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   HS 91 Clou  (Graupner)   -   Segelflug mit Variophon Tipp-Steuerung
 
 
 Das Modell wurde bei ebay angeboten und man konnte sehen, dass es ein-
 mal mit einer Variophon Steuerung betrieben wurde. Gerne möchte ich nach
 drei Anläufen nun doch einmal mit dem Modell an einem Graupner Oldtimer-
 treffen teilnehmen. Der Flieger wurde vom Verkäufer überholt und sieht her-
 vorragend, wie neu, aus. Der Segler war seit 1966 im Verkauf und erfüllt
 damit die Voraussetzungen beim Graupner Treffen mitzumachen.
 Mir schwebt vor, das Segelflugmodell mit dem COX 0,8ccm Motor und mit
 meiner Variophon 40,68mhz Tipp.Steuerung zu fliegen. Ein Umbau auf E-
 Antrieb erscheint mir wegen Funkstörungen nicht möglich. - Mit der anderen
 Rumpfspitze wäre Hochstart oder Hangflug möglich.
 Da ich denke, dass die Verwendung des Superhet Empfängers für die Flug-
 sicherheit besser ist, werde ich wohl doch bei 27mHz bleiben und den Vario-
 phon S 10 Kanal Sender verwenden.
 Nach ersten bewegungsproben zeigt sich, dass ich meine besten Bellamatic
 Rudermaschinen verwenden muss.

 Technische Daten:
 Spannweite: 2450mm, Länge: 1145mm, Fluggewicht: 1300g,
 Schwerpunkt: lt. Plan 85mm, EWD: 1 bis 1,5°,
 Motor: Cox Black Widow 0,8ccm, derzeit Propeller 6x4,
 Fernsteuerung Sender Variophon S 27mHz, 10 Kanäle,
 Empfänger Akku: 6V 900, daraus 2,4V für Rudermaschinen,
 Pendler Empfänger, Schaltstufen für Seitenruder, Höhenruder und HR-Trimmung


Graupner HS 91 CLOU
Flugvideo


aktiueller Bauzustand

 Das Segelflugmodell wird aufgerüstet

 Nachdem der Segler angekommen ist, wurde er auf Transportschäden untersucht. Eine derart gute
 Verpackung habe ich noch nie gesehen, daher gab es keine Schäden. Alles war perfekt geschützt.
 Die ideale Verpackung wird weiterhin für das Modell verwendet. Beim Modell ist der Bauplan und
 die Bauanleitung dabei.
 Der Verkäufer hat das Modell bekommen und vollkommen überarbeitet. Das Modell ist wunderschön
 und wie neu.

 Nach dem Auspacken und bewundern des perfekten Mopdells nahm ich die Bauanleitung zur Hand.
 Dort las ich, dass zur Steuerung 6 Kanäle für die Variophon Tipp-Steuerung empfohlen werden.
 Neben Seiten- und Höhenruder ist eine Trimomatic Rudermaschine zu verwenden mit der das Pendel-
 leitwerk im Flug getrimmt werden kann. Zum Glück habe ich so eine Trimomatic.

 Nachdem der Segler da war, plagte mich die Sache, wie das mit dem Einbau der Varioton Steuerung
 gehen wird. Speziell der Einbau er Trimomatic (eigentlich Trim-o-matic) belastete mich und ich suchte
 nach einer Betriebsanleitung. Nichts zu finden, doch inb der Bauanleitung des  Clou ist eine Beschrei-
 bung des Einbaus vorhanden. Dann fand ich ein Video in dem die Betriebsanleitung zu sehen war und
 fotografierte sie. Jetzt sehe ich klarer, doch war mir unklar, wie die Endstellungen, vor allem das am
 offenen Ende des Gewindes ist, denn so lange ich tippe, dreht sich das Gewinde und es könnte das
 Steuergesänge abfallen. - Inzwischen weiß ich, dass das weit gehfehlt ist, denn der mögliche Steuer-
 weg des Pendel-Höhenruders ist selbst sehr knapp und ich konnte sehen, wenn die Trimomatic läuft,
 dass der mögliche Trimmweg bis zum Anschlag des HR-Weges gehen könnte. So weit darf das
 Höhenrude gar nicht ausschlagen. 
 Nach dem Einbau gesteuert beträgt der gesamte Pendelruder Winkel +/- 10 Grad!  Ebenso dezent
 ist der Ausschlag des Seitenruders der bestimmt über +/- 15 Grad nicht hinausgeht. Daran werde ich
 mich beim Fliegen gewöhnen müssen.

 Voraussetzung für eine enwandfreie Funktion ist, dass das Modell ordentlich eingeflogen worden ist.
 Dann braucht die Trimmung auch nur geringe Verstellungen bewirken, die den Einfluss sich veränder-
 licher Windverhältnisse ausgleicht. Ein Kunstflugmodell ist der Segler nicht, sonden ein Thermiksegler.

 Einbau der Steuerung

 Im Modell war bereits eine Varioton Anlage mit einem Superhet Empfänger und den Schaltstufen 1-2
 für das Seitenruder, die 3-4 für die Trimmung und die Stufe 7-8 für das Höhenruder. Und genau so
 wurde das Modell jetzt wieder bestückt. Der Einbau der Emfangseinheit war einfach, denn sie passte
 haargenau in den ausgepolsteren Raum. Ébenso konnten die Bellamatic Rudermaschinen einfach
 eingebaut werden. Die Ruderanlenkung für das Seitenruder passte gut, nur der Einbau der Trimmomatic
 verursachte ein wenig Stirnrunzeln.
 Nachdem am Heck ein ausbaubarer Heclsporn ist, konnte nach dessen Entfernung der Gabelkopf des
 Höhenrudergestänges ausgehängt werden. Nun war das Herausziehen des Gestänges nach hinten
 einfach möglich.
 Dann zeigte sich, dass die Schubstange mit einem Messingrohrstück und Holzrundlich verlängert
 wurde, um es ohne Trimpomatic verwenden zu können. Nun musste einmal die Mittenstellung des
 Höhenruders provisorisch markiert werden, damit die notwendige Länge mit der angebauten Trimo-
 matic ermittelt werden kann.
 Zuerst wurde der Gestängeanschluss in die Gewindehülse eingepasst und eine Bohrungen einge-
 bracht, durch die später die Stange mit einem Splint (allenfalls lösbar) gehalten werden kann. Doch
 die Stange mit der Trimomatic kann so aber nicht eingebaut werden. Daher musste zuerst die Schub-
 stange zum Heck trickreich eingefädelt werden. Um die Trimomatic mit der Stengen zu verbinden,
 musste die Stange ein Stück weit nach vorne gezoen werden. nach dem provisorischen Aufschieben
 der Trimomatic war zu sehen, dass das Gestänge zu lange war. Mit Kürzungen lonnte schließlich die
 richtige Länge gefunden werden. Als die Trimomatic an der Bellamatic befestigt war ergab sich,
 dass das Gestänge um 6mm zu kurz ist. Nach dem Abbau der Trimomatic und dem Ausbau der
 Schubstange konnte eine Verlängerung des Gewindes für den Gabelkopf mit 5 Min Epoxy angeleimt
 werden. Nach dem Einbau der Schubstange passte für den Moment die Einstellung. Erst nach dem
 Einwerfendes Modells  kann die endgültige Einstellung vorgenommen werden.

 Die Anfertigung eines kleinen Akkus

 Im Rumpf zwischen dem Motorspant und dem vorderen Hilfsspant für die Empfangsanlage, befindet
 sich der kleine Raum für den Akku. Ich fertige aus 5 NiMh AAA-Zellen mit 900mah einen 6V Akku, bei
 dem aus zwei Zellen die 2,4V für die Rudermaschinen entnommen werden. Der Akku wird mit einem
 4poligen Simprop Stecker mit dem schalterlosen Empfängerkabel gekoppelt. Zum Betrieb wird der
 Simpropstecker zusammengesteckt und umgekehrt beim Betriebsende. Die Steckerbelegung ist so,
 dass mit meinen üblichen Ladekabeln der Akku mit allen 5 Zellen, also 6V, geladen werden kann.
 Um das Akkupack besser hinter dem Motorspant unterbringen zu können wurde die bestenede Flügel-
 mutter für die Befestigung der Rumpfspitze mit dem Motor entfernt und eine Stopmutter verwendet.
 Wegen den knappen Platzverhältnissen muss zum Ein- und Ausbau des Akkus der ganze Empfänger-
 block herausgehoben werden. Der kleine Akku 59g schwere Akku wird mit den 3 Zellen am Motor-
 spant anliegend lose eingebaut.

 Adaptierung des Höhenleitwerks

 Nachdem die Stromversorgung rasch gelöst werden konnte, war das Interesse groß, wie die Funktion
 des Pendelhöhenruders sein wird. Dazu wurde auf einen Variophon S 10Kanal Sender zugegriffen, da
 der Standard Sender mit seiner unklaren Frequenzlage für den Flugbetrieb auszuschließen ist.
 Die beiden Hälften sind mit zwei 2mm Stahlstiften geführt. Anfänglich zeigte die dafür eingebaute Ru-
 dermachine Schwächen, das Leitwerk zu bewegen und vor allem wieder zeitnah in die Neutrallage zu
 bringen. Daher wurden an den Leitwerken am zentralen vorderen Stift an den Wurzelrippen 2mm
 Teflonscheiben zur Distanzierung angeklebt. Danach bewegte sich das Ruder leichter. Um im Flug eine
 gute Ruderwirkung zu haben, werden bessere Bellamaic Rudermaschinen mit höherer Reibkraft einge-
 baut.
 Die Funktion der Trimomaric ist bemerkbar, doch verstellt sich das Ruder nur sehr langsam und gering,
 wenn nur kurz getatste wird. Das ermöglich eine sehr feinfühlige Trimmbarkeit des Modells.

 Für die Erleichterung der Steuerung wird die Verwendeuing meiner zwei Rücklaufregler notwendig
 sein. Damit wird die Ausschlaggeschwindigkeit der Bellamatic etwas langsamer und der Rücklauf
 kann gelich schnell eingestellt werden. Dann muss niur noch die Bellamatic des Höhenruders stark ge-
 nug und flink sein, um das Höhenruder in die exakte Neutralstellung zurück zu bringen. Beim Seitenru-
 der dürfte das weniger heikel sein.

 Erster Zusammenbau des Clou und Schwerpunktermittlung

 Nachdem ich es nun endlich wissen wollte wie der zusammengebaute Flieger aussieht ergab sich,
 dass gleich die EWD und der Schwerpunkt überprüft werden können. Bei der EWD ist Änderungsbe-
 darf gegeben, denn die ist um 3° zu groß. Der Schwerpunkt war zu weit hinten, wodurch deutliche
 Kopflastigkeit ergab. Durch den Tausch des Superhet- gegen den Pendelaudion Empfänger, samt
 Rückschiebung des Empfänger Blocks zum Heck, konnte der Schwerpunkt eingestellt werden. Um
 einen rascheren Rücklauf des Höhenruders zu bekommen, wird ein Rücklaufregler verwendet.

 Bei der rechten Tragfläche mussten die beiden Stahlstifte etwas verbogen werden, damit die Trag-
 fläche genau an der Rumpfwurzelrippe anliegt. Nach dem Studium des Plans un der Bauanleitung ist
 ggf. die Herstellung längerer Stahlstifte notwendig. Die vorhandenen Stifte erscheinen mir sehr kurz.

 Laufversuch des COX  Motors

 Nach den Arbeiten am Steuerungseinbau und der Montage des Höhenruders war das Interesse groß,
 den COX Motor kurz zum Laufen zu bringen. Der alte Treibstoff "riecht" noch gut und er wird für den
 Probelauf ausreichen. Allerdings fehlt eine Glühkerzenklemme, um die Glühkerze des COX zum
 Glühen zu bringen. Die Klemme wurde bestellt. Für den Start des Motors ist eine Federvorrichtung
 am Motor, die nach dem Aufziehen der Feder den Propeller flott durchdreht. Dann ist zu hoffen, dass
 der Motor anspringt.

 Eine Lösung zur Verstellung der Düsennadel muss noch gefunden werden, denn derzeit ist sie nicht
 erreichbar. Da der Motor mit seinem Auspuffschlitz die Auspuffgase großteils in die Motorhaube bläst,
 wurde auf der Unterseite der Motorhaube eine Öffnung hergestellt, durch die das Restöl ablaufen kann.
 Falls die Abgase ungünstig verteilt werden muss von einem anderen COX 0,8ccm Motor der Schall-
 dämpfring montiert werden, wodurch sich jedoch der Schwerpunkt verändert.

 Der erste Startversuch brachte kaum eine Zündung zustande, da von meinem Glowdriver auf der
 niedristen Einstellung schon 2V an den Glühkopf gingen. Er brannte durch. Die Sorge um die Nachbe-
 schaffung war leicht zu lösen, denn Fa. Hepf hat die Dinger. - Um die Wartezeit bis zum Eintreffen des
 Kopfes zu nützen, versuchte ichdie Glühwendel in den Kopf zu drücken, was funktionierte. Mit einer
 grossen 1,5V Batterie gelangen die ersten Zündungen, doch der Motor lief nicht an.
 Die Lösung ist in einer COX Betriebsanleitung zu finden, denn dort wird die Anzahl der Nadelum-
 drehungen (3 +1/2 Umdrehung) angegeben, aber auch ein Hinweis, dass der Ansaugschlauch im
 Tank umgestellt werden muss, da er für Fesselflug konzipiert ist. Mit diesen Hinweise wird auch mit
 dem alten Treibstoff ein Betrieb möglich sein.

 Um den defekten Glühkopf mit einer normalen Glühkerze (2V) nützen zu können wurde er auf der Dreh-
 bank ausgebohrt und ein UNF Gewinde eingeschnitten. Die eingeschraubte Glühkerze war mehr als
 3mm vom Brennraum entfernt. Beim Nachsetzen der Bohrung wirde mit dem 6mm Bohrer nachgebohrt.
 Anstelle der 5mm Zog der Bohrer mit der Bohrmaschine durch und das Gewinde war weg. Schade,
 hätte fast funktioniert. Falls wieder ein Glühkopf durchbrennen sollte kann ich es nochmal versuchen.

 Rudermaschinen wechseln und Empangsanlage 40mHz einbauen.

 Die Rudermaschinen Trimomatic und zwei Bellamatic werden gegen vertrauenswürdigere Exemplare
 ausgetauscht.- Ebenso muss wegen dem Schwerpunkt auf den Superhet Empfänger verzichtet werden
 und ein Pendler Empfänger zum einsatz kommen. Freund Gerrit meint dass der Pendler auch gut funk-
 tioniert, nur darf keine andere 27mHz Steuerung eingeschaltet werden. Dem Hinweis folgend kann ich
 meine Variophon 40mHz Steuerung verwenden. Allerdings muss ich auch drauf achten, dass kein an-
 derer Flieger mit 40mHz unterwegs ist., denn dann hilft mir die 40ziger Steuerung auch nicht.

 Nach der Auswechslung der Rudermaschienen und des Empfängers wurde der erste Motorlauf durch-
 geführt und die Laufdauer mit vollem Tank ermittelt. Danach wurde die Treibstoffmenge ermittelt, die für
 zwei Minuten Motorlauf notwendig ist.


HS 91 Clou        
der Motor ist montiert die Rumpfspitze für Hangflug die alten Bellamatic Befestigungen
die Aufarbeitung beginnt  Trimomatic mit HR-Schubstange provisorisch eingebaute Steuerung  die Höhenruderanlenkung 
Untersicht zur Seitenruder Steuerung betriebsbereit das Höhenruder  Untersicht zur Seitenruderanlenkung 
erstmals provisorisch zusammengebaut      
     
COX Black Widow ohne Motorhaube