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   MS Helgoland  Nr 2   (Graupner)  -  Umrüstung auf Variophon 40mHz Steuerung 
 
 
 
Mein lieber "Schiffe Freund Franz" ist viel unterwegs und findet immer tolle
 Modelle die nach meiner Überrarbeitung wieder voll in Schuss sind. Die MS
 Helgoland Nr 1 war von der Bauausführung und Lackierung nicht so optimal,
 für den Versuch sie mit einer Tipp-Steuerung zu fahren, ideal. Doch nachdem
 der Versuch sehr gut verlaufen war, fiel die weniger gute Optik auf.
 Das vom Freund kürzlich gekaufte Modell Helgoland, ist Klassen schöner und
 vorbidlgetreuer gebaut und würde optisch besser zu meinem Modell der SS
 France passen.
 Mein Freund willigte dem Tausch der Modelle ein und erhält meine Helgoland
 auf Flysky Steuerung fahrbereit umgerüstet.  MS Helgoland Nr 2 wird wieder
 mit der Variophon 40mhz-Steuerung betrieben.

 Wie schon zu sehen war, ist das Modell genau nach der Bauanleitung gebaut
 worden, wodurch nur ein schmaler Zugang in den Rumpf möglich wird. Beson-
 ders spannend wird die Anlenkung des Ruders werden, denn dort kommt man
 kaum  hin.

 Vor der Umrüstung wird die begonnene Restaurierung der USS Kidd fertigzu-
 stellen sein. Danch kann die neue Helgoland in Angriff genommen werden.

 
 Technische Daten  MS Helgoland, M 1:100:
 Länge: 915mm, Breite: 143mm,  Tiefgang: ~ 5cm, Fahrgewicht: ~2200g,
 Motore: 2 x 280 3-12V, bei 8V ~11000U/Min Leerlaufdrehzahl,
 Propeller: 2 x M2 3Bl 25mm Dm/H 25, Serie 162, Messing, gegenläufig,
 Antiebsakku: 2 x 2 S LiPo 3000, parallel,
 Fernsteuerung: Variophon 40,68mHz(!): Fahrtrichtung, Geschwindigkeit, Ruder
 Akku Empfangsanlage: 6V Eneloop 2000 mit 2,4V Anzapfung


MS Helgoland  (Graupner, 1965)
Fahrvideo




derzeitiger Bauzustand


 MS Helgoland Nr 2 wird aufgearbeitet

 Das Modell war sehr staubig als ich es übernommen hatte. Wie üblich sind an den Masten und Klei-
 nigkeiten am Deck überschaubare Beschädigungen vorhanden. Im Rumpfinneren gleichviel Staub wie
 auf den Decks. Da musste gleich zu Beginn das Seifenwasser her und eine gründliche Reinigung erfol-
 gen. Das mit Pinsel geschrubbte Deck usw., wurde mit Pressluft abgeblasen und getrocknet. Jetzt
 sieht das Modell deutlich besser aus und lädt zur Arbeit ein.
 
 Das Modell MS Helgoland Nr 2
das gereiniget Modell
       
Blick in den Bugraum neue Motore und Wellen sind eingebaut am neuen Modellständer

 
Es geht los....

 Noch vor dem Beginn der intensiven Arbeiten in Rumpf musste ein Modellständer gebaut werden.

 Nach der Reinigung wurde das Oberdeck abgenommen, damit der Zugriff in den Rumpf möglich wird.
 Im Rumpf wurden die kleinen Monoperm Motore ausgebaut und die Schraubenwellen nach innen heraus-
 gezogen, da sie nur schwer drehbar waren. Nach dem späteren Zusammenbau werden wieder 30mm
 Messingpropeller verwendet wie sie sich bei der ersten Version bewährt haben. Die zwei Monoperm
 Motore werde nicht eingebaut, sondern und wiebei Variante 1 erprobt, die 280ziger Motore verwendet. 
 Betreffend deren Einbau muss eine günstige Lösung gefunden werden, damit sie bei Bedarf wegen der
 sonst schwierigen Erreichenbarkeit leichter ausgebaut werden können. Als Wellenkupplungen kommen
 wieder Gummnischlauch-Kupplungen zum Einsatz.

 Da wieder die gewichtige 40mhz Empfangsanlage verwendet wird, waren die Gewichte der einzelnen
 Baugruppen und der Unterschied zur Variante 1 interessant. Die einzelnen Gewichte der einzelnen Teil-
 gruppen wurden ermittelt. Die Unterschiede zum Modell 1 werden in der Tabelle sichtbar.
 
Bauteil Helgoland 1 Helgoland 2
Rumpf ohne Technik   680g  994g
Aufbau   370g -
  1050g   994g
Rudermaschinen + Akku 6/2,4V-Empfangsanlage   330g  330g
Empfänger, 3 Schaltstuf., Rücklaufregl., Schalterk.   185g  185g
Akku Antrieb   135g    200g  (=2 Akkus)
2 Motore mit Kupplungen      80g       80g
Bleizuladung   770g  
Fahrgewicht 2550g  

 Rückblickend auf den Fahrbetrieb der Helgoland Nr 1 sollte das Fahrgewicht auf etwa 2200g reduziert
 werden.

 Motoreneinbau

 Zuerst
wurden die bei der Reinigung gelockerten Rettungsboote wieder befestigt. Im Rumpf wurde
 mit der Vorbereitung des Einbaus der Motore begonnen. Davor wurden die Stevenrohre mit Wellen-
 fett befüllt. Das Fett wurde mit den von innen einzuschiebenden Wellen gut verteilt und die Propeller
 provisorisch montiert. Danach wurden die Motore mit den Schlauchkupplungen probeweise an den
 Wellen angeschlossen. Jetzt konnte man die neue Einbaulage erkennen und die Größe des Motor-
 trägers festlegen.

 Wie beim  Zerstörer USS Kidd wird der Motorträger mittig mit drei Bohrungen versehen, mit denen
 er später am im Rumpf befindlichen alten Motorträger angeschraubt werden kann.- Die Motore wer-
 den am Motorträger mit Doppelkelebeband angeheftet und im Rumpf mit den Schlauchkupplungen
 mit den Wellen verbunden. Dann wurde der Motorträger in die Position des leisesten Laufgeräusches
 bewegt und angeschraubt. Danach wurde die Motorenlage nach mit dickem Sekundenkleber fixiert.
 Künftig können die beiden Motore nach Lösend der zwei Befestigungsschrauben unschwer ausge-
 baut werden, falls das zu Arbeiten an den Motoren oder Schraubenwellen notwenig wäre.

 Steuerungseinbau


 
Nach der Motorenmontage konnte mit dem Einbau der Teile für die Steuerung des Modells begon-
 nen werden. Die nicht einfache Montage der für die Lenkung erforderlichen Bellamatic Ruderma-
 schine wurde vorgezogen und die Einbauposition wie im Plan gewählt, bei der später die Feinein-
 stellung der Mittellage des Ruders möglich ist.
 Allerdings gab es mit dem Ruderhebel auf der Ruderwelle Schwierigkeiten, da der nur angelötet war.
 Bei den ersten Versuchen an der schwer erreichbaren Stelle einen Gabelkopf einzuhängen löste sich
 die Lötstelle und das Ruder musste ausgebaut werden. Das bedingte den Bruch der unteren Ruder-
 lagerung, denn nur so konnte die Ruderwelle ausgebaut werden. Eine neue Welle aus Messing wurde
 angefertigt und mit einem Gewinde versehen. - Um den Gabelkopf in die schwierigen Postition bringen
 und befestigen zu können wurde eine ausgefallene Lösung gefunden. Dazu wurde der Stift des Gabel-
 kopfes entfernt. Durch die entstandene Bohrung wurde ein  im rechten Winkel abgewinkeltes Stahl-
 drahtstück durchgesteckt und der lange Schenkel am Gabelkopf angekebt.

 Anschließend konnte die bereits auf einer Halterung montierte Bellamatic eingebaut werden. Erst
 nach der Montage des verlängerten Ruderarmes der Bellamatic konnte der Gabelkopf eingehängt
 werden. Nach der Einrichtung für die Mittelstellung des Ruders wurde die Rudermaschine eingeklebt
 und nachträglich die Mittenstellung mechanisch mit dem Gabelkopf korrigiert. Mit der Steuerung wurde
 eine Probe durchgeführt und die Ausschlagrichtung passt.

 Nun konnten die notwendigen Teile der Empfangsanlage ähnlich wie bei der ersten Version provoi-
 sorisch angeordnet werden. Die Lage der zwei Lipo Akkus wurde erprobt und schließlich die Kabel-
 verbindungen für den Betrieb hergestellt.

 Die Graupner Varioton-Empfangsanlage besteht aus folgenden Einheiten:
 Pendelaudion Empfänger 40,68mhz, Schaltstufe K1-2 mit Rücklaufregler und Bellamatic ,
 K3-4 mit dem Fahrtregler und K7-8 mit Eigenbau C05-Leistungsschalter 20A.
 Als Akku wird ein 5 zelliger NiMh Eneloop 2000 Akku mit einer 2,4V Ausleitung verwendet und
 das Varioton Schalterkabel.  Die Antenne wird wiederinnen entlang des Decks angebracht.

 Schlingerkiele

 Noch vor dem definitiven Steuerungseinbau wurden Schlingertkiele aus 2mm Sperrholz angefertigt
 und angeklebt, da sie sich bei der Vorvariante vorteilhaft erwiesen hatten. Diesmal werden sie so
 montiert wie sie im Vorbild Aufrissplan zu sehen sind. Um sie gegen Wasser zu schüzen wurden sie
 nach dem Aufkleben mehrmals mit Porenfüller gestrichen und geschliffen. Dabei wurden auch die
 Sprünge im Lack am Boden des Rumpfes gekittet und geschliffen. Danach wurden die Stellen nach-
 gestrichen. Eine Neulackierung unterblieb einstweilen.

 Weiter mit dem Steuerungseinbau

 Anschließend wurde der Einbau der Bleiplatten am Rumpfboden vorgenommen und die Platten mit
 ein wenig PVH Leim gegen Verrutschen gesichert. Danach wurde die Stellprobe mit der gesamten
 Empfangsanlage vorgenommen.

 Der Fahrtregler wird nicht wie im Bauplan vorgesehen, sondern wie in der Helgoland 1 querliegend
 eingebaut. Um den allfälligen Ausbau der Motore zu erleichtern wurde daher der Fahrtregler und der
 neue Umpolschalter (Leistungsschalter 20A mit einem C05 2,4V Servo) auf einem Brettchen montiert
 und damit am Rumpfboden lösbar befestigt. Das bedeutet, dass im Falle eines Motor- oder Wellen-
 problems das Fahrtreglerbrett ausgebaut werden muss.
 Die Umschaltgeschwindigkeit bei Umpolungen ist mit dem neuen Leistungsschalter deutlich kürzer
 als mit der Graupner Servoautomatic Umpolrudermaschine.

 Für den Empfänger mit den Schaltstufen wurde am Boden eine Halterung hergestellt, damit er rutsch-
 sicher aufgestellt ist. Ähnlich wie bei Variante 1 wird der Schalter für die EMpfangsanlage seitlich mit 
 einem Brettchen am Deckrand befestigt. Die Antenne wird in Richtung Bug und dann seitlich entlang
 auf der Unterseite des Deckrandes verlegt.

 Zwei 2S Lipo Akkus mit je 3000mah sind parallel geschaltet und werden neben dem Leistungsschalter
 untergebracht. Bugseitig ghleich daneben wird der 5zelliger 6V Eneloop Akku für den Empfänger und
 die Rudermaschinen abgelegt.
 
 Arbeiten am Rumpf

 Vor dem Auswiegen des Modells wird der Rumpf farblich ausgebessert. Nun können auch die neuen
 Schlingerkiele gestrichen werden. Bei der roten Farbe ist das Ausbessern unproblematisch, doch am
 Oberrumpf ist die Farbwahl mit dem weißen Farbton kritisch. Daher wurden beim Baumarkt Fetter die
 Farben Weiß und Hellbraun "gescannt" und neu gemischt. Mit einem weichen "Wasserlack-Pinsel"
 konnten punktuell Fehler an Rumpf und Decks ausgebessert werden. Die Rettungsboote mussten
 lackiert werden.

 Der Baubeginn der Umrüstung auf Proportionalsteuerung
     
Vorbildschiff Plan Ansicht  das Vorbildschiff Graupner Plan Ansicht und Grundriss das Modell nach dem Erhalt
Bellamatic Halterung Ruderarmbefestigung geschraubt Ruder nach Reparatur spezi. Gabelkopfbefestigung geklebt
Bellamatic mit Zusatzruderarm  Blick zum Heck  Schlingerkiele angeklebt  Stellprobe der Empfangsanlage