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   Servicearbeiten, Reparaturen, Kontaktverbesserungen und Umpolungen an diversen Lokomotiven
   von Kleinbahn, Piko, Liliput, ....
 

 Nachdem Lokomotiven nach langer Lagerung oder seltenem Gebrauch, immerwieder einer Wartung 
 oder einer Reparatur bedürfen, soll hier dokumentiert werden, was und wie die Lokomotiven Walter's
 (und meine eigenen) repariert worden sind. Auch die Beschreibung der Umpolung aller Kleinbahn Loko-
 motiven, die dann auch in die gleiche Richtung wie Roco-, Liliput- und Lima Lokomotiven laufen, wird
 behandelt. Neben Kleinbahnloks wurden auch andere Fabrikate repariert oder an den Norm-Bedarf an-
 gepasst. Die bei den Arbeiten gemachten Erfahrungen habe ich hier aufgeschrieben. Ich bin sicher ich
 bin kein Experte und es gibt noch mehr Problemfälle, die ich (noch) nicht zu beheben hatte und sehe
 meine Zeilen nur als Hilfe bei der Fehlerfindung.
 Vielleicht nützen meine Erfahrungen auch anderen Modellbahnfreunden, was mich freuen würde.

 Probleme bei alten KLEINBAHN-Lokomotiven (und anderen):

 Nach langer Lagerung bedürfen die Loks einiger Minuten "Einfahrzeit". Nach anfänglich auffälliger
 langsamer Fahrt
wird durch die Erwärmung von Motor und Fahrgestell das Tempo wieder normal.
 Ebenso sind für anfängliche Anfahrprobleme oft Kontaktfehler an den Radschleifern und Achs-
 lagern
verantwortlich. Einige Minuten Fahrzeit helfen oft zur Normalisierung, bei hartnäckigen Fällen
 hilft nur eine ausgiebige "Wäsche" des Fahrgestells mit Waschbenzin. Manchmal fährt eine alte
 Kleinbahn Lok auch nicht, weil meist die Achsen im Fahrgestell infolge ehemalig aufgefangenes Öl-
 und Staubgemisch "kleben" und die Motore zu schwach sind, um sie zu bewegen.

 Wellenlagerproblem

 Im Betrieb sehr alter Loks (ab 1955..) kann es vorkommen, dass ein Motor "steckt", obwohl voller
 Fahrstrom eingestellt ist. Das kann mehrere Gründe haben. - Eine häufige Ursache bei meinen alten
 Kleinbahn-Motoren liegt oft am hinteren Motorlager im Magnetteil zu finden, da dieses Lager mit ge-
 ringem Spiel und mit starrer Lagerung ausgeführt ist. Bei langer Lagerung oder geringer Betriebs-
 zeiten klemmen die Lager gerne,  was als "verharzt" bezeichnet wird.
 Störungen dieser Art kann man mit je einem Tröpfchen Kriechöl (WD 40) am Lager begegnen. Nach
 kurzem Einwirken und nachfolgend einigen Minuten Fahrt wird sich das Öl verteilt haben und der Motor
 wieder normal laufen. Beim Ölen immer beachten: Weniger ist mehr!
 Die späte Serie der Kleinbahn Rundmotore mit den dunkelroten Lagerschilden haben bewegliche
 Rotorlager im Magnet und neigen daher kaum zu Ausfällen und laufen leiser.
 Auch das Lager im Lagerschild mit den Schleifkohlen bereitet Probleme, die aufgrund der einseitigen
 Belastung der Motorwelle durch die Schnecke entstehen. Das dort bei sehr viel gelaufenen Motoren
 vergrößerte Lagerspiel verursacht Motorgeräusche, die ich mit dünnem Mineralöl bessern konnte.
 Märklin Öl oder Ähnliches, scheint mir bei den alten Motoren zu dünnflüssig zu sein und verbreitet sich
 leicht bis zum Kollektor, der dadurch verschmutzt wird und Probleme entstehen.
 Es wäre möglich, durch passende Kugellager dieses Problem zu lösen. Allerdings müsste für das
 Lager im Lagerschild eine Aufnahmebohrung eingebracht werden. Das ist schwierig weil mit nicht ge-
 eignetem Werkzeug die Bohrung u.U, nicht mit fem hinteren Lager fluchtet und "zwickt" und ein guter
 Motorlauf nicht möglich wird. So einen Versuch habe ich unterlassen, da det Nutzeffekt fraglich ist.

 Achtung nach Motorzerlegung:
 Heikel sind die beiden Schrauben, die den Magnetteil mit dem vorderen Lagerschild mit den Kohlen-
 führungen verschrauben. Das ist besonders nach einer erfolgten Demontage des Motors zu beachten,
 da es durch die ungenaue Schraubenstellung zu einer minimalen Schrägstellung der Ankerwelle in den
 Lagern kommen kann und die Lager "zwicken". Nach einer Verschraubung daher immer prüfen, ob der
 Anker (ohne Kohlen) leicht läuft.

 Schleifkohlen und Anpressfedern
 Manchmal / oft kommt es zu Anlaufproblemen wegen schwachem Bürstenanpressdruck. Das
 kann eine Folge schwacher (ausgeglühter) Anpressfedern sein, oder infolge verbogener Federn ge-
 schehen, oder durch innere Verschmutzung der Kohlenführungen zutreffen. Ebenso entsteht mangeln-
 der Anpressdruck durch abgenützte Schleifkohlen (min. 4mm). Abgenützte  Kohlen kippem bei Dreh-
 richtungsumkehr und leigen dann schlechter am Kollektor auf, - der Motor läuft nicht oder schlecht-
 Von Kohlestaub (und Öldunst) verschmutze Kohlenhalterungen hindern das freie Gleiten der Kohlen
 im Halter, was bei einem Fahrtrichtungswechsel dazu führen kann, dass durch das Axialspiel der Motor-
 welle, die Kohle nicht genug stark nachrutscht und zu wenig stark am Kollektor anliegt.
 Ein Tausch der Anpressfedern scheitert meist am Fehlen von Ersatzfedern und ist darüber hinaus eine
 Geduldarbeit.

 Die sich nach einer Reparatur aufdrängende Frage, wie lange das gute Anlaufen eines überholten
 Motors so bleiben wird, dürfte damit beantwortet werden, dass zu großes Axialspiel des Ankers zu ver-
 meiden ist. Bei Loks im Originalzustand kann man davon ausgehen, dass das Spiel stimmen wird
 (~0,5mm).
 Werden Motore zerlegt, fallen (mir) die unterschiedlich dicken Distanzscheiben im Magnetteil oft ab
 und verschwinden. Beim Zusammenbau fehlen sie und der Motor hat mehr Axialspiel. Dadurch liegen 
 die Schleifkohlen nicht immer mit genügend starkem Anpressdruck am Kollektor an:
 Ist das Axialspiel zu groß, kann der Kollektor sich weiter vom Lagerschild mit den Kohlenhalterungen
 entfernen, was beim Nachrutschen der Kohlen zu einer Verringerung der Anpresskraft der Federn 
 führen kann.
 Wie heikel diese Sache ist zeigt sich, wenn man im Störungsfall, - ein Motor will trotz Spannung nicht
 anlaufen -, mit einer dünnen Schraubendreherspitze leicht auf die Anpressfeder drückt. Wenn die Feder
 gut anliegt, steht der Motor weiterhin. Drückt man auf der anderen, weicheren Feder an, beginnt der
 Motor plötzlich zu laufen.
 Damit weiß man, dass hier der Fehler liegt und die Kohle und ihre Halterung gereinigt oder die Feder
 etwas mehr vorgespannt werden muss (heikel). Das alles gilt, wenn ausreichend lange Schleifkohlen
 in Verwendung sind.

 Geringe Motorleistung oder niedrigere Motordrehzahl, geht meist mit mangelnder Magnetkraft ein-
 her. Die Behebung dieses Fehlers ist schwierig und nur durch einen Tausch oder die Nachmagnetisie-
 rung des Magneten möglich. Nachlassende Magnetkraft zeigt sich durch Bedarf an hohem Einschalt-
 strom und eher niedriger Fahrgeschwindigkeit und Zugkraft. 

 Speziell bei meinen uralten Hornby Dublo Loks (teilweise vor 1950) lernte ich die Wichtigkeit der Mag-
 netkraft kennen. Bie diesen Loks lassen sich die Magnete durch neue Neodym Magnete in passender
 Größe austauschen. Dann werden diese Loks wieder jugendlich flott und fahren stromsparend.
 Hornby-Dublo bot  früher ein Gerät zum Nachmagnetisieren an, doch war das in den Jahren nach 1950.

 Achtung: Starke Erwärmung von Magneten führt zum Nachlassen deren Magnetkraft.
 Die Methode Magnet Tausch oder Nachmagentisierung könnte auch bei den alten flachen Liliput- und
 Trix-Motoren helfen. Bei den Kleinbahn Rundmotoren hilft nur eine Neumagnetisierung, doch wie und
 wo das möglich ist, weiß ich bis heute nicht.

 Fahrgestellprobleme
 
 Oft kommt es bei warmem Betriebszustand dazu, dass beim Fahrtrichtungswechsel ein Motor nicht
 anläuft. Wenn es sehr alte und viel gefahrene Lokomotiven mit dem alten Kleinbahn Gussfahrgestell
 sind, dann können die Achslagerungen in den Fahrgestelllen ausgearbeitet sein, sodass die Achsen
 sehr viel Spiel an bestimmten Stellen in den Bohrungen bekommen haben. und "verkanten" können. 
 Dreht der Motor in eine Richtung, wird durch das einseitig abgenützte Achslager das Zahrradspiel und
 der Zahneingriff günstig beeinflusst, dann läuft der Motor gut an. Dreht der Motor andersherum, kom-
 men die Zahnräder etwas anders in Eingriff und bewirken eine geringe "Verkantung" der Achse und
 damit eine Anfahrverzögerung. Um den dadurch entstandenen Widerstand zu überwinden, muss der 
 Motor ein sehr hohes Drehmoment aufbringen können,was durch erhöhte Spannung möglich wird.

 Meist ruft eine "Überölung" immer die Schwergängigkeit der Achsdrehung hervor!  Hier hilft nur eine
 ordentliche Reinigung des Fahrwerks mit Waschbenzin. Anschließend ist allenfalls eine wirklich de-
 zente Ölung (einseitig) der Achsen mit einem Tröpfchen aus einer feinen Injektionsspritze notwendig.
 Denn zuviel Öl, vermischt mit dem Staub aus dem Gleisbereich, beeinträchtigt und verschlechtert nicht
 nur die Achsbeweglichkeit sondern  auch die Kontaktgabe der Achsen an das Fahrgestell!

 Ausgearbeitete Bohrungen in Fahrgestellen können auch eine Ursache in falscher Radstellung bei
 Dampfloks haben. Die Schwungmassen der einen Seite müssen auf der anderen Seite genau um
 90 Grad versetzt sein.
 Achtung: Die Korrektur der Radstellung ist äußerst heikel, besonders bei Zinkal-Rädern, wie sie bei
 alten Kleinbahnloks üblich sind. Man nimmt die Lok in die Hand, die Räder oben. Die Korrektur kann
 duch das einseitige Festhalten eines Antriebsrades mit dem Daumen und mit dem zweiten Daumen
 der anderen Hand durch ausreichend Druck auf dieses Rad, in die erforderliche Veränderungsrich-
 tung, in die richtige Stellung drehen. Niemals hin- und herdrehen, das verzeihen diese Räder nicht,
 sie werden locker oder eiern.
 Die Radstellung muss an allen Achsen der Dampflok geprüft und korrigiert weden!

 Gussfehler:
 Bedauerlicher Weise treten speziell bei Modellen aus den letzten Produktionsjahren schwere Material-
 schäden auf, welche zu Verformungen der Fahrgestelle oder Lokrahmen führen. Schlechtes Gussma-
 terial verursacht das Wachsen der Lokrahmen oder Fahrgestelle. Die Lokrahmen zerstören das
 Gehäuse, bei den Fahrgestellen ändert sich der Abstand der Zahnräder oder die Achsen werden
 blockiert. Die sich krümmenden Fahrgestelle einer E-Lok verursachen zu Beginn Laufgeräuse und
 später greift die Motorschnecke nicht mehr im Antriebszahnrad ein.  Bei den Lokrahmen kommt es
 in einer späteren Fase des Materialfehlers zum Zerbröseln des Teils. - Die Motore sind also nicht
 daran schuld.
  
 Nachfolgend eine kleine Hilfe zur Fehlerfindung bei Lokdefekten

 Meine Methode zur Fehlerermittlung, wenn sich eine Lok am Gleis unter Strom nicht bewegt
 .) Test ob Motore mit direkter Stromzuführung zum Motor laufen
    Störungsauslöser:
    Kontaktfehler von der Schiene bis zum Motor oder zwischen Schleifkohlen und dem Kollektor,
    Ankerlagerung im Magnetteil verharzt
 .) Test ob sich die Achsen im Fahrwerk leicht seitlich verschieben lassen
    Störungsauslöser:
    Achsenlagerungen verschmutzt, ölverklebt,
    Getriebe schadhaft
 
 
Störungen im Fahrbetrieb bei einer zuvor gereinigten Lok:
 .) Bei Anlaufproblemen der Motore beim Richtungswechsel und bei geringer Spannung (~5V)
    Störungsursachen:
    Schleifkohlen abgenützt (nurmehr ~4mm lang),
    Anpressdruck der Anpressfedern der Kohlen zu gering,
    Axialspiel des Ankers zu groß (kann Federdruck verringern),
    Magnet schwach
 .) Während der Fahrt ungleichmäßige Geschwindigkeit
    Störungsursachen:
    Radschleifer haben Kontaktprobleme mit Räderlaufflächen (Verschmutzung) ,
    Kleine Kurzschlüsse der Radschleifer mit Lokrahmen bei Kurvenfahrt,
    Kontaktproblem der Achsen im Fahrgestell
    Bei Dampfloks: Versetzte Antriebsräder führen zu unrunder Fahrt und Gestänge-Problemen, woran
    nicht der Motor usw. Schuld trägt!
   (Alle Antriebsräder einer Seite müssen die gleiche Stellung der Ausgleichsgewichte einnehmen.
    Weiters muss jedes Rad auf der anderen Seite einer Achse um 90° verdreht sitzen!)
 
        
       
 
 1020 - Kleinbahn - Reparatur, Service und Umpolung

 Die Lok war jahrelang gelegen und verstaubt und verharzt. Am Gleis zeigte sich
 keine Regung, die Motore "steckten". Nach der Zerlegung der Lok wurden die
 Motore auseinander genommen und mit Waschbenzin greinigt. Ebenfalls ge-
 schah das mit den Fahrgestellen. Bei den Motoren dürfte vermutlich ungeeigne-
 tes Schmieröl verwendet worden sein, was zur Verharzung führte, oder es hat
 sich Watte aus den Schmierbohrungen in die Lager hineingezogen. Jedenfalls
 wurden die Motore mit synthetischem Turbinenöl geölt, wodurch Verharzungen
 verhindert werden. 

Fahrvideo
 
 Die Stromabnehmer auf den Drehgestellen griffen nur auf je 2 Achsen und wurden zusätzlich auf die dritte
 erweitert. Weiters wurde die Umschaltfunktion der Stromabnahme vom Gleis oder der Oberleitung wieder
 hergestellt. Auch die Befestigungen der Lampenfassungen wurden überarbeitet und sie funktionieren wieder.
 Ein grosses Problem der alten Kleinbahnmodelle aus den 60iger Jahren etwa, ist die Abplattelung von Lack-
 stücken von den Gussteilen. Daher wurden nach der Reinigung die Drehgestelle und er Lokrahmen neu
 gestrichen. Die beiden Vorbauten in Dunkelgrün müssten noch ausgebessert werden, aber die passende
 Farbe muss erst noch gefunden werden.

 Beispiele an diversen Kleinbahnloks 
       
die Lok vorher die zerlegte Lok ein Bild fürdie Verkabelung  
   
die montierte Lok      
 
 1080 - Kleinbahn - Service und Umpolung bei zwei Loks

 Zwei Lokomotiven dieser Baureihe stehen zur Reparatur am Tisch. Beide wei-
 sen die schon bei der 1020 gefundenen Defekte auf und wurden dementsprech-
 end gereinigt und repariert. Besonders war der Einbau der Beleuchtung an
 beiden Stirnwänden zu verwirklichen. Ein Vorbesitzer hat die originale Beleuch-
 tung demontiert und die Lämpchen dürftig mit Isolierband angeklebt. Daher
 musste je Seite eine neue, unterschiedliche Konstruktion gebastelt werden.
 Auf der motorabgewandten Seite musste noch eine Lichtbarriere angeklebt
 werden, da sonst das Lämpchen zu stark geleuchtet hätte.

 Es gab nach vier Jahren Lagerung die Klage, dass besonders  Nr 1 schlecht 
 fährt und oft stehen bleibt. Außerdem kommt es bei gekuppelter Fahrt beider
 Loks zu kleinen Kurzschlüssen. Nach der Überarbeitung können beide Loks
 wahllos gekuppelt gefahren werden, wobei neuerdings ein Kunststoffkupplungs-
 haken eingebaut wurde
 Bei Lok Nr 1, das ist jene mit beidseitiger Beleuchtung, wurde weiters an der
 ersten Achse ein Radschleifer für Masse (Minus) nachgerüstet. Dadurch läuft
 die Lok jetzt in beiden Fahrtrichtungen ruckfrei. - Die Einstellung der Radschei-
 ben aller Achsen sind nicht optimal eingestellt, wodurch vor allem im kalten
 Betriebszustand in einer Fahrtrichtung eine ungleichmäßige Fahrt entstehen
 kann.


                        Fahrvideo
       
1080 Nr. 1 ist zerlegt der Stromabnehmer unter Motor muss isoliert werden     
 1080 Nr 2 zerlegt      Schleifer nachgerüstet (oben)
 
       
 
 BR 80 - Kleinbahn - Service und Umpolung

 Auch bei dieser Lok war eine komplette Demontage notwendig. Zwar dreht sich
 hier der Motor noch ein wenig, doch manchmal auch nur wenn man mithilft. Der
 Staub hat auch hier für massig Reinigungsaufwand gesorgt. Das Aussehen
 der Lok verlangt nach einer Neulackierung, damit danach das uralte Modell
 wieder ansehnlich aussieht.
 
 Leider war das Fahrwerk in einem schlechten Zustand, denn bei einer früheren
 Zerlegung hat der damalige Mechaniker die Steuerung falsch eingebaut, wo-
 durch es auch zur Verbiegung einer Kuppelstange kam. Ursache dafür war aus-
 serdem noch, dass ein Rad nicht exakt die richtige Winkelstellung inne hatte, die
 für die Anlenkung der hinteren und vorderen Achse notwendig ist.

                         Fahrvideo
 
 Ein bleibendes Problem ist der Schlag der vorderen Räder, der vermutlich von einem Fall der Lok stam-
 men könnte: oder es war ein Montagefehler der Räder auf der Achse. Das würde auch der Schlag der
 angetriebenen Achse vermuten lassen. Egal, es wurde versucht eine Verbesserung herbeizuführen, doch
 war das Ergebnis nicht überzeugend. Hier würden nur neue Achsen nützen. Die Lok läuft in Rechtsbögen,
 bei engem Radius, sehr schlecht, sie hüpft, entgleist aber nicht. Bei der Retourfahrt ist alles Ok und auch
 in die andere Vorwärtsrichtung ist der Lauf akzeptabel.
 
 Nachdem die Räder und das Lokgehäuse neu lackiert wurde fiel das Fehlen der originalen (mikrigen)
 Beleuchtung auf. Die Lok sollte aus meiner Sicht bei der Restaurierung so weit als möglich wieder den
 Originalzustand  erreichen, daher musste eine kleine Konstruktion für das Lämpchen gebastelt werden.
 Weiters: Da an dem Gehäuse im Bereich des Kohlenbunkers früher schon ein großer Ausschnitt gemacht
 worden ist, musste ein neuer Kohlebunker mit dünnem Sperrholz angebaut werden. Theoretisch könnte
 man dort Kohle (oder feinen Streusplit) einbringen.

 Schließlich konnte das Fahrgestell mit der Steuerung und den Zylindern zusammengebaut werden. Jetzt
 mussten noch neue Bronzeschleifer angefertigt und angeschraubt werden, da die alten schon zu kurz
 geworden sind und nicht mehr genügend gut auf den Rädern aufgelegen sind. Nun konnte der Motor mon-
 tiert und die elektrischen Anschlüsse hergestellt werden. Nach dem Probelauf kam es zu den schon er-
 wähnten unbefriedigenden Verbesserungsversuchen mit dem Radlauf. Nun konnte das Lokgehäuse auf-
 gesetzt und verschraubt werden. Die Lok ist fertig und fährt ganz nett.

 Umpolungen  von Kleinbahn Loks - wie geht das?

       
die zerlegte Lok Gestänge demontieren die Steuergestänge Räder lackiert
 
die verbesserte Positionierung der Räder die Steuerung richtig Antrieb fertig  
die neu lackierte Lok ist fertig      
 
 BR 55 - Piko - ohne Getriebe

 Die liebe Lok hat offenbar auch schon ihre guten Tage hinter sich und wurde
 des Getriebes beraubt. Eine Reparatur scheidet deswegen aus, da die fehlen-
 den  Ersatzteile kaum zu bekommen sind. Außerdem gibt es diese Modelle in
 neuwertigem Zustand schon sehr preisgünstig. - Aber auf einer großen Anlage
 findet man  bald einen Platz, wo die Lok stehen kann und wenn man möchte,
 kann man sie einer anderen Lok vor- oder nachspannen, das sicher auch ganz
 interessant aus.

       
der Beginnzustand man sieht, da fehlen Zahnräder   die gereinigte Lok ohne Antrieb

 Reparatur BR 638. 1677 - Liliput

 Als ich die Lok bekam wurde mir mitgeteilt, dass nichts mehr geht. Also war die
 Stromversorgung zu prüfen. Dabei wurde sofort bemerkt, dass das stromfüh-
 rende Vorlaufdrehgestell um 180 Grad verdreht eingebaut war, wodurch ein
 Kurzschluss entstanden ist. Nach dem Umdrehen des Drehgestells lief die Lok,
 aber nur auf gerader Strecke. Bald war klar, dass das Kontaktkabel vom Tender
 zur Lok abgerissen war. Die Demontage des Tenders war aufregend, denn die
 Drehgestelle hätten nicht ausgebaut werden müssen. Anstelle dessen muss der
 Kohlenaufsatz vorsichtig abgenommen werden;  ist nur aufgesteckt. Danach
 kann das Tendergewicht abgeschraubt werden, damit man zum Kabelanschluss
 gelangt. Nach der Lötung lief die Lok wieder einwandfrei.


Fahrvideo
 
 
Jedoch bei den Testläufen fiel auf, dass die Lok beim Fahrtrichtungswechsel öfter stehen blieb, der Motor
 jedoch weiterlief. Dann war zu sehen, dass sich das Antriebszahnrad mit der Radachse drehte, jedoch die
 Räder der Achse standen. Das bedurfte des Ausbaues der Antriebsachse. Die Achse wurde an den Radauf-
 nahmebereichen eingekerbt und mit Loctide die Räder neu aufgepresst. Nach Einstellung der Ausgleichsge-
 wichtpostitionen un konnten die Radscheiben wieder aufgepresst werden.

 Neuerlicher Probelauf. Jetzt war ein klackerndes Fahrgeräusch zu hören. Die Kontrolle ergab, dass ein
 Befestigungsbolzen der Schubstange am vordersten Rad streifte / verkantete sich mit anbderen Gestängetei-
 len, da der Bolzen zu weit herausragte. Daher mussten die Räder der Achse nochmal um 1mm zusammen-
 gepresst werden. Jetzt war auch das Problem gelöst.

 Wieder Probefahrt. Plötzlich wieder ein Problem beim Fahrtrichtungswechsel. Nun war offenbar das hintere
 Treibrad locker und hatte sich verdreht, sodass eine Schubstange eckte. Das Rad wurde mit Loctide aufge-
 zogen, eingestellt und neu aufgepresst. Seither läuft die Lok normal.

 Lediglich ein Schönheitsproblem gab es, nämlich das Laufgeräusch bei montiertem Kessel. Abhilfe: Durch
 Unterlegen eines zusammengefalteten Papierstückes an der vorderen Motorbefestigung konnte der Eingriff
 des Schneckenrades mit etwas Spiel versorgt werden. Dadurch wurde das Laufgeräusch deutlich ange-
 nehmer und kann akzeptiert werden.

       
die fertige Lok      
zerlegte Lok Tenderlaufwerke der zerlegte Tender der reparierte Kabelanschluss
Tenderzusammenbau kritisches Kabel für Beleuchtung Lichtkontakt mit Kurzschlussgefahr das Antriebszahnrad
 
  Reparatur BR 729 (78) - Kleinbahn

 Diese Lok wurde mir mit den Worten übergeben, dass sie kaum fährt und wenn,
 dann stark ruckelt. Da ich von meiner eigenen Version der Lok weiß, leidet sie
 an Masseausfällen, obwohl ja von den Rädern einer Seite über das Fahrgestell
 Masse, also der Minuspol ,zum Motor geleitet wird. Offenbar ist das aber oft zu
 ungenügender Kontakt und die Lok ruckelt oder fährt nicht an.

 Die Ansicht, dass durch die metallenen Schubstangen eine Masseverbindung zu- 
 stande kommt, geht weit fehl, da die Speichenräder aus Kunststoff sind.

 Als Abhilfe wurde erst ein, dann noch ein zweiter Schleifkontakt auf der Masseseite
 der ersten und zweiten Achse montiert. Von den Radkränzen wird die Masse direkt
 an das Fahrgestell weitergeleitet. Nun fährt die Lok wieder sehr gut.



       
Ansicht der Lokteile  Schleifkontakte Plusseite Schleifkontakt Minusseite ... zweiterSchleifer ergänzt
am Rahmen die Schleifkontakte sichtbar  ... fertig ...     
 
 Umbau Kupplung bei 2050 (Kleinb.) - Bremsdiodeneinbau in E 103 (Roco)


 Die Diesellok 2050 soll einen Güterzug mit Wagen von Trix Express ziehen.
 Wegen der höheren Kupplungshöhe bei Trix Express muss bei der Kleinbahn
 Lok, wunschgemäß nur an einer Seite, ein anderer Kupplungshaken montiert
 werden. Als Basis für den neuen Haken wurde eine Märklin Waggonkupplung
 verwendet die an die Gegebenheiten angepasst (zurechtgebogen) wurde.

 Bei der E 103 wird die Fahrgeschwindigkeit zu hoch empfunden und sollen
 Bremsdioden zur Verlangsamung eingebaut werden. Je 3 Stk 1N41001 je
 Fahrtrichtung wurden zusammengelötet (ergibt 2,1V minus). An einem Ende
 wird einen Stecker an das Bremsdiodenpaket angelötet, den man auf den
 Motorkontaktaufschieben kann. Damit der Strom nun vom Bremspaket unge-
 stört zum Motor kommt, muss der original dafür zuständige Federkontakt mit
 einem Schrumpfschlauch überzogen werden. Das andere Ende des Dioden-
 pakets wird mit einem Kabel mit dem stromführenden Leiter auf der Printplatte
 verlötet. - Fertig.
 

2050 - andere Kupplung

E 103 - Bremsdiodenpaket montiert

 
ÖBB 2050, Standardkupplungshaken umgebauter Haken fpr Trix Express    
   
E 103 - Bremsdiodenpaket in Draufsicht