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Irgendwie
müssen die Schiffe ins Wasser kommen, wobei es nicht unbedingt
wünschenswert ist, dass man ins dabei Wasser steigen muss und sich
sehr dabei bücken muss. Letzteres möchte ich vermeiden,
damit ich meinen Rücken- problemen aus dem Weg gehe. Bei
den diversen Schaufahren sah ich in den Videos, dass manche Teilnehmer die Schiffe von einem Steg mit einem
"Gestell" ins Wasser lassen und
es, wenn das Schiff schwimmt, unter dem Modell
hervorholen. Nun war die Frage, wie komme ich mit dem minimalsten
Arbeitsaufwand zu so einem
Gestell, welches ich als "Slipwagen" bezeichne. Später folgte noch eine Transportbox für den
Zerstörer Surcouf, für den sie auch als Aufbewahrungsort
dienen soll.
Ein
Slipwagen wird gebaut
Zufällig
kaufte ich vor längerer Zeit eine Sackrodel, die aus
Kunststoff und Aluteilen besteht und die man
sehr klein zusammenlegen kann. Die Idee war, dass auf der
unteren Auflagefläche Halterungen montiert werden
könnten, in die ein Schiffsmodell eingelegt
werden kann. Der Griff kann ausgezogen oder eingeschoben werden. Da
diese Rodel nicht für schwere Lasten ausgelegt ist, kann
sie für Modellschiffe verwendet werden.
Das
Konzept sah vor, einen Haltegriff zu montieren, der es
ermöglicht, das Schiffsmodell in waagrechter
Position transportieren zu können, ohne dass es nach vorne wegrutscht. Nach hinten kann es nicht
weit kippen, da die Haltestan- gen der Rodel das
verhindern. Dass der Längen-Überhang des Schiffes vorne und hinten so positioniert werden muss, dass
das Schiff mit der Hälfte der Rumpflänge auf der Auflage
sicher ruht, war auch klar. Damit war klar, dass ein Haltebügel notwendig ist,
damit die beladene Rodel gerade hängt, wenn man sie hochhebt.
Dazu war notwendig, dass unterhalb des Griffes ein
Haltebügel montiert werden muss, der bis in
die Hälfte der unteren Auflagefläche des Schiffes
vorsteht. Dann hängt der hochgehobene Slipwagen gerade
bzw im Lot und ein Schiff könnte somit problemlos ins
Wasser gelassen werden.
Zum Glück
passt der Slipwagen auch für das schwere Schiff SMS
Radetzky. Die ausziehbare Länge von 1m ist bei
hohem Wasserstand im Teich ausrei- chend und
man muss sich beim nicht mit dem Oberkörper weit
hinauslehnen. Für die schwere Radetzky wird ein
schwerer Slipwagen gebaut, mit dem man über
Stufen fahren könnte. Der hat jedoch den Nachteil, dass
man beim Anhe- ben des Schiffs das Gewicht des
Slipwagens zusätzlich mit anheben muss.
Anfertigungen
von Aufbewahrungs Boxen
Um die Modelle für langzeitige Abstellung
sicher und möglichst staubfrei zu halten
wurden Aufbewahrungs Boxen gebaut. Die Boxen
bestehen aus Holz- wänden und an der Frontseite aus einer
nach oben ausziehbaren Acrylglas Scheibe. Damit
ist aus der Box nahezu eine Vitrine geworden, bei der die
innere Rückwand bemalt wurde.
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mein kleiner Slipwagen

Surcouf am Slipwagen

Transportbox Zerstörer SURCOUF

Box für Schlachtschiff SMS
Radetzky

Box für die Niederösterreich |
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Slipwagen |
Arbeiten Slipwagenbau
Um den
Slipwagen zu bauen, konnte im Baumarkt ein vorgefertigter
Doppelhaken für den Haltegriff gefunden werden, der zwischen die
Haltestangen der Rodel passte. Damit man bei Bedarf die
Rodel wieder zum Lastentransport verwenden kann,
wurde der Haltebügel mit vier Schlauchbindern an den
Haltestangen befestigt. Unten, auf der
Auflagefläche wurden vier vorher gebogene Winkel aus
3mm Alu angeschraubt, wobei die hinteren immer
an Ort und Stelle bleiben, die vorderen, je nach
Schiffsgröße versetzt angeschraubt werden
können. Nach
der Montage des Haltebügels wurde er gestrichen und auf
den Aluwinkeln wurden Hartschaum- polster aufgeklebt,
damit der Schiffsrumpf nicht am Aluminium oder am
Kunbststoff anliegt. Bei
der umgebauten Sackrodel kann zum Tragen des Modells der
Griff in beliebige Höhe eingeschoben werden. In
Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit könnte ein
Schiffsmodell in gekippter Stellung auf den
Rädern des Slipwagens gezogen
werden. Für den langen Radetzky-Rumpf ist die
Auflagefläche zu kurz.
Die Beladung des Slipwagens erfolgt
derart, dass das Modell von seinem Ständer gehoben und
mittig in die Halterungen eingelegt wird. Dann
ist durch Anheben des Wagens zu prüfen, ob das Modell
"im Schwerpunkt" aufliegt. Danach kann der
Transport zum Wasser erfolgen.
Am Steg
angekommen muss das Modell eingeschaltet werden und ein
Funktionstest erfolgen. Danach kann es mit
dem Slipwagen nach unten auf das Wasser gesetzt werden.
Der Slipwagen muss dann etwas tiefer gehen,
damit das Modell frei kommt und wegschwimmt. Dann kann er
seitlich unter dem Schiffsrumpf weggezogen und
aus dem Wasser herausgeholt werden. - Die Einholung des
Schiffes funktioniert in umgekehrter
Reihenfolge.
Slipwagen
für Radetzky und Co
Wegen des schweren Schlachtschiffes Radetzky
war2023 der erste Slipwagen an der Brauchbarkeits- gernze
angelangt. Ein neuer Slipwagen wurde benötigt, der einen
längere und breitere Auflagefläche, einen längeren Auszug und größere Räder hat, die selbst über
Stiegen gehen können. Eine brauchbare Sackrodel
der Fa. Athlon Tools wurde gefunden und für den Transport der Radetzky als
Slipwagen adaptiert. - Der neue Wagen ist aus
Aluminium und daher schwerer, was im Werfthafen das
Einheben des Modells am Rand der Slipanlage
ins Wasser erschwert. Aber der "rollende" Transport über
die Wiese und die Betonrampe ist damit weniger
anstrengend.
Auf der aufzuklappenden
Auflagefläche wurden Haltewinkel angeschraubt, die beim
Einklappen der Auf- lage neben dem Gestell
Platz haben. Die Winkel können für kleinere Modelle
versetzt werden. Auf den Winkeln und
Auflagepunkten am Gestell, sowie auf der Auflagefläche
wurden Hartschaumstoffstücke an- geklebt, die
den Rumpf der Modelle vor Beschädigung schützen.
Der
neue Slipwagen wird auch für das Wassern der Radetzky am
Waldteich vorteilhaft sein, da man damit bis
zum Steg fahren kann. Das Einheben mit dem schwereren
Wagen wird durch die "Stiegen- steiegeräder"
und die länger ausziehbaren Halter etwas erleichtert.
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Kleiner Slipwagen |
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Auflagefläche |
der Slipwagen |
und so liegt das Modell auf |
Wassern im Werfthafen an der Slipanlage |
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Draufsicht auf die Modellhalterung |
Ansicht der Modellauflage |
Ansicht der Modellauflage |
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Großer Slipwagen |
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massiv und gröpßer |
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besseres Fahrwerk |
zusammengeklappt |
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Aufbewahrungsboxen |
Aufbewahrungsboxen werden gebaut
Damit
das heikle Schiff Sorcouf geschützt transportiert und
vor allem staubge- schützt gelagert werden kann, ist eine
passende Box sehr vorteilhaft. Die Box ist relativ groß
und nicht gerade ein Leichtgewicht,
muss sie ja das 1,28m lange und etwa 45cm hohe
Schiffsmodell samt Ständer aufnehmen können.
Die Idee war, dass die Längs- und
Seitenteile aus Pappelsperrholz gefertigt sind und
die Rück- und Frontwand aus einer Holzfaserplatte besteht. Die Rück- wand
stabilisiert und hält den Rahmen im Winkel die Frontwand
wird nach oben ausziehbar gemacht und dazu in zwei
seitlichen Winkelschienen gehalten.
Vielleicht verwende ich aus Gewichtsgründen anstelle der schweren Holzfaser- platten
später Pappelsperrholzplatten? - Schließlich wurde als
Vorderfront eine 2mm dicke Acrylglasplatte
verwendet, die merklich leichter als die Holzfaser- platte
ist. Die Transportbox wird auch den kleinen
Sender aufnehmen können und das spezielle Werkzeug
für das Schiff.
Auch für die SMS Radetzky
und die Niederösterreich folgte der Bau einer Box. |

Rohbau Transport- und Lagerbox
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Der
Bau der Surcouf-Box
Für den Bau der Box wurden die 16mm Panelplattenstücke und die
Holzfaserplatten beim Bauhaus zugeschnitten. Bei
dem aktuell hohen Preis für Holz kostete das 61.-€; - ganz
schön teuer. Das
Gewicht spielt eine Rolle, denn die Box wird ungefähr
8kg schwer werden, das Schiffsmodell ist etwa
auch 7kg schwer. Um die ca.15kg gut tragen zu können
wurden zwei Haltegriffe montiert. Die Innenausstattung
beinhaltet am Boden zwei "Anschläge" die den Ständer am
Verrutschen hindern. Das Verrutschen des
Schiffs wird durch zwei kleine Schaumstoffpolster an der
Boxwand eingeschränkt. Um einen sichereren Stand
der Transportbox zu erreichen sind auf der Unterseite drehbare "Füsse"
angeschraubt, die beim Abstellen der Box ausgedreht werden können.
Der
Bau begann damit, dass die genau geschnittenen
Längsstücke und die Seitenteile in den Ober- und Unterteilen Löcher für die
Befestigungsschrauben gebohrt bekamen. Probeweise wurde der
Rahmen zusammengeschraubt und kontrolliert, ob
alle anderen Holzteile auch so genau passen. Danach
wurde der Rahmen jeweils an einem Ende
aufgeschraubt, mit Kaltleim versehen und gleich wieder zusammengeschraubt.
Nachdem alle Teile
geleimt und wieder verschraubt waren, wurde die Rückwand
angepasst. Zahlreiche Schraubenlöcher wurden
auf der Rückwandplatte angezeichnet, danach gebohrt und dann die Platte
als Stabilisierung am Rahmen
angeschraubt. Dabei musste beachtet werden,
dass die leicht gebogenen Längsteile fluchtend
verschraubt werden. Die schwere Holzfaserplattenrückwand
wurde nicht verleimt. Nachdem das Gewicht der Box bereits
angsterregend groß geworden ist, mussten zwei Tragegriffe
angeschraubt werden. Somit muss die Box
künftig von zwei Personen getragen werden.
Als die Box fertig war und keine zusätzlichen
Dinge mehr eingebaut wurden, ist sie mit
Bodenversiege- lungslack gestrichen worden.
Dadurch wird der Einfluss von Feuchtigkeit für das Holz
verringert.
Wegen des hohen Gewichts der
Holzfaserplatten wurde anstelle der 5mm-Frontplatte eine
2mm Acryl- glasplatte vorgesehen. Um die Platte
von oben her einschieben zu können, wurden seitlich
Kunststoff- winkel angebracht. Damit die Platte
auf der Unterseite nicht nach innen oder außen
durchknicken kann, wurde eine Anschlagleiste und
ein Stück Kunststoffwinkel montiert.
Die
Acryl Scheibe wurde an der Oberkante mit einem über die
gesamte Länge laufenden, mit Stabilit angeklebten
Kunststoffwinkel versehen, der eine Stabilisierung der
langen Scheibe ermöglicht. An dem Winkel kann man die Platte
gerade nach oben herausziehen, um zum Modell zu gelangen.
Durch die klare Scheibe wirkt die Box wei eine Vitrine.
Auf Vorschlag des kleinen Valentin wurden zur optischen Verschönerung
die Innenseiten mit einem Bild vom Meer bemalt.
Das Herausnehmen des Modelles mit dem
Schiffständer geschieht durch leichtes Anheben und nach
vorne Herausziehen des
Ständers. Es muss dabei
auf die heiklen Mastspitzen geachtet werden, daher darf
der Ständer mit dem Schiff nicht zu viel
angehoben werden.
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jetzt
Kiste mit Acrylglasscheibe |
Schraube für drehbaren Standfuß |
Box fertig mit Zerstörer Surcouf |
Box mit Torpedoboot Zobel |
Eine
Aufbewahrungsbox für die SMS Radetzky entsteht
Nun ist die Radetzky fertig. Daher rückt der Termin näher,
dass das Schiff staubsicher untergebracht
werden muss. Zu heikel sind die vielen Antennen und Mastverspannungen und die anderen Details, um sie beim
oftmaligen Reinigen der Gerfahr einer
Beschädigung auszusetzten.
Um
das Gewicht der Box niedriger zu halten, wurden
diesmal 12mm Sperrholzplatten verwendet. Da die Plattenzuschnitte nicht
maßgenau zugeschnitten waren,
musste nachgeschnitten und die Box etwas anders
als geplant gebaut werden. Nach dem ersten Zusammenbau
wurden die kleinen Fehler an Über- ständen
abgeschliffen und danach die Box stückweise wieder
aufgeschraubt, um Leim auf den Verbin- dungsstellen
aufzutragen. Gleich danach wurden wieder alle Schrauben
festgezogen.
Bedingt durch den ungenauen
Zuschnitt wurden Bohrungen an falschen Stellen
hergestellt, die das auf Grund der Holzart
nicht unbedingt vorteilhafte Aussehen nicht verbessern.
Zur Abdeckung der Bohrun- gen und als
Kantenschutz, bzw als Führung der transparenten
Polycarbonat-Platte, wurden Kunststoffwin- kel
angeschraubt. Die durchsichtige Frontplatte wird wie bei
der Box für die Surcouf geführt.
Um
den Wunsch von Enkel Valentin zu verwirklichen, wurde
auf der Innenseite die Rückwand, die Seiten- teile und
der Boden gestrichen. Als Vorbild diente ein Bild mit
adriatischer Uferlandschaft im Hintergrund.
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Erste Testaufstellung in der Box |
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das Schiff in der Box mit Hintergrund |
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ohne Frontscheibe |
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Auch
die Niederösterreich bekommt eine Box
Nun ist auch die Niederösterreich fertig und das
Modell muss staubgeschützt aufbewahrt werden können.
Daher bekommt auch sie eine Schutz- und Transportbox.
Bedauerlicher Weise ist es mit den
Plattenzuschnitten im Bauhaus nicht so einfach,
denn meist gibt es das gewünschte Holz nicht. So
entstand für das (relativ) kleine Schiff eine
schwere Box, da anstelle des 10mm Holzes nur
eines in 15 mm Stärke erhältlich war.
Der Aufbau der Box ist
gleich wie bei den anderen vorgenommen worden, doch
diesmal sind die Schrauben in den Böden
angeordnet und ziehen die Seitenteile an. Wie
üblich wurde nach dem verleimen und festziehen des
Brett-Rahmens die Rückwand ebenfalls mit
PVH-Lem geleimt und genagelt. Wie auch bei den
anderen Boxen wurden die Holzflächen mit Klarlack
seidenmatt ge- strichten. Danach wurden vier
Stellfüße eingeklebt.
Nun konnte
die Montage der Fürhrungswinkel für die Acrylglas
Frontscheibe erfolgen. Wegen der Änderung der
Brettstärke auf 15mm wurde auf der Acrylscheibe einen 20mm-Winkel
angeklebt, der die entstandene Maßungenauigkeit überdeckt. Geklebt wurde
der Winkel mit Stabilit und zu- sätzlich mit
Sekundenkleber dick stellenweise nachgeklebt. Zuletzt
wurden noch zwei Handgriffe auf der Oberseite angbracht.
Als Hintergrund diente ein auf das Modellmaß
vergrößerter Plan der Niederösterreich.
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die Niederösterreich passt hinein |
mit Hintergrung Plan |
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