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    V200 027, DB  (Märklin)  -  Restauration und Umbau
 

 Meine dritte Märklin V200, doch die älteste aus etwa den 60iger-Jahren. Ja
 eigentlich meine ich, dass ich nicht bei Sinnen bin und diese Lok zugekauft habe,
 denn sie ist ja auch nur eine V200. Das stimmt, jedoch die Sammellust hat eben
 zugeschlagen und dieses bereits 50 Jahre alte Maschinchen musste daher in
 meine Sammlung kommen. -  Sie hat noch Plastik-Haftreifen und einen Hand-
 umschalter. Das Modell wurde relativ günstig erstanden, da schwere Mängel
 bestanden: Der Motor drehte sich nicht mehr und da und dort war Rost an den
 Griffstangen, den Puffern und Kupplungen zu sehen. Nach der Zerlegung waren
 auch am Chassis kleine Rostansätze zu sehen, die allesamt jedoch leicht repara-
 bel waren.


V200 027
Fahrvideo
 
 Die Restaurierung einer V200 027

 Am Beginn stand die Zerlegung des Modells und vor allem des Motors. Den Motor und die Achsen habe ich
 mit einem Rostlöseöl beträufelt und es einwirken lassen. Nach zwei Stunden ließ sich dann der Motor mit
 Mühe durchdrehen. Im Zuge der Demontage zeigte sich Flugrost am Anker und dem Feldmagneten sowie
 massenhaft hart gewordener Bodenstaub an den Zahnrädern. Eine gründliche Reinigung mit Spezialbenzin
 entfernte den Schmutz und den Abrieb der Bürsten. Danach wurden die Antriebszahnräder vorsichtig geölt und
 auch der Motor. Nach dem Zusammenbau des Motors konnte der erste Probelauf erfolgen.
 Mühsam begann der Motor anzulaufen, doch schon nach kurzer Zeit haben sich die Bürsten besser angelegt
 und für besseren Kontakt gesorgt.

 Jetzt fiel auch auf, dass der Umschalter bei vollem Fahrstrom selbsttätig umschaltet bzw. zu zittern beginnt.
 Durch die Erhöhung der Federspannung konnte der Fehler behoben werden. Nun mussten noch die schad-
 haften Lämpchen ausgetauscht werden und es stand ein gut erhaltenses Fahrgestell vor mir.

 Die Verschönerungen am Gehäuse stellen höhere Anforderungen an mich. Zuerst wurde das Gehäuse mit
 WD 40 eingelassen und trockengewischt. Danach entfernte ich alle Griffstangen die teilweise stark mit Rost-
 anflug befallen waren. Mit feinem Schleifpapier konnte der Rost entfernt werden und mit einem Tropfen Öl
 spätere Rostung erschwert. Im nächsten Schritt wurden alle Roststellen an den Kupplungen und Puffern bear-
 beitet und entfernt. Die Lackausbesserungen stellen eine Herausforderung dar, denn wer hat schon Lack im
 Originalfarbton des Gehäuses?

 Nach der Endmontage konnten Probefahrten durch geführt werden und sie ergaben eine tadellose Funkition
 der Lok.


       
das Innenleben der V200 nach Erhalt Rostanflug am Anker hindert an der Drehung hier bereits Griffstangen entrostet ... ... und Fenster gereinigt