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Begonnen hat die
Geschichte mit meiner inzwischen gewachsenen
Liebe zur Mnimoa (Krick) durch das Geschenk eines Modells mit gebrochenem Flügel.
Zufällig ergab sich, dass
sich bald nach der Reparatur eine zweite
gleichgroße Minimoa (Pollack) bei mir einfand. Dieses
Modell wurde mit E-Motor versehen, damit ich auch ohne Schlepppilot
damit fliegen kann. Nun ist dieses Modell jedoch schon durch
mehrere Schäden der Vorbesitzer und von mir selbst
(Reich- weite fehlte) reichlich "vorbelastet"
und ist wundersam, was es alles überlebt hat.
Der Versuch bei Pollack Ersatztragflächen zu
ordern schlug fehl. Nichtmal eine Antwort auf die Anfrage
gab es und auf die zweite Anfrage wurde verlangt
anzuge- ben, wann das Modell bei Pollack gekauft
worden sei. Diese Frage löste bei mir nur Kopfschütteln
aus, da es ja bei einem österr. Modellbaugroßhändler
irgend- wann von einem mir Unbekannten gekauft
worden ist. - Daher ich sah ich mich nach einer schöneren
und "ungeschundenen" Version
um. Im Internat stieß ich schließlich auf einschönes Modell einer
Minimoa von Royal.
Das
Modell wurde im Internet angeboten und im Mühlviertel, nahe der
bayrisch- österreichischen Grenze abgeholt.
Es befindet sich in einem sehr guten Zustand. Lediglich
die Kabinenhaube ist beschädigt, Transportschaden, aber es ist nicht sehr
schlimm. Inzwischen konnte bereits eine Ersatzhaube bei
einem Händler nachbestellt werden. - Es geht
auch ohne Firma Pollack! Leider
regente es bei der Übergabe sehr heftig,
sodass mir nur die wichtigsten Fragen durch den Verkäufer beantwortet werden konnten.
Diese
Minimoa hat derzeit noch keine Bremsklappen und bedürfte wegen ihres
sehr guten Gleitwinkels eine großer
Landefläche. Wegen der künftigen Verwen- dung auf kleinen Landewiesen
auf Hängen und wegen der Möglichkeit, aus star- ken Thermiken herausfliegen zu können, müssen Störklappen
nachgerüstet werden. Diese gibt es in exakt
passender Form zu kaufen und der Einbau ist /war keine
Hexerei, da im Modell schon alles dafür vorbereitet ist.
Historie Original:
Gö 3 - Minomoa (Mini-Moazagotl), Hersteller
Schemp-Hirth, Erstflug 1935 (damals ohne
Störklappen), Spannweite: 17m, Länge: 7m,
Höchstgeschwindigkeit: 219 km/h(!)
Technische Daten
Modell:
Spannweite: 3400 mm, Länge: 1210mm, Fluggewicht: 3700g,
Profil: Wortmann
Motor max. Stromaufnahme: 43 A, mit Prop 15 x 8",
Akku: 4S 3300 (bzw. 3600) Schwerpunkt: 95mm,
EWD: ~1,5° Maßstab: 1:5, Baujahr: ~2016
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Minimoa Royal, Ankaufszustand

Minimoa jetzt mit Störklappen

Minimoa flugfertig
Video der baugleichen Pollak Minimoa |
Nachrüstung der Störklappen
Da bekannt ist, dass die Minimoa
einen sehr langen Gleitweg hat, ist die Nachrüstung von
Bremsklappen notwendig. Auch beim Original kam
es erst später zum EInbau von Störklappen, allerdings
auf der Ober- und Unterseite der Flügel. - Um Störklappen verwenden zu
können, muss ein Empfängerkanal frei gemacht wer- den. Bei
dieser Minimoa sind ausreichend Kanäle frei,
sodass die Kanalbelegung so aussieht: M, Q2 und Q5, Höhe
3 und 8, 4 Seite, 6 Störklappen, 7
Schleppkupplung.
Zur Verwendung kommen 255mm lange,
doppelstöckige elektrische Störklappen von
CZ-Modellbau/Pichler. Diese sind genau passend zu dem
bereits im Flügel vorbereiteten Aufnahmeschacht. Der erste Arbeitsgang
besteht darin, die Folie an den Rändern der
Klappenabdeckung in den Rundungsbereichen der
vorgefrästen Landeklappenabdeckungen mit einem scharfen
Stanlymesser durchzuschneiden. Danach werden
mit einem Metalllinieal die Längsschnitte an der Folie
und an den Balsastegen aus der Fertigung
durchgeführt. Jetzt kann die künftige Klappenabdeckung
entnommen werden.
Wieter geht es so: Um den Motor in den
Schacht zu bekommen, muss auf Seite zurrWurzelrippe hin, der
Boden des Schachtes etwa 15mm auf gesamter
Breite verbreitert (Dremel Handfräser o.Ä.) werden. Auch
die Ausnehmung für den Motor in der daneben
liegenden Rippe muss in der Breite vergrößert werden,
damit die Klappe mit dem Motor voran, schräg
unter die Beplankung eingeschoben werden kann. Danach
kann die Klappe probeweise in den Schacht eingedrückt werden, wobei
darauf zu achten ist, dass die Beplankung beim
Einfädeln vom Motor nicht nach oben gehoben wird. Ist das der
Fall, muss der Schachtboden tiefer ge- fräst werden.
Ist der Motor eingefädelt,
kann die Klappe in die andere Richtung, knapp unter die Beplankung
hineingeschoben werden. Jetzt sieht man bei
diesem ersten Passversuch, dass die Klappenoberseite
etwas zu lange ist. Sie muss an beiden Enden
etwa 2 - 3mm gekürzt werden. Die passend gemachte Klappe wird
nun in den im Alugehäuse vorgesehenen
Bohrungen mit zwei 2mm Senkkopfschrauben
am Balsaholz ange- schraubt und damit gegen seitliches Verrutschen
gesichert. Nach oben kann sie nicht weg, da sie
ja von der Flügelbeplankung gehalten wird. Zueltzt wird die beim Arbeitsbeginn ausgeschnittene
Klappenabdeckung auf der Klappe oben zart
aufgeklebt. Wem der entstandene Spalt zu groß ist, der
muss eine neue Abdeckung anpassen.
Kabelbaum
Anfertigung
Meine Finger sind schon zu unbeweglich, um die
Kabel aus den Targflächen durch den Rumpf zum Empfänger
zu ziehen. Der umgekehrte Weg gefällt mir
besser. Daher werden am Empfänger Kabel für die
Querruder und die Bremsklappen angesteckt und
unter dem Servobrett nach oben zu den Öffnungen
gefädelt, wo die Kabel aus dem Rumpf einige cm
lang heraushängen. Wird die Tragfläche aufgeschoben,
können die Stecker wesent- lich einfacher
zusammengesteckt werden.
Ersatz
der Kabinenhaube
Man möchte
meinen, dass man für dieses noch nicht so alte Modell
recht einfach eine Ersatz-Kabinenhaube kaufen
kann. Bei den österr. Modellbaugroßhändlern ist keine
Beschaffung zu erwarten. Beim Hersteller selbst, nicht
allzuweit von der österreichischen Grenze entfernt in
Tschechien, wird man auch keine Privatbestellungen akzeptieren,
da man nur an Großhändler liefert. Also muss man bei
einem Unterhändler nachfragen. Nachgefragt bei
Fa. Pollack, muss man das Datum des Bausatzkaufs bei
dieser Firma wissen, sonst geht gar nix. Also
wie soll ich als Drittbesitzer wissen, wo und wann das
Modell gekauft worden ist? Aber bei der Firma gibt
es oft auch bei anderen Modellpiloten unverständliche Reaktionen, wie man hört.
Bei
Fa. Modellmarkt24.de gab es die Haube
prompt auf Lager und sogar für das Royal Modell
(ident mit dem Pollack Modell) und sie
war alsbald im Haus. Die Haube muss natürlich
zugeschnitten und angepasst werden, bevor sie
aufgeklebt werden kann. Hernach ist noch ein wenig
Lackierarbeit erforderlich, wofür noch der
pas- sende, hellbeige Lack zu beschaffen sein wird.
- Umgebaut
wird aber erst nach einigen gelungenen Flügen. Die Flügelbeschriftung D-14-295
wurde jedoch schon angefertigt und bereits aufgeklebt.
Flugerprobung
Da die Minimoa bereits
eingeflogen worden ist gehe ich davon aus, dass die EWD
(nicht nachgemessen) und die Lage des Schwerpunktes
passen. Nachdem auch alle
Ruderausschläge und -einstellungen nach den An- gaben
des Vorbesitzers vorgenommen und im
Sender einprogrammiert worden sind und auch
die nachgerüs- teten Störklappen funktionieren, stünde einem Erstflug nichts mehr im Wege.
Zuvor möchte ich jedoch mit meiner alten Minimoa E noch mehr
Flugerfahrung sammeln, damit dieses schönere
Modell nach den ersten Flügen möglichst weiterhin
so schön
bleibt.
Danach wird berichtet wie dieses
Modell fliegt. |
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Bilder von Minimoa Pollak - die Klappen |
Blick auf das freigelegte Einbauprofil |
Klappengehäuse unter der Beplankung und befindet sich
bereit zur Befestigung |
Klappengehäuse reicht unter die Beplankung |
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Klappe voll ausgefahren |
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Klappe eingefahren |
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Minimoa mit nachgerüsteten Störklappen |
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Vorbereitung zum Flug nach 3 Jahren |
Tragflächenbefestigung (mit Zange) |
Empfangsanlage |
die Schleppkupplung |
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Mini-Propelleraufnahme |
Einsatz mit Pilotenpuppe |
Ansicht der geschlossenen Kanzel |
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fertige Minimoa Royal |
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Vergleisbilder Minimoa Pololack (vorn) und Royal
(hinten) |
beide Modelle stammen von einem Produzenten |
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