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   Acapulco  Motoryacht  (Robbe)  div. Renovierungsversuche
 
 
 Wegen diverser Widrigkeiten in den 80zigern  wollte eine Zeit lang im
 Modellflug einfach nichts gelingen. Also befasste ich mich aus Verzweiflung
 mit dem Bau von einfachen Schiffsmodellen, wie eben der Yacht Acapulco
 Von meinem leider nicht dokumentierten Eigenbau-Schiff "Monika" (Hegi
 Orion Rumpf) mit OMU Tipp Fernsteuerung konnten diverse Einbauten wie-
 derverwendet werden. Bei diesem Boot wurde schon eine der aktuellen
 Technik entsprechende Fernsteuerung von Microprop verwendet und die
 Stromversorgung des Antriebes war noch auf Blei-Akkus ausgerichtet. Und
 ein Empfängerakku durfte damals auch nicht fehlen.


 Der Bausatz war ohne Probleme fertig zu stellen, sodass bald ein Einsatz in
 der nahegelegenen Wasserfläche namens "Seeschlacht" erfolgen konnte.
 Da aus finanziellen und auch aus Gewichtsgründen nur kleine Blei-Akku-
 Zellen mit 2500mAh verwendet wurden, hielt sich die Fahrzeit mit flotter Fahr-
 geschwinditgkeit in Grenzen. Dennoch machte das Boot viel Spaß. - Bislang
 sumperte es, mit einem alten Leintuch überzogen,  am Dachboden dahin, bis
 einmal die Enkel so verständig sind, dass sie, anfangs mit Hilfe, dann aber
 selbst mit der Steuerung und dem Modell gut umgehen können. (2022)

 
Unglaublich war, dass die 30 Jahre am Dachboden keinen Schaden am Boot
 verursacht haben. Einzig die Technik mit den ehemals modernen Steckersys-
 temen von Microprop / Webraprop ist heute nicht mehr zeitgemäß. Aber für
 das einfache Boot genügen grundsätzlich auch heute noch die alten Fern-
 steuerungen. - Mein ungeschicktes Werken ergab jedoch, dass nach einigen
 Zwischenstadien, zuletzt doch eine moderne Steuerung verwendet wurde.

 
Technische Daten der Version von 1989:
 Länge 760mm, Breite 230mm, Gewicht: ~2,2kg,
 Antrieb: Robbe-Getriebemotor Navy-Kompakt 3,3:1, Motorversion EF 76 II S,
 Rennprop 2 Blatt 45 Dm,
 Antriebsakku ursprünglich 6 x 2 V Bleizellen, elektron. Regler: Microprop 10A,
 erste Fernsteuerung: Microprop Variomodul: Motor, Seitenruder

 
Änderungen bei Variante 2019 (unerprobt):
 zweite Fernsteuerung Webraprop - durch Kurzschluss ausgeschieden, 
 dritte Fernsteuerung GR MC 18  35mHz, K 75, Empfänger Webraprop,
 E-Akku NiMh 2100/5Zellen, Fahrakku: 2x Lipo 3S~3200 (parallel)

 
Änderung bei Variante 2022:
 letzte Fernsteuerung Exmitter EX7 2,4Ghz,
 neuer Regler: New Rain 60A, neu Motorlüfter 6V,
 Antriebsakku: 2x 3S2700 Lipo (parallel)
 


Acapulco, Robbe
Fahrvideo












 Die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme

 
Man würde meinen, wenn man ein Modell ordnungsgemäß abstellt und für die Langzeitlagerung vorbe-
 reitet hat, dass bei Wiederverwendung alles fix-fertig passt. Nix da! Man merkt nach 30 Jahren dann,
 dass sich einiges bei der Technik erneuert hat und daher nachgarbeitet und umgeändert werden muss.

 2019 war es so weit, dass Enkel Konstantin Interesse an dem Boot fand, da er mit seinem Patrouillen-
 boot erste Fahrversuche im Schwimmbecken gemacht hatte und es ihm Spaß gemacht hat. Für mich ist
 das eine Möglichkeit, dass er mit einem normalen Fernsteuerungssender umzugehen lernt, um später
 vielleicht gefühlvoll meine verbliebenen Flugmodell steuern zu können.. Allerdings musste die neue Inbe-
 triebnahmeprozedur an heutige Verhältnisse angepasst werden.

 Als Fernsteuerung wurde zuerst eine alte Webraprop verwendet, die aber bei Anpassungsarbeiten von
 mir durch Falschpolung des Senderakkus, unbrauchbar gemacht wurde. Leider. Damit ist der Betrieb
 des Bootes im Retro-Look nicht mehr möglich.  Auch die Verwendung meiner MC 18 war keine wirk-
 liche Verbesserung der Situation, sodass nach anderen, moderneren Steuerungen Umschau gehalten
 wurde.
 Die Stromversorgung für den Antrieb, ehemals 6 Bleiakkuzellen (12V), ist auch nicht mehr brauchbar. 
 Es wurde auf 3S-LiPo-Akkus umgerüstet, wobei aus Gewichtsgründen auf einer Seite drei der alten
 Bleizellen als Gewicht im Boot verblieben. In der gegenüberliegenden Akkuhalterung werden die vom
 Modellflug vorhandenen zwei Stück 3S 3200 mAh Lipo-Zellen in Parallelschgaltung eingebaut. Um das
 Gewicht der 6 Bleizellen zusammen zu bekommen, mussten noch Bleistücke auf dieser Seite eingeklebt
 werden.

 
Zusammenbau der Acapulco:
 Damit ich / wir nach den nächsten 30 Jahren wissen, wie das Boot zusammengebaut wird, schreibe
 ich diese wichtigen Kleinigkeiten hier zusammen ....
 
Kajütenaufbau befestigen / abnehmen:
 Die Monatge des Kabinenaufbaues funktioniert so, dass man den Aufbau mit den Bohrungen in der 
 hinteren unteren Kabinenkante auf die kurzen Stifte am Rumpf aufschiebt und nach vorne schiebt,
 so weit es geht. Dann kann der rot markierte Haltestift in der Stellung mit dem Schlitz parallel zur
 Fahrtrichtung. eingesetzt werden. Durch einen Druck auf den Stift rastet er ein und der Aufbau ist
 befestigt.
 Zum Abnehmen des Aufbaues muss der Stift mit einem Schraubendreher nach einer 90 Grad
 Drehung gelöst werden. Jetzt kann der Haltestift herausgezogen werden.
 ACHTUNG: DEN STIFT NICHT VERLIEREN !!!


 
Der Schwimmtest

 EInmal war es so weit, der neue "Stapellauf" konnte erfolgen und das Boot im Schwimmbecken  
 ausgewogen werden, damit es ohne Schlagseite im Wasser schwimmt. Gefahren wurde nicht.


 Die künftige Steuerung mit 2,4Ghz Sender

 Da die anfangs erprobten Steuerungen Webraprop und MC 18 mit dem alten Microprop 10A Regler
 keine befiredigenden Ergebnisse bei der Handhabung ergaben, musste etwas Neues her. Die Hand-
 habung des Gasknüppels war für Ungeübte kompliziert, was einem Anfänger Schwierigkeiten bereitet
 und die Freude am Schifferlfahren verdirbt.

 Daher musste im Schriff eine kleine, leichte moderne Steuerung zum EInsatz kommen, noch dazu
 weil diese Steuereung schon bei anderen Schiffen verwendet worden ist. Es wurde eine Exmitter
 EX 7  2,4Ghz Steuerung verwendet und für das Modell Acapulco eingerichtet. Die Anlage hat in der
 Gasknüppel Mittelstellung eine fühlbare Raste eingearbeitet bekommen. Diese Steuer-Version ist ver-
 mutlich nicht weit verbreitet, doch kann damit das gefühlvolle Steuern von zwei Funktionen mit einem
 Knüppel erlernt werden. Unsere Schiffsmodelle sind keine Rennboote, also haben die Enkel Zeit,
 beim Steuern zu überlegen und ihre Steuervorgaben allenfalls zu korrigieren.

 Anstelle des alten Microprop Reglers wird jetzt ein 60A New Rain Regler verwendet der auf Vorwärts-
 und Rückwärtsfahrt eingestellt ist. Man kann ohne Bremsfase nach retiour umschalten. Aus dem neuen
 Regler und den Lipo Akkus wird der Motor, der Empfänger und das Ruderservo mit Strom versorgt.
 Wegen der leichteren Akkus mussten mittschiffs am Rumpfboden beidseits der Rumpfmitte je 3 Blei-
 platten eingeklebt werden. Gemeinsam mit den zwei parallel geschalteten 3S-Lipos stimmt die
 Gewichtsverteilung mit der vorigen Versionen überein. Beim Schwimmtest wird wohl noch nachgebes-
 sert werden müssen.

 Um die auch hier verwendeten 3S-Lipo-Akkus für die kaum gefahrene alte Graupner Yacht Condor
 verwenden zu können, wurden die ehemaligen Akkuhalterungen in der Acapulco entfernt. Leider ging
 dabei auch ein Stück Rumpfwand mit und eine Reparatur mit einer GFK.Matte wurde notwendig.

 
Der Antrieb

 Wegen meiner Sorge, ob der eingebaute Motor 12V Akkuspannung aushält, bat ich einen Motoren-
 freund um Hilfe, da er bei Robbe arbeitet und die Kollegen kennt, die darüber noch Auskunft geben
 könnten, da das Schiff schon sehr alt ist. Ich bat um die ehemaligen Werksempfehlungen für den
 Antrieb und die Stromversorgung der Acapulco Yacht. Tatsächlich konnte er mir sofort helfen und ich
 erhielt von ihm Ausschnitte aus dem Katalog und anderen Unterlagen. Das war eine Seite zur Aca-
 pulco aus dem Katalog und weitere Informationen über die Antriebsmöglichkeiten. Erlösender Weise
 konnte ich lesen, dass mein Antrieb mit einem Motor der höhere Spannung als 8,4V verträgt ausge-
 rüstet sein dürfte. In den Angaben zu dem "S"-Motor steht, dass er mit einem elektronischen Regler
 auch mit einem 12V Bleiakku versorgt werden kann. Das beruhigt mich heute, obwohl ich anfangs
 auch mit 12V gefahren bin und kein Motorschaden entstanden ist. Möglicher Weise ist hier auch die
 Fahrdauer ein Thema, denn ehemals hatte ich bestenfalls 2500mAh zur Verfügung, heute mehr als
 die doppelte Kapazität.
 Für allfällige Interessenten habe ich diese Auschnitte aus Katalog und Betriebsanleitung unten in die
 Seite eingepflegt, damit man nachlesen kann.

 Neben dem Motor befindet sich ein Einfüllschlauch für die Ölung der Schiffschraubenwelle. Vor und
 nach Fahrten ist es ratsam, einige Tropfen Öl einzutreufeln.

 
Fahrbericht vom 18.07.22

 Von den ersten Fahrten vor mehr als 20 Jahren ist mir leider nichts Besonderes in Erinnerung. Abe
 die Version 2022 mit dem 3S-Antrieb ist ohnedies wesentlich interessanter. Verglichen mit meinem
 Polizeiboot WIEN (2S-Lipo) mit ähnliichem gekapselten Getriebeantrieb fährt sich die Acapulco
 merklich flotter. Offenbar ist der Antrieb in diesem Boot dem des Polizeibootes wirklich sehr ähnlich.
 Die beiden Akkus mit gesamt 5000mAh reichen locker für 20 Minuten Vollgasfahrt. Durch die Mög-
 lichkeit der EX7, die Dual Rate-Funktion kann für jeden Kanal gesondert eingestellt werden, sodass
 man die Motorleistung auf 60% reduzieren und dadurch Strom sparen könnte. Das reduzierbar ein-
 stellbare Ruder würde bei EInschaltung der Reduzierung auch den geringeren Einstellweg ausführen.

 Der Ruderausschlag ist mit Vorsicht zu steuern, denn das Boot dreht sich ganz eng ein und taucht mit
 der kurveninneren Heckecke sehr tief ins Wasser ein. Man kann bei der EX7 keine Exponentialfunktion
 einstellen, die den Ruderausschlag feinfühliger machen würde.  Dass am Deckbereich für Passagiere
 Wasser war, erstaunte mich,  aber es kann von dort kaum in den Rumpf eindringen. Doch auch im
 Rumpf war etwas Wasser eingedrungen. Ich vermute es kam über die Ruderwelle etwas Wasser durch.
 Zur Abhilfe wurde das Ruder ausgebaut und die Welle mit Wellenfett eingeschmiert, wodurch ein neu-
 erlicher Wassereintritt verhindert werden sollte. Bei weiteren Fahrten muss das beobachtet werden.

 Interessant war, dass es zu keinem Fahrtausfall gekommen ist. Ich bin mehr als 20 Minuten mit Vollgas
 gefahren und alles funktionierte perfekt. Einzig das Boot dürfte mit dem Heck ein wenig zu tief im
 Wasser liegen, weshalb ich eine Bleiplatte (65g) entnommen und sie am Boden vor dem Motor befes-
 tigt habe. Ich gehe davon aus, dass das Boot dann bei voller Kraft nicht ganz so steil angestellt fährt.
 Experten meinen, dass man das mit am Heck unten angebrachten "Klappen" begrenzen könnte.
 Die Fahrt sieht sehr wild aus, aber die Fahrgeschwindigkeit ist als nicht wirklich rasant zu bezeichnen. 

 Abschließend die Feststellung, dass die Getriebeantrriebe deutlich einfacher und problemloser funktio-
 nieren. Es gibt keine Probleme, die Boote fahren einfach und das Getriebegeräusch ähnelt manchmal
 dem eines Turboladers. Damit muss man leben.

 
Fahrversuch am 19.07.2022

 Mit der kleinen Veränderung bei der Gewichtsverteilung wurde die Acapulco zu Wasser gelassen. Tat-
 sächlich hat sich die Lage wie beabsichtigt gebessert. Der Fahrtest war diesmal auf Zeit angesetzt.
 Es galt zu erproben, was und bis nach einer halben Stunde 95%-Vollgasfahrt passiert.
 Das Boot fuhr anfangs wegen der noch höheren Akkuspannung etwas schneller und hüpfte über Wellen.
 Mit etwas gesunkener Zellenspannung fuhr das Boot gleichmäßig schnell und ideal. Zuletzt betrug die
 Akkukapazität 32%, womit der Zeitpunkt aufzuhören gekommen war. Schließlich mussten ca. 1000mAh
 nachgeladen werden.

 Allerdings wurden die Reduziereinstellungen geändert, sodass mit aktivierter Reduzierung der Gasweg
 80% beträgt, wobei das Boot noch optisch interessant fährt. Ebenso wurden die Ruderausschläge im
 Normalbetrieb verringert, damit das Schiff nicht zu enge Kurven fährt, bei denen Wasser auf das hin-
 tere Deck eindringt. Im Schiff war diesmal nir-gends eine Spur eines Wassereintritts festzustellen.
 MIt der reduzierten Geschwindigkeit kann man das Schiff sicher 45 Minuten lange fahren. Am Ende des
 Testbetriebes wurde eine Tastprobe an den Akkus und dem Motor vorgenommen. Der Motor war heiß,
 aber nicht furchterregend heiß. Die Akkus hatten unauffällige Normaltemperatur.
 
 Um die Motorerwärmung zu reduzieren, wurde am Motor ein Lüfter angebracht, der vom Empfänger mit
 4,8-5V gespeist wird. Der Lüfter läuft solange das Modell eingeschaltet ist. Damit der Lüfter aufgfeklickt
 werden konnte, musste das Weicheisen Überzugsrohr vom Motor abgenommen werden. Der Motor dreht
 jetzt lt. Datenblatt um 1500 U/Min schneller; aber der Sinn des Überschubrohres ist mir nicht klar. Ist mit
 dem Blech das Drehmoment höher weil die Magnetkraft erhöht ist?

     
vorläufige Systemfotos ...     der Bausatz 
unsere ACAPULCO - Yacht      das Ruder und die Schiffschraube 
       
 
die erstverwendet Fernsteuerung,
Webraprop Sender 7K (wie Micriprop) -
habe ich leider demoliert
der Empfämger von Microprop - funktioniert auch mit MC 16 der aktuelle verwendete Sender EX 7
Blick ins alte Innenleben  das Innenleben mit halbseitigem Lipo Seitenruder und Propeller  die Antenne wurde fr herausgezogen 
Haltestift  mit Schlitz in Fahrtrichtung einstecken ... ... und hineindrücken  Lösen des Stiftes durch 90 Graddrehung mit Schraubenziehetr  der Haltestift (Maß für Nachbau)
dann sollte die alte MC 18 kommen die Kanal- und Schalterbelegung Bild aus dem Robbe Katalog  Angabe techn. Daten Standardversion
Standard Einbauangaben zweite Version mit "S"-Motor  Version 2022: alte Akkuboxen entfernt  neu: Akkus samt Regler und Empfänger 
Rumpfbeschädigung  Rumpf innen mit GFK-Gewebe verstärkt   Blick auf den neuen Regler 60A am Motor Kühllüfter 6V aufgesetzt