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Die "Catalina" ist ein Flugmodell, welches einem polnischen
Bausatz (von Lech Podgorski)
entstammt. Das Modell mit sehr leichtem GFK-Rumpf, GFK- Motorgondeln,
mit Balsa beplankten Styroflügeln und tiefgezogenen
Beobach- tungskuppeln aus transparentem
Kunststoff, lässt aber noch reichlich Platz für Bauarbeit.
Ein Bauplan aus einer polnischen Modellbauzeitschrift
zeigt das Modell und die wichtigen Baugruppen sehr ausführlich, sowie beinhaltet
sie Zeichnungen über die Einziehkinematik
und die Dimensionierung des Einzieh- fahrwerkes.
Für die zweite Version der Catalina erhielt ich von Lech
ein vorbe- reitetes Modell mit Einziehfahrwerk nach Plan und
der Vorbereitung für die abklappbaren Schwimmer.
Meine
nun dritte Version entstand allerdings nach einer Schadensbehebung der nach
der Streifung an einem Hochstand
beschädigten Catalina Nr 2. Das repa- rierte Modell wird optisch an meine erste Catalina angeglichen.
Die Motorisie- rung des Modells bleibt mit den beiden
OS 48 FS Surpass gleich. Die starken 48er OS-Motore werden mit den 10x8,3 Graupner Dreiblattprops
ziemlich beansprucht, haben aber genügend
Leistungsreserven.
Das Modell
Nr 3 ist einem 1947-49 in Amerika (San Francisco) eingesetzten
Beobachtungs- und
Rettungsflugzeug nachempfunden.
Technische
Daten Nr 3 (2017): Maßstab: 1: 12,8 Spannweite: 2,60
m, Länge: 1,51 m, Gewicht 8,90 kg, Motorisierung: 2x OS FS 48 Surpass,
Prop: 10x8,3 (3Blatt), Drehzahl:
2200-9000U/Min, Tankvolumen: je 0,17l
Stromversorgung: Empfänger: 2 x NMH 4500/4Z,
Glühung: NMH 2700/4Z, Akkuweiche (15A) Ruderwege
etc: siehe
unten
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PBY 5 A - Catalina (Nr 3, 2017)

PBY 5 A - Catalina (Nr 1, 1989)

PBY 5 A - Catalina (Nr 2, 1992)
Flugvideo aus 2016
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Flugvorbereitung der Catalina Nr 3
Meine erste Catalina wurde nach etlichen
Wettberwerbseinsätzen und Jahren der Lagerung an einen
Wasser- flieger verkauft. Er baute E-Motore ein und
machte das Modell schwimmfähig und fliegt heute noch
damit.
Da ich
im Zuge der Lockerung der Gewichtsbestimmungen für
Scale-Wettbewerbe beim Modellgewicht zu- legen
durfte, wurde das neue zweite Modell mit naturnahem
Einziehfahrwerk und abklappbaren Schwim- mern
ausgerüstet. Wegen anderer Interessen (Porschefahren)
schenkte ich das bereits begonnene Modell aber
einem Freund, der es fertig baute und auch damit einmal
geflogen ist. Nach Jahren der Lagerung fand es wieder
den Weg zu mir zurück und wurde von mir erstmals 2016
geflogen. - Durch eine Beschädigung fiel eine Reparatur
an, die ich gleich zur Generalüberholung und
Umlackierung nützte.
Motorinbetriebnahme
nach Überholung
Zu den
wichtigsten Dingen bei einem zweimotorigen Flugmodell
zählen perfekt laufende Motore. Die schon in
der ersten Catalina verwendeten OS Viertakter sind sehr
stark, einer hatte aber im Lauf der Jahre, trotz Antirostbehandlung
Schaden genommen. Beide Motore wurden zerlegt und neue
Kugellager eingebaut.
Nach der
Fertigstellung der Servicarbeiten konnten die Motore
wieder eingebaut werden. Der rechte Motor litt
vorher unter Drehzahlverlust,
wie sich herausstellte, bedingt durch einen zweiten Zylinderkopfdichtring. Nach
der Entfernung ging es darum, den Motor am
Prüfstand zu testen und wieder neu einzustellen. Auch
der zweite Motor wurde Probe gelaufen und neu
eingestellt. Danach
ging es darum, beide Motore nach den Prüfstand- läufen auch im Modell nachzujustieren
und zu synchronisieren.
Die Nachbesserungen hielten sich in Grenzen und die
Motore liefen wieder hervorragend und mit gleichen
Drehzahlen.
Leider zeigte sich
bei den Probeläufen im Modell, dass die Motore doch sehr
viel Öl über die Gerhäuseent- lüftung entsorgten.
Leider war der Lack damals noch nicht lange genug
getrocknet, sodass das Öl kaum sichtbare Spuren
am frischen Lack hinterlassen hat. Sie fallen kaum auf
und das Modell sieht jetzt naturähn- licher aus, weil
das beim Original ja auch so war. Im Flug tritt diese
Verschmutzung nicht so stark auf, da der Öldunst verblasen
wird. Um weitere Verschmutzungen zu minimieren, wurden
Rohrleitungen bis zum Ende der Motorgondeln gezogen.
Nach den nächsten Flügen könnte man eine
Absaugleitung zur Abölnachverbrennung
vom Entlüftungsnippel in den
Ansaugstutzen nachgerüsten. Bei den
jüngeren Motorserien ist heute das Standard. Dadurch
minimiert sich erfahrungsgemäß die Verschmutzung des
Modells deutlich. Dazu ist der Ausbau der Motore
notwendig, was jedoch ein nicht unerheblicher
Arbeitsaufwand ist. Das Abwischen des Modells ist wesentlich einfacher.
Kontrolle
und Einstellung der Ruderwege
Im Zusammenhang mit
dem in der wärmeren Jahreszeit geplanten Erstflug wurden
die Daten aus dem alten MC 24-Sender mühsasm in den
neuwertigen MC 24 Gold Edition - Sender übertragen. Dann
musste geprüft werden, ob alle Servodrehrichtungen
und die Servgowege etc. übereinstimmen. Die Gold Edition
ist ja tech- nisch etwas fortgeschrittener und
nicht generell mit meinerm aus der Anfangszeit der MC 24
stammen Sender kompatibel. Alles hat weitgehend gepasst,
doch kleine Änderungen bei den z.B. Drehrichtungen
mussten vorgenommen werden. Die
Ruderwege bei der MC 24 Gold E. an die der alten
Einstellwerte der MC 24
angepasst. Jetz ist die Catalina wieder
einsatzbereit.
Für
spätere Vergleiche wurden die wesentlichen Ruderwege
gemessen und hier notiert:
Querruder
differenziert: +20mm / -7mm Höhenruder:
+30mm/ -18mm Seitenruder:
+/-40mm EWD: +2 Grad
Schwerpunkt: 100 mm
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zum Vergleich: Catalina (Nr 1) |
... mit HP 49 VT
Spezial |
Catalina Nr 3 |
Schwimmer
abgeklappt |
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Video erster
Motorlauf |
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das polnische Bauplanheft |
der Konstrukteur Lech Podgarski |
die Lagerung der Catalina |
und so ist sie aufgehängt |
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