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   Zerstörer Surcouf  (Frankreich)  -  Reparaturbericht
 
 
 SURCOUF
war ein Zerstörer der französischen Marine. Das Modell im Maß-
 stab 1:100 war um 1980 im Vertrieb von Firma Steingraeber. Das Schiff kaufte
 ich in gebrauchtem und sehr reparaturbedürftigem Zustand, um es nach Über-
 arbeitung wieder fahrbereit zu machen.

 Technische Daten:
 Länge: 1280mm, Breite: 126mm, fahrbereit Tiefgang: ~50 mm,
 Fahrgewicht: ~7000g,  M 1 : 100,  Propeller: Raboesch Dreiblatt MS 40mm,
 Motore: 2 x Monoperm Super Spezial, je 6V, max 3A und 18W Dauerleistung,
 gemessene Stromaufnahme por Motor max 3A (das passt),
 Leerlaufdrehzahl : 8700 U/Min bei 8,4 V (2S-Lipo),
 Regler: 1 x New Rain 35/160A BEC,
 Stromversorgung: 2 x Lipo 2S 2700 parallel, 
 Stromversorgung für Sonderfunktionen: 1 x LiIon  3,6V 2600,
 
für Beleuchtung,und 2 Radarantennenantriebe
 Fernsteuerung:

 Modster xc6 (wie Flysky)  2,4Ghz, mit Akkus bestückt, 
 mit Telemetriesensoren für Akkuspannung und Motortemperatur
 Funktionen: Vorwärts-Stop-Retour, Ruder, Positionslampen und Radarantennen,
 Drehung der unteren Geschütztürme
 
 Reparaturbericht

 Die Schäden am Schiff dürften infolge unsachgemäßer Lagerung oder beim
 Transport des Schiffes entstanden sein.  Der Kunststoffrumpf war im hinteren
 Bereich fast durchgehend abgerissen und nur unsachgemäß gesichert worden.
 Die aufwendigen Messing Maste und Antennen waren erheblich deformiert,
 einige Aufbauten hatten kleine Beschädigungen abbekommen. Der schlimmste
 Schaden aus meiner Sicht, war die Instandsetzung der schwer beschädigten
 Reling vom Bug und Heck  bis fast in die Mitte des Modells.
 
 Zum Glück konnte die unglückliche Reparatur des Risses vom Vorgänger ge-
 rettet werden. Mit kleinen GFK-Mattenstücken  konnte der durchgehende Riss
 abgesichert werden. Äußerlich wurde der Riss ein wenig aufgefräst, damit der
 Kitt größere Haftfläche bekommt. Die Kittarbeiten wurden mit Simprop Schnell-
 spachtel Kitt durchgeführt. Die schwierige Ausbesserung des Lackes am Rumpf
 konnte mit speziell abgemischtem Lack erfolgen. Der Unterwasserrrumpf wurde
 mit dem ursprünglichen roten Lack nachgestrichen.
 
 Im Unterwasserbereich mittschiffs hatte der Erbauer durch vermutlich unrichtig
 abgemischtes Epoxydharz beim EInbringen der Ballastkügelchen eine Überhit-
 zung erzeugt, die den Rumpf ein wenig nach innen deformiert hatte. Durch Auf-
 kitten wurde die Delle etwas abgeflacht. Diesen Schaden sieht man in der Sei-
 tenbeschau des Modells nicht, daher beließ ich die Deformierung bestehen.

 Die Motore und die Stevenrohre hatten keine Schäden erlitten, doch wurden
 40mm Dm Raboesch MS Dreiblattpropeller montiert.

Zerstörer SURCOUF (FR)
Fahrvideo


Surcouf beim ersten Auslaufen


Video Nahaufnahme Rumpf


nach Schwimmtest in Wanne fertig


 
 Nach den Reparaturen am Rumpf erfolgte der erste Schwimm- und Fahrtest. Es zeigte sich, dass der
 Momentenschwerpunkt viel zu hoch liegt, was bei der  ersten Fahrerprobung das Schiff stark schlingern
 ließ. Mit insgesamt 750g später im Rumpf eingeklebter Bleiplatten konnte das Modell auf Wasserlinie
 gebracht werden. Bei einem Lauftest in der Badewanne wurden die Motore mit den 40mm Propellern
 getetstet, wobei die max zulässigen 3A an den Motoren gemessen wurden.

 Die Reparatur der Messingmaste verlangte viel Geduld und gute Lötkünste. Da Teile fehlten musste ich
 mich nach Bildern umsehen, um sie nachfertigen zu können. Plan gab es zu dem defekten Modell auch
 keinen. Im Zuge der Reparatur der Maste baute ich kleine Getriebemotore(GW12GA, 6V, 40U/Min)  ein,
 die durch die Stromversorgung mit nur 3,6V (LiIon-Zelle) langsamer liefen. Durch die niedrige Spannung
 konnten auch die Positionslampen LEDs mitversorgt werden. Die Sromversorgung wird mit einem
 Schaltservo geschaltet und über zwei Schleifkontakte kommt der Strom vom Rumpf in die Aufbauten
 und zu den Verbrauchern.

 Die Instandsetzung der bereits vorinstallierten Anlenkung der unteren Geschütztürme wurde mit einem
 Servo abgeschlossen. Die Türme bewegen sich jetzt, wenn man das möchte.

 Ein Horror für mich war die Instandsetzung und Reparatur der Reling. Es ist nahezu unmöglich, die nur
 10mm hohe Reling mit drei Durchzügen, überall wieder genau auszurichten. Zuerst wurde versucht, die
 Querzüge mit Sekundenkleber zu befestigen, was misslang. Es musste also alles gelötet werden. Und
 in der feinen Dimension war das für mich und meine Augen eine schwierige Aufgabe.

 Die Abschlussarbeiten bestanden darin, die Davits für die Rettungsboote zu reparieren und nachzubau-
 en und Rettungsboote nachzuschaffen. Auch die Torpedoabschussstände mussten neu befestigt werden.
 Die Farbgebung des Schiffes musste erneuert werden, wobei der gleiche Farbton nicht zu beschaffen war.
 Dennoch fand sich ein nahezu gleicher Lack der zum Streichen der Maste, Aufbauen und Geschütztürme.
 Nach Informationen im Forum erfuhr ich, dass das Deck nicht holzfarbig war, sondern dunkelgrau. Mit
 einem extrta angemischten sehr verdünnten Lack konnte das Brett Furnier abgedunkelt werden.

 Schließlich kam der Tag der Erprobung des Schiffes am Teich. Nachdem ich wußte, dass die Motore
 bei Vollast an ihre Grenze beansprucht werden, war mit Erwärmung zu rechnen. Allerdings ist klar, dass
 man mit so einem Modell nicht ständig mit Vollast fährt. Um sicher zu gehen, dass die Motore nicht über-
 hitzen wurde eine Fernsteuerung mit Telemetrie Möglichkeit verwendet. Um wenig Geld gab es die
 Modster XC6 (entspricht Flysky i6X) zu kaufen und dazu die sehr preiswerten Sensoren für Temperatur
 und Spannung. - Nicht befriedigend verlief die Retourfahrt des Surcouf, denn das Schiff war kaum steuer-
 bar. Die Vergrößerung des Ruders brachte jedoch vollen Erfolg.

 Die weitere Fahrerprobung zeigte, dass die Motortemperatur bei einer Fahrtdauer von etwa 20 Minuten
 mit nahezu Höchstgeschwindigkeit, die Temperatur 53 Grad (am Motor steht max. 90 Grad) erreichte.
 Um künftig die Temperatur niedriger halten zu können, wurde ein PC-Lüfter oberhalb der Motore einge-
 baut. Der 12V-Lüfter wird mit der Fahrspannung betrieben und bewirkt, dass die Temperatur um mher als
 10 Grad niedriger wird. Bei normaler Fahgeschwindigkeit steigt die Motortemperatur bis etwa 40 Grad
 an. Da man am Senderdisplay jederzeit sehen kann, wie hoch die Temperatur ist, kann man eine Über-
 hitzung der Motore jederzeit verhindern.
 
 Schließlich verliefen die Fahrtests mit Erfolg. Einzig neu war für mich, dass der Wind dem Modell zu
 schaffen machte. Das ist natürlich klar, doch war ich vom Ausmaß der Beeinträchtigung überrascht. Ich
 freue mich, dass ich das eher seltene Modell wieder schön hinbekommen habe.
 

       
       
       
 
       
Surcouf auf erter Fahrt