|
Technische Daten:
Spannweite: 1780
mm, Länge: 1610
mm, Gewicht: 4180
g, Motor: Webra 61 Racing LS ABC Competition, Prop:
dzt. 12 x 11 (Das Modell von W. Matt wurde bei der
F3A-WM 1987 erstmalig eingesetzt) Schwerpunkt:
155mm, an Nasenleiste (am Rumpf gemessen), mit leerem
Tank
Die Reparatur beginnt
Bei der Demontage des Motors konnten zwei der vier Befestigungsschrauben
der Montageplatte nicht
ge- öffnet werden, da die Motortragplatte derart
stark deformiert war. Es mussten zwei Schwinggummi abgesägt
werden. Neben
dem weichen Boden in dem der Rumpf mit der Spitze
voran aufgeschlagen sein dürfte, hat ihn die
Alutragplatte vor größeren Schäden geschützt.
Mit dem Ausbau des noch mit dem Originaldreck von vor
vier Jahren verstopften Motor begann die Arbeit. Der Motor
musste raus aus dem Rumpf, denn man muss nachsehen ob er
zu Schaden gekommen ist. Nach der Behandlung
mit Rostlösemittel und späterer gründlichen Säuberung
konnte der Motor zerlegt werden. Siehe da, die
Kurbelwelle und die Lager sind fehlerlos und laufen
schön. Der Motor ist ein ABC-Motor ohne Kolbenring, ein
richtiger Kraftprotz, wenn er in Resonanzt geht. Leider
ist der Dynamix Vergaser ein Ab- schreibeposten. Nicht
nur dass beim Reparaturversuch die stark verbogene
Schieberanlenkung abbrach, so ist auch die Gemischregelstange
irreparabel verbogen. Das Rohr für die Stange hätte am
anderen Ende die Düsennadel, doch dieser Teil
ist beim Crash abgebrochen und fehlt. Den Vergaser zu
reparieren ist möglich aber schwierig, unabhängig
davon, ob man alle erforderlichen Ersatzteile bekommen
hat. Ein Er- satz durch einen kompletten Vergaser
gleichen Typs, den man erst irgendwo besorgen müsste,
wäre nötig. Es bestand die Möglichkeit einen
Vergaser von MVVS zu montieren, sollte kein
Ersatz-Dynamix-Vergaser kurzfristig aufgetrtieben werden
können.
Dann
wurde eine Oberflächenreinigung des Modells
durchfgeführt, gefolgt von der Verklebung der Kabinen- haube,
so wie es gewünscht worden ist. Anschliéßend wurde die
stark beschädigte Motorhaube mit Sekun- denkleber
wieder in die ursprüngliche Form gebracht. Sie wird im
Zuge der Harzarbeiten am Flügel innen- seitig mit einem
dünnen Glasgewebe verstärkt. Bei der
Reinigung des Modells wurde darauf geachtet, ob anderswo
versteckte Schäden bestehen. Bis auf die Querruderanlenkungen,
bei denen eine verbogen und bei der anderen der
Ruderhebel ausgerissen war, fielen keine
Beschädigungen auf. Die Ruderanlenkung und der
Ruderhebel wurde bereits repariert.In dem Zusammenhang
wurden auch dei Querruderservos und das
Einziehfahrwerkservo getestet und vollkommen funktionsfähig
vorgefunden.
Die Reparatur des Flügels
bedingt eine gezielte Freimachung der Schadensstelle von
schlechtem Material. Es muss auch Platz
für Ersatzmaterial geschaffen werden. welches mit
Epoxyharz eingeharzt wird. In be- stimmten Bereichen
gibt es unter der neuen Bespannung eine Glasmatte geben,
die für erhöhte Festigkeit hilfreich ist.
Die
Bohrungen der Flächenbefestigungen wurden nach Reparatur
des Nasenbereiches neu hergsestellt. Dazu wurde der
Flügel mit den Befestigungsschrauben halbfest angezogen.
Dann wird die Mitte bestimmt, damit der Flügel "im
rechten Winkel" zur Längtsachse steht. Danach wurde
durch die bestehenden Bohrun- gen im Spant
hindurch, die neuen Bohrungen für die Flächendübbel in
der Tragfläche mit einem Stichel
markiert, damit klar ist, wo die neuen Bohrungen
in der Tragfläche hinkommen müssen. Danach
wurden die Haltebolzen eingeharzt.
Fahrwerkmontage
Anschließend wurde das bisher ausgebaute
Fahrwerk wieder montiert. Beim Fahrwerk gilt es zu
beachten, dass der Erbauer beim Gestänge keine
Gabelköpfe verwendet hat und nur mit Kröpfungen das
Gestänge in den Steuerelementen eingehängt
ist. Um das Fahrwerk zur Bewegung zu bringen muss wie
folgt vorge- gangen werden (beim Ausbau
umgekehrt). - Das Gestänge wird auf jeder Seite
mit einer Lusterklemmen- buchse eingestellt und
zusammengehalten.
Die Gestängemontage ist
so durchzuführen, dass die Servoscheibe gänzlich
demontiert werden muss. Dann können die beiden
kurzen Stummel in der Steuerscheibe eingehakt werden.
Die Fahrwerke bekom- men den langen Teil
des Gestänges eingehakt und das Gestänge mit den
provisorisch befestigten Luster- klemmen samt
Fahrwerk wird in den Flügel eingeschoben und das
Fahrwerk, wenn das Gestänge richtig im Schacht liegt, befestigt.
Jetzt sieht man im Servoschacht zu den Fahrwerken und das Gestänge
hin.
Nun werden die Lusterklemmen auf den kurzen
Draht aufgeschoben und die Steuerscheibe so gewendet und
gedreht, dass beide Kurzgestänge in den Schlitz
zu dem anderen Teil des Gestänges hineinragen.
Liegen jeweils der kurze und lange Gestängeteil
nebeneinander, bedarf es viel Geduld, beide Drähte in
die Lusterklemme hinein zu bekommen. Zu beachten ist, dass
die beiden Drähte nebeneinander zu liegen kommen und die
Schraube beide Drähte klemmt. Wenn alles gut
eingestellt ist, funktioniert das Fahrwerk. Wenn ein
Gestänge irgendwo stereift ist seine Lage nicht
optimal ist muss nachgebessert werden. (Wenn möglich
hier nix angreifen, denn das wird heikel.)
Rumpfarbeiten
Der
Resorohrtunnel am Flügel wurde auch wieder aufgeklebt und die
hintere Abdeckung des Tunnels wurde neu angefertigt,
da sie fehlte. Zwischendurch wurde die Motorhaube
geschliffen und gekittet und neuerlich fein
geschliffen und lackierfertig vorbereitet. Schließlich
folgt der Bau des vorderen Resotunnels. Dazu wurde
zuerst der Motorspant für die Motorhauben- aufnahme
überarbeitet und ein Teil aufgeklebt. Jetzt konnten von
der Motorhaube bis zum Resotunnel am Flügel,
drei Spanten angefertigt werden, die der 1mm starken ABS
Haube Halt geben. Zwischen den Spanten wurden
8x8-Balsaleistenstücke eingeharzt, die anschließend für
die ABS-Haube als Kelbefläche dienen. Zuerst
wurd die ABS-Haube auf einer Seite mit Stabilit
angeklebt. Um den starken Kräften der gebo- genen
Platte besser zu widerstehen wurde sie mit einigen
Schräubchen zusätzlich befestigt. Dann erfolgte die Klebung
und Schraubung auf der anderen Seite. Das ging aber nur
mit Hilfe meines Sohnes. Ich hoffe das ABS widersteht
im Betrieb der Hitze, die vom Resorohr ausgeht. Bei den
zwei Flügen trat keine Ver- formung auf.
Dann
wurde provisorisch der Motor eingebaut. Nachdem ich
anstelle der Schwinggummi mit M4 Gewinde, solche
mit M5 geliefert bekam, war ich froh, dass ich am Vortag
solche Gummji mit Gewindebohrung
gekauft hatte. Die sind mir wesentlich lieber, denn mit 4
Stk M4x10 Inbusschrauben wird der Motor schließlich
be- festigt.- Ich musste dann feststellen, dass der
Resokrümmer etwas außermittig zu liegen kommt. Ob dass
schon immer so war? Die Sorgen die ich hatte, weil
das Resorohr nicht mittig im Resotunnel zu liegen kam,
entpuppten sich als hinfällig, da ja der
Seitenzug zu beachten ist. Nach unterlegen von
Distanzscheiben stand das Rohr wieder mittig.
Im Zusammenhang mit dem Rohrstutzen der am
Motor befestigt ist war zu klären, wie der Druckschlauch
bei eingebautem Be- und Enttankventil zu
führen ist, damit man sehen kann, wann der Tank
voll ist. Um sichtbar zu machen, dass der Tank voll ist
und der Sprit in das Resorohr zu rinnen beginnt, wurde
der Schlauch durch zwei Bohrungen im Resorohrtunnel
herausgeführt. Das Tankventil wurde an einem Alu-Winkel
befestigt, der am Motorträger angeschraubt ist. In der
Motorhaube musste eine Öffnung geschaffen werden,
damit man den Tanknippel anstecken kann.
Nach
der neuerlichen Anpassung der Motorhaube an die neue
Motoreinbaulage und den Anpassungen der Öffnungen
für Düsennadel und Leerlaufnadel, konnte am vorderen
Resorohrtunnel die Grundlackierung in Gold erfolgen.
Dazu wird ein Revell-Enamle-Lackdöschen verwendet.
Bedauerlicher Weise entspricht der Farbton nicht
ganz dem bestehenden, er ist heller. Nach dem Abtrocknen
wird die Farbe mit spritfestem glän- zenden Klarlack
gespritzt. - Schon jetzt wurde klar, dass die
weiteren Farben auf der Motorhaube, das Dun- kelblau und das Zuckerlrosa, gemischt werden müssen, damit
sie besser zum Altlack passen. Nach der Bepinselung der Motorhaube wird auch diese mit spritfestem
Klarlack lackiert. Den Abschluss bildete der Überzug
aller gestrichenen Teile mit Klarlack.
Dann
erfolgte der Tanktest. Dabei wurde der Tank über das
Tankventil gefüllt und entleert. Der Kontroll- schlauch für
den Überlauf muss etwas weiter herausgezogen werden, da
man sonst den Sprit schlecht sieht. Ein
Gespräch mit dem Erbauer und Betreiber das Modells
ergab, dass der Motor mit einem Treibstoff ohne Nitromethanbeimischung(!)
betrieben wurde. Die Lage das Schwerpunktes ist ihm
entfallen.
Für
später - der Zusammenbau des Modells für den Flug:
Nach
längerer Nichtverwendung des Modells vergißt man wie es
zusammen zu bauen ist. Deshalb notiere ich mir hier die
Reihenfolge wie es geht: ) Zuerst müssen Akku und
Empfänger an dem Ort befestigt werden, wo sie wegen des
Schwerpunktes hinge- hören. Die Dinge bleiben
bei mir üblicher Weise an Ort und Stelle; ansonsten
Bilder ansehen. ) Dann wird das
Resorohr und die Befestigungschrauben, auch jene für die
Tragfläche, bereit gelegt. ) Jetzt stellt man die
Fläche am Rumpf in Montagelage auf und steckt die Servokabel der Reihenfolge
nach zusammen: 1 - 5 - 6. ) Unter Beachtung dass die
Kabel im Rumpf zu liegen kommen kann die Fläche jetzt
auf den Rumpf aufge- legt werden und mit den
Haltestiften in die Aufnahmebohrungen im Rumpf eingeschoben
werden. Die Fläche ist dabei an der Nasenleiste
etwas anzuheben und so flach als möglich einzuschieben.
Anschlies- send können die M6 Kunststoffschrauben
zur Flügelbefestigung eingesetzt und festgezogen werden.
) Zuletzt
erfolgt die Montage des Resorohres. Dieses wird in den
Resorohrschacht und in den Silikon- schlauch gesteckt
und bis zum Anschlag
am Motorkrümmer eingeschoben (ohne Schlauchbinder). Danach wird es am Montageflansch mit den beiden M4 Inbusschrauben festgehalten.
) Das
Nippel zum Be- und Enttanken muss in das Ventil
eingedrückt werden. Dazu ist es ratsam, das Nip- pel leicht seitlich zu bewegen oder zu drehen,
damit es bis zum Anschlag ins Ventil rutscht. Beim
Heraus- ziehen kann ebenfalls seitliches
Bewegen oder leichte Drehung behilflich sein. Es soll ja
schließlich gut und fest im Ventil halten, wenn
getankt wird. ) Um rasch zu erkennen, dass
der Tank voll ist, wurde der Überlauf-/Drucktankschlauch
in einer Schlaufe aus dem Rumpf geführt. Wenn
der Tank überläuft sieht man in der Schlaufe den Sprit
fließen.
Motoreinstellen
und Rütteltest
Endlich kam der
Zeitpunkt an dem ich den Motor, also den Vergaser,
einstellen konnte. Der ersatzweise montierte MVVS Vergaser hat einen
um 0,5mm größeren Kückendurchmesser, was aber beim Lauf
des Motors nicht sehr ins Gewicht fallen
dürfte. Aus Erfahrung wusste ich, dass die MVVS-Vergaser
in puncto Leerlaufeinstellung heikel sind und im
Zusammenhang mit dem Resorohr noch schwieriger werden
wird. Der Einstellvorgang wurde bei abgenommener
Motorhaube ausgeführt. Nach der Betankung
wurde gestartet. Dazu stecke ich den Glowdriver an und
stelle ihn auf 2A ein. Dann wird die
Leerlauftrimmung auf voll AUF gestellt und der Motor mit
dem E-Starter gestartet. Doch der Starter schaffte es
nicht den Motor über den Totpunkt zu drehen, auch nicht
mit Schwung. Also musste, wie ich das früher grundsätzlich
tat, mit der Hand gestartet werden. Also einige
Umdrehungen ansaugen, dann Glühung an und einen
kräftigen Dreh und der Motor springt sofort an. Super.
Der Motor läuft jetzt mit erhöhtem
Standgas und wird auf Vollgas gestellt. Dann verlangt
er, die 2 1/2 Umdre- hungen herausgeschraubte
Düsennadel in Richtung mageres Gemisch zu drehen. Rasch
war diese Einstllung gefunden und das Modell
gleich auch nach oben gehoben, um zu sehen ob der Motor
konstant weiter lläuft. Das tat er brav. Jetzt
kommt die Leerlaufeinstellung dran. Und nach dem
Vollgaslauf kommt er von der Drehzahl herunter, wird
aber nach etwa 15 Sekunden immer langsamer,
also ist er im Leerlauf zu fett. In mehreren Schritten
wird die Leerlaufnadel in Richtung mageres
Gemisch gedreht. Dadurch wird beim Aufreissen des
Vergasers die Gasannahme des Motors deutlich
besser und die Leerlaufdrehzahl ist höher, sodass ich
mit der Trimmung die Drehzahl niedriger
stellen kann. Bisher gelang es mir die Leerlaufdrehzahl
für eine gute halbe Minute lang auf etwa 2000
U/Min herunter zu stellen; der Übergang ist dann auch
noch recht gut und ohne größere Verzö- gerung.
Die Enddrehzahl konnte ich nicht messen, da ich keinen
Helfer bei der Hand hatte. Mit der 12x11 ist der
Motor mit dem Resorohr eigentlich leise und klingt
angenehm. Die Hauptdüse wird dabei ca. 1
3/4 Umdrehungen geöffnet.
Nach den halbstündigen
Einstellarbeiten zeigten sich am Modell keine Schäden.
Einzig das Einziehfahrwerk braucht
gelegentlich einen zweiten Versuch, wenn es um das
Einziehen geht, denn irgendwo streift das Ge- stänge
und verursacht Geräusche. Das muss man beobachten!
Der
Erstflug
Endlich standen die Sterne für
den Erstflug günstig. Das Modell war fertig, der Akku
aufgeladen und eine tolle
Videocamera meines Sohnes war da und der Kameramann
Peter stellte sich zur Verfügung. Ich hatte es eilig
und startete den Motor an, hob das Modell hoch um zu
sehen ob der Motor mager läuft, tat er nicht, und rollte
ohne weiterer Lauftests mit deutlich erhöhtem Standgas
auf die Piste. Mit Vollgas rollte die Saphir rau- chend
an und beschleunigte. Dann hob ich sie ab und zog das
Fahrwerk ein. In steilem Bogen nach oben zie- hend
flog das Modell wie auf Schienen. Im Horizontalflug
merkte ich, dass das Modell leicht stieg und
korri- gierte. Beim nächsten Überflug musste ich
die Querlage trimmen. Beide Trimmwerte waren sehr
gering und sind auf den Ruderblättern kaum zu
erkennen. Das Modell flog flott und ich erprobte das
Kurvfenfliegen, dann einen Looping, einen
Aufschwung und Abschwung und eine Rolle. Das ging alles
sehr geschmeidig und stress- frei. Dann folgte
die Landung. Ich flog zwecks Konhtrolle mit
ausgefahrenem Fahrwerk vorüber und begann mit dem Rechtecklandeanflug.
Weit nach hinten, bis zu den Bäumen ausholend, aber zu hoch
für den mir noch nicht bekannten flachen
Gleitwinkel des Modells, schwebte die Saphir ein. Erst am Platzbeginn
merkte ich, dass ich ja den Vergaser auf erhöhtem
Leerlauf stehen hatte, weshalb das Modell schnell und
sinkunwillig war. Nach der Platzmitte noch 50cm hoch über
der Piste, war ein möglicher Auslauf zu gering, sodass
ich Gas gab und durchstarten wollte. Doch der Motor
starb ab und ich musste rasch das Fahrwerk einfahren, um
im glück- licher Weise weichen Acker eine Bauchlandung
zu vollziehen. Sie gelang trotz nicht eingefahrenem
Fahrwerk und das Modell wies nur
minimale Scherspuren auf der Motorhaube und an
einem Randbogen auf.
Da ich vom Erbauer des Modelles
(Wolfgang Fürhauser) viele Ersatzteile für den Webra Motor bekommen habe,
konnte ich wieder einen Dynamix Vergaser, wie er auf dem Motor Standard ist,
zusammenbauen und montieren. Diesmal werde ich mehr
Geduld zur optimalen Einstellung des Vergasers
aufbringen.
Einstellen
des Dynamix-Vergasers
Ich
habe eine Schachtel mit etlichen Ersatzteilen für die
Webra Dynamix Vergaser. Darin befand sich auch ein
passender. Allerdings hätte ich einen mit einer etwas
größeren Ansaugbohrung für den 13ccm Motor lieber gehabt,
aber so etwas gibt es in meinem Lager nicht. Der
Vergaser wurde montiert und sieh da, der Motor nimmt
kein Gas an. Also Vergaser abbauen und nachsehen, woran
es liegt. Es wurde die Regelstange und ihre
Bohrung gesäubert, der Gashebel neu eingestellt und die
Leerlaufeinstellmutter mehr hineingedreht, damit der
Regelschlitz bei der Leerlaufeinstellung einen größeren
Querschnitt hat. Und siehe da, der Motor läuft.
Diesmal kann ich die Leerlaufdrehzahl von 1800 bis 1900
U/Min einstellen und beim Aufreißen des Ver- gaser dreht der
Motor zufriedenstellend hoch; bei etwas höherem
Standgas reißt er wie ein Rennmotor an. Die Vollgasdrehzahl
ergab 8000 U/Min, was ich enttäuschend finde, doch die
Fluggeschwindigkeit und Steiggeschwindigkeit beim
Erstflug ließen aber keine Schwäche erkennen. Also nehme ich
das als gegeben hin, es genügt mir.
Neuerlicher
Flugtest Am 30.5.17 um
etwa 08:30 neuerlicher Start des Saphir. Der Motor mit
dem Dynamix problemlos. Bein Start langes
Rollen wegen relativ hohem Gras. Das Abheben war nicht
fehlerfrei, da offenbar zu langsam Vollgas ge- geben
wurde und die Abhebegeschwindigkeit grenzwertig war.
Aber es klappte dann doch gut. Werde aber Räder
mit etwas mehr Durchmesser montieren. Das verringert den
Rollwiderstand und bringt etwas mehr Bodenfreiheit.
Das Modell flog sehr gut und konnte, da Windstille war,
besser eingestellt werden. Neben großen gezogenen
Loopings gelang auch eine lange Rolle recht gut. Die
Übung von Kuban-Achten müßte vorangetrie- ben
werden, damit sie dem Reglement besser entsprechen. Die
Landung war trotz Drosselung flott. Kanpp vor der
Platzhälfte wurde aufgesetzt und nach einigen Metern
Rollens versucht das Heck zu Boden zu bringen. Doch
der Flieger hob trotzdem leicht ab, da er noch reichlich
Fahrt hatte, um dann wieder weich aufzusetzen.
Durch die neue Einstellung des
Gasweges, - dass bei Knüppelmittelstellung auch etwa die
halbe Leistung ver- fügbar ist -, musste auch
der Leerlaufweg korrigiert werden. Dazu musste die
Servoeinstellung zum Gestänge leicht
korrigiert werden, damit der Motor abstellbar wird und
der Leerlauf tiefer eingestellt werden kann. Das wird helfen
die Landegeschwindigkeit noch ein wenig zu reduzieren.
Man
muss sagen, dass mehrere Flüge zum Kennenlernen des
Modells, notwendig sind. Dann kann auch die
Landegeschwindigkeit besser beherrscht werden. - Alles
in Allem ein guter Flug, der wegen meiner Hitzepro- blematik/-empfindlichkeit keine zweite Auflage
mehr erlebte.
Das
Ende
Um Platz zu schaffen und weil
in meiner Familie niemand Interesse an dem Modell hat,
schenkte ich es einem erfahrenen Piloten,
Martin, Chef vom FMBC Austria. Er hat vor das Modell
beim Sommerfest 23 zu fliegen.
|