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Heute, nach dem Bau meines ersten
Traummodells, der viermotorigen ASM-Hercules, welches ich
immer als unrealisierbar ansah, sieht heute die Modellflugwelt
für mich anders aus. Wie nachfolgend beschrieben kam
dann doch plötzlich eine Hercules
von ASM auf den Bautisch. Zwar fasziniert
mich das Design dieser Hercules, doch hätte ich mit soooo einem
Bausatz und dem im Modellbau ungewöhnlichen Joghurtbecher- Rumpfmaterial
aus ABS wohl nie gerechnet.
Grundsätzlich hat die
Konstruktion diverse, für die Wartung des Modells sehr
günstige Merkmale, wie zB. die abnehmbaren Motorgondeln. Durch
diese einfach gestaltete Motorgondelbefestigung ergibt
sich jedoch ein aus Sicht von Scaleinteressierten, ein
schweres Manko. Doch das sieht man am Foto im Katalog
nicht. Weiters zeigt sich nach der Beschau des Bausatzes,
dass die aerodynamische Konstruktion des Modells weit am Gedanken
eines vorbildgetreuen Flugverhaltens vorbeigeht und das
Modell eher zu einem "Racer" macht.
Nun, mit know how kann man die Sache
vielleicht irgendwie retten, so hofftte ich, doch bei
diesem Rumpfmaterial schwinden die Möglichkeiten. Jedenfalls war das Verlangen nach etwas
Besonderem größer, als dass ich mich vorher im Internet
gescheit gemacht hätte. Und so fand letztlich die Hercules von
ASM/Ripmax den Weg in meine Werkstatt. Nach mehreren
zweimotorigen
Modellen mit Spannweiten um 2,5m, wie die TOPP C160-Transall, PBY5A - Catalina und
die Gietz - DC-3 ist klar, dass man vom Mehrmot-Virus
befallen ist. Leider
habe ich erst nach dem Baubeginn in den Foren gestöbert und nicht nur positive Meinungen
gelesen, aber auch viele Videos mit
Crash-Situationen gefunden. Nach- dem der Flieger nun
schon auf der Werkbank lag gab es kein Zurück mehr.
Mit Selbsbeschwichtigungen wie :"da muss ich durch, und sowas
passiert mir doch nicht", und die
anderen Modellpiloten fliegen ja auch damit, begann
die Arbeit. Auf los geht's los!
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die Hercules Nr 1

ein Blick in den Bausatzt der
Rumpf
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Flugvideo
vom Zusammenbau, Fahrwerksfunktion und Erstflug |
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Baubericht ...
Das Unikat im
Modellbauhandel (beim Generalvertreter von RIPMAX = Fa. Schweighofer/A) sagte mir zu und nach
zwei Monaten innerer Abwägung habe ich dann zugeschlagen.
Das zum Modell gehörende angebo- tene Presslufteinziehfahrwerk zum
stolzen Preis eines ARF-Großmodellpreises von über 300,- hat
mich nicht interessiert, noch nicht; - das baue ich mir selbst,
hmmm... - oder doch nicht? Den Bausatz bestellt - dann erst Internetforum geschaut - Lade bei Fuß: Das
Modell ist, wie man bei uns sagt, ein "Krampen" in seiner Machart und fliegerisch offenbar noch mehr, denn es kippt angeblich unangekündigt
ab .... und dann man kann kaum mehr etwas reparieren. Na das stimmt sicher nicht, mein Bausatz ist
da bestimmt gaaanz anders, so hoffte ich.
Das Paket wurde geliefert, geöffnet und ...: die Aussagen im Internetforum haben
in puncto Machart recht! Na super!?!, und 450.- darf ich auch noch
dafür hinlplatteln. Es
gibt aber kein Zurück mehr, da hilft künftig nur Aufmerksamkeit und Umsicht
woran es liegen könnte, dass der "Plastikbomber" so leicht abschmiert.
Na nun zum Modell: Eine Konstruktion
die einghehend betrachtet, von mir sein könnte...., nur
halbwegs
natur- ähnlich aber praktisch und funktionell. Der Rumpf
ist ein Gerippe aus flachen Sperrholzstegen und Spanten
mit Löchern zur Gewichtserleichterung und zwei längslaufenden Kohlefaserstäben als
Hindernis gegen Deformierung der mit Oberflächenstruktur
versehenen Plastikhaut-Pressteile (ca. 0,5-0,8mm dick). Das Höhenruder: konventionelle Rippenfläche mit 2mm Balsabeplankung, der Flügel ebenso ein festes Rippen-
konstrukt mit 2mm
Balsaüberhaut. Flügel mit großen Spreizklappen und mit vier
dünnen Holzstum- meln in der Nasenleiste für die Motorgondeln. Alles mit Bügelfolie fertig bebügelt, samt Beschriftung.
Die Motorgondeln sind ein Spaß für sich. Motorhaube wie normal, gibt es keine. Nur Öffnungen
nach unten, durch die der Motor eingefädelt werden muss. Na ja,
das ist wirklich schon be.......sonders. -
Hinterher, wenn die Motoren einmal laufen und man die
Gas-Feinjustierung vornehmen muss, dann lernt man die
Bauweise doch sehr zu schätzen. Denn mit einer Schraube
ist die Motorgondel ab und der Motor, sein Servo,
Tank, die Glühlleitung usw. ganz nah bearbeitbar. Weiter.
Es gibt zu dem Modell natürlich eine
Bauanleitung, die dem Preis angepasst und mit Farbbildern
beteilt ist. Inhaltlich ...., na ja, man muss schon
etwas Erfahrung mit großen und
ausgefallenen Modellen haben, sonst helfen die Bilderln nix.
Toll finde ich die Beschreibung wegen der Einstellung und
Handhabung der Motoren, die ein Newcomer wohl kaum ernst nehmen
wird: gestartet wird mit unterschiedlichen Motordrehzahlen der
inneren und äußeren Modellen; umgekehrt bei der Landung. Ohne
Co-Pilot geht so wie die das schreiben garnix.
Da ich noch nachdenken musste, wie man zu dem Modell ein
Einziehfahrwerk bauen kann, habe ich schließlich die Motorgondeln
zu bauen und mich insgesamt über das Modell zu wundern begonnen.
Nein eigentlich stimmt das nicht,
zuerst habe ich das Modell zusammengesteckt, um mich an seinen
Dimen- sionen etc. zu erfreuen. - Schön, ich freute mich. Dann
konzentrierte ich meinen zweiten Blick auf die EWD und die
Motorgondeln .... - "Jesas, was ist denn des, die Motoren schauen ja bergab
wie ...?, das gibt's ja nicht!" - Jetzt wundert es mich nicht mehr
was ich im Internetforum gelesen habe. Dann EWD gemessen, - ergibt 5,5 Grad. Ehrlich, so was hatte ich auch noch nie. Ich ließ zwei Tage
alles liegen und wollte mich schon in den Hintern beißen, dass
ich mir diese Gurke gekauft habe.
Der nächste Gedanke lief auf die Hilfe, die letzte Möglichkeit,
einen Aerodynamiker zu finden, hinaus. Ich fand ihn in Person
von Hr. Oskar C., dem Fachmann für Flugdynamik. Auch er
konnte mir meine Vermutungen wie das Flugverhalten des Modells
mit diesen
Werten wäre, nur bestätigen und sie mit Flugphysik untermau- ern.
Er empfahl eine drastische Verringerung der EWD auf
1 Grad und gab die zugehörige Schwerpunktlage an.
Also das bedeutet, dass das Höhenleitwerk nicht mehr bündig mit
der Rumpfkontur abschließen wird. Na für den möglicher Weise einzigen Flug macht mir das nichts. Und zu den 10 Grad Motorsturz, da
fiel nicht mal ihm etwas ein. Also nahm mir das jede Scheu auch
hier eine drastische Änderung durch Aufdoppelung vorzuneh- men, so
wie man das später sehen kann. Alles in allem, mir verging die
Lust an der Arbeit......- Und dann gibt's da in Amerika Leute
die das Modell in 49 Stunden fertig gestellt haben wollen (!) - also wenn
das
dann 'runterfällt, dann wundert's mich jetzt nicht mehr.
Aber jetzt geht's wirklich los, was
bleibt mir auch anderes übrig.
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Der Bausatz der C 130 - Hercules
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Die Box mit
den Flügeln |
der Rumpf unausgepackt |
und so sieht es drinnen aus |
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die leere Motorgondel |
mit Motor |
die vier fertigen Gondeln |
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Nach Sichtung der nackten
Motorgondeln entschied ich mich für die noch zu beschaffenden
Motoren mich zu kümmern. Im Internet liest man, dass die Größe 32, also 5,2 ccm,
fast schon übermotorisiert sei, aber die richtige Wahl. Wo gab's
also ein Sonderangebot? und wo haben die vier Stück davon? ....
gerade noch bei Lindinger. SY 32 ... heißt die Type, die völlig
identisch ist mit Magnum 32 oder ASP 32 usw. und kommt auch China.
Für 49.- pro Stück ein "gutes Geschäft" für mich. Nun der hängende Einbau ist entgegen
manchen Nörglerstimmen, kein
Problem. Mit einer Glühkerzenheizung liegt man auf der sicheren Seite und
wenn man die Drosselküken völlig schließt, dann tropft
es auch nicht aus den Vergasern, wenn die Motoren still stehen.
Also mit viel Umsicht beginnen auszumitteln, wo der
Motor hingehört, damit er dann zentrisch Sitzt. Die Motor- träger
am Spant montiert und die Löcher für den Motor bestimmt und
gebohrt, so geht es weiter.
Motor- träger am Spant montiert Motor eingefädelt...?
und wie kommt man später zu den Muttern zur Motorbefesti- gung? -
gar nicht. Na super. - Also wieder alles ausgebaut und im
Motorträger Löcher mit M3 Gewinde gebohrt. Motor eingebaut ....
Motorhaubenflucht stimmt mit Spinner-Rückplatte und
Konturverlauf nicht über- ein. >
Motorträger abfräsen, damit der Winkel zur Haube passt. Das geht, alles
klar, dann kann ich das alles ja bei den anderen Gondeln auch gleich in einem Aufwaschen machen. Gesagt getan - Ergebnis: jede
Motor- gondel ist anders. Alles wieder zerlegen, nacharbeiten, beilegen, solange bis alles passt.
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die Abmessungen des
Modells |
die
aerodynamischen Feinheiten des
Bausatzes |
der Ausgleich zur Korrektur des
perversen Motorsturzes |
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Der Fahrwerkseinbau stellt keine
besonderen Schwierigkeiten dar. Die Verrohrung der Leitungen zu
den doppelt beaufschlagten Zylindern bedarf etwas Obacht,
insbesondere die T-Stücke. Die Verteiler müssen unbedingt durchgebohrt werden, damit sie sicher durchlässig sind. Ich bin
mit dem Fahrwerk so weit möglich zum Rumpfheck gerückt, um mehr
Belastung auf das Bugrad zu bringen. Die Anlenkung des nach vor
einzie- henden Bugrades ist anders, anders wie so vieles an dem
Modell. Das Servo liegt gut erreichbar und die Anlenkseile sind gut überschaubar. Allerdings ersparte ich mir zu dem Zeitpunkt
die Montage der Fahrwerks- klappen. Geht man nach dem Internetforum, dann ist die Bugradklappe eine Spezialfall, der
nicht genug genau in der Baubeschreibung nachbaubar beschrieben ist.
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die Fahrwerkseinheiten |
so ist das
Hauptfahrwerk eingebaut |
das
Bugfahrwerk mit der
Seilspannvorrichtung |
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Danach konnte das Modell zusammen
gebaut und die Einstellwerte nochmals überprüft werden. Mit
Befriedi- gung zeigt sich das Modell wie andere Modelle auch
gebaut sind - endlich normal. Nun begann der "Innen- ausbau", die Montage der Akkus und des
Empfängers. Die Akkus wurden auch zur Verlagerung des
Schwer- punkts verwendet. Die Arbeiten im voluminösen Rumpf sind
nur scheinbar leicht. Die Spanten und Holme beschränken das Arbeiten vom oberen
Zugangsausschnitt enorm; aber irgendwie geht es doch. Für die
Ansteuerung der Höhenruder wurde nur ein Kanal verwendet und die
Drehrichtung sowie der Ausschlag des einen HR-Servos mit einem
Simprop-Servoreverse-Modul bewerkstelligt.
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Das Heck mit den offen liegenden
Servos |
das für Motoreinläufe
fertige Modell |
sieht
imposant aus |
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Das Handling und Einlaufen der Motoren ist eine
eigene Prozedur. Mangesls Verfügbarkeit an Steuerkanälen (für
jeden Motor einen) muss mit V-Kabeln gearbeitet
werden. Zuerst jeden Motor einzeln laufen lassen, dann die zu Paaren
mit je einem V-Kabel verbundenen inneren und die äußeren
Motoren. Zuletzt alle vier gemein- sam. Und immer wieder muss man
die Leerlaufeinstellung korrigieren mit der Folge, dass auch die
Haupt- düse ein wenig betroffen ist.
Auch bei der MC 24 müssen
Schalter eingebaut und programmiert werden, die eine Wegschaltung vom
Gasknüppel
auf einen Schieberegler, - für jedes Motorpaar einer
-, ermöglichen. Dies kann beim Flug helfen,
falls man erkennt, auf welcher Seite welcher Motor ausgefallen
ist. Mit dem Wegschalten kann der zweite Motor des Paares mit
dem Schieberegler gedrosselt bzw. auf Leerlauf gestellt werden.
Damit kann der ungleiche Seitenzug bei Vollgas ausgeglichen
werden. - Allerdings brauche ich dazu einen Co-Piloten, der
erkundet welcher Motor steht und dann den zugehörigen Schalter
umlegt und den Schieberegler in die rich- tige position bringt. Na
eines weis ich heute schon: Den Co-Pilotens wird es bei mir
nicht geben, denn wo- her soll ich ihn nehmen? Beruhigend und
denkbar: Laut Bauanleitung fliegt das Modell auch noch mit 2 Motoren, ja sogar leichter Steig- flug soll noch möglich sein.
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Der Erstflug
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war der Test ob das Modell überhaupt normal
fliegt, ob es auf die Ruder normal wirkt ..... und ob die Motoren auch durchlaufen und wenn einer
Ausfällt, ob das Modell dann noch weiter fliegbar ist. Die Startvorberei- tungen liefen nach einer Checkliste ab, damit auf keinen Handgriff vergessen wird. Denn die Betriebssicher- heit ist für ein
derartiges Modell ein MUSS. Start der Außenmotoren und Nachjustierung der Hauptdüsen
mit Hilfe des Drehzahlmessers, wobei eher fett gestellt worden
ist. Das gleiche mit den Innenmotoren. Dann alle vier, ... ein imposanter Klang und auch der Schub ist erstaunlich stark, obwohl das
nur so kleine Motoren sind. Dann nachtanken und alle Motore starten.
Das Hochheben des Modells ist hier eine spezielle Prozedur für
Einzelkämpfer, da man ja den Rumpf
nicht angreifen kann. Das Modell muss auf einem Werktisch dann
so aufgestellt werden, dass man das Rumpfheck nach unten drücken kann,
damit eine zumindestens 30-gradige Schrägstellung erreicht
werden kann. Hätte man 2 Helfer, dann ginge das durch Halten an den
Tragflächen. Nach dem Einstelllauf habe ich nochmals die Motoren nachjustiert. Dann das Rollen auf die Piste und
Startaufstellung. Nur zur Sicherheit ein
neuerlicher Vollgastest und prompt bleibt der Motor, der die Stun- den der
Einlaufphase immer durchgelaufen ist, stehen. Nochmals mit dem Starter
dran und er läuft sofort. Mit etwas mehr Standgas rollen zum Start.
Nochmals Vollgastest, der Motor kommt langsam aber doch noch akzeptabel
auf Touren. Schließlich gebe ich das Modell frei und Vollgas.
Die Hercules hebt nach 25 m in realistischer
Weise von selbst ab. Ich habe das Höhenruder nicht berührt und gezielt
gewartet, was das Modell macht. Es hebt selbst ab, Rückschluss: es ist
hecklastig, was ich angenommen hatte. Sie steigt und der Winkel überschreitet 30 Grad bis er sich stabilisiert. Und ich denke schon, das
sieht beinahe so aus, wie die Starts von mit Startraketen ausgerüsteten
originalen Hercs. Die Maschine beschleunigt rasch und ich
korrigiere die Trimmung auf tief, solange bis sie im weiten Bogen den
ich fliege, horizontal bleibt. Dann beginne ich die Kurven enger zu
fliegen, aber lange nicht so eng wie das im Internet bei den Absturzvideos zu
sehen war. - Die Fluggeschwindigkeit ist enorm, ich glaube meine Spitfire ist nicht schneller. Dann reduziere ich etwas die Drehzahl und
das Modell wird nur wenig langsamer und ich mache einen niederen
Vorbeiflug für die Videokamera. Danach gebe ich Vollgas und die Motore
laufen nicht sauber hoch, das Modell fliegt aber wie auf Schienen
weiter. Hat sich der Seitenruder-Kreisel eingeschaltet? Der Steigflug scheint mir flacher ... ich stelle mich auf den Landeanflug
ein, denn ich möchte ja wissen ob noch alle Motoren laufen und wenn ja sie nachjustieren. - Richtig
langsam fliegen, wie man das einem Grosstransporter zumuten würde, traute ich mich beim Erstflug noch nicht.
Im Anflug auf die Piste habe ich mich dann durch die Modellgröße
täuschen lassen, da ich meinte ich wäre schon vor einer Pappelreihe am
Beginn des Fluggeländes. Dem war
leider nicht so, ich konnte nicht mehr ausweichen und der Flieger hing im Baum! Wer das in einem Kurzfilm sehen möchte, hier ist das
Video vom Unglück.
Resumee: Das Modell fliegt gut und wenn
die restliche Technik funktioniert, dann gibt es bis auf die hohe Fluggeschwindigkeit nichts auszusetzen; vielleicht geht es ja doch auch langsamer?. - Mal sehen wie sich
bei der
künftig reparierten Version die Erkenntnisse umsetzen lassen und wie sie sich
auswirken werden.
Nachtrag 1: Im
Internetforum irgendwo, habe ich eine interessante Meldung zum Thema
"Abschmieren" der ASM-C130 gefunden. Derjenige meinte dazu,
dass er mit seinem Modell keine derartigen Probleme hatte, weil er die
Kurven genau mit Quer und Seite geflogen ist (die Bauanleitung schreibt
von 40 % Seitenruder- beimischung als fixe notwendige
Grundleinstellung). Er ist nämlich
auch Pilot einer großen C 130 und dort würde der gleiche Effekt
vorliegen, der danach zum Absturz führen würde. Man darf laut Handbuch
der Hercules nie Kurven so fliegen, dass ein Schiebeflugzustand
entsteht, denn dann bildet sich unter der zurückliegenden Fläche
eine Verwirbelung durch den Rumpf, die den Auftrieb der Fläche rasch zerstört.
Der Flügel kippt ab und dann gehts nach unten... - Ich bin
kein Experte, doch scheint mir diese Darstellung logisch und durchaus
nachvollziehbar.
Nachtrag 2: Mein verunglücktes Modell wird
wieder aufgearbeitet, also die kleinen Rumpfmacken behoben und
vielleicht neue
Flügel mit einem anderen Profil (NACA 2415) gebaut und der
österreichischen Hercules farblich nachempfunden. Der Bericht darüber:
Hercules-Reparatur
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