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   Ben Ain Küstenmotorschiff  -  Restaurierung 
 
 
 
 
Nachdem ich im Ruhestand scheinbar Zeit (?) habe und als "Arbeitstherapie"
 gerne bastle und Modelle jeder Art repariere oder restauriere, bin ich froh
 einen Freund gefunden zu haben, der viele Modellschiffe ín reparaturbedürf-
 tigem Zustand besitzt und dessen Modelle ich fallweise instandsetzten darf.
 Ich darf mir dann aus seinen Lagerbeständen ein Modell aussuchen, das
 ich immer schon gerne gehabt hätte, zu dem ich sonst aber nie gekommen
 wäre. Jetzt wird es die Theodor Heuss in der ersten Version werden.

 Diesmal ist ein engliches Küstenmotorschiff aufzuarbeiten, welches einen
 Zusammenhang mit seiner Verwandtschaft haben dürfte. Über ebay bekam
 er es aus England per Post zugeschickt, wodurch der ohnedies beschädigte
 Zustand des Modells nicht verbessert wurde. Nun gut, das ist für mich eine
 interessante Aufgabe, die ich bestmöglich erledigen möchte.

 Technische Daten Küstenmotorschiff  "Ben Ain", M 1:32 (Mountfleet Models)
 Länge: 863mm, Breite: 152mm, Fahrgewicht:  5200g,
 Motor: Speed 600BB 7,2V,  Propeller: Ms 4 Blatt 42 Dm,
 Akku:  2 x  6V Bleiakku 3300mAh parallel,
 Rauchgenerator: 7,2 -12V, 1A, 8,  mit Akku mit 3S 1400 Lipo,
 Fernsteuerung: Flysky FS-i6X,
 Funktionen: Vor-Zück, Geschwindigkeit, Ruder, Beleuchtung, Rauchgenerator
 



das Vorbildschiff  BEN AIN



derzeitiger Bauzustand, fast fertig


 Die Restaurierung der Ben Ain

 
Das nette handliche Modell ist in einem traurigen Zustand. Es ist bereits motorisiert und hatte eine
 einfache Fernsteuerung eingebaut. Die Aufbauten sind teilweise sehr naturnah nachgebildet und es
 liegt auf den Teilen der Staub von Jahrzehnten, der es nicht sonderlich gut aussehen lässt. Auf einem
 Tableau bekam ich zum Modell auch hundert Einzelteile, die zuletzt wie ein Puzzle zusamenzusetzten
 waren. Mangels Bauplan musste ich mit dem kleinen Plan aus dem Internet zurechtkommen und viele
 Fotos ansehen, um zu wissen was wie aussehen soll und wo es hingehört.
 Als schwierig und umfangreich wird sich wohl die
planorientierte Anpassung und Instandsetzung des
 Maschinenhauses plus dessen zugehörigen Details und die praxistaugliche Ausführung des Kran-
 mastes mit seinen Abspannungen darstellen. Der Mast und Kranarm erschwert die Abnahme der Ab-
 deckung des Lastraumes in dem sich Akkus, Regler und Empfänger befinden. Die Instandsetzung
 der Lackierung des Rumpfes, sowie der Farbton der Deckbeplankung wird auch noch einiges Nach-
 denken erfordern.

 Nach der ersten Durchsicht des Modells und der vielen losen Einzelteile steht fest, dass zuerst eine
 Reinigung erfolgen musste. Mit Seifenwasser und Pinsel konnte die Staubschicht weitgehend entfernt
 werden. Die Planken sind zum Teil unterschiedlich stark und verwittert, doch wäre möglich, dass das
 vom Erbauer so gewollt war. Wunschgemäß nach meinem Freund, darf es weitgehend auch so blei-
 ben. Es zeigte sich schon davor, dass einige Planken an Deck nachzukleben sind. Nach der Behand-
 lung mit Wasser wurde mit Pressluft das Wasser verblasen, damit das Holz rasch wieder trocken wird.

 Grundsätzlich musste überlegt werden, womit künftig das Modell betrieben wird, mit Lipo- oder Blei-
 akkus. Ein entsprechende Bleiakkus wären 1,3kg schwer und mit dem zusätzlichen Betrieb des ge-
 planten Rauchgenerators (mit 1A Stromaufnahme) entsteht eine erhebliche Belastung der nur etwa
 6,6ah - Bleakkus. Der Einsatz zweier paralleler 2S 5200er Lipoakkus fiele mit nur 540g Gewicht an
 und ist die Belastung der Gesamtkapazität durch den Rauchgenerator nahezu vernachlässigbar.
 Doch später, bei der Trimmung des Schiffs wurde klar, dass Blei Akkus unbedingt notwendig sind.

 
Die Arbeiten an Ruderanlage und Antrieb

 Im nächsten Schritt wurde der Antrieb und die Steuerung gereinigt und instandgesetzt. Bei der Ruder-
 anlenkung musste das Gestänge erneuert werden, da es am Hebel des Ruders zu großes Spiel gab.
 Um das Spiel zu verringern und eine zeitgemäße Anlenkung zu erzielen, wurde eine Metallniete in den
 Ruderhebel eingeklebt und mit einem Gabelkopf die Anlenkung saniert. Auch am vom Erbauer einge-
 klebten Ruderservo wurde ebenfalls ein Gabelkopf montiert, mit dem jetzt beine mechanische Feinein-
 stellung der Anlenkung möglich ist.
 Um die Ruderfunktion erproben und justieren zu können wurde ein Empfänger verwendet. Dabei fiel
 auf, dass das Ruderblatt auf der Ruderwelle locker sitzt. Mit einigen Tropfen Superkleber dünn wurde
 es vorerst befestigt, was jedoch nicht hielt.
 In der Annahme, dass das Ruder mit einem Messingrohr auf der Ruderwelle angelötet ist, versuchte
 ich mit dem 100W Lötkolben das Ruder zu erwärmen, sodass das Zinn verlaufen und dann das Ruder
 wieder fest sein sollte. Weit gefehlt, denn die Hitze des Lötkolbens ließ das vollkommen aus Zinn
 gefertighte Ruder anschmelzen. - Wer rechnet damit, dass das Ruderblatt ein Zinn-Gussteil ist?
 Dann musste das abgeschmolzene Zinn wieder mit Lötzinn aufgebracht und dann verschliffen werden.
 Fest wurde das Ruder nicht, daher wurde in eine angefeilte Stelle Superkleber dünn aufgeträufelt, um
 die Haltekraft zu verbessern. - Ein totaler Umbau mit neuer Ruderwelle hätte eine schwer instandzuset-
 zende Beschädigung des Hecks bedingt 
 Für den künftigen Fahrbetrieb ist das kein Problem, man kann mit der Hand das nur 1mm abweichende
 Ruder auf Neutralstellung bringen. Beim Betrieb im Wasser wird es sich nicht verstellen, bzw kann es
 am Sender nachgetrimmt werden.

 Der Antrieb wurde mit einem 2S Lipo Akku kurz getestet und es bewegte sich alles. Dann wurde der 
 Antriebsbereich gereinigt, wobei sich herausstellte, dass der Erbauer im Stevenrohr eine Bohrung
 eingebracht hat, die zur Nachschmierung der horizontal verlaufenden Schraubenwelle gedacht ist.
 Das von ihm ordentlich mit Wellenfett befüllte Stevenohr ließ an dieser Stelle das Fett austreten. Doch
 dort könnte später mal auch ein Wasseraustriff erfolgen, was unbedingt zu vermeiden ist.
 Daher wurde das Stevenrohr an dieser Stelle aussen mit Nitorverdünnung entfettet und gereinigt,
 damit ein zur Abdichtung der Schmierbohrung, ein diese weit überdeckender Silikonschlauch auf das
 Rohr aufgeschoben werden konnte.
 Um das zu ermöglichen musste der Mootor ausgebaut werden, was nicht leicht war, denn er ist auf
 einer interessanten neigungsverstellbaren Motorhalterung aufgepannt, die sich nur widerspenstig
 lösen ließ. Dann wurde klar, dass die verwendete Marx-Kardankupplung eigentlich desolat war, da
 sie keine Metalleinsätze zur genauen Führung auf den Wellenstummeln hatte. Die Kupplung wurde
 durch eine starre Wellenkupplung ersetzt, was eine neue Lage der Motorhalterung bedingte. Durch
 die sich daraus ergebende höhen- und neigungsmäßige Änderung der Motorlage musste die verstell-
 bare Motorauflage mit der am hinteren Ende der Motorhalterung befindlichen Stellschraube eingestellt
 werden. Die Erreichbarkeit der Schraube bedarf einer langen Spitzzange mit der durch Drehen der
 Niveauschraube die beste Laufeinstellung erreicht werden kann.
 Schließlich war ein zufriedenstellend leiser Lauf erreicht worden. Die Drehzahl des Motors wurde im
 Sender vorläufig elektronisch auf 40% reduziert werden, da die Drehzahl sonst viel zu hoch ist.

 Anmerkung: Die Schrauenwelle kann nur in Richtung Rumpfinneseite ausgezogen werden, da
 das Ruder nicht demontiert werden kann und daher ein Ausbau des Motors erforderlich ist.

 
 
Deckreiningung, Mastaufstellung usw.

 Nachdem der Motor und das Ruder zufriedenstellend funktionierten, wurde das Deck mit feinem
 Schleifpapier leicht überschliffen. Dadurch konnten einige Schmutzflecken aufgehellt werden.

 Schließlich wagte ich mich an die Aufstellung des Hauptmastes, der als Kran ausgebildet ist. Zuerst
 mussten jedoch die vielen Schnüre entwirrt werden. Der Mast ist in einer Bohrung an Deck und unter-
 halb am Rumpfboden gegführt. Um eine eindeutige Führung zu erreichen, musste am Rumpfboden
 eine Halterung angeklebt werden. Damit wird der lt. Plan etwas schräg in Richtung Brücke geneigt
 stehende Mast sicher geführt.
 Dann wurde auch erkennbar, welche Seile wozu dienen und wo sie befestigt sind oder später
 befestigt werden müssen. Dazu wurde erfolgreich im Internet Umsicht gehalten.
 Zum Kran gehört auch eine Winde, die eine Seiltrommel hat, die jedoch fehlte und eine Nachbil-
 dung angefertigt werden musste. Diese Dampfwinde ist am Deck vor dem Mast montiert. Die Lade-
 raumabdeckung musste daher ein wenig abgeändert werden.

 
Instandsetzung des Maschinenhauses und Einbau des Raucherzeugers

 Das wohl reparaturbedürftigste Teil des Schiffes ist das Maschinenhaus, dessen Dach und die Befes-
 tigung des hinteren Mastes. Um wieder eine ebene Dachform zu erreichen, musste im Aufbau eine
 Querwand zur Verstärkung und Formgegbung des Daches eingebaut werden. Dabei war darauf zu
 achten, wo der gewünschte Raucherzeuger eingebaut werden kann. Nach Einkleben einer ersten
 Sperrholzverstärkung im Dachbereich konnte am Dach oft gekittet und geschliffen werden, damit eine
 ebene Fläche entsteht.
 Um die Lage des Maschinenhaues an die Plandarstellung anzunähern, mussten beidseits am hinteren
 Ende 4mm, nach vorne auslaufend, abgeschliffen werden. Nun ist der Verlauf der Dachoberfläche zum
 Verlauf des Handlaufes der Bordwand
optisch ungefähr gleich. 

 Die aus Zinn gefertigten beschädigten Halterungen für die Davits der Rettungsboote mussten abge-
 nommen werden. Sie sind später neu aus Holz anzufertigen. Dabei ist zu beachten, dass die Boote
 künftig fix mit dem abnehmbaren Maschinenhaus verbunden sind. Dabei waren aus Festigkeitsgrün-
 den die 3x3mm Kieferleisten-Bootsträger durch das Dach des Maschinenhauses durchzuführen, damit
 eine ausreichende Stabilität erreicht wird. Wenn der Aufbau wieder aufgesetzt wird müssen die Abstüt-
 zungen der Rettungsboote immer genau am Bordrand aufsitzen,  - Die unter den Rettungsbooten befind-
 lichen Treppen wurden in Form und Größe angepasst.

 Fortsetzung des Berichts nach dem Bilderblock
 
Ben Ain fertig 
Ben Ain       
       
     
       
 Der Baubeginn 
       
Das Vorbild  das baufällige Modell in Bildern ......   der Plan der SS Talacre, ähnlich BenAin 
       
      die Summe aller Abbruchteile 
Antrieb Ausgangszustand neigungsverstellbare Motorbefestigung 
Stevebrohr mit Schmierbohrung, Wassereintritt möglich Silikon Überschubrohr wird aufgeschoben Silikonrohr dichtet ab  Antrieb Neuanordnung mit Starrkupplung
Ruderanlenkung alt  Ruderanlenkung neu  Ansicht Ruder und propeller  die vervollständigte Kranwinde 
der Kran-Mast Kran-Mast provisorisch eingebaut das Maschinenhaus Ausgangszustand Maschinenhaus Innenansicht
Rauchgenerator mini 7,2V, 1A, 8W Aufbau mit Verstärkungen Dachbereich gekiittet schleifen, kitten, schleifen,....
das Schaltservo für den Rauxhgenerator das "Rauch Set"  provisorische Lage Rauchgenerator Maschinenhaus an Plan angenähert
Raucherzeuger verschiebbar gelagert Aufbau mit Trägern provisorisch Aufbau mit Bootstreppen Abstützungen Bootstreppe 
 
 
Einbau des Rauchgenerators

 
Es wird ein 50x50x30mm großer Raucherzeuger eingebaut, der mit einem Lipoakku mit 3S 1400
 versorgt wird. Wegen der späteren Auswiegung des Schiffes war der EInsatz von 6V Bleiakkus not-
 wendig und spekuliert worden, mit einem DC-DC Aufwärts-Wandler den Raucher versorgen zu können.
 Doch der Wandler erfüllte die Erwartungen nicht, sodass künftig der kleine 3S Lipo verwendet wird.

 Am Raucherzeuger wird ein Stück Kunststoffschlauch für den Rauch befestigt, der im Schornstein aus-
 reichend Platz hat. Das Maschinenhaus muss zur Befüllung und Entleerung des Rauchers abgenom-
 men werden.

 Der Raucherzeuger ist beweglich auf einem Schlitten oberhalb des Motors befestigt, damit er beim
 Aufrsetzen des Maschinenhauses leichter in die Öffnung des Schornsteins hineinrutschen kann. Er ist
 mit einem Kabelanschluss mit Stecker ausgerüstet, damit er bei Befarf rasch entnommen werden
 kann. Ein Schaltservo mit zwei Mikroschaltern wurde angefertigt, mit der die eichtige stufenweise Ab-
 schaltung des Rauchgenerators möglich ist: 1) Gebläse, 2) Heizung dazu, 3) Heizung aus, 4) Gebläse-
 nachlauf.
 
Anmerkung:
  Die Funktion des Raucherzeugers bedarf eines Dreistellungsschalters am Sender,
 um beim Abschalten mindestens 30 Sek Nachlaufzeit nach dem Abschalten der Heizung zu er-
 möglichen, damit der Heizdocht nicht unnütz abbrennt. (Es gibt Reparatur-Heizdochte).
 Mit 15ml Rauchöl sollte etwa 30 Minuten lang Rauch erzeugt werden können, doch dürfen nur
 10ml (Modellbahn-) Rauchöl eingespritzt werden, von denen danach 5ml wieder abzusaugen sind.
 Überfüllung ist schlecht, da kommt es dann kaum oder sehr spät zur Rauchbildung!

 Montage der Rettungsboote und ein neues Dach am Maschinenhaus

 Eine heikle Aufgabe war die Montage der Rettungsboote. Um die Treppen unter den Rettungsbooten
 anbringen zu können, mussten  zuvor durchgehende "Träger" aus 3x3mm Kiefereleisten durch das
 Maschinenhaus gezogen werden. Diese Auflagen sind am Bordrand des Rumpfes abgestützt, eben-
 so werden die Rohre der Davits am Bordrand abgestützt. Die Boote liegen auf kleinen Bootsauflagen
 auf und sind mittels Seil mit den Davits verbunden. Die Davits sind in Messingrohren drehbar einge-
 steckt.
 
 Um den Dachbereich des Maschinenhauses entsprechend der Ben Ain zu gestalten, wurde eine ABS-
 Platte am Dach aufgeklebt. Das Dach wurde mir Nietenimitaten versehen und Blechstöße eingeritzt.
 Danach war der Anstrich möglich. Als Farbe wurde eine dem bestehenden Holzaufbau ähnliche gewählt:
 Olivbraun RAL 8008.
 Das Maschinenhaus wurde durch seitlich angebrachte, ebenfalls braun gestrichene Handläufe, optisch
 aufgeputzt.

 Infolge der "Kinderbetreuungswoche" (Ferien) ergaben sich nur kurze Bauzeiten, die zB für die Über-
 arbeitung an Brücke und deren Beleuchtung ausreichten. Dabei mussten die Positionslampen und
 deren Kabelführung erneuert werden. Mittels Vorwiderstand konnte die Beleuchtung mit den 3V Lämp-
 chen problemlos vom BEC-Empfängerstrom (5V) versorgt und mit einer Schaltelektronik vom Sender
 aus- und eingeschaltet werden.

 
Streicharbeiten am Rumpf

 Nachdem das Maschinenhaus relativ arbeitsintensiv war und bis auf die Anbringung von Details abge-
 schlossen werden konnte, wurde auch das Deck wunschgemäß in Rot gestrichen. Anschließend konnte
 die Innenseite der Bordwände nochmals mit der braunen Farbe nachgestrichen werden. Jetzt kann die
 Lackierung des Rumpfes beginnen.

 An einem ganzzeitig verfügbaren Arbeitstag konnte der Rumpf mit dem Kiel oben aufgelegt werden und
 die einzelnen Farben danach gestrichenen werden. Der Unterwasserrumpf wird Korallenrot RAL 3016,
 die oberen Bordwandbereiche mit Graphitschwarz RAL 8901 gestrichen. Alle Farben sind in Qualität
 seidenmatt.
 Begonnen wird mit Rot, doch musste davor noch am Austritt der Schraubenwelle die Rumpfform nach-
 gearbeitet und gekittet werden. Dann erst konnte geschliffen, abgedeckt und gestrichen werden. Nach
 zwei Tagen und dem Trocknen der roten Farbe wurde abgedeckt und die schwarze Farbe gestrichen.

 
Anmerkung: Das Streichen der wasserverdünnbaren Hybridlacke bedarf einer speziellen Streich-
 technik mit weichen Pinseln. Möglichst in einem Zug muss der zähflüssige Lack möglichst dünn
 und strähnenfrei verstrichen werden. Wenn keine ausreichende Deckung erreicht wurde, nicht mit
 einem dick gefüllten Pinsel nachstreichen!  Besser aber zeitaufwändig ist es, die Farbschicht  ab-
 trocknen zu lassen und danach nachzustreichen, wobei die Verläufe zum bereits getrockneten
 Lack mit nur leichtem Pinseldruck weich ausgestrichen werden müssen.

 
 
Weitere Arbeiten zur Fertigstellung des Modells

 Das Trocknen der Anstriche des Rumpfes ermöglicht nun langsam die Komplettierung der Aufbauten
 anzugehen. Davor ist es jedoch erforderlich, ohne den Aufbauten einen Überblick über die Schwimm-
 lage des Modells zu bekommen und es vorläufig zu Trimmen.
 Die vor der Wasserung vorgenommene Wiegung des Schiffes ergab ohne Akkus 2960g. Um das
 Schiff erstmals zu trimmen, wurden zwei alte 6V Bleiakkus in den Rumpf gegeben und zwei kurze 2S
 Lipos draufgelegt. Im Wasser konnte der Antrieb mit den 2S Lipos erprobt werden, wobei sich zeigte,
 dass der Propeller dzt. bei höherer Drehzahl Luft saugt. Darüber hinaus war der Rumpf um gut 1cm zu
 hoch aus dem Wasser. Darauf wurden 500g Blei vor den Akkus im Laderaum eingebracht und das
 Schiff näherte sich der Wasserlinie. Damit war fürs erste klar, wo Gewicht hin muss und dass unbe-
 dingt Bleiakkus verwendet werden müssen, die auch zur Senkung der Motordrehzahl verhelfen.
 Das Gewicht des theoretisch betriebsbereiten Modells kommt derzeit auf 5260g.

 Am nächsten Tag wurde die Aufklebung der Brücke vorgenommen. Dabei wurde auf die richtige
 Lage geachtet, damit die Optik stimmt. Nach einer am nächsten Tag erfolgten Durchschau schien die
 Brücke nicht richtig zu sitzen, da mit Durchpeilhilfen festzustellen war, dass der Rumpf in sich verdreht
 ist, was eine Schiefstellung der Brücke erkennen ließ. Die wieder abgenommene Brücke wurde nach-
 gearbeitet, um danach optisch bestmöglich ausgerichtet wieder angeklebt zu werden. Tags darauf
 wurden beidseits die Seitenwände der Brücke und deren beidseitige Abstützungen am Rumpf ange-
 passt und angeklebt.

 Nachdem die neuen 6V Akkus und der Spannungswandler 6V > 12V und das Rohr für den Schorn-
 stein angekommen waren, wurden zuerst die Akku-Stecker für den 6V Akku-Parallelbetrieb gefertigt
 und die Verkabelung des Spannungswandlers angefertigt.
 Der Probebetrieb des Spannungswandlers für die Funktion des Rauchjgenrators verlief jedoch erfolg-
 los, wobei auch das Hochdrehen der abzugebenden Spannung auf 15V, keinen Rauch entstehen ließ.
 Daher wird ein kleiner 3S 1400 Lipo verwendet der ausreichend lang Raucherzeugung ermöglicht.

 Ein Rauchtest durch den provisorischen Rauchfang wurde vorerst mit dem langen Silikonschlauch
 versucht. Der dabei raketenenartig aussrömende Rauch sah nicht gut aus. Es wurde der nur 5cm
 lange Schlauch aufgesteckt, was am Rauchrohr einen sehr vorbildähnlichen Rauchaustritt über den
 ganzen Durchmesser des Schlotes ergab.
 Danach wurde der Rauchrohr-Rohling auf die geforderte Länge gekürzt. Um den Schornstein ggf.
 steckbar machen zu können (?)  Am Sockel musste  für die Schrägstellung Epoxyharz aufgetragen
 und schräg verlaufend verschliffen werden. Der Schornstein nimmt zum Dach des Maschinenhauses
 einen rückwärts gerichteten Winkel von ca. 4 Grad ein. Der Rauchfang soll verspannt werden, weswe-
 gen vier Befestigungsösen innen im Rohr mit Stabilit angeklebt werden mussten. Am Dach des
 Maschinenhauses wurden die Bodenösen für die Verspannung des Schlotes und Mastes eingeklebt.

 Jetzt konnte mit der Befestigung der diversen Treppen des Brückenbauwerks und dessen vorhan-
 dener Geländer begonnen werden. Fehlenden Handläufe mussten ergänzt werden.
 
 Nachdem nach der Korrektur der Lage der Brücke auch die Mastenaufstellung zum Thema wurde,
 begann ich den vorderen Kranmast Schritt für Schritt brauchbar zu machen. Die unzähligen dünnen
 Garne wurden entfernt, da ihre Endlagen unbekannt und nicht am kleinen Plan nachvollziehbar waren.
 Dazu war auch die Anklebung der Kranwinde am Deck erforderlich. Unklar ist mir, wo die Seile für
 die Hebung des Kranbalkens laufen, da der ja seitlich auslenkt. Hier muss ich einen optischen Kom-
 promiss finden. Der Kranbalken muss zumindes einseitig auslenkbar bleiben, damit man den Lade-
 raumdeckel abnehmen kann, da darunter die Akkus und die Elektronik untergebracht sind. Daher
 muss er mit einem Kranhaken am Takelgarn in den an der Bordwand befindlichen Ösen einhakbar
 sein.

 Nebenbei ergab sich Nachdenken über die Aktivierung der Positionslampen am Mast und am Ende
 des Maschinenhauses. Die Lampen sollen mit den Positionslampen gemeinsam leuchten. Eine kleine
 Schaltelektronik ist eingebaut und wird mit Kanal 6 geschaltet. Um die Spannung der 3V Lämpchen
 vom Empfängerstrom mit 5V zu senken, wurden 5 Widerstände im Wert von je 5 Ohm (25 Ohm) vor-
 geschaltet.
 Schwierig war die Verkabelung am Kranmast. Dünne isolierte Kupferlitzen wurden am Mast nach
 oben zur Laterne verlegt und angeklebt. Im Rumpf sind sie mit Kabeln an die Schaltelektronik ange-
 schlossen. Nach etwas mühsamer Arbeit gelang es schließlich und alle Lampen leuchteten.
 Nun wurden die Maste eingerichtet und mit wenig PVH Leim eingeklebt. Für die Leitungen zum Top-
 Licht wurde eine Bohrung im Deck neben dem Mastfuß hergestellt.

 Die nächste Arbeit stellte die Verspannung der Maste mit 0,3mm Stahldraht dar. Mit restlichen Hülsen
 von den Verspannungen der Radetzky und dem Draht, wurden die einzelnen Abspannungen einge-
 hengt und durch Quetschen der Hülsen befestigt. Auch die Abspannung des Mastes am Maschinen-
 haus wurde hergestellt. Es fehlte im Moment noch die Abspannung des Rauchfanges, den mein
 Freund selbst farblich gestalten wollte und erst vorbeibringen musste.

 Als weiterer Punkt beim Kran Mast war die neue Seilanlage für die Hebung des Kranbalkens herzu-
 stellen. Da der Balken horizontal bleiben soll, - er hätte auch hochgezogen sein können -, wurde das
 von der Winde über den Balken laufende Seil mit einem Kranhaken versehen, der in den am Bord-
 rand befindlichen Ösen eingehängt werden kann.
 Damit wird der Balken im Betrieb fixiert. Er kann beim Zugang zu den Akkus ausgehängt und zur Seite
 geschwenkt werden, damit wird das Abnehmen und Aufsetzen der Frachtabdeckung gut möglich.
 Die beiden Seile zur Hebung des Kranbalkens werden je auf einer Trommel der Winde aufgewickelt.

 Nachdem der Schornstein verspannt werden muss und der Zugang zu den Spanndrähten leicht möglich
 sein muss, können nur die Bootstreppen unter den Ruderbooten angeklebt werden. Die Boote selbst
 können erst nach Verspannung des Schornsteins dezent mit transparentem Silikon befestigt werden.

 Am Bugdeck wurde nun die Ankerwinde mit den Ankerketten, eine kleine Seilwinde, eine Werkzeug-
 kiste und zwei Decklüfter angeklebt, wie sie mein Freund haben wollte. Weiters wurde nachher ein
 Rauchfang und eine spezielle Kiste am Dach des Maschinenhauses befestigt.
 
 Ein neuerlicher Schwimmtest des fast fertigen Schiffs diente zur Feinabstimmung der Trimmung. Zur
 Einhaltung der horizontalen Schwimmlage wurden Bleiplattenstücke auf der linken Seite und am
 Boden in Richtung Bug eingeschoben und leicht gegen Verrutschen mit PVH-Leim angeklebt. Mittig
 vor den Akkus wurden ca.700g Bleiplatten am Boden mit PVH Leim rutschsicher angeheftet.
 Insgesamt wiegt das betriebsfertige Schiff 5200g, ein beachtliches Gewicht. Jetzt liegt das Modell ge-
 nau auf Wasserlinie und tief im Wasser, eine volle Beladung simulierend.

 Ein erster Fahrversuch ist erst möglich, wenn mein Freund dafür Zeit hat. Allerdings erfuhr ich von ihm,
 dass sein zu Besuch weilender, englischer Schwiegervater und Kenner eines Vorbildschiffs der
 Familie, über das Schiffsmodell erfreut war.

 
       
Rauchgenerator mini 7,2V, 1A, 8W  Anicht Rauchgenerator mit Vorwiderstand für Gebläse Blick auf Einbaulage Regler und  Schaltservo Rauchgenerator unten Hauptschalter (grün = einh) 
  Video vom Rauchtest provisorische Heckansicht die Kohlenabdeckung wird repariert
Kohlenabdeckung und neues Dach  das neu gestrichene Maschinenhaus    provisorisch zusammengestellt
das Rot des Decks sieht interessant aus     Brücke bekam neue Positionslichter
die Brücke ist aufgeklebt       
Sockel des Schornsteins für Schrägstellung vorbereitet Seitenansich Schornatein Schornstein auf Maß gebracht  
Ansicht mit grundiertem Schornstein     Ansicht mit Stiegen
Kranmast wird eingepasst  Positionslampen OK  Ansicht mit verspannten Masten   
  wiewder eine Stufe weiter    
Einbaulage Empfänger  Einbaulage Akku Rauchgenerator  Ansicht Akkurtaum  dr Bug 
Ansicht Brücke mit Stiegen  Ansicht Maschinenhaus  Vorderansicht  wieder fertiger
mit Stehern für den Wetterschutz Blick auf die Dampfwinden am Bugdeck fehlen nioch 2 Lüfter die Kranwinde
     
Lüfter am Bugdeck angekeklébt