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       E 46 0701 (Piko, Bakelit)  -  Umgestaltung in Anlehnung an CSD E 499
 

 Die zweite E46 wurde als Bastelobjekt erstanden, wobei der Hintergedanke  be-
 stand, dass sie der tschechischen E 499 etwas enfernt ähnlich sieht, wenn man
 sie angepasst lackiert. Bevor lackiert wurde, war der technische Zustand der Lok
 in Ordnung zu bringen. Die hier nur einseitig vorhandene Beleuchtung war auch
 zu sanieren und diverse andere Kleinigkeiten zu verbessern.

 Zerlegung: Zu Beginn wurden die Stromabnehmer demontiert, sodass die Schrau-
 ben für das Gehäuse gelöst werden kon
nten. Jetzt konnte das Gehäuse abgenom-
 men und die Blechgewichte beiseite gelegt werden. Am Motor waren dann die
 ersten Problempunkte der Nichtfunktion zu erkennen. Auch die Stromversorgung
 der Beleuchtung ist wie bei allen diesen Loks sehr einfach und ohne Draht gelöst,
 doch funktioniert das  System nicht über die Zeiten; bestenfalls flackert das Licht.
 Zuletzt ist noch die Instandsetzung der Stromabnehmer notwendig, damit diese
 wieder in einem geordneten Zustand  am Dach montiert werden können.

 Zusammengefasst gibt es bei der Lok einiges an Arbeit zu leisten, aber gerade
 das ist es, was mir Spaß macht und was mich reizt, mir solche Altloks anzuschaf-
 fen. Letztlich fahren diese alten Loks recht schön und sind eine optische Bereiche-
 rung in der Lokomotiv-Sammlung.



DR E 46  ähnlich CSD E 499


Umbau  E46 0701
Video
 Beginn der Service- und Umbauarbeiten der E 46 0701 in  Richtung der CSD E 499

 
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob und wie ich diese E 46 optisch ändere. Der Beweggrund zur Änderung
 war, dass es die alte E 499 der CSD bei Kleinbahn einige Jahre hindurch gab und man heute horrend hohe
 Preise beim Ankauf hinlegen muss, möchte man sie haben. Mir sind die Preise zu hoch und meist sind die
 angebotenen Loks technisch meist nicht mehr ganz im Originalzustand. So wichtig ist mir diese alte Klein-
 bahnlok bzw. die exakte  Übereinstimmung meiner E 46 0701 Bakelitlok mit dem Original E499 nicht, sodaß
 ich für mich entschieden habe, einen Sondertyp zu schaffen, der eine gewisse Ähnlichkeit hat. Auf jedenfall ist
 die Lok ein Einzelstück. - Vorweg muss ich sagen, dass sich mein erhöhter Blutzucker in der Sehleistung
 meiner Augen negativ niederschlägt, sodass ich mir teilweise mit den Handarbeiten bei der Lackarbeit sehr
 schwer tat. Trotzdem bin ich mit dem Endergebnis der Umgestaltung dennoch sehr zufrieden.

 Die Arbeiten beginnen: Die Probefahrt der Lok war, wie vom Verkäufer angegeben, nicht möglich, da nur
 kurze Strecken in eine Fahrtrichtung, und das nur mit funkenden Rädern, zustande kamen. Daher musste wie
 bei allen diesen Loks, der Motor einer Waschbenzin-Reinigung unterzogen werden. Darüber hinaus befanden
 sich Stromabnehmer und Radlaufflächen in einem sehr schmutzigen Zustand. Auch hier brachte die Waschung
 einen Erfolg. Am Motor waren Fleischmann-Kohlen eingesetzt, die mit den originalen Anpressfedern nicht gut
 funktionierten. Sie wurden gegen passende Kohlen ersetzt.  Siehe da, nach der Reinigung und mit den neuen
 Kohlen funktionierte der Antriebsmotor wieder hervorragend. - Anders als bei den anderen Motoren, sind hier
 keine Dämpfungsspulen oder Kondensatoren vorhanden. Die dürfte der Vorbesitzer bereits entfernt haben.
 Vielleicht finde ich brauchbaren Ersatz und löte ihn an.

 Durch eine günstige Fügung konnte ich mit der Lackierung des Gehäuses beginnen. Dazu mussten zuvor
 noch die  Dachisolatoren und die Dachleitung  abgebaut werden und danach konnte ich mit weißem Lack-
 spray die erste Lackschicht aufbringen. Leider habe ich mit der Sprayerei immer Probleme und anstelle einer
 glatten Oberfläche wurde sie leicht rauh. Zum Glück ist das nur der Lokkastenunterteil, bei dem das auffällt. Bei
 der Lackierung mit Hellblau werde ich besser aufpassen, dass der Lack etwas dicker aufgetragen wird und bes-
 ser verrinnt. Das Gelang dann auch, doch bevor die Farbe trocken war, kam ich leicht am Gehäuse an und
 wischte Farbe weg. Die Nachbesserung mit dem hellblauen Spray blies auch leicht ins Weiss hinein; Schade.
 Jetzt muss ich wieder künsteln um das hinzubekommen.
 Unabhängig davon sind die beiden V-Ausschnitte mit der heiklen Abdeckung dann doch halbwegs gelungen.
 Doch ist hier händische Nacharbeit erforderlich. Wie mir das mit meinen derzeit zuckergeschwächten Augen
 und den schon leicht zittrigen Händen mit dem feinsten meiner Pinselchen gelingen wird, ist fraglich.
 Ergebnis: es ist (halbwegs) gelungen, wenn man nicht mit hochauflösenden Fotoaufnahmen dran geht. Meine
 geschwächten Augen übersehen schon etliche Fehlerstellen, die ich nur am Foto ausnehmen und nur mit Foto-
 shop korrigieren kann. Am Modell sehe ich die Fehler einfach nicht mehr.
 
 Zuletzt wurden die Drehgestellblenden wie auch das Dach, angepasst an die Farbe der tschechischen E 499,
 hellgrau lackiert, bevor sie beim Zusammenbau wieder verwendet werden konnten.

 In den Trocknungszeiten wurde der Motor nochmals lange getestet, wobei die Schleifkohlen besondere Beach-
 tung fanden. Es stellte sich heraus, dass zu viel Öl am Kollektor schlecht ist (weiß jeder), dass aber auch die
 Anpressfedern in geordneter Form an den Kohlen anliegen müssenl, das hat der Vorbesitzer nicht gewußt und
 sie arg verbogen. Zuvor war es ja wegen der seltsamen Verformung der Federn nur eine punktuelle Berührung,
 die zuließ, dass sich je nach Fahrtrichtung die Kohle verdrehte und damit den Kontakt maßgeblich beeinflusste.
 Das verursachte nicht nur Aussetzer sondern auch unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten bei Vor- und Rück-
 wärtsfahrt. Die Federn wurden mühsam mit größter Vorsicht wieder so gebogen, wie man sie auf Fotos neuer
 Motore sieht.

 Die Drehgestellblenden, die wegen der Lackierung ja demontiert werden mussten, hatte schon ein Vorbesitzer
 einseitig durch zwei Schrauben abmontierbar gemacht. Dadurch können die Getriebeteile mit den Radachsen
 leichter entfernt und wieder eingesetzt werden. Gute Idee, jedoch erkennt man bei genauem Hinsehen, die
 Schrauben, doch (mich) stört das kaum.

 Zur weiteren Demontage des Drehgestellhalters (= trägt die Blechgewichte) vom Drehgestell, muss der Mini-
 Sicherungsring vom Drehzapfen entfernt werden. Da die Montage der nur schwer sichtbaren Sicherungsringe
 kaum machbar ist, wurde eine andere Lösung für die Zukunft gewählt: M2 Muttern. Daher wurden vor dem
 Zusammenbau der Drehgestelle auf die Drehzapfen M2-Gewinde eingeschnitten und danach die Drehgestelle
 wieder komplettiert, wobei nun eine M2-Mutter zur Befestigung aufgeschraubt wurde. Loctide soll die Locke-
 rung der Muttern verhindern. - Mit den Muttern kann man das Durchhängen der Drehgestelle bei aufgehobener
 Lok einstellen, damit sie beidseitig gleich weit herunter hängen.

 Um künftig keine flackernde Beleuchtung zu haben, wurde auf die Stromführung vom Motor auf den Blechbügel
 über den Gewichten bis zu den Lampen verzichtet. Anstelle der korrosionsgefährdeten "Stromleitung" wurden
 die Lämpchen mit einem Draht verlötet, der sie fortan mit Strom versorgt und sie jetzt konstant leuchten werden.
 Muss ein Lämpchen getauscht werden, bedarf es jedoch eines Lötkolbens.

 Die Drehgestelle konnten jetzt wieder am Motor angebracht und die Blechgewichte mit dem Haltebügel und
 den  zwei Gehäuseschrauben provisorisch fixiert werden. Schließlich konnte erstmals das Gehäuse aufgesetzt
 werden. - Jetzt zeigte sich, dass die Pufferbohlen optisch grau nachzustreichen waren, damit sie den seitlichen
 Drehgestellblenden gleichen und der Gesamteindruck dadurch verbessert wird.

 Weiters gab es mit den zuvor schon ramponierten Stromabnehmern Schwierigkeiten, diese wieder in optisch
 guter Form auf das Dach zu bekommen. Hier mussten bei jedem Bügelfuß zwei Verbindungsdrähte eingebaut
 werden, die aus den dünnen Anschlussdrähten von Widerständen hergestellt werden konnten. Doch auch das
 gelang zum Glück, denn eine Nachbeschaffung der Stromabnehmer wäre teuer geworden. - Obwohl, - im
 schlimmsten Fall hätte ich Stromabnehmer von Kleinbahn verwendet und angepasst, was aber  auch eine
 pitzelige Arbeit geworden wäre. Durch die Lackierung mit roter Farbe konnten die durch Rost verfärbten
 Stellen kaschiert werden und ergibt sich jetzt ein passables Aussehen.

 Die abschließende Probefahrt der neuen Lok war erfolgreich. Die Lok zieht die schweren Trix Express Blech-
 wagen mit den vielen Schienenschleifern zur Stromabnahme für die Beleuchtung. Der Strombedarf der
 Waggonbeleuchtung ist an der Leistung der Lok deutlich zu merken, denn sie fährt doch etwas  langsamer.
 Besonders erfreulich ist an der Lok, dass sie der tschechischen E 499 nun doch ein wenig ähnlich sieht und
 dass sie sehr ruhige Lauf- und Motorgeräusche hat.

 Abschließend einige Bilder zum Vergleich der Originalausführung der E 46 und meiner "E 499-Version".

       
Tschechische E 499  eine Variante der Piko E 46  Beginn der Demontage   
die bestehende Blechpaketaufteilung     der Motor mit seltsamen Kohlenbürsten  der Drehgestell Drehzapfen vorher 
Drehzapfen mit M2 Gewinde  Mutter zur Befestigung montiert  Lokfahrgestell mit Lichtkabel Lackierung fast fertig 
Umbau  E46 0701 in Anlehnung an E 499      
       
 Lokomotiv-Vergleiche E 46 und Sammlung aller DDR-Altbauloks von Gützold/Piko 
       
meine Loks E 44 und E 46   Umlackierte E 46 als E 499 und E 1041  
 E 46 0701 und umlackierte Varianten    E 44 alle Typen