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   KLEINBAHN-Lokomotiven instandsetzen - 1044, BR 93, BR 156, 4020  (1146 und 1063)
 
 
 Mein Interesse gilt kniffligen Defekten, deren Behebung eine gewisse Fähigkeit
 dazu erfordert, wieder alles in Ordnung und brauchbar zu machen. Diesmal hatte
 ich Glück und musste mir die "Arbeit" nicht kaufen, sondern ein Modellbahn-
 freund fand mich und ersuchte mich, einige Lokomotiven die Fehler hatten, wie-
 der in Schuss zu bringen. Da es nahezu neue Modelle waren, tat er mir leid, da
 er verzweifelt war, weil er auch beim Hersteller kein offenes Ohr für die Instand-
 setzung seiner Loks zu finden.

 Die Instandsetzung macht mir Spaß und die Wetter- und Coronasituation lässt
 ohnedies nur wenig Freude zum Modellfliegen aufkommen. Daher mache ich
 das gerne für den Kleinbahnfreund, noch dazu, wenn für mich eine zu reparie-
 rende Lok BR 1063 abfällt.
 Der Freund habe keine Möglichkeiten die Loks wieder fahrbar zu machen, daher
 fragte er bei mir an und es kam dazu, dass er mir seine Lokomotiven übergab.

 Folgende KLEINBAHN- Loks wurden mir zur Reparatur übergeben: 
 1044, 1146, Dampflok 93 und eine 1063, deren Teile ich mir behalten kann.
 
 Bei der 1044 ist "nur" ein Motor schadhaft, da ein Kabel am Anker wegsteht und
 sich der Motor daher nicht mehr dreht.

 Die Dampflok BR 93 hat gröbere Probleme, denn es dreht sich kein Motor und
 auch die Räder lassen sich nicht drehen, auch wenn der Motor nicht mehr kraft-
 schlüssig ist. Es eckt irgendwo im Fahrwerk.

 Mit einem Rahmenbruch kann die BR 1146 aufwarten. Typisch ist der Bruch des
 Lokomotiovrahmens und die Motore haben nirgends mehr Halt. Auf den ersten
 Blick wird hier ein neuer Rahmen notwendig, damit die Lok wieder verwendet
 werden kann. Durch die vorangegangene Dehnung des Rahmens bekam auch
 das Gehäuse eine kleine Bruchstelle.

 Die 1063 hat das übliche Problem mit dem sich verformenden Lokrahmen. Auch
 hier wird es sinnvoll sein, eionen neuen Rahmen zu kaufen und die Lok wieder zu-
 sammen zu bauen. Allfällige weitere Arbeiten könnten am Gehäuse noch anfallen,
 doch sollten es keine großen Sachen sein.

 Mein Kleinbahn-Freund brachte die 1146 und die 1063 mit, die ich zur Teilever-
 wertung für meine Projekte für mich behalten konnte. Da man die 1146 und die
 1063 vielleicht wieder in Ordnung bringen kann, bat ich, sie behalten zu dürfen
 und eine Reparatur versuchen zu können. Ich durfte die Teile behalten und freute
 mich darüber, denn falls die Reparaturen halbwegs gelingen, habe ich zwei mo-
 derne ÖBB-Loks für die Sammlung.

 Im Zuge der Intensivierung der Kontakte zu meinem neuen Freund ergab sich,
 dass er mit einer Dampflok BR 156 kam, die nicht mehr gut läuft, ruckelt und
 kraftlos wirkt. Er hat auch schon versucht, die Lok zu aktivieren, doch blieb der
 Erfolg aus.

 Ein zweites Modell brachte er mit, einen Triebkopf 4020, der ebenfalls ruckelt,
 langsamer wird und gelegentlich nicht anfährt. Scheinbar hat es mit der Erwär-
 mung des Antriebes zu tun, da der Zug nach einigen Minuten Fahrzeit stehen
 bleibt. Er hat den ganzen Zug schon abgeschrieben und meinte, der reiche nur
 als Ersatzteilspender. - Nein, dazu ist er viel zu schade und in allgemein sehr
 gutem Zustand. und wäre es schade, ihn zu "entsorgen".
 Interessant ist, dass dieser Zug nur einen Motor hat, meine 4020-Garnitur dieser
 Firma wird mit zwei Motoren angetrieben. Mein Freund erzählte mir dazu, dass
 er den Zug sehr kurz nach dem Verkaufsbeginn gekauft habe, sozusagen einen
 Zug aus der ersten Serie erstanden zu haben. Vielleicht hat man später die Züge
 mit zwei Motoren ausgestattet, damit sie eine höhere Zugkraft haben.

1044
Testfahrt

BR 93
Testfahrt

1146 001-1, vorläufiiger Bauzustabnd
Fahrvideo

1063.03
Testfahrt

156
Testfahrt

4020
Testfahrt
 

 Die Reparaturen beginnen....

 Die allgemeine Vorgangsweise bei der Instandsetzung war so, dass hintereinander jede Lok einer genauen
 Fehlerüberprüfung unterzogen wurde. Danach wurden systematisch die einzelnen Fehler durch diverse Repa-
 raturen behoben. Nachfolgend wird die Fehlerbehebung beschrieben und mit Bildern illustriert.
 
 
 E-Lok 1044

 Bei dieser Lok lag ein harmloser Fehler vor. Bei einem Motor war der Anschluss draht von der Ankerwicklung
 zum Kollektor abgerissen. Mit einer kurzen Verlängerung konnte die Ankerwicklung wieder am Kollektor an-
 gelötet werden. Nach der ersten Testfahrt wurde noch eine kleine Reinigung der Motore vorgenommen und
 jetzt ist die schöne Lok wieder fit für viele Jahre
.

       
944 fährt wieder Anker-Kollektor-Kabel abgerissen Ankeranschluss wieder angelötet Fahrvideo 
 
 Dampflok  Reihe 93


 Bei dieser Lokomotive ist die Pest ausgebrochen. Leider hat Kleinbahn ein schlechtes Material für die Guss-
 stücke wie Fahrgestelle und Lokrahmen gewählt, was dazu führte, dass diese Dinge nach mehreren Jahren
 rissig und brüchig wurden. Schlimm ist dabei, dass die Fahrgestelle wachsen wodurch es zu Betiebsstörun-
 gen kommt. Das kann dazu führen,dass sich die Achsen in den Lagern im Fahrgestell nicht mehr dre-
 hen können und klemmen, dass der genau ins Gehäuse passende Lokrahmen das Gehäuse sprengt oder
 wie hier, dass der Achsabstand der Lagerbohrungen der Kuppelstangen nicht mehr genau passen. Auch die
 Einbaulage des Motors zum Getriebe hatte sich bei der Lok verändert, sodass die Motorwelle fest auf das
 Zahnrad drückte, sodass der Motor keine Kraft mehr hatte, sich zu drehen. Durch die Verlängerung der
 Achsabstände kann man die Räder nicht mehr über den Totpunkt drehen, weil die Kuppelstange "zu kurz"
 geworden ist.

 Nach Abbau der Loksteuerung und der Kuppelstangen zeigte sich erst Fehler, nämlich dass sich die Abstän-
 de zwischen den Achsen durch das Materialwachstum verlängert haben. Nun passen die Bohrungen in den
 Kuppelstangen nicht mehr genau, sodass keine Drehung mehr über den Totpunkt möglich ist.
  Nachdem die Stangen demontiert waren liefen alle Achsen frei und ohne Anstand. Erst die Montage der
 Kuppelstangen an der ersten und letzten Achse einer Seite wurde klar, dass die Länge des Radstandes
 größer geworden ist. Durch längere "Löcher" in den Stangenlöchern konnte dieses Problem vorerst gelöst
 werden.

 Danach folgte der Einbau des Zahnrades und wurde ein Fahrversuch unternommen, der jedoch vorerst erfolg-
 los blieb, denn der Motor drehte sich nicht, obwohl er ohne den Getrieberädern getetstet, wunderbar gelaufen
 ist. Rasch war der Fehler gefunden, denn es bestand zwischen der Motorwelle und dem Zahngrund des Zahn-
 rades kein Luftspalt. Die Motorwelle drückte kraftvoll auf das Zahnrad, was den Motor blocklierte. Durch Unter-
 legen eines kräftigen Papierstückes konnte der Fehler behoben werden und die Lok fuhr erstmals wieder.
 
 Bei der Testfahrt zeigte sich, dass es offenbar nicht ausreicht, an den Enden die Löcher länglich zu feilen,
 sondern es muss auch die Bohrung beim Rad neben dem Antriebsrad aufgebohrt werden. Die Lok fährt
 jetz in Vorwärtsrichtung normal, bei Rückwärtsfahrt entsteht ein Klappergeräusch und der Motor muss sich
 deutlich mehr anstrengen. Dabei würde die Lok auf der geraden Strecke auch "normal" fahren, doch in den
 Gleisbögen klapperte es.

 Die Kontrolle ergab, dass die Radstellung an der ersten Achse  nicht genau stimmte, was bei der "kurzen"
 Kuppelstange ein Problem wurde. Die Radstellung monnte verbessert werden. Der Fahrversuch ergab, dass
 der Motor locker geworden ist. Nach dem Nachziehen der Schraube war es klar, genau bei der Bohrung
 brach das Fahrgestell ab. Hmmm, was tun?
 Als Modellbauer kenne ich einen tollen Kleber, nämlich UHU PLUS. Der ist für solche Bruchstellen geeignet
 und daher wurde das Hinterteil der Lok mit dem Kleber angeklebt. Nach 24 Stunden ist alles fest. Der Motor
 konnte montiert werden, wobei ein kleines Kunststoffplättchen untergelegt werden musst, damit das Zahnspiel
 am Zahnrad passt. Das Fahrgestell hat sich nicht nur verlängert sonder hat sich auch aufgebogen, was zu dem
 Motorproblem geführt hat.
 Die nachfolgenden Testfahrten waren für mich unbefriedigend, denn die Lok fährt mir zuuu langsam, obwohl
 am Trafo die vollen 16V eingestellt waren. EIn wenig ruckelte die Lok anfangs, was aber mit zunehmeder
 Fahrtdauer (1 Stunde) besser wurde.

 Nun war es Zeit das Gehäuse zu montieren. Nur sehr schwer konnte es aúfgesetzt werden, da das Fahrge-
 stell in den Letzten Jahren bestimmt um 2mm länger geworden ist. Nachdem schon einekleine Rissbildung
 bestand musste das Fahrgestell am Ende um etwa 2mm abgefeilt werden. Da man beim Angreifen der Lok
 schon vorsichtig sein muss, dass nicht unter dem Druck der Hand das Gestell abbröckelt,war das Arbeiten
 mit der Powerfeile spannend. Es gelang schließlich und nachdem auch am vorderen Gewicht etwa 2mm ab-
 gefeilt worden sind, konnte die definitive Montage des Gehäuses beginnen.
 Leider ist der Lichtleiter schon vorher gebrochen, sodass die vorderen Lampen nicht mehr leuchten, obwohl
 das Lämpchen leuchtet.
 Die Montage der Kupplungshaken ist auch nicht gerade fein, denn die müssen immer weg, wenn das Ge-
 häuse abgenommen werden muss.

 Abschließend ist die Reparatur gelungen, doch das Fahrverhalten der Lok ist nicht schön. Mag sein, dass
 sich die Dinge "einlaufen", wenn die Lok viel fahren gelassen wird. Die Sorge besteht, dass das Wachsen
 des Gussmaterials nicht aufhört und die Lok wieder nicht fahren kann, oder schlimmer, sie zerbröckelt irgand-
 wann ohne bedonderm Zutun. Schade, denn die Lok ist gefällig und war auf der Landesbahn Korneuburg-
 Ernstbrunn in meinen jungen Jahren zu sehen. - Na vielleicht ist sie ja jetzt ausgewachsen und bleit stabil.

       
93 so kam sie an Kuppelstangen machen Probleme  das Auge muss ein Langloch werden  ldas Fahrgestell wächst - siehe Risse 
auch vorne Risse  fertig für Testbetrieb    Fahrvideo 

 E-Lok 1146 001-1 (Klein Modellbahn)


 Diese Lok leidet unter dem Problem des Wachsens des Werkstoffes des Lokrahmens. In der Folge wölbt
 sich der Rahmen beschädigt das Gehäuse und zerbröckelt letztlich beim geringsten Druck auf einen Teil..
 Bei der Lok ist der Kunststoffrahmen der Lok verbogen und teilweise eingerissen. Der darunter liegende
 Metallrahmen ist in mehrere Teilstücke zerbrochen. Die Motore hängen noch an den Kabeln.
 EIn Versuch wird zeigen, ob der Metallrahmen irgendwie zu verwenden ist und ob dann die Drehgestelle so
 zu liegen kommen, dass keine Verdrehung zueinander vorliegt und eine gute Beweglichkeit der Drehgestelle
 besteht. 

 Die Reaktivierung der 1063 zeigte den Weg wie es gehen könnte, die zerfallene Lok doch noch auf's Gleis
 bringen zu können. Daher wurde zuerst versucht, den Kunststoffrahmen wieder in Form zu bringen. Leider
 fehlt ein Eckstück, welches irgendwie hergestellt werden musste. Nach einer Wärmebehandlung mit einem
 Föhn, konnte er wieder weitgehend begradigt werden. Dann wurde der Kunststoffrahmen mIt UHU PLUS
 geklebt. - Nach langen Überlegungen wegen des Kaufs eines Ersatzrahmens um 50.-€ verzichtete mein
 Freund auf die Reparatur der Lok und überließ mir die Teile. Ich bastle und tüftle gerne, daher versuchte
 ich eine Reparatur mit allen möglichen Methoden hinzubekommen.

 Nun hat die Methode des Einklebens der gebrochenen Metallrahmenstücke bei der 1063 gut funktioniert,
 also dachte ich, das werde ich auch bei der 1146 so machen. Weil der Rahmen aus acht mehr oder
 weniger großen Bruchstücken bestand, wurden die einzelnen Teile mit Sekundenkleber mittelflüssig ein-
 geklebt. Der Sekundenkleber ist jedoch nicht die beste Klebelösung, wie sich später zeigte.
 Die Bruchstellen wurden ein wenig bearbeitet und mit einem Spalt zum nächsten Stück eingeklebt.
 Heikel war die genaue Einklebung der Führungen für die Motordrehgestelle, was aber nicht genau genug
 gelang. Hinterher wird sich zeigen, ob es gut genug ist.

 Am Rahmen wurden noch einige Klebestellen überschliffen, damit ein Zuviel an Klebstoff entfernt wird und der
 Rahmen wieder halbwegs schön aussieht. Schließlich wurde mit dem EInbau der Drehgestelle begonnen, um
 zu sehen, ob die Drehbewegung gut funktioniert. Nach dem EInbau der Schleifkontakte konnte jedes Dreh-
 gestell im Rahmen eingeklickt werden und die Motore danach montiert werden.

 Schließlich begann die Verdrahtung der Motore. Zuvor wurde der Gewichtsklotz eingeklebt, damit die Verka-
 belung einfacher geht. Die Drähte der Motore wurden an der kleinen Printplatte angelötet. Nach einigen
 Experimenten konnten die richtigen Anschlüsse gefunden und die Kabel angelötet werden. Zuletzt liefen bei-
 de Motore wie es sein soll, doch der Eingriff der Schnecke funkjtionierte nicht. Es haben sich auch die
 Motorauflagen wegen des schlechten Gussmaterials gebogen, sodass kein EIngriff zustandekommen konnte.
 Daher wurde am Hinterteil der Motore ein dünnes Kunststoffplättchen unterlegt, sodass der Eingriff schon fast
 funktionierte. Danach stellte sich heraus, dass die Drehgestellblenden am Fahrgestell angeschraubt sind und die
 Schraube könnte etwas mit der Motorbefestigung zusammenhängen.

 Das stimmte, half aber nur bedingt ,denn wenn die Lok läuft und man wechselt plötzlich die Fahrtrichtung hört
 man, wie die Schnecke noch immer ein wenig über das Zahnrad drüber rutscht. - Nach weiterem Unterlegen
 bei den Motoren klappte es dann doch noch. Letztendlich läuft die Lok vom Geräusch und der Funktion her so,
 wie sie laufen sollte. Warum das plötzlich so ist, ist nicht ersichtlich. Daher muss die unbefriedigende Montage
 nochmal überarbeitet werden, um den EIngriff zu verbessern.

 Ein Biegetest und  sein unerwartetes (?) Ergebnis

 Es war Zufriedenheit eingekehrt, die 1146 läuft nun wieder. Jetzt wäre interessant, ob der geklebte Rahmen
 gut geklebt ist. Mit etwas vorsichtig angesetztem Biegedruck auf den Rahmen mit den Motoren, sollte der Test
 stattfinden. Noch bevor ich nachgelassen hatte, krach, und ein Drehgestell war abgebrochen. Mist, die ganze
 Arbeit unnütz!

 Ich wollte aufgeben, doch die viele Zeit die man hat, weil man nicht hinausgehen soll, motivierte mich, doch
 noch einen Reparaturversuch zu starten. Also wieder den Rahmen gerade auflegen und wieder mit Sekunden-
 kleber dezent aber genügend verwenden und wieder kleben. Es klappte und es macht den EIndruck, es hält
 jetzt den Bahnbetrieb aus. Danach wurden die Fehlteile am Kunststoffrahmen und bei der Pufferbohle nach-
 gebaut. Zuletzt wurde noch ein Puffer und seinem Sockel aufgeklebt.

 Schließlich startete die Verkabelung. Mehr als mühsam, da die Printplatte sehr schmutzig war, um sehen zu
 können, wohin die Leiterbahnen laufen und welche Kabel dann dort angelötet werden können. Stunden ver-
 gingen bis endlich auch die Lichter halbwegs funktionierten. Dann die Probefahrten ohne Gehäuse. Dabei
 zeigte sich, dass eine Motorlagerung im Rahmen ungünstig sitzt, sodass in einer Fahrtrichtung das Drehge-
 stell ungünstig aufliegt und es zum Ruckeln der Lok kommt. Dann wurde der Rahmen an der Stelle gering
 abgefräst und das Drehgestell gleitet jetzt leicht und liegt richtig am Gleis auf. Die Lok fuhr einwandfrei mit
 leise summenden Motoren.-  Fein.

 Das Aufsetzen des Gehäuses ist noch nicht optimal möglich. Besonders stört im Moment noch, weshalb es
 etwa 1mm oberhalb der Kunststoffrahmenkante irgendwo ansteht und sich nur mit sanfter Gewalt anpressen
 lässt. Doch das geht auf den Rahmen und muss daher leichtgängiger gemacht werden. Mit zwei extra ver-
 wendeten Schrauben kann man das Gehäuse am Metallklotz der Lok anschrauben. Der Klotz ist nun auch
 extra angeschraubt, lag aber nicht optimal in seinem Rahmen Ausschnitt auf, sodass dort eine Verbesserung
 notwendig geworden ist. Wird die Schraube fest gezogen, liegt der Klotz schief, was nicht bleiben kann.

 Da der Klotz die Leiterplatte mit den Anschlüssen trägt, ist sein Ausbau und eine Nacharbeit ein Geduld-
 spiel. Doch es musste sein und nach ein wenig Lötarbeit, konnte der Klotz ausgebaut und abgefeilt werden.
 Mindestens 3mm auf der Hauptauflagefläche und auch auf der Auflage am Metallrahmen mussten abgefeilt
 werden. Nach meheren Nacharbeiten passte der Klotz endlich und das Gehäuse lag am Kunststoffrahmen
 an. Leider zeigte sich,  dass durch das Anziehen der Klotzschraube der geklebte Metallrahmen nachgibt und
 das Gehäuse wieder nur mittig aufliegt, weil sich der Rahmen dadurch bieght. Weniger fetstes Anziehen half.
 Es wurde daraufhin der Platz für den Lokrahmen am Klotz nachgefeilt, um den "Buckel" in der Mitte ein wenig
 zu verringern. Mehr traute ich mir nicht zu feilen, damit das Wunderwerk nicht wieder bricht. Schließlich
 konnte die Verdrahtung wieder verlötet werden und eine Testfahrt erfolgen. Die Lok fuhr anstandslos.

 Jetzt kam das Gehäuse dran. Es hatte an den Ecken verschiedene Ausbrüche, die mit ABS-Kunststoff-
 stücken ausgefüllt und der Form des Gehäuses angepasst worden sind. Eine Ausbesserung mit annä-
 hernd passender Farbe schloss diese Arbeit ab. Dann wurden zwei Piko Einholm-Stromabnehmer aus
 Lagerbeständen auf nachgemachten einfachen Distanzstücken aus Holz montiert. Die bei den Arbeiten
 abgebrochenen Dachisolatoren wurden wieder aufgeklebt. Um das Gehäuse am Rahmen befestigen zu
 können, so dass es hinten und vorne gut aufliegt, war die Herstellung von zwei Gewinden im Metallklotz not-
 wendig. Im Gehäusedach wurden zwei Bohrungen hergestellt und mit einem Senker für die Senkkopfschrau-
 ben vorbereitet. -  Zum Schluss wurden aus Märklinbeständen zwei Kupplungshaken angefertigt und montiert.
 Die Lok fährt jetzt sehr schön und ich bin damit sehr zufrieden.

 Abschließend ist zu sagen, dass sich die umfangreiche Arbeit letztlich gelohnt hat. Auch wenn das Gehäuse
 nicht genau aufliegt, lasse ich das Ergebnis gelten. Wer weiß wie lange sich der Metallrahmen ruhig und
 stabil verhält? Bis dahin wird die Lok etliche Runden auf dem Testovoal abspulen und Spaß bereiten können.

 Anmerkung: Nachbau-Rahmen könnten eventuell bei Fa. BIRITZ Feinmechanik Werkstätte, im GHI-H 18
 (Brünner Straße, ggü. Ex Haas) Tel: 02246/27000, angefertigt werden. Anfgrage notwendig.

       
die Bruchstücke und Teile der 1146    Ansicht der Anschüsse  Versuch der Rahmenklebung 
der geklebte Rahmen   fehlendes Stück  
Motore probeweise eingebaut   Lichtanschlüsse noch nicht verbunden  

die Priontplatte wird beschalktet   nach einem Festigkeitstest ! die neue Bruchstelle
fehlendes Eck wiord nachgebaut   es fehlt noch der Puffer Verdrahtung für Testfahrt fertig
fertig   zwei Gehäuseschrauben     Fahrvideo  
 
       
 
 E-Lok 1063.03


 Diese Lok leidet wie die 1146 von zuvor, unter dem Problem des Wachsens des Werkstoffes des Lokrah-
 mens. In der Folge hat sich der Metallrahmen aufgewölbt und den Kunststoffrahmen mit. Dadurch rissen die
 Haltenasen des Lokgehäuses ab. Da der Kunststoffrahmen offenbar fest ist, zerbrach der Metallrahmen
 in einige Stücke, jedoch beide Drehgestellaufhängungen blieben intakt. Dadurch entsand die Idee, den
 Kunststoffrahmen durch Wärmeeinwirkung wieder gerade zu biegen und dann zu versuchen, die brauch-
 baren Rahmenstücke in den Kunststoffrahmen mit UHU PLUS einzukleben.

 Nachdem mir vom Vorbesitzer die Lok als Ersatzteilspender überlassen wurde, wollte ich den Versuch ris-
 kieren die Bruchstücke im Kunststoffrahmen und die ausgebrochenen Motore wieder in den Halterungen am
 Drehgestell einzukleben. Sollte es gelingenden Kunststoffrahmen gerade zu bekommen und dass die ge-
 klebten Teile fest sitzen, dann könnte die Lok wieder fahren. Sollte es nicht gelingen, bleiben diverse Teile
 als Ersatzteile für andere Anwendungen. - Der Versuch war reizvoll, weil ich diese Loktype ohnedies nicht in
 der Sammlung habe und wenn sie  später doch wieder "wachsen" sollte, ist es eben Pech. Den Versuch war
 es jedenfalls wert.

 Nachdem die Metallteile unter kleiner Belastung im Kuststoffrahmen eingeklebt waren, konnten die Motore
 mit Sekundenkleber (ist original so) in den Motorauflagen eingeklebt werden. Die halten gut. Anschließend
 erfolgte die Verdrahtung. Dabei ist die Enge im Gehäuse aufgefallen, da die Lok bei Probefahrten an einem
 Drehgestell entgleiste. Um das zu beheben mussten die Kabelanschlüsse am Motor nach innen gebogen
 und die Kabel innenseitig angelötet werden.

 Obwohl der Rahmen unter Belastung vorgespannt aushärten konnte, ist noch immer eine leichte Biegeung
 zu sehen. Meine Ansprüche sind gerade in diesem Fall nicht so hoch und ich kann mit dem kleinen Spalt
 leben. Zu hoffen wäre, dass er nicht wieder größer wird, trotzdem die Teile des Metallrahmens verkürzt
 wurden. Damit das Gehäuse am Fahrgestell fest wird, wurde der Metallklotz im Führerstand am Rahmen
 angeklebt. In diesen Klotz wurde ein M2 Gewinde eingeschnitten und kann das Gehäuse nun mit einer M2
 Schraube befestigt werden.

 Die Lokomotive ist zwar vorerst fahrbar, doch kann man sie nicht als "fachmännische Reparatur" weiterge-
 ben, da man damit rechnen muss, wieder Hand anlegen zu müssen, um sie in Schuss zu halten. Es ist doch
 einiges sehr "gebastelt" und nur ein neuer Metallrahmen (50.-€) hätte eine Besserung gebracht. Für den
 Spielbetrieb ist die Lok geeignet, für "schön" oder für die Vitrine passt sie leider nicht mehr.

       
Rahmen verbogen durch Materialfehler  die Einzelteile der Lok   das gebrochene Rahmenteil mit Motor  wirklich ein KLEINBAN Modell
Rahmen wird vorgespannt und geklebt  Rahmen nach dem Kleben Verdrahtung der Motore betriebsbereit 
fertige 1063      Fahrvideo 
       
 
 Dampflok Reihe 156


 Die Dampflok wurde von meinem Freund einmal vorsichtig zerlegt, um den Fehler zu finden, weshalb sich
 die Lok kaum mehr bewegt und kraftos ist. Er baute den Motor ab und merkte, dass sich die Räder kaum
 mehr drehen. Dann dachte er, dass er das Fahrgestell in Balistol gibt und sich die Schmier und Konservie-
 rungsflüssigkeit in die Achsen hineinkriecht und sie löst. Das ist zum Teil gelungen, denn die Räder lassen
 sich wieder drehen, doch nur mit etwas Kraftaufwand, den der Motor kaum aufbringen kann.

 Nach meiner Beschau konnte ich eigentlich keinen Fehler bemerken, sehe ich davon ab, dass das Zahn-
 spiel an der Antriebswelle und dem Zahnrad gering war. Um es ein wenig lockerer einzustellen, legte ich
 an der vorderen Auflage des Motors ein kleines Stück Packpapier unter. Das half ein wenig. - Das Problem
 mit dem Schneckenantrieb ergibt sich auch durch das sehr dauerhafte Zahnradmaterial, wodurch es kaum
 Einlaufspuren gibt, die zur Vergrößerung des Zahnspiels beitragen. Knappes Zahnspiel bremst und belastet
 den Motor, also war das Unterlegen sinnvoll und wirkte.

 Trotzdem lief die Lok noch nicht ordentlich. Beim Durchdrehen der Räder bei freiem Getriebe merkte man,
 dass sie sich etwas zäh drehen. Nun ist die Behandlung mit Balistol offenbar schon längere Zeit her, sodass
 ich vermutete, dass die Achsen trocken laufen. Mit einer Spezialmischung aus einem Lösespray und Anti-
 rostöl träufelte ich dezent diese Spezialmischung zu den Achsen. Dann folgten längere Fahrten in beiden
 Fahrtrichtungen.

 Anfangs merkte man noch keinen Schmiereffekt. Doch nach einigen Minuten Fahrt und mehrmaligem seit-
 lichen Hin- und Herbewegen der Achsen schien sich das Öl zu verteilen. Tatsächlich begann die Lok dann
 schon fast normal schnell zu laufen. Mehrmalige Fahrtrichtungswechsel trugen weiter zur Verteilung des
 Schmierstoffes bei. Endlich begann die Lok deutlich an Fahrgeschwindigkeit zu gewinnen.

 Dann zeigte sich, dass die Lok in Fahrtrichtung retour schneller fährt. Bei genauem Hinsehen auf den
 Schneckleneingriff war zu erkennen, dass die schräg laufende Schnecke sich an den eckiegen, weil neuen,
 Zahnflanken reibt. Nun lockerte ich den Motor und drehte ihn ein wenig in die Richtung, wo die Schräge der
 Schnecke wegiger Berührung mit den Zahnflanken hatte. Und siehe da, die Lok läuft nun in beiden Fahrt-
 richtungen gleich schnell und der Motor quält sich nicht mehr.

 Nach vielen etwa viertelstündigen Fahrten wurde der Motor schon warm, aber nicht heiß. Ich hatte den EIn-
 druck, dass mein Spezialöl scheinbar seine Wirkung verliert. Daher wurde auf das Märklin Schmieröl
 gegriffen und einseitig kleine Öltröpfchen zu den Achsen gegeben. Auch an den Motorlagern tat das in
 kleinsten Mengen zugeführte Öl eine gute Arbeit, denn der Motor läuft viel ruhiger. Offenbar ist das Lager-
 spiel sehr eng und es kommt ohne Öl zum Reiben der Ankerwelle in den Lagern. - Jetzt konnten die durch
 die Balistolbehandlung blank gewordenen Flächen mit schwarzem Lack ausgebessert werden, damit die
 Lok auch wieder schön aussieht.

 Danach wieder Fahrten mit angehängtem Schleifwagen und öfteren Richtungswechseln. Auch über die
 Weichenanlage wurde der Zug geschickt, damit sich die Achsen im Fahrgestell auch seitlich verschieben
 und das Öl besser verteilt wird. - Fährt eine Lok dann mehrere Minuten lang, wird kontrolliert, wie es mit
 dem Öl aussieht. Das Öl tritt dann als schwarze Flüssigkeit bei den Achslagern hervor und man sieht, dass
 das Öl auch Abrieb transportiert. Das Öl muss immer wieder weggewischt werden, damit es nicht aufs
 Gleis gerät bzw. dass sich kein Staub daran binden kann.

 Unglaublich, aber wahr, die Lok ist anstrengend. Beim Fahrtest am nächsten Morgen ruckelt sie wieder.
 Aufgeträufelte Bremsenreiniger Flüssigkeit änderte die Sache umgehend und die Lok läuft mit 4 Tropfen
 tadellos. Allerdings nach etwa einer Stunde beginnt die ungleichförmige Fahrgeschwindigkeit wieder. Nun
 kommt wieder Märklin Öl zum EInsatz, was bewirkt, dass die Lok anfangs vergnügt läuft, nach einer Viertel-
 stunde wieder ungleichmäßig wird. Dann wieder Bremsenreiniger - und die Lok läuft. - Eines ist inzwischen
 klar, dass das Problem bei der Masseleitung von der Schiene über das Fahrgestell liegt. Nun muss versucht
 werden ein Schmiermittel zu finden, welches Schmiereigenschaften hat. Alle meine Öle scheinen eine isolie-
 rende Wirkung zu haben. Die Testfahrten gehen weiter. - Und im schlimmsten Fall muss ich einen HAMO-
 Zusatzschleifer montieren, der die Masse, also den zweiten Pol, von den Rädern via seine Schraubbefesti-
 gung direkt ans Fahrgestell weiter leitet.

 Schmierungsproblematik
 
 Im Zuge der elendslangen Testfahrten zeigte sich, dass die Lok bei der Rückwärtsfahrt immer wieder die
 Tendenz zu ungleicher Fahrgeschwindigkeit gezeigt hat. Bei Vorwärtsfahrt läuft die Lok völlig normal.
 Durch intensive Beobachtung konnte festgestellt werden, dass das Problem beim Übergangswiderstand
 zwischen den Radachsen und dem Fahrgestell liegt. Werden die Achsen nicht geschmiert, fährt die Lok
 sehr langsam und unruhig und der Motor wird heiß. Mit geringsten Mengen von Märklin Öl drehen sich
 die Achsen wieder halbwegs gut, doch nicht ohne ungleichmäßige Fahrgeschwindigkeit. Ein Versuch mit
 Bremsenreiniger in Tröpfchen auf eine Seite der Achsen, brachte eine plötzliche Normalisierzung der Fahrt.
 Dumm nur, dass der Bremsenreiniger rasch verarbeitet ist und die Lok wieder unrzhig fährt. Ein weiterer
 Versuch mit WD 40-Tröpfchen brachte eine deutliche Verbesserung der Situation. Offenbar bleibt diese
 Schmierung länger wirksam, das heißt in Vorwärtsfahrt läuft die Lok perfekt.

 Verwende ich Märklin Öl, hilft das, - bedingt -, da der Eindruck entstand, das Öl wirkt nach seiner Verteilung
 in der Lagerbohrung auch als Isolator, denn die Lok ist wieder unruhig bei der Fahrt. Mit nachfolgend ange-
 wendetem WD 40 ist dann das Problem´nach einigen Metern Fahrt wieder gelöst. Dise Situation ist aber
 unhaltbar und es gibt keine andere Möglichkeit, außer den Strom von den Rädern  mit einem zusätzlichen
 Radschleifer über das Fahrgestell zum Motor zu bringen. Nach dem Bohren eines Loches konnte ein M2
 Gewinde eingeschnitten werden mit dem der Zusatzschleifer festgeschraubt wird. Es wurde ein Hamo-
 Schleifer angebaut, der zwischen den Rädern der ersten und der letzten Achse einen Kontakt herstellt und
 gleichzeitig mit dem Fahrgestell verschraubt ist und besten Kontakt bietet.

 Abschlussstatement

 Und nach diesem Prozedere läuft die Lok jetzt leise und mit konstanter Fahrgeschwindigkeit in  beiden Rich-
 tungen und kann sogar drei schwere Trix Express Blechwagen ziehen. MIt den leichtlaufenden und leichten
 Kleinbahn Waggons sollte sie kein Leistunsmanko mehr aufweisen. Inzwischen ist die Lok auch wieder
 sehr leise laufend und wird meinem Freund wieder Freude bereiten.

 Es bleibt nur zu hoffen, dass der Istzustand langfristig so bleibt und WD 40 gelegentlich hilfreich wirkt. Nach
 längeren Stehzeiten könnte es trotzallem vorkommen, dass die Lok eine gewissen Strecke zum Einlaufen
 benötigt, dann aber wieder durchgehend gut fährt. -  Weshalb das so ist, kann ich nicht ergründen; das
 herauszufinden läuft auf eine Doktorarbeit hinaus.

       
156 mit abgenommenem Kessel  die Lok fährt wieder    Fahrvideo 
     
Hamo-Schleifer montiert      
  
 Triebwagen 4020 wird getestet und gewartet (Klein Modellbahn)

 Der Triebwagen gefällt meinem Freund Gerhard sehr, doch hat er immer wieder Aussetzer während der
 Fahrt, was ärgelrlich ist. Der Wagen von Klein Modellbahn ist mit einem Bühler Motor bestückt und wird
 von den Schleifern des Antriebsdrehgestelles und den Schleifern des hinteren Laufdrehgestells mit Strom
 versorgt. Bei meinem 4020 Triebzug des gleichen Herstellers sind zwei Motore eingebaut und ich erinnere
 mich, dass dort nach sehr langer Standzeit des Zuges auf einer Modellbahnanlage, der Fehler mit  den
 "steckenden Achsen" vorlag. Auch bei diesem Fahrzeug kam es dann nach einigen Minuten Fahrzeit zu
 Laufschwierigkeiten wie auch beim Motorwagen meins Freundes.
 
 Der Motor ist ein Fabrikat der angesehenen Firma Bühler und läuft sehr gut, er kann nicht mit den schlech-
 ten Fahrleistungen zusammenhängen. Die Kontrolle der Verkabelung zeigte auch keine Fehler, also muss
 der Fehler an den Radschleifern liegen, bzw. den verschmutzten Laufflächen der Räder liegen. Offenbar ist 
 der Triebwagen auf Verschmutze Räder und Schienen sehr empfindlich. Innerhalb kurzer Zeit wurden zwei-
 mal die Räder mit Kontaktspray beträufelt und der Wagen mit einem Schienenreinigungswagen auf die
 Strecke geschickt. Danach lief der Zug mehr als je eine Viertelstunde mit dem Schienenschleifwagen ange-
 hängt, in beiden Fahrtrichtungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.  Inzwischen hat der Motorwagen
 keine Störungen mehr gezeigt. Am Fahrwerk wurde kein Öl aufgeträufelt, denn das scheint OK zu sein.
 Lediglich dem Motor wurde an den Lagern ein Tupferl Öl  gegönnt.

 Bei den langen Fahrten wurden die Beiwagen an das fahrende Fahrgestell des Triebwagens angehängt, um
 vielleicht zu sehen, dass der Fehler unter Belastung mit den Wagen auftritt. Dabei konnte ich sehen, dass die
 Stirnlichter des Steuerwagens fahrtrichtungsabhängig falsch aufleuchten. SIe wurden in Ordnung gebracht,
 umgepolt und leuchten jetzt bei der richtigen Fahrtrichtung. Ansonsten lief die Garnitur fehlerfrei.

 Allerdings am Folgetag beim nächsten Testlauf keine gleichmäßige Fahrt in einer Fahrtrichtung. Was ist jetzt
 wieder los? Lähmend! Ich verstehe jeden Modellbahner, wenn er mit si einem Gefährt unglücklich ist. - Aber
 einen Grund für diese Marotten muss es ja geben. Also wieder Gehäuse ab und kritische Blicke auf die
 Anschlüsse. EIn Test der Stromzuleitung zeígte dann, wo der Fehler der ungleichmäßigen Fahrgeschwindig-
 keit liegt: Ist das Motordrehgestell am Gleis, ist der Motor tot, mit dem zweiten Drehgestell am Gleis läuft er.
 Also liegt der Fehler an den Radschleifern am Motordrehgestell. Und tatsächlich findet sich an nicht gut ein-
 sehbarer Stelle ein durch Abnützung stark verkürzter Stromabnehmer. Und bei der anderen Achse sind auf
 den Rädern Haftreifen montiert und die Radschleifer laufen wirkungslos auf denen. Diese Schleifer müssten
 so gebogen werden, dass sie an den Spurkränzen anliegen. Das ließ sich leicht einrichten. Doch bei den
 wichtigen vorderen Schleifern mussten Kupferdrahtstückchen angelötet werden, die künftig als Schleifer
 wirken können.
 Ein Ersatz der Radschleifer durch eine neue EInheit wäre wünschenswert gewesen, ist aber kaum realisier-
 bar, denn dazu müsste man die Schleifer irgendwo zu kaufen bekommen. Aber das ist bei einer aufgelasse-
 nen Marke sehr schwierig; daher war Selbshilfe angebracht und die funktioniert.

 Der Zug läuft jetzt einwandfrei. Ob es morgen auch so sein wird, das wird sich zeigen. - Er tat es!

       
der Antrib des 4020  Fahrvideo          verlängerter Schleifer