|
|
|
|
Hangflug bei Obergänserndorf
Schon seit
einigen Jahren gehe ich bei
östlichen Winden in Obergänserndorf zum Hangflug.
Diese Art von Hangflug ist jedoch wegen der
topografischen Ver- hältnisse meist nur mit
Elektroseglern oder mit Gummistart möglich. Das Gelän- de im Startbereich ist für viele Modelle nicht ausreichend
abschüssig bzw. ver- weirbelt, jedoch weiter
vor der Startstelle besteht ein guter "Hang" der bei stär- keren Winden
ausreichend Aufwind bietet. Hangkante polieren
geht weiträumig, aber nur ab einer Höhe von etwa 20m ab Startort
oder vor dem Hang draußen. Das Gelände bietet die
Möglichkeit zu langen und auch thermisch unterstützten
Flügen. Modellflug ist auch dort nicht
sehr gerne
gesehen, obwoh lich noch keine negati- ven
Erlebnisse hatte.
|

Höhe: 290 m |
|
Beschreibung
Das Hangfluggelände ist eigentlich ein
durchgehender Höhenrücken der überwiegend aus Feldern
besteht. Man kann drei Stellen zum Hangflug
verwenden. Fährt man die Straße aus Obergänserndorf nach
Nieder- hollabrunn, dann liegt rechts der Hang
Obergänserndorf 1 (OG 1). Der Hang hat etwa eine Überhöhung von ca.90 m über den davor liegenden, flacheren
Agrarflächen. Der Start und Landeplatz befindet sich am
Rücken des kleinen Hügels, unmittelbar neben
der Startstelle. Landungen können
mit Anflügen von hinten oder seitlich erfolgen. Meist
weisen diese Felder mit wechselndem
Bewuchs auf, dem man sich fliegerisch eben anpassen muss.
Nur wenige Meter weiter gefahren,
gelangt man links zum Hang Obergänserndorf 2 (OG 2), der mit OG1
vergleichbar ist,
aber eine längere und etwas stärkere Neigung und eine
Düse aufweist. Leider ist bei den oft aus
Südosten kommenden stärkeren Winden (30km/h und meist 45
Grad zur Hangkante) jn Bodennähe
mit Verwirbelungen zu rechenen. Es ist zwar spannend
dort zu fliegen, man kann auch Höhe halten, doch
großen Spaß empfinde ich nach längerer
Flugdauer nicht mehr. In der warmen Jahreszeit gibt es
hervor- ragende Thermikbedingungen.
|
Der Hang
Obergänserndorf 3 (OG 3), ist wie OG 2, aber
erst nach der Durchfahrt durch den Wald
erreichbar. Bei feuchtem Boden ist das für
normale PKW schwie- rig. Der Hang liegt
unmittelbar vor dem Wald und ist nach Süden hin
durchgehend lang
und für unsere Gegend relativ steil. Landungen sind aber nur von südlicher
Seite her oder im alpinemen
Stil, gegen den Hang, möglich. Für Anfänger ist
der Hang wenig geeignet. Hier können
bei ausreichend starkem und konstantem
Wind auch größere Segler ohne elektr. Aufstiegshilfe
gestartet werden. Achtung: In Starthöhe
befindet sich vor dem Hang in 500m Entfernung
eine große Hochspannungsleitung. Sie
fällt jedoch mit dem Gelände ab, ist aber zu
beachten. Die Hänge OG 1 und OG 2
sind vor allem für elektrisch angetriebene
Segler geeignet!
|

Bilder siehe
unten |
Lift
Off - Testflug auf OG 1
Auf
diesem Hang bin ich schon oft geflogen. Zuletzt 2014 mit
dem Lift Off. Es blies der Ostwind (24km/h) und so genügte die
bescheidene Geländekante für einen längeren Flug. Leider
könnte man weiter vor dem Hang weitere Aufwinde
erhaschen, doch ist dafür das Modell zu klein und wird
dadurch schlecht sichtbar.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Ansicht vom Hang OG 1 bei der Zufahrt |
Blickrichtung links vom Startpunkt |
Blick am Startpunkt |
Blick rechts vom Startpunkt |
|
Easy
Glider - Testflug auf OG 2 Der
Testflug erfolgte mit einem Easy Glider auf der
vorderen nördlichen Startmöglichkeit. In Abhängigkeit von
leichten Thermikablösungen
ergaben die Windverhältnisse durchschnittlich knapp10km/h
Windgeschwindig- keit. Jedoch brach der Wind
immer wieder ein und konnte nur mit Thermik gesegelt werden.
Der Hang bietet die Möglichkeit weite
Strecken abzufliegen (insges. mehr als 1 km) wozu es aber
ausreichend großer Modelle bedürfte.
Mit dem
Easyglieder kann man leider nicht so weit vor den Hang
fliegen, um in die optimalen Aufwindbereiche
vorzustoßen
oder seitlich zum OG 1 oder OG 3 hinüber zu fliegen, da der
Flieger dafür zu klein und schlecht sichtbar ist. Meine
2 Flüge wurden mit einem Akku durchgeführt, wobei
anfangs noch mehr WInd bließ. Beim zweiten Flug
schlief der Wind fast gänzlich ein und konnten dann thermische
Aufwinde genützt werden. Mit 4 Minuten Motor- laufzeit
gelang eine Gesamtflugdauer von 61 Minuten. Damit war
ich zufrieden.
Während
dem zweiten Flug berührte der Flieger zweimal die
Hochspannungsleitung, flog danach fast 1/4 Std. unverändert
weiter. Es entstanden zwei kleine Eindellungen in der
Nasenleiste und eine Verschiebung einer
Tragflächenhälfte
um 2 cm. Das entstandene Ungleichgewicht wurde
ausgetrimmt. Am Boden wurde dann sichtbar,
dass der verschobene Flügel auch den Servostecker
abgezogen hat und dass dieses Servo einen
Elektronikschaden abbekommen hat und die Elektronik
ausgetauscht werden musste!
|
|
OG 2 und OG 3 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
Ansicht von Zufahrtsstraße |
Blick vonOG 1 zu OG 2 und OG 3 |
Zufahrtsstraße zu OG 2 und OG 3 |
|
 |
 |
 |
 |
|
Blick bei OG 2 Richtung Norden |
Blick am Startpunkt |
OG 2 rechts vom Startpunkt |
... und noch weiter nach Süden |
|
Easy
Glider - Testflug
OG 3
Nachdem ich an
die zwanzig Jahre nicht mehr auf diesem Hang geflogen
bin, bot sich bei dem sehr schwachen Ostwind
an, anstelle eines Seglers einen Elektrosegler zu
verwenden. Der Easy Glider hat schon am Vortag unter
ähnlich windschwachen Flugverhältnissen gute Dienste
geleistet. Der Wind strömte mit max 10 km/h
den Hang an, wurde aber durch kleine Thermiken abgelöst. Mit
dem Glider konnte ich das Gelände abfliegen
und merkte, dass in einiger Entfernung vom Startpunkt,
ev. 500m, schwache Thermilken zu finden waren.
Leider ist die Größe des Modells für weiträumige Flüge
hinaus in die Landschaft zu anderen Thermiken,
aus Sichtgründen zu klein. Die größte Flughöhe betrug
163m, die Temperatur lag bei 23 Grad.
Die
Landung erfolgte nach einer Motorlaufzeit von 4,5
Minuten und 65 Minuten Flugzeit gegen den Hang. Die Landung erfolgte
wegen Ermüdung des Piloten.
|
|
OG 3 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Hangansicht von unten (hinter Mast) |
nördlicher Rand, Landewiese |
Ausblick am Startpunkt |
südlicher Hang, dahinter Waldrand |