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   Blauer Blitz VT 5045.07 -  Doppeltraktion mit Zwischenwagen                                  
    (
KLEINBAHN, Liliput )
              
 
         
 Der Kleinbahn Triebwagenzug VT 5045 ist eine nette Sache, doch interessant
 ist erst eine längere Garnitur, so oder so ähnlich, wie sie als erste Städteschnell-
 verbindung zwischen Wien und Bregenz oder Wien und Villach im EInsatz war.

 Piko bietet eine Dreiwagengarnitir des Blauen Blitz an, doch ist der Preis sehr
 hoch. Zugegeben, dieses Blaue Blitz ist maßstabgetreu und sieht hervorragend
 aus. Es galang mir einen Normalgarnitur in Wechselstromausführung günstig zu
 kaufen und er ist hervorragend gefahren.

 Im Lauf der Jahre kaufte ich beschädigte oder alte Kleinbahn Blitze zusammen
 und hatte Spaß daran. Erst als ich ein Video fand, wo ein Blauer Blitz als Lang-
 zug mit zwei Triebköpfen den Semmering befuhr entstand die Idee und der
 Wunsch auch so eine Garnitur zu haben.

 Die Suche nach geeigneten Zwischenwagen begann und verlief im Sand. Bei
 Kleinbahn hat man nicht an so eine Zuggarnitur gedacht, und ein Zwischenwa-
 gen  von Piko kostet 100.- €, ist aber kaum zu bekommen.

 Nun begann die Suche nach Schnellzugwagen, Schürzenwagen, die der Type
 beim Blauen Blitz entsprechen und zum Gehäuse des Kleinbahn Blauen Blitz
 passen. Schließlich wurde ich bei Liliput fündig, wo es um teuers Geld hie und
 da einen gebrauchten Waggon zu kaufen gibt. Aber die Farbe passte nicht, es
 musste umlackiert werden. Mehr über meine Zwischenwagen: Zwischenwagen

 Schlussendlich konnte ich eine Garnitur zusammen stellen, die mit insgesamt vier
 Wagen die Länge des Bahnhofes meines Freundes ausfüllt.

 

 VT 5045.07, Kleinbahn,
Zwischenwagen von Liliput
Video Fahrtest 



 Das Projekt  Blauer Blitz - Langzug wird umgesetzt

 Eine dem Originalfernzug des Blauen Blitzes (Wien - Bregenz, Wien - Villach)
 ähnelde Garintur zu schaffen ging nach Umlackierung einiger Schürzenwagen
 von Liliput, Fleischmann und Lima in Erfüllung. Am Beginn ergab ja bereits die
 Umrüstung eines zweiten VT 5045.07 auf Normalkupplungen, dass erstmals
 eine Doppeltraktion mit zwei Triebwagengarnitueren möglich wurde.

 Bedingt durch den künftigen Einsatz auf der Anlage meines Freundes ergäbe sich
 jedoch in Abschaltbereichen von Signalen, dass nur ein Triebkopf abgeschaltet
 würde, der zweite außerhalb der Abschaltung aber aber weiterlaufen würde.
 Daraus folgt, dass der zweite Triebkopf nicht angetrieben ausgeführt sein darf.
 Somit musste eine Änderung erfolgen, ein Triebkopf muss zu einem Dummy umge-
 baut werden.
 
 Um das Vorhaben zu realisieren, wurde bei ebay ein Triebkopf gekauft und umge-
 baut. Dort sollte der Motor a) umgepolt und b) funktionslos gemacht und das
 Antriebszahnrad zwischen Motor und Fahrgestellgetriebe ausgebaut werden. Der
 Motor sollte im Drehgestell bleiben, damit er später einmal wieder aktiviert werden
 kann.



Fahrvideo auf Anlage
 
 Beginn der Arbeiten

 Der für das Projekt angekaufte Triebwagen bedarf einer dringenden Wartung. Der Motor dreht angestrengt
 und langsam und das Getriebe schimmert sehr ölig. Neben der Verschmutzung lag der Fehler auch an einer
 abgerissenen Drahtverbindung vom Anker zum Kommuter. Daher wurde der Motor ausgebaut, gereinigt und
 das abgerissene Drähtchen von einer Ankerspule zum Kollektor wieder angelötet. Leider war das Ergebnis
 unbefriedigend, sodass aus einem Restmotor der Anker verwendet werden musste. Dieser ertüchtigte den
 Blauen Blit zwar, doch er wurde kein "Schneller".

 Schließlich wurde eine Halterung für den im Zuge der Umpolung isoliert aunzubringenden Stromabnehmer
 geschaffen. Wegen der unbefriedigenden Leistung des Motors wurden später am hinteren Drehgestell zu-
 sätzlich Radschleifer angebracht. Doch auch das brachte keine Leistungssteigerung.

 Der Triebwagen lief nun mit den zwei umlackierten Liliput Schürzenwagen und dem üblichen Blitz-Steuerwa-
 gen bei 12V noch immer eher zäh. Nun muss man bedenken, der Blitz entspricht leistungsbezogen etwa der
 kleinen Jenbach Diesellok und die hat auch nicht mehr zu bieten, denn ohne Haftreifen ist diesem Dilemma
 nicht zu entkommen. Nur das geht wieder aus Kontaktgründen nicht....

 Aus Verzweigflung veranstaltete ich mit zwei meiner nun drei Triebköpfen ein "Rennen", um zu sehen
 welcher der Leistungsfähigste ist. Schließlich wählte ich einen als künftiges Zugfahrzeug aus. Den schwäch-
 sten Triebkopf ereilte das Abspecken, also der o.a. Ausbau des Motors usw. - Zur Zugkrafterhöhung kamen
 etliche Gramm Blei in den motorisierten TWG. Es wuchs zwar die Zugkraft meines Favoriten, doch den inzwi-
 schen elektrisch und mechanisch ausgeschalteten Motor im Dummy-Triebkopf zog er die leichte Steigung
 meiner Tischplatte nicht nach oben. 

 Folglich musste der Dummy-Triebkopf weiter abgespeckt werden. Das verbindende Zahnrad zwischen erster
 und zweiter Achse wurde auch noch ausgebaut. Auch das brachte keine merkliche Verbesserung. Dann
 wurde sogar der Motor entfernt. EIne schwache Besserung stellte sich ein, doch die Steigung meiner Tisch-
 platte führte noch immer zum Durchdrehen der Räder. - Also noch immer keine brauchbare Lösung vorhanden.

 Um doch eine brauchbare Lösung für einen respektablen Zug mit zumindest zwei Zwischenwagen erreichen
 zu können bleibt nichts anderes übrig, als den ziehenden Triebkopf mit einem zweiten Motor auszustatten.
 Zuvor wurde nochmals versucht, im Antriebsdrehgestell des "Dummy-Triebkopfes" alle Antriebszahnräder
 auszubauen und die Federkraft der Radschleifer zu verringern, damit der Rollwiderstand so weit als möglich
 reduziert wird. In dieser Konstellation hat der vorgesehene Triebkopf den Zug noch die Steigung meines
 Arbeitstisches hochziehen können.

 Um eine brauchbare Garnitur zu bekommen wird in der nächsten Schlechtwetterphase der Einbau eines
 zweiten Motors notwendig sein. Das wird dann auch ermöglichen, eventuell noch einen dritten Zwischenwagen
 einzukuppeln. Dann würde der "Langzug" schon einen besseren Eindruck machen. - Gerade noch rechtzeitig
 vor dem dritten Wagenumbau kam von meinem Freund die Meldung, dass er auf seiner Anlage nur Züge mit
 maximal 4 Schnellzugwagen fahren lassen möchte. Daher braucht es also keinen dritten Zwischenwagen mehr.

 Den zweiten Motor konnte ich aus meinem, vom Vorbesitzer auf Zweimotorbetrieb umgebauten VT 5046-Twg. 
 (vermutlich Fahrgestell eines Schnellbahntriebwagens) entnehmen. Doch der Rahmen des Triebwagens
 musste für den Einbau des Motors erheblich abgeändert werden. Es musste eine Rahmenkonstruktion ge-
 schaffen werden, die diesen Motor aufnehmen kann. Das konnte mit Messingblech und Messingstäben reali-
 siert werden. - Bei der Nachrüstung eines zweiten Motors gibt es allerdings das Problem mit der eventuell
 etwas unterschiedlichen Getriebeübersetzung, denn der zweite Motor scheint ein langsamer zu sein.

 Um den VT 5046 weiterverwenden zu können, muss anstelle des Motor- ein Laufdrehgestell eingebaut werden,
 welches halbwegs zum Erscheinungsbild des Triebwagens passt. Das gelang zufriedenstellend.
 
 Bei der ersten Testfahrt des Zuges auf der Modellbahnanlage meine Freundes konnte man sehen,  dass der
 umgebaute Triebwagen meines Blauen Blitzes mit dem zweiten Motor konnte die Wagen und den Dummy-
 Triebkopf, die relativ steilen Gleiswendeln der Anlage meines Freundes gut hinaufziehen hat können. Dennoch
 würde ich gerne einmal andere Motore oder Drehgestelle einbauen, denn der Triebwagen schleicht dahin,
 verglichen mit den üblichen Triebwagen von Kleinbahn.

 Motortausch und sonstige Erfahrungen mit alten Kleinbahn-Antrieben

 Nach mehr als zwei Jahren Liegezeit, wurde der Langzug wieder vom Dachboden geholt, um ihn erstmals auf
 der Konsti-Bahn fahren zu lassen. Und das Fahren geschieht längere Zeit hindurch, um zu sehen ob der Zug
 und die Antriebsmotore in Ordnung sind.

 Der Langzeitbetrieb offenbarte, dass die Motore im Zug nach mehr als einer halben Stunde Fahrzeit merklich
 warm geworden sind. Der Grund dafür ist ungewiss. Als Problem zeigte sich wieder einmal das Anlaufen von
 alten Rundmotoren aus dem Stand heraus. Diesmal lief der alte Motor aus einem Transalpin jedoch einwand-
 frei, währen der schon modernere Motor mit rotem Lagerschild Schwierigkeiten hatte. Der Ursache auf den
 Grund gehend, wurde festgestellt, dass eine Anpressfeder der Drahtgewebe-Schleifkohle beim Anlöten der
 Drähte mitgelötet worden ist und die Feder nicht mehr ausreichend gut anpressen kann. Der Motor musste
 ausgebaut werden, um das Lötzinn von der Feder zu entfernen. Doch auch danach lief er nicht gut. Auch das
 Unterlegen von Papier zur Erzielung eines ausreichenden Zahnspieles zwischen Motorwellenschnecke und
 Zahnrad, verbesserte die Situation nicht. Offenbar liegt es daran, dass dievon mir einmal aufgeschobene
 Schnecke mit dem Abstand der Schneckenwicklungen nicht mehr zum Zahnrad passt, sodass sich der Antrieb
 verkantet. Sie wurde von mir bei irgendeinem Anlass nicht ordentlich aufgeschoben, weswegen die Steigung
 nicht mehr stimmt.

 Um nicht länger zu werken, wurde ein gleicher Motor aus Lagerbeständen genommen und eingebaut. Er läuft
 gut, doch hat er noch keinen langen Leistungstest absolviert. Gleichzeitig tauchte das Problem auf, dass nach
 einer Ölung mit verdünntem Motoröl, das Lämpchen plötzlich flackert. Die Erneuerung des Drahtanschlusses
 änderte nichts. Erst eine verzweifelte Besprühung des Fahrgestelles und der Radschleifer brachte plötzlich die
 Wende, das Lämpchen leuchtet wieder konstant. Offenbar ist Motoröl auf den Radachsen kein geeigneter
 Schmierstoff !!!

 Nun wieder Langzeittest des Zuges. Ja der läuft fast 10 Minuten mit Vollgas, zwischendurch auch in Rückwärts-
 fahrt, aber plötzlich bleit er stehen; - alles finster. Gehäuse abgenommen, merke ich, dass die Motorgehäuse
 ziemlich warm sind. Daraufhin eine genauere Beschau der Motore und Anschlüsse. Alle Kabel dran, aber beim
 jüngerebn Motor steht ein Draht der Ankerwicklung weg. Er scheint sich vom Kollektor gelöst zu haben, denn es
 passierte während der Fahrt. Der Draht wurde wieder angelötet und der Triebwagen läuft wieder. EIne Besprü-
 hung mit Kontaktspray war zwar erfolgrfeich, doch bekamen die Laufflächen der Räder einiges ab, was nicht
 gut war, denn die Gleise sind nun auch schmutzig und müssen gereinigt werden. Ebenso die Räder des Trieb-
 kopfes und der anderen Wagen.
 
 Nach neuer Verdrahtung und Isoloierung der hinteren Radschleifer laufen bveide Motore gut. Durch die zusätzu-
 lich am Fahrgestell des Triebkopfes angeklebeten Bleigewichte, ist die Zugkraft und das Fahrverhalten deutlich
 verbessert.

   Für Langzuggarnitur Einbau von zweitem Motor in einen Triebwagen
         
 
  Umbau des Twg. - zweiter Motor  ... Triebkopf für  Doppeltraktion/Langzug   Probe der Drehgestellaufnahme
 
  Anschluss Standarddrehgestell Anschluss Motor 2 beide Motore im Fahrgestell montiert Ansicht zweimotoriger Triebkopf
 
  Untersicht Dummy-Twg und zweimotoriger Triebkopf   in dieser Form kann der TWG-Zug fahren  
 
  BLauer Blitz Langzug - erste Probe ... ... Modellbahnanlage meines Freundens Fahrvideo auf Anlage  
 
    Für den Langzug mit zwei Triebköpfen -  Bau eines motorlosen Triebkopfes
 
  VT 5945.07, Ausgangsprodukt für Langzug mit abschaltbarem Motor die Umpolung beginnt   der montierte umgepolte und einsatzbe-
reite Motor
     
  das Fahrgestell ohne Antrieb