Mein Freund Franz
hat sich vorgenommen, alte Graupner Modelle und
solche bis in die späten Siebzigerjahre, in
betriebsbereitem Zustand zu sammeln. Er
beschafft sich gebrauchte Modelle auf Flohmärkten oder via Internet. Nachdem er mich kennt und weiß, dass
ich gernre bastle, wen- dete er sich an mich, für
ihn zumindest eines seiner mir übergebenen
Taxi Modellreste als Wasserflugversion
aufzubauen. Neben der
"Arbeitstherapie" für mich habe ich dabei den Vorteil, dass ich von ihm im Gegezug reparable Modelle bekomme, von
denen ich schon immer geträumt habe. So die
zB. die Graupner Tri Pacer, MS Helgoland, Theodor
Heuss 1, Robbe Wassertor, zwei Deans
Marine Zerstörer, div. Motore für meine
Sammlung, usw. Ich bin mit dieser Vereinbarung sehr zufrieden. Diesmal geht es darum, ein Taxi
mit Schwimmern aufzubauen. Es gibt zwei sehr
gebrauchte Modelle aus denen ein brauchbares und
ansehbares Taxi werden soll. Für das zu
restaurierende Modell suchte ich aus den Teilen einen Rumpf,
das Leitwerk, eine Tragfläche und einen begonnenen
Bausatz von Schwimmern aus, und versuchte das
Beste daraus zu machen. Da ich vom Wasserflug keine Ahnung
habe, konnte einen
Klubkollegen zur Tippgebung gewinnen. Er
kenn das Taxi und den Wasserflug. Seine Hilfe ist
mir sehr wertvoll und als kleines Dankeschön habe ich im
übrige Teile an- geboten. Er überlegt noch,
meint aber, dass ein Neubau nicht mehr Arbeit als die
renovierung wäre. - Wie auch immer, seine Tipps habe ich
angewendet.
Technische
Daten: Spw.: 1500mm, Länge: 1020mm,
Fluggewicht: 2270g, Motor: OS 25 FP, 4,08ccm,
Propeller: 9"x 6", Fernsteuerung:
Funktionen:
Seitenruder, Höhenruder, Motordrossel, Gewichtsaufteilung:
Rumpf mit kpl. Empfangsanlage ohne Fläche: 1820g, Tragfläche:
450g, Gesamt flugbereit. 2270g, Schwerpunkt:
90mm, EWD: +2°, Flächengummiringe:
Tragfläche 120x10x1mm, Leitwerk 80x5x1mm, Treibstoff:
5% Nitro, 18% Synthetiköl (zB. Coolpower 5%) |

Taxi 1 in Wasserflugversion


Vorbildmodell:
Taxi von Hr. Schaberger

Taxi in Standardausführung |
|
Die Arbeit beginnt
Vorweg einige
grundlegrende Überlegungen
Nachdem ich von den Anforderungen beim Wasserflug
keine Ahnung habe, half mir mein Klubkol- lege Richard
Salecz aus und wies vor allem darauf hin, dass Wasserflug
mit Verbrennern verpönt ist. Vor dem Beginn der
Arbeiten war zu entscheiden, was der Besitzer, Freund Franz,
eigentlich ha- ben möchte. Nach einem
Gespräch wurde klar, dass er
am Ende ein Modell haben möchte, das dem Katalogbild und
dem Plan des Modells weitestgehend
entsprechen soll. Dass das Modell zum allfälligen Fliegen verwendbar sein soll, ist nicht sein
letzer Wunsch, aber meine Vorstellung von dem fertigen Modell. Dass ER mit dem Taxi künftig nicht fliegen
gehen möchte und es nur für seine Graupner-Modellsammlung
haben möchte, wurde von ihm auch klar gesagt. Ungeachtet
dessen wird das Modell voll flugtauglich repariert bzw. renoviert.
Nun gibt es vom Freund zwei gebrauchte Taxi-Modelle,
aus denen ein, dem
Katalogbild entspre- chendes Wasserflugmodell
werden soll.
Der aus meiner Sicht für den
Wasserflug bestgeeignete, gelblich mit Lack versiegelte Rumpf, ist massiv und schwer
gebaut, ebenso eine beplankte
Tragfläche, die scheinbar nicht zum Rumpf dazugehört
hat. Im originalen Zustand ist die Tragfläche nur
teilbeplankt und bespannt. Allerdings las ich
in einem Forum,
dass beim Wasserflug eine beplankte Fläche vorteilhaft
ist. Das kommt meinen Überlegungen
zugute und ich werde diesen Weg gehen und die beplankte
Fläche nutzen. Beim
Taxi spielt auch die Motorisierung eine Rolle, denn die
Wasserflugversion benötigt anstelle eines 2,5 ccm
Motors einen mit 4 ccm. So ein Motor ist vorhanden und
passt problemlos in den Motorraum. Arbeiten am Rumpf
Der mit
transparentem Lack dick überzogene Rumpf würde sich für eine spätere
Lackierung bes- tens eignen. Der bisherige Motor, ein OS
MAX 19 Oldie, hat ~3,2ccm Hubraum und hat, gemes- sen an
seiner Verschmutzung, das Modell sehr oft in die
Luft gebracht. Der Motor ist aus der An- fangsfase der Glühzündermotore und er hat einen Nasenkolben, der
das verdichtete Gemisch aus dem Kurbelgehäuse in den Zylinder lenkt. Spätere,
heutige Motorversionen hatten
bereits meist drei Spülkanäle und haben daher
auch deutlich mehr Leistung. Nach Angaben von Graupner
wird für die Wasserflugversion ein stärkerer OS
25 mit 4,1ccm Hubraum empfohlen. So ein Motor ist
vorhanden und er passt gut in den Rumpf
hinein.
Zu den weiteren
Arbeiten
Vom inzwischen ausgewählten Rumpf wurde die Leitwerksauflage auf richtigen Sitz
des Leitwerks überprüft. Ich gehe davon aus,
dass die EWD passt, da das Modell den Ölspuren nach ehelmals
odt geflogen sein muss, aber am Rumpf keine
Reparaturen zu erkennen sind. - Die Anlenkungen der Ruder
sind vorhanden und
werden weiterhin verwendet.
Als erste Arbeit am
Rumpf wurde der früher eingebaute 3,2 cm Motor
ausgebaut. Anschließend wurde das Räderfahrwerk
entfernt, da später an dessen Stelle die Schwimmer
montiert werden. Danach konnte der neue stärkere
4ccm
Motor im Rumpf eingepasst werden. Die Befestigungs- bohrungen passen und können wieder verwendet werden. Ein
passender Tank mit 150ccm Volumen wird
verwendet. Er passt gut in den Tankraum und ermöglicht
zumimdest 10 Minuten Flugdauer.
Um voranzukommen wurde von der Tragfläche die
Bügelfolie entfernt. Nun konnte die Eindellung am Flügel
beurteilt werden: es ist keine Bruchstelle. Damit
die Delle entfernt werden kann, wurde der eingedrückte
Bereich angefeuchtet. Mit dem voll aufgedrehten
Folienbügeleisen wurde über die eingefallene
Stelle gebügelt, wonach sich das Balsaholz wieder
spannte und sich weitgehend ebnete. Damit die Oberfläche
wieder ganz eben wird, muss jedoch mit Balsarite
Leichtkitt nachge- bessert werden.
Bau der
Schwimmer
Der nächste große Arbeitsschritt bestand aus dem Bau der Schwimmer.
Zum Glück weiß mein Klubkollege darüber
Bescheid und er hat auch einen Bauplan auf dem
ersichtlich ist, wie alle Teile zusammengefügt werden müssen und wie die Einbaulage sein muss.
- Ein Schwimmer ist bereits an der Oberseite
fertig beplankt. Er muss noch auf der Unterseite
beplankt werden. Der zweite Schwimmer muss
gebaut werden, wobei zuerst der gebochene Kiel auf die richtige
Länge verlängert werden musste, da ein Stück
fehlte. Nach der Klebung der Verlängerung konnten die
Spanten angegeklebt.werden. Anschließend
wurden die Bretter für die obere Beplankung
zu- sammengeklebt und danach auf den Spanten
aufgeklebt. Dazu wurde PVH-Leim verwendet und viele Nadeln. An einzelnen Stellen musste mit
Superkleber unterstützt werden. Die Bughölzer
des zuletzt gebauten Schwimmers wurden an den Kielteil
angepasst und mit PVH Leim angeleimt und
nachfolgend formgerecht abgeschliffen und dem
Konturenverlauf des Schwim- mers angeglichen.
Der neue halbfertige Bugteil wurde in der Form optisch
an den schon fertigen Bugteil angepasst. Damit die
vorgesehenen Stahlbügel für die Fahrwerksbefestigung in
den Schwimmern eingeklebt werden können, war
es notwendig, die dafür erorderlichen Bohrungen in den
Schwimmern zu finden und passend zu machen.
Da die
Oberseitenbeplankung aus weichem Balsaholz besteht, ist
sie sehr bruchempfindlich.und wurde daher an
einigen Stellen beim Bau leicht beschädigt. Um die
Festigkeit der bisher innen nur mit
Sekundenkleber dünn geklebten Bruchstellen zu
verbessern, wurde die Innenseite mit Be- plankungsresten
verstärkt. Am Folgetag konnte mit dem Aufleimen
der Unterseitenbeplankung der Schwimmer begonnen werden.
Die im Bausatz vorhandenen Balsabretter wurden mit PVH
Leim angeklebt. Der Leim ermöglicht ein
Zurechtrücken der Bretter. Danach wurden sie mit
zahlreichen Stecknadeln befes- tigt. Am Folgetag konnten
die Nadeln gezogen werden und der Balsa-Überstand
abgeschnitten werden. Danach konnten die
Schwimmer angeschliffen und für das Bespannen
vorbereitet werden.
Zwei Anstriche mit Porenfüller mit anschließendem
Beschleifen, ermöglichten die baldige Bespan- nung mit
Papier. Es kam der Tag, an dem ich die Reste meines
Bespannpapiers hervorholte und in Abschnitte
für den Bespannvorgang zuschnitt. Am Balsaholz wurden
die Randbereiche der Pa- pierstücke mit Spannlack
bestrichen und danach die Zuschnitte aufgelegt und mit
Spannlack an den Rändern festgeklebt. Dazu
waren z.T. Einschnitte im Papier notwendig, um weniger Falten
zu hinterlassen. Nach derTrocknung wurde
das Papier mit Wasser besprüht und der Spannvor- gang
abgewartet. Die an einigen Stellen entstandenen
kleinen Papierüberlappungen wurden be- schliffen und die bespannten
Bereiche zweimal mit Spannlack nachgestrichen.
Am nächsten Tag konnten die Oberseiten der
Schwimmer bespannt werden. Um Überlappingen zu minimiere,
wurde die Bespannung in zwei Hälften aufgetragen. Die
weitere Bearbeitung erfolgte wie zuvor
beschrieben. Jetzt konnten die Schwimmer leicht
überschliffen werden, um später Sprühkitt aufbringen zu
können.
Bespannung
der Tragfläche
Während der Wartezeit auf die bestellten Sprühlacke
Reinweiß RAL 9010, Lichtblau RAL 5012 und Grundlack
weiß, wurde die Tragfläche genau am Rumpf angepasst, um
den Übergang Rumpf- Fläche möglichst schön aussehen zu
lassen. Anschließend mussten von der Tragfläche die
Kleb- stoffreste der abgezogenen Bügelfolie
abgeschliffen werden, damit mit danach die Schleífarbeit und
die Bestreichung mit Porenfüller erfolgen konnte. Schließlich wurde der Flügel mehrfach mit
Spannlack
gestrichen.
In Ermangelung von ausreichend
Bespannpapier, konnte mir Freund Berti mit seinen
Restbestän- den an Bespannvlies aushelfen. Für
mich ist das ein neues Material, dessen Verarbeitung ich
nicht kannte. Glücklicherweise gibt es eine
Verarbeitungsanleitung von Fa. Kirchert, die speziell auf die
Faserrichtung bei der Bespannung usw. hinweist.
Da man kleine Falten aus dem aufgebrachten Vlies
ausbügeln kann, konnte die Tragfläche nach dem leichten
Beschleifen mit Filler-Spray gespritzt werden.
Nachschleifen war angesagt und die Fläche
danach bereit
für die Lackierung.
Das Schwimmerfahrgestell
entsteht
Während der Pausen bei den Lackíervorbereitungen wurde
das Fahrgestell in Angriff genommen. Doch rasch
folgte die Ernüchterung, denn es fehlten
wesentliche Fahrwerksteile. Nun, Stahldraht 3mm ist
vorhanden, doch muss man wissen wie hoch sich der Rumpf
über den Schwimmern befin- den muss und wie weit
die Schwimmer auseinander sein sollen. Diese Angaben
stehen in der Bau- anletung, die aber nicht
aufzutreiben war. Daher wandte ich mich an einen Graupner- und
Taxi-Wasserflug Piloten, der seit Jahren mit sei- nem Taxi erfolgreich
am Wasser fliegt. Herr Schaberger konnte mir von seinem
Modell die erfor- derlichen Maße abmessen und
übermitteln:
Abstand zwischenden
Schwimmermitten: ~350mm, Abstand hinterer
Schwimmer Oberkante zu Rumpf Unterseite: ~130mm. Abstand
vorderer Schwimmer Oberkante zu Rumpf Unterseite: ~120mm.
Damit konnte ich
die bauliche Situation Rumpf zu Schwimmern aufzeichen und
die Fahrwerksteile der Zeichnung nach
herstellen.
Um das Fahrwerk an das Modell anzupassen, musste
zuerst mit der Verlötung der Schwimmer- Querstreben
mit den Fahrwerksbeinen des hinteren Fahrwerks begonnen
werden. Nun sah man, dass die Längsachse noch
nicht im rechten Winkel zur Querstrebe verläuft und das
Fahrwerk außerhalb des Rumpfes nachgebogen werden
musste. Weiters war zu prüfen, ob die Flügelauflage zum Rumpf 90° beträgt und ob die
Flügelaufnahme parallel zur Aufstandsfläche des
Fahrwerks liegt.
Anschließend musste der seitliche Abstand
zwischen der hinteren und der vorderen Schwimmer- Querverstrebung
durch Zurechtbiegen der Bugfahrwerksbeine angeglichen
werden. Um den Ab- stand genau justieren zu
können, musste das Bugfahrwerk mit den vorhandenen
Klemmschrauben im Motorraum festgehalten werden. Dazu
mussten aus dem zweiten Taxi Rumopf zwei Klemm- schrauben
ausgebaut werden. Die nachfolgende Lötung der
eintelnen Fahrwerksteile
festigte das gesamte Fahrwerk.- Graupner legt
dem Bausatz Eisendraht bei, der bei jeder
Lötstelle um die gelöteten Stellen oftmals herumgewickelt
und verlötet werden muss. Keine erquickende Arbeit, aber
es geht / muss geht.
Zum Schutz der
Schwimmer bei der künftigen Abstellung des Modells und
jetzt bei den Arbeiten am Fahrwerk, wurde aus
Hartschaum eine Modellaufnahme angefertigt. Danach
konnte zum ersten Mal der Rumpf mit dem
halbfertigen Fahrwerk auf den Schwimmern aufgestellt
werden.- Zur ersten Überprüfung der Abstände
Fahrwerk-Schwimmer, wurde der Rumpf provisorisch auf den
Schwim- mern platziert. Es passte alles schon
sehr gut.
Die Frage, wie die Querstreben genau passend
mit den Schwimmerhaltebügeln verlötet
werden können, bereitete vorerst Kopfzerbrechen.
In einer längeren Wartezeit bei einer ärztlichen Be- handlung meiner lieben Frau, entschloss ich mich zu folgender
Vorgangsweise:
Um die Schwimmer beim Löten vor
Hitze zu schützen, wurde an deren Stelle ein
Holzbrett verwen- det, wo im genau gleichen
Abstand wie bei dern Schwimmern die Aufnahmebohrungen einge- bracht wurden. Zu beachten war danach,
dass das Fahrwerk so positioniert werden musste, dass
die Abtrisskante des Schwimmers ca.15mm hinter
dem Modellschwerpunkt liegt. Dieser Punkt wurde vom Rumpf auf das Holzbrett übertragen, markiert
und die Haltebügel an den dann eruierten Lötstellen geschliffen. Die Haltebügel können im Holzbrett
eingeschoben, das Modell mit dem pro- visorischen Fahrwerlk draufgestellt und genau eingerichtet
werden, sodass das hintere Fahrwerk zuerst angelötet werden konnte. Die
Löthitze stellt für das Holz kein Problem dar
und der Lötvor- gang gelang. Nach einer
neuerlichen Vermessung konnten die vorderen
Fahrwerksdrähte des Bugfahrwerks in der richtigen
Stellung angelötet werden. Schwierig war die
Ausrichtung der Rumpfachse parallel zu den
Schwimmerachsen. Es musste einseitig die Lötung
geöffnet werden, damit der Rumpf geringfügig in die
richtige Lage geschoben werden konnte. Erst
danach war die neuerliche Lötung möglich
Mit
Spanung wurde die erstmalige Montage der Schwimmer am
Fahrwerk erprobt und die Schwim- merhalter passten
genau in die Aufnahmebohrungen der Schwimmer. Es
wurde wieder alles zerlegt und der Rumpf mit dem
Fahrwerk wieder am Montagebrett befestigt. Jetzt konnten die letzten zwei
diagonalen Fahrwerksstreben angepasst werden. Das obere
Ende jeder Strebe wurde mit einer Klammer
befestigt, damit die Strebe beim Löten an der unteren
Stelle nicht verrutscht. Nach Beschleifen der
Löltbereiche und Auftrag von Lötöl konnte gemäß Planskizze der
Lötvorgang am unteren Bugfahrwerk erfolgen. Nach der unteren Lötung wurde die obere Abstüt- zung angerlötet.
Zuletzt wurden alle Lötstellen mit Bindedraht
umwickelt und Lötzinn aufgetragen bis es möglichst gut verlaufen ist. Danach wurde das Fahrwerk mit
Grundlack gespritzt.
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Die
Lackierung kann beginnen
Endlich ist die Hitzewelle
vorbei und ich kann mich der Lackierung der Teile des
Taxi widmen. Bei zu großer Hitze trocknet das
Lackspray zu schnell und die Oberflächen werden weniger schön. Immerhin konnten mit Hilfe von Kollegen
Richard viele Dinge und auch die Farbwahl geklärt
werden: Weiß ist Reinweiß RAL 9010, und Blau sollte
Lichtblau RAL 5012 sein oder dünkler wie RAL
5005 Signalbau. Die bilder von Hr Schabergers Taxi
zeigen einen hellern Farbton, der Lichtblau
sein könnte. Die mit
Papier bespannten Schwimmer wurden mit Filler-Spray
mehrfach besprüht. Nach dem
ersten Besprühen bildeten sich
einige Falten und Blasen. Mit Wärmebehandlung wurde ver- sucht, Unebenheiten zu glätten. Die
mehrfachen Besprühungen und Beschleifungen ergaben eine
gute Oberfläche für den Grund- und Endlack.
Nachdem das
zusammengelötete Fahrwerk vom Rumpf abmontiert
worden war, konnte mit der Oberflächenbearbeitung des Rumpfes
begonnen werden.
Weitere Kitt- und Schleifarbeiten fielen an. Schließlich war der Rumpf bereit für die Grundierung
mit Filler-Spray.
Während einer Trockenphase wurden
drei niedrig bauende Servos, die den ehemals Vario- prop Servos von der Größer her entsprechen, aus Altbestand eingebaut und erprobt. Sie funkti- onieren gut. Die Rudermaschinen wurden auf im Rumpf angeklebten
Balsaklötzen befesttigt. Am mit
mit weißen Gummiringen (75x5x1mm) befestigten Höhenleitwerk konnten nun
die Ge- stänge längenmäßig angepasst werden.
Beidseits mussten die Heckenden verlängert werden. Danach
konnte der Motor vorübergehend eingebaut werden und weiters das
Gas-Servo. Mit einer Anlenkung aus Eisendraht
erfolgt die Bewegung des Vergaserkückens. - Mit
der provi- sorisch verwendeten Flysky Steuerung
wurden alle Ruderfunktionen justiert.
Schließlich
wurde mit der ersten Lackierung aller Teile mit weißer
Farbe begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass
die verwendete Farbe Belton Spectral 9010 kein
gutes
Ergebnis brach- te. Die Lackoberflächen bekamen
nach dem Lackiervorgang matte Bereiche. Das wird den nur
12 Grad Lufttemperatur im Freien geschuldet
sein; - oder der Lackqualität? - Daher wurden alle bereits
weiß lackierten Flächen mit einer
Schicht Belton Glanzlackspray RAL 9010 nochmals übersprüht. Jetzt gänzt alles schön.
Die mit dem Spectral Lack bereits blau lackierten
Stücke sahen anfangs ebenfalls matt aus und
so, als würden Mattstellen
zurückbleiben. Doch am nächsten Tag waren die Oberflächen
weitestgehend glänzend und damit konnte eine Überlackierung
entfallen.
Während der Wartezeit konnten die Fenster
hergestellt werden. Mit Schablonen aus Druckerpa- pier wurde die Form festgelegt.
Danach konnte die Form auf die Klebefolie übertragen
werden. Bedauerlichere Weise habe ich keine
graue Klebefolie und musste silberne für die Fenster
ver- wendet werden. Ebenso wurde eine Kartonschablone für
die Verzierungen auf den Schwimmern angefertigt und für die Herstellung schwarze Klebefolie
verwendet. Für die Aufbringung der Klebefolien
wird die zu beklebende Fläche und das Klebefolienstück
mit Seifenwasser benetzt,
wonach die aufgelegte Klebefolie in die
richtige Position geschoben und dann
angepresst werden kann. Nach dem Ausstreifen der
Wassertropfen wurde mit lauwar- mem Folienbügeleisen die Klebekraft erhöht.
Schließlich konnte das Fahrgestell im Rumpf
eingebaut werden. Zuerst wurden vorne die Stahl- drähte in
die
Halterungsösen eingefädelt und die
Befestigungsschrauben angezogen. Für allfäl- lige
Änderung der Anstellung des Rumpfes, kann nach Lösen der
vier Halteschrauben, um 5mm verstellt werden.
Am eingeschobenen
hinteren Fahrwerk wurde das notwendige Füllstück für den
Rumpf angefertigt, eingeschoben und von innen
im Rumpf mit einer Schraube gesichert, damit das Fahrwerk
in der Einbaulage fixiert ist.
Danach erfolgte der Einbau von Motor
und Tank im Modell. Das Tankpendel wurde mit dem Ver- gaser
verbunden, der Überlauf unter dem Tank zu einem
Bodenauslass geführt und der Druck- schlauch wurde
am Auspuff beferstigt. Theoretisch wäre ein Probelauf
möglich, doch im Hinblick auf die geplante
künftige
lange Abstellung des Modells, wird auf einen
Probelauf verzichtet. Damit wird Rostbildung im Motor
und die Verschmutzung des Modells unterbunden.
Vor dem letzten Akt im Taxi-Theater, dem Lackieren des
blauen Nasenbereichs, wurde die Verzie- rung
der äußeren Motorträger und an den Rumpfseiten, ein
schwarzer Zierstreifen aufgekleb. Am Leitwerk
wurden die Randbögen
schwarz gestrichen, so wie sie auf den Katalogbildern zu
sehen sind. Die bereits weiß lackierte
Tragfläche sollte nun schließlich mit Signalblau
MASTONE RAL 5005 glänzend lackiert werden, doch war
die Farbe zu dunkel. Erst nach dem Erhalt der nachbestellten
Belton RAL5005 Dose
bemerkte ich, dass ich zuvor alle blauen
lackierten Flächen mit RAL 5012, Lichtblau, lackiert
hatte. Die Beschaffung von Belton RAL 5012 Lack
hochglänzend gelang rasch und
ich wollte gleich lackieren. - Doch leider
passt der Farbton nicht ganz mit dem
vorigen von Belton 5012 zusammen, denn er
ist um ein
Deutchen dünkler. Doch jetzt ist lackiert und man kann das nichtmehr
ändern. Der Unterschied ist zum Glück nicht sehr
auffällig.
Die Buchstaben TAXI wurden aus
schwarzer Klebefolie ausgeschnitten und an dem
vorgesehenen Platz aufgeklebt. Anschließend
waren noch die Randbögen der Tragfläche schwarz zu
streichen. Achtung: Die
Markierungen der Blechfalze auf den Rudern wurden mit
einem speziellen Filzstift aufgezeich- net. Sie
vertragen leichte Reinigungen mit Wasser unter allfällig
leichtem Druck, keinesfalls Lösungs- mittel wie
Nitroverdünnung, Aceton etc. verwenden! (Der Versuch der
Einzeichnung mit Tusche war nicht wischfest.)
Zuletzt wurde das Modell
mit der Schwerpunktwaage ausgewogen. Der laut Plan bei 90mm
liegende Schwerpunkt wird mit einem
5zelligen Eneloop 2000mAh Akku im Rumpf hinter der
Tankrückwand und einem anschließend liegenden
Empfänger erreicht.
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