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   HP  -  Drohnenmotor 15ccm    (Zusammenbau aus Teilen)
 

 
 In der Hirtenberger Patronenfabrik (HP) wurden für das österreichische Militär
 Ziel-Drohnen und ihre Motore hergestellt. Aus dieser Produktion hat sich die
 Serie der Modellmotoren entwickelt, an denen die konstrukltive Handschrift
 von Paul Bugl nicht zu übersehen ist.

 Der beschriebene Motor war ein Geschenk eines lieben Freundes und wurde
 in zerlegtem Zustand übergeben. Dass der Motor lange unbewegt gelegen ist,
 war an den steckenden Kugellagern englischer Produktion zu sehen.
 Am Motor fehlte der Vergaser, welcher später ersetzt werden wird. Nur geringe
 Spuren an Abnützung zeigen sich am Kolben, doch fehlen bis auf ein Reststück
 die Kolbenringe.


HP-Drohnenmotor (Bugl)


 Nachdem ich 2024 altersbedingt meine Motore nicht mehr laufen lasse, verzichtete ich auf den Ersatz
 der Kugellager und nach der Umschau, irgendwo passende Kolbenringe zu finden. Der Motor wird mit
 den vorhandenen Teilen zusammengebaut, um als Anschauungsmodell zu dienen.

 Die steckenden Kugellager wurden mit Rostlöser gelockert und mit Anti Rostöl geschmiert und drehen
 sich jetzt wieder. Natürlich spürt man die Rostmarken, doch mit eingeschobender Kurbelwelle ver-
 schwindet das raue Drehgefühl.
 Um den Kolben mit Pleuel einbauen zu können, musste der Kolbenbolzen so weit verschoben werden,
 damit das Pleuel ausgebaut und am Kurbelzapfen aufgeschoben werden konnnte. Anschließend
 musste der Kolbenbolzen wieder eingepresst werden, um den Zylinder aufsetzen zu können.
 Interessant war auch die Befestigung des Zylinderkopfes mit der außermittig sitzenden Glühkerze. Er
 weist insgesamt 6 Schrauben auf, von denen nur vier den Zyliner am Gehäuse festhalten. Zwei weitere
 Schrauben befestigen zusätzlich den Zylinderkopf am Zylinder.

 Nachdem nicht geklärt werden konnte, welche Vergaserart ursprünglich am Motor aufgebaut war, wurde
 ein Vergaser eines anderen Motors verwendet. An diesem Vergaser musste ein M16 x 1-Gewinde ge-
 schnitten werden, damit der Vergaser eingeschraubt werden konnte. Dabei erlaubten es die Gewinde-
 gänge nicht, den Vergaser bis auf Anschlag einzudrehen. Um ihn zu befestigen wurde ein Alu-Distanzring
 zwischengelegt. Für allfälligen Betrieb müsste man den Vergaser mit Loctide oder mit einer Kontermutter
 sichern.

 Der Motor entspricht daher nicht dem ursprünglichen Bauzustand, doch nachdem er mangels verfügba-
 rer Kolbenringe nicht lauffähig gemacht werden kann, wird ein anderer Vergaser die Oprtik nicht über
 Gebühr stören. Für mich ist der Motor ein interessantes und seltenes Stück traditioneller österreichischer
 Produktion aus früheren Zeiten und ich freue mich, ihn in der Sammlung zu haben.

 

 
HP Drohnenmotor 15ccm, Ansicht der Überstromkanalgestaltung die spezielle Kolbennase System Bugl    
       
  der verwendete Vergaser   original M16x1 Gewinde   Vergaser hat Gewinde bekommen