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Das jahrelang
verschwundene Modell wurde bei der Dachbodenräumung
gefunden und jetzt reaktiviert. Obwohl
das Modell tiefe Flächen hat, ist die Profildicke aus
meiner Sicht eher gering. Das würde darauf hin- weisen,
dass der Flieger eher schnell zu fliegen ist, da dann
geringerer Ruderausschlag zum Kurven genügt. Fliegt
man langsam, dann reicht die eingestellte
Ruderwegdifferenzierung kaum aus, das negative Wendemo- ment am
Beginn jeder Kurve auszugleichen. Darauf aufbauend wird
noch dem nächsten
Testflug ein kleines Seitenruderservo am Heck
montiert und das Seitenruder angelenkt. Damit schaut die
fliegerische Zukunft wieder deutlich besser aus.
Aus
meiner Sicht ist auch schade, dass keine Störklappen
vorhanden sind, denn die würden das Landen am Hang
deutlich leichter machen. Das Aufstellen der Querruder
hat erfahrungsgemäß meist nicht die gewünschte Bremswirkung.
Dennoch wurde diese Funktion eingerichtet. Die Wirkung
wird sich beim Fliegen zeigen.
Bei der Modernisierung wurde der
altbackene Bürstenmotor ausgebaut und ein
verbleibender Motor aus der "verunglückten" Hercules zum
Antrieb ausgewählt und eingebaut. Um den Schwerpunkt ohne Bleizugabe zu
erreichen, musste auf einen
schweren vorhandenen Lipo-Akku zurück gegriffen werden. Auch
ein gebrauchte 60A-SBEC-Regler war vorhanden
und wurde hier wieder verwendet.
Technische
Daten:
Spw: 2,40m,
Länge: 1,25m, Fluggew.: 1,95 kg, Akku: Lipo 4S 3600, Regler:
HobbyKing 60 A (BEC, 5,5V 4A) Motor
Turnegy 4235/1000, Prop: 12 x 6, Stromaufnahme: 36
A
Flugerfahrungen:
Der Segler wurde aus der Hand gestartet und er
zog in angenehmem Winkel nach oben. Getrimmt wurde danach
der Flieger, da er deutlich flotter unterwegs war als
meine anderen Modelle. Nach einigen Kurven und Überflügen
ergab sich, dass mit Höhenrudertrimmung in
Neutralposition geflogen werden kann. Die Einstellung der
Querruder im Hinblick auf deren Differenzierung, sowie
die Beimischung von Seitenruder, ergab schön geflogene
Kurven ohne Schiebeeffekt. Nach einigen elektrischen
Steigflügen wurde flott geflogen und eine Rolle
versucht. Damit sie schön wird, muss jedoch künftig mehr
Fahrt aufgenommen werden, doch drehte das Modell
die Figur durch. Der Test der mit nach oben gestellten
Querrudern zeigte, dass das Modell etwas lang- samer
wird und mit händisch gegebenem Tiefenruder in einen
leichten Sackflug geht. Da werden noch weitere EInstellflüge
erfolgen müssen, um die Wirkung zu optimieren. Die Landung verlief
problemlos.
Zusammengefasst ist der Regent ein
unkritisch und sehr angenhem zu fliegendes Modell, das
auch Wenig- flieger beherrschen können.
Flugtest: Um
beim nächsten Einsatz bei hochgestellten Querrudern
nicht Tiefenruder steueren zu müssen, wurde dafür ein
Mischer mit 20% Tiefruder eingerichtet. Es ist besser,
den Sinkflug durch Höhenruderkorrek- turen vorzunehmen als Tiefenruder steuern zu müssen. - Ein
neuerlicher Test wird zeigte, dass noch etwas mehr Tief
beigemischt werden. Ebenso kann das
Mischverhältnis Querruder<>Seitenruder noch ein wenig
vergrößert werden, damit in langsam geflogenen
Kurven der noch bestehende geringe Schiebeflug
eliminiert wird.
Beim zweiten Flug
herrschte nur Wind mit max. 5km/h und Thermikbereiche.
Gegenüber dem Erstflug habe ich das Modell
langsam geflogen und hoch getrimmt. Damit musste ich
nicht ständig ziehen, um den Segler nach oben
zu bringen. Die Lehre daraus: Falls wieder bewußt
thermisch geflogen werden muss, denn den leichteren Lipo-Akku
4S 3300 verwenden, damit der Schwerpunkt nach hinten
rückt. Damit könnte man sich das Hoch- trimmen
sparen. Doch der Gewichtsunterschied zwischen den Akkus
beträgt 30g. - Bei mehr Wind ist vielleicht doch
der schwerere Akku günstiger.
Bei dem 48 Minuten langen Flug
wurde das Modell aus großer Höhe genügend schnell
gemacht und eine Rolle geflogen. Diesmal sah
die Figur schon wie eine Rolle aus. Das heißt, der
Flieger kann auch Kunstflug. Die Testtung der
hochgestellten Querruder zur Verlangsamung und um zu
sinken, funktionierte nicht befríedi- gend, da
noch mehrTiefenruder beigemischt werden muss. Dennoch
war eine Wirkung feststellbar. Durch die
ungünstige Lage des Schalters für die Klappen am Sender ist das
System nicht optimal nutzbar, da in der Landefase der
Schalter nicht gut erreicht wird, wenn die Ruder wieder
normalisiert werden sollten. Bei den oft
erheblichen Steigflügen in der Thermik wurde klar, dass
das Modell nicht gut sichtbar ist. Daher wurden
an den Oberseiten der Tragflächen und am Höhenruder
Leuchtfolien aufgeklebt. Das Modell lässt
sich hervorragend kreisen und verliert dabei kaum Höhe!
Für optimale Landungen besonders im engen
Gelände bei Hängen, würde sich der Einbau elektrischer
Störklappen lohnen.
Beim dritten
Flugversuch ging etwas Wind der sich mit Thermiken
ablöste. Es konnte rasch Höhe erflogen werden
und weite Flüge hinaus vor den Hang. Ein Looping und
eine Rolle weit draußen gelangen sehr gut. Und
wenn es schon recht hoch geworden ist und der Segler
kaum mehr sichtbar war, half der Kurvenflug, bei dem
sich die Leuchtfolie doch gut erkennen ließ. Die
Tiefenbeimischung bei ausgefahrenen Klappen funktio- nierte
schon, wird aber noch auf 30 % vergrößert. Das Modell
wird bei hochgestellten Querrudern schon sicht- bar
langsamer und verliert dabei auch gemächlich Höhe. Die
Ein- und Ausschaltung der Hochstellung muss mit
einem anderen Geber erfolgen, damit im Landeanflug der
Aufsetzpunkt besser erreicht werden kann. Und
wieder muss ich sagen, der REGENT ist ein tolles (altes) Modell
aus den 80ziger Jahren!
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