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Mein Wunsch war schon immer,
ein ziviles Modell zu haben, einen schönen und flott
aussehenden Tiefdecker, ohne Klappen und Einziehfahrwerk
und anderem Schnick-Schnack, mit dem man
locker und vergnügt fliegen kann. Zufällig stol- perte ich
bei der Suche nach einem Graupner Gummimotormodell über
dieses Modell aus Taiwan. Dem niedrigen Preis,
ein Superschnäppchen, dem konnte ich nicht widerstehen.
Einen Verbrenner, - was sonst -, Servos und andere
Ein- bauteile liegen auf Lager, sodass ich sehr
günstig zu einem neuen Flugmodell gekommen bin. Der
Tupfen am "i" war dann die Feststellung, dass es dieses
Flugzeug auch im Original gibt und dass das
Flugmodell dem Vorbild sehr nahe kommt. |

Beagle B 121
Video
vom Erstflug |
Technische
Daten: Spannweite: 1598mm, Rumpflänge:
1164mm, Fluggewicht: 2600g, Motor: Magnum 40 Pro
Baubericht
Das Modell
ersteigerte (sotort kaufen) ich bei ebay. Schon am
nächsten Tag bekam ich die Verständigung vom Versand
und zwei Tage später traf der Bausatz aus Deutschland
bei mir ein. Nach dem Öffnen der Schachtel bot
sich mir ein nahezu überwältigender Anblick, denn die
Teile waren tip-top in Ordnung und die Fertigung macht
an den sichtbaren Stellen einen sehr guten Eindruck.
Unvorstellbar ist der hohe Vorfertigungsgrad, bei
dem der metallene Motorträger, der
Bugfahrwerkshalter, alle Schubstangen und die mit
Schrauben gesicherten Scharniere auf allen
Ruderflächen hervorstachen. Die Bauweise ist
grundsätzlich in Holz, wobei der Rumpfober- teil
ein durchgehendes Tiefziehteil ist. Begonnen
habe ich mit dem Motoreinbau. Ich möchte aus meinem
Lager einen 6,5 ccm MVVS Zweitaktmotor einbauen.
Der Motor ist eine der großen Bauformen von 6,5 ccm
Modellmotoren und dennoch hatte er im Motorträger
noch gut 2mm Spiel. Das soll laut Bauanleitung nicht das
Problem sein, denn der Motor wird danach nicht
wie sonst üblich, mit vier Löchern versehen, sondern mit
zwei starken Stahlbrücken, die mit je zwei Schrauben
an der jeweiligen Auflagefläche niedergeschraubt werden.
Somit könnte man rasch andere Motore einbauen....,
wenn man das möchte. Ich entschied mich für die
traditionelle Montagemethode.
Der nächste
Arbeitsschritt bestand in der Anpassung der Motorhaube
an Motor und Rumpf. Man muss darauf achten,
dass die eingebaute Schrägstellung, also Sturz und
Seitenzug bei der Bearbeitung der Haube beachtet werden
muss. Nachdem das Modell ja nicht für Scalewettbewerbe
gedacht ist, muss man für die gute Optik keine
Aufdoppelung und Lackierung usw. vornehmen. Leider
übersah ich dass die Haube nicht richtig angesetzt war,
als ich die Ausnehmeungen für den Zylinder usw.
anzeichnete, was dazu führte , dass ich die Öffnung für
den Zylinder etwas zu groß werden ließ. Na
gut, die warme Luft muss ja auch irgendwo heraus ....
Danach wurden die kleinen Querruderservos
eingebaut und verdrahtet. Im Anschluss daran konnten die
Trag- flächenhälften zusammengeleimt werden.
Beim nächsten Modell dieser Type würde ich die
Wurzelrippen auf Planheit kontrollieren und
ggf. zurechtschleifen.
Der Einbau des
Höhenruders bereitet echt Schwierigkeiten, da die obere
Hülle etwas schief aufgeklebt ist, sodass das
HLW nicht im richtigen Winkel eingebaut werden kann.
Durch Unterlegen und nach Wärmebehand- lung des
Plastik-Rumpfoberteils konnte schlecht und recht die
richtige Stellung erreicht und das Leitwerk einge- klebt
werden. Beim nächsten Modell würde ich das Zuviel
abschleifen bis es passt. Weil das Höhenruder
in Brettform und aus weichem Balsaholz ist, habe ich
Zugstreben eingebaut, die überdies auch eine
kleine Lageveränderung des HLW erlauben.
Der
Einbau des Hauptfahrwerks ist ein dunkles Kapitel bei
diesem sonst perfekten Bausatz. Es gibt nämlich keine
Angabe oder vorgesehene Bohrungen oder Markierungen,
sodass man abschätzen muss wo das Fahr- werk
montiert werden soll. Natürlich kenne ich die
notwendigen Bedingungen der Montage eines solchen Fahr- werks,
doch wollte ich mich an Fotos vom fliegenden Modell
orientieren. Auch im Foto in der Bauanleitung sitzt
das Fahrwerk an dieser Stelle und..., es liegt ca 3cm
hinter dem Schwerpunkt. Das sollte funktionieren. Ein wenig
befremdend wirkte auf mich auch die Methode der
Befestigung des Fahrwerks am Rumpf. Dazu ge-- nügen
laut Hersteller drei Holzschrauben 3 x 10mm. Na ja, weil
ich kritisch bin habe ich die Bohrungen mit Sekundenkleber
gehärtet und Schrauben 3,2 x 16 mm verwendet.
Zur
Anlenkung des Bugfahrwerkes wurde im Fahrwerkslenkhebel
der abgewinkelte Stahldraht eingesteckt. Bedingt
durch die Bohrung im Motorspant kann das sich Gestänge
nicht aushängen. Für den Fall, dass das doch
vorkommen sollte ist ein M2-Gewinde da, welches zB mit
einer Stopmutter gesichert werden könnte.
Anschließend
wurden die Servos für Seite- und Bugfahrwerkslenkung,
Höhe und Gas eingebaut und die Anlenkungen
angepasst.
Bei der Endfertigstellung
unmittelbar vor dem Auswiegen des Modells stellt sich
heraus, dass der MVVS Motor eine verbogene
Kurbelwelle hat. Dafür gibt es keine Lösung, also muss
ein anderer Motor aus meinem Lager gefunden
werden. Die Suche birgt auch ein Problem, denn der MVVS
hat ein langes Lagervorderteil und baut dramatisch
größer als alle anderen gängigen Marken. Also ein
Hirtenberger ist deutlich kürzer und schmäler, die
Magnum 40 Pro sind auch kürzer, also kann nurmehr der
russische MDS 40 helfen. Er passt von der Breite her
gut aber die Vorbaulänge ist auch etwas kürzer als die
des MVVS. Er passt von allen am Besten, muss aber mit
der im Bausatz beinhalteten Klemmvorrichtung am
Motorträger befestigt werden.
Schließlich
kann das Modell ausgewogen werden. Um den empfohlenen
Schwerpunkt zu erreichen müssen 30g Blei am
Motorspant befestigt werden.
Der
Rütteltest mit dem MDR 40 verlief ohne Probleme, obwohl
die Testdauer mir verdächtig kurz voregekom- men
war. Ich stand auch unter Zeitdruck, denn mein Enkelkind
war zum ersten Mal in seinem Kinderwagen mit den
Eltern ausser Haus und ich musste bis zu seiner Rückkehr
mit dem Test fertig sein. - Lediglich eine
kleine Nachjustierung an der Leerlaufnadel war erforderlich,
damit der Motor spontan Gas annahm und sich sehr tief
drosseln ließ. Auch im Übergang gab es kein
Problem. Jetzt steht also dem Erstflug nichts mehr
in Weg.
Erstflug,
- der Versuch ... und dann die Motorprobleme
Endlich passte das
Wetter und ich packte meine Beagle, das Werkzeug, die
Sonnenbrillen und fuhr auf den Flugplatz. Beim
Ausräumen des Autos stand fest, der Sender fehlt. Eine
böse Vorahnung entstand, heute ist nicht mein
Glückstag und ich sollte wohl besser wieder einräumen
und nach Hause fahren. Nein, ich fuhr heim und
holte den Sender. Endlich fertig zum
Motorstart. Der Motor springt sofort an, lässt sich
drosseln, nimmt prompt Gas an und dreht hoch
und...stirbt ab. Das wiederholt sich mehrmals und ich
demontiere die Motorhaube. Díe Verstellung der Leerlaufnadel
brachte nichts, denn auch nach Rückstellung und
folgendem minutenlangem Leerlauf dreht der Motor
anstandslos hoch um dann wieder zu verrecken. Ich fahre
nach Hause. Daheim wird nach einem anderen
Vergaser gesucht und einer des ausgebauten MVVS 40
gefunden. Dort muss aber noch eine Hülse
gedreht und mit UHU Plus geklebt werden, damit der
Vergaser in die Bohrung des MDS hineinpasst.
Vergaser montiert, eingestellt, Probelauf und ..... wie
zuvor stirbt der Motor ab. Ich denke ich habe
schon einige Erfahrung mit Motoren, doch sooo hat mich
noch keiner belastet. Die Glühkerze hatte ich schon
getauscht unbd sie passt gut. Die Leitungen sind dicht,
es sind keine Blasen im Schlauch zu sehen. Dann
könnte es noch der Fehler sein, dass der Druck aus dem
Auspuff hier eine Rolle spielt. Tank ausgebaut und
kontrolliert und festgestellt, dass die Bohrung des
Tanknippels sehr dünn war. Sie wurde auf 2mm aufge- bohrt,
ebenso die des Auspuffs. - Jetzt wird ein weiterer
Testlauf zeigen, ob das die Ursache der Absteller war.
Bevor ich aber den Drucktank aktivieren werde,
versuche ich einen Lauftest ohne Drucktank, bei dem der
Motor selbst ansaugen muss. Vielleicht
funktioniert das ja. Wenn ja, dann sollte es auch mit
dem Drucktank klappen.
Einen Tag später,
alle geplanten Änderungen durchgetestet, das Ergebnis
ist unverändert: Der Motor stellt nach einer
längeren Leerlaufphase nach dem Aufreissen und
Hochdrehen des Motors nach kurzem Vollgaslauf ein- fach ab, so als wäre kein Sprit da. Zugegeben, ich
bin ratlos! Ist der ABC-Motor noch nicht eingelaufen
und klemmt?, das hört sich aber normal aber anders
an? Jetzt gehe ich in eine weitere
Testphase und habe einen Magnum 40 Pro Motor eingebaut.
Wenn das dann auch nicht klappt, dann muss es am
Tank liegen. - Der Test bestätigte es, die
Probleme mit dem MDR 40 liegen am Motor, denn der Magnum
lief perfekt. Auch die Rolltests verliefen
erfolgreich, doch am Ende merkte ich, dass der
Auspufftopf locker ist. Eine Bohrung im Motorgehäuse
war einmal ausgebrochen und danach Alu aufgeschweisst
worden. Das Gewinde in dieser Bohrung hat
nicht gehalten und ich rüstete von M3 auf M4 um. Das
sollte bestand haben. - Ja, es hatte
Bestand, doch der Motor lief mit 12.500 U/MIn und mit
einem guten Übergang eigentlich zufriedenstellend,
doch ließ er sich trotz einstündiger Einstellarbeit
nicht unter 3500 U/Min drosseln (irgendwo
kommt Falschluft).
Nun sind aller
guten Dinge drei, sagt man, was hoffentlich auch umgekehrt
gilt. Nach dem dritten Motor nun der Vierte, wieder ein
Magnum 40 Pro. Auch hier musste ich die Auspuffgewinde
auf M4 umschneiden und ich bin gespannt, wie dieser
Motor läuft. Der Test verlief
zufriedenstellend. Die Einstellung der
Leerlaufgemischschraube macht den Motor brauchbar oder
auch nicht. Es bedarf Geduld und Aufmerksamkeit, die
richtige Einstellung zu finden. Anfangs zeigten sich
die gleichen Symptome wie beim MDS 40. Dann
musste ich Kerze wechseln und ich befasste mich auch
sehr lange mit der Leerlaufschraube. - Der
Motor war im Übergang zu mager, was letztlich nach
einige Zeit dauern- dem Vollgaslauf und
folgendem Leerlauf, beim Beschleunigen wieder zuum Motor-AUS führte. Durch heraus- drehen (anfetten) der
Gemisschschraube in 1/8tel-Schritten konnte die richtige
Einstellung gefunden werden. Der "jüngere"
Magnum Motor hat einen offenbar dichteren Vergaser,
sodass diesmal sich auch ein regel- mäßiger und
niedriger Leerlauf einstellen ließ. - Leider war der
Wind zu stark und mein Flugakku (absichtlich) nicht
voll geladen, sodass noch kein Erstflug erfolgte.
Ausreichendes "taxeln" funktionierte ohne Motorabsteller,
doch durch einen Überschlag durch eine
Seitenwindbö war die Freude getrübt . Das leichte Modell erlitt
aber keinen Schaden.
Der Erstflug verlief erfolgreich. Der Motor
lief sicher, obwohl der Leerlauf noch etwas Abmagerung
vertragen hätte. Anfangs hatte ich beim Flug das
Gefühl, als würde ich vorne noch mehr Blei benötigen,
doch nach gerin- gem Eintrimmung des Modells
passte es dann ganz gut. Mit den empfohlenen
Ruderausschlägen gehen geris- sene Rollen und
Ecken mit dem Höhenruder. Zugegeben, das bin ich von
meinen Warbirds nicht gewöhnt und ich finde es
auch für dieses Modell unpassend. Ein
Anfänger hat mit diesen Einstellungen keine Freude.
Ich habe von Beginn an am Quer- und am Höhenruderuder
daher 30% Expo eingestellt. Die Höhe passte so,
das Querruder vertrug zuletzt gute 40%. Zu Hause habe ich
die Querruder mit ca. 30% differenziert, wodurch die
von mir für gewöhnlich geflogenen Kurven ohne
Seitenruderbeisteuerung, dann sicher weniger
Schiebeflug- tendenz aufweisen wird.
Zusammengefasst ist die Beagle ein angenehmes Modell, welches sich leicht
starten und fliegen lässt und welches auch gute
Langsamflugeigenschaften mitbringt. Damit hat zuminmdest
jeder Fortgeschrittene viel Flugspass um sehr wenig
Geld.
Doch nach etwa 8 Starts trat wieder
die Motorproblematik zutage. Ich wollte fliegen,
schaffte aber nur eine Platzrunde mit
Motorabsteller. Daraufhin wieder einstündige
Motorjustierungen mit auf jeden Fall 1/4 Umdre- hung
fetterer Hauptdüse, aber ohne wirklichen Erfolg. Eine
Nacht darüber geschlafen, daheim nachgedacht, kam ich zur
Erkenntnis,
der Motor bekommt zu wenig Sprit. Vor dem Flug
checkte ich die Leitungen und den Spritfilter und siehe
da, darin steckte ein kleines Stück Kunst- stoff,
offenbar ein Relikt vom früheren Aufbohren des
Auspuff-Rohrstutzens am Tank. Das Stück konnte durch das Flitersieb
nicht zum Vergaser steckte aber in der Zuleitungsröhre
des Filters. Dorthin kam es vermutlich beim zügigen
Abpumpen des Tanks und klemmte dort. Bei langsamem
Motorlauf kam noch genug Sprit durch, doch wenn
der Motor dann nach längerer Niedriglast gefordert
wurde, war es für längeren Vollgaslauf zu wenig.
Daher wurde der Motor neu grundeingestellt. Folglich wurde erst
die Leerlaufdüse um 1 Umdrehuing heraus- gedreht
(fett) und dann die Hauptdüse eingestellt. Bei dem Motor
handelt es sich um einen gut eingelaufenen ABC-Motor der bei Magerstellung ohne großes Gekreische
stehen bleibt. Der Verdacht, dass das auch eine
Ursache der Absteller sein könnte war immer da, aber ...
- Nach der Hauptdüse wurde wieder die Leer- laufdüse
nachjustiert
und schließlich mit einer brauchbaren Einstellung geflogen. Nachher
wurde die Leerlauf- düse nochmals um 1/8 Umdrehung
hineingedreht (mager) und im Probelauf getestet. Der
Übergang ist jetzt fast in Ordnung und der Motor
bleibt auch bei langem Test am Boden am Laufen. - Mag sein, dass
auch der frische Sprit (Rapicon) ein wenig zur
Verbesserung beigetragen hat; wenn dann aber nur wenig.
Inzwischen habe ich zahlreiche Starts und Landungen
durchgeführt und bleibe dabei, dass die Beagle ein
einfach gestricktes und empfehlenswertes Flugmodell für
Training und Freizeitfliegen ist. Für mein Steueremp- finden
werde ich die empfohlenen Ruderwege am Höhen- und
Querruder etwas reduzieren, um danach auch die
Expo-Funktion zu reduzieren.
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der Bausatz |
der vormontierte metallmotorträger |
vormontierte Schubstangen |
schraubengesicherte Scharniere |
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inter4essant: Bugfahrwerkshalter mit Nieten befestigt! |
der MVVS-Motor bereits montiert |
Einblick in den Rumpf |
die Motorhaube |
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Microservos eingebaut |
Flügel passt gut |
Höhenrudereinbau problematisch |
zur Erhöhung der Festigkeit des Höhenruders |
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erster Versuch das Modell zu komplettieren, samt
Fahrwerk |
Fahrwerksanlenkung und Gasgestänge fertig |
der Servoeinbau samt Anlenkungen ist fertig |
die HLW-Anlenkungen und Abstspannungen fertig |
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Motorumbau zu MDS 40 (mit der im Bausatz enthaltenen
SDpannvorrichtung) |
der Auspuff ist von einem OS-Motor |
das fertige Modell sieht nett aus .... |
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jetzt mit Magnum 40 Pro |
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Video
vom Erstflug |
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