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Der URAL 4320 sollte unser erster RC-LKW
werden. Doch kam es zu keiner Liefe- rung, da
der chinesische Lieferant ausverkauft war. Daher
schickte er nach kurzem hin und her einen MTV US-LKW der
auch sehr gut fährt. Zusätzlich
wurde für den Enkel ein M35 gekauft, der zwar ein
nettes geländegän- giges Fahrzeug ist, doch der Sender, die Motorleistung und
die Lenkung ist minder- wertig. Gut, was kann man um 40.- Euro
erwarten. Der M 35 muss "aufgerüstet" werden,
damit er mit dem MTV mithalten kann. Da ich gerne bastle und tüftle, um
Sachen wider gut benützbar zu machen, kommt
mir der M 35 gelegen. Doch das
Beschaffen der Teile wird noch einige Zeit dauern.....
Um
die Kinder nicht lange warten zu lassen, kaufte ich
neuerlich einen URAL 4320 zu, damit nun wieder
beide
Buben mit einem LKW fahren können. - Allerdings er- fuhr
ich nach zwei Monaten, dass mit dem Zoll etwas nicht
gestimmt hat und das Auto weg ist, wie mir die
Verkäuferfirma auch Fernost mit großen Entschuldigungen mitgeteilt
hat. Das Geld wurde promt retourniert. Rasch
entschlossen habe ich um 30 € mehr (=79.-) bei
Schweighofer das Auto gekauft, doch hatte es schon am
nächsten Tag einen Getriebeschaden.
Da ich im Internet
heraus gefunden habe, dass es den URAL auch von einem
ande- ren Produzenten gibt, und dass bei
gleichem Preis, die technischen Unterschiede groß
sind, war ich gespannt, ob ich nun das richtige Fahrzeug
gekauft habe. Vorweg, der Kauf des grauen
Amewi Ural war richtig! Technische
Daten: Länge: 42,5cm, Breite:
15,5cm, Höhe: 16,5cm, Gewicht: 1,6kg, Antriebsakku: 7,2V 700mAh, Nachgerüstet:
Zweiganggetriebe, Fernsteuerung TG-3 2,4Ghz, BEC
20A
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URAL 4320 , RUS LKW
Fahrvideo
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Das Modell ist technisch dem MTV von
Fayee sehr ähnlich. Vor allem die Fernsteuerung ist
vollproportional und daher dem WPL M 35
haushoch überlegen. Die Antriebsachsen des jetz
vorhandenen Ural besitzen drei "Sperrdifferentiale"
was beim Geländebetrieb sehr vorteilhaft sind. Die
tollen richtigen Differentiale des MTV sind
hier deutlich im Hintertreffen, wie man das bei einemn
Test im Gras oder auf einem etwa 45° steilen Hang im
Wald sehen konnte. Der Ural hat annähernd das gleiche
Fahrgestell wie der MTV, es ist etwas kürzer, aber er
hat weichere Achsfedern, die sich dem Terrain besser
anpasssen. Die Motore und Steuerungen von MTV und
Ural sind sehr ähnlich und in Ordnung. Bei
meinem ersten Test des Ural im ungemähten Gras und am
Hang unter den Föhren, war ich von dessen Leistung
überrascht. Der Vorteil des Ural mit den
"Sperrdifferentialen" wird im
Gelände deutlich sichtbar. Darüber hinaus
dürfte der Ural etwas schneller als der MTV sein, kann
aber natürlich auch sehr langsam ge- fahren
werden. - Der Lastwagen ist in Ordnung und wird den
Enkeln Spaß machen.
Reparatur
mit Motorupgrade mit Umbaufolgen
Durch unverständliche Umstände hat mein
jüngster Enkel den Ural in die Hand bekommen. Alle von
uns wis- sen, dass der Kleine immer anfährt und
dann nie das Gas ausschaltet. Wenige Spielautos halten
das aus, der Ural leider nicht. Die Folge ist
ein totaler Getriebeschaden.
Die Zerlegung
der Aufbauten des Autos ist nicht schwierig. Interessant
wird der Ausbau des Motors. Dazu muss aus dem
Rahmen der Einsatz der das Lenkservo und dem Empfänger
beinhaltet aus den U-Profilen herausgezogen
werden. Gleiches gilt auch für die Motorhalterung.
Beides kann aber nur entfernt werden, wenn die
Achsbefestigungen der Vorderachse und der Hinterachse
entfernt werden. Erst dann lassen sich die Rahmenhälften
auseinander ziehen und die beiden Einheiten können
herausgezogen werden. Die weitere Zerlegung des
Getriebes bestätigte den Verdacht, dass zumindest einige
Zähne von Zahnrädern im Getriebekasten
umherspuken und das zu lauten Knacksern beim Lauf führt.
Bei angenommenen Räder- kastendeckel war dann
bereits das Übel zu erkennen, denn beim
Übertragungszahnrad fehlten bereits 30% der
Zähne. - Dumm ist nur, dass es für den Ural
keinen Ersatz- oder Upgrademotor gibt. Es muss daher auf
einen Typ für den Konkurrenz-URAL B36 von WPL,
zurückgegriffen werden, jedoch wird das angebotene
Zweiganggetriebe eingebaut. - Das
Zweiganggetrieb hat den Vorteil, dass man kraftvoll in
der Steigung fahren kann. Mit den
Sperrdifferentialen kann der Ural im Gelände künftig
richtig Spaß machen.
Zum Schalten
des Getriebes muss eine Dreikanal-Fernsteuerung
eingesetzt werden. Wie bereits beim M 35 wird
eine TG-3 verwendet. Dafür benötigt man noch einen
20A-Regler mit BEC.
Um das Zweiganggetriebe
einbauen zu können, müssen Öffnungen für das neue
Getriebe in die originale Motorabdeckung und
in die Empfängergrundplatte des Ural ausgeschnitten
werden. Da die Empfängergrund- platte erheblich
auszuschneiden war, fehlt der Platz für Empfänger und
Regler, die nun im Bereich des Füh- rerhauses
untergebracht werden müssen. Die Befestigung
des Motors bedurfte des Aufbohrens der im
Getriebegehäuse vorhandenen Bohrungen, um dort
ein M3 Gewinde schneiden zu können. Da das
2-Ganggetriebe etweas schmäler baut, musste auf einer
Motorseite eine 2mm Sperrholzplatte
angeschraubt und angeklebt werden. Wie sich durch
die weite Vorlage des Motors ergibt, muss ein
langes Kardanwellen-Ausgleichsstück verwendet werden.
Beim Zusammenbau mussten für den Regler,
den Empfänger und die vielen Kabel ausreichend Platz
gefun- den werden. Doch alles konnte
untergebracht werden. Am Fahrerhaus und an der Halterung
für das Ersatzrad mussten noch kleine
Ausschnitte hergestellt werden, damit die DInge nicht am
Getriebe anliegen und nicht montiertwerden
können.
Schließlich erfolgte die
Probefahrt am Asphalt. Alles funktionierte. Auch die
Einstellung des Schaltgetriebes fünktionierte.
Danach ging es in die Graswüste mit Steigung. Schon nach
wenigen Metern Fahrt rutsche das Getriebe durch. - In der Werkstätte musste ich feststellen, dass
das kleine Schaltservo durchläuft, also im Servo ein Getriebeschaden
vorliegt. Ich denke dass ich ein solches Servo als
Ersatz finden werde, doch wieder alles zerlegen
ist ärgerlich.
Noch vor dem EInbau des
neuen Antriebsaggregates wurde die EInstellung des
Schaltweges vorgenommen. Dazu musste der
Steuerhebel bearbeitet werden, damit das Servo nicht
ständig Strom zieht, wenn es im lang- samen
Gang ist. Beim neuerleichen Endzusammenbau fiel auf,
dass eine Leuchtdiode ungehörig blinkt. Zum Glück
war ein Lichtsatz für die Nachrüstung in den LKWs
vorhanden. Davon wurde zwei neue Dioden eingebaut und
jetzt leuchten die Scherinwerfer wieder wie sie sollen.
Die Probefahrt am Asphalt und in der
Steigung mit Blättern und Ästen bewährte sich der neue
Antrieb gut. Bei der Schnellfahrt am Asphalt
ergab sich beim Umschalten in den Schnellgang, dass der
Hinterachsantrieb kurz ratterte. Das ist eine
Folge der sehr knappen Länge der hinteren Kardanwelle.
die bei der Kraftübertragung das
Hinterachsdifferential kippt, sodass innen das Kegelrad
ausser Eingriff kommt. Die Kardanwelle wurde
verlängert und mit einer Feder versehen, die das Spiel
verringert und damit den Triebling an das Tellerrad drückt.
Bei einer Testfahrt im Gelände gab es keine Probleme,
auch nicht beim Schalten der Gänge.
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Ansicht von Servo und Empfänger |
Innenansicht Fahrerhaus |
Vorderachse vor dem Ausbau |
Servo-Empfängereinheit wird heraus-gezogen |
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Ansicht der Steckplätze |
die Motoreinheit wird ausgebaut |
Zweiganggetriebe, Gang 1 eingelegt |
Gang 2 eingelegt |
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Anpassen des neuen Antriebes |
bereits zum Verschraubung fertig |
Antrieb eingebaut |
Unteransicht - lange Kardanwelle notwendig, da Motor
vorne liegt |
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mehr Bodenfreiheit gibt es jetzt |
Len´kung in Ordnung |
Ansicht auf die Elektronik und den Motor |
Untersicht des neuen Getriebes |
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fast fertig aber Schaltservo defekt |
neues Schaltservo mit Metallgetriebe |
Motor neuerlich eingebaut |
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Unteransicht
Video Gangschaltrung |
Getriebe gut vom Rahmen geschützt |
neue Leuchtdioden eingebaut |
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20A BEC Regler |
Empfänger |
Sender |
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