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Als nostalgisch
und patriotisch veranlagt, kann ich Loks aus
österreichischer
Produktion nicht widerstehen.
Nachdem sich eine gut aussehende aber
schadhafte
BR 62 von Liliput Wien günstig anbot, musste ich sie
kaufen.
Nachdem die Lok da war, sah ich
eine Beschädigung an einem Treibrad und an einem
Rad des Nachläufers. Es sieht ein wenig so aus, als
wären Material- schäden die Ursache. Danach
versuchte ich diel Lok zum Laufen zu bringen,
indem
ich Kabel an den Rädern anlegte. Kein Kontakt, aber kein
Kurzschluss. Da kommt Feinarbeit auf mich zu,
was mir Freude bereitet. In der Erprobung der
reparierten Lok entstand die Frage, ob nur diese Lok
laut läuft?
Alsbald ergab sich ein
günstiges Angebot einer weiteren BR 62. Die Lok war eine
Lok mit Witte Leitblechen die vom Vorbesitzer
modifiziert worden ist. Am Anfang wurde wegen
des seltsamen Schleifers am Nachlaufgestell angenom- men,
es handle sich um eine auf AC-Betrieb umgebaute Lok. Das
war ein Irrtum, denn die aufwendig
angefertigten Radschleifer dienen zur Stromabnahme von
den Rädern und ersetzen die sonst üblichen Radschleifer.
Bei den Service- arbeiten brach die mit
Gussfehler behaftete Motorhalterung und ein Ersatzmotor wurde
gesucht.
Die Suche nach einem Erstazmotor
war lange, sodass ich mich dazu ent- schloss,
eine zufällig im Internet gefundene Lok mit dem Fehlöer
"fährt nicht" zu kaufen. Die Hoffnung
bestand darin, dass ich zumindets Teile des Motors als Ersatz
verwenden kann, um die zuvor gekaufte Lok zum Laufen zu
bringen. Mit Glück fand sich nach weiteren
Tagen ein Ersatzmotor, den ich kaufte und der in
der Lok ohne Motor eingebaut wird.
Dadurch
bleibt die neu geklaufte Lok "original" und es bedarf
dort lediglich, die Kabel für die Beleuchtung
an den zugehörigen Stellen wieder anzulöten.
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 78
134, Räderschaden
Fahrvideo

78 134, Ersatzmotor
Fahrvideo

78 134, Reparatur
Fahrvideo
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Seltene Version 62
003 mit Wagner Leitblechen bedarf Reparatur schadhafter
Räder |
Die Lok ist ja schon 60 Jahre
alt, sieht aber sehr gepflegt aus. Daher nahm ich
das Gehäuse ab und legte mit den Kabeln Strom am
Kollektor des Motors an und der Motor lief. Beim
Laufen traten klopfende Geräusche auf und es war zu erkennen,
dass ein Treibrad einen Lufflächenschaden und Risse
aufwies. Mit der EInspannung im kleinen
Schraubstock ließ sich der kleineFehler ver- bessern. Durch
zusätzliches dezentes Überfeilen
konnten die Risse geglättet werden. Erst der
Fahrtest wird zeigen ob das Rad getauscht werden
muss.
Ungeachtet dessen kam von den Rädern
kein Strom zum Motor. Eine Kontrolle zeigte,
dass der Anschlussdrfaht am Schleifer abgegangen war und
daher kein Kontakt möglich war. Der Fehler war
rasch behoben. Jetzt wartet die schöne Lok auf
die Testfahrten auf der Testbahnplatte.
Der
Schaden an den Rädern führte zu keinen Laufproblemen der
Lok. Einzig störend ist es, wie bei vielen
alten Loks, dass die Fahrgeräusche störend laut sind.
Versuche mit der Einstellung eines größeren Zahnspiels
sowie das Auf- kleben eines 2mm
Moosgummiplättchens am vorderen Gewicht, brachten keine
entscheidenden Verbesserungen. Ebenso ist die
Anzugskraft bei der Gehäuse- schraube nicht
nachvollziehbar an der Geräuschentwicklung wirksam
Mit der antiken Lok wird unsere
Sammlung um ein schönes Stück erweitert, doch besteht
Interesse daran, zu wissen ob andere solche Loks auch
mit störenden Laufgeräuschen fahren.
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DB BR 62 003 (Liliput, Wien) |
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Fahrvideo |
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Antrieb in Aktion |
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Motorschaden -
Reparatur mit
Motortausch |
Nachdem
diese Loktype schon antik und sehr rar ist, kaufte ich
eine günstig an- gebotene Lokomotive. Wie auf
den Angebotsbildern ersichtlich war, dürfte die Lok vom selben
Vorbesitzer stammen, wie meine zuletzt gekaufte 1010.03
von Lilipiut. Wie bei der 1010 - Lok
waren hier die
3 Antriebsachsen scheinbar leitend verbunden, so wie es bei
Märklin der Fall ist. Allerdings ergab sich nach der
Demontage der Radschleifer, dass die Achsen
einseitig isolierte Räder haben, also kein
Kurzschluss gegeben ist und die Lok strommäßig der Serie
entspricht. |
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Bei
der Zerlegung der Lok wurde festgestellt, dass die
Laufdrehgestelle keine kurzschließenden
Achsen haben und offensichtlich für die Lok als
Masse-Kontaktgeber funktionieren (wie auch
normaler Weise). Im nächsten Arbeitsschritt wurde
die Kontaktleiste demontiert und das Verbindungskabel
zum Motor ab- gelötet. Die nachfolgende
Fremdanspeisung des Motors zeigte, dass der Motor läuft
und die Achsen normal drehen.
Die Haftreifen der Lok waren offenbar geklebt und
wurden ausgekratzt. Probeweise wurden die Rad- schleifer
wieder montiert und die Lok fuhr gut. Dennoch fiel auf,
dass die Radstellung einer kleinen Korrektur
bedurfte, damit die Lok gleichmäßiger läuft. Bei der
anfänglichen ungleichmäßigen Fahrt wurde auch
sichtbar, dass dadurch die Motorachse etwa 2mm
Axialspiel hat. Damit lag nahe, den Motor zu
zerlegen und durch Beilagescheiben das Spiel zu verringern und
damit den Eingriff der Schnecke zu verbessern.
Leider zerbröselte beim Zerlegen infolge eines
Materialschadens die Alu-Gusshalterung des
Motors. Jetzt ist der Motor nicht mehr zu
gebrauchen und muss ersetzt werden. Weil
vorerst wenig Glück beim Kauf eines Ersatzmotors
bestand, kaufte ich noch eine BR 62, die
aus- gesprochen günstig angeboten wurde, - da sie nicht fährt.. Die
Lok hat einen Motor, den ich reparieren könnte,
war meine Idee und ich kaufte sie.- Zwei Tage danach
stieß ich nach endloser Suche auf einen passenden,
neuwertigen und preisgünstigen Motor
Der
Einbau des "neuen" Motors bereitete keine
Schwierigkeiten und die Verkabelung war rasch herge- stellt.
Da bei der Lok auch die Beleuchtung fehlte, ersetzte ich
sie durch fahrtrichtungsabhängig leuchten- de
LEDs mit Vorwiderstand. Die Mini-LEDs steckte ich in ein
kleines Stück Silikonschlauch von meinen Motorfliegern.
Den Schlauch mit den LEDs konnte ich in den für die
Lampenfassung vorgesehenen Spalt hineindrücken
und er hält dort. Mit montiertem Gehäuse leuchten die
Stirnlampen hervorragend. Ein schöner Effekt
der LEDs besteht darin, dass sie schon bei niedrigster
Spannung hell leuchten.
Die Fahrversuche
mit der Lok verliefen gut, wenngleich mir die Lok eher
langsamer als die anderen er- scheint.
Allerdings läuft sie in Fahrtrichtung voraus leise
und mit annehmbaren Fahrgeräuschen. Bei Retourfahrt
ist das Fahrgeräusch etwas lauter, doch erspare mir
Schraubereien und belasse es dabei. Weitere
Langzeit Fahrtests verliefen ohne Vorkommnisse.
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DB BR 62 003 (Liliput, Wien) |
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Fahrvideo |
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Vorlauf Drehgestell |
Nachlauf Drehgestell |
die Radschleifer |
Ansicht Fahrgestell unmd Kessel |
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Detailansicht der Schleifermontage |
das zerlegte Fahrgestell |
Motor ausgebaut - siehe Materialfehler |
durch Halten des Motors zerbrochen |
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angekauft ein dreipoliger Ersatzmotor |
der Ersatzmotor ist montiert |
Beleuchtung mit LED ergänzt |
Heckbeleuchtung |
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Ansicht Fahregstell mit ERsatzmotor |
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Reparatur der
Verdrahtung und eines aufgetretenen Motorträgerbruchs |
Der
zum Glück sehr preiswerte Ankauf der Lok erfolgte
mangels Verfügbarkeit eines Ersatzmotors für
die zuvor beschriebene Lokomotive. Nach Eintreffen der
Lok bestätigte sich die Aussage des Verkäufers, " fährt
nicht".
Wegen fehlender Gehäuseschraube
war vorerst rasch zu erkennen, was die Ursache
ist, weshalb die Lok nicht fährt. Die Kabel zum Motor
waren nicht ange- lötet. Das Anlöten des Kabels
ergab, dass der Motor drehte, wenn auch die Vor- und
Nachlaufachsen am Gleis auflagen. Allerdings fuhr die
Lok erst, als die Blei- gewichte am Fahrwerk
auflagen.
Abends hatte ich die Lok zur
weiteren Fehlersuche bei mir. Am nächsten Mor- gen
hob ich die Lok hoch, ganz vergessend, dass keine
Schraube das Fahrge- stell hält und prompt fiel
das Fahrwerk aus dem Kessel und auf den Motor. Vor- erst
war kein Fehler zu erkennen, doch als die Lok nicht mehr
laufen wollte, er- kannte ich, dass der
Guss-Motorhalter einen Riss bekommen hatte. Also wieder das
gleiche Problem wie bei der vorher beschriebenen
Reparatur. |
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Allerdings zerbröselte der Träger nicht und es
konnten die zwei Bruchstellen mit UHU PLUS und
einem Stück Beryllium Blech verklebt werden.
Wie auch immer, beim EInbau des Motors ergab sich, dass
er nicht richtig auflag und die Schneck
nicht zum EIngriff kam. Folglich wurde der Fehler
gesucht und als Lösung das Abfräsen des
Fahrgestells vorgenommen., um die geklebet Motorbrücke
micht zu schwächen. Schließlich passte alles, doch es musste an der vorderen
Motorauflage ein starkes Papierstück unter- gelegt werden,
damit das Zahnspiel ausreichend groß ist. Beim
Nachziehen der hinteren Auflage reichte ein kleiner
Dreher zu viel, sodass die gegossene Auflage
abbrach. Wieder wurde mit UHU PLUS und einem
Stück Beryllium Blech zur Verstärkung, der Träger
geklebt. Jetzt musste auch an der hinteren Motorauflage
mit Beilagescheiben untergelegt werden, um beim
Festziehen den Motorträger nicht zu verspannen.
- Es gelang, der Motor funktioneirt gut.
Die
nachfolgenden Fahrtests ergaben diverse Nachbesserungen
an der Motorbefestigung, die infolge Erhitzung
des Motors nach einer halben Stunde Laufzeit, zu kleinen
Veränderungen führte. Danach konnte das Gehäuse
aufgesetzt und damit Probefahrten erfolgen. Schlimm, wie
bei vielen alten Loks, war das un- angenehme
Fahrgeräusch. Bei den Versuchen die Lok leise zu machen,
fand ich heraus, dass das Ge- häuse nicht ganz
fest angeschraubt werden sollte. Weiters ergab sich,
dass die Getriebeeinstellung, also das
Zahnspiel bei der Schnecke, einen merklichen EInfluss
auf die Geräuschkulisse ausübt. Außerdem besserte
die Einklebung der Bleigewichte mit geringer Menge
Pattex Druckkleber in das Gehäuse, die Fahrgeräusche.
Mit Tüftelei gelang es, die Lok leise zu bekommen.
Sie fährt in beiden Richtungen sehr gut und
hat ausreichende Zugkraft.
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DB BR 62 003 (Liliput, Wien) |
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Fahrvideo |
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die brüchige Motorbrücke |
erste Bruchstelle unten |
Bruchstelle oben |
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dritte Bruchstelle unten |
der defekte Motor |
geklebter Motor |
reparierter Motor ist wieder eingebaut |
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Vergleich meiner BR 62 -
Loks |
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links moderne Lok mit Wagner Leitblechen |
rechts ältere Version mit Witte Leitblechen |
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