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   Commodore  Hochseeyacht  (Graupner)  -  Restaurierung und diverse Motorenprobleme
 
 
 
 Wegen des aus meiner Sicht abzusehenden fünften Lockdowns infolge der
 Omikron-Virus-Varianten im Jänner 2022, brauchte ich wieder eine Arbeit,
 um die Zeit der Ausgangsbeschränkungen sinnvoll verbringen zu können. Ich
 entdeckte ein altes Modell im Internet, eine zu überarbeitende Graupner
 Commodore
Yacht, die ab 1969 im Verkauf war und bestellte es. Der Kauf-
 preis war sehr günstig, was mir die Entscheidung natürlich erleichterte.

 Seit ich mich in den letzten zwei Jahren mit einigen Schiffsmodellen beschäf-
 tigt hatte ist mir klar geworden, dass es vermutlich besser ist, Schiffe zu reak-
 tivieren, als mit großer Mühe und vielen Schäden, meinen Enkeln das Modell-
 fliegen nahebringen zu können. Ich hoffe jedoch, dass es gelingt, mit der
 Übung im Steuern  von Schiffen, ihnen den Weg zu zeigen, wie feinfühlig beim
 Modellflug zu steuern ist. -  Wenn es mit dem Modellflug nicht klappen sollte,
 können sie zumindest mit den Schiffen fahren. Die Schiffe bleiben bestimmt
 länger ohne Schäden als die vielen Flugzeuge, die mein Sohn einmal irgend-
 wie loswerden wird (müssen).

 Das Schiff wird den Ankaufsbildern nach mehr als nur einen neuen Anstrich
 benötigen. Auch die Technik wird man überarbeiten müssen, da die Kardan-
 kupplungen und die früheren Einbauten sehr verkommen waren. Ich habe mir
 vorgenommen, das Schiff zum Schluss so weit als möglich dem Originalausse-
 hen am Katalogbild aus 1969, anzugleichen.

 Nach der ersten Fahrt entstand die Idee, das Schiff ein wenig flotter werden
 zu lassen, - natürlich mit dem geringsten Aufwand. Anstelle der 2S - wurden
 also 3S Lipos eingebaut. Der Fahrspaß war kurz, denn die alten Monoperms
 gaben rasch den Geist auf.- Zwangsläufig wurden zwei Speed 400 7,2V ein-
 gebaut. Die Motore machten das Schiff munter. Allerdings war unklar, wie
 lange sie die Vollgasfahrten aushalten werden? - Wie vorhersehbar, war auch
 die Speed 400-Testphase nur kurz, denn die hochdreheden Motore erhitzten
 bis zum Crash, der diesen Test jäh beendete.

 Als Endlösung waren zwei vorhandene Brushlessmotore mit 2300kV vorge-
 sehen . Doch zeigte sich, die drehen zu hoch und die 18A Regler schalten ab.
 Es folgten Motore mit 1500kV die mit je einem Regler mit den 2S-Lipos und
 den vorhandenen Propellern zu einem brauchbaren Fahrtempo ausreichen.

Commodore (Graupner)
Fahrvideo Brushless final

Fahrvideo mit Standardmotoren

Commodore in Fahrt mit 3S Lipo
Fahrvideo mit 3S Lipo


noch schneller
Fahrvideo mit 2x Speed 400

 Technische Daten der Commodore
 Länge 717mm, Breite 240mm, Tiefgang: ~ 47mm, Gewicht betriebsbereit:~ 2350g,
 Geschwindigkeit lt. Graupner: ~4,3km/h,
 
Erste Version:
 Motor: 2 x Graupner Monoperm Super Spezial 6V/ max.3A, Propeller: Graupner 3Bl-40R/L-M4,
 Marx-Doppelkardan-Kupplungen, Antriebsakku: 2 x Lipo 2S 2700 parallel, Regler: New Rain 160A
 (Zu Testzwecken wurde auch einmal mein Graupner Variophon - Umbau auf 35Mhz verwendet)
 
Zweite Version:
 Wegen defekten an den raren Monoperms wurden diese durch Speed 400 7,2V (hochdrehend) ersetzt.
 Da nur langsamlaufende 400er-Ersatzmotore verfügbar waren folgte schließlich die
 
Dritte Version:
 Brushless Antrieb A2217 / 2300k. Jeder Motor hatte einen Regler Ezrun 18 (trotzdem zu schwach).
 
Vierte Version:
 Brushless Antrieb A 2217 / 1520kV,  2 x Regler 50A NoName, 2 x Lipo 2S 2700 parallel,
 Fernsteuerung: Flysky i6X:  Vorwärts- Stop- Rückwärts, Ruder, Sensoren: Motortemp., Spannung
 


 Der lange Weg von der Renovierung bis zur Wiederinbetriebnahme

 Wie immer beim Versand von Modellen kommt Sorge auf, ob sie weitgehend unbeschädigt ankom-
 men werden. So auch bei der Commodore, doch die Sorge war unberechtigt, da das Schiff so an-
 kam, wie man es bei den Angebotsbildern sah. Nach dem ersten schnellen Blick war mir klar, dass
 ich mich richtig entschieden habe und nun einige Zeit lang ausreichend Restaurierungsarbeit bevor-
 steht. In der Folge traten selbst verursachte, ungeahnte Schwierigkeiten mit der Motorisierung auf,
 was zuletzt zum Einbau moderner Brushless Motore geführt hat.
 Von meinem Freund Florian bekam ich Katalogbilder des damaligen Neuheitenkataloges aus 1969
 übermittelt. Da sieht man wie alt das Modell schon ist und wie es damals lackiert war.

 
Rumpfarbeiten, Motor- und Fernsteuerungseinbau

 Zuerst wurde der Bootsständer passend gemacht und mit Stabilit geklebt. Danach wurde im Rumpf
 alles bis auf die Motore und Wellen ausgebaut. Dabei fiel auf, dass ein Motor-Anschluss Gelenk-
 stück gebrochen war und auch andere Gelenke Risse hatten. Mit UHU PLUS wurden abgebrochene
 Teile und die Rissstellen der anderen Gelenkstücke erstmal geklebt. Da man beim Berühren des
 Rumpfvorderteiles merkte, dass das Vordeck lose ist, wurde es abgenommen. Nun trat zutage, dass
 der Distanzhalter des Decks im Rumpf gebrochen und wieder anzukleben war. Um der spantartigen
 Abstützung der Rumpfseitenwände und des Vordecks mehr Festigkeit zu geben, wurde eine Kiefer-
 leiste mit Stabilit eingeklebt.

 Jetzt folgte eine Innenreinigung des leeren Rumpfes, damit mir beim Weiterarbeiten nicht graust. Da
 der Erbauer bei den Klebungen einen (auf Jahrzehnte hin) nicht besonders idealen Kleber verwendet
 hat, mussten alle Klebstellen nachkontrolliert und gegebenenfalls gefräst und nachgeklebt werden.
 Nach  dem Abtrocknen wurden die Eintrittsstellen der Stevenrohre mit Stabilit nachgeklebt. Danach
 wurden die vorhandenen aber unvollständigen Kunststoff-Wellenöler mit Stabilt am Rumpf angeklebt.
 Nach dem Aushärten wurden Bohrungen in die Stevenrohre gebohrt, die gefehlt hatten. Abschließend
 wurden Silikonschlauchstücke auf die eingeklebten Ölerstutzen aufgeschoben. Die Schlauchstücke
 werden durch das Deck geführt, damit das später erforderliche Nachölen einfach möglich ist.

 Nun konnten die Motore wieder eingebaut und die mit UHU Plus geklebten Marx-Kardankupplun-
 gen befestigt werden. Provisorisch durchgeführte kurze Testläufe verliefen zufriedenstellend.

 Ausgehend von der am Rumpfboden festgeklebten Trageplatte für Motoren und für den ehemals
 verwenden Bleiakku (Sonnenschein 6V 2600mAH), wird der Akkuplatz auch für die neuen 2S
 Lipoakkus verwendet. Die Gewichtsdifferenz Blei-zu Lipo-Akku, wurde mit Bleiplatten ausgeglichen.

 
Arbeiten am Aufbau

 Der Erbauer hat kleine Baufehler gemacht, wie zB das Dach der Brücke. Die vorgesehene leichte
 Krümmung des Daches wurde nicht richtig gebaut, da der hintere Querträger etwas schief und
 falsch herum, - gerade Seite als Dachauflage -, eingeklebt worden ist. Egal, ich lasse das an der hin-
 terseite flache Dach bestehen und bemühe mich, die vielen anderen Lackierunebenheiten mit Kitt
 auszugleichen bzw. weitgehend zu verschleifen.

 Am traurigen Tag nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine, habe ich aus einer Verzweiflung heraus
 die Schleifarbeiten am Rumpf und den Aufbauten begonnen. Es sieht so aus, als könnten die Teile
 ohne Porenfüllerspray lackiert und danach nochmals feingeschliffen werden. Betreffend die Farbge-
 bung brachte ich in Erfahrung, dass von Graupner in der Bauanleitung kein Farbvorschalg enthalten
 sein soll. Daher richte ich mich nach dem Katalogbild aus dem Jahr 1969, wo das Deck und der
 Aufbau sowie der Überwasserrumpf in Weiß gehalten ist. Deck, Aufbau und Oberwasserrumpf wurde
 bereits weiß mit Lackspray lackiert. Der Unterwasserrumpf sieht nach grauer Farbe aus, die ich zu
 Hause hatte und sprayen konnte. Weiters wurden grüne Zierstreifen am Rumpf oben und am Dach
 aufgebracht, wofür Zierbänder aus dem Autozubehörhandel verwendet wurden.

 In den Zeiten der Lacktrocknung wurden neue Scheiben in der Brücke eingeklebt. Nach der Anpas-
 sung des vorher unsauber gearbeiteten Kabinenabganges und des Führerstandes wurden diese
 Teile neu angepasst, lackiert und angeklebt. Nun muss das Aufsetzen des Aufbaues verbessert
 werden, was durch  Abschleifen an Engstellen erreicht wird. Zuletzt wurden die Griffstangen und das
 Horn am vorderen Dach angeklebt.
 Der fehlende Mast wurde aus Messingrohren neu angefertigt, die zusammengelötet wurden. Der
 Mast ist zur Erleichterung bei der Aufbewahrung abnehmbar ausgeführt. Nach dem Anstrich mit der
 weißen Farbe konnte der Mast am Dach befestigt werden.
 Er sollte bei Lagerung des Schiffs immer abmontiert werden!


 Im Zuge der Arbeiten sollte das schmutzige Aufenthaltsdeck gesäubert werden, was misslungen ist.
 Daher wurde der Boden in Taubengrau gestrichen, wodurch der Originalzustand des Modells leidet.
 Ersatzfolie ist nicht mehr zu bekommen, könnte jedoch, falls verfügbar, später aufgebracht werden.

 Zum Abschluss wurde der umlaufende Deckrand in Nussbraun gestrichen. Die alten Teile des Gelän-
 ders wurden reaktiviert und mit Silberspray lackiert. Sie werden am Bauende am Deck angeklebt.
 Ein Ersatz für das fehlende Geländer wurde aus einem Handlauf aus Sperrholz und mit Stehern aus
 Stahldraht hergestellt. Zum Schluss konnten alle Handläufe ebenfalls in Nussbraun gestrichen werden.
 Die Zierstreifen am Rumpf wurden aufgeklebt, wobei mangels schmälerer Streifen in Grün, nur ein
 Streifen aufgeklebt wurde. Die Verzierungen mit grünem Farbband wurden am Aufbau aufgebracht,
 das Horn, der kleine Mast, sowie die Seilbefestigungen wurden ebenfalls angeklebt und somit das
 Schiff dem Bild vom Katalog 1969 und dem Plan weitestgehend angepasst.
 
 
Das Auswiegen und die Vorbereitung des Schiffes für den ersten Fahrtest

 Vor dem Auswiegen des Schiffes wurde der elektrische Anschluss der Motore und des Reglers her-
 gestellt. Der Regler und der Akku wird vorerst lose abgelegt, damit bei der Auswiegung eine Ortsver-
 änderung möglich ist.

 Für das Schiff war anfangs eine Fernsteuerung Graupner D8 40Mhz vorgesehen gewesen, die je-
 doch in das Polizeiboot Helgoland eingebaut worden ist. Da sich kurzfristig ein sehr günstiger Kauf
 eine Microprop FM 5 Kanal Anlage ergab, wird sie in die Yacht eingebaut. Diese 40 Mhz-Anlage
 passt besser zu dem betagten Modell als eine hochmoderne 2,4 Ghz-Steuerung. Leider ließ sich der
 Regler nicht richtig Hochfahren (vermutlich Problem mit der Neutralstellung des Knüppels), sodass die
 Anlage durch die frei gewordene FM 314 35Mhz ersetzt werden musste. Als Regler wurde wieder ein
 "New Rain 160A" ausgewählt, der sich in mehreren unserer Modellen bestens bewährt hat.

 Beim Schwimmtest in der Badewanne konnte die Anpassung der Lage des Rumpfes an die Wasser-
 linie mit vorne 350g und im Heckbereich 120g Bleiplatten vorgenommen werden. Die Lipo-Akkus mit
 ca.400g Gewicht befinden sich an der Stelle eines ehemals verwendeten Bleiakkus. - Beim Einschal-
 ten der Motore entwickelt das Schiff merkliche Zugkraft, wonach die von Graupner angegebene
 Fahrgeschwindigkeit von 4,3km/h erreichbar erschien. Aber das ist nicht so wichtig, denn das Schiff
 ist ein Modellnachbau einer Yacht und daher kein Rennboot.

 
Erster Fahrbericht

 Die renovierte Yacht Commodore wurde am 30.03.22 zum ersten Mal zu Wasser gelassen und ge-
 fahren. Das Schiff fährt angenehm und naturähnlich schnell, was stressfreies Vergnügen bereitet.
 Am Modell fiel auf, dass zu wenig Linksruderwirkung bestand und weiters, dass der Bug ein wenig
 höher aus dem Wasser kommen könnte. Die Ruderwirkung ist bei Rückwärtsfahrt gleich Null. Um
 das Lenkverhalten der Commodore zu verbessern wurde inzwischen das Ruderblatt um etwa 50%
 vergrößert. Aus dem Bugbereich wurden 65g Blei entnommen und im Heckbereich untergebracht.

 Die Stromversorgung mit insgesamt 5400MAh lässt eine Fahrzeit von mehr als 30 Minuten zu, wobei
 gut 20 Minuten lang mit voller Kraft voraus gefahren worden ist. Bei einer Fahrpause wurde die Erwär-
 mung der Motore überprüft. Beide Motore waren lauwarm und daher liegt keine Gefahr wegen Über-
 hitzung vor. Die Akkus hatten zu Fahrtbeginn eine Kapazität von je 97%, am Fahrtende 57%. Das
 genügt, um das Schiff 30 Minuten lang zu fahren. - Während der Fahrt entstand der Wunsch nach
 etwas höherer Fahrgeschwindigkeit, die dem Modell etwas mehr Lebendigkeit bringen könnte.

 
Fahrtest mit Variophon Umbausender 35 Mhz

 Weil sie optisch und altersmäßig dazu passen würde, habe ich versuchsweise meinen Variophon
 35/40Mhz-Umbau-Sender für eine Testfahrt verwendet. Doch so einfach verlief die Sache nicht. - Der
 Sender hatte nach dem Umbau das Problem, dass der Trimmhebel für die Höhenrudertrimmung nicht
 funktionierte. Damit ich die Anlage einmal testen kann, nahm ich mir also den Sender vor. Da es für
 meine Schiffsregler notwendig ist, dass die Gashebelraste eine Einkerbung in der Mitte hat, in der
 der Gasknüppel in Neutralstellung hält und man  diese Stellung auch spürt, musste etwas geschehen.
 Eine Raste herzustellen war angesagt. Nach diversen Anpassungen konnte der Fahrtest erfolgen, der
 auch als Reichweitentest herangezogen worden ist.- Alles funktionierte und  das Boot fuhr einwandfrei.
 Einzig der Gasweg hätte größer programmiert werden müssen, denn die Motore drehten nicht so hoch
 als bei Verwendung der Graupner 40Mhz-Steuerung.
 Später wurde im Sender ein 40Mhz Modul und im Schiff ein dazupassender Empfänger eingebaut.

 
Eine Bugfahne wird ergänzt

 Da ich Zeitlang hatte und mir der originale Verlauf der Reling am Bug nicht gefiel, begann ich am Bug
 eine Fahnenstange mit einer roten Fahne a la Graupner anzubauen. Der Fahne fehlt die Aufschrift
 Graupner, aber das kann ich verschmerzen. Die Fahnenstange ist abnehmbar angerfertigt, damit bei
 der Abstellung des Schiffs, kein Schaden entsteht.  Zum EInbau wurde in der Deckleiste eine Bohrung
 hergestellt in die ein Messingrohr mit Fußscheibe eingeklebt worden ist. Im originalen Plastikgeländer
 wurde an der Verbindungsstelle der Seitenteile eine Füjhrungshülse angeklebt. Die Fahnenstange wird
 durch den leichten Seitendruck in der Führungshülse der Plastikreling festgehalten. - Somit ist optisch
 das Schiffchen noch ein wenig mehr dem Vorbildschiff am Katalogbild ähnlicher geworden.

 
 Der Bericht der Testfahrt mit 3S-Lipo-Akkus und deren drastische Folgen folgt nach dem Bilderblock.

       
       
       
Commodore bei der ersten Fahrt Fahrt mit Variophon Umbau 35Mhz
 Die Bauarbeit beginnt... 
       
1969 Commodore wird angekündigt  technische Angaben im Katalog    so soll das fertige Boot aussehen 
Commodore Ausgangssituation   so kam alles an der Schriftzug, Höhe 6mm
Achterdeck noch losgebrochen weitere Einztelteile aus der Schachtel Kardanwellen bei der Reparatur der neu geklebte Modellstä#nder
so sieht das Boot von unten aus erste Klebung, damit das Deck hält    
Motore und Kupplungen montiert Heck Deck wieder eingeklebt, Deckel abnehmbar Zwischendurch Ansicht die Schleifarbeiten haben begonnen
Servo ist eingebaut Vordeck wieder verklebt Rumpf und Aufbau geschliffen das Deck und der Aufbau ist lackiert
Steuerpult und Kabinenabgang angebaut alles Fenster wieder eingeklebt die Sitze sind provisorisch aufgestellt zusätzliche Wellenhalter eingeklebt
der lackierte Rumpf   Holzkanten in Nussbraun gestrichen Bug- und Dachreling repariert, lackiert
reparierte Reling probeweiseauf gestellt Kabinenboden und Handlauf gestrichen Regler New Rain. Schlter gelber Punkt!  Blick auf Regler, Motore und Akkus
Lage der EInbauten mit Bleigewichten der Empfänger (K 52)  ist eingebaut das Schiff ist fast fertig gestellt  
Commodore fast fertig       
fertig für Testfahrt mit Variophon 35 Mhz  der provisorische 35 MHZ Empfänger Commodore bei Erprobungsfahrt Kabinenboden braun gestrichen 

 
Testfahrt mit 3S-Lipo-"Überspannung"

 Der eingebaute Regler New Rain 35/160A kann auch 3S-Lipos verarbeiten, daher entstand die Idee,
 eine flotte Fahrt mit der Commodore zu versuchen. Wohl wissend, dass die Motore die Überspannung
 wohl kaum auf Dauer aushalten werden, wollte ich trotzdem testen, was passiert.

 Noch vor dem Fahrversuch wurden nach der Reinigung die Propellerwellen mit Robbe-Wellenfett be-
 füllt. Bei der nächsten Testfahrt war das Schiff merklich leiser. Zur Realisierung des Tests mit 3S-Akku
 wird provisorisch die Flysky i6X-Stereurung mit Telemetrie verwendet. Nach dem Erhalt des äußerst
 preiswerten Sensor für Gehäusetemperatur, wurde er gleich eingebaut und erpobt. Da jetzt die Über-
 wachung der Motortemperatur möglich ist, wird der 3S-Test weniger kritisch, - dachte ich.
 Zusätzlich wurden andere 40 Dm- Props montiert, die etwas mehr Steigung haben, die Motore aber
 mehr belasten. Man wird sehen, was es bringt. Mit der Temperatursensoranzeige am Senderdisplay
 könnte ich während dem Fahrbetrieb sofort auf eine kritisch angestiegene Gehäusetemperatur von
 über 80 Grad reagieren. - So dahte ich.

 Am 21.5.22 ging es mit der Commodore zum Wasser. Der Flysky Sender zeigt den bereits eingebau-
 ten Temperaturmesswert eines Motors an, der bei dieser Testfahrt von größtem Interesse ist. Die
 Fahrt dauerte nur kurz, denn bei einem Motor gab es ein Problem mit dem Stromanschlussstift am
 Motor. Wegen einem Kabelbruch am Motorkontakt endete der Motorlauf. - Mit dem zweiten Motor
 konnte das Schiff langsam zum Ufer gefahren werden.

 Am 30.5.22 erfolgte die nächste 3S-Testfahrt. Doch nach wenigen Kreisen mit voller Spannung zeigte
 sich wieder ein Schaden am reparierten Motor. Diesmal hat sich, wie nach der Zerlegung sichtbar
 wurde, ein Bürstenhalter aus Kunststoff stark erhitzt und verformt. Durch das Weichwerden des Kunst-
 stoffs hat die Schleifkohle ihre Lage verändert und blockierte schließlich den Anker. Infolge der Entste-
 hung des Motorschadens hat scheinbar der Regler eine Sicherheitsabschaltung (wegen Kurzschluss?)
 ausgeführt, sodass auch der zweite Motor stehen blieb. Die am schadhaften  6V - Motor gemessene
 Gehäusetemperatur berug nur 36,6 Grad! (Vergleichsweise wurde am gleichen Motortyp im Zerstörer
 bei 2S-Betrieb die Temperatur von 53 Grad gemessen, bei der es zu keinem Schaden kam. ( 90 Grad
 sind vom Hersteller der am Gehäuse angegebene Grenzwert).

 Nach der wilden Fahrt von 3 Minuten Dauer fiel ein Motor aus, sodass mit dem zweiten und dem
 Rudereinschlag, das Modell nicht zum UIfer gebracht werden konnte. Mit dem inzwischen fahrtüchtigen
 Polizeiboot Wien konnte nach dem Motorschaden die Commodore ans Ufer geschoben werden. Mit
 Glück konnte ein sehr günstiger Monoperm-Ersatzmotor um 14.- € bei ebay gekauft werden. Ein wenig-
 stens fünfminütiger Testlauf der Commodore mit Vollgas sollte nach dem Motoreínbau möglich sein.
 So war die Idee...., danach soll wieder mit 2S-Akkus gefahren werden, um die alten seltenen Motore
 zu schonen.
 Ein Rennboot ist die Commodore auch mit 3S Akkus nicht geworden, wie die Erprobung zeigte. Es
 sieht natürlich besser aus, wenn der Bug mit großer Bugwelle aus dem Wasser steigt. Doch leider
 halten die alten 6V-Motore die verdoppelte Betriebsspannung nicht aus und nehmen rasch Schaden.
 Zusammenfassung zum 3S-Betrieb: Ohne angepasste Motore kein Betrieb mit Überspannung!

 
Neue Motore - Speed 400 7,2V, aus Restbeständen, werden eingebaut - Version 2

 Chaos: Nach dem Einbau des Ersatzmotors zeigten sich beim zweiten Motor Anlaufprobleme. Daher
 wurden kurzerhand die seltenen Monoperms durch zwei vorhandene Graupner Speed 400 7,2V ersetzt.
 Diese Motore sollen laut Datenblatt den Monoperms gleichen, haben jedoch einen um 30% höheren Wir-
 kungsgrad.  Es wird sich zeigen, ob die Commodore mit der standard 2S Stromversorgung flotter unter-
 wegs sein wird als zuvor mit den alten Monoperms. - Vorweg gesagt, ja!  Warum ????

 Um die Marx-Kardankupplungen weiter verwenden zu können, mussten zuvor die  Mitnehmereinsätze auf
 2,4mm aufgebohrt werden. - Dazu musste ein Trick angewendet werden, da die kleinen Mitnehmerhülsen
 nicht im Dreibackenfutter der Drehbank eingespannt werden können. Ein Stück Messingrohr, in das die
 Hülsen hineinpassten, musste schräg aufgesägt werden, damit es sich beim Spannen im Drehbankfutter
 um die Hülse anlegt und sie fest gespannt werden kann. Das gelang und die Hülsen passen auf die
 2,3mm Motorwellen der 400er Motore.

 Bei der Motortestfahrt am 05.06.22 war ich von den explodierenden Fahrleistungen der "Speed-Com-
 modore" sehr überrascht. Das Schiff fährt mit den gleichen Propellern wie in der vorigen Monoperm-
 Version derart deutlich sichtbar schneller und beginnt fast zu Gleiten. Dabei hebt sich der Bug um gut
 1cm über die Wasseroberfläche. In den Kurven lehnt sich das Boot leicht nach innen und hinterlässt eine
 große Bug- und Heckwelle. Meine Sorge war sofort, wie lange wird das wohl gut gehen, bis ein Motor
 einen Defekt bekommt? Ich fuhr daher in weiten Kurven mit etwas reduzierter Geschwindigkeit und das
 Boot sah dabei sehr gut aus. Dann fiel mir ein, auf das Senderdisplay zu sehen, wie hoch die Motorge-
 häusetemperatur inzwischen angestiegen ist. -  Brrrr, 71,9 Grad!

 Sofort ließ ich das Schiff treiben und suchte einen anderen Standort für die Videoaufnahmen auf. Das
 dauerte einige Minuten in denen die Temperatur trotz Stillstand weiter auf 80 Grad angestiegen ist.
 Unter Beobachtung der Temperaturwerte führ ich mit niedriger Geschwindigkeit weiter, bis sich die
 Temperatur der 90 Grad Grenze näherte. Das bedeutete das Ende der Testfahrt. Noch vor dem Anle-
 gen riskierte ich eine Vollgas-Vorbeifahrt. Die Temperatur stieg noch auf 91,2 Grad an. Doch dann hob
 ich das Modell auch schon aus dem Wasser. Aufbau abgenommen, ein Motor vorsichtig betastet und -
 der war wirklich heiß!
 
 Zu Hause angekommen begann ich zwei 12V Radiallüfter einzubauen, die den Motoren ein wenig Luft zu-
 führen sollen. Die Lüfter sind an der Motorspannung angeschlossen und "blasen" nur etwa ab Halblast bis
 Volllast. Ich bin gespannt wie sich die Lüfter bewehren werden und ob sie die Temperatur etwas senken
 können, ähnlich wie das beim Zerstörer Surcouf zu beobachten war. Sollte die Kühlung nicht optimal sein
 könnten die Lüfter direkt von den Akkus versorgt werden und ständig laufen.. -  Es wäre schade, müssten
 auch diese tollen Motore wieder ersetzt werden. Daher ist Vorsicht angebracht, sodass künftig die Yacht
 Commodore mit der Fly sky i6X-Anlage und den Sensoren gefahren werden muss.

 
Fahrtest 15.06.22 - ein negatives Erlebnis und wieder ein Motorschaden

 Der neuerliche Fahrtest endete nach max. 5 Minuten Fahrtdauer mit überwiegend voller Leistung. Das
 Boot sauste dahin und begeisterte auch Zuschauer. Mein Blick auf die Temperaturanzeige ließ erken-
 nen, dass der Motor die 80 Grad-Grenze schon überschritten hatte. Jetzt wurde es heikel!  Und plötzlich
 änderte das Schiff von selbst die Fahrtrichung und begann zu kreisen. Da war mir schon klar, ein Motor
 hat, wie vorherzusehen war, die hohe Spannung und Temperatur nicht ausgehalten. - Schon beim Ein-
 bau der Speed 400 wurde ein Ersatzmotor bestellt, der Just nach meinem Motorschaden angekommen
 ist. Am Typenblatt steht dass er Nennspannung 7,2V hat, aber von 3 bis 12V verwendet werden kann. 
 Ich bestelle gleich zwei weitere Ersatzmotore nach, die als Reserve dienen sollen.

 Der Einbau des Ersatzmotors erfolgte rasch und beim ersten Hochfahren am Bautisch war sofort zu
 fühlen, dass dieser Motortyp deutlich weniger stark "bläst". Die Drehzahlmessung zeigte es dann auch,
 er dreht maximal die halbe Drehzahl des anderen Speed 400. Die besser eingerichteten Lüfter und ihr
 direkter Anschluss an die Akkuspannung, half nur wenig, wie schon der Testlauf im Trockenen die
 Erhitzung anzeigte.

 
Brushlessmotore werden eingebaut  - Version 3
 
 Jetzt wurde der Entschluss gefasst, auf vorhandene Brushlessmotore zurückzugreifen, denn die flotte
 Fahrt der Commodore hat mir natürlich gefallen und soll künftig ohne Ausfall möglich werden. -. Es fan-
 den sich  zwei A2217/2300kV die eine Fehllieferung waren, da ich Motore mit 900kV bestellt hatte. 
 Zwei Navy-Doppelkardan-Wellenkupplungen wurden bestellt und prompt von KRICK geliefert. Nun den-
 ke ich, dass die Motore mit den flachen Schrauben der Commodore mit ihrer hohen Drehzahl doch
 zurecht kommen würden.
 Der Brushless-Versuch beinhaltet auch, beide Motore mt je einem eher schwachen Ezrun 18-Reglern
 zu betreiben. Meine Befürchtung war, dass ein Regler bei längererem Vollastbetrieb überhitzen würde.
 Die Version mit einem Regler pro Motor hat sich beim Gepard (Wiesel-Umbau) und den schwächeren
 2212/820kV- Motoren duurchaus bewährt. Man wird sehen, ob die Regler und die hochdrehenden
 Motore eine brauchbare Lösung sind. Um ein wenig Kühlluft in den Rumpf zu bekommen, wurde die
 mittlere Frontscheibe des Aufbaus ausgebaut und in der Rückwand des Aufbaues eine Austrittsöffnung
 für die Luft angefertigt.
 
 
Der erste Commodore-Brushless-Fahrbericht

 Am 22.6.22 wurde die Brushless-Commodore zu Wasser gelassen. Mit Vorsicht wurde beschleunigt
 bis das Schiff mit Vollgas über den Teich glitt. Das Boot war deutlich schneller als je zuvor und es hob
 sich der Rumpf bis zur Hälfte der Länge steil aus dem Wasser. Das Boot war teuflisch schnell und ich
 musste vorsichtig weite Kreise steuern. Es klappte sehr gut, doch entschied ich mich dazu, in den
 Kurven das Gas zurück zu nehmen. Unglaublich und ermutigend schoss die Commodore dahin und
 hüpfte zum Teil bei der Querung von kleinen Wellen. Dann stoppte ich und änderte meinen Standplatz,
 um Videoaufnahmen zu machen. Bevor es zu Aufnahmen kam, ließ ich das Boot wieder über den
 Teich flitzen, um den Bildausschnitt für die Aufnahme zu erproben. Doch plörtzlich war alles AUS und
 das Boot blieb in Teichmitte liegen.
 Nach einer Viertelminute startete ich wieder einen Einschaltversuch und siehe da, das Boot fuhr
 wieder. Allerdings erfolgte nach einer Minute Schnellfahrt wieder die Abschaltung eines Motors und
 kurz danach auch des Zweiten. Das wiederholte sich dreimal, sodass ich den Fahrtest beendete. Es
 war klar, die 18A-Regler schalteten wegen Überhitzung aus.

 Nach dem Hochheben des Bootes aus dem Wasser wurde der Aufbau abgenommen und die Motore
 berührt. Sie waren sehr warm, einer merkbar heiß.- Daheim angekommen stellte sich heraus, dass
 der schon nach dem Einbau auffällig einen kurzen Moment später anlaufende Motor, der heißere war.
 Er hat irgendein Problem, denn es fühlt sich so an, als ließe er sich schwerer drehen als der andere
 Brushless-Motor. Eine berührungslose Temperaturmessung an beiden Motoren zeigte, dass der
 "heißere" Motor um 20 Grad heißer geworden ist. Daher kam ein Reservemotor zum Einsatz. Außer-
 dem wurde der Motor um 3mm nach hinten versetzt, um den Wellenanschluss, der vielleicht eine Art
 Vorspannung zum Motor erzeugt hatte, zu entlasten. Nun läuft der neue Motor gleich wie der andere.
 Auch die vergleichend Temperaturmessung nach 1 Minute Vollgaslauf am Bautisch zeigte, dass nun
 beide Motore annähernd die gleiche Temperatur erreichen.
 Um beim nächsten Testbetrieb die Temperaturentwicklung verfolgen zu können wurde der Tempera-
 tursensor am "wärmeren" Motor angebracht. Der Testbetrieb wird zeigen, ob die Motore mit 2300kV
 überlastet werden, oder/und, dass die Regler mit auf Dauer mehr als die 18A auskommen müssten,
 wofür sie nicht geeignet sind und daher abschalten.

 Wenn ich mir ausrechne, dass 2300x8 gleich 18400U/Min bedeutet, dann wundert mich nichtmehr,
 dass das Boot fast ab der halben Rumpflänge mit dem Rumpf über Wasser dahingleitet. Das sieht
 ja toll aus, macht mir aber Sorge bei engerer Kurvenfahrt. Dabei spritzt nüämlich die kurveninnere
 Bugwelle, verbunden mit unverständlichen, selbsttätigen Bremsungen, stark das Deck und Wasser
 gelangte auch  in den Rumpf. Ein Süllrand ist nicht vorgesehen.

 
Die nächste furiose Testfahrt führt zu Motorversion 4  mit 1520kV

 Bereits am Folgetag, dem 23., war wieder Test-Time. Mit dem neuen und leichter laufenden Motor
 sollte eine längere Funktionsdauer möglich sein. Das stimmte aber nur bedingt, denn diesmal gingen
 beide Motore gleichzeitig aus. Der Fehler liegt offenbar bei den Sicherheitsabschaltungen der noch
 verwendeten EZRUN 18A Regler. Offenbar steigen die Ampere über die 18A-Dauerlast hinaus.
 Die an einem Motorgemessene Temperatur kam auf 50 Grad, überschritt sie aber nicht; - auch weil
 der Test abgebrochen wurde. Führe man die Commodore im Tempo wie mit den alten Monoperm
 Motoren, käme es zu keiner Notabschaltung, wie eine spätere mehrminütige Fahrt zeigte.

 Nun war die "Speedcommodore" geboren. Das Schiff ist mit den 2300kV-Motoren, die je eine Dreh-
 zahl von gut 18000U/Min bringen, wie ein Rennboot unterwegs und man hat manchmal den Eindruck,
 dass fast nurmehr das Heck mit den Schiffschrauben im Wasser liegt. Selbst kleine gequerte Wellen
 verursachen eine "hüpfende" Fahrt. Beim Fahren  von engeren Kurven ist Vorsicht geboten, denn wenn
 sie zu eng werden spritzt viel Wasser auf das Deck und gelangt irgendwie ins Boot. Aber am kleinen
 Teich ist das hohe Tempo viel zu schnell und keinesfalls vorbildähnlich.

 Nun sollte doch noch ein Motor-Versuch mit den EZRUN Reglern und dem 2217-Motortyp von Extron
 mit 1520kV, erfolgen. Damit kommen die Motore bei 8V immer noch auf 12500 U/Min, was noch im-
 mer eine sehr flotte Fahrt ermöglicht. (Mit den ursprünglichen Monoperm Motoren waren im Leerlauf
 6000U/Min erreichbar!). 
 Die Stromaufnahme bei dem Brushless-Motor darf 27A betragen, wobei er eine Leistung von max.
 320W (bei 3S !?) abgeben kann. Aber vielleicht liegt der Strom im Betrieb des Bootes noch bei 18A,
 - ein Wunschdenken (?) -, was für eine längere Fahrtdauer genügen würde.
 In jedem Fall wird zuvor im Teich ein Test mit dem Zangenamperemeter erfolgen, der Zeigen wird, wie
 hoch die Stromaufnahme jedes Motors tatsächlich liegt. Bei der Testfahrt wird auch ein Temperatur-
 sensor verwendet, um zu sehen ob die Motore heiß werden. -  Danach entscheidet sich, ob leistungs-
 fähigere Regler notwendig sind.

 Klar ist inzwischen für mich, dass eine über Wellen hüpfende Commodore ein wenig zu weit von ihrem
 erwartbaren Fahrbild entfernt erscheint. Wenn sie NUR bis zur Rumpfmitte gleitet, dann sollte das genug
 sein. Sollten später einmal meine Enkel mit dem Schiff fahren  wollen, muss am Ruder 100% Exponen-
 tialfunktion einprogrammiert werden.

 
Der nächste Fahrbericht mit Extron-Motoren folgt unterhalb.der Bilder.
 
       
andere 40mm Propeller montiert  Blick auf Sensor und Anbringnung  Condor mit Flysky-Steuerung  Monoperm Super 5 polig Bürstenlager geschmolzen
Commodore mit 3S-Lipo Akku der Monoperm Super ist defekt Ersatz Speed 400 = Var. 2 Kupplungshülsen sind aufgebohrt
Lüfter für die 400er sind eingebaut   Commodore mit 2x Speed 400 7,2V     
der Spüannungssensor ist eingebaut  Brushlessmotore eingebaut = Var 3 die Motore und  Regler EZRUN 18A betriebsfertige Technik mit Temp-Sensor


erster Vesruch: Brushlessmotor 2300kV zweiter Versuch: Brushlessmot.1520kV Situation mit Brushlessmotoren Var. 4 die neuen NoName-50A-Regler 
 
 Fahrbericht mit den Brushless-Extron-Motoren 1520 kV

 Am 29.6.22 war es so weit, eine neuerliche Erprobung der Commodore mit den neuen, langsameren
 Motoren konnte stattfinden. Vor der Testfahrt sollte die Stromaufnahme gemessen werden, doch beim
 Gasgeben konnte ich das Boot nicht halten, es schoß Richtung Ufer und die Propeller streiften am
 Schotter. Das löste den Bruch einer Wellenkupplung aus, die andere klinkte sich aus. Daher musste
 nach Hause gefahren werden und die Kupplungen repariert werden. Die Mesung fiel auch daher aus.

 Beim folgenden Fahrtest kam das Boot auf ungefährt die halbe Länge aus dem Wasser und schoss
 wieder flott über den Teich. Wie bei den anderen Testfahrten ergab sich auch hier, dass bei hoher
 Geschwindigkleit und zu engem Kurvenradius eine enorme Wellenbildung am Bug entsteht, die wieder
 viel Wasser auf das Deck und in den Rumpf bringt. Das war auch zu erwarten.

 Die Fahrzeit bis zur Abschaltung eines Motors infolge eines überanspruchten Reglers  dauerte etwas
 länger als bei den vorhergenden Tests. Allerdings kann man mit etwas langsamerer Fahrt, so wie bei
 der 3S-Testfahrt, das Abschalten vermeiden. Die Ezrun-Regler sind eindeutig zu schwach, wenn man
 eine flotte Fahrweise haben möchte.
 Die Temperaturmessung ergab eine Höchsttemperatur von 56 Grad. Der Stromverbrauch war jedoch
 merklich höher als bei anderen Schiffsmodellen. Innerhalb 10 Minuten sank die Akkuspannung auf 7,7V
 ab. Das ist noch nicht kritisch, aber es stimmt nachdenklich (max. 7,4V!).

 Die Fahrweise des Schiffes muss ohnedies so sein, dass vor engeren Kurven das Gas herausgenom-
 men werden muss (~Halbgas), um Überflutungen des Decks zu vermeiden. Vollgas ist nur auf schnur-
 geraden Fahrten oder mit weitem Kurvenradius empfehlenswert. Dafür ist der Waldteich nicht geeignet.
 Es ist unglaublich, wie heftige Bugwellen entstehen, wenn mit hoher Fahrt eine zu engere Kurve gesteu-
 ert wird. Im vorderen Bugbereich steigt die Welle die Rumpfwand hinauf und spritzt stark, wenn sie vom
 Deckrand gestört wird. Gleichzeitig bremst das Boot ruckartig ab, sodass der in der Luft befindliche
 Teil der Bugwelle aufs Deck fällt. Den Grund dafür kenne ich nicht. Man darf mit der Commodore offen-
 bar nicht enge Kurven steuern, selbst wenn halbflott gefahren wird.

 
Hinweise füre die nächste Inbetriebnahme - irgendwann:

 Das Boot ist in der eigens dafür angefertigten Schachtel am Dachboden abgestellt. Beachte wie
 das Boot in der Schachtel steht, denn andersrum passt es nicht hinein! Der kleine Mast und die
 Fahnen sind im Bootsrumpf untergebracht und müssen vor dem nächsten Betrieb wieder montiert
 werden. Mit den neuen 50A-Reglern muss zu Beginn eine Testfahrt erfolgen, um auszuloten, ob die
 Motore jetzt nicht überhitzen und ob die Regler die Belastung durchhalten, was sicher sein dürfte.

 
 
Monster Bugwelle - weshalb?

 Eine Anfrage in meinem Schiffe-Forum löste meine Frage, weshalb in engeren Kurven mit erhöhter
 Fahrgeschwindigkeit die Bugwelle unheimlich stark auf das Deck spritzt. Es liegt daran, dass die
 Rumpfform nicht für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist, sodass bei engeren flotten Kurven das
 Boot plötzlich aus dem Gleiten heraus fällt. Dabei senkt sich der Bug und wegen dem noch hohen
 Tempo stauen sich die Wassermassen am Rumpfbug und schießen spritzend an der Rumpfwand
 nach oben.

 Die vorbildgetreue Fahrweise wäre in der Art, dass die Bugrundung gerade minimnal über die Was-
 seroberfläche hochsteigt. Dadurch kommt es nicht zu großen Bugwellen, aber das Boot ist natürlich
 etwas langsamer. Und wenn man die Fase der "Spritzwellen" vermeiden möchte, darf man engere
 Kurven nur mit maximal Halbgas, oder langsamer fahren.
 Auf einer freien Wasserfläche wie zB dem Hafenbecken der Werft in Korneuburg, könnte man weite
 Kurven mit Vollgas bei spektakulärem Look fahren.

 
Zwei neue 50 A-Regler wurden eingebaut

 Die Umrüstung ist notwendig geworden, um länger als 3 Minuten schnell fahren zu können, ohne
 dass ein Regler wegen Überlastung oder Überhitzung  abschaltet.  Mit den neuen Reglern darf das
 Schiff erst nach Anschluss der Antriebsakkus und nach der Sendereinschaltung  "eingeschaltet"
 werden.

 Leider arbeiten die Billig-Regler am Neutralpunkt nicht genau gleich, sodass mit der Gastrim-
 mung vor der Fahrt die Regler "stummgeschaltet" werden müssen und sie keine Geräusche
 mehr abgeben. Die daraus folgenden kleinen Abweichungen bei höheren Drehzahlen sind ver-
 nachlässigbar. Ein Nachteil ist auch, dass bei rascher Umschaltung von voll retour auf voll vor-
 wärts, ein Motor stehen bleiben kann. Das merkt man bei der Fahrt, da das Boot in sofort eine
 Kurve fährt. Der dafür zuständige Regler fährt von selbst wieder hoch, wenn der Gasknüppel kurz
 in Mittelstellung gebracht wird! Beim Regler ertönen wie üblich die Einschalttöne und danach ist
 der Regler wieder normal betriebsbereit. Bedachtes Umschalten der Fahrtrichtiung ist notwendig,
 um Fahrtstörungen und starke Momentschläge auf die Motorbefestigungen zu vermeiden.

 
Die Laufgeräusche der Wellen und Kardangelenke am Bautisch sind bei Vollgas noch angenehm,
 bei Zwischendrehzahlen hört man doch die inzwischen ohne Vorspannung laufenden Kardangelenke.
 Das Axialspiel der Wellen wurde auf etwa 0,3mm eingestellt. Um Verreibungen wie beim Schnellboot
 Wiesel zu  vermeiden wurden Teflonscheiben beidseitig auf jeder Welle nachgerüstet.

 
Fahrbericht vom 03.08.2022

 Mit den umgesetzten Änderungen fuhr ich zum Teich. Nachdem der Sender eingeschaltet und die
 Akkus angesteckt waren konnte es losgehen. Das Boot fuhr wieder ausgesprochen flott und in
 Kurven bremst sich das Schiff natürlich noch immer ab und es beginnt die chaotische Spritzorgie,
 die das Deck starkt benässt. Ich versuchte verschiedene Fahrtechniken in den Kurven, doch fand
 ich keine hilfreiche Fahrweise ohne den hohen Bugwellen heraus. Einzig langsamer die Kurven fahre
 hilft!

 Die mir in meinem Schiffs-Forum gegebenen Hinweise, dass die Rumpfform der Commodore nicht
 für das Gleiten geeignet ist, bewahrheiten sich.(leider) - Ein Video des Originalschiffs zeigt mir, dass
 lediglich die untere Bugrundung über der Wasseroberfläche liegt.
 Bedingt durch die Lärmentwicklung der mit 14.000 U/Min drehenden Propeller bei Vollgasfahrten,
 muss der Gasweg im Sender reduzeirt werden. Damit kann auch das extreme Spritzen aufs Deck
 unterbunden werden und im Hinblick auf das Tempo wird die Yacht vorbildähnlicher.
 Zur Abhilfe wurde die Motorleistung elektronisch auf nurmehr 40% (!) reduziert. Daraus folgt eine etwas
 flottere Fahrt als mit den Monoperm Motoren und ein optisch dem Vorbild entsprechendes Fahrbild.  

 Während der Testfahrt wurde die Temperaturanstieg an einem Motor mit 41,7 Grad nach 15 Minuten
 schneller Fahrtstrecken gemessen. Nach der Leistungsreduktion fiel die Temperatur ab, da die Motore
 nicht mehr mit der vollen Spannung betrieben worden sind. - Zusammengefasst ist das Boot jetzt gut
 eingestellt und kann mit langen Fahrzeiten und einem ansprechenden Fahrbild viel Freude bereiten.
 Motorausfälle sind jetzt nicht mehr zu erwarten.
 Sollte das Boot einmal auf freien Gewässern, wie zB. im Werfthafen, betrieben werden, kan die Motor-
 leistung auf 60 - 70% erhöhtt werden, da aus Platzgründen sehr weite Kurven mit Vollgas gefahren
 werden können. (Ich habe durch meine Fahrvideos festgestellt, dass ich die Vollgas-Kurven viel zu eng
 fahre, was zwar gut aussieht, aber Spritzwasser ins Schiff bringt.)

 Das Boot wurde für einen längen Aufenthalt am Dachboden  abgeschmiert, der Empfänger und die
 Sensoren entnommen. Das Boot wurde in die speziell angefertigten Box gegeben die es vor Staub
 schützt.

       
Beginn der Testfahrt       
so beginnt eine enge Kurve  die Bugwelle entsteht     Fahrvideo final 
   
es spritzt stark  enorme Wellenbildung - warum?