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   VT 5047 008-7, ÖBB  (Kleinbahn)  -  Servicearbeiten
   VT 5047.043-4, ÖBB  (Kleinbahn)  -  Reparaturversuch
 
 
 Im Urlaub waren wir in Aigen-Schlägl und hatten Blick auf den Bahnhof. Früher
 zogen 93er-Dampfloks die Personenzüge der Mühlkreisbahn, heute machen
 das die modernen Triebwagen VT 5047 und inzwischen noch modernere Trieb-
 wagenzüge. Hauptsächlich waren ehemals Doppelgarnituren des VT 5047 im
 Einsatz.

 Da ich bemüht bin, der Nachwelt ein wenig über die ÖBB und einige ihrer
 Triebfahrzeuge zu bewahren beschaffte ich einen Triebwagen dieser Type,
 der zwar kostengünstig war, aber ein Problem hatte, das nicht vom Verkäufer
 angegeben war. Die Fehlersuche zeigte bald, wo der Fehler lag: Die Spur-
 weite war zu gering, die Achsen klemmten. Wie es dazu kam ist mir unver-
 ständlich. Diesen Triebwagen schenkte ich nach der Reparatur meinem
 Freund mit der großen Modellbahnanlage. Ich glaube er fährt noch immer.

 Doch immer wieder sah ich mich nach einem Ersatz für den verschenkten Twg.
 um und hatte Ende 22 Glück. Wie vom Verkäufer angegeben, lagen auch bei
 diesem Modell Antriebsprobleme vor. Bei der Aufarbeitung des Twg. zeigte
 sich der selbe Fehler wie beim ersten von mir aktivierten Triebwagen. Vorweg
 gesagt gelang es, den Twg. wieder mit Murks fahrbar zu machen.




ÖBB  VT 5047 008-7,  Video



ÖBB VT 5047.043-4,   Video

 Das Service
 und die Wiederinbetriebnahme vom Twg. VT 5047 008-7

 Wie üblich beginne ich auch hier mit einer Demontage der Motore vom Fahrgestell. Danach erfolgte eine
 Reinigung der Drehgestelle mit Spezialbenzin. Danach zeigte sich, dass sich die Achsen nicht oder nur
 schwer drehten. Ungeachtet von irgendwelchen Spurmaßen war klar, dass versucht werden musste, die
 Räder einseitig abzunehmen, damit die Achsen ausgefädelt und gereinigt werden können.

 Jedoch bevor noch ein Rad von der Achse gezogen worden ist, drehte sich diese Achse anstandslos. Das
 ersparte viel Arbeit, denn nun stellte ich fest, dass die Achsen kein achsialspiel haben und daher klemmen.
 Durch vorsichtiges abdrücken je eines Rades pro Achse war das Problem behoben. Es fiel mir ein, dass
 ich einen modernen unmotorisierten Schnellbahtriebkopf habe, bei dem dieses Problem vorlag.

 Zuöetzt mussten die Motore wieder eingebaut und umgepolt angeschlossen werden. - Nach der Herstellung
 des ausreichenden Achsspieles lief der Triebwagen sehr gut.


       
VT 5047 008-7     Video
 
   


 Die Reparatur des Triebwagens VT 5047.043-4

 Nach der Abnahme des Gehäuses konnte an den Drehgestellen sofort der
 Fehler gefunden werden. Diesmal war jedoch der bei modernen Loks typische
 Kleinbahn-Materialfehler vorhanden bei dem sich das Fahrgestell verformt und
 sich die Achsen nichtmehr drehen. Das war hier bei einem Drehgestell weit
 fortgeschritten und man konnte das am sich wölbenden Fahrgestell die durch 
 das Wachsen des Gussmaterials entstehenden Bruchhlinien erkennen. Noch
 hält der Guss.
 Durch das Wachsen des Materials verzieht sich das Fahrgestell, was dazu
 führt, dass die Achsabstände der Getriebezahnräder enger werden und das
 Fahrgestell auch in die Breite wächst. Durch Letzteres beginnen die Achsen
 wegen fehlendem Axialspiel zu klemmen. Außerdem führt u.U. die Krüm-
 mung des Fahrgestells dazu, dass die Schnecke den Eingriff in das Antriebs-
 zahnrad verliert, wie es bei einem Motor der Fall war.

 Trotz aller Widrigkeiten begann ich den Triebwagen zu zerlegen und den Versuch
 zu unternehmen, ihn irgendwie doch fahrbar zu machen.

VT 5047.043-4

 Der Reparaturversuch beginnt

 Bei dem stark von Bruchansätzen gezeichneten Fahrgestell verliefen alle Versuche, es wieder verwend-
 bar zu machen, im Sand. Die Verbreiterung der Spur um ~1mm machte die Achsen zwar wieder beweg-
 lich, doch der Zahneingriff zu ersten Achse war nur dann gegeben, wenn die Achse in ihrer ovalen Boh-
 rung an der Oberseite anlag. Letztlich entschied ich mich, dieses Drehgestell zu einem Lauif Drehgestell
 umzubauen, sprich den Motor, das Atriebszahnrad und das mittlere Zwischenzahnrad zu entfernen. Da
 sich die Achsen drehen lassen, wurde die Spurweite wieder ein wenig verringert, damit bei den Weichen
 die Entgleisungsgefahrt verhindert wird.

 Das zweite Drehgestell weist geringe Veränderungen auf, die zwar auch auf die Spurweite Auswirkungen
 hatten, mehr noch den Schneckeneingriff fast verhindert hat. Durch leichte Spurvergrößerung ließen sich
 die Achsen wieder drehen. Um den Schneckeneingriff wieder zu ermöglichen, musste an der Hinterseite
 des Motors 1mm Kunststoff unterlegt werden. Der Motor wurde dann wieder wie vom Hersteller ange-
 wandt, mit Sekundenkleber angeklebt. Einige Geduld war notwendig die richtige Lage der Motorwelle zu
 finden, bei der der Eingriff ideal ist. Dann passte es und der nunmehr einmotorige Twg. konnte erste Fahr-
 versuche unternehmen.

 Jetzt zeigte sich, dass meine unprofessionelle Weise der Spurvergrößerung bei den Rädern einen Sei-
 tenschlag verursacht, den man beim Fahren sehen kann. Bedingt durch die Fahrgestellwölbung ist die
 Motorwellenstellung und die der Schnecke sehr heikel. Sie darf nicht mit der Schneckenzahnung am Zahn-
 grund des Antriebszahnrades aufkommen, denn dann dreht der Motor nicht mehr durch. MIt der Schraube,
 welche die Motorhalterung an das Fahrgestell zieht, kann man die Stellung der Motorwelle beeinflussen,
 wobei bereits eine Viertelumdrehung erhebliche Auswirkungen haben kann.

 Endlich lief das Triebwagenfahrgestell, doch immer wieder kam es zu Entgleidungen, das die Drehge-
 stelle nicht in die Ausgangslage zurück gingen oder nicht in die Kurven einlenken wollten. Wiederum hängt
 das mit der Motorhalterungs Schraube zusammen. Ist sie zu fest angezogen, wird dadurch die Beweglich-
 keit des Drehgestells eingeschränkt. Die benötigte Beweglichkeit duch Lockerung verschlechtert wieder
 den Schneckeneingiff und daher musste der Motor wieder losgebrochen und neu in passender Position
 angeklebt werden. -  Nun endlich lief der Motor in beiden Richtungen gut, wo bei eine Fahrtrichtung den
 Motor merklich weniger stark belastet.
 Doch die Krämpfe gehen noch weiter. Die deutlich schrägere Einbaulage des Motors ergibt, dass da-
 durch der Kunststoffteil des Motors im Dach des aufgesetzten Wagengehäuses anliegt und die Drehbe-
 wegungen des Antriebsdrehgestells beeinträchtigt. Daher musste der Kunststoffteil des Motors abgefräst
 werden und danach passte das Gehäuse wieder am Fahrgestell.

 Fest steht, dass es aus Aluminium gefräste Ersatztdrehgestelle gäbe, die sich mit 50.-€ zu Buche schla-
 gen würden. Da alle angebotenen VT 5047 unter dem gleichen Materialfehler leiden, bliebe für eine Ertüch-
 tigung des Triebwagens nur der Kauif dieser Alu-Fahrgestelle infrage.

 Fahrbericht

 Bedingt durch die nurmehr zwei angetriebenen Achsen mit den winzigen Rädern, ist der Fahrbetrieb auf
 ebener Fläche möglich. Da die Fahrweise doch nicht optimal ist, bleibt die typische Kleinbahn Polarität
 erhalten. Zum Spielen genügt das.
 Im Moment fährt der Triebwagen in einer Fahrtrichtung brauchbar, in der anderen Richtung etwas lang-
 samer. Sollten sich Ersatzfahrgestelle auftrieben lassen, könnte der Triebwagen zu einem späteren Zeit-
 punkt in eine seriennahe Ausführung zrückgeführt werden.

       
VT 5047.043-4      
 
       
 
der aktivierte Motor Bleigewicht ersetzt Motorgewicht Ansicht des wieder verwendbaren Twg.