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   Schnellboot Gepard, P 6098  -  meine Wiesel-Version   (Graupner) 
 
 
 Die Geschichte von der Entstehung meines Schnellbootes Gepard

 Manchmal entwickeln sich die Dinge ganz anders als man denkt. Da kaufte
 ich mir ein uraltes Modellschiff Condor, um es aufzuarbeiten und meinen
 Enkeln später zu überlassen. Bei der Suche nach dem Boot fand ich das An-
 gebot eines preiswerten unvollständigen Torpedobootes Wiesel, welches ich
 kaufte, um es nach der Aktiveirung der Yacht Condor, im Winter aufzuarbeiten.
 Das angekaufte Boot Wiesel (Graupner) ein, war mit einem ABS-Rumpf  aus-
 gestattet und hatte ein bereits aufgeklebtes Deck in unvollständigem Zustand.
 Es waren drei Schiffschraubenwellen und Ruder eingebaut und lose dabeilie-
 gende Motore und die Reling gab es auch dazu. Die wesentlichen Aufbauten
 und der Mast, die Radaranlage, sowie diverse Kleinteile fehlten.
 Der Aufbau des Schiffs wurde für mich zu einer interessanten Aufgabe, da
 mangels käuflicher Möglichkeit, die Aufbauten und anderen Teile selbst her-
 gestellt werden mussten. Daher war reichlich Arbeit für den Winterr 22 und die
 Corona-Problemzeit vorhanden. Schließlich wurde das Schiff zu einer Mischung
 aus dem Schnellboot Wiesel in seiner späteren Versíon mit den Aufbauten der
 Nachfolgetype Gepard.

 Als jahrzehnte lang aktiver Modellfieger sind mir Schiffe und ihre Bauweise 
 eher unbekannt. Aus welchen Materialien und welche Aufbauten überhaupt an-
 zufertigen sind, bedurfte Umsicht im Internet und in Foren. Schließlich musste
 der nachzubauende Aufbau in allen Teilen gezeichnet und danach die  Einzel-
 teile auf Pappelsperrholz übertragen werden, um danach die Teile aussägen
 und die Baugruppen zusammankleben zu können. USW. Alle Arbeiten und
 neuen Erkenntnisse und Problemstellungen für einen Modellpiloten werden in
 der nachfolgenden Baubeschreibung mit Bildern dargestellt.
 Schlussendlich gelang der Bau und meine spezielle Wiesel-Gepard-Variante
 (mein "Prototyp") war fahrbereit. Und wie das fertige Schiff fährt, wird am Ende
 des Berichtes beschrieben.

 Technische Daten, M 1:40
 Länge: 107cm, Breite: 17,5cm,  Fahrgewicht: ~3,5kg, Tiefgang: ~58mm,
 Motore: 3 x XA 2212 Brushless 820kV (je 60W),  Regler: 3 x Ezrun 18A,
 Akku rasende Erstfahrt: 2 x 3S 3600 parallel,
 Akku standard:  2 x 2S 3200 parallel, Propeller: 3 x 42mm Dm gegenläufig,
 Fernsteuerung:
 Exmitter EX 7 2,4Ghz,  Funktionen: Vorwärts-Stop-Retour, Ruder, Beleuchtung


Torpedoboot Gepard, P6098

Fahrvideo









 Bilder vom fertigen Modell 
       
     
       
Gepard läuft aus Bilder aus dem Video
       
 
 Aufarbeitung eines Schiffsmodells

 Nach dem Auspacken sah ich mir die gekauften Teile an und war damit zufrieden. Drei Motore für 6V
 Betriebsspannung waren da und Stevenrohre mit Schmiervasen waren bereits eingebaut. Im Heck
 waren die Ruder eingebaut. Dass das Boot schon einmal gefahren wurde ist nicht anzunehmen. Auch
 das Deck und einige Kleinaufbauten, alles ABS-Teile, sind vorhanden. Dennoch fehlen die wichtig-
 sten und großen Aufbauten, sodass meiner gewünschten Arbeitswut nichts im Wege steht. Gleich zu
  Beginn wurde ein Ständer angefertigt, damit das Boot künftig ordentlich abgestellt werden kann.

 Bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte, musste ich mich mit mir selbst auf das nachzubau-
 ende Vorbildschiff einigen. Die Wahl fiel schwer, denn ein Torpedoboot Dachs=Zobel ist schon vor-
 handen, daher sollte das Schiff ein anderes Aussehen erhalten. Dabei fand ich an dem vom Typ Wiesel
 (142) weiterentwickelten Schiffstyp Gepard (143) gefallen, welcher als Flugkörperschnellboot bezeich-
 net wird. Jedoch hatte ich mit der dann nötigen Herstellung der Flugkörper Abschussrampen keine
 Freude. Ich habe mich daher für einen gemischten Typ entschieden, auch wenn es diesen in der Realitä
 (vermutlich) nie gab. Das Modell wird also ein Schnellboot Wiesel werden, das noch zwei Torpedorohre
 am Heck hat, jedoch mit den Aufbauten des Schiffstyps Gepard ausgestattet worden ist und daher als
 Schiff "Gepard" bezeichnet wird.

 Bevor jedoch die Aufbauten samt den vielen Details angegangen werden konnten, musste nach mei-
 nem Dafürhalten, zuerst die Antriebslösung und die Anordnung der Steuerung gefunden werden und vol
 funktionsfähig eingebaut sein.

 Jetzt geht es mit der Arbeit los ...

 Vorweg möchte ich anführen, dass ich während des Fertigbaues des Schiffes, mangels besseren
 Wissens, zahlreiche Experimente und Fehlkäufe gemacht habe, was in der Folge zu lesen ist. Das
 führte zu Mehrkosten und Zeitverzögerungen durch die Wartezeiten, bis endlich passende Teile gelie-
 fert wurden. Oft zeigte sich erst bei der versuchten Verwendung der Teile, dass sie den Einsatzzweck
 nicht erfüllen konnten, weil sie zu groß oder zu klein waren etc. Schließlich fand ich bei der Verwirkli-
 chung der einzelnen Baufasen doch eine gute und brauchbare Lösung. Vielleicht hilft die Story meiner
 Bauarbeiten anderen Modellbauern oder meinen Nachfahren, wenn sie sich wundern, weshalb dieses
 oder jenes so oder anders angefertigt/eingebaut worden ist.

 Begonnen wurde mit der Aufarbeitung des Rumpfes damit, dass die teilweise vom Deck abgelöste
 Rumpfhaut von innen her mit Sekundenkleber an die hölzerne Deckumrandung angeklebt wurde. Das
 defekte Abschlussholz des Rumpfes wurde neu angeklebt und der Spalt zum Heck mit einem 4mm Sperr-
 holzteil ausgefüllt. Das verstärkt das Heckteil und schließt gut ab. Auch im vorderen Bereich musste die
 Außenhaut an einigen Stellen nachgeklebt werden. Die bisher zart im Rumpf eingeklebten Hozteile und
 Motorhalterungen samt Motoren wurden entfernt, sodass der Rumpf innen fast wie im Neuzustand war.
 Die locker sitzenden Schmiervasen wurden  mit Stabilit größerflächig verklebt.
 
 Betreffend Motorisierung wollte ich anfangs bei den im Boot befindlichen Motoren bleiben. Da ich von
 der im Torpedoboot Dachs eingebauten originalen Motorisierung jedoch nicht begeistert war, wolte ich
 das Boot zu etwas flotterer Fahrgeschwindigkeit bringen. Daher wurde anstelle der 6V Gleichstrommo-
 tore auf Brushless Motore umgerüstet. In beiden Fällen fehlt mir aber die Kenntnis, was gut ist und funkti-
 oniert, sodass die spätere Erprobung erst zeigen wird, ob die auf Internetinformationen gestützte Umrüs-
 tung erfolgreich sein wird. Mit der Umrüstung auf Brushlessantrieb war auch die Besorgung von 3 geeig-
 neten Reglern notwendig, jedoch für mich Unkundigen sehr schwierig.

 Im Verbund mit der Motorisierung galt es auch, möglichst geräuschmindernde Wellenkupplungen zu fin-
 den. Kostspielige Versuche verliefen geräuschvoll, doch konnten letztlich schwarzen Navi-Doppelgelenk-
 Kardankupplungen gefunden und eingebaut werden. Die danach noch auftretenden Geräusche stamm-
 ten von den Schraubenwellen, da deren axiales Spiel zu groß eingestellt war.
 
 Das Farbschema

 Beginnt man den Aufbau eines Modells, bedarf es auch einer Idee, wie die Farbgebung aussehen soll.
 Zwischendurch forschte ich also nach, welche Farbgebung mein Wiesel am Ende bekommen soll. In
 einem Forum konnte ich die Farbgebung des Wiesel nach den Überarbeitungen in 1976 finden. Dem-
 nach wurde gegenüber den Jahren davor die dünklere Farbvariante angewendet:
 Aufbauten: senkrechte Flächen RAL 7000, waagrechte Flächen RAL7012. -  Bei mir alles RAL 7000.
 Rumpf: ober Wasser RAL 7000, unter Wasser: Ral 3000, Wasserlinie RAL 9005.

 Die neuen Aufbauten entstehen

 Um die Deckaufbauten herstellen zu können wurden im Internet Zeichnungen und Bilder des Schiffes
 gesucht, die dazu als Unterlage dienen könnten. Zufällig fanden sich bei der Internetsuche neue Bilder
 von einer moderneren und modifizierten Variante des Schiffstyps der Zobel-Klasse (Dachs, Wiesel)
 gefunden, die danach als Gepard-Klasse (143) bezeichet wurde. Die neue Bootsklasse wird als 
 Flugkörperschnellboot bezeichnet und hat keine Torpedos mehr an Bord. Bei diesem Schiffstyp sind
 die Abschussrampen der Flugkörper sehr schwierig anzufertigende Bauteile, deren Herstellung mich
 nicht reizte. Die Torpedorohre und das Drumherum waren vorhanden und gefallen mir besser. Für
 mich ist diese gemischte Variante interessant und ich habe mich entschlossen, sie zu verwirklichen.

 Begonnen wurde mit der Aufnahme der Abmessungen der Aufbauten aus den ausgedruckten  Internet-
 zeichnungen und mit deren Umrechnung auf die Modellmaße. Die einzelnen Teile wurden zuerst auf
 Papier und danach auf Sperrholz übertragen. Danach konnten sie ausgesägt werden. Bedingt durch
 die Optik und Größe der bestehenden Reling, passte der Umrechnungsfaktor beim Höhenmaß der
 Aufbauten nicht. Daher wurden die Aufbauten um 20mm erhöht. Hinterher betrachtet, passte das gut.

 Zwischendurch der Motoreinbau

 Nachdem ich mich noch nicht entschieden hatte, aus welchem Material ich die Aufbauten herstelle,
 hatte ich zwischendurch am Schiffsrumpf weitergearbeitet. Beim Versuch die Motore mit starren Wel-
 lenkupplungen auszustatten, zeigte sich beim Lauftest, dass die Wellen im Rumpf schwingen und Lärm
 erzeugen. Beim Festhalten der Stevenrohre war der Lärm deutlich geringer. Daher wurde ein Spant
 eingeklebt, der auch die Stevenrohre hält und dadurch die Schwingungen und den Lärm wesentlich
 reduziert. Schwierigkeiten wegen Lärmbildung bereiten auch die erstverwendeten roten NAVY-Kar-
 dangelenke, doch gibt es für die alten Motore mit 2mm Wellen kaum mehr passende Wellenkupplun-
 gen zu kaufen. Und wenn sind sie teuer. Um das Geld für eine brauchbare Wellenkupplung für die alten
 Motore bekomme ich beinahe einen adequaten (billigen) Brushless Motor und dazu passende kosten-
 günstigere Wellenkupplungen.

 Die Brushlessmotore werden wegen ihrer höheren Leistung das Boot schneller machen, sodass es
 dem  Originalfahrbild näher kommen kann. Inzwischen sind die schwarzen NAVY Doppelkardan-Wellen-
 kupplungen 4>4mm eingetroffen. Sobald die Motore und deren Haltebügel da sind, kann es an den
 Einbau gehen. Die erste Brusless-Lieferung kam mit falschen Motoren mit zu hoher Drehzahl. Es mus-
 sten andere nachbestellt werden und zuletzt wurden XA 2212-Motore mit 820kV und je 60W Leistung
 (drei Motore gesamt theoretisch 180W?, Wahnsinn!) geliefert.

 Der Einbau der Motore mit den zugekauften Motorbefestigungen würde auf den Außenwellen keine
 knickfreie Einbaulage zulassen. Daher musste eine andere Motorbefestigungsvariante gewählt werden.
 Bei der neuen Variante werden die außenliegenden Motore an einem Spant montiert, der an drei, mIt
 dem Rumpf verklebten Befestigungen mit M3 Schrauben  angeschraubt ist. Der etwas geneigt montier-
 te Motorträgerspant erlaubt, dass die Kardangelenke nahezu Knickfrei laufen können. - Durch diese
 Befestigungsmethode können die Motore samt Spant abmontiert und von den Wellen abgezogen werden.
 Schwierig war die Ermittlung des möglichst genauen Punktes, wo jeder Motor am Spant befestigt werden
 muss. Das gelang mit einem auf den Schraubenwellen aufgeschobenen Messingrohr. Die Anfertigung der
 Befestigungslöcher der 2 Motore war nicht einfach. Der mittlere Motor konnte mit einem Motorträger auf
 einem, die notwendige Motorneigung aufweisenden Holzklotz, angeschraubt werden.

 Nach dem Eintreffen der drei Ezrun 18A-Regler wurde deren Funktion überprüpft. Ohne dem Wegpro-
 grammieren der Bremsstellung funktionieren die Regler bereits annehmbar gut. Um die Regler geord-
 net unterzubringen wurden sie auf einer am Rumpfboden aufliegenden 2mm Sperrholzplatte samt den
 zugehörigen XT60-Steckern usw. befestigt. Nach  Anfertigung der Verdrahtung der Akkustecker auf der
 Reglerplatte konnte der erste Testlauf der drei Motore stattfinden. - Es hört sich ungewöhnlich an, der
 gesamte Antrieb ist aber nicht zu überhören. Wenn der Motor abgeschaltet wird, erklingt ein heller
 Glockenton, wie er bei einem alten Maschinentelegrafen auch zu hören war. Ob man den Ton auch
 noch hört, wenn das Boot 50m weit weg ist, wird sich später zeigen.
 
 Nach der Fertigstellung der Platte für die Befestigung der Regler wurden im Heck kleine Befestigungen
 für das Seitenruderservo und für den Empfänger eingeklebt. Jetzt könnte ein Probelauf im Wasser am
 Teich erfolgen, der zur Feststellung der Stromaufnahme dienen könnte, um danach die Fahrzeit errech-
 nen zu können. Um einen groben Überblick zu bekommen, wurde die Stromaufnahme eines Motors
 getestet, indem er außen am Mantel mit einem Lederhandschuh eingebremst worden ist. Dabei wurde
 der Wert von 6A nicht überschritten, wobei jeder Motor bis 12A belastbar wäre. Der gemessene Wert ist
 bestimmt höher als beim Lauf im Wasser. Somit muss durch die insgesamt 36A Akkubelastung mit den
 7200 mAh Akkukapazität eine Fahrzeit von bis zu 30 Minuten Volllast möglich sein.

 Ein Lauftest der drei Motore ließ erkennen, dass die 3 großen Propeller mit 42mm  Durchmesser bei
 den ca.7000 U/Min Höchstdrehzahl einen deutlich merkbaren Luftstrom erzeugen. Wie sich das im
 Wasser auswirkt, ob die Motoren durch die Props merklich eingebremst werden, wird sich zeigen. Und
 vorweg genommen, der Badewannentest verlief gewaltig.
 
 Weiterbau der Aufbauten
 
 Die Wartezeiten zwischen Lieferungen nützend, wurden die am Holz aufgezeichneten Aufbauten aus
 3mm Pappelsperrholz ausgesägt. Das Sperrholz ist leicht und lässt sich gut bearbeiten und bald war
 der Grundaufbau fertig. Nachdem er fertig war,  bemerkte ich, dass die Aufbauten zu niedrig sind, denn
 die Reling war mit 25mm schon halb so hoch wie die Aufbauten. Habe ich mich verrechnet?  Und so
 wie das aussah, gefiel es mir nicht also wurden sie um 2cm erhöht. Jetzt passen die Relationen optisch
 besser.

 Der Vorteil der Sperrholzverwendung besteht auch in Hinsicht auf die spätere Lackierung. Das Holzge-
 bäude wurde zuerst an den Stellen mit Spalten oder Unebenheiten mit Simprops weißem Schnellkitt
 gekittet. Das Gehäuse wurde danach überschliffen und innen und außen mit Porenfüller gestrichen.
 Danach wurde neuerlich ein Feinschliff durchgeführt und noch vorhandenen Unebenheiten nachgekittet.
 Nach neuerlicherm Schliff wurde mit Filler Spray grau der Aufbau lackiert. Nun findet man Unebeheiten
 besser und kann nacharbeiten.

 Die Aufbauten werden mit drei Schrauben am Deck befestigt. Das Deck wird plangerecht mit etlichen
 Kunststoffriegeln niedergespannt. Leider hat der Vorbesitzer die an der Deckunterseite befindlichen
 Auflageleisten nicht genau eingeklebt, sodass das Deck nicht gut aufliegt und nicht wasserdicht ist!

 Die Maste werden angefertigt

 Die Dimensionierung der Maste war problematisch, da aus den kleinen Planansichten aus dem Inter-
 net, das Herausmessen der Rohrdurchmesser nahezu unmöglich war. Mit Hilfe der Fotos von den Ori-
 ginalen konnte ein brauchbares Aussehen erreicht werden. Um die Einzelteile herstellen zu können,
 wurde eine Planskizze mit den notwendigen Ansichten gezeichnet. Mit deren Hilfe wurden die einzelnen
 Rohrstücke abgelängt und an die Natur durch Zurechtbiegen angepasst. Die einzelnen Teile wurden
 zusammengelötet und sind vorläufig steckbar auf den Aufbauten befestigt. So weit man es jetzt sehen
 kann, scheinen die eInzelnen Mastteile optisch im richtigen Maßstab gelungen sein.

 Das Warten auf die Materialzusendung für Mastdetails ergibt die Gelegenheit, die Schiffschrauben-
 wellen mit Abstützungen zwischen der Rumpfunterseite und den Wellenrohren anzufertigen und sie an-
 zukleben. Es wurde dabei darauf geachtet, dass die Wellenrohre nicht verspannt werden. Das Kleben
 ließ sich gut mit dem 2K-Kleber Stabilit durchführen, da er sowohl am ABS-Rumpf als auch an den
 Messingrohren gute Haltekraft entwickelt.

 Weiter ging es mit dem Mastbau, nachdem das Messing-T-Profil für die kleinen Mastausleger eingetrof-
 fen war. Nun konnten die Ausleger aus dem T-Profil ausgeschnitten und für die Verlötung mit dem Mast
 vorbereitet werden. Die Verlötung mit dem Mastrohr ist spannend, da jeder Lötvorgang rasch erfolgen
 muss, damit der zuvor angelötete Ausleger nicht wieder locker wird. 
 Schließlich konnte für den "Mast", die Halterung für den Radardom, eine für mich akzeptable Lösung
 gefunden werden. Ein Ei aus Kunststoff, vom Osterbaum, leistete hier gute Dienste, wenngleich es ein
 wenig kleiner im Durchmesser und in der Höhe ist, als es der Maßstab erfordern würde.
 
 Inzwischen sind die Mastausleger aus Messing fertig und müssen noch mit Bohrungen für die Kabel der
 Mastlampen versehen werden, die für die künftige Beleuchtung notwendig sind. Das Anlöten der Aus-
 leger war eine heikle Arbeit, die mit dem 100W-Lötkolben machbar war. -  Nun wieder das Warten auf
 die Mastlampen etc. Die Dinge kann man leider erst bestellen, wenn man weiß wie groß die Teile ge-
 worden sind, auf denen sie angebracht werden sollen. - Hätte ich einen kompletten Bausatz des Modells
 vor mir, bräuchte ich mir über die Größenverhältnisse keine Gedanken machen, hier aber schon.

 Weiter geht es mit dem Baubericht nach dem folgenden Bilderblock.

       
die Verpackung Wieselrumpf im Ankaufszustand    die Motore gabs auch dazu
zum Rumpf gabs noch Kleinteile   Ruder und Propeller sind eingebaut  
der Heckteil ist defekt  die Heckreparatur Beginn  Rudereinklebung verstärkt  Schmiervasen neu eingeharzt 
probeweise Motoraufstellung  das Deck passt wieder am Rumpf  der Rumpf am neuen Modellständer mit der Steuerung wird gefahren
Plangrundlage für Aufbauten die aufgezeichneten Aufbauten Spanten eingebaut, alte 6V Motore der (falsche) Brushless Motor Var. 1
die Teile für den Aufbau ausgesägt     Aufbau nimmt Form an: Var. 1
Var 1 zu niedrig  Variante 2, um 2cm  höher    der neue Brushless Motor Var. 2 
die Bohrungen für die Motore  Motore probeweise montiert  drei Motore 2212 820kV fix eingebaut Heckansicht mit den 42er Propellern
derzeitige Ansicht der Aufbauten Vorderansicht    
die angeschlossenen Regler  Ansicht der Rumpfeinbauten Akkus, Regler und die Motore  Zeicvhnung für Mastherstellung 
Versuchsaufstellung  Größenverhältnis    nun bekommen die Maste ihre Form  der Radarturm mit Verstärkungen
die Wellenstützen sind angeharzt  die Mastausleger der Radarturm  der Hauptmast mit den Auslegern 

 Geschütze werden gebaut, die Beleuchtung aktiviert, usw.

 Die Formgebung der Geschütze wurde ebenso ein Kapitel bei meinen Bauabweichungen vom Vorbild-
 schiffstyp Gepard. Da die Bauart der neuen Geschütze denen von Dachs=Zobel gleichen sollen,  weil
 die Bauweise einfacher ist als die Eiform der modernen Geschütze, war der Weg zur Herstellung wieder
 über eine Zeichnung zu beschreiten.

 Um die Türme mit ihren Schutzblechen bauen zu können, wurde zuvor eine Zeichnung erstellt, die als
 Bauvorlage dient. Da die Turmummantelung auch schräge Flächen aufweist, wollte ich die Ummante-
 lung der vom Wiesel-Modell angleichen. Doch leider habe ich meine ehemaligen Kenntnisse aus dar-
 stellender Geometrie vergessen. Als Ausweg wurde die Ummantelung probeweise aus dünnem Karton
 angefertigt. Diese angepasste Vorlage wird zur Übertragung auf den Werkstoff verwendet. Schließlich
 wurde für die Ummantelung des Drehturms ein 1mm Sperrholz verwendet und in ganzer Länge der Um-
 hüllung auf der Grundplatte aufgeklebt. Durch das Sperrholz kann die vordere Front nicht so wie gezeich-
 net eckig verformt werden sondern bleibt rundlich. Eventuell gelingt nachträglich mit Hilfe von und mit
 Wärmebehandlung doch eine Angleichung an die Zeichnung. - Nein, es gelang nicht.

 Die Befestigung der Geschütztürme erfolgt mit Schrauben, die es ermöglichen, die Türme drehen zu
 können. Die Fertigung der Kanonen und deren Sockel wird mit Balsaholz vorgenommen. Schließlich
 muss  ich danach trachten, dass die Massen oberhalb des Decks möglichst gering bleiben, damit sich
 das Schiff bei Kurvenfahrt nicht zu weit neigt    Die Kanonenrohre werden beweglich ausgeführt.

 Nun wurde mit dem Anbau der Mastlampen begonnen. Insgesamt wurden 5 Lampen angebaut und
 angeschlossen. Das Einziehen der Kabel für jede Lampe war nicht einfach, doch es gelang. Die
 Lämpchen wurden angeklebt und die Kabel im ca. 8 - 10mm Länge gekürzt und mit den im Mast ein-
 gezogenen Kabel verlötet. Jede Lampe wurde gesondert versorgt, damit allenfalls eine andere
 Schaltung vorgenommen werden kann. 
 Danach wurde mit der Befestigung der Scheinwerfer begonnen. Um das Ausklinken der Scheinwerfer
 aus den Kunststoff Haltebügeln künftig zu vermeiden wurden aus 0,8mm Stahldraht Bügel gebogen
 und in die extra dafür angefertigten Bohrungen in den Scheinwerferteilen eingelinkt. Die Scheinwerfer
 wurden danach montiert.

 Die Verwirklichung einer drehbaren Radarantenne folgte als nächste Arbeit. Der Getriebemotor mit
 der Kupplung für den Stahldraht zum Radarbalken wurde an einem Aluwinkel mit Stabilit angeklebt
 und der Winkel am Aufbau innen angeschraubt.  Der Motor wurde angeschlossen und ein Probelauf
 gestartet. Bedingt durch die Höhe der Akkuspannung kann die Drehzahl der Radarantenne beeinflusst
 werden. Ideal dürften 4,8V sein, sodass ich entschied, die Beleuchtungen und den Radarantennen-
 motor mit einem gesonderten vierzelligen NiMh-Akku zu betreiben. Zur Fertigstellung der Schiffsbe-
 leuchtung wurden die seitlichen Positionslampen am Gehäuse angeklebt und je eine rote und eine
 grüne LED (mit Vorwiderstand 220 Ohm) eingebaut. Dann wurden die Scheinwerfer verdrahtet und
 angeschlossen.

 Jetzt ist zu entscheiden, wie die Beschaltung der einzelnen Lichtquellenerfolgen muss. Um die Licht-
 gruppen schalten zu können wurden zuerst eine 2- und eine 1-Kanal Schaltelektronik im Boot einge-
 baut. Leider gab es ein Problem mit der Exmitter-Steuerung, mit dem Empfänger, da dieser nicht in
 der Lage war, die elektronischen Schaltelektroniken anzusprechen. Die 2K-Elektronik war von Beginn
 an defekt, da sie auch mit der Graupner 35Mhz-Steuerung nicht funktionierte. Daher wurden zwei Mini-
 servos mit Mikroschaltern bestückt, verdrahtet und eingebaut. Sie funktionieren perfekt.
 Auf der ersten Stufe des 3-Stellungs-Senderschalters leuchten die allgemeinen Positionslampen und
 in Stellung 2 beginnen zusätzlich die 3 hinteren Signallampen am Mast leuchten. Zusätzlich kann mit
 einem Schalter am Aufbau díe grundsätzlich mitlaufende Radarantenne weggeschaltet werden. Mit
 dem zweiten Schalter am Sender können  beide Scheinwerfer geschaltet werden.

 Die Stromversorgung der Beleuchtung erfolgt über einen gesonderten 4,8V-Akku, Obwohl die Lampen
 6V vertragen soll kein 5-zelliger Akku verwendet werden, um eine Zerstörung der Lampen zu vermeiden.
 Das Tauschen der Lampen am Mast ist nahezu unmöglich und ich möchte mir diese schreckliche
 Arbeit künftig ersparen!

 Arbeiten an den Aufbauten und am Deck

 Farblich habe ich mich inzwischen auch entschieden und es werden das Deck und die Aufbauten etc
 in Steingrau (RAL 7000) gestrichen. Der Rumpf wird oberhalb der Wasserlinie ebenfalls im gleichen
 Farbton wie die Aufauten lackiert. Unterhalb der Wasserlinie wird Feuerrot (RAL 3000) verwendet.
 
Damit ergibt sich ein optischer Unterschied zu unserem zweiten Schnellboot Wiesel (P 6093), wel-
 ches genau dem Graupner Bausatz und der damaligen hellen Farbgebung entspricht.

 Langsam werden die technischen Arbeiten beendet und die Fertigstellung und Ausstattung der Auf-
 bauten kann weitergeführt werden. Die Türen, Stiegen, Deckel und die Handgriffe am Aufbau wurden
 angeklebt, die Mastkonstruktionen ebenfalls. Die Unterseite des Decks wurde mit Porenfüller gestri-
 chen, um gegen Feuchtigkeit geschützt zu werden. Nach Trocknung des Anstriches der Aufbauten
 wurden alle Fenstercellonscheiben eingeklebt und eine Innenbeleuchtung der Brücke eingebaut und
 verdrahtet. Um die Aufbauten leicht abnehmen zu können, wurde das Kabel für die Beleuchtung mit
 einer Steckverbindung ausgerüstet.

 Schwierig gestaltete sich die Anbringung der Reling am Oberdeck, da die Beschaffung von baug-
 leichen Relingstützen wie am Rumpf offenbar ein Problem ist. Es gibt Stützen gleicher Art, von KRICK,
 die aber nicht zu den schon vorhandenen Stützen passen, die natürlich eine andere Bestellnummer
 haben. Darauf muss man aber erst kommen, denn nebeneinander sieht man die Stützen nicht abge-
 bildet oder angeboten!. Insgesamt 20 Stück werden am Aufbau benötigt, doch sind erst 10 passende
 angekommen. Durch weitere Fehlkäufe mit Lieferzeitverzögerungen, kamen 50 Stück dünne Stützen
 gleicher Höhe und Bohrungsanzahl zusammen. - Als Verbindungsdraht wird jetzt ein vorhandener
 0,6mm Messingdraht verwendet, der vor der Verwendung erst mühsam geradegebogen werden muss
 Damit der Draht hält, wird er an einigen Stellen mit Sekundenkleber fixiert. Weiters konnte die während
 der Arbeiten am Rumpf abgenommene Deckreling wiederum montiert werden. Die Stützen wurde
 ebenfalls mit Sekundenkleber gesichert und gestrichen. Noch fehlen 10 Stück Stützen, die hoffentlich
 bald eintreffen, damit die obere Reling fertiggestellt werden kann.

 Damit das Schiff optisch aufgewertet wird, wurden die Signalflaggen wie bei den Vorbildschiffen nach-
 empfunden umd am Mast aufgezogen. Die Flaggen wurden aus weißem Papier hergestellt, welches
 beidseitig mit Filzschreibern und Lack bestrichen worden ist. Zwirnfäden wurden zwischen den Mast-
 auslegern und dem Mastgerüst gespannt und die Flaggen mit Sekundenkleber angeklebt. - 

 Schwimmtest und Ausbalanzierung

 Um abschätzen zu können, ob das Schiff richtig schwimmt, wurde ein Schwimmtest in der Badewanne
 durchgeführt. Zuvor erfolgte die Einbringung von Bleiplatten am Schiffsboden und wurde beobachtet, ob
 die richtige Schiffslage auf Wasserlinie erreicht wird. Die Bleiplatten werden zu diesem Zweck so lange 
 im Schiff verschoben oder zusätzliche Platten ergänzt, bis die Schiffslage passt. Die Bleiplatten werden
 nach der Testung (lösbar) mit PVH-Leim eingeklebt, damit sie nicht verrutschen können.

 Um die Gewichtsverteilung der Schiffslänge nach schon vor dem Wassern annähernd vorzubereiten,
 wurde eine Wiegung durchgeführt, bei der einmal das Heckgewicht und dann das Buggewicht gemes-
 sen wurde.Mit den Bleiplatten im Rumpf unter den Akkus, beträgt das  Heckgewicht 1440g und das
 Buggewicht 1410g. Im Wasser wird man sehen, ob die biher eingebrachte Zuladung von 720g aus-
 reicht und das Schiff richtig im Wasser liegt.

 In der Badewanne wurde das Modell ohne Aufbauten ins Wasser gebracht und es schwamm schon
 sehr richtig. Einseitig links wurden 60g Blei eingelegt und die Wasserlinie war im Heckbereich erreicht.
 Mit den Aufbauten ergab sich eine Verbesserung der Wasserlage im vorderen Bereich, wo die Wasserl-
 inie fast erreicht worden ist. Um den Bugbereich noch ein wenig tiefer zu bekommen, wurden zusätzlich
 300g Blei am Rumpfboden befestigt. Beim der ersten Auslauf wird sich zeigen, ob die Lage nun endgül-
 tig stimmt.- Mit Spannung wurde danach das Aufrichtmoment getestet, da Sorge besteht, dass die Auf-
 bauten und das Deck, vielleicht etwas zu schwer geworden sind. Sie wiegen 660g. Das könnte beim
 Kurvenfahren problematisch werden, zumindest aber unrealistisch aussehen.  Die seitlichen Testbewe-
 gungen sahen unkritisch aus, wiewohl das Schiff doch schwankte. Mit den zusätzlichen 300g Blei könnte
 das Verhalten verringert werden. Mit einem voraussichtlichen Gesamtgewicht von knapp über 3kg sollte
 das Schnellboot an die 15km/h schnell fahren können, schenkt man den Angaben und Berechnungen
 aus dem Internet glauben.

 Nun wurde ein Testlauf der Motore vorgenommen und versucht, die Stromaufnahme an einem Akku zu
 messen. Das ganz vorsichtige Einschalten der Motore auf die erste Raste am Sender führte zu einem
 Blitzstart des Bootes und zur Karrambolage mit der Badewanne. Das Rückhalten des Bootes bei da-
 nach auf volle Leistung geschalteter Motore ließ die erhebliche Kraft des Antriebes erkennen. Das
 Wasser in der Wanne wurde zu einem Wildbach. Die während des Vollgaslaufes gemessene Span-
 nung konnte nicht sicher abgelesen werden. Wegen der nur kurzen Laufdauer konnte keine Erwärmung
 der Motore und Regler festgestellt werden. Sollte bei längerer Laufzeit eine größere Erwärmung ent-
 stehen, könnte einüber den Reglern eingebauter Miniaturlüfter eingeschaltet werden.

 ACHTUNG: Für den ersten Betrieb des Schiffes muss der Schalter für die Ruderwegverkürzung (50%)
 auf REDUZIERT geschaltet werden. Erst auf freier Fläche kann der volle Ruderweg eingeschaltet
 werden,  wodurch Schnellfahrt möglich wird. Die Ruderwirkung bei verringertem Ausschlag ist beim
 ersten Auslauf genau zu beachten.

 Nachrüstung eines Lüfters für die Regler

 Um bei der ersten Testfahrt die Erwärmung der Regler notfalls verhindern zu können, wurde ein PC-
 Lüfter eingebaut. Zur Erwärmung könnte es leicht kommen, da vom Aufbau her ist keine Belüftung des
 Rumpfinnenraumens vorgesehen ist. Daher wurde ein kleiner 40x40mm PC-Lüfter mit einem Schalter
 verwendet, der auf einer dünnen Sperrholzplatte oberhalb der Reglerplatte befestigt ist, um den Kühl-
 luftstrom ein wenig zu lenken, wurde beim offenen Spant zu den Akkus hin eine Platte im Rumpfboden
 eingesteckt. Sie soll die Luftströmung zwischen dem Motorspant und der Platte auch zu den außenlie-
 genden Reglern hin ablenken. 

 Die Stromversorgung des 12V-Lüfters erfolgt direkt von den 3S-Lipo Akkus und sie ist schaltbar aus-
 gelegt. Nach dem ersten Fahrbetrieb kann entschieden werden, ob der Lüfter künftig eingeschaltet
 werden muss, oder ob ohne Kühlung gefahren werden kann. Insbesondere bei niedriger Fahrgeschwin-
 digkeit soll ja bei Reglern mehr Abwärme entstehen als bei Vollast (?). Man wird es sehen. 

 Eine Schiffsbesatzung und die Reling am Oberdeck werden ergänzt

 Um dem Schiff etwas "Leben" einzuhauchen, wurde eine kleine Besatzung an Deck ergänzt. Die
 Figuren von Italeri sind im Maßstab 1:35, also eher unmerklich größer als der Schiffsmaßstab 1:40 ver-
 langen würde. Eine Schnellbootbesatzung von Italeri musste dafür herhalten. Nach der Bemalung konn-
 ten die Figuren am Deck positioniert und angeklebt werden und sie beleben das Modell. -  Und wenn
 endlich die richtigen Relingstützen da sind, kann die Reling am Oberdeck fertiggestellt werden. Tat-
 sächlich erlebte ich es noch, dass die richtigen Stützen ankamen und am Oberdeck angebracht werden
 konnten.

 Der Bericht über den ersten Auslauf folgt nach dem Bilderblock.
 
der Dachs-Geschützturm als Muster Zeichnung für die Ges hütztürme  das Turmgehäuse: einfach, ohne Ecken  
Türme mit Kanonengestell  Kanonen mit Rohren   Anpassprobe für diverses Deckzubehör ...langsam wird es fertig
vorderer Geschützturm  hinterer Geschützturm   so sind die Lämpchen angebaut der Mast mit allen Lampen.
Scheinwerfer vorn mit Gewinde   Scheinwerfer hinten Soeziaslbefestigung  der Getriebemotor für das Radar 
die (leider nötige) Antriebswelle  der montioerte Getriebemotor und Kabel der Mastlichter Radarantenne provisorisch aktiv  
alle Positionslampe in Betrieb  die beiden Schaltservos  Deckunterseite mit Stecker zur Trennung Türen, Deckel, Handgriffe montiert 
  Aufbau miit beleuchteter Brücke  Scheinwerfer eingeschaltet  zwischendurch eine Seitenansicht
Ansicht oberen Reling am Aufbau    alle Deckaufbauten festgeklebt  
die Antenne über das Deck geführt  Brücke mit Windschutz  Schiff beleuchtet   
  Lüfter für die Regler  Empfänger, Schaltservos, Ruderservo  die Kleinigkeiten werden mehr
Besatzung auf der Brücke Besatzung am Geschütz Torpedowarte endlich obere Reling fertig
endlich ist dir rote Farbe dran endlich Rumflackierung abgeschlossen   der Slipwagen für Gepard
  
 Die Fertigstellung des Schiffes und die erste Erprobung

 Nach der Lackierung der Aufbauten
wäre noch der Rumpf oberhalb der Wasserlinie in Steingrau
 und der Unterwasserteil in Feuerrot zu lackieren. Es war schon von Beginn an klar, dass der rote
 Lack nicht gut am  ABS Rumpf haftet. Ich hatte Hoffnung, dass die Haftung nur an einígen Stellen
 schlecht wäre, doch nach dem Abzug des Abdeckbandes nach dem Streichen des Oberwasser-
 rumpfes, waren alle Hoffnungen vernichtet. Mit dem Abdeckband gingauch sehr viel der roten
 Farbe mit ab.
 
 Um den Unterwasserrumpf neu zu färbeln, muss der alte Lack weg und die Rumpfoberfäche haftend
 gemacht werden. Ohne Schleifarbeit muss das gehen und so besorgte ich mir ein Abbeizmittel aus
 dem Modellbau, welches von Carson angeboten wird. Schon der erste Test, bei dem das Mittel mit
 dem Pinsel auf einer kleinen Fläche aufgetragen wurde, war ein Misserfolg. EIn weiteres Bestrei-
 chen der Stelle war kaum erfolgreicher.
 Da kam die Idee, den Lack so abzubekommen, wie er mit dem Abdeckband beim Grau streichen
 abgegangen ist .Und tatsächlich ließ sich der Lack mit braunem Packband bravourös abziehen.
 Kleine Reststellen wurden nass abgeschliffen, wie auch der ganze zu lackierende Rumpf.

 Die Schwierigkeit beim Abdecken des grauen Bereiches war, dass mit dem Abdeckband beim
 Abziehen der graue Lack mitging. Daher wurde mit einem 3mm Abdeckband gearbeitet, und darauf
 wurden mit ebenso schmaler Klebefläche, Zeitungen am schmalen Abdeckband aufgeklebt. Dann
 wurde windstilles Wetter und ein Sonnentag abgewartet und der Rumpf mit Belton Spray Feuerrot
 lackiert. - Das Abziehen der Zeitungen und des Abdeckbandes verlief ohne weitere Lackablösungen
 bei der grauen Farbe.

 Vorteilhaft ist, dass die originalen Wieselrümpfe an der Wasserlinie zwischen Rot und Grau eine
 schwarze Linie haben. Um nicht im grauen Bereich zu Lackablösungen durch Abdeckband zu kom-
 men, wurde ein 7mm breites schwarzes Kunststoffzierband aus dem Automobilbau aufgeklebt. An
 den Enden wurde mit Sekundenkleber ein besserer Halt hergestellt. - Fertig!
 
 Endlich sind die Arbeiten am Schnellboot weitestgehend abgeschlossen. Lediglich die Nummerie-
 rung und das Namesnschild werden erst später angebracht. Jetzt wäre die erste Fahrerprobung
 möglich gewesen, doch das Fahrwasser war im Feber mit einer Eisdecke verschlossen.

 Der erste Auslauf

 Am 26. 6. 21 war endlich das Wetter einladend und ich hatte Mut zum ersten Auslauf des Schiffes.
 In  Internetforen war beschrieben worden, dass das Schiff mit Übermotorisierung schwierig zu fahren
 sei. Daher wurde der Start hinausgeschoben. Das Schiff kam endlich ins Wasser. Akkus waren
 damals 3S 360o, die für mehr als rasante Fahrleistungen sorgten.

 Der erste Test am Teich diente der Erprobung der Schubkraft des Bootes. Die Schrauben waren
 im Wasser, der Bug lag noch am Schotter im Wasser auf. Nach geringer Vorwärtssteuerung schob
 sich das Schiff vehement am Schotter in Richtung Ufer. Das genügte mir, um zu erkennen, dass die
 Motore sehr kräftig sind.- Am Sender wurde daher der Schalter zur Reduzierung der Leistung auf 50%
 umgelegt, damit durch zu schnelle Fahrt kein Malheur geschieht. Mit Rückwärtsfahrt ging es danach
 flott auf den Teich hinaus. Danach, mit noch geringer Geschwindigkeit ging es in die erste enge Kurve.
 Der Aufbau neigte sich gering nach außen, so wie es auch die Vorbildschiffe tun. In gerader Fahrt
 wurde voll beschleunigt und das Schiff wurde ziemlich flott. Kurven wurden mit großen Radien gefa-
 ren, doch alles funktionierte hervorragend.

 Da ich bei den Testfahrten mit der rechten Hand die Videokamera bediente, musste ich die bisherige
 Fahrt mit der Linken, auf dem am Bauch hängenden Sender steuern. Um auf volle Leistung zu schalten,
 mussten die Videoaufnahmen beendet werden. Danach führ ich hinaus und beschleunigte das Schiff.
 Als die Endgeschwindigkeit erreicht war schaltete ich den Reduktionsschalter auf volle Leistung. Es
 ergab sich eine ruckartige Beschleunigung und eine enorme Bugwelle. Aus der Entfernung war nicht
 zu erkennen, ob Wasser auch auf das Deck spritzt, sodass sofort wieder die Leisdtung reduziert wurde,
 weil auch bereits eine Kehre zu fahren war, da das Ufer rasch näher kam. Bei einigen weiteren Ver-
 suchen erkannte ich, dass die Kurvenfahrt mit hoher Fahrt sehr problematisch werden könnte und dass
 der Teich bei dieser Fahrgeschwindigkeit zu klein wird. Ich führte die weiteren Fahrten nurmehr mit 50%
 Leistung durch.

 Am Ende der Fahrt fühlte ich die Temparatur von den Motoren, Reglern und Akkus und war froh, dass
 sie sich kaum warm anfühlten. Eine Kontrolle nach Wassereintritt zeigte, dass einige Tropfen im Rumpf
 waren. Bei genauerer Beschau am Bautisch stellte sich heraus, dass die Wellenöler nicht festgezogen
 waren und vermutlich dort ein wenig Wasser einsickern konnte. Die Öler wurden festgezogen und  nach-
 her mit Nitro entfettet und mit Stabilit ummantelt und abgedichtet. Die nächste Testfahrt wird zeigen ob
 noch Wasser eindringt.
 
 Um den Sender nicht umprogrammieren zu müssen wurde versucht, anstelle der 3S Lipo Akkus nur 2S
 Akkus zu verwenden. und die Ruderwegverkürzung nicht einzuschalten. Die Drehzahlmessung am Bau-
 tisch ergab, dass die Motore mit 3S Lipo Akku ~9000 U/Min bei 100% Leistung im Leerlauf drehen.
 Mit der 50%-Schaltung drehen die Motore etwa 4400 U/Min.  Wird ein 2S Akku mit 100% Leistung
 verwendet, sinkt die Drehzahl auf 6050 U/Min. Das bedeutet, dass die Umstellung auf 2S Betrieb das
 Schiff für normalen Betrieb besser verwendbar macht, es aber doch ein wenig schneller fährt als zuvor.
 Die nächsten Fahrten werden mit 2S Lipo gefahren.

 Fahrt am 15.08.2022

 Die Gepard wurde zu Wasser gelassen und mit steigender Leistung beschleunigt. Die Fahrgeschwindig-
 keit mit der 100% -Einstellung ist schnell, natürlich nicht aggressiv wie im 3S-Akkubetrieb. Trotz vorsichti-
 ger Kurvenfahrt krängt das Schiff stark in Linkskurven; in Rechtskurven weniger. Das Schiff schwankt nach
 den Kuven weiter, was darauf hindeutet, dass noch mehr Gewicht ins Schiff müsste, damit es noch tiefer
 auf  Wasserlinie kommt und weniger auskrängt.

       
Gepard läuft aus Bilder aus dem Video Fahrvideo
      Bild vom 15.08.22