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   Zerstörer Surcouf  (Frankreich)  -  Restaurierung und Fertigbau
 
 
 SURCOUF
war ein Zerstörer der französischen Marine. Das Modell im Maß-
 stab 1:100 war um 1980 im Vertrieb von Firma Steingraeber. Das Schiff kaufte
 ich in gebrauchtem und sehr reparaturbedürftigem Zustand, um es nach Über-
 arbeitung wieder fahrbereit zu machen. Der Preis war höher als es der Zustand
 verdiente, aber...na ja. Da das Modell in der Nachbarstadt abzuholen war, stieg
 mein Interesse daran. Darüber hinaus ist es ein Schiff, das nicht den sonst ge-
 bauten deutschen oder englischen Kriegsschiffen nachempfunden ist, was mir
 besonders zusagte. -  Mit diesem Zerstörer der französischen Marine ist ein
 noch etwas größeres Schiff in unsere Sammlung aufgenommen worden. Die-
 ses eher seltene Schiffsmodell kann sich mit anderen messen und erregt auf
 jedem Wasser Interesse.

 Ein wenig Wissen über die Historie des Schiffs interessierte mich auch. Dabei
 ergab sich, dass das Schiffes nach einem berühmten französ.Nobel-Piraten
 und später zu einem hohen Marine-Offizier ernannten Mann, benannt wurde.
 In den Jahren nach 1951 begann der Bau und 1953 die Inbetriebnahme. Etwa
 1961 wurde das Schiff nach einer Karambolage zum Schiff der Admiralität um-
 gebaut. Bei einem Einsatz 1971 wurde es von einem russischen Öltanker ge-
 rammt und abgeknickt. Während der Abschleppung versank jedoch das Rumpf-
 vorderteil. Aus dem Heckteil wurde danach alles noch Brauchbare ausgebaut
 und das Schiffswrack 1972 als Zielobjekt für Raketenbeschuss verwendet, bis
 es schließlich endgültig versunken ist.

 Mein Schiff hat auf beiden Rumpfwänden einen vormals schlecht geklebten
 wieder eingerissenen Riss vom Deck bis zum Schiffsboden hinunter und ich
 hoffe das Schiff wird nicht so enden wie das Vorbildschiff. Viele Transport-
 schäden waren darüberhinaus zubeklagen.
 Für die spätere Verwendung wurde ein Slipwagen gebaut, damit das große
 Modell (und andere), rückenschonend zu Wasser gebracht werden kann. Wei-
 ters  wurde für eine möglichst staubfreie Aufbewahrung des Schiffs mit seinen
 heiklen Aufbauten eine Transportbox aus Holz angefertigt. Deren Herstellung
 wird in der Seite Slipwagen beschrieben.
 
 Technische Daten:
 Länge: 1280mm, Breite: 126mm, fahrbereit Tiefgang: ~50 mm,
 Fahrgewicht: ~7000g,  M 1 : 100,  Propeller: Raboesch Dreiblatt MS 40mm,
 Motore: 2 x Monoperm Super Spezial, je 6V, max 3A und 18W Dauerleistung,
 gemessene Stromaufnahme por Motor max 3A (das passt gut),
 Leerlaufdrehzahl : 8700 U/Min bei 8,4 V (2S-Lipo),
 Regler: 1 x New Rain 35/160A BEC,
 Stromversorgung: 2 x Lipo 2S 2700 parallel,  für Sonderf.: 1 x LiIon  3,6V 2600,
 für Beleuchtung und Radarantennenantriebe, 1 x 5Z NiMh Akku 6V 2000
 Fernsteuerung:

 Modster xc6  2,4Ghz, mit Akkus bestückt, Funktionen: Vorwärts-Stop-Retour,
 Ruder, Positionslampen und Radarantennen, Drehung von 2 Geschütztürmen,
 sowie Telemetriesensoren für Akkuspannung und Motortemperatur


Zerstörer SURCOUF (FR)
Fahrvideo Waldteich


Surcouf beim ersten Auslaufen


Video Nahaufnahme Rumpf


nach Schwimmtest in Wanne fertig


Surcouf 29.9.2023
Fahrvideo Wertfhafen

 Die Bestandsaufnahme, Reparaturen und noch viel mehr......

 Nachdem ich den Zerstörer abgeholt hatte, begann ich mit ersten "Sicherungsmaßnahmen" zum Erhalt
 des Bestandes. Die Beschau des Modells ergab, dass die Reling an vielen Stellen lose und defekt ist
 und drei Rettungsboote und Davits teilweise fehlen. An den Aufbauten und Masten gab es zahlreiche
 Schäden die heikle Reparaturen erforderten. Diverse fehlende Messingteile dafür musste ich anfertigen,
 die Rettungsboote werden nachgekauft. Ein Anker war abgerissen und konnte rasch wieder montiert
 werden. Der Ständer des Schiffs war auch beschädigt und wurde sofort instandgesetzt. Auch der mit
 Servokraft angelenkte hintere Geschützturm und der vordere, sind nicht ordnungsgemäß funktionsfähig.
 Besonders kritisch sind die beidseitigen Risse im Rumpf, die sehr unprofessionell geklebt worden
 sind. Auch der durch Reaktionshitze eines Klebers verformte Bereich des Schiffbodens in der Mitte des
 Schiffes stört mich, er ist aber nicht sichtbar und auffällig und bleibt daher weitgehend wie er ist.

 Mich sorgte anfangs besonders die notwendige farbliche Ausbesserung des defekten Rumpfes. Aller-
 dings ist das nicht die einzige Arbeit mit Lackfarbenen, denn das hölzerne Deck sollte auch dunkel
 werden, was auch keine einfache Sache wurde, sollen doch die feinen Brett-Nuten nicht zugestrichen
 werden.

 Im Schiffsrumpf waren etliche Zwischenplatten eingebaut, die für die Aufnahme von Servos dienten,
 welche über den alten Monoperm Spezial 6V Motoren befestigt waren. Sie wurden entfernt.  Ein Ver-
 such die Schiffschrauben zu drehen verlief unbefriedigend, da einen Welle kaum drehbar war. Das war
 durch das Fett im Stevenrohr entstanden. Nach dem Ausbau der Welle und einer Säuberung und Ölung
 konnte der Mangel rasch behoben werden. Schließlich wurde auch getestet, wie die Motore laufen, indem
 ich sie kurz an einen 2S Lipoakku angeschlossen hatte. Beide liefen gut und die Schiffschraubenwellen
 begannen sich rasch einzulaufen. Vor der Jungfernrfahrt werden die Wellen nochmals ausgebaut, gerei-
 nigt und geölt und wieder eingebaut. Anstelle der 40mm Dreiblattpropeller sollten Vierblatt Propeller aus
 Messing mit 35mm Durchmesser montiert werden. Vorweg die Vierblattprops liefen ausgesprochen un-
 rund und wurden gegen neu beschaffte und rund laufende MS Dreiblattprops mit 40mm Dm ersezt.

 Weiter problematisch erscheint mir die vom Erbauer eingebrachte Menge an Bleikügelchen im Kielbe-
 reich, die leider nicht vollständigt verklebt waren, sodass viele bei jeder Rumpfbewegung herumliefen.
 Hier erwartete mich auch wegen des hohen Aufbautengewichtes noch viel  Arbeit. Doch die Versiegelung
 mit PVH-Kaltleim verschaffte einfache Abhife gegen die frei laufenden Kügelchen.

 Bei den Aufbauten erforderten die vielen Antennendrähte, Radareinrichtungen usw. viel Reparaturarbeit,
 da viel nachgebessert oder erneuert werden musste. Größter Aufwand entstand bei der Ausbesserung
 nd Befestigung der Relling. Das bedurfte viiiiiel Geduld. Die Aktivierung der Radarantennen und der Posi-
 tionslampen wurde später realisiert. Zusätzliche Lichter an Masten und am Deckaufbau werden nicht ange-
 bracht, da eine nachträgliche Verkabelung nahezu unmöglich ist.

 Die weitere Aufarbeitung des Modellschiffs wird nach dem folgenden Bilderblock und Text beschrieben.

  Der fertige Zerstörer SURCOUF
       
Surcouf auf erter Fahrt      
       
Surcouf I(m Werfthafen 29.9.2023      Fahrvideo Werfthafen 
SURCOUF, Zerstörer D 621, FR
(ex Steingraeber Bausatz)
     
    Video vom Schiff in Nahaufnahme   
     
  Vorbildzeichnungen und das ruhmlose Ende des Vorbildes
Surcouf Anichten Surcouf mit voller Kraft voraus (~1953) Surcouf nach Zusammenstoß mit .... russischem Supertanker 
  Die Reparatur und Restaurierung beginnt
       
das Schiff vor Arbeitsbeginn nachden ersten Reparaturen     
Ansichten des Schiffes Surcouf nach Zusammenstoß 1971  beim Schwimm- und Fahrversuch
Aufbau vorne Aufbau Mitte Aufbau Mitte die Situation beio den Motoren hinten
    geklebter Riss, beidseits  
 
 Die Aufarbeitung des Zerstörers beginnt

 
Rumpfarbeiten - Behebung der Risse und  Beschädigungen am Rumpf

 Vor allen anderen Dingen wurde der Bleikügelchen-Ballast bereits fixiert. Anschließend wurde jeder
 Riss nach dem Abheben der Rumpfwand oben beim Deck, mit dickem Sekundenkleber wieder ge-
 klebt. Auf der Innenseite zeigte sich eine ehemalige Klebung mit einem harzarigem (?), aber nicht
 mehr überall haftenden Material. Daher wurde der gesamte Bereich mit Sekundenkleber nachgeklebt
 und vergossen. Anschließend wurden zusätzlich beidseits im Rissbereich in Höhe des Decks und der
 erreichbaren Rumpfinnenwand, Glasfasermattenstreifen mit Epoxyharz aufgebracht.
 Weiters wurde der ganze Rumpfbereich im Motorraum mit Harz überstrichen, sodass man erwarten
 kann, dass dort alles dicht und fest ist.  So war es dann auch, wie es der erste Schwimmtest zeigte.
 Die ehemaligen Kleberwülste an den Risstellen am Rumpf außen wurden beidseitig mit einem Fräser
 nivelliert und danach gekittet. Nach dem Schleifen musste mehrfach noch ein Feinschliff erfolgen, der
 aber erst nach Fertigstellung der Einbauten und Sonderfunktionen etc. abgeschlossen wurde.

 Arbeiten zur Reparatur der Reling im Bug- und Heckbereich - eine sehr mühsame Arbeit

 Die provisorisch vom Verkäufer mit einem schmalem Abdeckband am Bug und Heck befestigte Re-
 ling wurde weitetsmöglich ausgerichtet und die Steher so weit möglich in der früheren Position mit
 Sekundenkleber angeklebt. Sehr mühsam war der anfängliche Klebeversuch des Handlaufs und der
 Querstreben mit Sekundenkleber. Das war wegen der großen Klebestellen nur mit sehr unbefriedigen-
 dem Ergebnis möglich. Da die Verbindungspunkte sehr klein sein sollten, musste ich es mit dem Löten
 versuchen. Im Originalzustand ist die Reling auch fein gelötet, doch das schaffe ich altersbedingt heute
 leider nicht mehr.

 Im Bugbereich gelang die Klebeaktion anfangs halbwergs brauchbar, da dort die Zerstörungen nicht
 so stark waren. Doch zuletzt musste alles abgefräst und doch auch mühsam vergelötet werden. Im
 Heckbereich wurde die Instandsetzung der Reling zur Machbarkeits-und Geduldprobe. Die anfängli-
 chen Klebestellen hielten bei den Versuchen, die diversen Steher und Streben auszurichten, nicht. Also
  mussten auch hier die massig vielen Schadstellen neu gelötet werden. Zu große Lötpatzen mussten ab-
 gefeilt werden. Das Feilen war eine Mühsame Arbeit, denn das Geländer ist weich wie Butter, wenn
 man es bearbeitet, und meine Fingespitzen sind zu dick, um es ordentlich festhalten zu können. Und die
 Steher, die waren auch ein Problem, weil die meisten nicht wirklich im Deck in einer Bohrung steckten.
 Daher war notwendig, sehr viele Steher neu aus Messingdraht 0,8mm anzufertigen und gleich zu verzin-
 nen. Für die Steher wurden 1mm Löcher gebohrt, damit sie tiefer im Deck eingesteckt und angeklebt
 werden können. Unschön sind die Sekundenkleberrundungen am Deck um die Steher herum, aber eine
 andere feste Lösung fiel mir nicht ein / gelang mir nicht. Wegfeilen funktionierte auch nicht, da zu wenig
 Platz für die Feile zwischen Relingstehern und dem Deck vorhanden ist. Zuletzt musste das nachgelötete
 Geländer noch ausgerichtet werden, weil es durch das Arbeiten an den Streben und dem Handlauf nicht
 gerade und/oder nicht parallel zu einander verliefen. Um sie gerade zu biegen musste ich dafür eine
 spezielle schmale Flachzange besorgen und diese zurechtschleifen, damit sie verwendbar ist.

 Summasummarum kann die Ausbesserung nicht annähernd an den schönen Originalzustand der Reling
 herankommen. Es bleibt zu hoffen, dass durch das Schiffsdeck mit den Aufbauten und dem grauen An-
 strich der Reling, die Fehler optisch zum Großteil kaschiert werden können.

 Der Antrieb des Schiffes wird überarbeitet

 Ein erster Test der Beweglichkeit der Propellerwellen ergab, dass die schon anfangs beim händischen
 Drehen auffällige bockige Welle noch immer durch das vom Vorbesitzer eingebrachte verhärtete Wellen-
 fett gebremst wird. Durch Reinigung und Zugabe von Öl und nach einigen Minuten Laufzeit besserte sich
 vorübergehend die Sache. Die Drehzahlen von 8300 und 8200 U/MIn im Leerlauf bei 8,7V Spannung
 sind fast gleich, was zeigt, dass die Motore und Wellen in Ordnung sind und kein Motortausch erforderlich
 ist. Daher kann der Antrieb unverändert bleiben und das Schiff mit 2S-Lipo Akkus angetriebent werden.
 Die beiden Monoperm Spezial Motore (Hammerschlaglackierung) sind etwas leistungsfähiger als die
 Monoperm Super (oranges Gehäuse) der Liberty und sie werden das schlanke Schiff wohl ausreichend
 schnell antreiben. Obwohl das Original 63km/h schnell fahren konnte, wird das Modell mit den Motoren
 aus den Jahren um 1980, wohl auch schnell genug fahren können.

 Der Einbau der Fernsteuerung und der Sonderfunktionen

 
Das Schiff wird mit einer Modster XC6 2,4Ghz Fernsteuerung (Schweighofer=Flysky) gesteuert. Die
 Fahrfunktionen sind erforderlich, sowie für die Steuerung der unteren Geschütztürme, wofür ein weiterer
 Kanal mit dem Drehgeber (DGB) benötigt wird. Zur Verlangsamung der Turm Drehgeschwindigkeit
 wurde eine Elektronik (Delay Modul Simprop) in die Servoleitung eingebaut. Die Einschaltung der Ge-
 triebemotore der zwei Radarantenne und der Positionslampen (rot/grün) erfolgt durch einen Dreistel-
 lungsschalter (SWC).
 Zu den Besonderheiten der sehr preisgünstigen Steuerung gehört, dass sie Telemetrie kann. Automa-
 tisch wird die Empfänger- und Senderspannung ins Display eingespielt. Mit einem Telemetrie Sensor
 kann die Spannung eines Lipos am Balancerstecker abgenommen und im Display dargestellt werden.
 An den Spannungssensor wird zusätzlich ein Temperatursensor angesteckt, der die Temparatur an
 einem Motorgehäuse misst und übermittelt. Die Werte muss man allerdings am Display ablesen, denn
 eine Sprachausgabe gibt es nicht (um diesen niedrigen Preis). Die Temperaturanzeige ermöglicht es
 abzuschätzen, ob die Motore überfordert und heiß werden. Die Spannungsanzeige schützt vor Unter-
 ladung und Schädigung der Akkus.
 Der Modster Sender wurde mit 4 NiMh-Akku-Zellen bestückt und kann über die nachgerüstete Lade-
 buchse mit dem Kabel für Exmitter- und Flyskysender aufgeladen werden. Der Sender bleibt künftig in
 der Box beim Schiff und wird für kein anderes Modell verwendet.

 Um die divrsen Einbauten im Rumpf wieder zu montieren, wurden sie nachgearbeitet und verbessert.
 So wurden am Servobrett für das Ruderservo Ausnehmungen ausgefräst, die eine Ölung der Wellen-
 lager ermöglichen. Die ehemals über den Motoren montierten Sperrholzbrettchen ohne erkennbarer
 Funktion wurden nicht mehr eingebaut. Da das Ruder etwa 45 Grad in jeder Richtung ausschlagen
 soll, musste die Schubstange dementsprechend weiter innen am Ruderarm eingehängt werden.

 Die vorhandene Anlenkung des hinteren Geschützturms am Deck brachte mich auf die Idee, den Turm
 als Sonderfunktion beweglich zu machen. Um eine Funktion der Drehung zu erreichen, musste ein Ser-
 vo mit einem verlängerten Ruderarm bestückt werden, damit ein ansehnlicher Drehwinkel der Turmes
 erreicht werden  kann. Beim Nachschauen ob der vordere Turm angelenkt werden könnte, wurde eine
 Scheibe auf der Turm Drehachse entdeckt. Mit einem auf diese Scheibe aufgeschraubten Hebelarm,
 kann auch dieser Turm gleichzeitig, aber etwas eingeschränkt, bewegt werden. 
 
 Der Einbau eines ersten Getriebemotors für die hintere Radarantenne 2 erfolgte direkt im hinteren Auf-
 bau, der aus Kunststoff hergestellt ist. Dazu musste das Loch des Antennenantriebes vergrößert werden,
 damit die Wellenkupplung ausreichend Platz hat und nirgends streift und Störgeräusche verursacht. Der
 Getriebemotor ist leider unüberhörbar laut, doch kann keine Dämpfung untergebracht werden.

 Um die Beleuchtung der Positionslampen und den Getriebemotor mit Strom versorgen zu können, wur-
 den die auch bei meinen anderen Schiffen bewährten Berylliumblech Kontakte eingebaut. Beim Aufset-
 zen der Aufbauten werden die Schleifkontakte aktiv und leiten den vom Schaltservo kommenden Strom
 zu den Verbrauchern in den Aufbauten weiter.

 Auf zum ersten Schwimmtest

 Bevor der Platz für das Schaltservo, den Regler, den Empfänger und die Akkus fixiert werden konnte,
 musste ein Schwimmtest durchgeführt werden. Dabei wird auf die Einhaltung der Wasserlinie geachtet
 und die einzubauenden Teile provisorisch positioniert. Daher ging es mit dem halbfertigen Boot zum
 Waldteich nach Würnitz. Schon das Zuwasserbringen war wegen der Schiffslänge und Aufbauten ein
 wenig komplizierter als bei den anderen Schiffsmodellen. Aus diesem Grund wurde ein den Rücken
 schonender "Slipwagen" gebaut, mit dem das Wassern vom Steg des Teiches aus, besser funktioniert.

 Im Wasser mit aufgesetzten Aufbauten, das Schiff losgelassen, bekommt es merklich Schlagseite.
 Das war klar, weil das lose liegende Akkupack im Bugbereich seitlich verrutscht war. Mit dem etwas zu-
 rechtgerücktem Akkupaar und noch 120g Blei daneben, konnte die Schieflage weitgehend normalisiert
 werden. Allerdings war klar zu sehen, dass das Heck von der Wasserlinie weg ziemlich hoch lag, der
 Bug lag aber knapp unter der Wasserlinie.

 Mit provisorisch am Deck platzierten Bleiplatten wurde die Schwimmlage verbessert. Schließlich wurde
 ein vorsichtiger Fahrversuch gewagt. Der Auslauf begann mit langsamer Fahrt durch einen Algenhaufen -
 und schon stand die Partie. Die Meinung die Kunststoff Propeller würden die Algen zerstrückeln, war ein
 Irrtum. Auch mit voll Retour bewegte sich das Modell kaum noch. Da es in noch in Reichweite der Hände
 mit einem Ästchen war, konnte es zurückgezogen, die Algen bei den Propellern entfernt und das Schiff
 neuerlich auslaufen gelassen werden.
 Vorsichtig beschleunigte ich und begann einen weite Kurve zu fahren, um zu sehen welche Schräglage
 das Modell einnimmt. Dann gab ich kurz volle Kraft voraus und das Schiff beschleunigte. MIt Akkus mit
 nur 60% Kapazität konnte eine zum Schiffstyp passende Geschwindigkeit leicht erreicht werden. Dann
 wurden die Kurvenradien mit halber Fahrt und enger gefahren, und siehe da, das Schiff krängte erheb-
 lich aus; - für mich angsterregend stark. Danach erfolgte bereits die Retourfaht. - Wie beim Fahrgastschiff
 Liberty sprudeln auch hier die Propeller und das Modell fährt bei Retourfahrt, wenn überhaupt, nur irgend-
 wohin. Und falls das Ruder endlich zu wirken beginnt, dauert es lange und das Ergebnis ist unzureichend.
 Hier muss später eine Vergrößerung der Ruderfläche erfolgen, auch wenn es nicht zum Maßstab passt.

 Beim Schwimmtest sah man, dass das Modell mindestens 1cm  zu wenig Tiefgang hatte, um die Was-
 serlinie zu erreichen. Die beim Fahrtest stehenden Akkus müssen künftig  flach am Boden aufgelegt 
 werden. Außerdem wurden zusätzlich 650g Bleiplatten am Schiffsboden aufgebracht und die Akkus mitt-
 schiffs untergebracht. Vor allem mittschiffs und im Heckbereich wurden die Walzbleiplatten mit PVH-
 Leim "angeheftet". Nachdem der Akkuplatz festgelegt war, konnte auch der New Rain Regler befestigt
 werden. Der Empfänger rutschte nach vorn zum Bug, zum Turmdrehservo. Bei der nächsten Schwimm-
 probe wird sich zeigen, wie das Schiff im Wasser liegt und ob noch mehr Bleiplatten einzubringen sind
 oder eine andere Verteilung notwendig ist.

 Die Restauration und Fertigstellung schreitet weiter

 Lackierarbeiten
 Für mich ist die Lackierung immer ein schwieriges Kapitel. Gerne würde ich mir eine komplette Lackie-
 rung des ausgebesserten Rumpfes ersparen, denn das würde eine Halterung für den Rumpf bei der
 Lackierarbeit erfordern, die erst gebaut werden müsste. Jedoch das Hauptproblem ist der richtige Lack
 und Farbton, der zum gealterten Lack passen müsste. Die farbliche Übereinstimmung zu erreichen ist
 aber fast unmöglich. Um die richtige Farbe zu bekommen, nahm ich von den Aufbauten einen Teil mit 
 und  im Geschäft wurde die Farbe gescannt und dann speziell angemischt. Der Farbton stellte sich dann
 als zu hell heraus und ich hätte auch keinen seidenmatten Lack nehmen dürfen, wie sich nach einem
 Probeanstrich herausstellte. Mein Versuch durch Zumischung von schwarzem Lack den richtigen Farb-
 ton anzumischen, war nicht erfolgreich. Der Lack war dann einen Deut zu dunkel und damit für den Zweck
 unbrauchbar geworden.
 Neuerlich musste Lack beschafft werden, diesmal glänzend. Eine neue Farbbestimmung mittels Farb-
 karte und eine neue Mischung des grauen Rumpflacks mit glänzendem Lack, verlief erfolgreich. Aus
 einem Farbtest wurde gleich eine Ausbesserung der Riss-Schadstellen, die erstaunlich gut glückte. Da-
 her musste der Rumpf nicht gespritzt werden und kann so  bleiben wie er ist. - Auch bei der dunkelroten 
 Farbe des Unterwasserschiffs machte ich den Test mit einer vorhandenen dunkelroten Farbe, die zwar
 glänzend ist und dünkler. Nun konnte auch der untere Rumpfbereich gestrichen werden. Nach mehrfacher
 Streichung der ausgebesserten weiß schimmernden Schadstellen deckte endlich die rote Farbe, so-
 dass der Unterrumpf seinen Endanstrich erhalten konnte. Zuletzt wurde einen neue Wasserlinie mit dem
 3mm Zierband (Autozubehör) auf der gleich Position wie zuvor aufgeklebt.
 
 Nachdem ich mir lange den Kopf zerbrochen hatte, ob der Surcouf ein Holzdeck hatte, wandte ich mich
 mit der Frage an mein deutsches Internetforum. Die fachliche Auskunft ergab, dass das Deck (natürlich)
 dunkelfarbig war. Auch die dunkelgrauen Geschütztürme wären an meinem Modell farblich nicht richtig,
 denn auch die waren in der Farbe der Aufbauten gehalten, die Kanonenrohre waren schwarz. Und so
 habe ich schließlich dem Schiff ein neues und dem Vorbild besser entsprechendes Aussehen verpasst.

 Die Radarantenne 2 wird drehbar gemacht
 Der hintere Deckaufbau wurde wie vorgesehen für den Einbau des kleinen Winkel-Getriebemotors
 (GW12GA, 6V, 40U/Min) für die hintere Radarantenne auf der Unterseite aufgeschnitten. Der kleine
 Motor hat im Aufbau unter dem Dach Platz und überragt die Aufbautenplatte nicht nach unten. Auf die
 3mm Antriebsachse wurde ein 4mm Messingrohr aufgesteckt und auf der angeschrägten Stelle der
 Achse zusammengequetscht, sodaß das Rohrstück künftig mitgenommen wird. In die Mitnehmerhülse
 wurden zwei kurze Rohstücke eingeklebt, wobei die Antennenachse in die dünne Bohrung eingesteckt
 wurde. Sie wird nicht geklebt sondern mit Lack gesichert, damit man sie notfalls herausziehen kann. 
 Der Motor wurde mit Sekundenkleber innen auf der Unterseite des Gehäusedachs angeklebt. Diese
 Klebung ist leider für die Lärmerzeugung zuständig, da der Deckaufbau wie eine Lautsprechermem-
 brane wirkt.

 Radarantenne 1, die Große, wird drehbar gemacht
 Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die große Rardarantenne 1 am vorderen Mast ebenfalls mit einem
 Getriebemotor bestückt. Diese Antenne rotiert langsamer, da sie einen 12V Motor hat, der nur mit ~ 4V
 gespeist wird. Beide Antennen laufen gleichzeitig. -  Zum EInbau des Getriebemotors musste der vor-
 dere Aufbau zerlegt werden, um den Motor sinngemäß zum anderen Antennenmotor einbauen zu können.
 Der nachträgliche Einbau des Getriebemotors konnte nur nach Abschneiden der vorhandenen Antennen
 vorgenommen werden, was danach erst das Hantieren mit dem vorderen Teil des Aufbaus ermöglichte.
 Nachdem der Motor eingeklebt und mit der Antenne verbunden war, ergab sich das Lärmproblem wie
 bei der hinteren Antenne. Diesmal wurde der Motor mit Servo-Doppelklebeband angeklebt. Zusätzlich
 wurde ein Hartschaumstoffstück zwischen Motor und Aufbau eingeklemmt und so die Lärmerzeugung
 wesentlich gedämpft.
 Die nächste Aufgabe war, die Herstellung der Stromversorgung für Radarantennenmotore und die zwei
 Positions-LEDs.  Die bewährte Methode mit Berylliumblech-Kontakten am Aufbau und Rumpf gewähr-
 leistet die Versorgung der Verbraucher ohne Kabelverbindung. Zur Schaltung der Antenne wurde im
 Rumpf wurde ein altes Servo mit einem Mikroschalter untergebracht. Die Stromversorgung erfolgt
 durch eine LiIon-Zelle mit 3,6V in einem Batteriefach, mit der die LED-Dioden und die Antennenmotore
 versorgt werden.
 Mit dem Sender Kippschalter (SWC, 3-Stellungen) am  Sender können die Antenne und die Positions-
 lampen ein- und ausgeschaltet werden.
 Hinweis: Die für die Zusatzverbraucher erforderliche LiIon-Zelle muss immer polrichtig (rote Markie-
 rung +) eingelegt werden und ist darauf zu achten, dass sich die Zellenkontakte unten befinden. Wenn
 die roten Markierungen an Zelle und Batteriekasten fluchten, dann passt es. Zur allfälligen Ladung im
 Modell kann die MPX-Ladebuchse verwendet werden. 


 Rettungsboote und Funkantennen
 Von den Rettungsbooten fehlten laut dem Schiffsplan 3 Stück. Eine große Motorbarkasse und zwei
 kleinere Ruderboote. Die Halterungen für die Boote waren teilweise vorhanden aber defekt, sodass
 eine Reparatur und ein Nachbau erforderlich war. Die zwei kleinen Ruderboote und die Barkasse wurden
 zugekauft. Für die Barkasse wurde ein größeres Ruderboot beschafft, welches mit einem Deck und mit
 einer Kabine versehen wurde. Nach Fertigstellung der einzelnen Bootshalterungen konnten sie samt den
 schon lackierten Booten am Deck angeklebt werden.
 Schließlich nahm ich mir Schwung und begann die Schiffs-Funktantennen nachzurüsten. Mit einem 0,5mm
 Stahldraht ließ sich das gut realisieren.

 Besatzung
 Um dem Schiff "Leben einzuhauchen" wurde eine Besatzung (Revell) beschafft, bemalt und in logischen 
 Teams beim Üben etc. an Deck aufgeklebt. Die Figuren sind nur mit einem Doppelklebeband angeklebt
 und können leicht wieder entfernt werden. In einer Schachtel in der Aufbewahrungsbox sind noch etwa 15
 Kadetten in Ausgehuniform und ein Offizier vorhanden, die im Bedarfsfall am Vorderdeck aufgestellt wer-
 den könnten. Einige Bilder über die Anordnung der Marinefiguren folgen unten.
 
     
 Rumpfriss beidseitig  Riss repariert und gekittet  ausgebesserter Riss - Farbton passt Untersicht des ausgebesserten Rumpfes
kleiner Seitenriss  Ausbesserung OK  Riss der Wellenhalterung am Stevenrohr Wellenhalter wieder fest
desolate Ausgangssituation  erster Lötversuch  nach dem Versuch mit Lötung  gelötet ist schon schöner
Turmdrehservo       Turm-Dreh- Video Ansoicht Motorraum neu Akkuplatz und Regler  Empfänger und Turm-Drehservo 
gelöteter 0,6mm Darht  Reling bescheiden repariert    das Heck mit Propellern Graupner 40 Dm 
 
erster Schwimm- und Fahrtest  verstaut für die Heimfahrt   der Slipwagen ist einsatzbereit  halbfertige Transportbox
 Mitnehmer für Antennenantrieb  Winkel-Getriebemotor (Type GW12GA)  Ansicht Antenne  Rettungsboote nachgerüstet 
überarbeitete Reling mit Flaggenmast   Reling und Flagge am Bug Ansicht Antennen  Deck Heckansicht noch Originalzustand 
Draufsicht auf die Rettungsboote geschütze vorbildentsprechend lackiert  Deck mit verdünntem Acryllack (anthrazit), einmal gestrichen  Deck dreimal gestrichen 
Schiff fast fertig  neue Messing Prop 40 Dm     
Ansicht Batteriekammer Licht, R-Antenne Radarantenne  Blick auf die Funkantennen  ngriff
 
 Der Badewannen-Schwimmtest mit dem fast fertigen Schiff

 Nun fehlte für den definitiven Abschluss der Bauarbeiten der dringen notwendige Schwimmtest zum
 endgültigen Auswiegen des Schiffes. Den konnte ich in der Badewanne durchführen, die beinahe zu
 klein geworden ist.  Nachdem das Schiff im Wasser lag, sah man, dass das Schiff mit Glück nahezu
 in der richtigen Lage schwimmt. Allerdings ergaben die Kontrollfotos, dass der Bug zwei Millimeter
 tiefer als die Wasserlinie lag. Nach dem Test entfernte ich im Bugbereich daher 125g Blei. Dafür
 zeigte das Heckfoto, dass die Wasserlinie 2 Millimeter über dem Wasserspiegel lag. Hier wurden
 vorerst 65g Blei am hintersten Schiffboden eingeklebt. Sollte hier noch was fehlen, kann dort oder da
 einfach noch eine Bleiplatte eingeklebt werden. Die LiIon Zelle befindet sich jetzt neben dem blauen
 Regler.

 Danach krängte ich den Rumpf im Wasser seitlich um etwa 15 Grad aus und ließ ihn zurückschwingen.
 Die Krängung verlor sich aber rasch, sodass ich keine Sorge haben muss, wenn der Zerstörer einmal
 eine engere Kurve fahren sollte. Es wurde auch die Ruderwirkung getestet, die jedoch mit halbem Aus-
 schlag und halber Motorenleistung nicht so stark war, dass das Schiff hätte gegen die Strömung in der
 Wanne gesteuert werden können. Obwohl die Größe des Seitenruders bei der ersten Testfahrt als aus-
 reichend erschienen ist, sieht man von der Unwirksamkeit bei Retourfahrt ab, habe ich dennoch das
 Ruder vergrößert. Besonders der erhebliche Spalt zwischen Rumpf und Ruderblatt wurde minimiert und
 das Ruder nach vorne hin verlängert, sodass es bei bei vollem Ausschlag in die Nähe der Schiffschrau-
 ben kommt und einen Teil der Strömung ablenken kann, der das Schiff bewegt. Das Schiff lenkt künftig
 hoffentlich auch bei Retourfahrt.

 Der Schwimmtest diente auch als Dichtheitsprobe, vielmehr jedoch zur Feststellung, wie stark die
 Messingpropeller die Motore belasten. Ein anfänglicher Test mit voller Kraft wurde zur Strommessung
 verwendet, wobei sich ergab, dass ein Motor auf max. 3A kommt, also die vorgesehene maximal
 zulässige Belastung des Motors nicht überschritten wird. Nun, so schnell kann man das Schiff vermut-
 lich ohnedies nicht ständig fahren.
 
 Danach liefen die Motore etwa 5 Minuten mit halber Last und sie wurden dabei höchstens lauwarm. Es
 ist jedoch anzunehmen, dass mit voller Kraft eine merkliche Erwärmung eintreten wird. Doch wie lange
 werde ich den Zerstörer platzbedingt wohl schon mit voller Kraft fahren lassen können? Ich denke das
 würde besonders bei Kurvenfahrten spektakulär aussehen, wenn er sich stark nach außen neigt. Die
 Erfahrung bei der nächsten längeren Probefahrt wird zeigen, welche der getroffenen Maßnahmen
 sinnvoll waren und welche verzichtbar sind.

 Weitere Detailarbeiten folgen

 Fertigbau Antennenantrieb 1 und Anschluss der Positionslampen
 Während den Arbeiten an der vorderen Radarantenne kam es zum Desaster, als der ganze vordere
 Aufbau auf den Boden fiel und viele Details beschädigt wurden. Das erleicherte zwar momentan die
 Arbeiten am Einbau des Antennenantriebes am vorderen Mast, doch mussten viele Teile zurechtgebo-
 gen oder neu angefertigt und wieder angelötet oder angeklebt werden. Der neue Antennenmotor wurde
 an die bestehende Stromversorgung angeschlossen. Ein Probebetireb zeigte schließlich, dass die
 Funktion beider Antennen und der Positionslampen in Ordnung sind.
 Nach der Reparatur der beschädigungen am Aufbau und der Fertigstellung des Antennenantriebes
 konnten alle Teile gestrichen werden, damit die gute Optik wieder hergestellt ist.

 Vorbereitung für die erste Testfahrt - Telemetrie Sensoren für Spannungsanzeige und Motortemperatur

 
Als Abschluss der Arbeiten zur Restaurierung des Schiffes wurden Sensoren für Spannungsanzeige 
 und Motortemperatur eines Motors, eingebaut. Die Sensoren sind unglaublich preisgünstig und der
 Sender ist in der Lage, die gemessene Spannung und Temperatur anzuzeigen. Eine Sprachausgabe
 gibt es nicht, sodass man immer wieder einen Blick auf die Anzeige machen muss. Für mich genügt
 diese Anzeige zur Entscheidung, ob das Schiff noch weiter betrieben werden kann oder nicht.

 Für mich faszinierend einfach aber trotzdem perfekt, ist die Modster- / Flysky-Technik mit ihrer Tele-
 metrie. Der Spannungssensor hat zwei einzelne Stecker so wie sie in den Servosteckern sind, die in
 den Plus-bzw Minuspol eines Balancersteckers eines Akkus eingesteckt werden. Und damit ist die
 Sache erledigt.  Soll ein weiterer Sensor verwendet werden, kann er an dem ersten Sensor angesteckt
 werden. Meine 6 K Anlage kann drei Sensoren anzeigen. Mein zweiter Sensor dient der Temperatur-
 messung an einem Motor. Der Sensor ist ein kleiner elektronischer Bauteil, den ich mit einem Klebe-
 band auf dem Motorgehäuse angeklebt habe. Um die Sensoren anzeigen zu lassen, muss nur wenig
 "programmiert" werden. Die Sensoren müssen am Sender im Rx (Empfänger) eingestellt werden.
 Welcher Sensor es sein soll muss im zweiten  Programmteil eingestellt werden. - Ich bin sehr froh,
 dass diese Steuerung von mir programmiert werden konnte, weil es so einfach zu machen war.  Es
 wundert mich daher nicht, dass diese Anlage sehr gute Bewertung in den Internetforen aufweist.
 
Ein Leerlauftest im Trockenen zeigte, dass im Display nicht nur die Standard Balkenanzeige für Sen-
 der- und Empfängerspannung funktioniert, sondern auch die Anzeige der Akkuspannung und die
 Temperaturanzeige im Display angezeigt wird. Bei einem Testlauf mit etwa halber Motordrehzahl stieg
 die angezeigte Motor-Gehäusetemperatur auf 27 Grad an. Am Motordatenschild sind 90 Grad als
 Maximalwert angegeben.

 Motorraum Lüftereinbau und Sensortest

 Im Fahrbetrieb wird sich die Temperatur Im Rumpf ohne Lüftungsöffnungen erhöhen, weshalb ich einen
 kleinen PC-Lüfter einbaute, den ich oberhalb der Motore anordnete und der eine leichte Luftbewegung
 im Motorbereich erzeugt. Der Lüfter wird schaltbar an die Stromversorgung der Motore angeschlossen.
 Sollte sich im Fahrbetrieb zeigen, dass die Motortemperatur nicht über 70 Grad ansteigt, kann er manuell
 ausgeschaltet bleiben. Der kleine 12V-Lüfter wird bei Vollastfahrt mit ca. 8V spannungsabhängig mit der
 höchstmöglichen Drehzahl laufen, bei ganz langsamer Fahrt bei etwa 5V bleibt der Lüfter stehen. Bei
 Rückwärtsfahrt arbeitet der Lüfter nicht. Sollte die Lufterleistung als etwas zu niedrig erweisen, könnte
 der Lüfter direkt an der Akkuspannung angeschlossen werden, also immer laufen, solange Akkus ange-
 schlossen sind.

 Das Schiff wurde mit aufgesetzten Aufbauten einem Temperatur Sensortest mit halber Leerlaufdrehzahl
 bei Rückwärtsfahrt und daher stehendem Lüfter, unterzogen. Nach 5 Minuten Laufdauer wurde die Erwär-
 mung des Motors von 23,3 Grad auf 28,7 Grad gemessen. Anschließend wurde 3 Minuten lang auf volle
 Drehzahl gestellt, wobei die Temperatur auf fast 31,5 Grad anstieg.
 Gleich danach wurden die Motore 3 Minuten lang mit voller Drehzahl in Vorwärtsrichtung, also mit laufen-
 dem Lüfter, laufen gelassen. Die Motortemperatur sank dadurch auf 27,8 Grad ab, was auf die Wirkung
 des Lüfters zurückzuführen ist. - Spannend wird der Temperaturverlauf bei Faht am Wasser werden.

 Der erste Fahrversuch des Surcouf

 Bei angenehmem Wetter kam ich am Waldteich an. Im Auto wurden noch die Akkus und der Span-
 nungssensor angesteckt und ein kurzer Probelauf durchgeführt. Alles OK, und los geht's. Beim Wassern
 des Schiffs achtete ich auf die Seitenneigung, doch die war korrekt. Dann schaltete ich vorsichtig Vor-
 wärtsfahrt ein und ließ das Schiff hinausfahren auf die Wasserfläche. Ich beschleunigte bis Halblast un
 siehe da, das Modell lief hervorragend und wegen der niedrigen Wellendrehzahl leise. Der Rudertest
 wurde vorsichtig durchdeführt und es stellte sich eine angenehme Steuerbarkeit ein. Mit etwas erhöhter
 Fahrt wurde ein enger werdender Kreis gefahren, der zeigte, dass das Schiff gut im Wasser liegt und
 nur wenig auskrängt. Schließlich getraute ich mich in zuerst Geradeausfahrt, mit voller Leistung zu fahren;
 alles lief OK. Zwischendurch traten immerwieder Windböen in Erscheinung, die das Schiff gering in
 Seitenlage brachten.
 Das ermunterte mich, die Fahrgeschwindigkleit zu etrhöhen und den Kurvenradius enger zu steuern.
 Das Schiff krängte aus, doch verlief alles unkritisch und dem Vorbildschiff sehr ähnlich. Ein Versuch der
 Retourfahrt zeigte, dass sich das Schiff bauchbar steuern lässt. Da mir vorkam, das Modell könnte im
 Heck noch eineige Gramm Blei vertragen,daher brachte ich noch etwa 50g im Heck unter.

 Die verwendete Modster (=Flysky) Fernsteuerung erwies sich ideal, da ich während der Fahrt die Akku-
 spannung von einem Akku und die Gehäusetemperatur eines Motors angezeigt bekam. Die Temperatiur
 hatte am Ende der Fahrt mit flotten Streckenteilen 53 Grad erreicht. Die Spannung sank nach einer hal-
 ben Stunde Fahrt.von anfangs 8,3V auf 8,1V.

 Zusammengefasst ist der Surcouf ein schönes und interessantes Modell, welches sich gut fahren lässt.
 Ich habe große Freude dass meine Reparatur erfolgreich war, das Schiff schön fährt und ich somit ein
 schönes und interessantes Schiff bekommen habe.

 Nacharbeiten: Wellen fetten und ....

 Nach der Jungfernfahrt wurden die Schiffschraubenwellen ausgebaut und gereinigt. Danach wurde Robbe
 Wellenfett in die Stevenrohre gedrückt und auf den Wellen verteilt. Die mit einer Drehung in die Rohre ge-
 schobenen Wellen wurden zuletzt wieder angeschlossen und Probeläufe durchgeführt. Es scheint, als ob
 das Laufgeräusch der Wellen leiser geworden ist.

 Die Geräschentwicklung ist ursächlich bei der Motorbefestigung zu suchen, da die Befestigung der
 Motore mit je zwei kaum erreichbaren Schrauben beeinflusst werden könnte. Da würde eine Sanierung
 einen größeren Eingriff bedingen.


 Da das Schiff noch immer mit dem Heck einen Deut höher als die Wasserlinie liegt, wurden inzwischen
 weitere ca.100g Bleiplatten eingebracht.

 Wegen der doch schon alten und heiklen Monoperm Super - Motore wurde die Kühlung verbessert. An-
 stelle des bisher eingebauten 40mm wurde ein 50mm Lüfter eingebaut, der besseren Luftdurchsatz
 ermöglicht.

 Es war überlegt ein Soundmodul einzubauen, welches die gelegentliche Abspielung einer Zerstöresirene
 ermöglichen sollte. Wegen Platzmangels und zu leiserr Signale wurde der Plan beendet.

 
       
Schiff in der Transport-/Lagerox  beim Schwimmtest  Wasserlinei Heck  Wasserlinei Bug 
Rudervergrößerung in Arbeit  Marinesoldaten Revell M 1:72  der Mann mit dem Fender  Offiziere halten Ausschau 
Das T%orpedoteam übt    am kleinen Geschütz wird geübt beide halten Ausschau 
Torpedomannschaft beim Üben    Blick auf die Brücke   
Plan mit den Antennen bei Mast 1 fixe Radarantenne wird demontiert der beschädigte Mast nach Abstiurz  unterer anschluss Antennenatrieb 
neue obere Antennenlagerung  Antenne und reparierte Mastteile  vordere Antenne 1 ist drehbar hintere drehbare Antenne 2
Ansichten der Maste ...    Schiffsbeschau  Schiff einsatzbereit mit Modster Sender 
die Sensorelektroniken und Temperatursensor am Motor  der Balancerstecker dienst als Anschluss des Spannungssensors  die Anzeigen im Display: oben Spannung da´runter die Motortemperatrur  als Überhitzungsschutz PC-Lüfter eingebaut 
   
Soundmodul Zerstörer Sirene     Fahrvideo