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Der Fehler an der HR-Anlenkung wurde behoben und danach
ergaben sich viele schöne Flüge
mit dem Modell am Hang. Erst bei einem F-Schlepp stellte sich das Höhenruder
neuerlich als Schwachstelle des Modells dar, dann
nämlich, als im Schleppflug die Fluggeschwindigkeit über ein gewisses Maß hinaus stieg, so wie das
bei einer modernen starken und schnell geflogenen
Schleppmaschine der Fall ist. Dabei löste vermutliches
Höhenruderflattern das Höhenruder
aus dessen Aufnahme. Der Segler ging in
den Rückenflug, trudelte nach unten und schlug mit einer harten Landung im Rückenflug am Boden auf.
- Aber das
war noch nicht das Ende des Mistral.... Ein
weiterer Schleppflug endete ebenso und es gab Arbeit.
Technische
Daten: Spannweite: 4,45m,
Länge: 1,63m, Gewicht: 5,06kg Meine Ruderausschläge:
Q:+15/-10mm, Höhe: +/-10mm, Seite: +/-35mm, Wölbklappen:
0 bis -5mm Schwerpunkt: 75mm, EWD: ~ 2,5 Grad
Reparatur
des scheinbar "unkaputtbaren" Segelflugmodells
MISTRAL C
Das Rumpfboot des
Ferranrumpfes quoll durch den Absturz stellenweise
weit auseinander, die Kabinen- haube riss ein und flog davon.
Das davongeflogene Höhenruder und die Haube fanden sich wieder,
beides angeschrammt aber noch verwendbar. Doch trotz schrecklichem
Anblick ließ sich der Ferrranrumpf mit einer weichen kühlen
Gasflamme wieder annähernd in seine Urform
bringen. Allerdings mussten zur Haltung der Form des
Rumpfbootes Kieferstreben eingeschraubt
werden. Mangels Verfügbarkeit einer neuen, wird
die beschädigte Kabinenhaube mit Sekundenkleber so gut es geht "geheilt" und das
aus der Halterung ent- glittene und herabrotierte
Höhenleitwerk ließ sich einfach wieder anstecken. Die Tragflächen überstehen so ein Absturzfiasko scheinbar
problemlos, sieht man von oberflächlichen Schleif-
spuren auf der Folie ab. Ein Problem war schon immer
die sehr locker sitzende Kabinenhaube, deren Nach- beschaffung
heute sogut wie unmöglich ist.
Natürlich ist das bald 40 Jahre alte Modell wegen der
vielen Schrammen und Beulen heute kein "Hingucker"
mehr, aber durch die Abmessungen und sein Alter ist es immer noch ein
interessantes Modell, welches gut fliegt und für naturnahen Flugstil bestens einsetzbar ist.
Reparatur,
Klebung und Lackierungstipps für Ferran Rümpfe Der
Mistral wurde ehemals mit einer ebenso alten
Meinberg Digicont PCM
Fernsteuerung gesteuert. Diese Anlage war
damals die erste
PCM-Anlage am Markt und seeeehr teuer und funktioniert
heute natürlich noch immer perfekt.
- Heute ist ein Jeti-Empfänger und ein Jeti-Vario
im Mistral eingebaut.
Bei
der Endkontrolle des Modells wurde ein Gewicht von etwas
mehr als 5kg gewogen. Vor dem Schlepp- einsatz wurde die EWD auf
2,5 Grad gemessen, wobei der
Schwerpunkt
bei 75mm ab Nasenleiste einge- stellt wurde. Mangels
Bauanleitung musste ich diese Angaben den
Internetforen entnehmen und fand auch dazu
auch eine alte, passende alte Markierungen am Rumpf des Modells.
Durch die materialbedingte Längenänderung
des Rumpfes in Abhängigkeit von der Temperatur, wurden
Ausgleichshebel
verwendet. Sie
stellten sich beim EInbau für Durchschnittsmodellflieger
wie mich, als kleines Problem dar. Geduld
war angesagt, dann
klappte der Einbau problemlos. Verwendet man diese
Hebel nicht, musste bei Temperaturschwankungen
ständig nachgetrimmt werden. In meinem Modell sind die
Ausgleichs- hebel nicht eingebaut, weswegen ich
mich mit der Trimmerei herumschlagen musste. - Doch
unten ist beschrieben, wie ich das Problem
schließlich gelöst habe.
Beim Mistral sind in jedem
Flügel, nahe der Wurzelrippe, die
Querruderservos eingebaut. Von dort weg geht es über Schubstangen und Umlenkhebelsysteme bis zum Querruder.
Mit den Umlenkhebeln sind mechani- sche Mischer verbunden, die bei Wölbklappenbetätigung
auch die Querruder mitwölben. Ein Umbau, sodass für jedes
Querruder
ein eigenes Servo besteht, kommt für mich im Sinne
des Erhaltes des Originalzustandes vorerst nicht infrage. Im Flug
konnte ich als Normalflieger keine negativen Auswirkungen dieser "Klapparatis- men"
(Spiel) feststellen. (Auch bei den
Flügen im Jahr 2016 nicht.) Flugeigenschaften
Der Mistral C
flog am Hang sehr "angenehm". Mit den Wölbklappen
hat man
den Eindruck, auch bei wenig Wind mit dem doch etwas gewichtigen Modell
mit knapp über 5kg Gewicht, noch ganz gut oben bleiben
zu können. Für mich ist kein eindeutig
feststellbarer
Nutzeffekt der Wölbklappen zu erkennen, da ich
das Modell auch ohne ausgefahrene Klappen oben halten
konnte. Fest steht für mich hingegen, dass Kunstflug
keinesfalls die Stärke dieses Modells ist. Naturähnliche elegante Vorbeiflüge und eben
das "Obenbleiben" bei ther- mischen Wetterbedingungen,
lassen jedoch das Modellfliegerherz jubeln.
Bei dem Modell sollte jedoch schon ein gut
merklicher Hangwind oder eine starke Thermik
da sein, um das Modell sicher zu starten und im Flug genießen zu können. - Wenn
man nimmt, dass dieses Modell mit 4,5m Spannweite aus dem Jahr 1978-
79 stammt, dann kommt
für mich heute die
Freude dazu, diese Rarität in der Luft bewegen
zu können und sie danach wieder heil nach Hause zu bringen.
Der Neustart .....
und was davor an Arbeit anfliel
Nach
vielen Jahren Lagerung am Dachboden hole ich
2013 den Mistral wieder hervor, denn ich wollte auf der
Gerlitzen in Kärnten damit fliegen. Mein Freund
Peter nimmt mich dorthin mit und "schult" mich ein. Wie immer bei solch außerordentlichen Einsätzen sehe ich den Flieger
komplett durch und korrigiere Fehler und mach ihn ein
Bisserl schöner. Hier war noch der riesige Empfänger
der Meinberg-Digicont Fernsteuerung
beinhaltet. Alle Servos sind aus dem
Hause Simprop (Tiny Sport), da das Modell früher mit
einer Simprop Fernsteuerung ehemals gesteuert
worden ist. - Das PCM-System der Digicont lenkte
bei mir die Umrüstung
ein, die eigentlich nur aus der Verwendung des Digicont Empfängers bestand und wo die
Simpropstecker genau passten. Bevor ich jedoch zu einem
Flug gekommen bin habe ich auf Jeti 2,4Ghz umgerüstet. -
Leider passte während dem Aufenthalt auf der
Gerlitzen nie die Windrichtung oder Windstärke,
sodass ich auf eine neue Gelegenheit zum Flug mit dem Mistral warten musste.
Wölbklappen
Während der Umrüstung fiel auf, dass die
Wölbklappen, bedingt durch die vor 38 Jahren (zu 2017) verwende- te Scharniermethode mit Polyesterklebebändern, unheimlich viel Spiel
ergeben. Auch die
Mitschleifung der Querruder mit den Klappen leidet
darunter.
Entstanden ist das durch das Verziehen der je aus einem
langen Balsastück bestehenden Ruderblätter und
Klappen. Ein Umbau wird nicht vorgenommen. Allerdings bemerkte ich als Durchschnittspilot dieses Spiel bei
den Flügen nicht. - Die unschöne Optik stört mich
deutlich mehr. Nun auf einer
Tragflächenhälfte war die Abweichung so stark, sodass ich etwas
am Mischverhältnis ändern musste. Es ist dazu nötig,die auf der Flügelunterseite befindlichen
Abdeckungen der Umlenkkästen abzu- schrauben um Feinjustierungen
an den Hebeln und Mischern vornehmen
zu können. Am Foto unten sieht man wie die mechanischen
Anlenkungen aussehen. Mittels dieser Mechanik wird beim
Wölbklappenausschlag auch das Querruder mitgenommen. Die Zumischung Wölbklappen auf Höhenruder
und Bremsklappen auf Höhenruder erfolgt
elektronisch am Sender. Um diese Mischung zu erreichen
wurden von Carrera ein kom- plizierter mechanische Mischer
den Bausätzen beigelegt. Sie funktionierten einwandfrei.
So
weit ich mich erinnere sind die Wölbklappen so
einzustellen, dass sie nach oben ca. 2mm (Schnellflug) und nach unten max. 5mm ausschlagen
(Langsamflug) sollen. Bei zu viel
Ausschlag nach unten verliert das Modell merklich an
Flugleistung; daran kann ich mich noch gut
erinnern. - Heute habe ich die Wölbklappen so
einge- stellt, dass sie 0mm nach oben und max. 5mm nach unten ausschlagen und
es eine Mittelstellung dazwischen gibt. Das
allerdings auch nur, wenn keine Windkräfte darauf
einwirken, denn dann wird es bestimmt weniger sein. Allerdings wird der Einsatz der
Wölbklappen von mir nicht besonders forciert, ich sehe das eher als Gek.
Nachbesserung
am Höhenruder
Um neuerlich
den Verlust des Höhenruders im Schleppflug zu verhindern,
wurde jetzt das Höhenruder mit einer Schraube gegen
Aushaken gesichert. Die wackelige Befestigung des
Höhenleitwerks und merkliches Spiel in der
Anlenkung sehen am Boden nicht schön aus, doch im Flug
ist davon nichts zu bemerken, da gleichen
sich offenbar alle diese Unzulänglichkeiten aus und das Modell fliegt
ruhig und gutmütig. Flugbericht
- Schleppflüge in Königsbrunn am Wagram
Am
21.4.16 war es so weit, der erste Flug nach 20 Jahren
fand statt. Hinter einer vor Leistung strotzenden riesigen Piper Pawnee
erfolgte der erste Schleppflug. Nach der Ruderkontrolle
erfolgte der Start. Sofort musste das Höhenruder
gezogen werden und später die volle Höhentrimmung
eingestellt werden, damit der Mistral einen horizontalen
Flug ausführt. Leider kam ich im Steigflug in einer Höhe von
ca. 150m an dem Ausklinkschalter an und musste
ab da segeln, was gut gelang. Der Ausklinkschalter wurde inzwischen auf
den Knüppelschalter am Gasknüppel umgelegt. Insgesamt erfolgten zwei Schlepps, wobei beim
zweiten noch immer nicht die Wirkung der
Wölbklappen er- probt wurde; aber das geht
irgendwan auch am Hang. Ich legte nicht darauf Wert lange "oben zu
bleiben" und landete rasch, damit das nächste Gespann
starten konnte. Insgesamt ein problemloser und
erfolgreicher Ein- satz des fast 40 Jahre alten Modells.
Alles verlief OK, sieht man vom
beherrschbaren aber zu beachtenden Problem der temperaturbezogenen
Längenänderung des
Ferranrumpfes ab, die durch die vom
Vorbesitzer weggelassenen
Längenausgleiche für Höhe und Seite natürlich schlagend wurde. Dennoch lag es auch an der
Grundeinstellung (bei Temp. 20 Grad) des Höhenruders, das
anfangs eine
zu geringe EWD vorlag. Der sehr flotte und
steile Steigflug machte dem Segler diesmal
nichts, das Höhenruder hielt und funktionierte gut.
Methode
zur Beherrschung temperaturabhängiger
Längenänderungen des Ferran-Rumpfes ohne
Carrera-Ausgleichsmechanik:
Das leidige und auch in den Internetforen
zerpflückte Problem der Nachtrimmung des
Modelles in Abhängig- keit von der U/mgebungs- =
Rumpftemperatur ist tatsächlich störend. Von Carrera wurde
daher zur Unterbin- dung des Problems eine Ausgleichsmechanik
vorgesehen und war in jedem Bausatz vorhanden! Bei der
vor Jahren erfolgten Erneuerung der Höhenruderanlenkung
an dem Modell, hat der Vorgänger
diese Mechanik mit ihren Balsastangen ausgebaut
und durch damals hochmoderne Kohlefaserrohre ersetzt.
Nun folgte danach der Bedarf an ständigem
Herumtrimmen, ohne dass dieses flugzustandsbezogen war.
Um drauf zu kommen
wie stark die Längenänderung ist und ob die
Längenänderung durch
das Verstellen dem Trimmweg ausgleichbar ist, begann ich mit
einfachen, groben Messungen der Sache auf den Grund zu gehen.
Wie
funktioniert die bestehende Kinematik im Rumpf bei
Wärmeeinwirkung = Rumpfverlängerung?:
Bedingt durch eine
unveränderliche Länge der Kohlerohr-Schubstange bleibt der
Abstand zwischen Servo und dem Anlenkpunkt des
Gabelkopfes am
Umlenkhebel zum Höhenruder, immer gleich lang. In der
Folge ergibt sich durch die Längenänderung/Ausdehnung
eine Verschiebung des Umlenkhebel-Drehpunktes. Das bewirkt eine Schrägerstellung des Umlenkhebels
in Richtung Rumpfspitze, wodurch die HLW-Wippe (auf der
das HLW sitzt) nach unten gezogen
wird (Tiefenruder). Wird der Rumpf länger, wird
die Wippenstellung (HLW-Anstellwinkel) flacher, also die EWD geringer!
Es gibt von mir hier keine wissenschaftliche Untersuchung,
aber die einfachen Messungen können mir einen groben Überblick verschaffen, wie stark ich bei
Bedarf in Abhängigkeit von
der Rumpftemperatur die Höhen- und Seitenrudertrimmung verändern muss.
Dazu habe ich auf der Wippe einen Messpunkt markiert,
an dem ich mit der Schiebelehre bei den
einzelnen Temperaturmessungen den Abstand zwischen der
Ruderflosse und der Wippe gemessen habe. Die
Temperaturwerte lagen zwischen ca.14 und 28 Grad C und
ergab sich daraus ein Verstellweg von (nur) ~
2,5mm. In einem Diagramm zeigt sich in diesem
Temperaturbereich, ungenaue Messergebnisse
eingerechnet, ein annähernd lineares Verhalten. Ich
nehme jedoch an, dass die Kurve bei höheren Temperaturen
abflacht. - In den Bildern unten ist die
Messmethode und deren Ergebnis bildlich zu sehen.
Hochgerechnet und nachgestellt bedeutet das,
dass bei einer sommerlichen Rumpftemperatur von 50 Grad
die Längenänderung keinesfalls mehr mit der
Sendertrimmung ausgeglichen werden kann! Bei meinen ein- fachen Messungen
zeigte sich, dass bei meinem Modell bei einer
Temperaturdifferenz von 8 -10 Grad, der mögliche
Verstellbereich der Sendertrimmung bereits überschritten wurde. - Diese Temperaturänderung kann ohne weiters an
einem Flugtag vorkommen, wenn zB. im Hersbst am Vormittag
noch eine niedrige Tempera- tur vorliegt und am Nachmittag
die Herbstsonne heriunterbrennt.
Die Lösung.....gibt
es eine?
Um das Problem
ohne Nachrüstung von Ausgleichsmechaniken oder einem in der
Seitenruderflosse eingebau- ten Höhenruderservo zu lösen, fiel
mir ein, die Sache derart zu lösen, das mit einem zusätzlichen Kanal, der
zum Höhenruder dazugemischt und mittels eines
Schiebereglers betätigt wird, die EWD-Korrektur möglich
wird.
Vor jedem
Flug muss zum Ausgleich allfälliger Längenänderungen des
Rumpfes die Höhenruderstellung mit dem
Schieberegler korrigiert werden. Das erfolgt
durch optische Kontrolle einer
Markierung am Rumpf und dem am Höhenruder befrestigten Zeiger. Entsprechend der aktuellen
Rumpftemperatur, wird der "Sollpunkt der EWD"
mit dem Zeiger in Deckung gebracht und somit
die richtige EWD für gute Flugleistung eingestellt. Auf
diese Weise bleibt die Sendertrimmung des Höhenruders
für das Fliegen in vollem Umfang benützbar.
Damit man die Justierung rasch und einfach überprüfen
kann, wurde auf der Höhenleitwerkswippe
ein Zeiger aus dünnem Alu-Blech montiert, der
gegenüber einem Messpunkt am Rumpf die
temperaturabhängige Abwei- chung anzeigt. Der
Messpunkt wurde bei einer Temperatur von
ca. 20 Grad und entsprechend der beim letzten Flug
verwendeten Höhenleitwerkseinstellung (EWD) auf der
Seitenruderflosse angebracht. Wie man auf den Bildern sieht, kann man die Veränderung bei niedrigerer
Temperatur gut erkennen. Die richtige
Stellung der HLW-Wippe wird mit dem Schieber am
Sender so lange verändert, bis der Zeiger den
Sollpunkt erreicht hat.
Die Praxis zeigte,
dass diese Methode grundsätzlich funktioniert, aber dennoch nicht
gänzlich befriedigend ist. Das Handling ist
eine zusätzliche Aufgabe, die man streng vor dem Flug
beachten muss, die den Flugspaß aber nicht
wirklich steigert. - Ich werde daher doch die zweite,
"moderne" Methode
aufgreifen und ein Servo in der Seitenruderflosse montieren,
da ich die Längenausgleichskinematik nicht wieder einbauen und
nicht alle Gestänge nochmal neu herstellen möchte.
Die
Endlösung der Längenänderungsproblematik
Nun, der alte Mistral
hat seit den späten Siebzigerjahren schon zumindest 3
Kapitalabstürze in Schleppflügen mit schweren Rumpfdeformierungen
hinter sich gebracht. Es grenzt an ein Wunder, dass die
Tragflächen jedesmal nach dem Rückentrudeln
nach HLW-Verlust im Flug, alles bruchfrei überstanden
haben. Die Kabi- nenhaube ist jedoch dementsprechend mit
einigen Sprüngen gezeichnet. Alles in Allem ist mein
Mistral leider keine Augenweide mehr. Daher mache ich
mir wegen dem Einbau eines Servos für das
Höhenruder im Sei- tenleiwerk keine großen Gedanken ob
der Modelleleganz. Das Servo ragt
unübersehbar aus der Flosse heraus. Das
eingebaute HS 81 MG
- Servo kann
3kg/cm Drehmoment erzeugen und ist damit gleichstark wie das seit
Anbeginn eingebaute Simprop Tiny Servo. Durch den
Anstrich mit weißer Farbe fällt es nicht so
stark auf und wegen der Aerodynamik mache ích mir auch
keine Sorgen. Wenn's ordentlich bläst oder eine
starke Thermik vorherrscht, dann "fliegen auch Klotüren", - sagt man. - Jedenfalls bin ich jetzt jegliche
Längenänderungs- probleme los und muss an einem
Flugtag mit sich ändernden Temperaturen nicht mehr
ständig ans Nachtrim- men denken. Beim
Seitenruder stellt sich die Sache für mich als nicht so heikel
dar und bleibt vorerst die Anlenkung ohne Ausgleichsmechanik.
Sollte ich in meinem Leben noch einmal oder sogar öfter mit dem
Mistral fliegen, dann baue ich vielleicht auch noch ein
Seitenruderservo ein.
Geänderte
Stromversorgung - 2018
Bisher versorgte ein NiMh 4000mAh und 4 Zellen
das Modell bei seinen zwei Schleppflügen. Da diese Akkus sehr
heikel sind und bei langer Lagerung und seltenem
Gebrauch rasch einen Großteil ihrer Kapazität verlie- ren,
wurde mir von einem Freund nahegelegt, auf eine
Stromversorgung mit Lipos umzusteigen. Dabei
musste ich mich anstrengen, dass ich mit den Lipoakkus das
gleiche Gewicht zusammenbekomme, wie es der Vierzeller
hatte. Das gelang nicht, aber die Paar Gramm Blei
brachte ich im Rumpfbug noch gut unter.
Es sind
zwei 2S 2200 Akkus die parallel geschaltet sind und über
ein BEC den
Empfänger versorgen. Der alte Schalter wurde
weiter verwendet und funktioniert gut. Das erspart das
ständige Öffenen der Kabinenhaube und das Ab- und
Anstecken der beiden Akkus. - Ich war auch vorher mit
der NiMh Stromversorgung zufrieden, denn als
wir 1979 mit dem Modell flogen, hatten wir nur
einen NiCd 1300 Vierzeller im Modell und das war schon
gut. Siehe da, der Flieger flog damit jedoch einwandfrei ......
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