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Nachdem
ich schon ein M 1:100 - Modell eines Zerstörers habe, ist
das Inter- esse vorhanden, ein" friedliches Schiff" im
gleichen Maßstab zu haben. Wie bei mir üblich, kaufte
ich ein zu überholendes Modell des Frachters NEPTUN, den ich gerne schön restaurieren möchte.
Das Modell stammt aus Ostholstein (Ostsee) und
dürfte ein Überbleibsel gewesen
sein, welches jetzt den Besit- zer wechselte. Es
sind noch Teile der Fernsteuerung im Schiff, der
Motor etc., die ich weiterverwenden
werde. Nach dem Eintreffen des großen Paketes
mit dem Schiff wurde es geöffnet und es waren
keine Transportschäden zu beklagen. Das Modell ist in gutem Zustand,
bedarf aber einer Reinigung und diverser kleiner
Überarbeitungen.
Vorerst wird das Modell fahrbar gemacht und
erprobt. Später ist Feinarbeit
vorgesehen, um das Modell in einen optisch schöneren
Zustand zu versetzen.
Im Anschluss an die
ersten Probefahrten kam mir die Idee, das Modell zu verändern, um es dem Bild auf dem
Karton des Baukastens von
Graupner anzugleichen, bei dem das
Brückengebäude in Rumpfmitte liegt.
Technische Daten:
Länge 857 mm, Breite 142 mm, Tiefgang 50 mm, Gewicht:
~2365 g M
1:100, Modell war bei Graupner im Verkauf ab 1984. Antriebsakku: Lipo 2S2700 parallel,
Regler: New Rain 35/160A, Propeller: M2 3Bl 30 Dm Fernsteuerung:
Flysky i6X (5)
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Neptun (Graupner)
Fahrvideo
 Neptun
bei Ankauf,
zweiter Fahrversuch

Neptun, neue
Konfiguration |
Bestandsaufnahme, Reinigung und erste Arbeiten
Nach
dem Auspacken des gut angekommenen Schiffs konnte eine
genaue Beschau stattfinden. Dabei war der
Schmutz am Schiff nicht zu übersehen. Im Rumpf sahem die
Dinge sauber und aufgeräumt aus. Der 4K 40mHz
SSM Empfänger war im Schiff, das Ruderservo, der 10A
Regler, der Antriebsakku und ein 4-zelliger
Empfängerakku. Einige Kleinigkeiten waren nachzukleben.
Als Schönheitsfehler fand ich die Reling
mittschiffs, die beidseits nach innen gewölbt war.
Die
Reinigung des ganzen Modells erfolgte mit Seifenwasser
und mit einem Pinsel. Dadurch konnte eine Menge
Schmutz abgewaschen werden, wodurch das Schiff gleich
schöner aussah. Anschließend wurde die
verbogene Deckseitenwand aus Kunststoff nach außen gebogen und
versucht, durch Über- dehnung des Materials die
Verbiegung zu egalisieren. Doch dazu bedurfte es mehr
Aufwand und die Lösung der Seitenwand vom Deck. Die
Klebestelle riss auf und das ermöglichte das gebogene
Mate- rial in der richtigen Lage neu anzukleben. Dabei
zeigte sich, dass der Erbauer den Übergang zwischen Deck
und Seitenwand mit Silikon versiegelt hat, was
bei einrer neuen Lackierung des Decks zu op- tischen
Störungen führen würde.
Technisch wurde eine kleine
Umgruppierung vorgenommen. Der alte 4-zellige Fahrakku,
der Empfän- ger, der Empfängerakku und der Regler
wurden ausgebaut und ersetzt. Das Schiff soll künftig
mit der Steuerung FM 314
gefahren werden. Dazu wurde ein Empfänger mit K52 Quarz gekauft. Inzwischen
konnte ein New Rain 35A
Regler mit BEC eingebaut werden, wodurch künfrtig der Empfängerakku
wegfällt. Zum Betrieb des
Schiffes wird künftig ein 2S-Lipo Akku mit 2700 mAh
verwendet. Der frühe- re Akku hatte nur 4,8V und1200 mAh
Kapazität. Allerdings ist im Schiff ein winziger E-Motor einge- baut
der eine ebenso kleine Schiffschraube antreibt und sich
mit dem bescheidenen Antriebsakku begnügen konnte.
Der erste Fahrtest wird es zeigen, wie sich das Schiff
fahren lässt.
Um einen Überblick auf die
Fahrt des Schiffes zu bekommen, bevor noch die
Verschönerungen er- folgen, wird das Modell mit
der EX 7 Steuerung betrieben. Da der kleine Motor max 6V
aushalten dürfte, wurde im Sender eine
Drehzahlbeschränkung auf 60% einprogrammiert. Ohne der
Reduzie- rung liegt am Motor bei Vollast eine
Spannung von etwa 7,5V an!
Erster
Fahrversuch
Ich wollte einen
Fahrtest durchführen, um erstmal zu sehen, wie das
Schiff im Wasser liegt. Dabei wurde klar, dass der
kleine Motor für die Fahrleistungen des Schiffs völlig ausreichend ist. Allerdings liegt das Schiff zu
wenig tief im Wasser und wurden bereits ca.500g Blei im
Rumpf verteilt. Beim Fahrtest kam es zu gelegentlichen
Windstößen die das Schiff merklich auskrängen ließen.
- Bedingt durch die hohe Schiffslage kam es
beim Erhöhen der Motordrehzahl zu Spritzwasserbildung am
Heck. Auch beim Versuch der Rückwärtsfahrt
sprudelte es am Heck, ohne dass das Schiff in Bewe- gung
kam. Hier wird wohl viel Übung nötig sein, soll mit dem
Schiff eine gesteuerete Retoufahrt zustandekommen.
Mag sein, dass bei der nächsten Fahrt mit noch mehr
Blei und Tiefgang
der Schub des Propellers besser wirken wird.
Im Zusammenhang mit der Ruderwirkung wurde es
in der Höhe um 5mm gekürzt, damit es nicht über den Kielverlauf
hinausragt. Weiters wurde das Ruder ein wenig in
Richtung Propeller vergrößert.
Während der
Wartung des Schiffs kam mir die Idee, das Maschinenhaus
mittschiffs zu verlegen, so wie es auf dem
Verkaufskarton von Graupner abgebildet ist. Nachdem die
Öffnungen im Deck alle gleich groß sind, ist die
Umgruppierung kein Problem. Im gleichen Arbeitsschritt wurde
zusätzliches Blei, an-gepasst an die neuen Gewichtsverhältnisse,
im Rumpf untergebracht. Daduch änderte sich das Gewicht des Schiffes von zuletzt 2200g auf 2365g. Bei
der nächsten Fahrt wird das Schiff ein wenig tiefer im Wasser liegen, was einem beladenen
Vorbildschiff entspricht und eine ruhigere Fahrt bei
Wind ermöglicht.
Um die Zeit zu nützen,
wurde der Schornstein abgenommen und gelb lackiert und
mit dem Buchsta- ben "D" beklebt. Damit hat die
Reederei "D" bereits zwei Schiffe im Hafen.
Zusätzlich wurde ein Mast angefertigt, wie man
ihm am Karton-Foto der Neptung sehen kann. Er wurde mit
einer Attrappe eines Radargerätes und
Lampenimmitationen aus Stecknadelkugeln aufgepeppt.
Nächste Fahrt
Am 15.06.22 war ich wieder mit Neptun am
Wasser und achtete auf die Lage des Rumpfes. Sie passte, solange bauartangepasste Fahrgeschwindigkeit
gesteuert wurde. Mit voller Kraft senkte sich das Heck ins Wasser und der Bug hob sich.
Optisch war das für mich kein Gewinn, größer war die Sorge, dass der kleine Motor die Überspannung nicht
aushält. Ursprünglich wurde der Motor mit
einem vierzelligen NiMh-Akku betrieben, der voll
aufgeladen an die 5,6V bekommen kann. Bei mir wird
der Motor von einem 2S-Lipo betrieben, der Vollgeladen
8.4V haben kann. Bei einer
Messung am Bautisch konnte ich bei der Knüppelstellung
aus dem Fahrbetrieb mit Halblast die Spannung
7,5V messen. Das ist auf Dauer viel zu hoch. Da ich mir
weitere Motoraus- faller wegen Überspannung zu
ersparen, ist Vorsicht angebracht. Erschwerend kommt
dazu, dass es bei der FM 314 keine Möglichkeiten
gibt, kleinere Ruderwege oder gar eine Expo-Kurve
beim Ruder einzustellen. Dadurch ist es für
Ungeübte etwas schwieriger mit
dem Schiff zu fahren.
Um einen
Motorschaden zu verhindern und die Fahrgeschwindigkeit
dem Vorbildschiff anzugleichen, entschloss ich mich, eine Modster XC6
Steuerung zu verwenden, die
sogar ermöglicht, die Motortem- peratur mittesl
Telemetrie am Sender anzuzeigen, um abschätzern zu können, ob der Motor
überhitzt.
Neuerliche
Testfahrt - es wird Zeit die endgültiuge Einstellungen
zu finden Nachdem
alles bereit war, konnte am 23.06.22 wieder eine
Testfahrt unternommen werden. Mit redu- ziertem Gasweg
vorwärts mit 50% und zurück mit 35% und 100%
Expofunktion am Ruder, fuhr das Schiff vorzüglich. Die
Geschwindigkeit kann dennoch etwas flott werden, wenn
der Knüppel ganz vorne bleibt. Und durch die Exponentialfunktion
lassen sich weite Kurven sehr leicht steuern. Braucht
man einmal viel Ruder, dann steht der volle
Ruderausschlag zur Verfügung. Die
Temperaturmessung funktionierte und kam über 45 Grad
nicht hinaus. Allerdings wurde überwie- gend mit "Reisegeschwindigkeit"
gefahren. Am Bautisch wird der Motor bei dieser
Einstellung mit 4,6V angespeist. Bei
Vollgas stehen 7,4V an, was bedeutet, dass man nur kurze
Strecken in Höchst- geschwindigkeit fahren darf. Treibt das Schiff einige Minuten lang am
Teich, sinkt auch die Temperatur. Das reduziert
die Sorge wegen Überhitzung und Motorschaden
erheblich.
Mich
störte an der Optik des Modells noch etwas, ich vermutete es
wären die gelben Kräne. Kurzer- hand wurden sie weiß
überstrichen und das Ergebnmis gefällt mir wesentlich
besser. Und die Contai- ner wurden einheitlich
in Rostbraun lackiert, was den Vorbildern eher
entspricht.
Am
15.7.22 Testfahrt
Das Schiff fährt
ohne jegliche Unstimmigkeiten zu zeigen. Kinder
schwimmen mit einem Riesenboard in Teichmitte und produzierten Wellen, die dem Schiff
wie bei stürmischen Wetter auf hoher See vor- kommen
mussten. Um den Kindern nicht zu nahe zu kommen, umfuhr
ich sie in weitem Bogen und kam offenbar an
einer Stelle den ufernahen Algen zunahe und sie
verwickelten sich ein wenig im Pro- peller. Das Schiff war langsamer
geworden und ich steuerte es an eine ruhige Stelle. Mit
Rückwärtslauf des Prop hoffte ich, dass sich die Algen
lösen würden. Doch nun bewegte sich das Schiff
gar nicht mehr. Ich ließ es treiben und holte das
vorbereitete Polizteiboot
Wien, um die Neptun ans Ufer zu schieben. Die Kinder boten Hilfe an, doch wollte ich es aus eigener Kraft
aus dem Wasser holen. Es gelang.
Die
Fehlersuche dauerte nur einen Moment, denn es war sofort
ersichtlich, dass die Schiffschraube fehlte,
die durch die Alge im Rückwärtslauf abgeschraubt worden
sein dürfte. Der neue Propeller wurde fest
aufgeschraubt, wobei die Festigkeit des Kunststoffs hier
Grenzen setzt! Ein passender Messing- Propeller
wurde gekauft und montiert.
Zuletzt wurden wieder Werbungen
auf den Containern aufgeklebt, die das Erscheinungsbild
auflockern.
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Neptun ist fertig |
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Neptun neu im Graupner-Look |
Neptun bereit für die erste Fahrt |
Fahrvideo
Erstfahrt |
Fahrvideo 2 |
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Fahrtbilder 04.07.2022 |
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Bilder von der
Überholung des Schiffes |
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der Ausgangszustand der Neptun |
diese Einbauten waren vorhanden |
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das Modell nach der Reinigung |
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Blick auf die mittigen Bleieinlagen |
Bleieinlagen im Heckbereich |
das gekürzte abet geänderte Ruder |
Modster-Empfänger mit Temperatursensor |
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