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Während der Wartezeit auf
ein Werkzeug für Arbeiten an einer AT 6 und weil die
Weihnachtsfeiertage
so lange dauern (wenn man im Ruhestand ist) ,
begann ich eine Varioprpo 12 - Fernsteuerung von 27 Mhz
auf 2,4 Ghz - System Jeti umzu- bauen. Das Experiment
klappe, doch steht ein Praxistest an, damit man wirklich
von Erfolg sprechen kann. Für den Praxistest fehlte mir
aber das richtige Modell, sodass ich mich danach umgesehen habe. Meine Wahl fiel auf den sehr
preis- werten und handlichen Arcus von Robbe. Alle
Servos eingebaut, der Motor und der Regler
eingebaut und dann noch preiswert, da musste ich auf
eine
"Schaum- waffel" zugreifen. Es war also ideal
für mich, den Empfänger rein, den Akku rein und los
geht's. Ach so, warum ich das mache?: Na wegen des "Vari-eti Sender- tests" und wegen dem Test des
Jeti-Varios, was ja typisch in einem Segler stattfinden sollte.
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Arcus |
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Als endlich der
ARTF Bausatz angekommen
war, öffenete ich die Schachtel und fand alles in bester
Ordnung vor. Die Teile Rumpf, Flächen und die
Leitwerksteile sind OK und nicht verzogen. Dann gings
los. Zuerst stek- kte ich die Flügel zusammen, irgendwie gewöhnungsbedürftig, denn das Kohlerohr
wird direkt in den Weich- kunststoff eingeschoben - und montierte sie dann. Die Flügelhälften werden nur mit
einem Klettband zusam- mengehalten; keine Gummi,
keine Klemmvorrichtungen und das hält! - Unglaublich;wie wir früher unnötig zu fest gebaut haben.
Dann kam der Akku-Einpass-Test. Anstelle eines
Lipo-Zweizellers wie vorgesehen, kommt bei mir ein
3-zel- liger Kokam 1800mAh hinein. Er hat die
doppelte Kapazität wie der Standardakku und ist nur um
3mm höher. Die Einpassung im Rumpf musste mittels Raspel bearbeitet und hergestellt werden. Ausserdem
musste das versetzt eingebaute Seitenruderservo auf gleiche Höhe wie das Höhenruderservo gebracht
werden, damit man den Akku halbwegs in den Schacht
einschieben kann. Der hintere Anschlag ist pressformbedingt
vor- handen und wird derzeit als gegeben angesehen, sodass
das Problem Herausrutschen des Akkus noch zu bearbeiten wäre. Das wurde dann mittels EPP-Resten bewerkstelligt
und passt. Dass der Jeti-R5-Empfänger so klein und dünn ist, kam mir sehr entgegen. Der Empfänger ist
zwar sehr klein, seine beiden Antennen machen
die Sache aber nicht leichter, denn sie dürfen nicht geknickt werden und außerdem sollten die An- tennen zueinander einen Winkel von 90 Grad haben.
Also das mit dem Winkel konnte nicht derzeit
hundert- prozentig erreichen, ich lebe denke ich, auch mit
60 Grad -; die Praxis wird es zeigen. Um den
Empfänger in die bestehende "Empfänger-Grube" unter dem
Akku hinein zu bekommen, mussten für die Antennen
zwei kleine Bowdenzugrohre durch die Rumpfwand nach
außen, eingebaut werden. Duch diese werden die Anten- nen durchgeschoben und stehen auch etwa 3cm aus
dem Rumpf heraus.
Dumm, dass bei dem Empfänger an beiden
Enden angesteckt werden muss; sas bedingt,
dass die Grube um ca. 2cm verlängert werden musste. Aber
jetzt passt es und auch die Servokabel von den Querruderser- vos finden noch Platz.
Erst jetzt klebte ich
das Höhenruder und das Seitenruder an. Mit den
Schaubanschlüssen lassen sich die Ruder gut einstellen, da mein Variopropsender lange Servoweg vorgibt
und das doch ein Problem am Ru- derarm darstellt. Mein
alter Sender (1968) hat keine Ruderwegverkürzungsmöglichkeiten,
wohl aber der Empfänger, den man fast genau so einstellen kann, wie das beim Sender wäre.
Nachdem
der Empfänger und der Akku usw. verstaut waren, wollte
ich wissen wie sich der Motor anhört. Strom an und pieps, pieps, aber es tat sich nichts. Motor
von K1 auf K5, Motor läuft. Nochmals auf K1 und laut Betriebsanleitung der Regler programmiert -und siehe
da, der Motor läuft einwandfrei. Einwandfrei
elek- tronisch, nicht anber mechanisch. Manchmal beginnt er zu rattern und dann läuft er normal. Ursache
noch nicht bekannt, das wird erst nach dem Erstflug geprüft. Als auch das erledigt war befasste
ich mich mit dem Vario und dem Kabelsalat im Cockpit.
Mit einer im Rumpf eingeklemmten dünnen Makrolonplatte
trennte ich die Kabel von den Ruderarmen Seite/Höhe und
kann jetztdarauf das Vario legen. Haube drauf und ab geht's. Jedenfalls hat mein Arcus jetzt 800 Gramm, das
sollte der Motor locker ziehen.
Der Erstflug steht demnächst bevor
auch wenn es kalt sein sollte. Und das wardann am
14.1.10 auch. Das Modell kann ich im Auto zusammengebaut transportieren und daher
bin ich beim aus- und einpacken am Flugplatzsehr
schnell. Bei minus 2 Grad und merklichem
Querwind trat ich den Erstflug an. Alles
funktionierte wie voreingestellt. dann die Ruderkontrolle, dann Motor ein und ab nach oben. Der
Arcus steig unter gut 45 Grad schurgrad gegen
den Wind und ohne nachtrimmen nach oben. In 30m Höhe
Motor stop und erster Gleitflugversuch. Es beutelt
den Flieger im Wind ein wenig durch aber er hält sich
erstaunlich gut. Das Jeti- Vario piepst ständig auf und
ab; das Fallenpiepserl werde ich ausschalten.
Dann mal einen etwas längeren Steigflug (20
sek), den der originale "Bausatzmotor" mit dem 3S 1800
LiPo mit gut 45 Grad locker durchzieht. Dabei
musste ich natürlich nachdrücken und nach dem Motor aus
gings dann in den Gleitflug über. Erstmals versuchte
ich auf das Vario zu hören und versuchte zu reagieren,
doch die veränderlichen Windrichtungen und Windstärken
ließen das nicht sinnvoll erscheinen. Und ob
der Flieger steigt oder sinkt, das konnte ich auf 200m
Entfernung auch abschätzen. Für
den Gleitflug trimmte ich etwas hoch (1-2mm an
Höhenruderoberkante) wobei der Schwerpunkt bei ca 75mm
liegt (kopflastige Schwerpunktlage, besser für
Hangflug). Die Ruderwege habe ich gegenüber den
Bauanleitungsangaben und 2mm vergrößert.
Alles in allem ein erfolgreicher
5-Minuten-Flug der dann doch wegen der Kälte beendet
wurde. Die Lanung ohne Klappen problemlos. -
Der Arcus von Robbe ist ein Modell das man ohne
nachzudenken sehr emp- fehlen kann.
Letzter Flug: 19.03.2010 (Test mit MC 24-2,4)
Das unerflogene Ende des Arcus -
Brand im Transportkarton
Der Arcus wurde
von mir in der dafür modifizierten Baukastenschachtel
aufbewahrt, wobei das Leitwerk aus der Schachtel
herausragte. Vor etwa 6 Wochen wollte ich mit
dem Modell fliegen und lud den Lipoakku ordnungsgemäß
voll auf. Wegen Wetterverschlechterung wurde nichts
daraus und so wurde der Arcus wie- der in einer ruhigen
Ecke, zwischen meinen anderen Modellen abgestellt. Der
Akku befand sich im Modell und war mit der
Minusleitung mit dem Regler verbunden. Das Pluskabel
verlege ich immer so, dass keines- falls die Enden mit dem
Pluskabel des Reglers Kontakt bekommen können. So sollte
also nichts gesche- hen können, dachte ich.
Nach gut 7 Wochen betrete ich
morgens, meine Werkstätte und das Modelllager, und finde
alles mit Nebel gefüllt vor. Der Geruch des
Nebels
ließ eher auf Papier schließen, aber die Quelle des
Rauches war im ersten Moment nicht erkennbar.
Dann öffrnete ich das elektrische Garagentor und bei der
Umschau im Raum sah ich plötzlich im Eck die Luft
flimmern und eh ich mich besann, loderten
schon die Flammen aus dem Arcuskarton. Wie ein Blitz
packte ich die Schachtel und warf sie durch das offene
Garagentor in den Hof hinaus. Gleich danach warf ich
eine neben dem Karton stehende Rolle Noppenfolie, die auch langsam zu brennen begann,
ins Freie. Zuletzt noch meine alte Weste die auch Feuer
gefangen hatte. Im Hof wurde von einer Bekannten
der Karton samt den runzeligen traurigen Resten mit dem
Garten- schlauch abgelöscht. Bei der Nachschau in
den Aschenresten war noch der angeschmorte Regler und
ein schrumpeliges Servo im Rumpf, der Dualsky Lipo
3S/1850 und der Motor zu erkennen. Den heißen Akku habe
ich in einen Kübel Wasser geworfen. Die Tragflächen samt
Servos waren ebenso wie der Rumpf total"
verflüssigt" und ver- klumpt. Der Jeti2,4 / 5K -
Empfänger sowie das Jeti-Vario waren unauffindbar verbrannt.
Nachdem sich die erste Aufregung gelegt
hatte, lag mir daran, die Ursache des Brandes zu finden.
Dass die beiden Pluskabel des Akkus und des
Reglers zusammen gekommen sind und mangels Signal der
Empfänger den Motor - der sich ja nicht drehen
konnte - aktiviert hat (?) und das in der Folge der Regler nicht verkraftet hat (?), scheint eher nicht möglich, denn dann hätte es ja schon vor 6 Wochen geschehen
müssen. Bleibt letztlich die Überlegung, dass der Akku
ein Problem hatte, denn unterhalb des Akkus
waren noch zwei Servos die noch erkennbar
waren und der noch weiter entfernte Regler und überhaupt
der Motor, sahen nahezu unverbrannt aus. Also
schenkte ich dem Akkupack mein Interesse und erkannte,
dass es an den Balancerkabeln fehlte, denn die waren ab der Hülle des Akkupacks weg. Darunter konnte ich
noch weitere dünne Kabel erkennen, die ich mit der Absicht, den Akku ein für allemal still zu legen, durchtrennte.
Das Abzwicken der Kabel war mit kleinen grellen
Lichtblitzen verbunden, woraus ich schließe, dass ein
Schluss an dieser STelle, leicht zur Entzündung des
Modells und vorallem des Kartons geführt haben könnte.
Es drängt sich die Frage auf, ob nicht ein anderes Stecksystem
mit zweipoliger Trennung, solche Brände verhindern hätte
können.
Damit ist das Kapitel Arcus wohl
abgeschlossen und meine Skepsis gegenüber Lipoakkus hat
wieder Auf- trieb bekommen. Ich fliege weiter
mit den alten Verbrennern, - so lange es geht!
Die
Lehre daraus: Ich werde ab sofort
noch mehr als bisher darauf achten, dass die allenfalls in meinen
Modellen beinhalte- ten Empfängerakkus stets
eindeutig abgesteckt, besser aber ausgebaut und
möglichst brandsicher gela- gert sind.
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