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   Marauder  Motoryacht  (Robbe)   -   Inbetriebnahme
   Marauder  Motoryacht  (Robbe)   -   Umrüstung Brushless, Schnellfahrversion
 
 
 
Bei einer Plauderei mit einem Modellflug Kameraden bot er mir zwei fertige
 Modellschiffe an, die er im Zuge einer Nachlassgeschichte bekommen hat.
 Da er kein Interesse daran hat, aber meine Begeisterung für Schiffmodellbau
 sah, denkt er, dass ich damit Freude haben werde. Das ist natürlich richtig,
 noch dazu, dass er eine, mir sehr angenehme Gegenleistung erwartet. Er bat
 sich aus, einmal mit mir und seinen ehemaligen Schiffen fahren zu können.

 Die Yacht Marauder ist brauchbar gut gebaut worden und mit einem 6V Navy
 Getriebeantrieb ausgestattet. Ein Robbe mini 200 Regler diente zur Motor-
 regelung. Derzeit ist noch eine 35Mhz Steuerung eingebaut die mit einem
 Dreikanal Sender gesteuert wird. Sie wurde jedoch gegen eine 2,4gHz
 Steuerung ausgetauscht.

 Wegen der 6V Nennspannung des Motors sollte natürlich nur ein 6V Bleiakku
 verwendet werden. Das Schiff wurde später mit 2S Lipo Akkus gefahren,
 damit etwas Leben ins Schiff kommt. - Es folgte danch die Umrüstung auf
 einen getriebelosen Antrieb mit einem Brushless Motor der gesondert be-
 schrieben wird und die zweite Zeile der Überschrift zur neuen Seite führt.
 
 
Technische Daten:
 Länge 900mm, Breite 250mm, Gewicht: ~3100g,
 Antrieb: 6V Robbe-Getriebemotor Navy Kompakt,
 Rennprop 2 Blatt 45 Dm,
 Regler: New Rain 60A BEC,
 Antriebsakku: Vers.1: Blei, 6V 7200mAh,  Vers.2: 2x 2S3000 Lipo parallel,
 Fernsteuerung: Flysky i6X (5), Funktionen: Motor, Ruder
 


Marauder Vorbildschiff


Marauder erste Fahrt
Fahrvideo


Marauder in Brushless Version

 Die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme

 
Das Modell war ziemlich staubig und wurde grob abgesaugt und dann mit einem Pinsel gereinigt.
 Eine Reinigung mit Seifenwasser war danach unumgänglich notwendig. Wichtiger war mir jedoch
 die Sichtung und Erprobung der technischen Ausrüstung. Dazu mussten provisorische Kabelver-
 bindungen hergestellt werden. Die vermutlich betriebsfähige Beleuchtung der Yacht könnte even-
 tuell zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert werden.

 Um den Motor, den Regler und das Ruderservo testen zu können, musste der 3K Sender für den
 Schiffsbetrieb mit einer Gasraste versehen werden. Offenbar ist auch dieser Sender neu, denn er
 konnte nicht funktionieren, da falsche Quarze eingesetzt waren. Nachdem in Mittelstellung des Gas-
 knüppels eine kleine Raste eingefräst worden war, konnte der Rastenhebel aus einem Streifen
 Beryllium Blech angefertigt und eingebaut werden. Nun ist der Startpunkt für den Regler eindeutig.

 Anschließend mussten noch die Stecker des Empfänger Akkukabels umgelötet werden, damit es
 zum Simprop System passt und eine Ladung möglich ist. Endlich war auch der Empfängerakku auf-
 geladen und es konnte mit dem 6V Bleiakku der erste Steuerungstest durchgeführt werden.
 Doch der Ruderausschlag war zu gering, da am Servo ein zu kurzer Ruderhebel montiert war. Es
 konnte ein längerer Hebel gefunden werden, der jedoch einen Vierkant als Mitnhemer haben
 musste.Die Servos hatten  ehemals Vierkantmitnehmer, welche die Möglkichkeit boten, in der Mitte
 mit einem 1mm schmalen Schraubenzieher die Neutralstellung des eingebauten Servos verändern
 zu können. Das war ideal, wenn man ein  Steuergestänge nicht verändern konnte. Das eingebaute
 Ruderservo scheint aus späten 1970ziger Jahren zu stammen, es ist aber neuwertig.

 Bedauerlicher Weise ist der alte Robbe Regler nicht genügend variabel, so dass Drehzahlen des
 Vorwärts- und Rückwärtslaufes nicht einstellbar sind. Auch die Ruder Mittenstellung konnte mit der
 3K Steuerung nicht optimal justiert werden, weswegen eine 2,4 gHz Flysky Steuerung verwendet
 wird. Anstelle des  Robbe Reglers wird ein New Rain 160A Regler verwendet, der mit seinem BEC
 den Empfänger und das Ruderservo versorgt. 

 Der Erbauer hatte es gut gemeint und nahe dem Motor im Stevenrohr eine Bohrung hergestellt, auf die
 vermutlich ein Öler hätte kommen sollen. Offenbar wurde darauf noch vor dem EInbau des Steven-
 Rohres vergessen, sodass ich es vorzog, anstelle des Ölers die Bohrung zu verschließen. Löten war
 nicht möglich, daher verwendete ich ein 2cm langes Stück 6mm Silikonschlauch, welcher geschlitzt 
 und über das Stevenrohr gestülpt wurde. Mit einem Tropfen Sekundenkleber wurde er gegen Verrut-
 schen gesichert. Nachdem kein Überdruck im Rohr entsteht, genügt diese Methode zur Abdichtung
 gegen Wassereintritt.

 Zuletzt wurden Kabel angefertigt, die zur Verbindung mit den zur Verwendung stehenden Akkus dienen
 werden.  Da mit erhöhter Spannugn aus den Lipos gefahren wird, ist mit einer Erwärming des Motors
 zu rechnen. Um dagegen zu wirken wurde ein 40mm PC Lüfter mit einer Klammer am Motor befestigt.
 Er ist zuschaltbar und wird mit der Motorspannung betrieben.

 
Das Auswiegen

 Endlich, am 3.6.24, passte das Wetter und es konnte die Marauder auf Wasserlinie gebracht werden.
 Bei der Yacht Marauder wurde der 6V 7,2Ah Bleiakku erprobt.  Die Marauder liegt damit schon fast
 auf Wasserlinie. Um die Schiffslage noch zu verbessern, wurde der Akku um ca.5cm in Richtung Motor
 und Heck verschoben. Um das Heck noch tiefer ins Wasser zu bringen wären Bleiplatten einzubringen.

 Im Schwimmbad wurde auch eine kleine Probefahrt durchgeführt, die zeigte, dass der Regler einen
 Defekt hat. Der Motor lief immer nur 5 Sekunden lang. Ein neuer 60A Regler wurde eingebaut und der
 Motor läuft nun am Bautisch wie es sein soll und auch mit höherer Drehzahl.

 Weiters gab es einen Wassereintritt im Boot. Man konnte nicht genau erkennen, woher das Wasser
 kommt, doch bei den Ruderführungsrohren war alles trocken. Jedoch scheint es bei den Abstützungen
 der Badetreppe einzusickern. Dei sechs Befestigungspunkte wurden daher mit 5Min Epoxy übergos-
 sen und sind damit abgedichtet.
 Da Wasser es auch beim Wellendurchtritt in den Rumpf einsickern könnte, wurde reichlich Sekunden-
 kleber Dick in diesem Bereich eingefüllt. Bei der nächsten Testfahrt im Teich muss der Wasser-
 eintritt beobachtet werden.- Dir Ruderwirkung ist eher gering, insbesondere bei der Rückwärtsfahrt.
 

 
Fahrberichte der Marauder

 Am 15. 6. 2024 wurde die Yacht im Waldteich zu Wasser gebracht und gefahren. Sie fährt mit dem
 6V Akku nicht sehr flott, ist aber in Vorwärtsfahrt gut steuerbar. Zurückfahren in gerader Linie ist mir
 unmöglich gewesen, denn der Radeffekt des Propellers gibt hierbei die Richtung vor. Die zu klein
 dimensioniertten Doppelruder genügen dabei nicht, um eine gerade Strecke rückwärts zu fahren.
 Eine zwischendurch erfolgte Kontrolle ergab, dass kein Wasser im Schiff war und der Motor nur
 lauwarm war.

 Am 8. 7. 2024 erfolgte die nächste Fahrt im Werfthafen. Mit 2S Lipo Akkus wurde das Schiff deutlich
 agiler. Zwischendurch wurde durch kleine Änderungen mit einer Gewichtsveränderung die Schiffslage
 optimiert. Die Motortemperatur wurde überwacht und blieb trtotz überwiegender Vollgasfahrt bei
 55 Grad.  Dennoch zeigte das Fahrtbild, dass mehr Fahrt ein beseres optisches Bild des Modells
 bringen würde. Es wird daher angedacht, später mal den Antrieb umzubauen und mit einem Brush-
 lessmotor 3548 mir Rennprop 40 Dm zu bestücken.

     
Ansicht vor Überarbeitung      praktische Öffnungsmethde 
Ansicht Antriebsmotor  Blick auf die alte Empfangsanlage  neuer Regler einbebaut  der neue Flysky Empfänger 
Bilder Erstfahrt                                       Fahrvideo  Marauder und Schubc hiff Melk