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SB 10 /
5060 - Nr 2 (Carrera) - Restaurierung 2017
OE - 0228 |
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Carrera SB
10 - Nr 2
Meine zweite
SB 10/5m von Carrera fand sich nach
mehr als zwei Jahren Suche. Wegen
dem Willen wieder eine SB 10 zu haben, war ich zuvor sogar
bereit, eine SB 10 gegen eines meiner
wesentlich anspruchsvolleren zweimotorigen Scale- modelle einzutauschen.
Nachdem die heutige Modellfliegergeneratiom mit Ver- brennermotoren kaum mehr zurecht
kommen, hielt sich die Nachfrag in Grenzen. Nur ein
einziger Interessent in
Stuttgart fand sich, doch wirklich ernsthaft interes- siert war auch der nicht.
Dann, plötzlich abends
ein Anruf, dass eine gebrauchte SB 10 zu haben wäre. Der
Preis war günstig und die Abholung nach nur 10
Minuten
Autofahrt möglich! Der
angemessene Preis wies darauf hin, dass wohl einige
Kleinigkeiten (?) zu tun sein würden, was mich jedoch
ohnedies nicht stört.
Später sah ich, dass die Kabinenhaube an den seitlichen Rändern
wellig war, aber keine Risse hatte. Das kann man aber mit viel Geduld und
dezenter Wärme verbes- sern.
Die Passform der Carrera Kabinenhauben war ja
nie wirklich berauschend. Auch die Mechaniken der Querruder müssen überholt
werden und je länger und eingehender ich das
Modell ansah, desto mehr kam ich zum Entschluss, es
besser doch ordentlich aufzuarbeiten, denn der
Istzustand ist zweifelhaft. Vom
Zustand und dem Bau der Tragflächen, erst bei
abgenommener Folie gut erkennbar, folgte nun
doch noch ein deutlicher Mehrarbeitsaufwand. Alles in Allem aber
doch ein brauch- bares Modell, welches meine
schönen Modellflugerinnerungen an meine frühen Jahre
um 1978/79 aufkommen lässt. |

SB 10, 5060mm - Nr 2, Carrera, 1978
Mustervideo

die SB 10/5m, ein imposantes Flugmodell |
Technische
Daten dieser SB 10 - Nr 2 : Spannweite:
5060mm, Länge: 1740mm, Fluggewicht:
4500g
(Rippenfläche!), M 1:5,7, Streckung: 27,19, S =
65mm (wg. leichter Pfeilung), EWD = 2 Grad
Allgemeine
Vorbemerkungen zu Carrera Modellen
Bevor
ich auf meine Überarbeitung der zugekauften SB 10
eingehe, möchte ich zu meinen erschrecken- den Feststellungen
in den Internetforen, betreffend Carrera Modelle mit
Ferranrümpfen etc., Stellung neh- men und als
Besitzer und Verwender dieser Modelle die Sache ins
richtige Licht rücken. Ich kenne einige Carrera Modelle,
die ich selbst gebaut und mit Erfolg geflogen habe:
SB 10-5m
-
Sportavia Pützer
-
Optimus
- Mistral
C - SB 10-3,3m
und
Sagitta. Damit
denke ich, ausreichend Erfahrung mit diesen Modellen
gesammelt zu haben, die mich zu den
nachfolgenden Bemerkungen berechtigen:
Vorweg möchte
ich also zur Carrera SB 10/5m einige Bemerkungen zu den vielen
irreführenden Aus- sagen in den einschlägigen
Internetforen, über deren Bauweise, Qualität der Rümpfe,
usw., machen. Ich muss den dort
vertretenen
Meinungen aus meiner persönlichen Erfahrung mit den
Modellen,
klar wider- sprechen
und Fakten auf den Tisch legen, damit Interessierte sich
ein reales Bild machen können.
Man muss von Beginn an
festhalten, dass dieses zukunftsweisende erste
Großsegelflugmodell etwa 1977/78 in den Handel
gekommen ist. Damals waren unsere Fernsteuerungen und
Empfangsanlagen, die Servos und Stromversorgungen
gegenüber heute, 2017, riesig, schwer,
technisch noch sehr ein- fach und teuer.
Elektronische Mischer waren daher damals
in den Sendern noch kaum vorhanden und kleine
Servos mit weniger als 20g Gewicht und 3 Ncm Drehmoment
unvorstellbar. Das erforderte im Bedarfsfall in den Modellen die
Verwendung mechanischer Mischer,
differenzierender Umlenkhebel usw. Solche qualitativ hochwertig gefertigten Bauteile, wurden von Carrera den Bausätzen beigelegt und
leisteten
vollwertige Arbeit. Heute bauen wir die kleinen, leistungsstarken
Servos für Seiten- und Höhen- ruder in der Heckflosse
der Modelle ein. Bei den damaligen Servodimensionen unvorstellbar.
Unter
diesen Aspekten sollte man solche Oldtimermodelle betrachten
und vor allem allenfalls nur da- rüber reden und
schreiben, wenn man damit selbst
Flugerfahrungen gemacht hat. - Doch
heute gibt es das Internet und damit auch leider viele,
wenig den Tastsachen entsprechende
Aussagen und Meinun- gen, die einem
Informationen Suchenden, nicht weiterhelfen.
Da hilft nur, die diversen Darstellungen nach
eigenem Verständnis und Ermessen zu bewerten und als
Basis für spätere, eigene Entscheidungen heranzuziehen.
Anmerken möchte ich, dass ich
kein ehemaliger Mitarbeiter von Carrera bin, oder in
einem Abhängig- keitsverhältnis dorthin
stehe. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Mutmaßungen
nicht weiterhelfen und wir die "Kirche im Dorf "
lassen und nur Fakten zur Beurteilung herranziehen
sollten!
Sehr viele
negative Äußerungen zur SB 10/5m beziehen sich auf die Maßstabtreue,
wobei meist der Rumpf als deutlich zu kurz befunden
wird. Im Original hat der Rumpf laut
AKAFlieg-Doku eine Länge von 10,36m, die Spannweite beträgt
29,0m. Also entspricht die Rumpflänge grob einem Drittel
(1:2,8) der Spannweite.Rechnet man nach, ergibt
5060mm : 2,8 = 1800mm. Der SB10 Rumpf der Carrera
SB10/5m ist 1740mm lang, also um 60mm oder
3,3% zu kurz! - Wo ist hier also die große maßstäbliche
Entglei- sung der SB 10? Dazu siehe
nachfolgend
auch eine Dreiseitenansicht
und ein Bild des Originales, welches doch eine
recht gute
Übereinstimmung zwischen Modell und Original
erkennen lässt. - Und wenn einer dieser Nörgler einen genauen Scale-Segler haben möchte, dann wünsche ich ihm viel Spaß beim langen
langen Bauen und bei den heute geschmalzenen
Bausatzkosten.
Zu den weiteren großen Kritikpunkten
zählt das Rumpfmaterial des
weichen Rumpfes.- Es soll mir einer der Spezialisten
doch sagen, dass er im Flug seines Durchschnittsmodelles
bemerkt, ob ein Servo zu schwach ist, das
betätigte Ruder exakt in die gewünschte Steuerposition zu bewegen. Man
kann das be- rechnen, dazu gibt es im Netzt
genügen viele Formeln. Meiner Erfahrung nach
könnte man allenfalls gelten lassen, dass theoretisch,
ähnlich wie vielleicht bei einem nicht
hundertprozentig die Steuervorgabe umsetzenden Servo, sich die Formänderung des Ferranrumpfes auswirkt.
Bemerken
tut man das beim Servo nicht und auch nicht beim
Carrera-Rumpf, insbesondere dann, wenn er, wie vom
Hersteller
vorge- sehen (!), verwendet und gebaut worden ist.
Ja, Ferranrümpfe
weisen eine verminderte Biegesteifigkeit auf, die natürlich
im Gegensatz zu Holz- oder GFK-Rümpfen
deutlich auffällt. -
Den Rumpf mit den Händen zu biegen bedarf dennoch eines
merk- lichen Kraftaufwandes. Diesen
Kraftaufwand bringt aber kein Höhenruder im Flug auf und wäre es
mit einem noch so starken Servo angesteuert!
Der allenfalls auftretende Effekt könnte sein, dass die
Ruder vielleicht marginal weicher ansprechen. -
Ich gratuliere allen, die DAS
beim Steuern bemerken und fühlen! Vermutlich bin ich deswegen
auch nie Weltmeister geworden.
Eine andere Schwäche wird immer
tiefgreifend beredet, nämlich dass man den Ferranrumpf nicht kleben
kann. Also gut, das ist richtig, aber wozu auch
kleben, es ist ja alles Notwendige an seinem Platz?
Achtung:
Modellflug Freund B. T. Küppers hat mir seine
Erfahrungen zum Thema Kleben eines
Carrera Ferran Rumpfes und die
Möglichkeit zur Lackierung mitgeteilt. Bei Bedarf kann
man das Material kleben und lackieren wie hier
beschrieben wird: Ferranrumpf
reparieren, kleben und lackieren Ausgehend vom damaligen Entwicklungsstand des
Modellflugs(!), war für das Modell mit dem kleinen
Cockpit zB. kein Platz für ein Einziehfahrwerk.
So etwas gab es damals auch noch nicht zu
kaufen und das eingezogene Rad hätte viel Raum in Anspruch
genommen. Ein dem Original entsprechzendes, fix vorstehendes Rad hätte wiederum die
Optik des Modells gravierend beeinträchtigt (siehe
Originalansicht), daher wurde es meiner Ansicht nach vernünftiger Weise weggelassen. Und für "Experten" von heute geht eine Nachrüstung
allenfalls nur mit geschraubten Bauteilen, denn andere
handelsübliche Klebstoffe fin- den bei diesem Rumpfmaterial
tatsächlich keine Haftung. Ehemals war das Rad auch noch kein Thema,
da auch der F-Schlepp zu dieser Zeit erst einsetzte. Wir
schleppten damals mit dem Big Lift im
Huckepackverfahren und das auch bei den ersten Großsegler- wettbewerben.
Richtig ist auch, dass die Ferranrümpfe snur
schlecht überlackierbar sind. Ich hatte ehemals eine
Carrera Sportavia Pützer, die ich auf dem
ersten Scalewettbewerb in Österreich eingesetzt habe.
Und ich habe sehrwohl den Rumpf lackiert.
Leider habe ich keine Aufzeichnungen wie ich das damals
bewerkstelligt hatte. Heute findet man
vielleicht spezielle Lacke die verwendbar sínd. Der
Sportavia Rumpf hatte ja auch eine grüne
Teillackierung und die hat sehr gut gehalten. Also muss
es brauchbare Lacke geben.
Noch etwas zur ständig belaberten
Längenänderung der Ferranrümpfe: Wer so unklug ist,
den
werksseitig zum Ausgleich vorgesehenen
Längenausgleichsklapparatismus nicht zu verwenden, ist
selbst Schuld, wenn er sich dann mit
ständigem Nachtrimmen abplagen muss. Ich spreche aus
Erfahrung von meinem Mistral-C, bei dem der
Vorbesitzer den Längenausgleich zugunsten weniger Spiels
im Gestänge, einge- spart hatte. -
Im gleichen Atemzug wird eben auch immer das "viele
Spiel" bei den diversen Lenkhebeln und Mechaniken
kritisiert. Wer die beim Bausatz beiliegenden
Gabelköpfe verwendet und die Bohrungen in den Lenkhebeln
nicht aufbohrt, der wird kaum viel Spiel feststellen. -
Und wenn heute jemand einen sol- chen Oldtimer
modernisiert, die kleinen Servso an den Stellen einbaut,
wo sie benötigt werden, der braucht die alten
"Mischermaschienen" von Carrera natürlich
auch nicht mehr, das ist klar.
Und damit kann für fein- fühlige Piloten das Problem "Spiel
" locker
gelöst werden. - Zugegeben: Wäre
die gute alte SB 10 ein mo- derner Modell-Jet, dann sähe
die Sache natürlich anders aus. Ich denke die SB
10/5m ist jedoch davon meilenweit entfernt, insbesonders wenn
man weiß, dass das SB 10-Original
NUR
170 km/h Spitze fliegen durfte!!! . Man sollte also auch
hier die "Kirche im Dorf "belassen und sich
vorher eingehend informieren, bevor man große Töne spricht.
Eine
grobe (oberflächliche) Untersuchung der Längenänderung eines
Ferranrumpfes habe ich bei mei- nem "Mistral-C" vorgenommen,
bei dem der Längenausgleich ausgebaut ist und für entsprechende
Abhilfe gesorgt wurde: siehe unter
Mistral Mit
meinem dort beschriebenen Aparatismus ist das
Ergebnis der Verbesserung der Trimmproblematik auch
nicht wirklich befriedigend gelöst geworden. Ist die Witterung
stabil, wie im Frühjahr oder Herbst, funk- tioniert das
System. Im Sommer wird die Geschichte unbefriedigend, da
man dem Sonnenstand und den Temperaturen nach, ständig kontrollieren und nachsteuern muss,
bis die EWD beim Flug dann stimmt.
Will man die Ausgleichshebel nicht
einbauen, dann helfen nur
nachgerüstete Servos im Rumpfheck,
damit das
heikle Höhenruder und das Seitenruder befriedigend
funktionieren.
Noch
was: Zu den von den Experten vorausgesetzten
Einsatzbereichen der alten SB 10/5m, den Speed- oder Kunstflug
betreffend, müssten diese "Scale-Apostel" die Auslegung des Modells
bedenken, die durchaus mit dem Original
vergleichbar ist. Und zwar ist das so:
Die große SB 10, ein Doppelsitzer, darf minimal mit 65km/h
und maximal mit 170km/h (!) geflogen werden.(Zum
Vergleich: die Gö3, Minimoa, flog
1935 219km/h Höchstgeschwindigkeit!) Also weder das
Original ist ein Rennflugzeug, noch das Modell! Daher erwarte ich von so einem Modell
auch keine Speed- oder
Kunstflugleistungen. Wenn ich das täte, wie offenbar
viele "nicht-wirklich-Insider", dann wäre ich
wohl sehr weit vom Thema Scale-Modellflug entfernt,
denn der sollte auch die naturähn- liche Fluggeschwindigkeit aufweisen. (Vielleicht mal nachlesen im Code
Sportiv der FAI unter F4C)
Zusammenfassung:
Die im Netz immer wieder erwähnten Fehler des Modelles
stellen beim Flug keine Erschwernisse oder Unbeherrschbarkeiten
dar. Eine richtig gebaute SB 10 ist ein sehr gut
fliegendes altes Modell, welches auch heute noch
einen hohen Stellen- und Erlebniswert hat. Das Flugbild ist einmalig,
auch wegen der dem Vorbild
entsprechenden, etwas ungewöhnlichen Größenverhältnisse
von Spannweite zu Rumpflänge. Aus meiner Erfahrung von meiner
ersten SB 10/5m kann ich sagen, dass sie auf Thermik
nach dem Aus- klinken des Huckepackschlepps vom Big Lift
immer gut ansprach und lange Flüge möglich
waren. Schon bei geringen Windgeschwindigkeiten (ab
15km/h) a konnte die SB 10 m Hang eingesetzt werden. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass
für mich die große SB 10 von Carrera mein einziger
Großsegler ist, den ich bei moderaten Winden an der
Rumpfunterseite mit einer Hand halten und ohne Starthelfer
am Hang starten kann.
Anschließend
einige Fakten zur SB 10, von AKAFlieg Braunschweig
Die SB 10 wurde als
Forschungsflugzeug in Doppelsitzerversion (aus
Schwerpunktgründen) gebaut und erst- mals 1972
geflogen. Es war auch der erste echte
Hochleistungs-Doppelsitzer der Welt. Zahlreiche Doppel- sitzer-Weltrekorde
wurden mit dem Flugzeug erflogen. Erstmals wurden hier
beim Flugzeugbau auch Bau- teile mit Kohlefasern
eingebaut. Scalespezialisten: Man beachte auch die
geringfügige Vorpfeilung der Tragflächen! |
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 Technische
Daten des Originales: Spannweite:
29m, Länge: 10,36m, Gewicht:780kg, Streckung: 36,6 Gleitzahl:
53 (90km/h), geringstes Sinken: 0,41m/sek (75km/h),
Vmax: 170 km/h
Technische
Daten meiner SB 10 - Nr 2 : Spannweite:
5060mm, Länge: 1740mm, Fluggewicht: 4500 g
(Rippenfläche!), M 1:5,7 , Streckung: 27,19
Und
nun zu meinem Modell - Was muss an dem gekauften Modell instandgesetzt werden?
Bei
der eingehenden Begutachtung stellte sich heraus, dass es
zweckmäßig ist, die Folie auf allen bebügel- ten Flächen abzuziehen, um den Zustand der Bauteile
darunter beurteilen zu können. Danach können allfällig
nötige Holzarbeiten folgen.
Und die folgten zu Hauf...... Besonderes Augenmerk muss auf die Leichtgängigkeit
der Störklappen und Querrruder gelegt werden, die über
Umlenkhebel im Rumpf angelenkt werden. Auch die
Umlenkhebel und Bowdenzüge müssen gereinigt
und leichtgängig gemacht werden. Bei der Kontrolle zeigte sich, dass die Servoumlenkhebel falsch
einge- baut waren, also keine mechanische Differenzierung
bestand. Nachdem diese Fehler nicht behoben
werden konnten, wurden anstelle der Umlenkmechaniken in den Umlenkschächten
kleine Servos eingebaut. So ergab sich letztlich doch
ein nicht unerheblicher Arbeitsaufwand, der
sich aber gelohnt hat.
Die
Arbeit am Modell beginnt ...
Die
Kabinenhaube und das Rumpfboot wurden zuerst
überarbeitet. Die vermutlich während der langjährigen
Lagerung auf einem heißen Dachboden wellig
gewordene Kabinenhaube hat inzwischen kaum mehr
Wellen. Sie passt dennoch nicht ganz
befriedigend auf den Rumpf, da sie die Rumpfwand nicht genug weit überlappt. Um die Passform zu optimieren, musste auch der einseitig
etwas bauchigere Rumpf (kein Crash), wärmebe- handelt
und schmäler gemacht werden. Um dauerhaft die Form
halten zu können, wurde eine Kieferleiste
eingeschraubt. Mit diesen nur bei genauem Hinsehen
erkennbaren "Verbesserungen" werde ich künftig
wohl leben müssen
und können. Die Methode hat sich auch bei meinem Mistral
C gut bewährt - Und vielleicht finde ich ja später
mal eine andere
Kabinenhaube, die ich anpassen kann.
Um nach
einer Unterbrechung am Modell weiterzuarbeiten, wurde
zwecks Einbau einer Schleppkupplung die Rumpfspitze um 1cm
abgesägt und aufgebohrt, damit dort die
Schleppkupplung eingebaut werden kann. Wei- ters wurde die
Anordnung der Servos erprobt und auch die Anlenkmechaniken
für Querruder und Störklappen überholt und gereinigt.
Der Einbau der Servos erfolgte am
Kabinenboden liegend, da sie derart mit dem selbst an gefertigten Alu- winkeln einfacher zu
montieren sind. Für die jeweils einseitige Anlenkung
des Querruder- und Bremsklappen- hebelwerks wurden, wegen
größerer Festigkeit, 3mm
Servogestänge angefertigt. Bei der Erprobung
der Ganggenauigkeit des Querruderanlenkhebels
zeigte sich, dass servoseitig mit dem Hitec HS-77BB
keine exakte Rückstellung erfolgte. (Hier muss
ich den Nörglern Recht geben). Daher wurde ein
Austausch gegen ein anderes, stärkeres Servo vorgenommen,
welches keine Verbesserung brachte. Nach einigen Tagen und der Grübelei über die
falsche Servoanlenkung fiel der Entschluss, doch kleine
Quer- ruderservos anstelle der Umlenkmechaniken
einzubauen. Daher kann das Querrudersevo im Rumpf
gänzlich ausgebaut werden und Raum für den Empfänger geschaffen
werden. Das Servo
für die Schleppkupplung wurde mit einem auf
die Einbaulage der Schleppkupplung abgestimmten Gestänge
versehen. Die Schleppkupplung wurde mit Stabilit, innerhalb und außerhalb
des Rumpfes aufgetra- gen, ausreichend
stabil eingeklebt.
Nun folgte die Phase des Abzugs der Folie von den Flügeln.
Begonnen wurde mit dem Höhenleitwerk, wobei sichtbar
wurde, dass auch dieses in Rippenbauweise hergestellt
ist. Nach einigen kleinen Ausbesserungen ist das
HLW für eine neuerliche Bespannung fertig. Die Folien
der großen Tragflächen sind mit etwas Mühe ent-
fernt worden. Darunter zeigten sich vielen Stellen, an denen
die dünne (max. 1,5mm Dicke) Beplankung einge-
brochen war und ausgebessert werden muss.
Wenig Freude kam beim
Entfernen der
Umlenkhebel für die Querruder auf. Beide
falsch eingeklebt, nicht differenzierend,
also mussten sie zerstörungsfrei entfernt werden. Anstelle des 1,5m langen Servogestänges und der Umlenkhebel wurde ein Querruderservo im Umlenkschacht
eingebaut. Verwendet werden kleine Corona 939 MG
Digitalservos der 12g-Klasse. Sie leisten bei 4,8V
2,5kgcm Drehmoment, was zur Betäti- gung der
Querruder ausreichend sein sollte. Mit einer
Lipo-Stromversorgung und einem BEC auf 5V
einge- stellt, wird über die 2,2m langen Kabel mit 0,14 mm² Querschnitt
ausreichend Betriebsspannung zu den Servos gelangen.
Nötigenfalls könnte das BEC auf 5,6V
eingestellt werden. - Am Boden funktioniert alles
perfekt. Die Servos werden
nicht im Flügel befestigt, sondern auf einer ca.1,5mm dicken
GFK-Platte ange- schraubt, die wie ein Deckel am
Schachtrand angeschraubt wird. Dadurch ist ein leichtes Austauschen der allenfalls hoch beanspruchten Servos möglich.- Der Praxistest
zeigt, dass die Servos ihre Aufgabe hervor- ragend lösen
und sie Querruder exakt ansteuern. Sollte der
Eindruck entstehen, dass die Servos zu schwach sind,
können sie leicht gegen baugleiche Corona CS
238 MG mit 4kgcm ausgetauscht werden.
Die abfolierten Tragflächen zeigten die teils
fehlerhafte
Arbeit des ehemaligen Erbauers.Teilweise mussten eingebrochene
(durch Angreifen) Teilbereiche
neu beplankt werden oder bei eingefallenen Bereichen
musste aufgedpoppelt oder zumindest aufgekittet
werden. Der Verlauf der Nasenleisten war katastrophal
wellig. Auch der Profilverlauf von der Nasenleiste weg ist
über lange Längenabschnitte sehr ungleich. Nur dezent und
mit Mühe konnte bisher eine gewisse Verbesserung
"erschliffen" werden. Alles zurechtschleife würde die
Beplankung stellenweise durchschleifen. Letztlich
wurde eine optische Zufriedenheit mit dem Istzu- stand nicht erreicht, aber an der Bruchfestigkeit muss nicht
gezweifelt werden, da schaut es gut aus. Sensa- tionell
hingegen ist das Fluggewicht der SB 10, welches bestimmt
durch die nur je 1kg schweren Flügel zustande kommt.
Das Fluggewicht ergibt
sich wie folgt: Rumpf+Höhen-und
Seitenleitwerk+Empfänger+4Servos = 1,67kg + Blei für
Schwerpunkt: 0,58kg + 2 Lipo
Akkus 2S 2200:
ges. 0,25kg = 2,50kg
+ 2
Flügel je 1kg = 2kg ergibt ein
Fluggewicht von 4,5kg
Problemlos verlief unter Zuhilfenahme des
ehemaligen Servogestänges der Einzug der 0,14mm² Servokabel
in den Rohren der Servogestänge. Der Einbau der Querruderservos, die Bebügelung
der Tragflächen und des Seitenruders verliefen ohne Schwierigkeiten.
Nach dem ersten Zusammenbau des Modells mussten die
mit einem Umlenkhebel im Rumpf betätigten Bremsklappen eingestellt werden. Zu dem Zweck mussten bei beiden Flügeln die Hebelmechaniken
ausge- schraubt und so lange die Gabelköpfen am
Gestänge verdreht werden, bis beide Klappen exakt einge- zogen wurden.
Der nächste Schritt
beschäftigte sich bereits mit der Einrichtung des
Schwerpunktes. Erstmal im 1. Drit- tel angenommen
(75mm), wurde er aber nach Infos aus dem Internet
(mangels Bauplan) auf 52mm
vorverlegt. Das bedeutet ein Mehr an Bleiballast. In diesem Zusammenhang wurden
zwei Lipo-Akkus (parallel 2S 2200), das BEC und der Empfänger schwerpunktsorientiert so weit als möglich
vorne in der Rumpfspitze platziert.
Da jedoch bei dem
Modell eine nicht dem Bausatz entsprechende Pfeilung
der Flächen vorliegt (Bau- fehler) verlagert
sich der Schwerpunkt etwas nach rückwärts. Ich habe ihn
nach Rücksprache mit einem Experten für den Erstflug vorläufig bei
65mm
eingestellt, wobei die EWD mindestens +1,5 Grad betragen soll. Das Pendelleitwerk wurde dementsprechend eingestellt.
- Der Schwerpunkt wurde
wie geplant, mittels der Stromversorgung mit 2 parallelen Lipo 2S 2200 mit BEC
und einer zusätzlichen Bleizugabe von 580g (!) in der
Rumpfspitze, auf den errechneten Wert eingestellt.
Wenn es meine gesundheitlichen Umstände und die
Verfügbarkeit eines jugendlichen Werfers erlauben, wird das Modell eingeworfen
und eingeflogen. Dann wird sich
zeigen was noch an den Grundeinstellungen EWD und
Schwerpunkt geändert werden muss, bevor das
Modell am Hang oder im F-Schlepp eingesetzt werden kann.
Das Einwerfen
Hatten zu Beginn des Aufbaues der SB 10 noch
alle Servos funktioniert, so war das bei der
Vorbereitung zum Einfliegen nicht der Fall.
Das Bremsklappenservo hat den Geist aufgegeben und das
Schleppkupplungsservo
bewegt sich nicht, obwohl auf der Servoanzeige alle
Säulen richtig anzeigen. Die Kontaktfehler wurden beho- ben und daher
wurde das Einfliegen möglich.
Mein Sohn hatte ein wenig Zeit um wieder einmal auf den
Flugplatz zu gehen und mit seinem neuen Venture zu
fliegen. Da ich mit ihm einen guten Werfer
habe, nutzte ich die Gelegenheit, die SB 10 einzufliegen.
Es war fantastisch! - Er lief einige Schritte an
und warf das Modell horizontal nach vorne und die SB 10
flog und flog und flog. Ich zog ganz leicht, um den Gleitwinkel
noch flacher zu versuchen und schaffte
es auf diese Weise, nahezu die gesamte Diagonale
unseres Flugplatzes zu gleiten, um schließlich wieder
auf neutral zu gehen, damit der Flieger nicht
in den Nachbaracker fliegt. Die Wirkung der
Querruder habe ich dabei dezent getestet und sehe keine
Schwächen bei einem späteren Flugeinsatz.Die EWD werde
ich auf +2 Grad erhöhen, für den Hangflug
würden die +1,5 Grad wohl passen. Aber mit dem
Pendelleitwerk ist das ja ohnedies kein Problem.
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die SB 10 so wie sie gekauft wurde ... |
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der Zustand der Kabinmenhaube |
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die Anlenkmechaniken Quer und Klappen |
...vorbereitet für die Schleppkupplung |
Blick auf die Servos mit Anlenkungen |
Blick auf die Anlenkungen Querr+Störkl. |
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Gestänge Schleppkupplung fertig |
Schleppkupplung eingeklebt |
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die abfolierten Flügel |
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Umlenkhebel für Querruder |
EInblick unter die Beplankung |
EInsicht neben die Wurzelrippe |
Anlenkgestängre für Querruder gegen Servokabel getauscht |
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Einblick auf die Hebelmechanik |
Kabelaustritt und etwaige Lage des Servos Corona 393 MG |
so wird das Servo eingebaut |
das montioerte Servo |
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Fläche wird beplankt .... |
... und Vertiefungen aufgedoppelt |
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Flächenoberseite fertig |
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Höhenleitwerke fertig |
Servo eingebaut |
Seitenruder fertig foliert |
Akkus als Gewicht eingebaut 4400mAh |
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500g Bleikugeln im Epoxydharz |
Zusatzgewicht |
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imposantes Modell |
erste Komplettmontage |
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jetzt fehlt noch der Erstflug |
Einbau der Akkus und Abdeckung |
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