, da wiederum
der Motorsturz von mir verringert worden ist. Auch bei
diesem Modell wurde die EWD wieder auf 1,5 Grad
eingestellt.
Der erste Arbeitsschritt
befasste sich diesmal auf den Einbau des
Einziehfahrwerkes. Da der Erstflug von Nr 1 zeigte,
dass das Modell relativ schnell fliegt, folgt daraus, dass auch die Landegeschwindigkeit
hoch sein wird. Nun stellte sich die Frage,
wie man die Rollgeschwindigkeit nach dem Aufsetzten
reduzieren könnte. Die
Verwendung von Radbremsen könnte hier hilfreich
sein. Die schon lange
bei mir "auf Lager" liegende 9V E-Bremsen
von Kavan wurden also eingebaut. Das ging nicht ohne
spezielle Felgen, denn andernfalls kann
man keine Fahrwerksklappen einbauen usw. Daher mussten
passende Räder aus Moosgummi mit Gummioberfläche besorgt
werden. Für diese wurden spezielle Alu-Felgen gedreht, in
denen die Bremsspule Platz findet. Die Felgen wurden
von meinem Freund Heinrich Neumayer hergestellt.
Betreffend die Funktion der Bremse wird die Ansteuerung
über ein Schaltservo bewerkstelligt. Problem war, dass
kein Kanal der Fernsteuerung dafür mehr frei war. also
musste eine Kombination gewählt werden, mit den
Spreizklappen. Schon ab geringem Ausschlag wird
gebremst. Da man ja in der Luft auch mal die Klappen
ausfährt,
würde das bedeuten, dass unnötig Bremsstrom gezogen
würde. Also musste ein Mikroschalter einge- baut werden, der
nur bei ausgefahrenem Fahrwerk die Bremse aktiviert. So weit so gut.
Leider ergab sich nach der langwierigen
Bastelei, dass die Bremswirkung ungenügend war! - Letztendlich habe ich dieses
Bremssystem wieder ausgebaut, der Effekt war
viel zu gering und das Zusatzgewicht viel zu hoch.
Die Mikroschsalter und deren Verkabelung
mussten wieder ausgebaut werden. - Dazu kommt noch, dass ich künftig auf einem
Garsplatz fliege, wo der Rasen für eine ausreichende
Bremswirkung sorgen wird.
Nach dem der EInbau der Fahrwerkskomponenten wie
Druckluftbehälter und der Fahrwerke samt Schlauchsys- tem abgeschlossen war, konnten die
Fahrwersschachtklappen eingebaut werden. Am
Hauptfahrwerk gelang das noch ziemlich
einfach. Wenngleich die Montage der Stahldrahtbügel,
welche die Klappen durch das ein und ausfahrende
Fahrwerk betätigen, auch kein Honiglecken war.
Die
Frontklappen am Bugfahrwerk stellen eine unvergleichlich
diffizielere Aufgabe dar. Die sich wegschieben- de
Klappe wird mit Gummiringen in ihrer Lage gehalten. Die
EInstellungen des ganzen "Klapparatismus" ist ein
Geduldspiel. Ich bin gespannt, wie sich die Klappe im
Flug und über Gras verhalten wird. Für alle Fahr- werksklappen
gilt, dass deren Verbleib im Flugbetrieb nur bei sehr
niedrig gemähtem Rasen ratsam ist.
Der
weitere Baufortschritt ist mit dem Bau des
Modell Nr 1 identisch.
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