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   Liberty  -  Umrüstung eines Schiffsmodells auf Telecont-Tipp-Fernsteuerung
 
 
 Um die Funktion und Betriebstauglichkeit einer alten Telecont Tipp-Fern-
 steuerung aus den Jahren ab 1960  zu erproben, bleibt alleine schon wegen
 der Größe des Empfängers, nur ein Schiffsmodell übrig. Die Anlage wurde
 daher in meinem Modellschiff  Liberty eingebaut.
 Bei dieser Gelegenheit wird auch ein Tausch der Monoperm Motore (orange) vorgenommen, da die eingebauten einen großen Drehzahlunterschied auf-
 wiesen, der sich bei der Fahrt auswirkte. Neuere Motore der gleichen Bauart
 und Leistung wurden eingebaut.
 Ein Telecont 9K Empfänger mit Graupner Varioton Rudermaschinen wird
 das Schiff künftg steuern.

 Über die Umrüstung und die späteren Erfahrungen beim Betrieb der Steue-
 rung im Schiff, wird nachfolgend berichtet.
 
 
Technische Daten:
 Länge: 1150mm, Breite: 195mm, Fahrgewicht: 6,35kg, Tiefgang ~70mm,
 Höhe über Aufbau: 330mm. Höhe über Mast: 500mm,
 Motore 2x Monoperm Super 6V, Propeller: 3-Blatt 40mm Aeronaut,
 Akku Antrieb: 2x 2S 2700 Lipo, parallel,
 Akkus: Beleuchtung: 1S LiIon 2600mAh,
 Akku für Rauchgenerator: NiMh 5Z 2000mAh,
 
Fernsteuerung:
 Sender: 27mHz
Telecont S2 9K   - Tipp-Fernsteuerung,
 Empfanganlage: Telecont Empfänger E2  9K ,
 Rudermaschinen:
 Fahrtgeschwindigkeit: Fahrtregler GR Varioton (2 Kanäle),
 Umpolschalter: GR Servoautomatic (2K),
 Rudersteuerung: GR Bellamatic (2K),  
 Rauchgenerator Eigenbau Servo-Tipp-Elektronik 1K),
 Funktionen: Geschwindigkeit, Fahrtrichtung, Ruder, Raucherzeuger



Liberty erstmals unterwegs
Fahrvideo Teich (Telecont)



Liberty im Werfthafen
Fahrvideo Werfthafen (Telecont)



Liberty bei drittem Test
Fahrvideo Teich (Telecont)
 



 Einbau der 27 mHz Telecont Tipp-Fernsteuerung


 Schon immer wollte ich eine Telecont Fernsteuerung haben, um damit Modelle zu betreiben. Umso-
 mehr freut es mich, dass ich nun eine reparierte funktionierende Steuerung mit einen neuen HF-Teil
 habe, die mit einen neuen Quarz 27,12mHz bestückt wurde. Ich möchte die Steuerung gerne im 
 Schiff verwenden, um den Unterschied der Steuertechnik im Gegensatz zu meinem zwar bruchfreien
 Flug mit der Graupner Variophon S Tipp-Steuerung, feststellen zu können. Der Flug ist wegen der
 mir zu flinken Bellamatic Rudermaschinen (trotz Rücklaufreglern) und wegen zu großer Ruderaus-
 schläge am Amateur, in mehr als stressiger in Erinnerung.

 Trotz des massigen Telecont-Empfängers und den deutlich größeren Rudermaschinen ist die
 Telecont Steuerung in diesem Schiff verwendbar. Erschwerend gegenüber heutigen Steuermöglich-
 keiten ist, dass jede Funktion mechanisch justiert werden muss, denn Trimmungen via Sender sind,
 ausgenommen durch Verwendung der Graupner Trimmomatic Rudermaschine o. Ä., unmöglich.
 Und ein wegen Funkstörungen hilfreiches Fail Safe gibt es auch nicht.
 
 Die Verwendung mechanischer Fahrtrichtungs- (=Umpolungs-) und Geschwindigkeitsregler bedingt
 starke Rudermaschinen, die mir nicht verfügbar sind. Meine Robbe Rudermaschinen sind dafür ent-
 weder zu schwach oder haben zu geringen Ruderweg. - Die allfällige Ertüchtigung solcher Ruderma-
 schinen bedingt schwierige Umbauten an den Servos, die die Frage nach deren Sinnhaftigkeit auf-
 werfen. Früher waren deratige Konstruktionen die Folge mangelnder Gelder für geeignete Ruderma-
 schinen, und gemäß dem Spruch: "Not macht erfinderisch!", üblich. Der Verzicht auf meine ungeeig-
 neten Robbe Rudermaschinen ist mir daher nicht schwergefallen.
 Als Ersatz boten sich bei mir vorhandene und noch heute beschaffbare Rudermaschinen von
 Graupner an. Sie bauen klein, sind stark und für ihren Einsatzzweck bestens geeignet. Dank der
 Telecont Technik ist deren Verwendung problemlos möglich und es bedarf nur der Anfertigung von
 Übergamngskabeln, da die Servos auch mit der Variophon Steuerung weiterhin verwendbar
 bleiben sollen. Für diese Rudermaschinen ist dien2,4V Stromversorgung erforderlich.Der Empfänger
 wird wie bei Graupner mit 6V betrieben.          
 
 Die Umrüstung beginnt

 Im ersten Schritt wurde der Ausbau der bisherigen Fernsteuer-Einbauten des Schiffs vorgenommen.
 Wegen der vorhandenen weniger gut laufenden Motore wurden neuere des gleichen Typs eingebaut.
 Dabei galt es durch eine neue Motorbefestigung die Einbaulage zu optímieren und Antriebslärm zu
 vermindern.
 Danach war zu entscheiden, welche Rudermaschinen eingebaut werden sollen. Nach dem ersten
 Versuch der Unterbringung des 9K-Empfängers im bugseitigen Rumpfraum wurde klar, dass anstelle
 der großen Robbe-Telecont-Rudermaschinen, solche von Graupner verwendet werden müssen, die
 erheblich kleiner und kräftiger sind. 
 Bei der Herstellung der Übergangskabel ergab sich, dass die dafür notwendigen, schwierig zu be-
 schaffenden Varioton-Stecker-Buchsen, aus meinen defekten Varioton Schaltstufen zu entnehmen
 waren. Die Telecont Stecker sind ebenfalls Mangelware und mussten in Eigenanfertigung (Kiefer-
 leiste mit Messingdraht Stiften) hergestellt werden.
 
 Die Rudermaschinen werden angeordnet und ihre Funktion geprüft

 Zum Einsatz kamen zuletzt Graupners Bellamatic, eine Servoautomatic mit Umpolsatz und ein
 Graupner Fahrtregler. Die Sonderfunktion Rauch wird mit einer Tipp-Servo-Elektronik (Eigenbau)
 geschaltet.

 Für das Ruder wurde anfangs eine nicht neutralisierende Graupner Servoautomatic Rudermaschine
 eingebaut. Sie ist klein, sehr stark, nicht blitzartig ausschlagend, aber leider nicht selbstneutralisierend.
 Das führte bei der Rücksteuerung zur Geradeausfahrt immer zu leichten Schlingerbeweguingen. Zum 
 Fahren von Kurven ist dieses Servo angnehm, da man den Ruderknüppel nicht ständig halten oder
 tippen muss. Ist eine Kurve zu eng gesteuert worden, genügen kurze Tipps, um die Kurve abzuflachen.
 Anlegemanöver wären schwierig gewesen.
 Daher wurde anstelle der Servoautomatic eine selbst neutralisierende Bellamatic Rudermaschine
 eingebaut. Eine weite Kurve müsste durch kurze Tippbefehle im gewünschten Radius gesteuert
 werden. Mehr oder weniger auffällige Ecken beim Fahren der Kurve sind daher die Folge. Da die
 Bellamtic einen langsamen Rücklauf hat, ist der Kurvenauslauf weich und die Rudermaschine daher
 doch gut geeignet. - Man muss sich auf das Steuerverhalten einstellen.
 
 Zur Umschaltung der Fahrtrichtung Vorwärts-, Stopp, - Rückwärts wird ebenfalls eine Ruderma-
 schine Servoautomatic mit dem Graupner Umpolsatz eingebaut. Sie hat den großen Vorteil, dass
 die Mittelstellung, also die AUS-Stellung, dafür bauartbedingt einen großen Einstellspielraum
 hat, der leicht ansteuerbar ist. Sofortiges Vor- und Zurückschalten ist als Folge der langsamen
 Ruderhebelbewegung nicht möglich, da die Umsteuerzeit Ende bis Ende etwa 3 Sekunden beträgt.

 Die Regelung der Motordrehzahl und damit der Fahrgeschwindigkeit, wird mittels eines Graupner
 Fahrtreglers vorgenommen. Die Umschaltdauer von 0 bis Vollgas beträgt gut 2 Sekunden.
 Alle verwendeten Graupner Rudermaschinen werden  mit 2,4V betrieben.

 Das Eigenbau Tipp-Servo braucht 6V, und wird vom Akku für den Raugenerator mitversorgt. Die
 Ein -/ Ausschaltung des Rauchgenerators wird mittels Tipp-Impulsen von einem Taster am Sender
 wie bei einer Einkanal-Rudermaschine, durchgeführt. Der Servoarm betätigt einen Mikroschalter
 der umschaltet.

 Reichweitenerprobung

 Die Erprobung der Empfangsanlage verlief wie bei mir sonst auch üblich im Hof und sie fiel positiv
 aus. Mit nicht ausgezogener Senderantenne und der auf den Schiffsmasten befestigter Empfän-
 gerantenne, ist bei laufenden (entstörten Motoren) im am Bautisch in der Garage, keine ausreichen-
 de Reichweite zu erreichen.  Aber das ist eigentlich klar.
 Offenbar ist es hier auch vorteilhaft und wichtig, immer mit voll aufgeladenen Sender- und Empfän-
 gerakkus den Fahrbetrieb zu beginnen!

 Die serienmäßig verwendeten Sender-Akkus haben eine sehr geringe Kapazität (250mAh), die für
 die erforderliche Sendeleistung ausreicht. Der Sender zieht im Wesentlichen nur im Moment der
 Betätigung beim Tippen Strom.
 Beim Empfänger und den getrennt versorgten Rudermaschinen wurden früher jeweils kleine
 5zellige (DEAC-Blaustrumpf-) Akkus 6V 250mAh verwendet. Heute verwende ich 5zellige NiMh
 Akkus mit 2000mAh für den Empfänger. Für die Rudermaschinen ist ein 2-Zeller 2,4V-Akku mit
 2000mAh in Verwendung.
 
 Motorumrüstung

 Beim Einbau der "neuen Gebrauchtmotore" mussten deren Befestigungen neu gebaut werden,
 damit  die Motore und Doppel-Kardangelekwellen möglichst in der Flucht der Schraubenwellen
 liegen. Der Probelauf der bisher eingebauten Motore mit der Fernsteuerung zeigte eine Drehzahl-
 differenz von knapp unter 200U/Min. -  Nach dem Einbau der "jüngeren" Motore und einer
 Drehrichtungsumschaltung verringert sich die Drehzahldifferent auf akzeptable ~ 50U/Min. Natür-
 lich mussten die Propeller gegenseitig vertauscht werden. Die Höchstdrehzahl beträgt mit einem
 6V Blei-Akku 5500U/Min; mit den bereits früher im Schiff verwendeten 2S Lipo bei 7,8V sind es
 bis zu 6600U/Min
 Interessant ist, dass der 20 Ohm Widerstand am Fahrtregler das Herunterregeln der Drehzahl bis
 zum Motor-Stllstand erlaubt. Das Hochfahren der Motore beginnt jedoch erst im letzten Drittel des
 Steuerweges.

 Die bisher oberhalb der Propeller angebrachten Leitbleche wurden entfernt, da sie keine Wirkung
 gezeigt haben und jetzt das Modell durch die schwere Empfangsanlage tiefer im Wasser liegt.

 Sonderfunktionen im Aufbau

 Im Aufbau sind neben den Positionslampen auch zahlreiche LEDs eingebaut. Die Lichter sind 3V-
 Lämpchen oder LEDs, die von  einer LiIon Zelle versorgt werden. Sie werden über einen Schalter,
 links am Deck, eingeschaltet. Gleichzeitig wird damit auch der Radarantennenantrieb eingeschaltet.
 Auf der anderen Seite des Aufbaus ist ein Dreistellungs Schalter eingebaut, mit dem nur die Radar-
 antenne mit den Positionslichtern und in der zweiten Stellung die gesamte  LED-Deckbeleuchtung
 und Innenbeleuchtung  zugeschaltet werden kann. 

 Die einzelnen Verbraucher werden durch der Beryllium Federkontakte beim Aufsetzen des Auf-
 baus mit Strom versorgt. Ein gemeinsamer Minuspol, ein Kontakt  für das Rauchelement (R) und
 ein Kontakt für die Beleuchtung und die Radarantenne (L+A) versorgen die Verbraucher mit Strom.
 Die Beleuchtung wird aus einer LiIon-Zelle gespeist.

 Der 6V Rauchgenerator im Schornstein wird mittels der Tipp-Elektronik mit K1 ein- und ausge-
 schaltet. Die Stromversorgung des Raucheinsatzes und der Eigenbau Tipp-Servo-Elektronik er-
 folgt durch einen  5zelligen NiMh 2000mAh Akku.
 Funktionsweise: Beim Einschalten der Empfangsanlage lauft das Tipp-Servo in die davor auf der
 Elektronik justierte Einschaltstellung, wodurch der Rauchentwickler zu arbeiten beginnt. Um nicht zu
 früh den Rauch zu aktivieren, muss der Tatser von K1 kurz getastet werden, wobei das Servo in
 die Gegenrichtung läuft und der Raucherzeuger abgeschaltet wird.  Mit dem nächsten Tastimpuls  
 schaltet das Servo wieder ein.

 Zum allfälligen Nachfüllen befindet sich eine kleine Menge Dampföl und eine kleine Spritze in einer
 Schachtel im Schiff. Ins Rauchelememt werden mit der Spritze etwa 0,5ml (bis zur Einkerbung)
 gefüllt. Die ohnedies für ein Schiffsmodell schwache Raucherzeugung begrenzt sich auf mehrmals
 je ein bis zwei Minuten, insgesamt max.10 Minuten. Danach ist das Rauchöl (von der Modellbahn) 
 verbraucht. Also nur bei nahen Vorbeifahrten den Raucherzeuger überlegt aktivieren, denn sonst
 sieht man ihnm kaum, weil die Rauchmenge zu gering ist.

 Gewichtsverteilung
 
 Nachdem der mächtige Telecont Pendelaudion Empfänger für alle möglichen Störungen anfällig
 ist, muss er möglichst weit von Störungsquellen entfernt eingebaut werden. Er wurde daher vorne
 im Rumpf untergebracht. Das erleichtert die Führung der Antenne aus dem Rumpf auf das Deck
 hinaus und auf die Mastspitzen, wodurch ein ausreichender Abstand zu den entstörten Motoren
 entsteht.
 Der anfangs vorgesehene  6V 12 Ah Bleiakku war viel zu schwer (1650g). Daher wurde auf die vor-
 herige Stromversorgung mit 2x2S Lipos parallel zurückgegriffen. Die Akkus werden im Heckbereich
 untergebracht, da es zu hoch lag. Zusätzlich wird der 5zellige Nimh Akku vor den Antriebsakkus
 untergebracht, sodass sein Gewicht auch noch ein wenig das Heck belastet. Nun ist das Schiff für
 nächste die Testfahrt ausgewogen. Mag sein, dass noch kleine Korrekturen erfolgen müssen.

 Am 3.6.24 wurde im Schwimmbad die Trimmung des Modells vorgenommen und die Ruderwirksam-
 keit und die Antriebsleistung erprobt. Gerwöhnungsbedürftig ist die neue Steuerung schon, insbe-
 sonders die Rückstellung des Ruders für die Geradeausfahrt mit der Servoautomatik. Das Ansteuern
 der Stelle zur Entnahme des Modells aus dem Wasser wird Übung brauchen.

 Jungfernfahrt mit einem Hoppala

 Endlich, an 15.6.24 kam es zur Jungfernfahrtr der Telecont-Liberty. Mit Hilfe von Enkel Konstantin,
 dem Co-Käptn, wurde nach dem Einschalten der Tipp-Anlage und der Funktionskontrolle, das Modell
 zu Wasser gebracht. Mit Freude und noch sehr ungewohnt, in Puncto Beschleunigung, kam es durch
 einige starke Windböen zum Verfangen des Modells mit in den Teich hängenden Ästen. Zugegeben,
 ich  kam in Stress und vergaß Gas zu geben, um das Modell zu befrreien. Endlich wurde mir klar,
 dass nur mit Leistung das Modell befreit werden kann, und es half, das Schiff kam ffrei und fuhr auf
 den Teich hinaus.
 Die ersten Kurven ließen bereits erkennen, dass es wegen fehlender Ruderneutralisierung der Servo-
 automatic nicht ganz einfach wird, das Modell auf Geradeauskurs zurücksteuern. Erschwerend traten
 immer wieder stärkere Windböen auf, die vorerst schwierig auszusteuern waren. Irgendwie gelang es
 schließlich doch.
 Die Liberty führ mit mittlerer Geschwindigkeit nett am Teich dahin, doch wurde sie immer wieder von
 heftigen Böen zum Schlingern gebracht. Klar, das Modell hat keine Schlingerkiele.
 Eine besonders kräftige Böe ließ das Schiff stark auskrängen und blies den gewichtigen aber
 lediglich am Deck aufgestellten Aufbau einfach über Deck. Da der Aufbau aus Holz und Mast unten
 schwamm, war der Schreck nicht tragisch.  Zum Glück wurde der Empfänger nicht mitgerissen, ob-
 wohl er mit der durch die Mastspitzen durchgefädelten Antenne hätte über Bord gehen können. Die
 Antenne fädelte sich aus und verschwand neben dem Rumpf im Wasser und die Funkverbindung
 war beendet. Das Eregbnis war fehlede Reichweite und ein nurmehr bedingt steuerbares Schiff.
 Irgendwie gelang es doch das Schiff ans unbewachsene und zugängliche Ufer zu bekommen und
 herauszunehmen. Nach der Entfernung von massenhaft Grünzeug an den Propellern, liefen die Mo-
 tore wieder und auch die Steuerung funktionierte jetzt ordnungsgemäß.

 Um künftig das Schlingern zu unterbinden wurden Schlinegrkiele sofort nachgerüstet. Damit der
 Aufbau nicht wieder über Bord gehen kann, wurden Hemmklötzchen angeklebt, die das Abkippen
 verhindern.

 Die Bergung des Aufbaus

 Nun galt es den in Teichmitte den vom Wind  hin- und hergetriebene Aufbau ans Ufer zu bringen.
 Jetzt kam es zum ersten echten Einsatz meines Schubschiffes MELK. Rasch aus dem Auto geholt,
 eingeschaltet und mit einem Prüflauf erprobt, konnte die Melk zu Wasser gebracht werden. Sie er-
 reichte das Treibgut und ich musste versuchen, den Aufbau mittigt zu treffen, um ihn zum Ufer bug-
 sieren zu können. Bereits die zweite Anfahrt war erfolgreich. Der Aufbau konnte durch das Schub-
 schiff gut gelenkt werden, obwohl gerade in dem Moment wieder starke Windböen aufkamen.
 Schließlich am Steg angekommen, konnte Enkel Konstantin den Aufbau aus dem Wasser heraus-
 fischen und das Wasser entleeren.
 Damit war die relativ kurze Jungfernfahrt frühzeitig beendet worden. Es gibt daher keine Videoauf-
 nahmen, abgesehen von.der Bergung. Siehe Video: Bergung Aufbau Liberty
 
 Erfolgreiche Testfahrten

 Am 20.6. 2024 konnte nach der Nachrüstung der Schlingerkiele und nach der Anbrngung von Klötz-
 chen zur Verhinderung des Aufkippens des Aufbaus, wieder eine Testfahrt erfolgen. Nachdem die
 erste Fahrt nur kurz ausfiel, war die Spannung groß, wie weit die Telecont tatsächlich funktioniert.

 Nachdem  das Schiff im Wasser war, startete die Fahrt hinaus auf den Teich, wobei mit langsamer
 Fahrt in die Nähe des gegenüberliegendn Ufers gefahren wurde. Das funktiionierte, doch schon nach
 den ersten Kurven wurde klar, dass die nicht neutralisierende Servoautomatic doch nicht die ideale
 Rudermaschine für den Tipp-Anfänger ist. Der eher langsame Lauf des Servos erschwert die Auffin-
 dung der Mittelstellung der Doppelruder. Weiters war der große Ruderausschlag schwierig zu be-
 herrschen. Vor allem in Ufernähe erwies sich die Rudersteuerung sehr schwierig, wobei sich die
 Fahrtrichtungsumschaltung Vor-Zurück, als zusätzlicher Stressfaktor erwies.

 Daraufhin wurde im Schiff eine Bellamatic Rudermaschine mit Rücklaufregler eingebaut und die
 Ruderwege ein wenig verkleinert.

 Am 21.6.2024 erfolgte bereits die nächste Testfahrt. Dabei bewährte sich der Einbau der Bella-
 matic, durch die eine ruhige Fahrt möglich wurde. Die Rückstellung der Bellamatic geht relativ lang-
 sam, was der Sache durchaus zugute kommt.  Ruderfunktion  Das Schiff kommt damit quasi 
 "gesteuert" langsam aus der Kurve und fährt dann geradeaus. Wenn die Kurve rascher beendet
 werden soll, muss ein kurzer Tipp entgegen gegeben werden. Das verursachte ein leichtes Krän-
 gen des Schiffs, vor allem bei hoher Fahrgeschwindigkeit sichtbar.

 Nach wie vor gewöhnungbedürftig ist Umstelldauer von der Vorwärts- zur Rückwärtsfahrt. Bei einem
 "Notfall" wird es stressig, wennn davor langsam gefahren worden ist. Dann man muss zur raschen
 Richtungsänderung noch Gas geben, - und das dauert auch fast 3 Sekunden. Und wehe es war zu
 viel, denn der Rücklauf des Fahrtreglers dauert auch 2 Sekunden lang; - sehr gewöhnungsbedürftig.

 Die Trimmung des Schiffes wurde mechanisch nachkorrigiert, doch am Video entsteht der Eindruck,
 der Bug gehört  noch ein wenig aus dem Wasser. Die Empfängerakkus wurden bereits nach mitt-
 schiff verlegt, der Empfängerakku muss daher eine Kabelverlängerung bekommen, damit er beim
 anderen Akku liegt. Das sollte ausreichen.  Eventuell kann noch eine Bleiplatte unter den Fahrakkus
 angeordnet werden, damit zusätzlich das Heck etwas tiefer zu liegen kommt.

 Die Reichweite der Steuerung genügt aus heuitiger Sicht vollkommen, um das Schiff die Länge
 des Waldteichs abfahren zu können. Allerdings nur mit gehobener Senderantenne. Der Sender auf
 der Sitzbank liegend, erreicht nicht genügend Reichweite. - Doch  muss man sagen, in 150m Ent-
 fernung wird das Schiffsmodell schon sehr klein, worunter der Anblick ohnedies leidet.
 Bei Fahrten weit vom Ufer entfernt, ist der den Rauchgenerator abzuschalten, da man den dünnen
 Rauch nicht mehr sieht.  Mit 0,5ml Rauchöl kann ~6 Minuten lang Rauch erzeugt werden.

 Der Stromverbrauch des Modells ist gering, denn nach einer Stunde Gesamtfahrzeit mit eher lang-
 samer Fahrt, ist die Akkuspannung von 8,3 V auf 8,1V gefallen. Längere Fahrzeit wäre möglich.

 Im Werfthafen von Korneuburg erfolgte am 8.7.2024 der nächste Langzeit- und Reichweitentest. Das
 etwas umgewichtete Schiff lag jetzt besser auf Wasserlinie, doch könnte der Bug noch etwas höher
 liegen. Die Erprobung verlief erfolgreich, der nachgerüstete ältere GR-Fahrtregler arbeitete gut.

 Um die Reichweite zu prüfen wurde der Sender in Bodennähe auf meinen Beinen gehalten, da ich
 am Boden saß und die Antenne nicht senkrecht stand, wodurch eine ungünstigere Abstrahlung als
 beim Stehen entsteht. Im Sitzen ist mir jedoch das Aufnehmen eines Videos möglich, daher die
 ungünstige Senderposition. - Trotzdem konnte so weit weggefahren werden, dass noch am Umriss
 des Schiffs erkannt werden konnte, wenn kleine Ruderausschläge die Fahrtrichtung änderten.
 So weit wegzufahren mindert den optischen Eindruck des  fahrenden Modells. Fahrten im Umkreis
 von 100m, bei denen man noch Details am Schiff erkennen kann, sind problemlos möglich.

 Fahrtechnisch bewährte sich der U/mbau der Rudersteuerung durch eine Bellamatic. Der langsame
 Rücklauf muss abgewartet werden, bis das Schiff geradeaus fährt. Möchte man den Kurs korrigieren,
 sind ganz kurze Knüppeltasungen notwendig. Mit dieser Steuerung und bei eher langsamer Fahrt
 kann das Schiff sehr vorbildlich gefahren werden.

 Beim Anlegen ist vorausdenkend zu steuern, da die Umschaltung Vorwärtsfahrt zu Rückwärtsfahrt
 zwecks Abbremsen, lange dauert. In dieser Zeit legt das Schiff je nach Zufahrgeschwindigkeit eine
 bestimmte Fahrstrecke zurück, die man im Voraus einplanen muss! Wird es knapp,wird die zusät-
 liche Steuerung mit dem Ruder stressig. Übung ist erforderlich.
 Die Raucherzeugung bei Fahrten auf weiten Gewässern wie im Werfthafen, ist nur bis zu einem
 Abstand von 5m zu erkennen. Am grünen Waldteich sieht man den Rauch etwas besser.

 Für die nächste Fahrt wurde zur Gewischtveränderung der Empfänger und die Rudermaschinen
 um 3,5cm zur Rumpfmitte hin verlegt. Weiters wurde die auf den Masten befindliche Funkantenne
 aus Kupferdrähten als Empfangsantenne mitverwendet. Daher muss vor dem Aufsetzen des
 Aufbaus das Antennenkabel im Rumpf angesteckt  werden! - Die nächste Fahrt am Waldteich wird
 zeigen, ob die Antennenabstimmung passt und so bleiben kann.

 Am 15. 07. 2024 wurde wieder eine Testfahrt im Waldteich durchgeführt, wobei die Reichweite mit
 der neuen Antennenverlegung via die Kupfedraht-Antennen zwischen den Masten, überprüft wurde.
 Es gab keine Funktionsstörungen. Die Gewichtsverlagerung durch die Verschiebnung der Empfangs-
 anlage war gut, dennoch muss noch eine Bleiplatte auf Höhe des Ruderservos untergebracht werden,
 um die Wasserlinie am Heck noch besser zu erreichen. Das Schiff liegt jetzt tiefer im Wasser als mit
 der Varioprop12- Anlage.

 Abstellung des Schiffsmodells Liberty

 Nachdem das Schiff jetzt jederzeit einsatzbereit wäre, aber der Platz am Bautisch zu gering ist, wird
 es wieder verpackt und am Dachboden abgestellt.
 Zuvor wurden noch die Wellen geschmiert und die Empfangsanlage mit dem Telecont  Empfänger,
 die GR-Kabelverlängerungen, die Akkus 6V und 2,4V, der NiMh 5zellige Rauch-Akku und die LiIon-
 Zelle für die Beleuchtung (ldie beiden etzteren in der Akku-Box), sowie die Fahrakkus entnommen.
 Der Fahrtregler, die Umpol-Servoautomatic, dieTipp-Elektronik für den Raucherzeuger und die Ruder-
 Bellamatic blieben im Schiff.

ntenne    
das Schiff  "Liberty" Bergung des Aufbaus                 Video
der 9K Empfänger Servoautomatic mit Umpolsatz Fahrtregler Eigenkreation Tipp-Schaltelektronik
  Bilder von der Ausgangssituation
Rumpf Mittelteil  Rumpf Vorderteil  die Einbauten sind an ihrem neuen Platz die LiFe-Zelle für die Beleuchtung 
  Bilder von der U/mrüstung auf die Telecont Fernsteuerung
 
der ausgeräumte Rumpf probeweise untergebrachter Telecont Empfänger Servoautomatic Rudermaschine für die Ruderyteuerung provisorisch einghebaute Steuerung
Ansicht Umpolschalter und Fahrtregler endgöltige Eunbaulage der Steuerung  Rudernaschinenansicht von vorne  Blick auf die Rudermaschinen 
Erprobung des Rauchelements Heck ohne Prop-Leitbleche  neue Gewichtsverteilung - fertig Schlinerkiele nachgerüstet 

erfolgreiche Testfahrt am Teich                                               Fahrvideo  Telecont Ruderbetätigung             Video neu: Bellamatic steuert Ruder
Reichweitentest im Werfthafen     Fahrvideo Werfthafen  (Telecont)