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   CESSNA 310  -  Überarbeitung für Flugeinsatz
 

 
 Zufälle gibt es - ich sag's Euch. Im Klub kommen zwei Kumpel und berichten von
 einem Doktor der Modelle vor 20 bis 30 Jahren gebaut hat, aber nie zum Flug
 gekommen ist. Also, die fertigen Flieger liegen jahrzehnte am Dachboden und
 werden dabei nicht besser, doch hätte der Arzt Spass daran, wenn es seine
 Modelle fliegen sähe und das würde beim Klub ja am ehesten möglich sein. Er hat
 die Modelle quasi dem Klub angeboten, damit sie bestmöglich weiterverwendet
 werden. So kam es, dass ich zu beinahe zu einer zweimotorigen Cessna 310
 gekommen wäre, ja wenn da nicht eine Menge, eine zu große an Umarbeitung
 notwendig gewesen wäre.

 
 Die Geschichte und die Arbeit
 
 Ein Doktor hat in perfekter Weise das Modell und seine Details ausgearbeitet, hat natürlich beruflich bedingt,
 nur wenig Praxis im Modellflug, was man bei den einzelnen wichtigen Baugruppen sieht. So sind die Motoren
 optisch perfekt eingebaut, haben aber keine Kühlung. Das Einziehfahrwerk ist zwar OK, doch hält es der
 Belastung durch das schwer lackierte und massiv gebaute Modell nicht stand.
 Die Befestigung des Fahrwerks ist auf 4mm Sperrholzbrettchen vorgesehen die keine oder kaum Abstüt-
 zung an Rippen oder der Beplankung aufweisen. Hie wären tiefere Eingriffe erforderlich um das zu sanieren.
 Darüber hinaus würde der Umbau auf heutige Servos, man würde 2 Einziehfahrwerksservos brauchen, kost-
 spielig.  Ein weiterer Kostenfaktor ist auch das Motorenproblem, denn da sind alle Lager kaputt und die
 Kurbelwelle hat deutliche Rostspuren abbekommen. Die Verdichtung ist nach gängig machen und reinigen
 auch nicht sehr berühmt, also sollte man neue Motoren einbauen. Zudem ist ja noch das Auspuff-und Kühlpro-
 blem zu lösen. Der selbst bravourös angefertigte Auspuff muss aus gewichtsgründen ausgebaut werden, was
 nicht ohne aufschneiden der Motorgondeln möglich ist. Das Zusammenkleben ist dann auch wieder ein wenig
 Plusgewicht. Dann wäre da noch die Drosselansteuerung die unbedingt erneuert werden müsste, da sie zu
 großes Spiel infolge der Bowdenzüge aufweist. Wieder müßte die Gondel aufgeschnitten werden. bertreffend
 Tank konnte nicht erhoben werden, in wie weit der brauchbare Größe aufweist.

 Über allem hängt aber das Damoklesschwert von 7,5kg Modellgewicht und das bei einer Spannweite von
 1,86m. Das ist einfach zu kritisch für das Fahrwerk und  zumindest die erste Landung wäre die letzte. Ein
 Fahrwerkstausch würde natürlich zu groben Eingriffen in den Flügel erfoerdern.
 Fazit, ein schönes Modell, voll ausgerüstet, ist nicht ohne erheblichen langwierigen Arbeiten und Kosten zur
 Flugtauglichkeit zu bringen. Die Zerstörung beim ersten Flugversuch ist vorgegeben - das ist schade, zu
 schade. Daher habe ichmich von dem interessanten Modell getrennt, schweren Herzens aber der Vernunft
 folgend. Vielleicht findet sich ein Ort an dem es aufgehängt werden kann und so den Leuten weiterhin Spass
 beim Anschauen vermitteln kann.

 Nachstehend zu obigen Aussagen einige Bilder vom Modell und seinen Baugruppen.

 

       
       
 
       
das gereinigte Modell am Flugplatz