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Nachdem ich bei den
Servicearbeiten an meinen alten Märklinloks, den diversen
Zukäufen von alten Märklin
Restaurationsloks und den bei mir vorhandenen großen Zweileiterloks
merken musste, sind die Zweileiter Gleichstromloks zB.
die Liliput BR 52 nicht optimal für kleine Normalkreise verwendbar. Märklinriesen wie die BR 44 und BR
01 gehen ohne große Schwierigkeiten auch durch den kleinsten
Märklinradius.
Da ich künftig die
Möglichkeit habe, bei einem Freund in der Nachbarschaft
meine Gleichstromloks auf Rocogleisen bewegen zu
können, möchte ich natürlich dort mit Loks
fahren, die nicht in jeder Kurve entgleisen oder bei
Bogenfahrten in der Leis- tung einbrechen.
Schon 2013 beschafte ich mir die modifizierte BR 44 1131, die
als erste Vesion nachfolgend beschrieben
wird. 2018 beschaffte ich neuerlich eine Hamo BR
44, bei der ein Kurzschluss an der Vorlaufachse
angegeben war. Die Lok sah gut aus und war
sehr kostengünstig, sodass ich sie kaufte, um sie mit
vorhersehbar geringem Aufwand wieder
flott zu machen.
Die einzige Möglichkeit,
quasi "geländegängige" Loks für den Einsatz auf der derzeit
gleismäßig nicht so optimalen Anlage meines Freundes zu haben, ist die
Verwendung von Märklin/HAMO Gleichstrom
Zweileiterloks. Um meinem Freund zu seinem
runden Geburtstag eine Freude zu bereiten, kaufte ich
eine BR 44 die teilzerlegt war und eine
Generalreparatur notwendig ist. Die Lok soll ja später
auf der schönen Anlage ihren fixen Platz
bekommen und da muss sie perfekt funktio- nieren
und gut aussehen. Was da zu tun war wir unten
beschrieben. |

BR 44
1131, HAMO,
Video
BR 44 690, HAMO,
Video
BR 44 690, HAMO,
Video |
Service
an der BR 44 1131 (8347)
Mit großer Freude erhielt ich
wenige Tage nach dem Kauf die Lok. Der Vorbesitzer
dürfte sich in der Materie und Technik ausgekannt
und
die Lok mit einer anderen Betriebsnummer versehen haben.
Darüber hinaus,derr Lok-Nummer entsprechend,
hat er den Tender mit Metallteilen (vermutlich ein
Bausatz) umgebaut. Meine Recherchen haben
ergeben, dass es von Roco die BR44 mit derselben
Betriebsnummer und dem zugehörigen "Öltender"
gibt. Offenbar wollte der Vorbesitzer die Hamo Lok auf
Roco trimmen. Egal, alles ist recht schön
gemacht und es scheint, dass die Lok nicht sehr viel
gelaufen sein dürfte. Dennoch musste ich feststellen,
dass bei einer schönen Lok zuviel
an Öl sogar so das Modell zum Stillstand bringen kann.
Nach
einer Teilwaschung der verölten Gebiete am Lokrahmen,
Motor und den Schleiferflächen am Tender mit Benzin,
wurden zwei Haftreifen erneuert, ebenso eine
Kupfergewebebürste und eine neues Lämpchen. Die nach
dem Zusammenbau erfolgten Testfahrten zeigten, dass die
Lok mit sehr niedriger Spannung bereits rucklos
fahren kann, aber bei den Rocoweichen fallweise stoppt.
Die vier Achsen am Tender bringen hier offen- bar
nicht immer ausreichend Kontakt. Also wurde die
Nachrüstung zumindest eines Schleifers an der Lok erwo- gen
und letztlich in Angriff genommen.
Da das
Fahrgestell der Gleichstromlok mit dem der Wechselstrom
BR 44 ident ist, kann an der Stelle an der dort
die Mittelschleifer montiert sind, ein auf einer
Schleiferplatte angelötetes Schleiferpaar seitlich Strom
von den beiden letzen Rädern des hinteren
Gelenksegmentes abnehmen. Die Verbindung der
Schleiferplatte zum Motorplus kann unter
Nutzung bereits vorhandener Bohrungen leicht hergestellt
werden. - Fertig! Jetzt läuft die Lok mit den
zwei zusätzlichen Abgriffen, meist nur einer mit echtem
Kontakt, da eines der
Räder einen Haftreifen hat, sehr
zufriedenstellend. - Bei der Erprobung der Lok auf Trix
Express Pappgleis Normal- radius (kleiner als
bei Roco) kommt es bei Bogenfahrt im Rechtsbogen zu
Mini-Kurzschlüssen mit dem Spur- kranz und
einem Zahnrad. Das Achsialspiel dieser haftreifenlosen
Achse war geringer als bei den anderen Achsen
und es wurde um ca. 0,5mm vergrößert. Nun ist die
Kurzschlussmöglichkeit behoben.
Bei den
Probefahrten am Trix Gleis, drei Jahre nach den letzten
Probefahrten fiel auf, dass die Lok bei Rück- wärtsfahrt
deutlich langsamer läuft. Nach neuerlicher Zerlegung des Motors und
Reinigung mit Spezialbenzin, lag der Fehler
immer noch vor. Bei anschließendem Test am
Rollenprüfstand war zu erkennen, dass die Bürstenfeder die Schleifkohle nicht in einer gleichbleibenden
Position bleibt und der Federdruck zu gering ist. Die Anpressfeder wurde derart nachgebogen, damit sie stärker anpresst und
wichtig, dass sich die Kohle sich nicht mehr verdrehen
kann. Bei dieser Reinigungsaktion wurde
festgestellt, dass der Vorbesitzer den Anker der Lok mit
Zusatzgewicht zwischen den drei Ankerhämmern
ausgefüllt und gewuchtet hat. Das führt dazu, dass die
Lok nach Abschaltung eine lange Auslauffahrt hat. - Interessant noch am Ende: Das Lokgewicht
beträgt 780 g.
Wegen der guten
Laufeigenschaften der Lok auf der Anlage meines
Freundes beschaffte ich 2017 eine bau- artgleiche
französische Hamo-Lok, die 150X29, die ich zu einer BR 52 der
ÖBB umgebaut habe:
BR 52 2656
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BR
44 1131 |
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Ansicht Fahrgestell BR 44 HAMO |
der ausgewählte Montageplatz |
Schleiferplatte miit Schleifer montiert |
Schleifer am tender |
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die Sicherungsscheiben an den Anlenkzapfen sind Zeichen
für HAMO |
geänderter Tender der 44 1131 |
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bei den Fenstern weicht die Hamo-Lok von der Nr 44 1131
ab, die hatte zwei |
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das Original: 44 1131 |
vielen Dank an Hr. Schuchardt für die Entleihung des
Fotos |
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Kurzschlussbehebung
an der BR 44 690 und nachfolgendem Gehäusetausch zu
Altversion 3027
Wegen der guten Verwendbarkeit der
schweren BR 44 Loks auf der Modellbahnanlage meines
Freundes entschloss ich mich nochmals zum Kauf
einer im Originalzustand
befindlichen Märklin/HAMO BR 44 690, um unsere Sammlung
damit zu ergänzen und sie beim Freund fahren zu lassen.
Allerdings wollte ich, wie bei unse- ren BR 44
Wechselstromloks, dass eine in den Altzustand mit dem
Gehäuse der 3027 umgerüstet wird. Das alte
Gehäuse hat je Seite ein zweites Fenster im Führerhaus,
andere Griffbügel an der Pufferbohle und eine erhabene
Beschriftung.
Kurzschlussbehebung
Nachdem
beim Ankauf bekannt war, dass die Lok am Vorläufer ein
Kurzschlussproblem hat wurde ein kurzer Fahrtest durchgeführt
bei dem sich der Fehler bestätigte. Durch eine
Durchgangsprüfung der Lokachsen war sofort die
Vorlaufachse als Ursache des Kurzschlusses aufgefallen.
Als Reparatur war im
ersten Gedankengang angedacht, ein Rad mit
einer Kunststoffbuchse zu versehen. Doch das ging nicht,
denn die Buchse hat 3,5mm Außendurchmesser, was
dem Durchmesser der Radnabe des kleinen
Vorlaufrades entspricht. Daher
wurde eine andere Lösung gesucht, bei der die Stahlachse
ausge- tauscht und die
Räder auf einer CFK-Achse (Kohlefaser) mit 2mm Durchmesser
aufgepresst werden. Ein Test ergab, dass die Kohlefaserachse
auch leitend ist! - Für einen Flugmodellbauer aber kein
Problem, denn der hat auch GFK-Stäbe
(Glasfaser) mit 2mm Durchmesser bei der Hand. Die Lösung funktioniert
nun perfekt. Zusätz- lich wurde pro Rad eine Kunststoffscheibe
montiert, die in der Bogenfahrt eine allfällige
Berührung der Radhinterseite mit dem Fahrgestell verhindert.
Die
nachfolgende Probefahrt in Vorwärtsrichtung verlief perfekt. Doch
nach rückwärts gab es nach 15cm Fahrt einen Stillstand durch
Kurzschluss, aber diesmal nicht an der Vorlaufachse. Als Fehler
zeigte sich nach einigen Tests, dass die Radschleifer
am Tendergestell bei Rückwärtsfahrt einen Kurzschluss
verursachen, weil sie ausweichen und dabei am Tenderfahrgestell
oder der Achse anliegen. Daraufhin wurden die Schleiffflächen mit
Benzin gereinigt und die Kontaktpaare nachgebogen,
solange bis es zu keinem Kurzschluss mehr gekommen ist.
Jetzt läuft die Lok wieder perfekt über die Kleinbahn-Gleise
und -Weichen. Das bedeutet, dass sie auch auf
Roco-Gleisen hervorragend laufen wird, so
wie es die Umbaulok BR 52 2656 - ex 150x29 tut.
Gehäusetausch
Zur Darstellung der Modellentwicklung, also
aus nostalgischen Gründen, sollte einer der beiden
identen BR 44 mit dem Gehäuse der
Märklin-Vorversion 3027 bestückt werden. Zwei gleiche
Loks sind ja nicht sinnvoll.
Bei ebay wurde
nach einem Gehäuse gesucht, welches nach Möglichkeit gut
aussieht und alle Anbauteile vor- handen sind,
wie: Windleitbleche, Lampenbügel und Lichtleitereinsatz,
sowie alle Griffstangen und Leitungen am
Kessel. Zuerst fand ich keinen "kompletten" und kaufte
einen "nackten" Kessel. Beim weiteren Nachsehen fand
sich jedoch ein kompletter Kessel, noch dazu zu sehr
günstigem Preis und schlug zu. Nach Erhalt der bei- den
Kessel stellte sich heraus, dass der eine von einer BR
01 ist und der zweite, komplette, nicht sehr gut aus- sieht.
Zwar sind beim infrage kommenden Kessel
alle Anbauteile vorhanden, doch müssen sie wieder
ansehlich ge- macht werden, denn Rost und
Schmutz sind unbedingt zu entfernen. Nachdem alles
abgebaut werden muss liegt nahe, denn Kessel
gleich neu zu lackieren. - Mit Nitroverdünnung und einem
harten Pinsel war der Lack rasch entfernt.
Einige Stellen des Materials wiesen Fehler auf die mit
feinstem Schleifpapier entferntz werden konnten.
Die Lackierung mit mattem Kunstharzlack verlief unproblematisch.
Nach dessen Trocknung wurde der Kessek mit
seidenmattem Klarlack gespritzt, damit er girfffester
wird.
Tags darauf konnten wieder alle
Leitungen und Griffstangen montiert werden. Eine heikle
Arbeit. Mit dem neuen Kesselgehäuse erfolgte
dann die erste Probefahrt, Sie verlief erfolgreich und
ich bin froh, dass ich mir diesen Umbau
vorgenommen habe.
Die Bilder unten zeigen
den Vergleich der Loks die normale Hamo-Lok und die
rückgebaute Hamo Lok 3027.
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. BR 44 960 Umbau
mit Kessel von 3027 |
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BR 44 960 (Originalversion) |
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die weiße Glasfaserachse als Isolation |
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Getriebeansicht |
Ansicht Tenderkontakte |
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Vergleich der Loks mit altem und originalem Kerssel |
vorn Origionalversion, hinten die 3027 |
links die 44 mit neuem Kessel der 3027, rechts die
normale 44 960 |
die drei Hamo 44iger: li die umgebaute 150 X 29 (52
2656), die 44 3027 und die normale 44 abert mit anderer
Loknummer |
Reparatur und
Zusammenbau einer in Teilen gekauften BR 44 690
Wegen der guten Verwendbarkeit der
schweren BR 44 Loks auf der Modellbahnanlage meines
Freundes entschloss ich mich nochmals zum Kauf
einer Märklin/HAMO BR 44 690, um sie nach
Aufbereitung dem Freund mit der Modellbahnanlage zum
großen runden Geburtstag zu schenken.
Die
gekaufte Lok bestand aus mehreren großen Baugruppen und
einigen Einzelteilen. Offenbar lag sie lange Zeit
irgendwo herum und verstaubte elendig. Es war zu
erkennen, dass der schweizer Vorbesitzer daran herumgeschraubt
hat und ihm die richtige Getriebestellung der
Antriebsachsen zum unlösbaren Problem ge- worden
sein dürfte. Weiters hatte er im Tender ein Rotlicht
eingebaut, welches man abschalten konnte, wenn man
den Stecker außen am Tender abzog. Von diesem Stecker
hat er vermutlich die Waggonbeleuchtung eines
Zuges versorgt.Das wird natürlich wieder abgebaut und
der Originalzustand wieder hergestellt.
Das
Lokfahrgestell musste weitgehend zerlegt und mit
Waschbenzin gut gereinigt werden. Also die zwei Fahrgestellhälften
wurden getrennt, damit die richtige Stellung der Achsen
und Räder wieder hergestellt werden
konnte. Die Radstellungen rechts und links waren
vielfach verstellt und wurden korrigiert. Die vorderen
Schubstangen waren deshalb demontiert worden,
damit die Lok überhaupt noch fahren konnte. Am
Motor war ein Bürstenhalter zu ersetzen, da keine
Andruckfeder mehr vorhanden war. Dazu wurde als Ersatz
bei einem alten Lagerschild die Bürstenhalterung aus und
im BR 44-Schild eingebaut werden. Nach
dem Zusammenbau des Fahrgestells wurde dezent geölt und
ein Probelauf des Motors durchgeführt. Wie
auch bei den meisten anderen BR 44 läuft er in eine
Richtung schneller als in die andere. Ist die Vor- wärtsfahrt
die schnellere, dann könnte man meinen, das wäre so
gewollt, denn auch die großen Loks fahren ja
zurück auch langsamer.
Die gründliche
Reinigung des sehr verstaubten Kessels ließ ihn am Ende
wieder in passablem Aussehen glänzen. Nun galt
es den Tender aufzumöbeln, denn der hatte auf einer
Seite offenbar kurz Kontakt mit Nitroverdünnung
und dsamit eine leicht veränderte Oberfläche. Somit
musste er dezent mit feinstem Schleif- papier
behandelt und danach mit seidenmattem schwarzen
Kunstharzlack gespritzt werden. Nach Trocknung zeigte
sich, dass das Seidenmatt etwas zu matt war und nicht
gut zur Kesselfarbe passte. Daher wurde mit seidenmattem
Klarlack ein Hauch drübergesprüht und eine nahezu gleich
aussehende Farbe erreicht.
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BR 44 960 Reparatur und Zusammenbau |
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alle Teile |
Fehlstellungen links |
Fehlstellungen rechts |
der Speziaslstecker kommt weg |
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schadhafter Bürstenhalter |
Schlusslicht, woird entfernt |
Schleifkontakte OK |
das schmutzige Fahrwerk |
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Motorteil |
Frontteil |
richtige Stellungen links |
richtige Stellungen rechts |
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der Motor wird zerlegt |
das neu zusammenb´gebaute Fahrgestell |
der Tender wird seidenmatt Lackiert |
und so sieht die Endlackierung des Tenders aus |
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fertige BR 44 690 |
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Video |
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