Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   SIR   (ein Oldtimer Motorflugzeug von Oskar Czepa)                     (verschenkt)
 

 
 Als Freund alter, viel geflogener und reparaturbedürftiger Flugmodelle, halte ich
 Ausschau, wo ich diese alten, technisch nicht sehr aufwendigen und gutmütigen 
 "Gustostückerl" finden kann. Durch einen Zufall kam ich mit einem alten Bekann-
 ten und ehemaligen Klubkameraden ins Gespräch und er bot mir an, seine let-
 zten drei Motorflieger zu übernehmen. Ich hatte eine große Freude damit und
 danke Hr.Oskar Czepa für diese Überlassenschaft.

 Es ist für mich interessant und anspornend, alte Modelle wieder in Schuss zu
 bringen. Dabei achte ich darauf, dass der Originalzustand weitgehend erhalten
 bleibt. Da die Modelle alle oft geflogen worden sind, weisen sie eben kleine
 Dellen und Schäden auf und der Lack ist vergilbt. Diese Abstriche von der
 Schönheit muss ich hinnehmen. Auf die Flugsicherheit wird jedoch sehr geachtet
 und alle relevanten  Arbeiten zur Erhaltung der Festigkeit usw. werden natürlich
 vorgenommen.
 
 Vorweg kann ich sagen, dass sich der überschaubare Aufwand zur Wiederinbe-
 triebnahme lohnt, denn die Modelle fliegen sehr gut und unproblematisch. Trotz
 des Alters von mehr als  40 Jahren fliegen sie auch 2016 noch immer.
 
 Unten habe ich die ersten Fotos eingestellt, so wie sie sich alles nach der Ent-
 staubung gezeigt hat. In zwei seiner Modelle sind noch Motore drinnen und teil-
 weise auch noch Servos aus den frühen 80-ziger-Jahren.


Modellflugzeug "SIR"



 
 Technische Daten
 Spannweite: 1800mm, Fluggewicht: 2100g, Motor: HP 40


 Das Modell "SIR"  -   der "Opa-Flieger"

 Mit dem Modell "SIR" habe ich mit der Restaurierung des geschenkten Motormodells begonnen. Das ist
 ein Modell mit einem Dreibeinfahrwerk, also ein"Opa Flieger", wie es der Vorbesitzer auch beschreibt.
 Das Modell hat eine Ähnlichkeit zum Modell der ehemaligen Caravelle von Graupner und wurde ~1975
 geflogen..

 Bei der Demontage des Motors konnte auch nach etwa30 Jahren Lagerung kaum Rost gefunden werden.
 Allerdings hat der geringe Rizinuszusatz im ehemaligen Treibstoff von Hr. Czepa einige leichte Verharzun-
 gen mit sich gebracht. Das bedeutet, dass die Kugellager getauscht werden müssen, damit der Motor
 danach ordentlich läuft. Inzwischen ist das vordere Lager R4 ZZ, ein Zoll-Lager (6,35x15,875x4,978 mm),
 eingetroffen und der Motor konnte zusammengebaut werden. Jetzt wurde der Motorraum gereinigt und der
 Motor eingebaut. Anschließend konnte das Bugfahrwerk wieder montiert und der Lenkhebel befestigt (6er
 Inbusschraube nötig) werden.

 Ansonsten sind nur kleine Nachbesserungen erforderlich, die das Modell danach aber nicht neu dastehen
 lassen. Es macht mir nichts, man kann und soll ja sehen, dass es ein gebrauchtes und viel geflogenes
 Modell ist.
  
 Nun wurden die Servos angeschlossen und getestet; alle Drehrichtungen mussten umgekehrt werden. Er-
 staunlich ist, dass alle Neutralstellungen stimmten. Beim Motor musste allerdings der Ruderweg für das
 Kücken auf 150% erhöht werden.

 Zum Thema Schwerpunkt: Vom Vorbesitzer bekam ich Werte genannt, die meinem Empfinden nach nicht
 zutreffend sein können: bei 50% und etwas mehr? Gehe ich nach den Klettstreifen im Rumpf kann das nicht
 stimmen, denn da müssten Empfänger und Akku weit nach hinten, wo aber dann kein Platz ist, weil da
 Servos sind. Persönlich habe ich mich mit mir auf 33 bis 40% geeinigt. Nun sollte nach letzter Mitteilung des
 Vorbesitzers im Rumpf ein S-Zeichen sein. Ich suchte es und fand ein schon schwaches Symbol und Ziffern.
 Der Erbauer sagte, dass dies das Schwerpunktzeichen sei und er am zugesendeten Foto die schwer aber
 doch noch erkennbaren Ziffern als 37% erkannt habe. - Nun, mit dem kleinen Vierzeller und dem Empfänger
 da wo die Klettstreifen  sind, komme ich genau auf diesen Wert. Das sollte also passen.

 Jetzt erfolgt noch der Rütteltest und die Motoreinstellung. Mit dem Leerlauf wird es vielleicht etwas schwierig
 werden, bis die Grundeinstellung gefunden ist. Es zeigte sich beim "Rütteltest", dass das Gasservo schad-
 haft war, da es ständig zuckte, auch wenn der Motor stand. Nach dem Tausch gegen ein Servo aus heutigen
 Tagen  konnte endlich der Erstflug erfolgen.

 Der Motor lief am Flugplatz ohne weitere Einstellunsarbeiten problemlos. Also konnte der Start erfolgen.
 Nach entsprechender Rollstrecke konnte ich ziehen und das Modell hob ab. Durch den Seitenwind war eine
 Korrektur beim Quer- Und Seitenruder nötig und beim weiteren Flug auch am Höhenruder. Etwas Höhenru-
 dertrimmung war für den Horizontalflug auch notwendig. Danach bewahrheitete sich die Aussage des Vor-
 besitzers, der dem Modell den Namen "Opaflieger" verlieh. Die Kunstflugfiguren gelangen unkritisch und
 auch die Landung war vergnüglich, obwohl hierfür ein deutlich tiefer gedrosselter Motor hilfreich wäre, um
 den langen Gleitflug abzukürzen. Der Flieger ist wirklich sehr angenehm zu fliegen.

 Für nächste Flüge sollte der Motor auf möglichst niedrige Leerrlaufdrehzahl eingestellt werden.


       
das Modell "sir"     der zerlegte Motor im Reinigungsbad
der Motor vor dem Zusammanbau Motoreinbau   Ansicht Rumpfeinbauten
das flugbereite Modell "sir" (=Opaflieger)      
nach dem Erstflug alles OK