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Meine erste Lokomotive der Type
V 36 war die Märklin V 236. Die Lok steckte, was offenbar
durch Verharzung infolge langer Lagerung zustande kam.
Jedoch reizte es mich immer schon, so eine urige
V 36 von Trix zu besitzen und diese auf
Normspur umzubauen.
Nun ergab sich ein günstiger Bastelankauf
einer unkom pletten Lok. Dazu mussten dann noch einige
Kleinteile nachbeschafft werden, die dann eine
Komplettierung der Lok ermöglichten, den Preis
natürlich steigerten, da das Proto oft mehr koste- te
als die benötigtenTeile.
Da
die Lok die dicken Trix Räder hat, steht wieder
Drehbankarbeit am Plan. Genau diese Tüftelei
macht mir Spaß und verleitet mich immer wieder, mir
ausge- fallene alte Loks zu kaufen. Auch die Stromabnehmersituierung
muss bei der V 36 überdacht werden, insbesondere wenn sie als Gleichstromlok
auf der Modellbahn- anlage meines Freundes eingesetzt
werden soll.
Schwierig gestaltet sich
zurzeit die Beschaffung von Übergangskupplungen von Trix
Express zu Normkupplungen. Hier ist abwarten angesagt.
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V 36 257 Trix Express (vor
dem Umbau)

die umgebaute V 36 257,
Video |
Umbauarbeiten an der
V 36.257
Als die Lok eingetroffen war, wurde sie
teilzerlegt und gereinigt. Die genaue Sondierung des
Arbeitsaufkom- mens ergab, dass das Problem der
Stromabnahme zu klären ist. Wegen der bestehenden
Haftreifen kann die Anwendung von Radschleifern
auf jeder Seite nicht erfolgen. Die Räder hätten zu
wenig Kontakt, da sie auf den isolierenden
Haftreifen laufen. Daher scheint die Verwendung der zwei
Trix Express Schienenschleifer pro Schiene
sinnvoll. Zwei dieser Schleifer können dem Original
entsprechend verwendet werden, für die andere Seite
müssten die originalken Mittelschleifer zu
Schienenschleifern umgebaut werden.
Die
zweite Methode wäre, alle Räder bis auf die
Haftreifenauflagefläche abzudrehen und ohne Haftreifen
auf der ersten und letzten Achse auszukommen. Das
Studium der Lok veranlasste mich, den Schritt des
Abdrehens der Räder auf den Grunddurchmesser
der Haftreifenauflage zu wählen. Verglichen mit
Dieselloks von Klein- bahn, die auch keine
Haftreifen haben und auch vom Gewicht her nicht gerade
als Schwergewichte zu bezeich- nen wären, wird
die Lok ausreichende Zugkraft auch ohne Haftreifen
bringen.
Um die Räder auf der Drehbank
bearbeiten zu können musste wieder ein Aufnahmedorn
hergestellt werden. Die Radscheiben wurden
aufgeschoben und mit einem Zwischenstück und einer
Mutter festgeklemmt. Nach der Bearbeitung
konnten die Radscheiben wieder auf den Achsen montíert
werden.
Da beidseitig Kunststoffbuchsen auf den Wellen sitzen, müssen beidseitig
Radschleifkontakte eingebaut werden. Als
Kontakte werden käuflich erwerbliche eingebaut, die durch
kurze Schleifer auf den Radinnenseiten den
Kontakt herstellen. Die Montage der Kontakte wird so
erfolgen, dass sie an der
ersten und letzten Achse anliegen. Die Mittelachse,
die jetzt auch am Gleis aufliegt, wird aber
nur bei unbedingtem Bedarf mit Schleifern bestückt.
Zwischenzeitlich konnten die Schleifkontakte montiert
und angeschlossen werden. Mit vielen Ruckern setzte
sich das Lokfahrgestell in Bewegung. Langsam besserte
sich die Kontaktgabe und zusätzliche Nachein- stellungen
optimierten den Lauf. Durch die demnächst montierten
Kuppelstangen könnte sich wegen derer Stromübertragung
eine Verbesserung der Kontakte zum Gleis ergeben.
Wegen des Abwartens der Lieferung der
Schrauben für die Schubstangenbefestigung wurde das
Lokgehäuse lackiert. Mit tannengrünem
KH-Lackspray wurde das Gehäuse gespritzt, das Dach wurde
grau lackiert. An den erhabenen Loknummern
wurde der Lack abgeschabt und sehen sie sehr gut aus.
Nach dem Aushärten wurde das Gehäuse auf das
Fahrgestell gesetzt und einige Runden damit gefahren.
Durch das leicht erhöhte Gewicht wurde die
Fahrt der Lok harmonischer. Die Verbesserung der Kontakt
- und Fahreigenschaften durch das Zusatzgewicht
des Gehäuses kam ich auf die Idee, im Gehäuse oberhalb
der Anschlüsse kleine Bleiplättchen als
Zusatzgewichte auf die angetriebenen Achsen einzukleben.
Auch an anderen Stellen wurden kleine Stücke Blei
untergebracht und damit das Lokgewicht erhöht. Nun fährt
sie deutlich besser und kommt mit ihren abgedrehten,
verkleinerten Raddurchmessern brauchbar in Fahrt. Das
Zuggewicht hat unter dem Umbau etwas gelitten,
doch stört mich das nicht. Anschließend wurden die
Leiter und die Auftritte montiert, das Lok- untergestell
mit der Radfarbe gestrichen und damit die Lok bis auf
die Kuppelstangen fertig gestellt.
Nach der
Montager der Kuppelstangen ist die Lok fertig und ...
sie gefällt mir. Dass sie nicht zu den am Besten ziehenden
Loks gehören wird ist mir auch klar, aber es wird nur
wenige Modellbahner geben, die so eine Lok aus
Gussmaterial auf ihrem Zweileitergleis werden fahren
haben.
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Ankaufszustand |
hier noch mit Haftreifen |
Lok und Achsen sind zerlegt |
Ansicht Antrieb |
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Rad mit der Nut für Haftreien |
das bearbeitete Rad ohne Haftreifen |
Einpassen der überarbeiteten Achsen |
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Achsen sind fix eingebaut |
erste Lackschicht |
das Dach ist ergraut |
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Gehäuse fertig |
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die eingeklebten Bleiplatten |
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die V 36 ist betriebsfertig |
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Video |
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