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Den begonnenen Bausatz einer Graupner Liberta
400, mit
3550/4000mm Spann- weite, fand mein Sohn beim
"Trödler!"(Laden) der MA 48. Der großen Ähnlichkeit
wegen, wurde das Modell von mir wegen der
optischen Nähe zur ASW 22, in ASW
22 L umgetauft. Stefan konnte den Bausatz um 40.- € kaufen. Bis auf die
Bauanleitung und unbedeutende Teile war alles vorhanden. Einzig die Bauanlei- tung
fehlt, was gerade im Punkt Störklappenanlenkung stört, denn hierzu fehlt
mir derzeit noch eine zündende Idee, wie das mit
möglichst wenig Aufwand zu reali- sieren wäre. Die beabsichtigte
Farbgebung wird die Optik des Modells ohnedies
verändern, sodass man nicht sicher ist, welches
Modell da vor einem am Boden liegt. Schlussendlich
ist das aber
nicht sooo entscheidend, wichtig ist dass das neue Modell
gut fliegt.
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ASW 22 L - 400 (Liberta 400)
Flugvideo
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Technische Daten:
Spannweite: 3550mm bzw 4000mm, Länge: 1450mm, Fluggewicht:
3600g, Akku:
4S 3600mAh, Motor: Joker J 4250-8 V3
510KV; Regler: Skywalker 60A/5V-5A, Prop: 18x6 /
37A Profil Tragfläche: Selig 3010, HLW:
symmetrisch 9%, S: 72mm, EWD:~ +1,5°
Der Bau
beginnt ....
Die Problemzone
Bremsklappenanlenkung wird gelöst
Nach der
Durchsicht der schon fertig gestellten Bauteile konnte mit
kleinen Arbeiten begonnen werden. So
waren die Bremsklappen nach ihrem
Einbau noch nicht freigeschnitten worden, um aufaufgehen
zu können. Dafür habe ich gesorgt.
Die vom Vorbesitzer als Anlenkung verwendeten
Stahldrähte waren überlang und verbogen. Ich kürzte
sie auf das notwendige Ausmaß. Bei der Beschau tauchte
sofort das Problem der An- lenkung der
Störklappen auf, die sehr weit hinten liegt. An dieser
Stelle kann man vom Cockpit her nichts mehr
ein- oder aushängen, weil das Servo so weit hinten im Rumpf
liegt. Das erforderte eine
neue Idee...? Um
Zeit zum Nachdenken über die Anklenkungsvariante zu
bekommen, begann ich das
(leider schon) fertig bespannte Höhen- und
Seitenleitwerk mühsam von der Bügelfolie zu befreien.
Da mir keine besser brauchbare Lösung für
die Anlenkung der Störklappen eingefallen ist, habe ich
den Rumpf auf der Oberseite im Bereich der
Klappendrähte aufgesägt. Die
Öffnung ist so groß bemessen, dass man bei Bedarf
das Servo tauschen kann und dass man die
Kugelgelenkanschlüsse gut am Steuerarm des Servos ein- und
ausklicken kann.
Die Tragflächen sind mit langen
doppelstöckigen Bremsklappen (!) ausgerüstet, die einen
Servoweg von
18mm für ihre Bewegung benötigen.
Um diesen Weg zu schaffen, genügen kleine Servos
in der Tragfläche nicht. Ein in Erwägung
gezogenes, invertiertes altes Graupner CL-Linearservo, das
zentral im Rumpf sitzen sollte, war im
Test zu schwach und hatte zu geringen Servoweg. Daher
griff ich auf ein starkes Normalservo (MG 996,10kgcm) zu und baute es
ein. Das Servobrett aus 6mm Birkensperrholz soll auch
als Verstärkung des Rumpfes dienen und wurde samt dem Servo
provisorisch im Rumpf eingeklebt. Nach dem Ausbau des Servos wurde das Servobrett mit Stabilit
endgültig befestigt. - Zur Anlenkung der Bremsklappendrähte am
Servo werden M3 Kugelgelenkanschlüsse verwendet.
Tragflächenanpassung, Anlenkung der Bremsklappen, Flügelbefestigung,
und des Servodeckels
Der
nächste Arbeitsschritt besteht in der provisorischen
Montage der Tragflächen, um die Anschlüsse für die
Bremsklappen anzupassen und beidseitig die EWD zu
kontrollieren. Das muss unbedingt vor dem Ein- kleben
der hinteren Messingrohre in den Tragflächen geschehen.
Der im Internet publizierte EWD-Wert von 2° wird
angestrebt. - Nach der Einharzung der
Flügel-Messingrohre konnte die EWD gemessen werden. Sie
beträgt beidseits +1,5°. Das bleibt vorerst so
und es wird sich zeigen, ob sich beim Einfliegen
Änderungen erkennen lassen.
Ein
wenig bedauerlich ist, dass bei dem vom Vorbesitzer genau
gefertigten Modell, der Winkel der Flächen- wurzelauflage nicht
mit den Tragflächen übereinstimmt. Das ergibt beidseits
an der Oberseite einen Spalt von 1mm Breite. Ein
Beschleifen der Tragflächenwurzel ist nicht mehr
möglich, da der
Vorbesitzer die Anlenk- drähte für die Klappen
und die
Servokabel zu früh und unlösbar eingebaut hat, sodass
eine Winkelkorrektur an der Wurzelrippe nicht mehr möglich ist.
Am Rumpf könnte man zwar aufkitten, doch erspare ich mir
das.
Um
eine einfache Methode für die Flächenbefestigung am
Rumpf anzuwenden, wurden Schraubhaken in jede
Tragflächenwurzel eingedreht und werden die Flächen mit Gummiringen an den
Rumpf gezogen. Fertig!
Schließlich wurde mit der Herstellung
eines Deckels am Rumpfrücken für den Klappen-Servo-Schacht aus Alublech begonnen. Der
Deckel wird einseitig in einen Spalt geschoben, der ihn
hält. Auf der gegenüberl- iegenden Seite wird der Deckel
mit einer Schraube befestigt. - Entfernt man die
Schraube, kann der Deckel abgenommen werden. Die Breite der Öffnung erlaubt die Erreichbarkeit der
Kugelköpfe für die Bremsklap- penanlenkung, sowie den allfälligen Ersatz des Servos
Etwas
problematisch zeigt sich auch der vom Vorbesitzer eingebaute
große Umlenkmechanismus für das Höhenruder im
Seitenleitwerk, da die Anlenkung via Bowdenzug teilweise
schwergängig ist. Mit den zur Verfügung
stehenden Mitteln wurde eine Verbesserung der
Leichtgängigkeit erreicht. Um Zugang zum Umlenkhebel zu
bekommen, müsste der Stabilisierungsspant des
Seitenleitwerks ausgebaut werden. Das würde zu erheblichem
Arbeitsaufwand und Beschädigungen am Leitwerk
führen und daher wird es der Flugversuch zeigen, ob der
Eingriff notwendig ist. Motoreinbau
Die Auswahl des Brushless Motors wurde nach dem
Fluggewicht des Modells getroffen. Ein preiswerter Joker J 4250-8 V3 510KV wurde
ausgewählt. Er ermöglicht den Einsatz vorhandener
Lipo-Vier- und Fünfzeller. Um den Motor einbauen zu
können war zuvor die Abklärung der Spinnergröße und Form
nötig. Es wird ein Simprop Spinner mit 45mm Dm.
verwendet. - Da der Motor nur knapp in die
Rumpfspitze passt, musste ein neuer Motorspant
angefertigt und konturangepasst eingeharzt werden. Wegen des
kräftigen Mo- tors wurde etwas Seitenzug
und Sturz verordnet, hoffend dass das Ausmaß richtig
gewählt wurde.
Querruderservos
einbauen und alle Flügel für die Folienbespannung
vorbereiten
In einer
Aushärtefase wurde mit dem Einbau der Querruderservos
begonnen. Der Vorbesitzer hat offenbar für eine
Servotype die Servoschächte schon vorbereitet, wofür ich
ihm sehr dankbar bin. Allerdings hat er dabei die
Servokabel mit eingeklebt, sodass ich nur hoffen kann,
nie einen Flügelbruch zu haben, denn dann müsste ein
neues Kabel eingezogen werden. Beide Servos sind
eingebaut und funktionieren. Nach der Bespannung werden
ebene Servoschachtabdeckungen aus 0,8mm ABS
montiert; die Servohebel stehen hervor. Auch gut.
Schwerpunkt
- Lage der EInbauten finden
Damit
vorerst der Schwerpunkt endgültig festgelegt
werden kann, ist es notwendig das Höhen- und
Seiten- leitwerk zu bebügeln und anzubauen. Die
bereits sehr weit fertig gestellten Leitwerksteile
wurden nachgear- beitet, damit sie mit der
Bespannung weiterhin leichtgängig sind. Weiters ist es
notwendig, den Rumpf am Cockpitboden noch vor der
Auswiegung zu verstärken, - er ist sehr dünnwandig -,
dazu wurden Kohlefaser- streifen eingeharzt.
Darauf wurde die Montageplatte für den Akku usw. mit
Stabilit angeharzt. Anschlies- send wurden die
Servos auf einer Platte montiert, die später eine
Verschiebung im Zusammenhang mit der Schwerpunktfindung
ermöglicht und danach erst endgültig festgklebt wird.
Die
erste
Auswiegung diente zur Festlegung, wo welche Einbauten
hinkommen müssen, damit der Schwer- punkt mit
72mm
ab Nasenleiste, eingehalten wird. Zu diesem Zweck wurde
das Modell mit Flügeln und dem Leitwerk versehen
und auf die Schwerpunktwaage gelegt. Mit dieser
Auswiegung ergab sich ein gro- bes Bild, wo die
Einbauten künftig angeordnet werden müssen. Ein Spielraum für
kleinere Verschiebungen muss ohnedies immer einkalkuliert werden.
Optische
Fertigstellung - Bebügeln, Kabinenhaube anpassen,
Lackieren, Auswiegen
Langsam
naht das Ende der Bauarbeiten. Nachdem die Tragflächen
inzwischen fertig bebügelt sind, kommt als nächster
Schritt die Anpassung und Befestigung der Kabinenhaube
dran. Wenn die Kabinenhaube passt wird
der Rumpf leicht angeschliffen und dann im gelben Folienfarbton lackiert. Danach konnte
der Flieger zusammengebaut und sein Schwerpunkt
endgültig eingestellt werden.
Die
Auswiegung erfolgte zuerst mit einem 4S 3600 Lipo mit
306g Gewicht wobei zusätzlich ca.100g Blei im Rumpfbug untergebracht werden
mussten. Es besteht die
Möglichkeit, die Bleigewichte zu variieren. Der erste Testflug wird zeigen, was für den richtigen Schwerpunkt noch verändert
werden muss.
Als letzte Arbeit vor dem Erstflug
müssen die Querruderservos angelenkt werden. Als
Ruderhebel werden herkömmliche
Kunststoff-Ruderhebel angepasst und angeschraubt. Das Gestänge wurde angepasst und
der Flieger
wäre jetzt einsatzbereit.
Flugerfahrungen
Es war zuerst zu testen, wie der unterforderte
Motor zieht. Er sollte mit 5 oder 6 Lipozellen betrieben
werden, wird aber bei mir nur mit einem Vierzeller
versorgt. - Die erbrachte Steigleistung ist mehr als ausreichend.
Bei Windstille mit viel
Hochnebel ging es an den Start. Per Handstart ging es im
Winkel von ca. 45 Grad nach oben. Nach dem
Motor-Aus begann der Gleitflug und es mussten 5 Tipps
hoch getrimmt werden. Die Flugge-schwindigkeit
ist eher langsam zu bezeichnen; ein Opaflieger? Das
Einkurven kann mit dem derzeit zu großen Querruderausschlag
sehr eng erfolgen. Zieht man dabei ein wenig, steigt das
Modell ohne Abkipptendenz.
Probleme bereitete
der Bremsklappeneinsatz, denn die Beimischung von
Höhenruder ist schwierig. Anfangs noch mit 12
% wurde zuletzt auf - 4% reduziert, was Verbesserung
brachte. Ohne zusätzlichem Drücken ging es aber nicht. Interessant
war zu sehen, dass bei plötzlichem Ausfahren der
Bremsklappen ein stark aufrichtendes Moment entsteht,
das ohne gesteuerter Reaktion am Höhenruder, zum Abkippen des
Seglers führt. Fährt man die Klap- pen langsam aus
fällt diese Tendenz weg, der Segler wird langsamer,
kann aber derzeit nur mit zusätzlichem Drücken gelandet werden.
Hier ist noch zu experimentieren. Um beim
gegenwärtigen Schwerpunkt bei 72mm dem
grundsätzlichen Hochtrimmen entgegen zu wirken, werden
ca. 50g Blei am Rumpfbug entfernt. Damit sollte das
Hochtrimmen wegfallen. Andernfalls muss an der EWD
etwas geändert werden, was ich gerne vermeiden würde.
Zwischenreparatur
und Verbesserung der Höhenruderanlenkung
Nicht
ursächlich mit dem dritten verhauten Start zusammenhängend,
- weil Bremsklappen irrtümlich voll aus- gefahren
wurden
-, wurde die Anlenkung des Höhenruders überarbeitet.
Dazu musste nach Abbau des Sei- tenruders, der Seitenleitwerksspant
herausgebrochen werden, was ohne größere Beschädigungen gelang.
Dahinter war der große, vom Vorbesitzer aus Alu
hergestellte Umlenkhebel, mit seiner Lagerung zu sehen.
Vermutlich bei dem missglückten Startversuch hat sich
der Seitenleitwerksspant einseitig gelockert und wie jetzt ersichtlich
wurde, auch die Lagerung des Alu-Umlenkhebels.
Jetzt bestand Zugang zu den Lagerstellen und es konnte mit 5 Min-Epoxy alles nachgeklebt werden.
An der Höhenruderanlenkung hat mich immer
gestört,
dass sie etwas Spiel hatte, welches in Verbindung mit
einem schwergängigen Bowdenzug dazu führte,
dass die Neutralstellung nicht exakt funktioniert hat. Der
Bow- denzug ist leider etwas schwergängig bzw
funktioniert nur
in einer bestimmten Position halbwegs akzeptabel. Ihn
auszubauen ist nahezu unmöglich. Die
Überarbeitung seiner Lage hat jedenfalls eine deutliche Verbes-
serung gebracht und man kann mit dem Ergebnis zufrieden sein. Der Seitenleitwerksspant
musste nach der Höhenruderrevison neu mit 5 Min-Epoxy
eingeharzt werden, was gut gelungen ist. Das
Höhenruder funktio- niert jetzt so wie es soll.
Senderprogrammierung
mit Flugphasen
Damit eine
neuerliche Fehlreaktion von mir unterbunden wird, hat
mir mein lFreund Peter im Sender Flug- phasen eingestellt,
wodurch beim EInschalten des Motors automatisch die
Bremsklappen einfahren. Die Stellung des Knüppels
ist dann gleichgültig und wirkungslos. Und wenn der
Motor ausgeschaltet wird, geht der Flieger automatisch
in die Phase "normal" über. Werden danach irgendwann die
Bremsklappen ausgefahren, stellt sich
selbsttätig die Phase "Landung" ein. In jeder Phase
können andere Trimm- oder Einstellwerte eingestellt und ebenfalls automatisch gespeichert werden. - Somit
sollte mir ein verhauter Start nicht mehr passieren.
Außerdem wurde die Querruderdifferenzierung auf 60%
eingestellt und wird die Reaktion auf diesen Wert
beim nächsten Flug beobachtet.
Außerdem
wird überlegt, die Servogeschwindigkeit des
Bremsklappenservos zu verlangsamen, damit die
Klappen nicht zu schnell ausgefahren werden können.
Vielleicht genügt es auch, die Klappen nicht mit zwei Stufen hochzufahren, oder deren Ausfahrweg zu begrenzen. - Das wird bei einem nächsten Flug
eben- falls noch zu erproben sein.
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so sieht Segler Liberta 400 aus |
der gekaufte Bausatz |
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Dreiseitenansicht der ASW 22 |
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Servoausschnitt ist markiert |
aussägen Mit Laubsäge |
Servobrett und Servo |
Servo eingebaut. |
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Ansicht Klappenservo |
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der Servoschachtdeckel ist montiert |
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neuer Motorspant wird angefertigt |
Motorspant eingeharzt |
Motor eingebaut |
fluchtet gut |
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Kohlefasereinlage zur Verstärkung |
die Montageplatte für Akku und Servos eingeharzt |
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Einbau eines Flächenservos |
Servobrett mit den Servos eingeklebt |
Höhenleitwerk und Seitenruder bebügelt |
Ansteckflügel montiert |
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vorderer Verrschlusszapfen |
Kabinenhaubenschloss montiert |
Kabinenhaube fast fertig |
endlich ist der Rumpf lackiert |
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Ansicht der Einbauten |
Sicht auf den Regler |
Sicht auf die wechselbaren Bleigewichte |
Anlenkung der Querruder |
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erste Eindrücke von der ASW 22/Liberta |
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fertig für den Erstflug |
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happy nach der dritten Landung |
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