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    Happy Hunter (Robbe)   -   Restaurierung 
 
 
 
 
Mein Freund ersuchte mich, für ihn ein vianternet gekauftes Modell zu reakti-
 vieren. Mir macht die Reparatur und Renovierung von Modellen Spaß, da
 ich dabei immer etwas lernen kann. Diesmal hat er ein schön gebautes Modell
 bekommen, welches an den an Deck befindlichen Bauten und Masten teils
 erhebliche Beschädigungen hatte. Technisch ist diesmal der dafür ehemals
 verwendete Sender mit drei Schaltmodulen beim Modell geblieben und die
 Einbauen sind auch noch im Schiff zu finden. Ob die Decoder wirklich je funk-
 tioniert haben ist fraglich, denn deren momentan vorhandene Anschlüsse am
 Empfänger können nicht richtig sein! Diverse Stromversorgungskabel sind
 gekappt worden, sodass deren Zuordnung erst gefunden werden muss. Als
 große Hilfe sind die Bauanleitung und die beiden Planbögen verwendbar.
 Ebenfalls ist die BA der MPX-Steuerung vorhanden, die damals noch kein
 Wort zur Verwendung der Multinaut-Decoder verlor.
 Ob das Modell bereits einmal im Wasser war ist sehr fraglich.

 Technische Daten Happy Hunter (M 1:50):
 Länge: 1035mm, Breite: 235mm, Fahrgewicht:  9000g,
 Getriebemotore: 2 x EF-Max 12V,  gegenläufig, Propeller: 3Bl, Dm 60mm,
 Antriebsakkus: 2 x 6V Bleiakku 12000mAh in Serie (12V 24Ah),
 Akku für Regler Querstromruder/Empfänger/Servos: einer der 6V Akkus,
 Regler für Querstromruder und BEC: New Rain 60A/2A BEC,
 Akku für Sonderfunktionen:  NimH 5Z 2000 Eneloop,
 Fernsteuerung: Multiplex Combi 80 27mHz, mit 2 Schaltmodulen,
 Funktionen: Vor-Zück, Geschwindigkeit, Ruder, Querstrahlruder, Kranfunktionen,
 Ankerwinde, Beleuchtung mit Radarantenne (alle 6V)
 



            Happy Hunter (Robbe)    

               



 Die Restaurierung der Happy Hunter

 
Das leicht verstaubte aber schöne Modell ist beim Transport an heiklen Punkten ziemlich stark beschä-
 digt worden. So ist der Vormast und der Hauptmast im oberen Bereich abgebrochen und hängen die
 Teile an den Drähten für die Beleuchtung. Eine große Baustelle ist für mich der Kran, der soll laut BA
 voll funktionsfähig sein. Erschwerend ist dabei sein Werkstoff Kunststoff und die Feinheit, die keine
 raue Behandlung verträgt.
 Die Schäden an den Masten können anfangs warten, der Kran muss aber bald saniert werden, denn er
 hängt traurig und hinderlich im Arbeitsbereich herum.

 Die Verkabelung ist das nächste Thema mit dem ich mich intensiv beschäftigen muss. zwei Nautic-
 Decoder samt Relaisgruppen sind im Schiff eingebaut und angeschlossen.
 Im Sender sind drei Schalter-Codermodule eingebaut, doch im Schiff nur zwei Decoder? Offenbar war
 geplant noch andere Sonderfunktionen einzubauen. Die Verkabelung im Sender sieht unübersichtlich
 und wirr aus, was der Grund sein könnte, weshalb sich der neue Senderakku in abeschalteten Zustand
 nachts entlädt.
 Nach erster Überprüfung mit einem externen Servo arbeitete nur ein Schalterblock, obwohl auch die
 anderen zwei im wirren Sender angesteckt waren. Bedauerlich ist, dass in der Sender-BA der Anschluss
 der Schaltermodule nicht vorgesehen ist. Mit dem Servo konnten alle vier Empfänger Kanäle als in Ord-
 nung vorgefunden werden.

 Um die einzelnen Funktionen im Schiff zu testen, wurden das Ruder, der Antriebsregler und danach
 auch das Querstromruder separat erprobt. Für das Querstromruder musste ein neuer Regler verwendet
 werden, der rmit seinem BEC künftig auch den Strom für die Empfansganlege liefert.
  
 Da eine Bauanleitung und der Bauplan mit dem Modell beschafft wvorhanden war, konnten viele Dinge
 geklärt werden und wieder in funktionsfähigen Zustand versetzt werden. Auch die Stromversorgung für
 die Antriebsmotore war daher gut zu ermitteln. Es sind zwei große Akkus vorgesehen, die mein Freund
 aus seiner Seabeex entnehmen konnte.
 Bis ich die Akkus bekam wurden die diversen Kabelstränge im Rumpf geordnet. Der gebrochene
 Kranarm wurde mit GFK Teilen neu gelagert und verstärkt. Danach wurde der Regler für das Bug-
 strahluder positioniert. Weiters wurde der Kabelanschluss vom Antriebs-Regler und den Motoren
 geordnet.
 
 Als erste baulich schwierige und heikle Aufgabe konnte der Hauptmast an den Bruchstellen durch eine
 Stahldraht Verbindung im Kunststoff des Mastes bzw außen mit einem Rohrstück zusammengeklebt
 werden. Und die Drähte für die Positionslampen wurden danach geordnet und provisorisch verlegt.
 Die zwei obersten Lampen am Vormast sind noch finster und werden später aktiviert. Am Hauptmast
 sind viele Lampenhalterungen abgerochen und die Lampen hägen derzeit an den dünnen Drähten.

 Stromversorgung und das Dilemma mit den Decodern:

 
Vorweg, die Empfangsanlage wurde zum Thema, denn der Erbauer hatte die MPX Europa Sport
 Serie ausgewählt, die nur 5 Kanäle hat, der Empfänger jedoch nur 4 Kanäle kann. Gut, mit den drei
 Schalter-Nautic-Modulen im Sender sollen die Sonderfunktionen mit den Schaltern betätigt werden,
 aber jeder Decoder benötigt einen eigenen Kanal. Zwei Decoder waren eingebaut, die jeder einen
 Kanal im Empfänger benötigt hätte. Für Gas und das Ruder hätten die beiden anderen Kanäle genügt.
 Der Erbauer hat unverständlich mittels Doppelsteckern (Y-Anschluss) die Decoder zu Steuerkanälen
 dazugehängt.
 Das hätte bedeutet, wenn zB am Ruderkanal der Decoder angesteuer worden wäre, dass das Ruder
 einen Teilausschlag macht, wenn die Sonderfunktion benützt wird. Erschwerend kommt dazu, dass die
 Decoder mit Masse geschaltet sind, wodurch sich mit dem Zusammenschluss mit dem Emp-
 fänger arge Probleme ergeben.
 So geschah es auch, nachdem die Sonderfunktionen mit Strom versorgt waren und die Doppelstecker
 verwendet wurden, entstand ein leichter Kurzschluss, der stark genug war, den Empfänger zu beschä-
 digen. Offenbar hat der Erbauer das Modell noch nicht erprobt, sonst wäre ihm das passiert.

 Nicht nur wegen dem defekten Empfänger sondern auch wegen der seltsamen Entladungen im Sender
 musste eine Ersatzsteuerung beschafft werden. Mein Freund Gerrit hatte einen geeigneten Sender und
 Empfänger den ich gegen einen kleinen Aufpreis und im Tausch mit der defekten Anlage bekam.

 Die Stromversorgung konnte nach dem Blick auf die Kabel und Anschlüsse und dem Studium der Bau-
 anleitung und dem Schaltplan am Plan wie folgt provisorisch eingerichtet werden:
 Mit dem im Schiff befindlichen 35A Regler werden die gegenläufigen Motore von den zwei in Serie
 geschalteten 6V Akkus mit 12V versorgt. Die Erprobung mit dem zugehörigen Regler und nach Auffin-
 dung dessen Einstellreglern für die Neutral- und Endstellung, verlief erfolgreich.
 Die nachfolgende Reparatur des Servosteckers für das Ruderservo ermöglichte dessen Funktion.
 
 In Befolgung der Angaben zur Verdrahtung der Sonderfunktionen (SOFU) wird dafür  ein 6V Akku ver-
 wendet. Demnach wurden alle vorhandenen Steckeranschlüsse der SOFUs mit den abgeschnitten vor-
 handenen Gegensteckern verbunden und alle an einen 5 Zeller Akku angeschlossen.
 Der am Empfänger angeschlossene vorhandene Mini 200 - Regler und die SOFUs zeigten jedoch kei-
 nerlei Reaktion und wurde durch einen modernen Regler ersetzt.
 Nun wurde das Querstrahlruder erstmals am Kanal 4 angeschlossen, wobei der Strom zur Erprobung
 aus einem kleinen Eneloop 6V Akku kam, der den Motor und den Empfänger via BEC versorgte. Es
 klappte und das Ruder ließ sich einwandfrei in beide Richtungen umschalten.
 Danach wurde die Stromversorgung an einen der großen 6V Akkus angeschlossen. Durch die Serien-
 schalteung der großen Akkus wird die Belastung durch das allfällig betätigte Querstromruder kaum
 belastet.

                    

 Becor ich die "neue" Steuerung vom Freund bekam versuchte ich meinen gesammelten MPX Combi 90
 Sender zu verwenden. Doch nach der Öffrnung des Senders kam die Enttäuschung, denn das ist wegen
 geänderten Steckern und Montageöffnungen der Schaltermodule nicht möglich. Also musste mein Freund
 Gerrit mir seinen passenden Sender einspringen.

 Tatsächlich konnte ich mit dem Sender von Gerrit noch nicht den zugehörigen Empfänger verwenden,
 da mir die speziellen MPX-Quarze fehlten. Einen K 19 MPX Quarz für den Sender hatte ich, doch als
 Empfänger musste ich vorübergehend einen Graupner 27 FM SSS mit einem K 19 Quarz verwenden.
 Glücklicher Weise funktionierte das und ich konnte die einzelnen Funktionen im Schiff einstellen.
.
 Schließlich gelang es auch, dass via Decoder und die Schalter am Sender die Relais der Sonderfunk-
 tionen klickten, was ein gutes Zeichen war. Nur bewegt hat sich noch keine Sonderfunktion. Da auch keine
 BA für die Multinaut Decoder verfügbar war musste mit Vorsicht der Stromfluss geprüft werden.

 Happy Hunter betriebsbereit
 Happy Hunter (Robbe)       
       
      Regler u´ns Motore
Blick in den Rumpf auf Akkus, Decoder und Ankerwinde  Ruderservo  Blick auf Kranwinden  Ansicht Bugraum 
       
 Der Ausgangszustand der Happy Hunter und der Arbeitsbeginn 
das schöne Schiff vor Beghiutachting Vorderer mast gebrochen  Hauptmast gebrochen Kran gebrochen
Antrieb OK  Bugstrahlruder OK  Blick auf den Hauptmast  der Vormast 
die gebrochene Kranarmlagerung  Ansicht Motore 12V Ef Max  Blick in den Bugraum  Ansicht Motore, Kransteuerung
Ruderservo  die Kransteuerung  die Seilwinden für den Kran  die Kranelektronik genbauer 
bereits geordneter Bugraum  Kranlager repariert    Hauptmast fürs erste repariert 
 
 
Die Sonderfunktionen - ein Kapitel der Verrzweiflung

 
Endlich klickten die Relais der SOFUs und es war in Aussicht, dass ich die Stromverorgung auch hinbe-
 kommen werde. Leider haben alle meine Anfragen bei Experten nicht die Auskunft gebracht, von wo die
 SOFUs über die Decoder den Strom bekommen. Nach Überlegung begann ich nochmals die Verdrah-
 tung bei der Ankerwinde zu studieren. Ich hanterierte und versuchte die Stecker besser anzustecken,
 doch die waren OK. Schließlich schaltete ich wieder ein und siehe da, der Windenmotor lief in beiden
 Richtungen. Dann steckte ich auch die anderen SOFUs am 6V Akku an und siehe da, auch der Seilhub
 am Kran funktionierte.

 Allerdings kam das dicke Ende erst zum Vorschein, denn das Bewegenen des Kranarms und das
 Schwenken funktionierte nicht. Beim Schwenktest lief der Motor nur in eine Richtung, doch es gab keine
 Bewegung. Auch hier rutschte wie beim Kranarm die Gummi-Schlauch Kupplung durch, weil die Belastung
 zu groß war. Darüber hinaus erwärmten sich beim Drehantrieb die Zuleitungen, da offenbar ein leichter
 Kurzschluss bestehen dürfte. Aus dem Grund steckte ich einen Pol des Motoranschlusses ab. Eine
 Reparatur des Schwenkmechanismus des Krans ist nicht möglich, da das einen Neubau des Krans
 erfordern würde. Und wie man dort dazukommt, ist fraglich. Daher kann man den Kran nur händisch be-
 wegen, obwohl das ein Überspringen des Zahnrades im Antrieb unschön ist.

 Besser gelang die Reaktivierung des Hebemechanismus des Kranarms. Erstens mussten wegen des
 Transportschadens die Lagerungen komplett ersetzt werden und zweitens ist das Stahldraht-Hubseil des
 Armes lose gewesen. Drittens war die Gummischlauch Kupplung hart und konnte den Antrieb der Wind
 nicht schaffen, da er durchrutschte. Die äußerst schwierige Erneuerung der Gummikupplung gelang.
 Dennoch rutsch sie durch, wenn die Belastung am Haken (max 40g lt. BA) und durch den Arm selbst zu
 schwer ist. Erschwerend kommt die nicht reibungslose Beweglichkeit des Kranarms dazu.
 Mein Tpip für Kranspiele ist, sie möglichst nicht zu verwenden!

 Berdingt durch die Klein- und Feinheit der Krananlage ist eine Reparatur für mich mit meinen Augen und
 Fingern an die Grenze gekommen.

 Die definitive Stromversorgung für den Betrieb einrichten

 Da zuvor bereits die Verdrahtung des Antriebs- und der Empfängerversorgung geklärt wurde, musste
 die gesamte Anlage schaltbar und abgesichert eingerichtet werden. Dazu wurde ein schwerer zweipo-
 liger Schalter verwendet der gleichzeitig den 12V und den 6V Stromkreis schaltet. Er wurde hinter dem
 Brückengebäude in der Abdeckung mit dem Gasttank befestigt.
 In der 12V Leitung wurde eine 20A KFZ-Flachsicherung eingebaut und in der 6V leitung eine 7,5A Flach-
 sicherung angeordnet. Diese Schaltung erlaubt es, den Stromfluss von den Akkus zu den Verbrauchern
 generell abzuschalten.

 Im Zug dieser Arbeit wurden die Propellerdrehzahlen im Leerlauf gemessen:
 Beide Antriebe drehen in beiden Richtungen 3000U/Min. Das Querstromruder dreht mit dem Knüppel in
 beiden Richtungen  mit 10000U/Min. Mit dem Trimmschieber 6000 und 9000U/Min.

 Wegen der "Generalabschaltung" bleibt der Schalter am BEC Regler für Querstromruder und Empfangs-
 anlage immer eingeschaltet.
 ACHTUNG: Beim EInschalten des Schiffs ist zu beachten, dass dieser Regler mit den Tonsignalen
 "antwortet" und das letzte Signal abzuwarten ist. Sollte das nicht kommen, muss der Trimmhebel für den
 Querstrom-Kanal 4 mittig gestellt werden und die Einschaltung wiederholt werden, bis das Querstrom-
 ruder läuft und damit auch die anderen Funktionen OK sind.

 Der Einbau der Akkus muss so erfolgen, dass die 12V Anschlüsse bugseitig zu liegen kommen. Die
 einzelnen Steckerpakete zu den Verbrauchenrn sind dann gut erreichbar. Die Verbindungsleitung zur
 Serienschaltung der zwei Akkus liegt motorseitig.
 Zuletzt wurde ein Ladekabel (gürne Markierung) angefertigt, welches an den Akkus angeschlossen bleibt.
 Bei Langzeitabstellung des Modells ist am Minuspol das Steckerpaket abzuziehen. Damit wird eine Fehl-
 entladung und Beschädigung der Akkus verhindert.

 Beleuchtungsaktivierung

 
Wegen der Unsicherheit und Unzugänglichkeit bei den Relais des Drehmechanismus des Krans wurde
 auf deren Verwendung zur
Schaltung der Beleuchtung via Decoder verzichtet. Der Sender hat einen zu-
 sätzlichen Dreistellungs Schalter
der dafür mittels einer Schaltelektronik verwendet wird.
 Die Beleuchtung ist vom Erbauer nur einfachst verdrahtet worden. Es leuchten die Positionslampen
 und auch die Lampen auf den Masten und die Radarantenne läuft auch. Weiters sind am Brücken-
 Deck zwei Scheinwerfer vorhanden.
 Am Vormast konnten nach dessen Reparatur die Lampen wieder instandgesetzt werden. Am Haupt-
 mast mussten die Zuleitungen nach Reparatur der Lampenhalterungen neu angefertigt werden. Die
 Leitungen wurden aus dünnem Cu-Wickeldraht angefertigt und die Lampendrähre daran angelötet.
 Schließlich konnten die Leitungen und die lange Leiter am Hauptmast befestigt und weiß gestrichen
 werden.

 Der Aufbau hat für die Beleuchtung ein langes Kabel. Die Kabellänge reicht aus, um den Aufbau
 neben dem Bug abegen zu können, ohne die Steckverbindung lösen zu müssen.

 Die Fertigstellung läuft an

 Nachdem die Elektrik für Antrieb und Sonderfunktionen in Ordnung ist, kann mit den diversen Fein-
 arbeiten an den Aufbauten begonnen werden. Die fehlende Radarantenne wurde angefertigt und
 die lange dünne Stabantenne am Hauptmast zur Erleichterung beim Tansport abnehmbar gemacht.
 Am Kran mussten noch Verbesserungen gemacht werden, damit das Hubseil reibungslos und die
 Kranarmhebung möglichst störungsfrei funktioniert. Die Schwenkfunktion ist nur händisch möglich,
 wenn der Kran an der Säule gefasst und über die Widerstände des Schneckengetriebes ausgelenkt
 wird. Niemals den Kranarm zum Schwenken verwenden!
 
 Am hinteren deck mussten zwei fehlende Doppelpoler nachgefertigt werden und die anderen vom
 Deck abgebrochenen Teile wurden wieder angeklebt.

 Nach dem Eintreffen der MPX-Quarze konnte der Empfänger und dessen Verkabelung im Rumpf
 auf einem Platz neben dem linken Akku untergerbracht werden. Die Leitungen wurden übersichtlich
 verlegt und die Antenne entlang der Unterseite des Süllrandes des Brückengebäudes befestigt. Mein
 üblicher Reichweitentest verlief äußerst erfolgreich, sodass ich keine Sorge für Fahrten im Werft-
 hafen sehe.

 Das Auswiegen des Schiffs

 Zur Auswiegung des zwar massigen Schiffsmodells genügt zum Glück eine Badewanne. Um auf
 Wasserlinie zu kommen mussten im Heckbereich provisorisch 1400g Bleiplatten am Deck aufge-
 legt werden.

 Gleichzeitig wurden die Motore getestet und die Zugkraft erprobt. Die starken Motore ermöglichen
 große Zugleistung und das Ruder funktioniert gut. Beim Querstromruder ist eine gewisse Einseitig-
 keit festgestellt worden. Obwohl die originalen Propeller montiert sind dreht das Schiff nur in eine
 Richtung gut, in die andere nur schwach. Offenbar ist das eine Folge der Bauart des eingebauten
 Querstromruders.

 Die Unterbringung der Bleiplatten war schwierig. Ein Paket mit 10 Platten konnte in einem offenbar
 für die Unterbringung vom Blei vorgesehenen Schacht zwischen den Wellen ermöglicht werden.
 Da in der Badewanne der Eindruck entstand, das Heck müsste trotz der provisorischen Belastung
 noch etwas tiefer ins Wasser, wurde das zusätzliche Bleigewicht von 2 x 5 Platten und 100g im
 Heck vor und unter dem Ruderservo untergebracht. Das war jedoch nur mit dem Ausbrechen und
 nachfolgendem Ankleben der Servobefestigung möglich. Sollten später an diesen Bleipaketen
 etwas zu tun sein, muss das Servobrett wieder ausgebrochen werden.

 Ein Wassereintritt war keiner zu entdecken.

 Nun ist das Schiffsmodell für eine erste Probefahrt und allfällige Nachtrimmungen bereit.