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   VT 601 / VT 11.5,  DB (Roco)  - Umrüstung für 16V-Betrieb
 


 Nachdem ich den TEE, damals war es allerdings der Typ aus der DDR, einmal
 auf der alten Nordwestbahn (Vindobona) fahren habe sehen, hat mich der Zug
 fasziniert.  Auch ein Modell wäre damals schön gewesen, aber viiiiiel zu teuer.
 Heute, 2013, ich ein inzwischen alter Modellbauer, da ist mir ein solcher Triebzug
 von meiner Hauptmarke Märklin immer noch viiiel zu teuer. Allenfalls könnte ein
 gebrauchter TEE- Zug von Roco auf das Märklinsystem umgebaut werden....?
 Während meiner Modellbahn-Bastelzeit im Winter kam mir also in den Sinn, 
 einen gebrauchten Roco-TEE Zug anzuschaffen, den ich dann gelegentlich bei
 einem befreundeten Nachbarn auf dessen Gleichstrom-Roco-Anlage fahren
 lassen kann, weil ich selbst aus Platzgründen wohl nie zur eigenen Anlage kom-
 men werde.

 Nebenbei entstand die Idee, einen gesonderten Triebkopf zu besorgen und die-
 sen für Märklin zu adaptieren. Das würde vielleicht später ermöglichen, am
 Fussboden auf Märklin-Gleisen den Zug fahren zu können. Später erst lernte ich,
 welche einfachen Möglichkeiten es für die Wechselstromumrüstung gibt. Aus der
 Idee mit einem zusätzlichen Triebkopf wurde eine ganze vierteilige TEE-Garnitur,
 die bisher nur einige Runden drehen konnte.

 Und zuletzt ergab sich, dass ich die vorhandene dreiteilige Garnitur meinem
 Freund schenkte, die vierteilige Garnitur im Originalzustand beließ. EIn Umbau
 wird mangels Bedarf nicht erfolgen.

  


Fahrvideo


VT 601  /  VT 11.5
 Überlegungen zum Umbau und was daraus wurde...

 
Also begab ich mich auf die Suche nach einem Roco-VT 601 (VT 11.5014) und wurde fündig, wobei ich
 offensichtlich zu wenig lange gesucht habe. Das führte dazu, dass ich später plötzlich zwei Garnituren
 hatte.Somit könnte ich theoretisch mit dem Umbau eines Triebkopfes für das System Märklin beginnen.
 Aber ...
 Ursprünglich war angedacht, ein Märklin Motordrehgestell anstelle des im Zug befindlichen einzubauen.
 Erst nach dem Entfernen des Gehäuses wurde klar, dass  zB ein V200 Motor nicht unterzubringen ist.
 Die Idee, ein anderes Motordrehgestell einzubauen, war damit gescheitert.
 Also wird wohl eine ganz moderne Umbaumethode, ein Lokdecoder Uhlenbrock 55 500, zum Einsatz
 kommen, der die Fahrstromversorgung des vorhandenen Motors übbernehmen wird. - Inzwischen ist
 der Uhlenbrock-Decoder eingetroffen, doch der erste Überblick ermuntert mich nicht gerade, ihn einzu-
 bauen, denn das zuvor zu lösende Problem mit dem Anbau eines Mittelschleifers, stellt eine nicht so
 ganz problemlose, aber lösbare Aufgabe dar, die ich mir aber vorerst ersparen wollte und andere
 Projekte vorzog.

 Daher überlegte ich mit damit zu begnügen, den bereits auf der Modellbahnanlage erprobten dreiteili-
 gen Zug meinem Freund zu schenken. Das machte aber eine Verlangsamung des schnellen Zuges
 notwendig, da der sonst über diverse Gleissperrabschnitte drüberrollt und Chaos verursachte. Die Ein-
 bremsung gelang und der Zug fährt gelegentlich auf der Modellbahnanlage.

 Umbau einer Einrichtung zur "Verlangsamung" des dreiteiligen TEE-Zuges

 Die Testfahrt mit dem dreiteiligen Zug zeigte, dass der schnelle VT601-Roco-Triebwagen bei der von
 meinem Freund auf seinen Gleisabschnitten mit seiner eingestellten Betriebsspannung, die Stopp-
 strecke im Schattenbahnhof einfach durchrollt. Dazu muss man sagen, dass mein Freund in bestimmten
 Teilbereichen seiner Strecke mit 14 V bis 16 V fährt; er mag das eben so, damit die alten Kleinbahnlok
 auch noch Tempo machen. Vielleicht gelingt es mir längerfristig, ihn davon zu überzeugen, dass langsam
 fahrende Züge realitätsgetreuer und länger auf der Strecke unterwegs sind. Darüber hinaus sind Loko-
 motiven von Roco, Fleischmann und die modernen KLEINBAH-Loks mit nur 12V Spannung zu betreiben.
 
 Daher habe ich den Entschluss gefasst, den Motorwagen des TEE  für den Freund mit einer schaltbaren
 elektronischen Verlangsamungseinrichtung, einer "Diodenbremse", zu bestücken. Ich habe dazu im Inter-
 net einen Tipp gefunden, wo mit zB. 6 Dioden, also 2 x 3, die gegenseitig an den Enden verbunden (siehe
 Schaltplan unten) sind, den Fahrstrom durch den Dioden-Spannungsverlust um 3 x 0,7V, also insgesamt  
 2,1 V reduziert. Um gegebenenfalls wieder in den Normalbetrieb zurück schalten zu können, habe ich die
 Bremse mit einem Mini-Kippschalter geschaltet, der im Cockpit des Triebkoppfes auf der Leiterplatte be-
 festigt ist. (Schalterstellung unten = Langsam,  Schalter oben = normal)
 
 Im Probebetrieb auf ca. 5m Gleislänge konnte ich den Geschwindigkeitsunterschied stoppen: Die Verlang-
 samung bringt auf diese Länge statt normal ca. 5, jetzt 6 Sekunden Fahrzeit. Der Anhalteweg aus voller
 Fahrt reduziert sich von ca 45 cm auf 30 cm. Das sollte im Schattenbahnhof des Freundes jetzt ausreichen,
 die Garnitur zum Stillstand kommen zu lassen. Und genügt das noch immer nicht, könnte man ja die Fahr-
 spannung auf 13V oder 12V reduzieren. Das führt jedoch dazu, dass die alten 16V-Kleinbahnloks im
 Kriechgang unterweg sein würden, was dem Freund aber auch nicht sehr gefällt.

 Nach zwei Jahren in seinem Besitz kam dem Freund die Erkenntnis, dass der  auf "eingebremst" umge-
 schaltete Zug doch zu langsam fährt und er wurde von mir mit dem eingebauten Schalter wieder auf die
 ungebremste, normale Einstellung umgeschaltet. - Logischer Weise blieb der Zug danach bei den Brems-
 abschnitten wieder nicht stehen. - Also kam beim Freund die Erkenntnis auf, dass von den Drehgestellen
 des Zwischen- und  Steuerwagens, Strom über die Kupplungen zum Motor kommt. Die Kupplungen sind
 aber nicht stromführend (!), wie soll das also gehen? - Dass es nicht so ist, konnte von mir schließlich
 durch einen Versuch nachgewiesen  werden.

 Es stellte sich bei meiner Nacharbeit an der Garnitur klar heraus,  dass die Räder stark von der verstaub-
 ten Anlage verschmutzt waren, sodaß der Zug nurmehr dahinruckelte. Daher musste die Bremse deak-
 tiviert werden, damit der Zug wieder "gut fährt". - Nach der Reinigung der Räder war der Zug natürlich
 wieder nicht mehr zu bremsen, so wie ich es dem Freund schon vorher zu erklären versucht habe.
 
 Die Bremsdioden

 Als logische Nebenerscheinung  beim Betrieb war die Erwärmung der Dioden zu bemerken. Weil meine
 Triebwagen noch die alten, runden großen Motore haben, die angeblich viel Strom ziehen (es war im Forum
 von bis zu  1,9A die Rede), hatte ich Bedenken wegen der Dioden 1N4001, die zwar bis 50V aber nur bis
 1A belastbar sind. Nach -zig erfolgreich gefahrenen Runden gab es keinen Ausfall. Eine berührungslose
 Temperaturmessung ergab knapp unter 60 Grad Bauteiltemperatur. Bei geringerer Fahrgeschwindigkeit
 stellten sich etwa 40 Grad ein. Da der Abstand des Diodenpaketes zum Dach und der Seitenwand etwa
 1 cm  beträgt, sollte diese Erwärmung keine Schäden am Gehäuse verursachen. Ein Langzeitbetrieb auf
 der Modellbahnanlage wird es zeigen, ob es bei längerer Fahrt zu einer Überhitzung kommt. - Nachdem der
 Zug in einem Durchgang etwa 1-2 Minuten unterwegs íst und nur auf den Bergfahrstrecken die erhöhtre
 Spannung bekommt, wird es kaum zu einer starken Erwärmung der Dioden kommen.

 Mangels Bedarfs wird die Umnrüstung meines TEE-Zuges wird nicht erfolgen.

 
 Einbau von Bremsdioden zur Verlangsamung des Zuges 
Bilder vom triebzug VT 601 "Helvetia"      
       
der zerlegte Triebwagen Einbau der Dioden Dioden mit Umschalter passt alles hinein - Schalterstellung hier:
unten = langsam
    die Schaltung (ohne Schalter)