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Die
Reparatur und Restaurierung von gebrauchten
Lokomotiven erfreut mich und daher kaufe ich zu
günstigen Preisen manchmal Arbeit zu. Diesmal wurde es
eine Lok, die mich seit meinen Modellbahnanfängen in den
Kindertagen in ihren Bann gezogen hat. Die RET
800, wie die Märklin-Bezeichnung von früher lautet,
sagt aus, dass die Lok aus den Jahren um 1953 gebaut
worden ist. In diesen Tagen war ich 6 Jahre alt
und hatte große Freude mit meinerm ersten Märklin
Startset und der dazugehärigen Dampflok BR 24. Die Lok
und die Wagen gibt
es auch heute noch und alles fährt froh und
munter dahin.
Bei der zugekauften Lok sind
einige Arbeiten auf den Bildern zu erkennen. Wie viel
es sein wird hängt davon ab, ob ich sie eventuell
lackieren muss, falls es mir nicht gelingt, die
Kratzer auszubessern.
Vergleicht man die
Märklin Re 4/4 mit der Re 4/4 von Kleinbahn, dann
fallen diverse krasse Unterschiede auf. Die
jüngere Version ist die von Kleinbahn, die daher
auch deutlich naturgetreuer ausgeführt ist. Möglich ist,
dass es unter der Typenbezeichnung RE 4/4
grundsätzlich verschiedene Ausführungsvarianten der originalen
Lok gegeben hat.
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SBB
Re 4/4 (RET 800, Märklin)
Video
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Das Service der Re
4/4 von Märklin
Nach dem Eintreffen der Lok wurde sie einer Probefahrt
unterzogen, bei der sich zeigte, dass der Fahrt- richtuhgsumschalter
ein Problem hat. Die Lok führ nur in eine Richtung,
wollte man umschalten, brummte sie und es kam
zum Kurzschluss. Nach dem Öffnen zeigte sich, dass der
Vorbesitzer an den Kabeln der Lok herumgelötet
hatte, wodurch letztlich ein Kurzschluss entstanden war
und die Lok nurmehr in eine Richtung fahren
konnte.
Nach vielen Tests wurde schließlich ein neuer Fahrtrichtungsumschalter
eingebaut und die Licht- kabel direkt an der
Stromversorgung angeschlossen. Jetzt
fuhr die Lok, das Licht brannte auf beiden Seiten, aber der Umschalter musste noch
besser eingestellt werden.
Da die
Zerlegung und der Zusammenbau
der Lok nicht ganz einfach war, wurden zur Erleichterung
die Lämp- chen beidseitig ausgebaut. Mit dem danach
aufgesetzten und mit der Zentralschraube angeschraubten
Ge- häuse fuhr die Lok nicht; irgendwo ergab sich
ein weiterere Kurzschluss. Löste man die Zentralschraube,
funktionierte die Lok wieder. Auch der nachjustierte
Umschalter funktionierte dann mit dem Gehäuse. Die
Strinbeleuchtungen wurden eingeschoben und angeschraubt
und die Lok fuhr nich mehr. Der Umschalter erlaubte
nur eine einmalige Umschaltung, dann ging nichts mehr.
Offenbar ziehen die 6 Lämpchen so viel Strom,
dass das Relais zu wenig Spannung bekommt und nicht
genug stark anzieht um umzuschalten. Also Lampen
und Gehäuse wieder abbauen und dem
Fahrtrichtungsumschalter eine schwächere Rückholfeder- spannung
geben. Das gelang und das Zusammenbauprozedere konnte
wieder beginnen.
Nun fährt die Lok, jedoch
ist noch keine längere Probefahrt durchgeführt worden,
die zur Erwärmung der Lok und damit zu
dem sonst üblichen, schlechteren Funktionieren des Umschalter führt. Zur
Verbesserung wurde später nochmals das Gehäuse
abmontiert, die Schaltung der
Lichter geändert, sodass die fahrtrichtungsab- hängig
funktionieren. Anschließend wurde nochmals der
Umschsaltkontakt feinjustiert, sodass nahezu perfekte
Umschaltungen möglich wurden. Um die Umschaltung zu
optimieren wurde die nicht originale Rückholfeder ersetzt
und der Umschalter neu eingestellt. Jetzt funktioniert
der Fahrtrichtungswechsel wie er sollte, ohne große
Ruckbildungen bei stillstehender Lok.
Interessehalber
habe ich die beiden Loks Re 4/4 (RET800, li) und BB
10001 (SEF800, re) zu einem Vergleich aufgestellt.
Die Fahrgestelle sind weitgehend identisch,
sieht man von kleinen Baujahrsunterschieden ab.
An- sonsten sehe ich die RET vom Aufbau als ältere Konstruktion
an, da sie deutlich aufwändiger ausgeführt ist: sie hat
Griffstangen und Dachisolatoren, die eine zusätzliche
Montagearbeit darstellen. Aber vielleicht war es doch
anders?
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SBB Re 4/4 (RET 800) |
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Ansicht Motor Re 4/4 RET 800 |
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Re 4/4 - Kleinbahn |
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SBB Re 4/4 (Kleinbahn) |
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