Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   Feuerlöschboot Düsseldorf     (Robbe)   -  Wiederinbetriebnahme

 
 
Während einer netten Unterhaltung zum Thema Modellbau und meiner Modell- 
 schiff Aktivitäten, bot mir mein Klubkamerad seine zwei Schiffsmodelle an,
 die er am Dachboden seit langem stehen hat. Er meinte, ich solle sie abholen
 kommen, denn sie stünden bei ihm unnütz als Staubfänger herum und ich wäre
 in der Lage, sie sinnvoll verwenden zu können. Er sieht, dass mir Schiffe Freude
 bereiten und da er bestimmt nicht mehr damit fahren wolle, gibt er sie mir gerne
 ab. Sein einziger Wunsch wäre, dass er einmal mit mir und den Schiffen einen
 Fahrtag erleben möchte. Wenn  die Schiffe einmal betriebsbereit sind, dann
 vereinbaren wir ein Treffen.

 Die geschenkten Schiffe sind beide von Robbe. Es sind die Yacht Marauder
 und das imposante Feuerlöschboot Düsseldorf. Die Schiffe hat ein Verwandter
 meines Freundes, der vor Jahren verstorben ist, aufwändig gebaut. Er "erbte"
 später die Schiffsmodelle und hat sie am Dachboden deponiert.

 Begonnen wird mit der Reaktivierung des technisch aufwändigen Feuerlösch-
 bootes mit den drei benütz- und drehbarenen Löschmonitoren.
 
 
Technische Daten Feuerlöschboot Düsseldorf, Maßstab 1:25:
 Länge 1160mm, Breite 250mm, Gewicht: 7750g (vor der Feintrimmung),
 Antrieb: 2 x Robbe-Getriebemotor Navy-Kompakt 6V, Prop 3 Blatt 50 Dm,
 Antriebsakku: 4 x Bleiakku 6V 3400 parallel,
 Akku BEC für Empfänger 5 V,3A: Lipo 3S 3000 Red Power,
 Akku Wasserpumpe: Lipo 3S 3000 Red Power, 
 Regler f. Antrieb: Robbe Maxi 540y, Regler f, Wasserpumpe: Robbe mini 200,
 Fernsteuerung: Flysky i6X (6), Telemetrie: Motortemperatur, Akkuspannung,
 Sonderfunktionen: 2x Drehung Löschmonitore, 2 Strahlrohre senken / heben,
 Wasserpumpe für 3 Löschrohre


Feuerlöschboot  Düsseldorf (Robbe)
Fahrvideo Werfthafen





Düsseldorf auf Fahrt
Fahrvideo

 Die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme

 
Die Schiffe bekam ich also geschenkt, da für den Freund Modellflug interessanter ist. Ich erhielt das
 Feuerlöschgboot Düsseldorf und die Yacht Marauder. Zusätzlich gab es die zugehörigen Fernsteue-
 rungen auch noch dazu, wobei ich vermute, dass die zum Feuerlöschboot gehörende Futaba F 14
 neu und unbenützt ist. Folglich dürfte auch das Schiff noch nicht im Wasser gewesen sein.
 Zuerst möchte ich das schöne und interessante Feuetröschboot mit den vorhandenen  Einbauten
 aktivieren und danach die Yacht Marauder überarbeiten.


 Der Beginn der Überarbeitung des Feuerlöschbootes

 Das Löschboot ist entsprechend dem Plan schön und ordentlich aufgebaut worden. Trotz der vielen
 Kunststoffteile im Bausatz ist für den Erbauer der Bau des Schiffes mit seinen zahlreichen Details
 etc. ein gewaltig aufwändiges Projekt gewesen. Hut ab!

 Hervorzuheben sind die drei  dreh- und schwenkbaren Löschmonitore, die auch einige Meter weit
 spritzen können. Die Schwenkantriebe der Lösch-Monitore sind nach Plan gebaut worden, doch ver-
 mutlich durch das lange Lagern des Modells war die Funktion nur gering gegeben. Auch die Schlauch-
 anschlüsse zu den Strahlrohren und deren Hebe-und Senkvorrichtung der Rohre bedürfen Arbeit, um
 sie wieder funktionstüchtig zu machen. Da fiel später noch Mehrarbeit an, aber das freut mich, denn
 damit habe ich eine interessante Beschäftigung und dannach Fahrspaß mit dem tollen Schiff.
 
 Ein starkes Servo wurde für den Ruderantrieb verwendet, doch die Ruder ließen sich  auch mit der
 Hand nicht bewegen. Hier und kommt auch  Arbeit auf mich zu.

 Als Motorisierung wurden vom Erbauer zwei  Robbe Navy Kompakt Antriebe eingebaut, wie es von
 Robbe in den Bauunterlagen empfohlen wird. Daraus ergibt sich, dass die Motore mit 6V zu ver-
 sorgen sind.  Noch unklar ist mir, welche  Akkus der Erbauer zum Betrieb vorgesehen hatte. Leider
 kann nicht mehr nachgefragt werden, also werde ich eigene Wege beschreiten müssn und im Forum
 <rc-schiffde.de> nachfragen, um  Empfehlungen zu bekommen.

 Etwas ungewohnt sind für mich die vorhandenen alten Robbe Regler, wobei einer für die Fahrmotore
 und der andere für die Wasserpumpe gehört. Beide Regler sind Markenprodukte von Robbe.
 Nach Sichtung der im Rumpf befindlichen Einbauten wurden die provisorischen Anschlusskabel ent-
 fernt und beide Regler vorerst zum Studium entnommen. Die diversen seltsam gestückelten Servoka-
 bel wurden neu verllötet.

 
Löschmonitore
 Zur Selbst-Einschulung begann ich die Überarbeitung des Bug-Lösch Monitors. Das zur Bewegung
 montierte Servo war nur einseitig befestigt und lose, sodass die Antriebspeese aus den Riemen-
 scheiben herausrutschte. Auf der anderen Seite des Servos wurde daher eine zweite Befestigung
 nachgerüstet und nun läuft die Antriebspeese ordentlich in den Riemenscheiben und der Monitor ist
 in weitem Winkel drehbar. Die Vorrichtung zur Senkung des Starhlrohres fehlt hier und sie wird nicht
 nachgerüstet.

 Anschließend wurde die Bewegungstechnik der am Kajütdach befindlichen zwei Lösch Monitore
 studiert und die Monitore probeweise einzeln händisch gedreht. Dazu wurden einige Tropfen Silikon-
 öl an den Drehpunkten aufgebracht. Auch an den inneren Lagerungen wurde geölt und die Monitore
 per Hand bewegt, bis sie leichtgängig waren.
 Da die Löschkanonen auch höhenverstellbar sind, musste dort ebenfalls Hand angelegt werden, da
 auch die Schwenkmechanismen kaum beweglich waren. Dabei wurden auch die Schlauchanschlüsse
 überarbeitet. Die an den Anschlüssen der Löschkanonen aufgesteckten Silikonschläuche mussten
 mit Sekundenkleber dick gesichert werden. In einem Silikonschlauch bestand ein Knick, der infolge
 einer schadhaften Dehnfeder und ungünstiger Schlauchführung mit der Zeit entstanden ist. Zur Verbes-
 serung wurde die Feder umgekehrt eingeführt und außen am Schlauch eine zusätzliche Feder aufge-
 schoben. wodurch der Knick verschwand.

 Die Drehbewegung der Dachmonitore wurde danach mit aktivem Servoantrieb überprüft. Bei vollem
 Schwenkweg mit dem Drehregler am Sendel, blieb der vordere Monitor immer hängen, da die
 Antriebspeese durchrutschte. Daher wurde die Federspannung erhöht und dann klappte es. Der
 Schwenkweg wurde in beiden Richtungen auf je 90° elektronisch beschränkt.
 Bei den Erprobungen wurde auch das vordere Deckmonitor Servo angeschlossen. Der Bug-Monitor
 kann mit einem zweiten Drehregler, gesondert von den zwei anderen Monitoren, gedreht werden.

 Heikel erwies sich die Überarbeitung des Hebe- und Absenkmechanismus der Strahlrohre. Die Hebel
 der Rohre waren schwergängig und half auch hier Silikonöl. Die Bewegung Hebel per Servo ergibt
 die Senkung der Strahlrohre. Deren Anhebung nach entsprechender Servoschaltung, lässt mittels Zug-
 federn die Hebel wieder nach oben schwenken. Bisher war die Betätighung mittels Dreistellungs-
 schalters so, dass in Mittelstellung beide Löschkanonen nach oben standen. Jede Abweichung des
 Schalters ließ jeweils eine Kanone ein wenig absinken. Die Senkbewegung wird durch einen heiklen
 Perlon-Faden bewerkstelligt.
 Allerdings riss bei den Arbeiten ein Nylonfaden ab und wurde an seiner Stelle ein 0,1mm Stahlseil
 (Fesselflug Litze) eingezogen. Das Seil musste neben dem Silikonschlauch eingefädelt und durchge-
 zogen werden. Es wurde wie der Perlonfaden am kleinen Handrad des Strahlrohrventils und am Servo-
 hebel befestigt. Nun ließen sich die Strahlrohre per Servo ein wenig bewegen. Allerdings hat diese
 Funktion nur beschränkten Reiz, denn die größte Spritzweite wird in der angehobenen Standardein-
 stellung erreicht. 

 Interessant war die spätere Probe, ob die Rohrleitungen dicht sind. 
  
       
Bilder vom fahrbereiten Schiff      
       
Fahrt im Werfthafen       
Feuerlöschboot Düsseldof  Funktion der Löschkanonen                                              Fahrvideo  
Schiff auf der Transportrodel  Vorbereitung für den Fahrbetrieb     das gesch3enkte Schiff  
Aufbau gekippt  die vordere  Wasserkanone die knickfreie Schlauchverbindung   vordere Kanone aus der Nähe 
vorderer Schwenkantrieb     Blick auf den Wasserschlauch  die eingebauten Altsystem Robbe Regler 
Spritzwasserpumpe und Ruderservo  die Antriebsmotore in Serienschaltung Spritzkanonemantrieb im Auigfbau  Messscheibe für Drehzahlmessung
  
 
Arbeiten im/am Rumpf 

 
Wasserpumpe und Löschmonitore - Funktionsprobe  
 Nachdem mir die vorhandenen Robbe Regler älterer Bauart vorerst unbekannt waren, fanden sich
 im Internet Betriebsanleitungen, die mir die Weiterverwendung ermöglichten. Schließlich erfolgte der
 erste Test mit 12V und mit dem kleinen mini 200 Regler, der für die Wasserpumpe dient. Mit K 5
 wird sie geschaltet, wobei zuvor am alten Regler der Stillstand mit einem Poti eingestellt werde
 musste. Mit dem zweiten Poti des Reglers konnte die Drehzahl auf Maximum eingestellt werden .

 Um die Wasserpumpe und die Monitore am Bautisch zu erproben, wurde ein Ansaugschlauch in die
 Ansaugöffnung gesteckt. Aus einem kleinen Wasserbehälter konnte die Pumpe Wasser ansaugen
 und via die Löschmonitore spritzen. Eine Loschkanone spritzte nicht, da die Düsenbohrung verklebt
 war. Sie wurde auf 1mm aufgebohrt und nun spritzt sie wie die anderen Kanonen. Während der
 Spritrzproben kam es im Rumpf zu keinem Wasseraustritt.

 Das Problem der schlechten Drehbarkeit des hinteren Monitors konnte bei den Versuchen geklärt
 werden. Es lag nicht an der Lage der Rohrzuleitungen im Rumpf, sondern verhindert das eingezo-
 gene Drahtseil des hinteren Monitors dessen anstandslose Drehbarkeit. Die Monitore drehen der-
 zeit nur dann einwandfrei, wenn der Dreistellungsschalter in der Mittelstellung steht und sich beide
 Löschkanonen in der gehobenen Stellung befinden.

 
Motorentestläufe
 MIt einem 12V Akku konnte der große Robbe 540y-Regler erprobt werden. Mit den vorhandnen
 losen Kabeln war rasch eine Verbindung hergestellt. Mit K 3 wurde mit dem in Mittelstellung befind-
 lichen Gasknüppel der Lauf der Motore gestartet. Beide Antriebe laufen gut, jedoch läuft ein Motor
 deutlich langsamer.
 Nachdem der Erbauer alle Einbauteile bei Robbe gekauft hat, war anzunehmen gewesen, dass die
 Motore mit 6V Nennspannung laufen, wie es in der Bauanleitung empfohlen ist. Offenbar hat der
 Erbauer des Schiffs gemeint, die 12V seines Akkus teilen sich zu je 6V auf beide 6V Motore auf,
 wenn sie in Reihe geschaltet sind. Dem ist aber nicht so! - Mir selbst war klar, und auch aus dem
 Schiffe  Forum wurde mir bestäötigt, die Motore parallel zusammen zu schalten und sie motorscho-
 nend nur mit  6V zu betreiben.

 Zwischenzeitlich wurden die eingebauten Motore eingehend getestet. Die Drehzahlen waren in
 Serienschaltung erheblich unterschiedlich. Es lag vorerst die Vermutung nahe, eine Schraubenwelle
 laufe ungeschmiert. Um das Problem zu beheben, wurden beide Motore mühsamst ausgebauit.
 Dazu wurde ein speziell angefertigter Imbus-Schraubenzieher verwendet.

 Die Motore wurden nach dem Ausbau einzeln mit einer Scheibe mit zwei Markierungen versehen,
 um damit die Leerlaufdrehzahl messen zu können. In der noch vorhandenen Serienschaltung, drehte
 ein Motor 5500U/Min, der zweite nur knapp 4000U/Min. Die Spannungsmessung an den Motoren
 während der 12V Versorgung zeigte die Differenz auf. Am Motor 1 wurden ~8,5V am Motor 2 nur
 ~3,5V gemessen. -  Mit der späteren Parallelschaltung drehten die Motore 5200U/Min und 5400U/Min,
 also leider auch nicht genau gleich.

 Die Propellerwellen wurden ausgezogen, gereinigt und danach gefettet, wobei auch in das Steven-
 rohr Wellenfett eingedrückt worden ist. Nach dem Einbau der Wellen und der Motore wurde die Ver-
 drahtung der Motore in eine Parallelschaltung geändert. 
 Zwecks Schutz gegen Überhitzung der Motore wurde ein Temperatur Sensor an einem Motorgehäuse
 angebracht. Die außerhalb des Rumpfes fehlende Wellenabstützung nahe den Propellern wurde nach-
 gerüstet.
 
 
Ruderanlage
 Die Ruderanlage war ein Schwachpunkt, denn das Servo konnte die vier Ruder nicht bewegen. Die
 Überarbeitung der Ruderanalge scheiterte anfangs daran, dass das Servo nur durch Losbrechen
 zu lockern und auszubauen war, da man die Befestigungsschrauben nicht erreichen und lösen konnte.
 Offenbar hatte der Erbauer das Servo vor dem  Aufkleben des Decks montiert und gehofft, nie das
 Gestänge aushängen zu müssen. Das Servo wurde versetzt, sodass man es künftig austauschen
 könnte. Die Schubstange musste natürlich angepasst werden

 Anschließend wurden die vier Ruder ausgebaut. Nach der Entfernung de Abdeckung am Deck, 
 konnten die Ruder und deren Verbindungsstangen zwischen den Ruderhebeln kontrolliert werden.
 Hier lag die Ursache der Schwergängigkeit, denn  jeder Ruderhebel drehte sich sehr streng auf 
 seiner Anlenkschraube. Alle Hebelbohrungenwurden nachgebohrt und entgratet und danach waren
 sie leichtgängig. Beim Einbau der Ruder wurden die Ruderwellen mit Wellenfett bestrichen. Dabei
 wurden die oberen O-Ringe wieder montiert. Jetzt bewegen sich die Ruder anstandslos.
 
 
Akkubrett, Akkuwahl und ein Lipo-Tod
 
Das große Akkubrett am Schiffsboden trägt alle Akkus und beide Regler. Es war vom Erbauer noch
 nicht angeklebt worden. Vorsichtshalber wurde es von mir mit 5 Min Epoxy angeheftet und muss
 später noch definitiv angeklebt werden. Daher können wegen des flachen Rumpfbodens unter dem
 eingeklebten Holzboden allfällige Bleiplatten darunter nicht angeklebt werden, da sien dann nichtmehr
 zugänglich sind. Falls es notwendig werden sollte, könnte der Raum unter der Akkuplatte mit Bleikugeln
 gefüllt werden, um den Schwerpunkt niedriger zu bekommen und die Wasserlinie einzuhalten.

 Zur Akkufrage rieten mir meine Freunde im Forum, anstelle eines 12V Bleiakkus oder Lipos, für de
 Antrieb  LiFe-Akkus zu verwenden, da diese im Schiff bleiben könnten und mehr Kapazität hätten.
 Beim ersten Probelauf kam jedoch ein 6V Akku zum Einsatz, doch war zu sehen, dass der Akku zu
 hoch ist und die Schläuche der Löschmonitore die ordnungsgemäße Drehbewegung der Monitore
 verhindern. Das Akkuproblem hat also noch eine andere Seite, die es zu beachten gilt.

 Danach überlegte ich die Lipo-Akkus der SMS Radetzky verwenden, doch allerdings besteht hier
 das Problem mit der Überspannung. Natürlich könnten auch 2S Lipos bei 6V Motoren gerade noch
 verwendet werden, was wiederum erhebliche Bleiplattenbelegung im Schiff erfordern würde. Daher
 kamen Zweifel wegen der Lipo-Verwendug auf.

 Da eine 6V Spannungsversorgung für den Antrieb ausreichend wäre, kann auch das Gewichtspro-
 blem mit je 650g pro Akku, entschärft werden. Allerdings ist die Kapazität bei Blei-Akkus kleinerer
 Bauart nicht überragend hoch, doch fand ich 6V Akkus mit 3400mAh die mittschiffs quer zur Fahrt-
 richtung, vor den Motoren eingebaut werden können. Schalte ich 4 Akkus parallel, ergeben sich
 13,6 Ah Kapazität, was für eine Stunde Normalfahrgeschwindigkeit mit dem Schiff sicher ausreicht.
 So lange bin ich noch nie mit einem meiner Schiffe gefahren.

 Bei den Erprobungen der Steuerung des Schiffs musste, bedingt durch die Weiterverwenndung des
 alten Robbe Reglers ohne BEC, eine extra E-flite BEC-Elektronik verwendet werden, welche zur
 Stromversorgung des Empfangssystems und der Servos dient. - Schon vor längerer Zeit fiel mir auf,
 dass Regler mit BEC-System, trotz Abschaltung mit dem Reglerschalter, ständig Strom ziehen.
 Daher stecke ich die Akkus immer ab, wenn sie noch im Schiff bleiben. -  Einmal vergaß ich abzu-
 stecken und  nach 3 Tagen war ein angeschlossen gebliebener neuer Lipo-Akkus für das BEC
 auf  Unterspannug.abgesunken (anstelle 11,1V nur 1,7V).
 Mit einem Trick versuche ich ihn zu retten, indem ich ihn per Doppelstecker beim Laden eines
 anderen guten Akkus mitladete. Doch kurz gesagt, der Akku hielt zwar danach seine Nennspannung,
 doch eine Zelle lieferte um 0,4V Überspannung, was zeigt, dass der Akku doch beschädigt worden
 ist. Ich musste zähneknirschend feststellen, dass ein Lipo bei Tiefentladung tatsächlich einen Schaden
 erleidet und zum Sonderabfall wird.

 
Reinigung der Aufbauten
 Wie auch bei meinen Modellen üblich, stand auch dieses Modell lange Zeit auf einem Dachboden.
 Mit einem Staubsauger vorzugehen ist nur bedingt möglich, denn da könnten viele kleine Details ver-
 schwinden. Der Versuch, den Staub mit einem Pinsel zu entfernen und ihn zu verblasen war speziell
 am Deck sinnvoll.
 Die roten Aufbauten wurden mit einem mit Silikonöl dezent gefetteten Tuch abgewischt. Dazu wurde
 das Tuch bei Bedarf um einen Pinselstiel gewickelt, um auch die nicht erreichbaren Stellen reinigen
 zu können. Anfangs glänzt der rote Mattlack, doch nach einiger Zeit verleirt er wieder den Glanz.

 
Hebe- und Senkmechanismus der Monitore - Nachbesserungen
 Während der diversen kleinen Arbeiten im Schiff erwies sich die Hebe- und Senkvorrichtung als Pro-
 blemfall. Das von mir ersatzweise eingezogene 0,1mm Stahlseil ist zu steif für die Anwendung und
 wurde wieder entfernt. Daher bewegte sich nurmehr eine Wasserkanone. Doch leider nicht sehr
 lange, denn auch dieser Nylonfaden riss ab.  In der Stückliste fand sich die Angabe zur Beschaffen-
 heit des Fadens: Es ist ein 0,35mm Perlonfaden. Ich werde einen 0,4mm Faden einziehen und hoffen
 er hält länger. -  Im Zuge der Erneuerung des Zugfadens fiel auf, dass beim hinteren Monitor das Füh-
 runghsrohr für den Perlonfaden fehlt. Beim Versuch ein 1,5 mm Messingrohr neben dem Silikon-
 schlauch einzuschieben, wurde der Schlauch beschädigt und muss nun auch erneuert werden.

 Die Reparatur, das gemeinsame Einschieben eines neuen Silikonschlauches und des Rohres war
 eine spannende Aufgabe, die jedoch glückte. Schwierig gestaltete sich das Aufschieben des neuen
 Schlauches auf das Verteilerstück zur Wasserpumpe. Vor der Befestigung des neuen Schlauches
 am Anschluss der Löschkanone des hinteren Dachmonitors, wurde die Federspirale in den neuen
 Schlauch eingeschoben. Der Schlauch wurde danach mit Sekundenjkeber angeklebt.
 Bei der Erprobung der Löschmonitore fiel auf, dass künftig die Lage der Schläuche zu den Dachmo-
 nitoren vor dem Aufsetzten des Aufbaus genau kontrolliert werden muss, damit kein Schlauch abge-
 knickt wird. - Der Test der Löschmonitore war erfolgreich und es gab im Schiff keinen Wassereintritt.

 Der Senkmechanismus wurde mit den neuen 0,4mm Fäden verknüpft und justiert, sodass beide
 Löschkanonen in zwei kleinen Stufen abgesenkt werden können. Wenn die Löschkanonen bei ge-
 spannten Fäden, also bei abgesenkten Löschrohren, gedreht werden, dann drehen sie sich un-
 gleich. Daher muss jede Absenkung vor der Drehung der Monitore ausgelöst werden! Nach einer
 erolgten Absenkung müssen die Rohre zuerst wieder aufgerichtet werden und erst danach dürfen
 die Monitore in die Ausgagngsstellung zurückgedreht werden!
 Vor jeder Absenkung der Rohre müssen die Monitore in die gewünschte Spritzrichtung gedreht
 werden, bevor sie allenfalls abgesenkt werden.

 Nachdem die Absenkung keinen besonderen Effekt bringt, außer dass nur weniger weit gespritzt
 werden kann, sollte diese Verstellung nicht während der Fahrt erfolgen. Die Monitore können zwar
 händisch wieder in Mittelstellung gebracht werden, doch sollte das vermieden werden.
 
 
Die diversen Akkus im Schiff
 Vier 6V  3400mAh Blei-Akkus wurden hintereinander stehend, quer zur Rumpfachse bugseitig vor
 den Fahrmotoren, eingebaut. Dadurch wird  die Einhaltung der Wasserlinie eher möglich und müssen
 weniger zusätzliche Bleiplatten in den Rumpf eingebracht werden.
 Bugseitig vor den Antriebsakkus sind mittig zwischen der Reglern 2 Stk.3S 3000 Lipoakkus einge-
 legt, die a) für die Wasserpumpe und b), für die BEC-Elektronik der Empfangsanlage und die Servos
 dienen.

 Um die vier ABlei kkus in einem Vorgang laden zu können, wurde ein vollautomatisches Vierfach-
 Ladegerät für Bleiakkus (max. 2A pro Akku) gekauft. Mit Kabelanschlüssen mit XT60.Steckern ist
 das eine angenehme Lösung, gleichzeitig alle Akkus laden zu können.

 
Ansaugfilter für die Löschwasserpumpe
 Bei den Fahrten im Waldteich muss mit Verschmutzungen durch Schwebestoffe gerechnet werden,
 sodaß ein feinmaschiger Ansaugfilter angefertigt und in das Ansaugrohr eingesteckt wurde. Der
 Filter ist ausreichend durchlässig. Er ist mit Loctide gegen Verlust gesichert worden.

 
Auswiegen des Schiffs
 Da das Schwimmbad noch nicht geöffent werden konnte, musste die aufwändige Aktion am Teich
 durchgefgührt werden. Vorläufig hat das Schiff 7,75kg Gewicht.
 Zuvor wurden noch zusätzlich bugseits am Akkubrett quer liegend, drei Bleiplatten angeheftet, die rasch
 wieder entfernt werden könnten., falls das sein muss.

 
Berichte von den Testfahrten
 Am 24.6.2024 konnte die erste Fahrt am Waldteich erfolgen. Das Schiff wurde mit dem neuen großen
 Slipwagen zum Teich gefahren und betriebsbereit gemacht. Nach der Funktionskontrolle kam der
 Moment der Wasserung, wo sich zeigen wird, wie das Schiff im Wasser liegt. Die erste Gewichtsver-
 teilung war überraschend in Ordnung. Lediglich das Heck ist ein wenig zu tief im Wasser. Zur Verbes-
 serung wurde nach der Fahrt das Bleiakku-Viererpack um 3cm Richtung Bug verschoben. Nach weite-
 ren Fahrten kann die Schiffslage nachgebessert werden, sodass die Wasserlinie genau eingehalten
 wird. Nach der Fahrt wurde das immer verrutschende Rettungsboot mit Silikon Tropfen gegen Verlust
 angeklebt.

 Am 8. 7. 2924 erfolgte die Langzeit Testfahrt im Werfthafen. Die Verschiebung der Akkus war erfolg-
 reich und das Schiff liegt ideal auf Wasserlinie und macht den Eindruck, es liefe schneller als bei der
 ersten Fahrt. Bei der Fahrt mit Vollgas ergibt sich jetzt eine hochtseigende Bugwelle, die vermutlich zu
 einem Wassereintritt bei den Ankerdurchführungen führte. Beide Ankerklüsen wurden nach der Fahrt
 mit transparentem Silikon abgedichtet und sollte damit das Problem gelöst sein.

 Während mehr als 45 Minuten Fahrt mit überwiegend Höchstgeschwindigkeit, fiel die Akkuspannung von
 6,35V auf 6,15V ab. Die Motortemperatur überstieg 53 Grad nicht, obwohl Lüftungsöffnungen im Aufbau
 vorteilhaft wären.
 
 In Summe gesehen funktioniert das Schiff sehr zufriedenstellend und erscheint mir die Fahrgeschwindig-
 keit im Vergleich mit dem Vorbild, sehr ähnlich. Mein Freund hat mir ein tolles Schiffsmodell überlassen!

 
neue Einbaulage Ruderservo  Blick auf die Ruderankenungen  das Bodenbrett wird prov,. geklebt  Blick auf die Ruder 
4  Antriebsakkus und 2 Lipos für Empfänger und Wasserpumpe der ideale Bleiakku-Vierfachlader Ansaugfilter für Löschwasser  am Abstellort untergebracht
Feuerlöschboot Funktion der Löschkanonen                                              Fahrvideo