| |
|
|
|
|
|
Obwohl ich mich dazu
entschieden habe, ab 2021 kein Motorflugmodell
mehr zu bauen,
konnte ich einem Geschenk meines langjährigen
Modellflugfreundes Berti nicht
widerstehen. Er überlies mir sein altes, aber wie neu
aussehendes Motorflugmodell Middle Stick. Seine Ansage
war, er würde es sonst auf die
Deponie führen, was mich ins Herz
traf und ich konnte, trotz Platzmangels da- heim, nicht NEIN sagen. Das Modell hat er nach Plan
in Version mit Zweibein- fahrwerk gebaut und es mit einem OS 81 FS Viertakter
geflogen. Es stammt vermutlich aus
seinen Modellfluganfängen in den 70ziger Jahren, denn es ist
aus sehr massivem Möbelsperrholz, der Flügel ist in
Styro-Balsa-Bauweise gebaut. Dadurch steigt zwar das
Gewicht und die Flugleistungen leiden
ein
wenig darunter, aber am Anfang ist es gut,
wenn so ein Flieger
eine etwas zu hart gelungene Landung
unbeschadet verträgt. Das ist auch
für meinen Sohn und die Enkel ein willkommenes
Modell, denn es gefällt ihnen.und sie haben
Interesse, später einmal damit zu fliegen.
Technische
Daten: Spannweite: 1700mm, Länge: 1250mm
Motor: Joker 5060-5,5-V3 / 470kV, (kurzz.
max 1800W), Prop: 17x10 E-Prop, Regler: RAY G2
R-80SB, 80A, Akku: 2 x Lipo 5S3600 parallel, Stromaufnahme:
max. 55A, bei Drehzahl:
U/Min, Fluggewicht: 4380g (mit Akkus,
flugfertig) EWD:
0 Grad, Schwerpunkt: 110mm |

Middle Stick 1700mm Spw. (Eigenbau Berti)
Flugvideo
 |
Baubericht vom
Einbau eines Elektromotors
Das Modell
wird auf E-Antrieb umgerüstet. Für mich ist das der
erste EInbau eines E-Motors anstelle eines Verbrenner-Motors
und bringt neue Erkenntnisse. Dabei ist die Verwendung
vorhandener Lipo-Akkus er- wünscht, was sich auf
die Auswahl des Motors und Reglers auswirkt. Um die 5S
Akkus verwenden zu kön- nen bedarf es eines dafür
geeigneten Motors und wurde ein Joker 5060-5,5-V3 470kV
ausgewählt. Er passt auch aus Gewichtsgründen
gut,
damit der Schwerpunkt ohne Bleizugabe erreicht werden
kann.
Die desaxierte Montage des beeindruckenden
Motors verlangt einen Sturz und
Seitenzug von ca. 2 Grad. Der Motor lag
anfangs auf
eigens angefertigten Alu-Zylindern auf, die jedoch
entfernt werden mussten, da damit der
Schwerpunkt nicht eingehalten werden konnte. Um mit den
Akkus und dem Regler den Schwer- punkt
einhalten zu können, konnte der Motor nur mit
Distanz-Beilagescheiben montiert werden, mit denen auch
die notwendigen Zugrichtungsabweichungen eingestellt
werden können.
Die
Akkuhalterung wurde mit Anschlägen zur Ortung der Akkus
gebaut und am Rumpf angepasst und ein- geklebt.
Die Akkus werden am hinteren Ende nach oben hin mit einer Holzstrebe
und vorne mit einem Klett- band festgehalten, damit
er seine.Lage im Flug immer behält. Vor der
Akkuhalterung wurde der Regler am Rumpfboden mit Klettband
gesichert befestigt.
Der Motor läuft
.... und was sonst noch alles dazu gehört
Beide Akkus haben
MPX-Stecker, sodass am V-Kabel auch zwei MPX-Stecker und
ein XT60-STecker an- gelötet wurde. Dadurch
können beide 5S Lipos parallel für die Stromzufuhr zum
Motor sorgen. Im ersten Lauftest mit
40%-Kapazität in den Akkus, wurden mit dem 17 x 10
Propeller 47A Strom gemessen. Am Folgetag
wurde mit voll aufgeladenen Akkus getestet und dabei ein
Wert von 55A gemessen. Damit sollten die 60A-Stecker nicht überlastet werden.
Ungewöhnlich
für einen ehemaligen Verbrenner-Flieger ist die sofort
bereitstehende Zugkraft des Motors, die mit vollen Akkus
beachtliche 6,6kg stark ist. Damit wird sich der
4,4kg-Bomber wohl senkrecht nach oben fliegen
lassen, was ohnedies nicht mein Vorhaben ist. - Nach einen
einminütigen Vollgastest am Boden war zu spüren, dass vor allem
der Regler warm geworden ist. Um künftig einem
Reglerschaden zu entgehen, wurde nach dem Motorspant
eine Lufthutze angebaut, durch die der
Fahrtwind direkt zum Regler geleitet wird. Damit die
Luft wieder aus dem Rumpf kann, wurde nach der hinteren
Flügelauflage im Rumpf- boden eine Öffnung geschaffen,
durch die erwärmte Luft entweichen kann.
Das Modell
wurde ausgewogen, wobeoi es wieder in die Horizontale
zurückkehrt, wenn es bewegt wurde. Um eine leichte
Kopflastigkeit zu erhalten, wurde ein hinterer Anschlag
bei den Akkus eingeklebt. Der Schwerpunkt
wurde mit 110mm eingewogen (erstes Drittel der
Flächentiefe). Nun kann der Erstflug
erfol- gen, wenn das im Moment von AustroControl (wegen
180 Parlamentschefs aus aller Welt) verordnete
Flugverbot beendet ist.
Am MC20 Hott
Sender wurde die Motorlaufzeit von 8 Minuten bis zum
Alarm einprogrammiert. Um Verlet- zungen beim
Hantieren am Modell durch den eventuell anlaufenden
Propeller zu verhindern, wurde ein Sicherheitsschalter
programmiert. Ebenso wurde die Auslösung der des
Alarmtimers für die Motorlaufzeit durch den
Gasknüppel programmiert. Ab 10% Knüppelweg beginnt die
Stoppuhr zu laufen, bei Stellung Knüppel hinten
stoppt die Uhr. Außerdem wurde das Fail Safe
programmiert, sodass nach einer Störung von
mehr als 0,5sek, der Motor abgestellt wird.
Auf zum ersten Flug
Nachdem
ich längere Zeit nicht geflogen bin, war die Nervosität
vor dem Start mit dem sehr starken Motor groß.
Ich mussunbedingt darauf achten, dass das Modell nur
langsam beschleunigt wird und dezent durch das
Höhenruder in Fluglage gebracht wird. Mit dem
Seitenruder muss ein Ausbrechen des Modells verhin- dert
werden. Mit dezentem Ziehen soll das Modell abgehoben
werden..
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Middle Stick ohne Motor vor dem Umbau |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
die Innereien der Verbrennervariante |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
die Motordaten |
der Motor mit provis.14x7-3Bl Prop |
Motor psovisorisch montiert |
Motoreinbau nach Schwerpunkt orientiert |
 |
 |
 |
 |
|
die Akkuhalterung ist fertig |
der Regler ist untergebracht |
bereit zum ersten Lauftest |
nachgerüsteter seitlicher Lufteinlass |
 |
 |
|
|
|
der Luftauslass |
die neuen Lufteinlassöffnungen |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
das Modell ist flugbereit |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|