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Nachfolgend dann einiges über die Entstehung des
Modells, eines Produktes aus dem Vertrieb von R.E.M, aber eigentlich
Phönix Model Products und heute auch bei Graupner zu
bekommen. Die Spannweite 1 640mm, Motor:
15ccm Coolfire 91, Gewicht soll: 3,9kg ! - für mich ultraleicht - es wurden 4,1 kg und ich kann
sagen, das
Modell und der Motor sind sehr empfehlenswert. Das
Modell und der Motor waren sehr preisgünstig:
Modell 155.- Euro und Motor 59.-, so dass hier das
Preis-Leistungsverhältnis optimal erreicht ist.
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Eine kleine Baubeschreibung:
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Video hier klicken |
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Vorsicht schon zu Beginn:
Nachdem der Flieger ausgesprochen leicht gebaut ist,
kann man gar nicht genug sorgsam mit den einzelnen
Bauteilen umgehen. Eine Styroporunterlage ist also
unbedingt erforderlich, sonst gibt es zerkratzte Folie und Dellen en masse!
Der Motoreinbau ist insofern ungewöhnlich da keinerlei Angaben
betreffend die Einbaulänge in
der Bauan- leitung vorhanden sind - also so gesehen nicht ganz optimal für Anfänger.
Man muss nachdenken und im Modell umsehen und sich nach den angedeuteten Befestigungsstellen der
Motorhaube richten. - Und, siehe da, im Rumpf sind
Balsa-Sperrholzklötze an der Stelle an der die Motorhaube angeschraubt werden soll.
Der Vorgang:
Erst wird die Motorhaube formpassend am Rumpf befestigt,
sodass sie mit den Befestigungs- bohrungen in die Mitte
der im Rumpf befindlichen Balsaklötze reicht. Erst dann
kann der Motor entsprechend dem Abstand Firewall - Motorhaube außen (Propellerabstand von der Haube
beachten) am Motorträger befestigt und nachher innerhalb
der Motorhaube eingemittelt werden. Der Motor Coolfire
91 wurde mit den mitgelieferten Motorträgern mit
Nachbesserungen für Sturz und Seitenzug eingebaut. Das
Ausmitteln der Befestigung des Motors ist natürlich eine
Konzentrationsübung. Der Tankeinbau ist problemlos verlaufen.
Auf den Bildern vom Rumpf ist die
Leichtbauweise des Modells gut zu sehen.
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Motoreinbau |
Hype Coolfire
91 |
die
Motorattrappe ist ...na ja |
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Einblicke in
den Rumpf |
Richtung zum
Heck...Leichtbau pur ! |
Ansicht
Richtung zum
Motor |
mit Servos |
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Die Flügel sind voll bespannt und die Querruder und
Klappen fertig eingebaut und mit die Scharniere mit
Stiften gesichert. Unvorteilhaft beim Modell ist die Montage der Servos, da es heute
genügend flache Servos gibt, die dünn genug sind, um in der Fläche zu verschwinden, wodurch eine Montage auf der Flügelaußenhaut
nicht sein müsste. Mag sein dass hier der Leichtbau Vorrang haben
sollte. Ich habe GWS-Servos Type IQ-550BB eingebaut, da
sie nur ca. 6mm die Flügelaußenhaut überragen. Nach Einbau der Servos und
Verlegung der
Kabel habe ich den Flügel zusammengeklebt und nach der Aushärtung das
Einziehfahrwerk eingebaut.
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fabriksfertiger Flügel mit bereits ausgeschnittenen
Einbautenschächten |
Flügel mit
eingebauten Servos. Leider nur primitive Ausführung;
ginge auch anders. |
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klick
hier: Einziehfahrwerk in Aktion |
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das
fabriksfertige Cockpit |
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Zum Fahrwerk selbst ist zu sagen, dass ich sonst mit Giezendanner- oder Pressluftfahrwerken arbeite, war
mir der Einbau und vor allem die Funktion eines Einziehfahrwerkservos ungewohnt. Ein solches Servo lässt
sich vom Sender im Drehwinkel nicht beeinflussen, insbesondere störte mich die ebenfalls
nicht beeinflus- sbare Stellgeschwindigkeit. Daher baute ich
ein passendes starkes Servo ein, welches beeinflussbar
ist. - Das mitgelieferte mechanische Einziehfahrwerk sieht verlässlich aus,
doch gehören anstelle der Stahlbeine unbedingt Federbeine montiert, was ich auch
tat. Inzwischen weis ich dass das Fahrwerk auch wirklich in
Ordnung ist.
Etwas Vorsicht
ist auch bei der Montage des Höhen- und Seitenleitwerks
angebracht. Auf eine EWD-Prü- fung darf man nicht
verzichten, denn so wie es aus der Schachtel war, hätte
ich -0,5 Grad gehabt. Damit kann ich ,mich nicht anfreunden und so habe ich mich auf knapp mehr als 1/2 Grad eingearbeitet. Mit
viel Geduld kommt man zum Ziel.
Dumm ist nur, dass man unheimlich viel aufpassen muss, dass man an der
Beplankung, die ja überall ist und an der Bügelfolie keine Dellen macht.
Die
Schwerpunkteinstellung bereitete mir Kopfzerbrechen,
denn laut Bauanleitung sollte der bei 150 mm liegen (bei Flächentiefe 330mm). Also ich halte da auf Bewährtes
und habe mich auf die Drittelregelung eingestellt und
110mm verwendet. Dies stimmt auch mit der ähnlich
aufgebauten Spitfire zusammen und dort passt das sehr gut.
- Der Erstflug bestätigte später auch diese Entscheidung. Die Pickerl sind
aufgebracht - also könnte ich eigentlich bald mal auf die Piste und zum Erstflug schreiten.
Vor dem Erstflug
musste aber der neue "Billigstdorfer-Motor" Hype eingelaufen
werden. Die ersten Takte des Coolfire-Motors folgten nun. Der Motor sprang sehr gut an, doch war die
"Werkseinstellung" der Leerlaufdüse nicht passend.
Einige Male ein kleiner Klopfer auf die Finger steigerte
die Aufmerksamkeit im Umgang mit dem Motor. Jetzt stehe ich nach eineinhalb Tanks bei einem Standgas von
knapp unter 2000 U/min und einer Vollgasdrehzahl von
leider erst knapp 7.400 U/Min mit der 14x7
- 3-Balttschraube. Na mit 9000 wäre ich zufrieden
gewesen, doch
denke ich, der Motor muss erst einlaufen. (Zum
Gegensatz: mein alter 91 Super Tigre/Spitfire schafft mit gleichem Prop
8.000 U/Min). Aber wozu die hohe Drehzahl? - es geht besonders bei
dem Modell auch mit 7400 mehr als ausreichend gut.
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P 47 Thunderbolt
nach dem Erstflug |
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Der Erstflug
erfolgte schließlich am 14.
07. 2007. Nach der üblichen
Anstartprozedur ging's auf die Piste. Gas hinein und der
Vogel läuft an und hebt das Schwänzchen und mit etwas
Seitenruderkorrektur (zu wenig Seitenzug nach rechts,
oder doch der Seitenwind?)
hebt ganz flach und ohne ziehen ab. Der Erstflug
erfolgte ohne Kunstflugeinlagen und eine schöne Landung
ergab sich durch die hervorragenden Flugeigenschaften
des Modells. Im nächsten Flug konnte ich zum ersten Mal
wirklich funktionierende Landeklappen benützen.
Die in
der Bauanleitung empfohlenen Ausschläge passen sehr gut.
Allerdings war ich beim Ausfahren noch viel zu schnell und musste korrigieren. Das macht künftig die
Fernsteuerung selbst, denn dann kann man wirk- lich mit
Schleppgas fliegen.... und langsam werden, dass man es
nicht glauben möchte. Mit der Klappenverwen- dung kann man
die Landegeschwindigkeit noch deutlich verringern und fahrwerksschonende Landungen mit
wenig Stress gelingen problemlos.
Aus vollster Überzeugung kann ich dieses Modell jedem
fortgeschrittenen Modellflieger empfehlen.
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