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   Theodor Heuss, Seenotrettungsschiff mit Beiboot   -   Restaurierung           (Graupner)
 
 
 Nach dem mir Beschäftigung willkommen ist, konnte ich von einem Freund für
 eine Aktivierung eines seiner Modelle als Gegenleistung ein Modell aus sei-
 nem Lager auswählen. Ich durfte mir die Theodor Heuss M 1:25 aussuchen,
 die ich davor nur auf einem Foto sehen konnte.
 Da ich mich gut an Freund Hans Hnoysky erinnere, der einige Jahre hindurch
 an so einem Schiff gebaut hatte, weiß ich, wieviel Arbeit alleine an Reling und
 den Aufbauten zu leisten war. Da ich das Boot nie selbst bauen hätte können,
 war der Wunsch groß, vielleicht einmal an so ein Modell herankommen zu
 können. Mein Freund machte es möglich und so kam ich zur einer, noch dazu
 schönen und kompletten Theodeor Heuss samt Beiboot Tedje, aus der ersten
 Serienfertigung.  Das M 1.25 Modell wurde von Graupner ab 1963 bis 1971
 verkauft. Nachfolger war die Graupner Bermpol M 1:20.

 Mit großer Freude konnte ich vom Freund das imposante Modell übernehmen.
 Ich war überwältigt, denn es waren alle Details vorhanden, die dieses Modell
 aufwerten. Ein erster Blick in den Rumpf ließ die Vollausstattung erkennen. Um
 sie zu verstehen und zu handhaben, wird allerdings später ein Lernprozess
 notwendig werden.

 Zuvor musste ich natürlich das Boot Ben Ain meinen Freundes perfekt fertig-
 stellen, damit es seinen Vorstellungen entspricht und er dann damit auch eine
 Freude hat, so wie ich jetzt mit der Theodor Heuss.

 Alleine die Überlegungen, wie die bisherige Technik und Mechanik auf heutige
 Steuerungsmöglichkeiten abgeändert werden kann, waren eine Aufgabe.

 
Technische DatenTheodor Heuss, M 1:25:
 Länge 933 mm, Breite 220 mm, Gesamtgewicht incl. Tedje: ~4100 g,
 Motore: mittig Nautocraft 6V, seitlich 2x Monoperm 6V,
 Propeller:Hauptmotor 3 Blatt 40mm Dm, Außenmotore 3 Blatt 30mm Dm gegl.,
 Regler: Carson Sirius 2 max,
 Antriebsakku: 2 x Blei 6V 3,4Ah parallel (Entladeschluss 5,25V),
 Bootsaufzug: eneloop 2,4V 1900mAh

 Fernsteuerung Theodor Heuss: Flysky FS-i6X (Sender Nr. 8), 
 Funktionen: Ruder, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit, 
 Beibootaufzug Hauptschalter (K 7) und  Beibootaufzug Umpolschalter (K 5),
 Außenmotore Zu-/Abschaltung (K 6)
 

 Beiboot Tedje:
 Länge: 325mm, Breite: 110mm, Gewicht: ~190g (fahrfertig),
 Motor:  NN klein, Propeller: 3 Blatt 20mm Dm,
 Regler: DILWE 20A,
 Fernsteuerung Beiboot Tedje: Flysky FS-6i (Sender Nr. 5),
 Funktionen: Ruder, Fahrtrichtung  und  Geschwindigkeit


Theodor Heuss im Werfthafen
Fahrvideo Werft



Theodor Heuss (Graupner)
Fahrvideo Erstfahrt

 









Funktion des Bootsaufzuges
Video Bootsaufzug


 Bestandaufnahme am Rohbau und Beginn der Aufarbeitung

 Das Modell ist grundsätzlich als fix und fertig anzusehen. Lediglich am Mast ist eine Rah anzukle-
 ben. Ansonsten ist das Modell erst zu erkunden und durch Abnahme des Aufbaus ein Blick in den
 sehr vollgeräumten Rumpf zu werfen. Erst nach Ausklinken der seitlichen Antennen aus den Bug-
 und den Antennen-Heckstehern und danach des Lösens des Beiboot Aufzugsgestänges, konnte
 der Aufbau abgenommen werden. Sofort fällt auf, dass alles sauber eingebaut ist. Unten im Rumpf
 sieht mam mittig den riesigen Nautocraft Motor und beidseits daneben die beiden orangen Mono-
 perm Motore. -  Die Antriebsmotore und die ungewöhnlich eingebauten 2mm Schiffschraubenwellen
 werden beibehalten, da deren Umrüstung erhebliche Eingriffe in den Styropor-Rumpf bedeuten
 würde. Und das ist eine chemisch heikle Sache!  Und fahren wird das Modell auch mit den vorhan-
 denen Motoren, zumindest so schnell, wie Graupner es ehemals geplant hatte.

 Der Erbauer musste daher zur Abnahme des Aufbaus des Modells, den Aufbau aus den vorderen
 Führungs- und Kontakstiften, hinten leicht angehoben, herausziehen. Zur Inbetriebnahme musste der
 Aufbau  beschränkt weit seitlich aufgeklappt werden, um den derzeit noch lose im Rumpf liegenden
 Schalter des Reglers zu erreichen, damit er das Schiff ein- bzw ausschalten konnte.
 Beim ersten Versuch ins Innere der TH besser einsehen zu können ergab sich, dass die durch den
 Aufbau führende Beiboot-Aufzugsstange vom Antrieb ausgehakt werden musste, um den Aufbau
 abnehmen zu können. Die Aufzugsstangfe ist jetzt mit einer Drahtklammer befestigt.
 
 Im Schiff ist der Antriebesmechanismus für die Bewegungseinrichtung des Beibootaufzuges unter-
 gebracht. Er liegt über allen Einbauten und bedarf eines gesonderten intensiven Studiums. Interes-
 sant ist, dass sich noch zwei Blei Akkumulatoren im Schiff befanden, die an tiefer Stelle liegen. Sie
 werden ausgewechselt, was nur durch das einzelne, seitliche Herausheben mit Geduld, möglich war. 
 Im hinteren Bereich seitlich angeordnet, befindet sich der Antrieb zum Öffnen und Schließen der Heck-
 klappe für das Beiboot Tedje.
 Was sonst noch alles im Schiff ist, muss erst später erkundet werden. Erst nachdem Klarheit über die
 Steuerungs- und Stromversorgungseinrichtungen besteht, kann ein Probelauf der Motoren erfolgen.

 Zu entscheiden ist an dieser Stelle, mit welcher Stereurung das Modell künftig betrieben wird. Der
 Erbauer hatte zur Steuerung der TH und des Beibootes nur einen Sender verwendet. Damals wurde
 das rechte Knüppelaggregat für Gas und Ruder der die TH und die Endstellungen des Ruderknüppels
 für den Beibbootaufzug verwendet. Das linke Knppel,aggregat steuerte das Beiboot mit Gas- und
 Ruderfunktion. - Die Handhabung wird wohl nicht sehr einfach gewesen sein.
 Heute verwende ich dazu  einen Sender für die TH und einen weiteren für das Beiboot. In beiden Fäl-
 len eignen sich Flysky Anlagen, die allfällig auch Telemetrie aus dem Schiff ermöglichen. Somit kön-
 nen beide Boote einzeln gesteuert werden, was jedoch normalerweise zwei Steuermänner erfordert!
 Als Einzelgänger und mit gleichzeitiger Bedienung einer Videokamera wird selbst bei Windstille
 ein Beiboot Aus-Einsetzvorgang eine fast ummögliche Aktion.
 
 In einem Versuch zur ersten Erkundung des Schiffs, wurde probeweise ein 6K Flysky Empfänger an-
 geschlossen und mit 4,8V versorgt. Da bisher nur ein Stecker für den Regler/Antrieb und ein zweiter
 für das Ruderservo  verwendet wurden, konnte ein Test der Ruder erfolgen. Dabei zeigte sich, dass
 der Erbauer wegen den bescheidenen Möglichkeiten seiner Fernsteuerungsanlage, in den beiden 
 Ruderendstellungen mit Mikroschaltern den Beibootaufzug und die Beibootklappe am Heck schaltete.
 Die Funktion ist gegeben und es konnte auch das Beinboot abgenommen werden.- Hier wird Arbeit
 anfallen, um die Trennung der Ruderfunktion vom Bootsaufzug zu erreichen.

 Fortsetzung unter dem Bilderblock. 
 
       
       
       
 3.4.25                   Fahrvideo Erstfahrt      
   
       
Theodor Heuss (Graupner, Version 1)      
       
Blick auf die Akkus   ganz unten die alten Motore Blick links hinten zum Klappenantrieb
vorne der lange Baiboot-Holantrieb   die zum Teil offenen Heckklappe  

 Abeitsbeginn mit Beiboot Tedje

 Das Beiboot Tedje ist mit einer eigenen Steuerung ausgerüstet. Das Deck ist am Rumpf nicht sicher
 wasserdicht "aufgeklickt". Im Rumpf befinden sich viele Einbauten, jedoch in relativ schwerer Ausführung.

 Um das Gewicht des Bootes ein wenig zu reduzieren und es für die Flysky Steuerung anzupassen wurde
 ein mini 4 Kanal-2,4gHz-Empfänger eingebaut. Es wurde auch ein kleiner BEC-Regler eingebaut, der
 über den Empfänger auch den Motor und das Servo versorgt. Die Schaltung ist derart eingerichtet, dass
 bei abgeschalteter Empfänger- und Reglerstromversorgung, der Akku mit einem speziellen Stecker von
 außen geladen werden kann. Mit dem Schalter am Oberdeck kann das Beiboot ein- und ausgeschaltet
 werden.

 Beim Schwimmtest im Waschbecken konnte das Boot getrimmt und der Antrieb erprobt werden. Zur
 Steuerung wird der Sender Nr 5 (Jaguar) verwendet.

 Zu beachten ist, dass die Empfängerreichweite maximal 100m  beträgt. In der Praxis kann der Aus- und
 Einzug des Beibootes ohnedies nur in kurzer Entfernung stattfinden, um den Vorgang genau beobachten
 zu können.


       
Beiboot Tedje   das Innenleben Tedjes neu adaptiertes Beibhoot Tedje 
der neue Regler  das neue Innenleben    der neue 4 Kanal Empfänger

 Die Änderungen im Rumpf und die Erweiterung der elektrischen Ausrüstung

 Bei der Beschau des Modells fiel auf, dass es eine spannende Aufgabe wird, die Stabilisierung der
 Führung des Mittelruders zu verwirklichen. Beim Styropor Rumpf ist diese heikle Schwachstelle be-
 kannt, da die Einbauhöhe des Ruderrohres (Koker) sehr gering und Styropor weich ist. Weiters ist
 ein Zugang zur Festigung im Rumpf nur möglich, wenn die Beibootrinne aufgeschnitten wird. Diese
 Sanierung wird erst später erfolgen, insbesonders dann, wenn es zu Wassereintritt oder Steuerpro-
 blemen kommen sollte.- Grundsätzlich möchte ich am Modell, speziell am Styropor Rumpf, keine
 Änderungen vornehmen, solange es dazu keinen zwingenden Grund gibt.

 Aufbau abnehmen / aufsetzen

 Das Laden aller Akkus und ein Zugriff im Rumpfinneren bedarf der Entfernung des Aufbaus.
 Dabei muss der Aufbau etwa 45 Grad angehoben und dann um 90 Grad gederht werden. Erst danach
 lässt sich der Aufbau nach hinten über die Bootshalteschlinge abziehen. (Siehe Bilder)

 Danach gelangt man zu den Antriebsakkus die jeder einzeln geladen werden sollten, es ist aber auch
 paarweise möglich. Wird das Modell außer Betrieb genommen, muss die Parallelschaltung der Akkus
 getrennt werden, um gegenseitige Entladung zu verhindern.
  Auch die Ladebuchse für den 2,4V - Bootsaufzugakku ist dann zugänglich
 
 Arbeiten an der Elektrik

 Nach der Einarbeitung in den Bestand und nach Änderung der Empfangsanlage im Beiboot, wurde
 mit der Neuverkabelung im Rumpf begonnen. Das Wirrwarr gestückelter mehrfarbiger Leitungen
 diverser Verbraucher war angsterregend. Es musste jede Leitung vom Anfangs- bis zum Endpunkt
 verfolgt und überarbeitet werden. Um einen Überblick zu bekommen wurden Skizzen angefertigt,
 welche die Verdrahtung und ihre Stückelungen zeigten.

 Antriebe Bootsaufzug und Heckklappe

 Da ich die Technik des Bootsaufzuges noch nicht eingehend angesehen hatte, ergab sich das jetzt.
 Es war festzustellen, dass beide Gewindeantriebe für die Heckklappe und den Beibootaufzug mit 2,4V
 Micro T05 Motoren angetrieben werden. (Das Untersetzunghsverhältnis müsste geklärt werden, damit
 allenfalls ein Ersatz beschafft werden kann.)

 Beide Motore sind miteinander via Umpol- und Endschalter elektrisch verbunden. Sie wurden bisher
 mit dem Seitenruderknüppel via Mikroschaltern in jeder Endstellung bewegt. Am Ruderservo befanden
 sich an den Endstellungen die Mikroschalter, die diese Funktion aktivierten. Diese Koppelung wurde
 geändert und wird jetzt  mit einem Dreistellungsschalter ein Schaltservo mit den Mikroschaltern zur
 Umkehr der Arbeitsrichtung verwendet.
 Unklar war Anfangs noch, wie die Endabschaltung beim Ausschieben und umgekehrt beim Aufnehmen 
 des Beibootes funktioniert. Es war alsbald zu sehen, dass es am Beibootaufzugsantriebsmechanismus
 einen Mikroschalter gibt, der auf einem langen angelöteten Messingrohr-Bügel sitzt. Seine Funktion
 schaltet den Klappenantrieb automatisch in Abstimmung mit dem Bootsaufzug jeweils ein oder aus.
 Für den Bootsaufzug selbst gibt es keine automatische Endabschaltung, jedoch eine Art Rutschkupplung,
 die man hört.

 Achtung:
 Um beim EInschalten des Senders das Anlaufen des Bootsaufzuges zu unterbinden, muss er mittels
 einer Schaltelektronik für den Betrieb via
K 7 gesondert eingeschaltet werden.  
 Während dem Betrieb des Aufzugs muss künftig am Ende jeder Beiboot-Aktivität der Dreistellungs-
 schalter des Kanal 5 in die Mittelstellung gebracht werden! (Schalterstellung vorne-Absetzvorgang,
 Schalter hinten Bootsaufnahme)


 Alle Kabelverbindungen der Schalter wurden mit neuen und angepasst langen Kabeln ausgestattet.
 Der Akku für die 2,4V-Stromversorgung wurde erst beim Auswiegen des Schiffs seitlich neben den
 Bleiakkus positioniert. Die Stromversorgung für den Bootsaufzug wird mittels einer Schaltekeltronik
 aktiviert, damit beim EInschalten, die Aufzugsmotore nicht anlaufen. Für den 2,4VC Akku wurde eine
 Ladebuchse eingebaut.

 Motoranschlüsse

 Zur Entwirrung der Motoranspeisung und am Regler wurde die Entscheidung getroffen, dass die Th.
 Heuss hauptsächlich mit dem großen Nautocraft Motor gefahren wird. Für eine "Schnellfahrt" werden
 die beiden Monoperm Motore zugeschaltet. Die Zuschaltung erfolgt mit einem Schaltservo.
 Bei den Probeläufen fiel auf, dass ein Motor heftig quietschte und nach Öl verlangte, Doch fallweise
 und trotz Ölung kommt es bei niedriger Anlaufdrehzahl zu, Quietschen.
 Die Geräuschentwicklung beim Lauf der Motore ist nicht laut. Mit 6V Spannung drehen die Motore
 maximal ihre Solldrehzahl, wodurch nur wenig Lärm entsteht.

 Ungeachtet der Kabelführung musste entschieden werden, wo die Schaltservos, der Regler und der
 Empfänger untergebracht werden, damit das Gewicht möglichst gleichmäßig verteilt wird.
 Alle Schaltservos und der Regler wurden auf Sperrholzplättchen mit Epoxyharz im Styro-Rumpf einge-
 klebt. Sie sind mit Doppelklebeband (lösbar) befestigt.

 Propellertausch

 Ermuntert durch die gute Funktion des Bootsaufzugs kam mir jetzt die Idee, die Propeller zu tauschen.
 Hmmm  - Nachdem alle Propeller vom Erbauer nur in einer Drehrichtung wirkten, mussten die Außen-
 propeller zu gegeneinanderlaufenden ausgetauscht werden. Dabei ergab sich ein heftiges Problem,
 da der Erbauer die Propeller am Gewinde des Wellenendes festgekelbt hatte.
 
 Durch die geklebten Propeller entstand ein Rattenschwanz an heikler Zusatzarbeit. Schon beim ers-
 ten  Außenpropeller musste mühsam und vorsichtig der Beiboot-Klappenantrieb im Rumpf drinnen
 gelöst werden, um die darunter liegende Schraubenwelle festhalten zu können. Der alte Kunststoff-
 propeller ließ sich nicht lockern und musste zur Entfernung mit dem Handfräser und danach, - ohne
 das Gewinde zu beschädigen-, dessen Gewindehülse von der Schraubenwelle abgefräst werden.
 Der Vorgang der Propellerentfernung musste bei allen Propellern wiederholt werden.
 Beim Tausch der äußeren Propeller sollte auch eine kleine Vergrößerung der Durchmesser erfolgen,
 was nicht gelang. Die Propellergröße der Außenprops von 30mm entspricht der vorigen die durch
 ein Paar vorhandene aus Messing ersetzt wurden. Der Mittelprop mit 35mm Dm wurde gegen einen
 originalen roten Graupner Kunststoffprop mit 40mm, ebenfalls aus dem Lagerbestand, getauscht.
 Alle Propeller wurden mit Kontermuttern gesichert.

 Abschlussarbeiten an der E-Installation

 Damit der Bootsaufzug generell abgeschaltet werden kann, wurde dazu einen Schaltelektronik verwen-
 det. Damit der 2,4V-Akku im Schiff bleiben kann, wurde eine Ladebuchse eingebaut. Nun war auch der
 Wunsch entstanden,  die Beleuchtung schaltbar zu machen. Dazu war erforderlich, die Kontaktstifte des
 Aufbaus und im Rumpf leitfähig zu machen.
 Mit einer weiteren Schaltelektronik sollte die Beleuchtung schaltbar gemacht werden, was aber nicht
 gelang. Es ist im Aufbau ein elektronischer Bauteil (Diode?) vorhanden, der die Funktion der Schalte-
 lektronik störte. Daher wurde ein Schalter im Aufbau am oberen Kommandostand eingebaut der die
 gesamte Beleuchtung aktiviert, die man ohnedies nur in Dunkeln sehen kann.

 Trimmung und Dichtheitsprobe

 Schließlich war interessant, wie hoch das Fahrgewicht der Theodor Heuss ist. Durch Wiegung der Ein-
 zelteile ergibt sich ein Gewicht von 4100g. Aufgegliedert stellt sich dar: Der fahrbereite Rumpf wiegt
 3500g, der Aufbau 400g und das Beiboot 200g.
 Nach dem Abschluss der Verlegung der elektrischen Leitungen war Zeit, das Schiff zu trimmen. Es
 wurde auch beobachtet ob Wasser ins Schiff eindringt, was aber nach dem kurzen Testlauf in der
 Badewanne nicht der Fall war.

 Fahrerprobungen

 Am 3. 4. 25 wurde die TH zu Wasser gebracht.und die erste Probefahrt am Waldteich durchgeführt.
 Dazu waren beide Sender der TH und des Tedje in Funktion, für den Fall, dass die erstmalige Aus-
 bringung des Beibootes funktioniert.
 Vorweg, das gelang nicht, da sich das Beiboot nicht aushakte. Magt sein, dass meine Geduld und der
 Wind dazu ungünstig waren.

 Die TH fährt mit dem alten großen Nautocraft E-Motor angepasst dahin. Das entspricht meiner Ein-
 schätzung wie so ein Schiff normaler Weise unterwegs ist. Mit der Zuschaltung der Außenmotore
 wurde das Modell deutlich flotter, doch weit entfernt von Gleiten (wie sich das mache im Internet er-
 warten). Nach halbstündiger Fahrt und kleinen Anpassungen der Sendereinstellungen wurde die
 Erstfahrt beendet. Die Akkuspannung war auf 6,25V abgesunken, also wäre ausreichend Fahrzeit
 möglich gewesen, bis die Akku-Schlussspannung 5,4V erreicht worden wäre. Die Erkenntnis zeigt,
 dass keine Akku Spannungsüberwachung mittels Telemetrie erforderlich ist.

 Ungut fiel am Ende der Fahrt auf, dass Wasser in den Rumpf eingedrungen ist. Wo, das war unklar.
 Da das große Mittelruder keine sehr stabile Lagerung im Rumpf hat, könnte dort Wasser eindringen.
 Äußerlich ist davon nichts zu erkennen. 
 Mangels Bauplan kann man nicht abschätzen, ob im Styropor neben dem Messingrohr eine Undicht-
 heit besteht

 Nach eingehender Überprüfung könnte es jedoch an den Wellenölern liegen, speziell bei dem an der
 linken  Welle. Dort ist beim Nachfüllen Öl ausgetreten!  -  Das Problem zu lösen ist schwierig, da man
 mit Entfettung mittels  "Nitorverdünnung" u.dgl., nicht arbeiten  kann. Das Überdecken der Wellenöler
 der beiden Außenwellen ist nicht möglich, da die Öler im Rumpf 1cm vom Ende des seltsam kurzen
 Stevenrohres angeordnet sind, was ein Übergießen mit Epoxydharz nicht zulässt. (Sonst würden wo-
 möglich die Wellen vereklebt werden)
 Es bleibt als einfache Maßnahme nur, am Rumpfboden im Heck einen Streifen saugendes Tuch einzule-
 gen, der verhindert, dass Wasser zum Mittelmotor nach vorne rinnen kann.
 Die Möglichkeit, dass durch die kurzen harten Plastikschläuche der Wellenöler das Wasser eintritt
 zu unterbinden, wurden sie mit Silikonschläuchen verlängert und unter der Deckkante abgelegt. Es
 wird sich bei der nächsten Fahrt zeigen, ob diese Methode hilft.
 Bei jeder Fahrtunterbrechung mit Herausnahme des Modells aus dem Wasser, sollte nachgesehe
 werden, ob die eingelegten Stoffstreifen gegen trockene ersetzt werden müssen. (Trockene sind im
 Modell seitlich vorhanden)
 

 Bei herrlicher Morgenstimmung erfolgte am 18. 6. 25 die Fahrt im Werfthafen Korneuburg. Alles lief
 beim  Mutterschiff hervorragend, doch beim Beiboot Tedje vergaß der Käptn die Einschaltung der
 Empfangsanlage. Nach dem Aussetzen des Bootes trieb es schön aber steuerlos umher. Just in die-
 sem Moment fuhren zwei Pontone des Bundesheeres vorbei (langsam), sodass die Wellen das Bei-
 bootTedje hätten abtreiben lassen können. Mit großer Mühe konnte ich mit der Th. Heuss das Boot
 ans Ufer bugsieren. -  Nach dem Einschalten und der Funktionsprobe wurde das Beiboot ins Wasser
 gesetzt und damit ein wenig herumgefahren. Trotz der Wellen ließ sich Tedje gut steuern.

 Danach wurde die Aufnahme des Tedje mehrfach versucht. Erschwerend dabei ist, dass die TH bei
 Rückwärtsfahrt so gut wie nicht steuerbar ist. Lediglich der Radeffekt der Schiffschraube wirkt zu Len-
 kung, was nicht unbedingt günstig ist. Nur mit Mühe gelang es mit Schwung und mit leichter Rückwärts-
 fahrt der TH,das Beiboot auf die Rampe zu bringen und mit es der Kraft des Bootsaufzuges auf das
 Mutterschiff zu ziehen.
 Dabei kippte im ersten Versuch das kleine Boot im Aufnahmebereich und konnte nicht ganz hochge-
 zogen werden. Daher wurde nochmals kurz die Aussetzfahrt eingeschaltet, wonach das Tedje in die
 richtige Lage rutschte. Danach konte das Boot einwandfrei vollständig hochgezogen werden.
 Es hätte eines zweiten Kapitäns gebraucht, um den Aufzug des Tedje auch im Video zeigen zu können.

 Fest steht, dass bei Wind und/oder Wellengang, die Aufnahme des Beibootes nur mit zwei Kapitänen
 möglich ist. Somit kann der Beiboot Kapitän mit Gas den Aufzug erleichtern und der Kapitän der TH
 mit "kleiner Kraft retour" die Position halten.

 Die Fahrt der TH war angenehm zu steuern. Hauptsächlich wurde mit dem Hauptmotor gefahren, die
 Zuschaltung der Außenmotore steigerte die Fahrgeschwindigkeit, doch wurde davon kaum Gebrauch
 gemacht.
 
 Die Kontrolle nach Wasser im Schiff verlief bei der TH erfolgreich, denn das Schiff war im Rumpf trocken
 geblieben. Offenbar hat sich die Verlängerung der Schmiervasenschläuche bewehrt.
 Hingegen zeigte ein Blick in das Beiboot Tedje, dass gering Wasser im Böötchen war. Es konnte aus-
 geleert werden. Ursache dürfte sein, dass durch das nur aufgeklipste Oberteil des Bootes, beim Aus-
 setzen oder Einholen kurz Wasser am Heck eintreten konnte. Nachh jeder Aussetzung muss daher das
 Boot auf Wassereintritt geprüft werden.

 Nach dem Nachladen aller Akkus und dem Ölen der Wellen und nach kurzen Motorläufen, wurde die TH
 abgestellt.
 
 

       
 
       
Beginn der Entwirrung    Lagerung des Bootsaufzugsantriebs  der Endabschalter? 
  Ruderservo noch mit Mikroschaltern  Nur-Ruderservo wieder eingebaut  Schaltservos: Bootsaufzug / Motore 
Rumpf mit Akkus Empfänger und Umpolservo Aufzug Ruderservo und Schaltservo f. Motore Bruchstelle Schalterbügel (rechts)
Schalterbügel mit Verstärkung angelötet der Schalter in Abschaltstellung Klappenantrieb Funktion Bootsantrieb Steuerung Umpolung Klappe und Bootsaufzug Schaltung Motorsteuerung
Befestigung Schubstange Bootsaufzug mit Federklammer der Klappenantrieb ist gelöst  der Schalter für Positionslampen fertig vor dem Trimmen
 3.4.25             Fahrvideo Erstfahrt      
18.6.25         Fahrvideo Werft